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Polen

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Polen (poln. Polska) liegt in Mitteleuropa. Sein Gebiet besteht aus fünf geografischen Räumen. Im Nordwesten befindet sich die von der Pommerschen bis zur Danziger Bucht reichende Ostseeküste, die durch zahlreiche Nehrungen, Binnengewässer und Dünen gekennzeichnet ist. Die weitgehend gerade verlaufende Küstenlinie wird durch das Stettiner und das Frische Haff sowie die Pucker Bucht unterbrochen. Im Norden und Zentrum Polens schließt sich das von der Eiszeit geformte Tiefland der mitteleuropäischen Ebene an, in dem vier große Seenplatten (die Masurische Seenplatte, die Kaschubische Seenplatte, die Pommersche Seenplatte und die Großpolnische Seenplatte) liegen, deren zahlreiche Gewässer in eine hügelige Moränenlandschaft eingebettet sind (vgl. Kaschubische Schweiz). Südlich des Tieflandes liegen die durch die Urstromtäler der großen Flüsse geprägten Landschaften Niederschlesiens, Oberschlesiens, Masowiens und des Karpatenvorlandes.

Lage
Karte der Europäischen Union mit eingezeichneter Lage von Polen
Flagge
PolenFlagge Polen
Kurzdaten
Hauptstadt Warschau
Staatsform Republik
Währung Złoty (zł, PLN)
Fläche 313.000 km²
Bevölkerung 38,6 Mio
Sprachen Polnisch
Religionen Römisch-Katholisch (95 %), Orthodox, Evangelisch
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl +48
Internet TLD .pl
Zeitzone UTC +1 (MEZ)

Insbesondere die Lubliner Region an der mittleren Weichsel mit ihren Lößböden ist stark durch Hohlwege gekennzeichnet. Südlich davon befinden sich die polnischen Mittelgebirge (der Krakau-Tschenstochauer Jura, das Heiligkreuzgebirge, die Beskiden, die Waldkarpaten und die Sudeten mit dem Riesengebirge). Die höchste Erhebung, die Tatra, ist ein geologisch sehr vielseitiges Hochgebirge und die höchste Erhebung der Karpaten.

Regionen[Bearbeiten]

Verwaltungsgliederung Polens

Polen ist in 16 Woiwodschaften gegliedert:

