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Ukraine

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Die Ukraine liegt in Osteuropa. Sie grenzt im Westen an Polen und die Slowakei, im Südwesten an Ungarn, Moldau und Rumänien, im Norden an Weißrussland und im Nordosten, Osten und der Landenge zur Krim an Russland. Im Süden bildet das Schwarze Meer zusätzlich eine natürliche Grenze.

Regionen[Bearbeiten]

Die Ukraine besteht aus 24 Verwaltungsbezirken, sog. Oblasten, und der Autonomen Republik Krim sowie den Städten Kiew und Sewastopol mit einem besonderen Status. Die Oblaste können grob vier Regionen zugeordnet werden:

Regionen der Ukraine
Als Zentrum der Kiewer Rus Keimzelle der heutigen Ukraine und bis heute deren wirtschaftliches, kulturelles und politisches Zentrum. Oblaste Kiew, Kirowohrad, Poltawa, Schytomyr, Sumy, Tscherkassy, Tschernihiw, Winnyzja.
Gehörte lange Zeit zu mitteleuropäischen Reichen wie Polen und Österreich-Ungarn und war infolgedessen stark multikulturell. Zu Sowjetzeiten galt die überwiegend landwirtschaftlich geprägte Region als vergleichsweise rückständig. Heute hat sie durch die Nähe zu Mitteleuropa wirtschaftlich aufgeholt. Hier ist das Gefühl einer eigenständigen ukrainischen Identität am stärksten ausgeprägt. Oblaste Chmelnyzkyi, Iwano-Frankiwsk, Lwiw, Riwne, Ternopil, Transkarpatien, Tscherniwzi, Wolhynien.
Die traditionell von Bergbau und Schwerindustrie geprägte Region war lange Zeit der wirtschaftliche Motor der Ukraine. Infolge der jahrhundertelangen Zugehörigkeit zur russischen Einflusssphäre und dem Zuzug von Menschen aus anderen Sowjetrepubliken ist Russisch die verbreitetste Umgangssprache. Seit 2014 sind Teile der Region zwischen der ukrainischen Regierung und pro-russischen Separatisten umkämpft. Oblaste Charkiw, Dnipropetrowsk, Donezk, Luhansk, Saporischschja.
Die sonnige Schwarzmeerküste und ihr Hinterland. Ihre Kulturgeschichte reicht bis in die Frühantike zurück. Oblaste Cherson, Mykolajiw, Odessa.

Der völkerrechtliche Status der Krim samt Sewastopol ist seit 2014 umstritten. Sie wird sowohl von der Ukraine als auch der Russischen Föderation beansprucht. Faktisch wird sie von letztgenannter kontrolliert, ein Zugang von Seiten der (Kern-)Ukraine ist für Reisende kaum möglich.

Städte[Bearbeiten]

Karte der Ukraine
Unabhängigkeitsplatz Kiew
Tatarische Baukunst auf der Krim

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Ukraine ist nach Russland (europäischer Teil) der zweitgrößte Staat in Europa. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 gründete sich die Ukraine 1991 als unabhängiger Staat. Seitdem befindet sich die Ukraine in einem Transformationsprozess vom zentralistischen Staat mit Planwirtschaft zu einem Staat mit Marktwirtschaft und demokratischen Strukturen. Wie schwierig dieser Prozess ist, wurde besonders in den Präsidentenwahlen 2004 deutlich. Der südöstliche Teil des Landes (die Regionen Donezk, Dnjepropetrowsk, die Krim und Odessa) ist stärker von Russland geprägt, der zentrale und westliche Teil (die Regionen Lwiw, Kiew) tendiert mehr zur Europäischen Union. Die Ukraine zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Touristisch ist sie kaum erschlossen. Dies liegt zum einen an den für westeuropäische Standards ärmlichen Verhältnissen, die Ukrainern das Reisen fast unmöglich machen, und der bisherigen Abgeschlossenheit des Staates. Eine Einreise ist erst seit Mai 2005 ohne Visum möglich, bis vor einigen Jahren wurde dieses nur mit einer offiziellen Einladung bzw. Buchung in einem Reisebüro ausgestellt. Lediglich in der Westukraine um Lemberg und auf der Krim gibt es nennenswerten Tourismus (Jalta, Aluschta). Auf der Krim sind auch die Erholungszentren (Sanatorien) für viele russische und weißrussische Bürger. Für westeuropäische Bürger stellt die Sprache ein großes Hindernis dar. Ukrainisch und Russisch sind die Sprachen, die nur von wenigen (West-)Europäern beherrscht werden, andererseits werden Deutsch, Englisch oder Französisch dort oft nicht verstanden.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Die Reise in die Ukraine setzt für Bürger der Europäischen Union voraus:

1. Reisepass – Dieser muss mindestens einen Monat Gültigkeit über den geplanten Aufenthalt hinaus haben. Kinder benötigen bis zum 16. Lebensjahr einen Kinderpass oder Kinderreisepass mit Lichtbild.
2. Krankenversicherung – Offiziell besteht für Reisende in die Ukraine die Verpflichtung, eine Reisekrankenversicherung mit Gültigkeit in der Ukraine nachzuweisen. Dies wird allerdings oft nicht überprüft.
3. Visum – Ein gültiges vorab erteiltes Visum ist für EU-Bürger, Schweizer und Bürger Liechtensteins für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen nicht mehr notwendig; die Visumspflicht wurde im Juli 2005 abgeschafft. Bei Einreise erhält man eine Aufenthaltsgenehmigung für bis zu 90 Tage. Seit Juli 2007 ist jedoch die Zahl der visumfreien Aufenthaltstage auf 90 pro Halbjahr begrenzt. Bis dahin war eine beliebig häufige Wiedereinreise möglich. Bei geplantem längeren Aufenthalt wird ein durch eine Auslandsvertretung ausgestelltes Visum benötigt. Möchte man nach Einreise als Tourist ohne Visum länger in der Ukraine bleiben, so benötigt man eine Genehmigung zur Verlängerung der Aufenthaltsdauer. Diese Genehmigung muss rechtzeitig vor Ablauf der gesetzlichen Aufenthaltsdauer bei der Immigrationsbehörde der Ukraine in Kiew beantragt werden
4. Registrierung – Seit 2001 werden ausländische Staatsbürger nur noch an der Grenze registriert, eine Registrierung bei örtlichen Meldebehörden entfällt bei Aufenthalten von bis zu 90 Tagen.
5. Haustiere benötigen eine Tollwutimpfung, die nicht älter als 12 Monate und nicht jünger als einen Monat sein darf. Zusätzlich ist ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis mitzuführen. Sowohl die Impfbescheinigung als auch das Zeugnis sollten nicht älter als acht Tage sein. Weiterhin müssen ein Internationaler Impfpass sowie ein Heimtierausweis mitgeführt werden. Die Tiere müssen über einen Identifikationschip verfügen.

Aktuelle Informationen bietet die Botschaft der Ukraine in Deutschland in der Rubrik Konsularleistungen/Visuminformationen an. Telefonische Auskunft erteilt die Botschaft unter der Rufnummer 030 28 88 72 20 vom Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr. Fax: 030/ 28 88 7-163.
Mehrere Grenzübergänge zwischen der Ukraine und Russland sind geschlossen. „Jede Ein- und Ausreise über eine Grenzstelle, die nicht unter Kontrolle der ukrainischen Behörden steht [gemeint ist die Krim], wird von der Ukraine als illegale Handlung angesehen. Nach einer Einreise auf die Halbinsel Krim oder in die von der Regierung nicht kontrollierten Gebiete im Donbas von Russland aus ist die Einreise bzw. Wiedereinreise in den von der Regierung kontrollierten Teil der Ukraine nach geltender ukrainischer Gesetzeslage nicht gestattet und wird mit Strafen (Ausweisung, Geldstrafe, Einreiseverbot und auch Freiheitsstrafen bis zu einem Höchstausmaß von acht Jahren) geahndet.“[1] Findet sich im Reisepass ein Hinweis auf Krimreisen, kann das große Probleme geben. Wer plant, nach einem Krim-Besuch noch die Ukraine zu besuchen und sich die Strapazen ersparen möchte, sollte sich hierfür bei seiner Heimatgemeinde einen zweiten Reisepass besorgen.