Norden
  • Westpommern (Województwo zachodniopomorskie) - Region im Nordwesten Polens an der Ostsee. Zahlreiche Wassersportmöglichkeiten an der Küste und der pommerschen Seenplatte. Die Kajakroute entlang der Drawa ist sehr abwechslungsreich. Die schönsten Strände finden sich auf den Inseln Wollin und Usedom (Swinemünde, Międzyzdroje) und bei Kolberg. Stettin bietet ein interessantes Kulturprogramm.
  • Pommern (Województwo pomorskie) − Region im Norden Polens. Nach Kleinpolen, die wohl schönste Woiwodschaft Polens um die Dreistadt Danzig, Sopot und Gdingen. Endlose Sandstrände an der Ostseeküste mit dem wüstenartigen Sandmeer von Dünen im Slowinzischen Nationalpark. Danzig als manieristisches Tor Polens. Zahlreiche Kreuzritterburgen, mit der Marienburg an der Nogat als größter Burg der Welt. Seenplatte in der Kaschubischen Schweiz. Traumhafte Wassersportmöglichkeiten (Surfen, Wracktauchen, Segeln) an der Danziger Bucht, insbesondere auf der Halbinsel Hel.
  • Ermland-Masuren (Województwo warmińsko-mazurskie) − Region im Nordosten Polens mit zahlreichen Seen und Kreuzritterburgen aus Backstein. Gilt als Zentrum des Wassersports in Polen, insbesondere die Gegend um die Großen Masurischen Seen. Die Kajakroute entlang der Krutynia gilt als schönste in Europa. Aber auch Wandern, Radfahren, Segelfliegen und Ballonfahren sind sehr beliebt.
Westen
  • Lebus (Województwo lubuskie) − Region an der mittleren Oder an der Grenze zu Deutschland. In Grünberg befindet sich das größte Weinanbaugebiet in Polen.
  • Großpolen (Województwo wielkopolskie) − geschichtsträchtige Region um Posen, gilt als polnisches Kernland mit Siedlungen aus der Bronzezeit und der Wiege des polnischen Staates um Gnesen, Kruszwica und Ostrów Lednicki. Viele Bauten aus der Romanik um Gnesen, viele barocke Paläste um Posen. In Stary Licheń steht eine der größten Kirchen der Welt - dem Petersdom in Rom nachempfunden. Die großpolnische Seenplatte lädt zum Wassersport ein.
Mitte
  • Kujawien-Pommern (Województwo kujawsko-pomorskie) − Region an der unteren Weichsel, von der Backsteingotik geprägt. Toruń hat nach Krakau die meisten denkmalgeschützten Objekte in Polen. Beliebt ist die Kajaktour an der Brda. Bydgoszcz, Włocławek und der Kurort Cichocinek sind sehenswert.
  • Łódź (Województwo łódzkie) − Region in Zentralpolen um die Sezessionsstadt Łódź. Łowicz gilt als Zentrum der polnischen Folklore.
  • Masowien (Województwo mazowieckie) − Region um Warschau. Eine weite Landschaft die durch endlose Felder und Alleen mit Trauerweiden gekennzeichnet, die Chopins Musik prägte. Zahlreiche typische Herrensitze polnischer Adeliger aus dem 18. Jahrhundert und romantische Landschaftsparks in Arkadia und Nieborów. Wassersportmöglichkeiten am Zegrze-Stausee bei Warschau und an der Narew. Zahlreiche Barock- und Klassizismuspaläste und Gärten in Warschau. Moderne Architektur in der Hauptstadt, die als eine der höchsten Städte Europas gilt. Nachtleben in Warschau.
Osten
  • Podlachien (Województwo podlaskie) − der "wilde Osten" Polens mit dem letzten Urwald Mitteleuropas. Hier leben die letzten Wiesente in Europa in freier Wildbahn. Elche, Wölfe und Braunbären sind auch anzutreffen. Zahlreiche Zeugnisse jüdischer Kultur und des Reichtums der polnischen Magnaten. Der Branicki-Palast in Białystok gilt als polnisches Versailles. Die Renaissance-Synagoge in Tykocin gilt als die schönste in Europa. Hier leben auch die polnischen Muslime - die Tataren zusammen mit orthodoxen und katholischen Polen. In Supraśl steht die wahrscheinlich schönste orthodoxe Kirche Polens. Die Kajakroute entlang der Czarna Hańcza zählt zu den attraktivsten in Polen. Um den Seekomplex Wigry im äußersten Nordosten Polens gibt es exzellente Wassersportmöglichkeiten. Der hierzu gehörende See Hańcza ist mit über 100 m der Tiefste in Polen und dem gesamten nordeuropäischen Tiefland von Frankreich bis Estland.
  • Lublin (Województwo lubelskie) − Region im Osten Polens an der Grenze zur Ukraine und Weißrussland. Zahlreiche Renaissancestädte künden von dem Reichtum der polnisch-litauischen Adelsrepublik in der frühen Neuzeit, z.B. Kazimierz Dolny, Zamość, Lublin. Es gibt zahlreiche Spuren der jüdischen Kultur. Schlösser und Schlossruinen sind in Puławy, Kozłówka, Lublin, Kazimierz und Janowiec. Die Landschaft des Roztocze-Nationalparks lädt zu langen Wanderungen an der Tanew ein.
Südwesten
  • Niederschlesien (Województwo dolnośląskie) − Region im Südwesten Polens mit dem Hauptkamm der Sudeten (Riesengebirge, Isergebrige, Glatzer Bergland) und zahlreichen Barockbauten. Von Deutschland gut zu erreichen sind die Skiorte Karpacz und Szklarska Poręba im Riesengebirge. Breslau hat ein interessantes Nachtleben und zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Viele Schlösser, Klöster, Burgen und Ruinen entlang der Oder.
  • Oppeln (Województwo opolskie) − Region im Süden Polens an der Oder. Zahlreiche hölzerne Schrotkirchen und historische Städtchen.
  • Schlesien (Województwo śląskie) − Region im Süden Polens. Bevölkerungsreichster Ballungsraum in Kattowitz mit reichem Kulturangebot. Wintersportmöglichkeiten in den schlesischen Beskiden in Ustroń und Wisła und dem Jura mit seinen zahlreichen Burgen. Die Burgruine Ogrodzieniec gilt als eine der Schönsten in Europa. Wichtigster Wallfahrtsort im barocken Kloster auf dem Hellen Berg in Tschenstochau, einem der Größten in Europa.
Südosten
  • Heiligkreuz (Województwo świętokrzyskie) − Region um eines der ältesten Gebirge der Welt, das Heiligkreuzgebirge in südöstlichen Zentralpolen. In Ujazd steht eine der größten Burgruinen Europas und die Tropfsteinhöhle Raj gilt als die schönste in Polen. Sandomierz ist eine der schönsten mittelalterlichen Kleinstädte Mitteleuropas.
  • Kleinpolen (Województwo małopolskie) − die wahrscheinlich schönste Region Polens im Süden mit fünf Nationalparks und fünf Weltkulturerbestätten. Hier liegen die höchsten Gebirge, Hohe Tatra, Westliche Tatra, Gorce, Pieninen, Babia Góra, Beskiden und der Jura. Die ehemalige Hauptstadt Krakau gilt als schönste Stadt Polens und war europäische Kulturhauptstadt 2000. Der Altstadtkomplex mit der Wawelanlage ist auf der Liste der zwölf schützenswertesten Baudenkmäler der Menschheit. Das Nachtleben Krakaus mit seinen zahlreichen Studentenkellern ist legendär. Daneben zahlreiche Klöster, Burgen und Renaissanceschlösser. Zakopane gilt als Wintersporthauptstadt Polens mit Après Ski vom besten. Szczyrk, Żywiec, Zawoja, Krynica und Rabka sind weitere wichtige Skiorte. An den Stauseen bei Czorsztyn, Żywiec und Tarnów ist Wassersport möglich. Floss- und Kajaktouren im Dunajecdurchbruch in den Pieniny sind ein besonderes Erlebnis. Ein Muss ist auch das 800 Jahre alte Salzbergwerk Wieliczka.
  • Karpatenvorland (Województwo podkarpackie) − Region im äußersten Südosten Polens mit den "wilden" Gebirgen Bieszczady und Beskid Niski. Mit den menschenleeren Hochauen hat das Bieszczady-Gebirge einen besonderen Reiz. Hier lebt noch der Braunbär, der Wolf und der Luchs. Wassersport ist am von Bergen umgebenen Solina-Stausee möglich. Zahlreiche Renaissance-Paläste, allen voran Łańcut, Baranów Sandomierski und Krasiczyn und schöne Renaissancestädte Przemyśl, Jarosław, Leżajsk.

Städte[Bearbeiten]

Karte von Polen
Warschau bei Nacht
Markt in Krakau
Breslau (Wrocław), Rathaus

In Polen gibt es auch eine große Anzahl an schönen historisch geprägten Kleinstädten mit einem malerischen Ortsbild. Viele haben den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden, viele sind nach dessen Zerstörungen originalgetreu wiederaufgebaut worden, was den polnischen Restauratoren zu Weltruhm verholfen hat. Zu den schönsten Kleinstädten zählen:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

In Polen gibt es dreizehn UNESCO-Weltkulturerbestätten, von denen zwei (Krakau und Wieliczka, beide in Kleinpolen) zu den zwölf schützenswertesten Baudenkmälern der Menschheit zählen.