Geldwechsel[Bearbeiten]

In der Ukraine kann an Geldautomaten problemlos die Ukrainische Hrywnja mit der Kreditkarte (Visacard und Mastercard) abgehoben werden. Ferner ist der Tausch von Schweizer Franken, Euro und US Dollar in Hrywen problemlos in den Banken und an den zahlreichen Wechselstuben möglich.

Für den Rücktausch von Hrywen in Schweizer Franken, Euro oder US Dollar müssen Ausländer einen Beleg des Geldwechsels an Banken bzw. Wechselstuben vorlegen. Die Quittung des Geldautomaten wird für den Rücktausch in diesem Fall nicht anerkannt. Sollte man den erforderlichen Beleg nicht vorlegen können, kann man nur auf die Gastfreundschaft und Hilfe von ukrainischen Passanten hoffen, die unter Vorlage des Reisepasses Hrywen in andere Währungen tauschen können. Dies funktioniert in der Regel recht reibungslos.

Bei Ausreise nach Polen ist es möglich, in grenznahen Städten Hrywnja gegen beliebige Währungen beim Geldwechsler - Kantor - ohne Beleg zu tauschen.

Zoll[Bearbeiten]

Eine Zollerklärung muß seit etwa 2011 nicht mehr abgegeben werden. Die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Gütern gelten unverändert fort. Eine Erklärung ist also, wie auch in anderen Teilen Europas nur erforderlich, wenn man Güter oder Geld einführt, dass die genannten Grenzwerte überschreitet.

Im Folgenden wird die Einfuhr behandelt. Zur Ausfuhr siehe Abschnitt Einkaufen.

Freimengen

Gegenstände für den persönlichen Bedarf wie Wäsche, Kleidung, Schuhe, Toilettenartikel usw. können zollfrei mitgeführt werden. Hierzu zählen auch je ein Fotoapparat, Schmalfilmkamera oder Videokamera, Kofferradio sowie tragbares Musikinstrument. Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Munition, Rauschgift, pornographischen sowie Krieg und Rassismus propagierenden Schriften und Medien.

Die zollfreie Einfuhr von 200 Zigaretten oder 200 g Tabak, 1 l Spirituosen, 2 l Wein oder 5 l Bier, Lebensmittel für eigenen Gebrauch im Wert bis zu 50 Euro (außer tierischer Herkunft) sowie Geschenke im Wert bis zu umgerechnet 200,- Euro bleiben abgabenfrei.

Valuta: Privatpersonen dürfen bis zu 10.000 € (oder Äquivalent dieser Summe in anderer Währung nach dem gültigen Wechselkurs der Nationalbank der Ukraine) in bar oder Schecks ohne Anmeldung einführen. Darüber hinausgehende Beträge müssen bei der Einreise deklariert werden.

Bankmetalle (Gold, Silber und Platin) in Form von Barren bis zu 500 Gramm dürfen nur von Privatpersonen, nicht von juristischen Personen ein- bzw. ausgeführt werden und müssen in jedem Fall deklariert werden.

In die EU[Bearbeiten]

Seit 2009 ist die Einfuhr von Fleisch und Milch sowie Produkten davon (Wurst, Käse) in die EU auch für Privatpersonen nur mit entsprechender veterinäramtlicher Unbedenklichkeitserklärung gestattet, d.h. effektiv verboten. Fisch darf pro Person bis zu 20 Kilo mitgebracht werden. Die Einfuhr von Kaviar ist aus Artenschutzgründen auf 125 Gramm beschränkt.

Ansonsten zollfrei sind 200 Zigaretten und 1 Liter Schnaps.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der wichtigste internationale Flughafen der Ukraine ist Kiew-Borispol. Er liegt etwa 30 km östlich von Kiew und ist mit Kiew über eine achtspurige Schnellstraße verbunden. Er wird von verschiedenen Fluggesellschaften angeflogen. Von Borispol kann man mit dem Flugzeug auch einige nationale Flughäfen erreichen. Günstigste Flugverbindung ist i.d.R. die CSA. Der stadtnahe Kiew-Zhuliany wurde in den letzten Jahren aufgewertet und vor allem für Billigfluggesellschaften und Geschäftsreisende attraktiver geworden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bahnhof Odessa.
Schlafwagen.