UNESCO-Welterbestätten[Bearbeiten]

Jahr Art Bezeichnung Beschreibung Bild
1978 K Historische Altstadt von Krakau Krakau war im Mittelalter die Hauptstadt Polens, seine historische Bausubstanz wurde weitgehend erhalten. Zum Welterbe gehört das ehemalige Residenzschloss Wawel sowie die Altstadt mit zahlreichen Kirchen und Klöster und dem jüdischen Viertel Kazimierz. Kraków - Sukiennice 01.jpg
1978
2008
2013
K Salzbergwerk Wieliczka
Modifikation 2008
Erweiterung 2013: Wieliczka und Bochnia
Das Salzbergwerk von Wieliczka existiert bereits seit 1280, es liegt nur wenige Kilometer südöstlich von Krakau. Die Salzgewinnung wurde 1993 eingestellt. Ein Stollen wird als Sanatorium für Atemwegserkrankungen genutzt, Besucher können kunstvoll gestaltete Galerien und Säle mit Statuen aus Salz bewundern. Wieliczka salt mine chandelier.jpg
1979 K Museum des Konzentrationslagers Auschwitz Etwa 35 km südlich von Kattowitz befand sich das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Mauern und Stacheldraht, Kasernen, Gaskammern und Krematorien wurden als mahnendes Symbol für die Grausamkeiten erhalten. Arbeit-auschwitz04.jpg
1980 K Historische Altstadt von Warschau Die Warschauer Altstadt wurde im Verlauf des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört, insbesondere im Jahr 1944 während des Warschauer Aufstands. Nach Kriegsende wurde sie weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut, das Warschauer Königsschloss wurde erst 1980 fertiggestellt Lazienki-Palac na Wodzie.jpg
1992 N Nationalpark Białowieża länderübergreifend mit Weißrussland
2014 modifiziert und erweitert
Der Białowieża-Nationalpark liegt an der Wasserscheide zwischen Ostsee und Schwarzem Meer teilweise in der polnischen Woiwodschaft Podlachien und zum Teil in Weißrussland. Das riesige Waldgebiet ist Heimat seltener Tierarten wie Wolf, Luchs und Fischotter, es ist auch Lebensraum für Wisente, die 1926 wieder hier ausgewildert wurden. Wisent.jpg
1992 K Historische Altstadt von Zamość Die Stadt in der Woiwodschaft Lublin wurde von Jan Zamoyski gegründet mit dem Ziel, eine "ideale Stadt" zu erschaffen. Sie wurde von einem italienischen Architekten im Stil der Renaissance erbaut und galt daher als das "Padua des Nordens". Zamosc Town Hall 01.jpg
1997 K Historische Altstadt von Toruń Thorn wurde im 13. Jahrhundert durch den Deutschritterorden gegründet, die Siedlung entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten rasch und wurde Mitglied der Hanse. Aus jener Zeit stammen zahlreiche private und öffentliche Bauwerke, erwähnenswert ist auch das Haus des Astronomen Nikolaus Kopernikus. Torun ratusz corr.jpg
1997 K Kreuzritterburg ‎Marienburg (Malbork) Die Marienburg war 1309 bis 1454 Sitz des Deutschritterordens. Danach zerfiel der rote Backsteinbau, er wurde von 1896-1918 renoviert. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie wiederum schwer beschädigt. Sie wurde zum Teil wieder restauriert mit Ausnahme der Marienkirche, die als Mahnmal der Zerstörung erhalten wurde. Malbork III.jpg
1999 K Wallfahrtsort Kalwaria Zebrzydowska Der Ort in der Woiwodschaft Kleinpolen entstand um 1600 in einer Landschaft, die von dem damals herrschenden Woiwoden nach biblischen Orten benannt wurde. Daraus entwickelte sich eine Wallfahrtsstätte mit etlichen Kapellen und einem Kloster. Sanktuarium pasyjno-maryjne w Kalwarii Zebrzydowskiej6.JPG
1999 D "De Revolutionibus Orbium Coelestium", Manuskript von Nikolaus Kopernikus Jagiellonische Bibliothek, Krakau
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1999 D Archivbestände aus dem Warschauer Ghetto Jüdisches Historisches Institut, Warschau
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1999 D Die Meisterwerke Fréderic Chopins Fryderyk-Chopin-Gesellschaft, Warschau
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2001 K Friedenskirchen in Jawor und Świdnica Der Name bezieht sich auf den Westfälischen Frieden 1648. Danach wurde den Protestanten in Schlesien der Bau von Kirchen erlaubt, die jedoch nicht aus Stein gemauert sein durften. So entstanden die größten Fachwerkkirchen in Europa. Kosciol pokoju w swidnicy wisnia6522.jpg
2003 K Kleinpolnische Holzkirchen Im südlichen Polen, vornehmlich in Kleinpolen, entstanden ab dem 14. Jahrhundert Holzkirchen, ihr Stil reicht von der Gotik über die Renaissance bis hin zum Barock. Zumeist wurden die Kirchen von Adelsfamilien aus Statusgründen gesponsert. Von den etwa 2 Dutzend Kirchen wurden 6 zum Welterbe erklärt. Kosciol Debno.JPG
2003 D Erklärung der Konföderation von Warschau 1573 zur Glaubensfreiheit
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2003 D 21 Forderungen von Danzig August 1980, Geburt der Gewerkschaft Solidarność
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2004 K Landschaftspark Neißepark (Park Mużakowski), länderübergreifend mit Deutschland, bei Bad Muskau Deutsch-polnisches Kulturerbe auf beiden Ufern der Neiße. Der Park wurde 1815-1844 angelegt. Er besteht auf der deutschen Seite aus Schloss-, Bade- und Bergpark, auf polnischer Seite aus dem Unterpark, einem Arboretum und den Braunsdorfer Feldern. Park Muzakowski2.jpg
2006 K Jahrhunderthalle in Breslau Erbaut wurde die Jahrhunderthalle von 1911 bis 1913 im Zentrum des Messegeländes. Ihre zentrale Kuppel war mit einer Spannweite von 65 m zu jener Zeit weltweit einzigartig Centennial Hall in Wrocław and Zoo Wrocław 1.jpg
2007 D Codex Suprasiliensis Manuskripte in altkirchenslawischer Sprache, länderübergreifend mit Russland, Nationalbibliothek Warschau
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2007 D Archiv der Nationalen Erziehungskommission 1773-94 Krakau
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2009 D Archive des Association Institut Littéraire "Kultura" in Paris (1946–2000)
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2009 D Radziwill-Archive und Sammlung der Bibliothek Njaswisch länderübergreifend (Russland)
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2011 D Archiv des Warschauer Rekonstruktionsbüros Staatsarchiv, Warschau
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2013 K Holzkirchen in Polen und in der Ukraine
länderübergreifend mit der Ukraine
Insgesamt 16 "Tservkas", Holzkirchen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert wurden für das Welterbe ausgewählt. Sie verfügen über hölzerne Glockentürme, ihre Ikonostasen im Inneren sind vielfarbig ausgemalt, sie sind umgeben von Friedhöfen und Torhäusern. Chotyniec2.jpg
2017 K Silber-Zink-Mine in Tarnowskie Góry und ihre Wasserhaltung Das Silberbergwerk in der oberschlesischen Stadt Tarnowskie Góry wurde um 1526 eröffnet. Um eindringendes Wasser aus der Grube zu pumpen, wurde bereits 1788 eine Dampfmaschine eingesetzt. In der Grube gibt es mehr als 150 km Stollen. Seit 1912 ist das Bergwerk stillgelegt, es dient heute nur noch als Museum. Tarnowskie Góry, Komora Srebrna - fotopolska.eu (339183).jpg
2017 N Buchenurwälder und alte Buchenwälder in den Karpaten und anderen Regionen Europas (länderübergreifend mit der Ukraine und Deutschland), Albanien, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Italien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Spanien Die alten Buchenwälder geben Aufschluss über biologische und ökologische Entwicklungen nach der letzten Eiszeit.