Die Anreise aus Deutschland ist mit der Bahn umständlich, seit die Direktverbindung Berlin-Kiew im Jahr 2013 gestrichen wurde. Verbindungen aus dem Ausland nach Kiew gibt es nur noch von Warschau (für Norddeutsche praktischer) und von Preßburg (für Süddeutsche praktischer). Daneben gibt es noch eine Verbindung aus Belgrad und einen Zug Krakau-Lemberg.

Günstigere Möglichkeiten zur Anreise ab Deutschland bestehen durch Kauf von Binnenfahrkarten ab der polnischen Grenze (Küstrin, Stettin oder Słubice zum polnischen Grenzbahnhof Przemyśl (10 Stunden im Schnellzug, 17-18 im Bummelzug), ab Przemyśl verkehren mehrmals täglich direkte Busse nach Lemberg in der Ukraine, die umgerechnet ca. 5 Euro (einfache Fahrt) kosten. Ab Lemberg sind dann direkt bei der ukrainischen Bahn Fahrkarten (Schlaf- bzw. Liegewagen) zu Zielen in der gesamten Ukraine erhältlich, die Preise liegen weit unter denen für internationale Züge.

Detaillierte Informationen zu den verkehrenden Zügen und Kurswagen, insbesondere auch zur Anreise aus Österreich finden sich in Reisen mit dem Zug in der Ukraine.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Als allgemein nutzbare Verkehrsmittel gibt es mehrere Busunternehmen, die aus Nord- Süd und Westdeutschland quasi im Linienverkehr mehrmals wöchentlich in verschiedene größere Städte in der Ukraine fahren. Die Fahrkosten sind günstiger als mit der Bahn, wegen der langen Reisezeit ist die Bahn aber komfortabler.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anreise mit dem Auto ist über verschiedene Grenzübergänge möglich. Bei der Einreise von Deutschland aus kann man als Transitland Polen oder die Slowakei (via Tschechien) nutzen. Der Anreiseweg variiert, je nachdem woher man kommt und wohin man möchte:

  • Aus Norddeutschland
    • nach Kiew wählt man am Besten den Weg über Warschau und den Grenzübergang bei Chelm wählen.
    • in Richtung Lemberg oder an die Schwarzmeerküste kann man zwischen der Anreise über Warschau/Lublin (Grenzübergang Rawa Russka) oder der Strecke über Krakau (Grenzübergang Korczowa/Krakiwetz östluch von Jaroslaw) wählen
  • Aus Süddeutschland / Österreich / Schweiz ist es am schnellsten über Wien, Budapest und den Übergängen bei Zahony oder Berehove. Alternativ geht es auch über die Slowakei und die Grenzübergänge Ubľa oder Vyšné Nemecké. Wer aus Süddeutschland anreist sollte bedenken, daß sowohl für Österreich, als auch Ungarn, die Tschechei und Slowakei Vignettenpflicht auf der Autobahn, auch für PKW, besteht.

Eine weitere Abkürzung zur Anreise besteht aus der Verbindung Prag–Kosice. Der Autozug fährt täglich gegen 22:15 in Prag ab, ein Bett kostet wenig und man ist ausgeruht am nächsten Morgen gegen 8h in Kosice. Ab da sind es noch eine Stunde nach Uzhhorod/Ukraine.

Papiere

Die Einreise hat sich wesentlich vereinfacht: Man braucht seinen KfZ-Schein sowie die grüne Versicherungskarte. Gebühren fallen beim Grenzübertritt nicht an. Es wird empfohlen, dass der Halter des Fahrzeuges (gemäß Papieren) auch zu den Insassen des Fahrzeugs gehört, da sonst die Eigentumsverhältnisse angezweifelt werden können (Fahrzeug gestohlen o.ä.). Ist das nicht der Fall muss nämlich eine von einer ukrainischen Auslandsvertretung legalisierte Vollmacht des Fahrzeughalters zur Nutzung mitgeführt werden. Das D (Deutschland) bzw. A (Österreich) im Kfz-Kennzeichen wird in der Regel anerkannt, d.h. das anbringen eines zusätzlichen ovalen Nationalkennzeichen ist in der Regel nicht nötig. Zur Sicherheit sollte man aber eines trotzdem dabeihaben. Zur vorgeschriebenen Ausstattung im PKW gehört ein Feuerlöscher.