Nationalparks[Bearbeiten]


Hintergrund[Bearbeiten]

Der Tourismus in Polen befindet sich im Aufschwung, was zum einen Teil an der Öffnung des polnischen Luftraums für Low-Cost-Airlines und dem Ausbau des Autobahnnetzes sowie zum anderen an einer Wiederentdeckung Polens durch Touristen aus aller Welt liegt. Auch die im Europavergleich niedrigen Preise in Polen dürften eine wichtige Rolle spielen. Für Touristen sind einerseits die Städte, andererseits die unberührte Natur sehr attraktiv.

Viele attraktive Naturschätze werden in 23 Nationalparks geschützt.

Anreise[Bearbeiten]

Seit dem 21.12.2007 gehört Polen zu den Staaten des Schengener Abkommens. Damit entfallen die Grenzkontrollen zwischen den beigetretenen EU-Staaten. Für EU-Bürger ist der Personalausweis als Dokument ausreichend.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Flughäfen in Polen (2014)

Der Luftverkehr in Polen erfuhr in den 1990er Jahren eine Privatisierungswelle. Die Anzahl der Flugbewegungen stieg von 1995 bis 2000 um 17 Prozent, das Fluggastwachstum um etwa zwölf und das Frachtgutswachstum um etwa zehn Prozent.

Die größte Fluggesellschaft ist die LOT Polish Airlines (LOT) welche Tochterunternehmen, wie die Billigfluggesellschaft Centralwings besitzt. Andere Billigfluglinien, die nach Polen fliegen, sind WizzAir, EasyJet, Germanwings and Ryanair.

Der mit Abstand größte und bedeutendste Flughafen Polens ist der Frédéric-Chopin-Flughafen Warschau (WAW), gefolgt von denen in Krakau und Danzig.

Stadt IATA-Flughafencode ICAO-Flughafencode Passagiere Fracht in Tonnen Luftverkehr Web
Warschau WAW EPWA 6.085.111 40.541 108.245 [1]
Krakau KRK EPKK 841.123 1.806 26.171 [2]
Kattowitz KTW EPKT 622.612 5.038 13.803 [3]
Danzig GDN EPGD 464.656 3.100 16.286 [4]
Posen POZ EPPO 380.676 1.528 16.405 [5]
Breslau WRO EPWR 363.244 946 18.509 [6]
Stettin SZZ EPSC 95.833 237 7.981 [7]
Rzeszów RZE EPRZ 71.930 243 8.402 [8]
Bydgoszcz BZG EPBY 26.112 0 3.904 [9]
Łódź LCJ EPLL 6.269 0 1.783 [10]
Grünberg IEG EPZG 4.312 0 936 [11]
Allenstein SZY EPSY 486 0 346 [12]
Summe - - 8.962.334 53.439 222.771 [13]

Quelle: http://www.ulc.gov.pl/download/doc/biuletyn_2005.doc

Mit der Bahn[Bearbeiten]

EIP-, EIC und Eurocity-Netz in Polen (2015)
Intercity- und Eurocity-Netz in Polen (in Teilen veraltet, 2007)

Das direkte Anreisen mit der Bahn ist von Deutschland und Österreich problemlos möglich. Das Schienennetz ist sehr dicht und beträgt 22560 km. Betrieben wird es von der Staatsbahn PKP (Polskie Koleje Państwowe). Das Schienennetz ist sternartig mit Warschau als Mittelpunkt angelegt. Weitere wichtige Verkehrsknotenpunkte sind Posen, Danzig, Stettin, Breslau, Katowice und Krakau. Von Warschau nach Katowice/Krakau sowie nach Posen, Łódź und Breslau existiert eine Neubaustrecke (CMK). Die wichtigsten Städte werden durch InterCity-Züge miteinander verbunden, in den genannten großstädtischen Agglomerationen existieren S-Bahn-ähnliche Vorortszugsysteme. Bahnfahren in Polen ist sehr preisgünstig.

Direktverbindungen mit Warschau:

  • Berlin, EuroCity "Berlin-Warszawa-Express, täglich, 6 Stunden (bahn.de)
  • Wien, EC und Nachtzüge, 6 - 9 Stunden ²)
  • Prag, EC und Nachtzüge, 9,5 Stunden ²)
  • Budapest, EC, täglich, 11,5 Stunden; Umsteigeverbindungen unter 10 Stunden ²)
  • Kiew, Nachtzug, 16 Stunden ²)
  • Moskau, EN 23/24 der RŽD, täglich, schnellste Verbindung benötigt 18 Stunden (Direktzug bis Paris Est bzw. Nizza)

²) Die Angaben können 2016 veraltet sein. Abfrage und Tickets

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Zahlreiche Busunternehmen bieten Verbindungen nach Polen von Deutschland und Österreich mit dem Omnibus an, z.B. Sindbad, Eurolines, Touring, Omnia. Dem in Polen trotz wachsendem Individualverkehr immer noch sehr bedeutsamen öffentlichen Verkehr dient ein ausgedehntes Überlandbusnetz. Neben den staatlichen Buslinien PKS gibt es ein zahlreiches Angebot an privaten Anbietern. Das Reisen mit dem Bus ist eine der preisgünstigsten Möglichkeiten Polen zu erkunden.

Einige Buslinien:

  • PEKAES gehört zu Eurolines (fährt aus: A, BY, B, HR, CZ, DK, GB, EST, F, D, GR, NL, I, LV, LT, N, RUS, E, S, CH, UA), Tel: 0048 22 6269352, 0048 22 6522321, Online-Reservierung möglich
  • Orbis (fährt aus: B, BG, F, GR, E, NL, D, CH, GB), 0048 22 6227356, 0048 22 5001500, 0048 22 5001550
  • Polka Service (fährt aus: F), 0048 22 8275050
  • Gullivers (fährt aus: D), Tel. aus Deutschland 0 30 31102110, Intl 0080048554837
  • Visitor (fährt aus London)
  • PPKS Warszawa 0048 22 7208383 (fährt aus: BG, D, LT, S, UA)

Auf der Straße[Bearbeiten]

Das aktuelle Autobahn- und Schnellstraßennetz in Polen
Geschwindigkeitsbegrenzungen in Polen

Das Straßennetz verfügt über eine Gesamtlänge von 364.697 km. Dabei sind noch relativ wenige Autobahnen vorhanden, die jedoch systematisch ausgebaut werden. Die Nationalstraßen sind gut ausgebaut und meist so breit, dass LKW auf die Kriechspur am Seitenstreifen ausweichen können, um ein Überholen auch bei Gegenverkehr zu ermöglichen. Die kleineren und kleinsten Landstraßen sind manchmal recht holprig und es fehlt gelegentlich die Mittelmarkierung. Hier gilt es sich entsprechend anzupassen.

ACHTUNG: Fahrzeuge mit mehr als 3,5 t Gesamtgewicht müssen zusätzlich eine Box mit sich führen und auch auf mautfreien Straßen eine Maut entrichten. Hierzu bitte im Vorfeld genau informieren, bevor es zu horrenden Strafzahlungen kommt. Dieses gilt ausdrücklich auch für Landstraßen.

Vorhandene Autobahnen

  • A1 - Fertig: 150 km Danzig-Toruń, 17 km bei Łódź und 45 km von Gleiwitz bis südlich Rybnik. Geplante Strecke: Danzig - Łódź - Gleiwitz - Ostrava. Der Abschnitt Danzig-Toruń ist mautpflichtig.
  • A2 - Fertig: 361 km Frankfurt/Oder über Posen nach Warschau; der Abschnitt von Warschau zur weißrussischen Grenze bei Brest soll bis 2020 fertiggestellt werden. Fast die gesamte Autobahn ist mautpflichtig.
  • A4 - Fertig: 439 km Görlitz - Bunzlau - Breslau - Oppeln - Gleiwitz - Kattowitz - Szarów östlich von Krakau; Die 223 km bis zur ukrainischen Grenze bei Jaroslaw sind jetzt auch fertig ( Juli 2016 ). Somit kann man bis zur ukrainischen Grenze durchgehend Autobahn fahren, wenn man z.B. aus Olszyna kommt. Für das 55-km-Teilstück zwischen Krakau und Kattowitz muss eine Mautgebühr (16,20 Złoty = ca. 4 €) bezahlt werden. Für die Strecke Breslau-Gleiwitz muss ebenfalls eine Mautgebühr entrichtet werden (kann auch in Euro oder mit VISA-Karte bezahlt werden). Diese beträgt 2x 10 Złoty. Für das neu eröffnete Teilstück muss zur Zeit ( August 2016 ) noch keine Maut bezahlt werden. Diese wird aber noch kommen, wenn auch die Rastplätze und ein oder zwei Brücken fertig gebaut sind. Die Maut zu entrichten lohnt aber auf jeden Fall, weil die Autobahnfahrt unglaublich viel Zeit einspart.
  • A6 - 21 km bei Stettin
  • A8 - Breslauer Ring
  • A18 (Früher A12) - Forst - Bunzlau, größtenteils als Schnellstraße N18 beschildert.

An den EU-Außengrenzen mit Russland, Weißrussland und der Ukraine muss unter Umständen mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Die aktuellen Wartezeiten lassen sich auf Moto Portal (Czas oczekiwania na przejściach) (wjazd = Einfuhr , wyjazd = Ausfuhr, osobowe - PKW, autob. - Bus, ciężarowe - Lkw) finden.

Die Verkehrsregeln entsprechen in etwa denen in Westeuropa. Geschwindigkeitsbegrenzungen: 50/90/120/140 (Stadt/Außerorts/richtungsgetrennte Schnellstraße/Autobahn). Promillegrenze: 0,2. Es muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Benzin und Diesel sind etwas günstiger als in deutschsprachigen Ländern. An Tankstellen, die zu größeren Ketten gehören, kann auch mit der Kreditkarte bezahlt werden. Der Verkehr in Polen ist – verglichen mit Deutschland – dünn, die Fahrweise aber ruppiger.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

In Polen gibt es 3812 km befahrbare Wasserstraßen. Die wichtigsten Seehäfen Polens befinden sich in Danzig, Gdingen, Swinemünde und Stettin.

Es bestehen folgende regelmäßigen Fährverbindungen:

  • Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
  • Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
  • Swinemünde nach Kopenhagen, Malmö, Rønne (nur im Sommer) sowie Ystad

Einige Beispiele:

Mobilität[Bearbeiten]

Flugverkehr[Bearbeiten]

Polnische Inlandsflüge werden angeboten.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Bahn ist in Polen ein gutes Fortbewegungsmittel, da ein relativ dichtes Schienennetz besteht. Es gibt die sehr langsamen Regionalbahnen, für die man mehr Zeit einplanen muss als beispielsweise in Deutschland. Es ist aber schon ein Erlebnis, damit einmal zu fahren. Für einige Zugklassen (Express, EC, IC) besteht Reservierungspflicht. Fahrkartenautomaten sind die Ausnahme; an den meisten Bahnhöfen werden Tickets am Schalter verkauft. Der Fahrpreis ist stark vom Zugtyp abhängig. Die 320 Kilometer lange Strecke von Warschau nach Krakau kostet im Regionalzug 52,60 PLN, im TLK, einer Art Billig-Schnellzug, 60 PLN und im Intercity 127 PLN. Interessant für Budgetreisende ist auch das "Bilet Turystyczny", das polnische Wochenendticket: Für 45 PLN kann man damit von Freitag, 18.00 Uhr, bis Montag, 6.00 Uhr, mit allen Regionalzügen fahren. Als an Werktagen nutzbare Variante gibt es das "REGIOKarnet" - damit kann man zum Preis von 75 PLN an 3 frei wählbaren Tagen innerhalb von 2 Monaten unbegrenzt mit Regionalzügen fahren. Insbesondere für Senioren lohnt sich die "Regio Karta" - damit kann man ein Jahr lang mit 30 % Ermäßigung in Regionalzügen fahren. Der Normalpreis von 175 PLN lohnt sich für Touristen eher nicht, Senioren (ab 60 Jahre) erhalten die Karte jedoch für 59 PLN.