Die Wartezeiten an der Grenze haben sich seit der Abschaffung der Visapflicht für Ukrainer in PL/SK/H deutlich verringert, es kann aber immer noch zu mehrstündigen Wartezeiten kommen, insbesondere bei der Wiedereinreise in die EU.

Beschwerden über die Polizei kann man bei ☎ +380 44 272 46 59 loswerden.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Hafen von Odessa

Die wichtigsten Häfen sind Odessa und Sewastopol, die auch vom Ausland aus erreichbar sind.

Fährverbindungen von Odessa nach Istanbul (und andere) können auf UKR Ferry gefunden werden.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Zu Fuß ist die Aus-/Einreise zumindest an dem Grenzübergang bei Reni/Moldavien/Galati (Rumänien) nicht möglich. Es warten allerdings hin und wieder Leute, die einem im Auto für 5 Euro pro Fahrt von Reni nach Moldau und für 15 Euro pro Fahrt von der Moldawischen Grenze nach Galati (ca 10km hinter der Moldawischen Grenze) bringen. Hitchhiken (Trampen) ist angeblich auch möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Tipp
Wichtig: Unbedingt Pass mitnehmen – es wird sowohl beim Fahrkartenverkauf für Fernstrecken als auch beim Einstieg in den Zug nach einem Pass verlangt!
Vor den Verkaufsstellen der Fahrkarten können sich unter Umständen große Schlangen bilden – so kann es mehrere Stunden dauern, bis man zu seiner Fahrkarte kommt. Sie sollten sich mit dem russischen System des Schlangestehens vertraut machen. Man erkundigt sich, wer der letzte in der Schlange ist und orientiert sich daran. Besonders bei längeren Wartezeiten gehen die Leute weg und behalten dabei ihren Platz in der Reihe, so lange der Vordere und Hintere bekannt sind.

Das wichtigste Transportmittel innerhalb der Ukraine ist die Eisenbahn. Kinderfahrkarten (6-14 Jahre) kosten ein Viertel des Erwachsenenpreises. Zwischen den größeren Städten verkehren täglich mehrere Züge, auf Langstrecken v.a. Nachtzüge. Hierbei gibt es drei Klassen: I (L) Deluxe-Schlafwagen, 2-Bett; II (C) 4er-Abteile im Schlafwagen (früher „Kupejni“) und III (B) Liegewagen (früher „Platzkart“ genannt). Seit 2016 führen nicht mehr alle Nachtzüge drei Klassen, oft fehlt entweder die I. oder die III. Zwischen Lwiw (Lemberg) und Kiew, bei 7-8stündiger Nachtfahrt, zahlt man z.B. Anfang 2019 in L 1435 UAH und C 580 UAH.

Tagsüber verkehren im Fernverkehr deutlich schnellere Intercity+-Züge mit Großraumwaggons. Für diese gilt, daß der Preis Freitag und Sonntag um zehn Prozent angehoben wird. Bucht man Donwerstag, Samstag oder die Rückfahrt mit, wird es zehn Prozent billiger. Die I. Klasse (S1) kostet etwa 65% mehr als die zweite (S2). 2019 kostet z.B. Kyiv-Pasazhyrsky ↔ Lviv bei einer Fahrzeit von 5 bis 6 Stunden in I: 685 UAH, II: 410 UAH.

Verbindungen nach und von Odessa können in den Sommermonaten schon mal ausgebucht sein. Es empfiehlt sich daher einige Tage bis eine Woche im Voraus zu buchen. In der Regel ist aber innerhalb von 2 bis 3 Tagen für alle Verbindungen zumindest ein 3. Klasse Ticket zu bekommen.

Fahrkarten können auf der Website von UZ online gebucht werden. Allerdings kann man sie nicht selber ausdrucken, sondern muss die Tickets am Bahnhof abholen gehen.