Busse[Bearbeiten]

Günstig sind auch die Omnibusanbieter. Tickets kann man in der Regel direkt beim Fahrer kaufen. In Touristengebieten gibt es sehr viele Unternehmen, die kürzere Fahrten mit Kleinbussen anbieten, wobei der Preis ca. 1 Euro pro Person beträgt.

PKW[Bearbeiten]

Es besteht ein gutes Netz an Fernstraßen - meist im Rang einer Nationalstraße (rote Nummern). Auch die Woiwodschaftsstraßen (gelbe Nummern) und die regionalen Straßen haben meist einen guten bis akzeptablen Ausbauzustand. Einige Autobahnen sind mautpflichtig. Vorsicht: innerorts bestehen differenzierte Tempolimits; wenn nicht anders angegeben, gilt tagsüber Tempo 50. Es sind sehr viele Geschwindigkeitsmessanlagen installiert, hinzu kommen häufig auch mobile Überwachungen. Es muss ganztags mit Abblendlicht gefahren werden. Parkkrallen bei Parkverstößen sind üblich. Es wird Kartenmaterial bis 1:250.000 empfohlen; der Straßenzustand (befestigt / unbefestigt) sollte erkennbar sein.

Radweg von Police nach Siedlice in der Ueckermünder Heide

Im Web kann man lesen, dass an kleinen, unabhängigen Tankstellen gelegentlich Vorsicht geboten sei, weil der Sprit angeblich gepanscht ist und von Touristen Phantasiepreise verlangt werden. Ob man solchen Geschichten glaubt oder nicht: große Tankstellen mit bekannten Markennamen bieten den Vorteil, dass man mit Eurocard oder Kreditkarte (Visa) bezahlen kann. Wenn man in der Tankstelle Bargeld einer Fremdwährung (z.B. Euro) auf den Tisch legt, läuft man auf jeden Fall Gefahr, keinen guten Wechselkurs zu erhalten.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

  • Radwege in den Städten sind die Ausnahme, häufig weichen Radfahrer auf die Bürgersteige aus.
  • Radwanderrouten sind häufig über Nebenstraßen und über unbefestigte Wege, die bei Regen verschlammen können, ausgewiesen. Radwanderern werden Karten mit Maßstab bis 1:50.000 empfohlen.

Sprachen[Bearbeiten]

Die Landessprache ist Polnisch.

Als Bildungssprachen sind Englisch, Deutsch, Russisch, Französisch verbreitet. Dabei ist im Geschäftsleben (Hotels) Englisch weiter verbreitet als Deutsch. Viele Polen sprechen entweder Deutsch oder Englisch, selten beide Sprachen. Die Kenntnis einer der beiden Sprachen kann jedoch nicht vorausgesetzt werden.

Oftmals helfen in Restaurants andere Gäste bei der Bestellung etc. Weil von Touristen kaum erwartet wird, dass sie Polnisch sprechen, kommt man aber schon ziemlich weit, wenn man Grundlegendes wie „danke“, „die Rechnung bitte“ und „es hat gut geschmeckt“ sagen kann.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kaufen[Bearbeiten]

Die Landeswährung ist der Złoty (PLN), ausgesprochen eher als Zwoty. Ein Euro entspricht in etwa 4,20 PLN, ein CHF ca. 3,85 PLN (Stand 07/17). Es gibt ausreichend Wechselstuben in den Großstädten, die polnische Bezeichnung hierfür ist "Kantor". Insbesondere an Flughäfen sollte man auf den angewandten Kurs achten, deren Raten sind für den Kunden oft ungünstig.

Meist ist der Bezug am Geldautomaten (Bankomat) mit Maestro oder ausgewählten Kreditkarten sinnvoll. Achtung, wenn während des Dialogs die sofortige Umrechnung in Euro angeboten wird, bei dieser Variante wird praktisch immer ein ungünstiger Umrechnungskurs zu Lasten des Kunden angewandt.

Viele Geschäfte in den Großstädten sind für polnische Verhältnisse recht teuer, aber immer noch günstiger als in Westeuropa. Auf Märkten und in kleineren Städten kann man aber immer ein paar Schnäppchen ergattern. Benzin, Tabakwaren, Alkohol (nicht alle Spirituosen-Sorten), Medikamente und Lebensmittel sind bedeutend günstiger als in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das gleiche gilt für Restaurants, Cafes, Kneipen, Hotels und Dienstleistungen. In Polen gibt es keine Ladenöffnungszeitbeschränkungen. Viele Geschäfte haben durchgehend 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche offen. Ob man im Supermarkt mit der Kreditkarte zahlen kann, erkennt man daran, ob an der Kasse ein Lesegerät vorhanden ist.

Polnischer Złoty in deutscher Wikipedia

Küche[Bearbeiten]

07425 Jahrmarkt in Sanok am 17 Juli 2011.jpg

Die polnische Küche hat viele Spezialitäten, wie Barszcz, Uszka, Gołąbki, Flaczki etc. zu bieten.

In polnischen Bewirtungsbetrieben sind meistens Fischgerichte und Geflügelgerichte preiswerter als Gerichte mit Schweine- und Rindfleisch. Häufig finden sich Gerichte aus Entenfleisch auf den Speisekarten. "Kotlet" sind Schnitzel.

Auch in Polen wird "internationale Küche" geboten - jedoch anders als in Deutschland meist von Einheimischen. In einer Pizzeria wird also kein Italienisch verstanden, und in einer Dönerbude kein Türkisch. Besonders in besseren Restaurants sind Speisekarten meist dreisprachig (polnisch, englisch und deutsch); das gilt selbst für kleinere Orte. In besseren Restaurants kann oft auch mit der Kreditkarte (Visa) bezahlt werden. Bieten Sie die Karte im Zweifelsfall einfach an; wenn die Antwort ein Kopfschütteln ist, wissen Sie, woran Sie sind.