Für den Regionalverkehr hat man das Land in sechs Regionen aufgeteilt, die Fahrpläne der Webseite sind nur auf Ukrainisch. Wer dieser Sprache mächtig ist kann seine Fahrkarte ggf. auch im Postamt bezahlen und dann am Bahnschalter abholen oder sich per telephonischer Bestellung +38(044) 5036050, nur in Kiew, die Karte nach Hause liefern lassen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Neben der Eisenbahn findet auch ein reger Busverkehr zwischen den einzelnen Städten statt. Fernverkehrsbusse lohnen sich jedoch zeitlich nicht unbedingt (verglichen mit der Bahn), da sie unter Umständen an sehr vielen Orten anhalten, ähnlich, wie man es von Regionalbussen gewohnt ist. In größeren Orten gibt es zentrale Busbahnhöfe (Autovoksal).

Straße[Bearbeiten]

Die Verkehrsdichte ist auf den großen Überlandstraßen (M) und in der Nähe von großen Städten recht dicht. Auf kleinen Nebenstraßen in ländlichen Regionen begegnet man hingehen oft lange keinem anderen Fahrzeug. Der Verkehrszustand auf den M-Straßen und anderen wichtigen Verbindungsstraßen ist zunehmend mit denen in Mitteleuropa (Polen/Slowakei) vergleichbar, auf kleinen Nebenstraßen und insbesondere in den Städten oft katastrophal. Es ist dort mit großen Löchern, offenen Kanaldeckeln, herausstehenden Straßenbahngleisen und anderen Hindernissen zurechnen. Kleine Straßen auf dem Land sind oft nicht geteert.
Ein weiteres Problem ist die fehlenden Beleuchtung. Neben unbeleuchteten Pferdefuhrwerken sind auch die ukrainischen Autofahrer ein Problem, die erst nach Verschwinden des allerletzten Sonnenstrahls das Licht anschalten. Insbesondere in der Dämmerung sind andere Fahrzeuge deshalb oft nur schlecht zu erkennen.

Die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist flächendeckend. Der Mitteleuropäer mit Benzinmotor sollte entweder A-92 oder A-95 tanken. A-80 ist verbleit. Die Preise für den Liter bewegen sich um einen Euro pro Liter (Stand 3/2012). Bezahlt werden kann an den (etwas teureren) Tankstellen der großen internationalen Ketten auch mit Kreditkarte, sonst nur in bar. Die Beschilderung ist manchmal zweischriftig (Kyrillisch/Latein), oft aber auch nur kyrillisch, weshalb man sich vor der Reise Kenntnisse dieser Schrift aneignen sollte.

Autofahren im Lande[Bearbeiten]

Die Verkehrsregeln entsprechen im Großen und Ganzen denen in Mitteleuropa; zu beachten sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen (Stadt 60 / Landstraße 90 / Autobahn 130 km/h) und die 0-Promille-Grenze. In der Ukraine sterben proportional 3-4 Mal soviele Menschen im Straßenverkehr als in Westeuropa. Das liegt nicht nur am Zustand der Autos und den miserablen Straßen auf dem Land, sondern auch an der ungestümen Fahrweise.

Gerade mit den immer noch sehr korrupten Verkehrspolizisten kann man sich bei, oft auch nur erfundenen, Übertretungen schnell „arrangieren,“ das ist günstiger und schneller als der offizielle Weg. Familien von Opfern betrunkener Fahrer sehen dies wahrscheinlich anders. Es hilft zu wissen, wie hoch die offiziellen Strafen sind.

Sprache[Bearbeiten]

Zwar ist die Landessprache der Ukraine Ukrainisch, jedoch wird in weiten Teilen (besonders Osten und in Kiew) Russisch gesprochen. Man wird also kaum Menschen finden, die nicht der russischen Sprache mächtig wären. Ukrainisch ist an sich auch den westslawischen Sprachen sehr ähnlich, sodass man auch mit Polnisch oder Slowakisch (mit Einschränkungen auch Tschechisch) recht gut zurecht kommt. Da Englisch sehr wenig verbreitet ist, sind elementare Grundkenntnisse einer slawischen Sprache sehr empfehlenswert und erleichtern die Kommunikation und Orientierung deutlich. Außerdem sollte man das kyrillische Alphabet in Ansätzen beherrschen, da fast alle schriftlichen Informationen (Fahrpläne, Speisekarten, Schilder von Geschäften) nur in kyrillischer Schrift vorliegen.

Ukraine
Schwarzmeerküste.