Polnische Fleischprodukte - insbesondere die vielen verschiedenen Wurstsorten - genießen weltweit hohes Ansehen. Zu den bekanntesten polnischen Bieren zählen Żywiec (aus Żywiec), Żubr (aus Białystok), Lech (aus Posen), Tyskie, Warka, Leżajsk, Bosman (aus Stettin) und Piast. Häufig findet man auch Biere aus Tschechien (Pilsen), Niederlanden (Heineken) und Dänemark (Carlsberg) im offenen Ausschank. Der Wodka wird entweder klar (z.B. Wyborowa) oder mit Aromen (z.B. Żubrówka, wird als "Grasowka" exportiert; Żołądkowa) angeboten. Dabei sind auch Spirituosen aus Finnland und Deutschland im Angebot. Trinkhonig ist eine altpolnische Spezialität. Lebensmittel und Restaurantbesuche sind in Polen sehr preiswert. Zu den besten Restaurants gehören Wierzynek (bereits 1364 königlich bewirtend) in Krakau und Belweder in Warschau. Gleichwohl wird dort zu erschwinglichen Preisen gekocht. Wer es wirklich spottbillig haben möchte, der geht in eine der Milchbars (Bar mleczny), dort wird man auch für einen Euro richtig satt und das Essen muss nicht unbedingt vom Schlechtesten sein. Hervorragend und sehr günstig ist auch das umfangreiche Sortiment an Brot und Brötchensorten (z.B. polnisches Zwiebelbrötchen "Cebularz") und süßem Gebäck.

Die polnische Küche ist köstlich, aber sehr fleischlastig und fett. Eine Gewichtszunahme kann man eventuell vermeiden, indem man häufig auf die wundervollen Suppen ausweicht, die in allen Restaurants angeboten werden.

Polnische Küche in deutscher Wikipedia

Nachtleben[Bearbeiten]

Gut ausgehen kann man vor allem in den großen Städten. Allen voran sind hier Warschau, Krakau und Łódź zu erwähnen. Insbesondere Krakau dürfte sich als Stadt mit ca. 15000 Studenten und hunderten von Kneipen, Kellern, Bars in der Altstadt und im jüdischen Viertel Kazimierz einen Namen als europäische Top-Destination in Bezug auf das Nachtleben gemacht haben. Am Marktplatz - dem größten mittelalterlichen der Welt - dürfte sich wohl nur schwer ein nicht unterkellertes Gebäude mit einer Kneipe oder Disco finden lassen. Teilweise dient auch das edle Pflaster des "Rynek" als Tanzfläche. Warschau und Łódź können dagegen mit großen Diskos und Tanzpalästen aufwarten. Aber auch in der Warschauer Altstadt und um den Łazienki-Park gibt es sehr gute Ausgehmöglichkeiten. Die Preise sind für westeuropäische Verhältnisse sehr moderat. Auch andere Studentenstädte, wie Breslau, Posen, Danzig, Stettin, Toruń, Lublin und Kattowitz haben ein intensives Nachtleben.

Unterkunft[Bearbeiten]

Jugendherbergen und Wanderhütten werden z.B. von PTTK betrieben. Diese sind meistens relativ groß und anonym, oft mit nach Geschlechtern getrennten Zimmern. Wichtig: Die JHs schließen sehr früh am Abend (selbst in Warschau spätestens 23 Uhr) und sind auch tagsüber geschlossen (meist 10-16 Uhr). Oft können Ausnahmeregelungen mit dem Personal vereinbart werden. Es gibt auch Youth Hostels, die durchgehend offen haben. Campingplätze gibt es im ganzen Land. Aber auch wildes Zelten wird geduldet. Auch an luxuriösen Hotels und Schlosshotels mangelt es nicht. Die polnische Vereinigung der Jugendherbergen PTSM ist unter Tel.: (0048-22) 8498128, 8498363; tel./fax: 8498354 und hostellingpol.ptsm@pro.onet.pl erreichbar.

Obwohl die Verwendung von Kreditkarten auch in Polen zunehmend gebräuchlich wird, wird in vielen Hotels auch heute noch nur Bargeld akzeptiert. Am besten, man fragt gleich bei der Buchung, welche Zahlungsmittel willkommen sind.

Typische polnische Steckdose

Die Netzspannung entspricht der in Deutschland. Polnische Steckdosen sind fast wie deutsche geformt, haben jedoch einen zusätzlichen, aus der Steckdose herausragenden Erdungskontakt. Schukostecker (Rundstecker) passen darum nicht. Eurostecker (Flachstecker) dagegen können problemlos verwendet werden.

Lernen[Bearbeiten]

Polnische Hochschulen pflegen Austauschprogramme, z.B. Erasmus, mit Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die älteste Universität Polens und zweitälteste Mitteleuropas ist die Jagiellonen-Universität in Krakau von 1364. Polnischkurse für Ausländer werden von verschiedenen Veranstaltern (auch Hochschulen) in mehreren Städten angeboten, z.B. in Krakau und Warschau.

Arbeiten[Bearbeiten]

Arbeiten in Polen für EU-Ausländer ist grundsätzlich problemlos möglich, soweit dies auf Gegenseitigkeit beruht. Deutsche Muttersprachler werden gerne als Sprachlehrer angestellt und haben auf diesem Markt recht gute Chancen. Daneben ist es nicht einfach Gelegenheitsjobs zu bekommen, wenn man nicht Polnisch spricht. Das Ableisten des Zivildienstes in Polen ist möglich.

Feiertage[Bearbeiten]

Nächster Termin Name Bedeutung
Montag, 1. Januar 2018 Neujahr
Montag, 2. April 2018 Ostermontag
Dienstag, 1. Mai 2018 Tag der Arbeit/ Maifeiertag
Mittwoch, 2. Mai 2018 Tag der Auslandspolen Polonia
(nicht arbeitsfrei)
Donnerstag, 3. Mai 2018 Tag der Verfassung vom 3. Mai 1791
Dienstag, 8. Mai 2018 Tag des Friedens
(nicht arbeitsfrei)
Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges am 08. Mai 1945
Montag, 21. Mai 2018 Pfingstmontag Pfingsten
Mittwoch, 15. August 2018 Maria Himmelfahrt
Donnerstag, 1. November 2018 Allerheiligen
Sonntag, 11. November 2018 Tag der Unabhängigkeit im Jahr 1918
Montag, 25. Dezember 2017 Weihnachtsfeiertag
Dienstag, 26. Dezember 2017 Weihnachtsfeiertag

In Polen wird Weihnachten Boże Narodzenie in der Großfamilie gefeiert. Das Weihnachtsessen am Heiligabend Wigilia Bożego Narodzenia beginnt erst, wenn der erste Stern am Himmel steht. Es wird grundsätzlich immer ein Gedeck mehr als benötigt aufgelegt, für einen unerwarteten Besucher, als Zeichen der Gastfreundschaft. Auf jedem Platz liegt eine Oblate meist mit einem Heiligenbild bedruckt. Vor dem Essen geht jeder reihum und gibt den Familienmitgliedern ein Stück seiner Oblate. Dabei wünscht man sich Glück für das nächste Jahr. Als Weihnachtsessen gibt es häufig Karpfen oder Borschtsch mit Knödel.


Sicherheit[Bearbeiten]

Polen ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen. Denn unachtsame Reisende sind für Diebe ein leichteres Opfer. Laut U.S Department of State operieren Diebesbanden häufig im ÖPNV und in (Nacht-)Zügen. Wer mit dem PKW unterwegs ist, sollte zudem misstrauisch sein, wenn man auf einen vermeintlichen Defekt hingewiesen wird. Des Weiteren kann es Reisenden mit dunklerer Hautfarbe passieren, dass sie mit rassistischen Bemerkungen konfrontiert werden. Auch das Auswärtige Amt warnt vor Diebstählen aus dem Auto bzw. des gesamten Autos. Weiterhin sollte an der Grenze zum russischen Kaliningrad die unklare Grenzmarkierung berücksichtigt werden. Wer versehentlich die Grenze übertritt, kann erhebliche Probleme mit den russischen Grenzbeamten bekommen.

Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist verboten und führt schnell zu Ärger mit der Polizei. Auch wer sich als Lokalgast vor ein Lokal stellt, da innen ja Rauchverbot herrscht, läßt sein Bier besser drinnen. Das gilt jedoch nicht für die üblicherweise mit einem symbolischen Zaun versehenen Freisitze von Gaststätten.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die ärztliche Versorgung ist gut. Als Reisender, ob touristisch oder beruflich, greifen für gesetzlich Krankenversicherte die europäischen Krankenversicherungsabkommen. Die "European Health Insurance Card" (EHIC) der Krankenkassen in Deutschland wird akzeptiert. Nähere Informationen dazu bei Ihrer Krankenkasse (AOK, Barmer und weitere). Im Fall einer Erkrankung in Polen gelten dann die gleichen Regelungen, wie sie im polnischen Sozialversicherungssystem gelten. Daher können Zuzahlungen bei Behandlungen und Arzneien anfallen. Für eine vollständigere Absicherung empfiehlt sich eine private Auslandsreiseversicherung. Es gibt selbstverständlich einen ärztlichen Notdienst. In Städten haben immer einige Apotheken Nachtdienst. Nicht alle Behandler arbeiten mit dem gesetzlichen System zusammen, einige rechnen ausschließlich privat ab. Dies sollte vor der Behandlung besprochen werden.

Die meisten Krankenkassen aus dem EU-Ausland übernehmen die Kosten einer Behandlung in Polen. Die Kostenübernahme sollte dennoch unbedingt vorher bei der eigenen Kasse geklärt werden. Einige Kassen bezahlen auch Kuren in Polen.

Die Badegewässer sind regelmäßig vor allem im Norden von guter Qualität. Problematisch können Zeckenbisse in Masuren werden. Eine Impfung beziehungsweise regelmäßiges Absuchen des Körpers ist zu empfehlen. In Masuren sollte auch ein Mittel gegen Stechmücken nicht fehlen. Es kann aber auch günstig vor Ort gekauft werden.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist gemäßigt und wird nach Osten und Südosten immer kontinentaler. Die Sommer sind allgemein warm mit Mitteltemperaturen zwischen 16 °C und 19 °C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um 0 °C im Nordwesten und bis zu -5 °C im Südosten. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen nach Osten hin abnehmen.

Respekt[Bearbeiten]

Die Polen sind ein gläubiges Volk und die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg ist präsent. In Kirchen sollte man entsprechend gekleidet und als Tourist nicht während Messen gehen sowie an Orten mit Mahncharakter (z.B. ehemaligen Konzentrationslagern) sich taktvoll benehmen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Telefonieren: Polen ist mit Festnetzanschlüssen gut abgedeckt und auch das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut und bietet selbst in ländlichen Regionen meist gute Verbindungen. Telefonautomaten sind zahlreich und funktionieren mit Karten. Es gibt drei Anbieter im Bereich des Mobilfunknetzes: Plus GSM (code 260 01), [14] (260 02), Orange (260 03). In den Städten befinden sich zahlreiche Internetcafés mit günstigen Preisen. Der erste WLAN-Hotspot in Europa war auf dem Krakauer Marktplatz.

Mobiles Internet:
Wer mit Notebook, PDA und Handy ins Internet möchte, kann sich eine günstige Era Tak Tak Prepaid-Karte kaufen (ab PLN 9, davon PLN 8 Guthaben). Zur Einwahl per GPRS muss diese Funktion zunächst aktiviert werden:
*132*2*1#
Als Benutzer und Passwort ist erainternet einzutragen, der APN lautet erainternettt.

Post:
Die polnische Post (Poczta Polska) ist in fast jedem Ort vertreten. Briefe und Postkarten kommen in der Regel zügig an. Pakete brauchen in der Regel etwas länger. Pakete werden auch von privaten Anbietern befördert. Die Versandkosten sind niedriger als in Westeuropa.
Eine Postkarte ins europäische Ausland kostet 5 PLN (Stand: Mai 2015).

Literatur[Bearbeiten]

Grazina und Wolfgang Kling: Polen: Ostsee und Masuren – Strände, Städte und Natur, Aktivurlaub in Nordpolen. Peter Meyer Verlag, Frankfurt am Main 2007. Guter allgemeiner Reiseführer mit Infos zu Land und Leuten, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, Unterkünften, Restaurants, Verkehr, prima Stadtplänen und Grundrissen sowie Kompakt-Sprachführer.

Weblinks[Bearbeiten]


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