Kaufen[Bearbeiten]

Zahlungsmittel ist die Hrywnja (UAH). Der Wechselkurs, der mit jeder politischen Krise fällt, hat sich Ende 2018 bei etwa 30 pro Euro (bzw. 25 pro US-Dollar) stabilisiert.

Seit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 verbesserte sich die Versorgungslage stetig. Inzwischen erhält man alle Waren des täglichen Bedarfs sowie elektrische/ elektronische Geräte problemlos. Die Güter des täglichen Bedarfs stammen im Wesentlichen aus der Ukraine und sind relativ preiswert. Importe aus EU-Ländern sind eventuell etwas teurer als in Deutschland (z.B. Computer, Haushaltsgeräte). Inzwischen findet man viele Produkte, die uns bekannt sind, auch dort. Preiswertere technische Geräte stammen unter anderem aus Polen, Italien, Tschechien, Südfrüchte häufig aus Spanien. Viele Handelsketten, trifft man dort wieder (z. B. McDonalds, Spar).

Geldwechsel ist im allgemeinen jederzeit bei allen Banken und den häufig anzutreffenden Wechselstuben möglich. Außerhalb der Ukraine werden Hrywen nicht gehandelt, in der Ukraine sind jedoch Euro gern gesehen. Als Tourist sollte man Euro in möglichst kleinen Scheinen mitbringen. Eventuell kann man in Euro bezahlen, als Wechselgeld erhält man dann aber Hrywen.

Kunst- und Kulturgüter[Bearbeiten]

Hier herrscht eine sehr restriktive Ausfuhrregelung. Praktisch alles vor 1945 hergestellte, sei es „Kunst“ oder andere Antiquitäten (ggf. auch Bücher) muß genehmigt werden. In Zweifelsfällen wendet man sich an die Expertenkommission des Kultusministeriums in Kiew. Vor Reiseantritt sollte man sich über die aktuelle Regelung informieren. Allgemein ist zu bemerken, das neuere Kunstgegenstände (nach 1991) in aller Regel problemlos ausgeführt werden können, bei allen anderen, früheren Objekten sollte man vorher Informationen zur Ausfuhr einholen.

Küche[Bearbeiten]

Einzelheiten zu Spezialitäten der ukrainischen Küche.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben ist in der Ukraine gut ausgebaut und an westlichen Clubs orientiert. Als Tourist wird man für gewöhnlich auch in Lokalitäten gelassen, welche einem im eigenen Land verwehrt bleiben würden. Jedoch muss man damit rechnen, dass es auch etwas teurer werden kann als im eigenen Land. Ein deutlicher Unterschied besteht darin, dass man sich in der Ukraine (wie in vielen anderen ehemaligen Sowjetrepubliken) einen Tisch reserviert oder einen Tisch gestellt bekommt. Diesen behält man für gewöhnlich die ganze Nacht, meistens werden neben dem obligatorischem Wodka oder Champagner auch warme oder kalte frisch zubereitete Speisen serviert. Auf keinen Fall sollte man zu betrunken werden! Ist man alleine und sehr betrunken, sollte man sich unbedingt zurückhaltend zeigen und den Türsteher für ein kleines Trinkgeld bitten, ein Taxi zu holen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Die für eine Arbeitserlaubnis verlangten Dokumente sind umfangreich, neben Paß, Wohnungs- und Qualifikationsnachweis verlangt man z.B. auch ein Führungszeugnis ohne Eintrag, Bescheinigung, daß der Antragsteller kein Alkoholiker ist oder an bestimmten chronischen Krankheiten leidet. Dazu noch etliche Bescheinigungen des Arbeitgebers, über die die Ausländerbehörde informiert.

Feiertage[Bearbeiten]

Staatliche Feiertage sind: 1. Jan.: Neujahr; 8. März: internationaler Frauentag; 1. Mai: Tag der Arbeit; 9. Mai: Ende des 2. Weltkriegs; 28. Juni: Verfassungstag; 24. Aug.: Unabhängigkeitstag; 14. Okt.: Verteidigung des Vaterlandes (Ersatz für den sowjetzeitlichen 23. Feb.).

25. Dezember, das westliche Weihnachten (Різдво). Ansonsten werden die großen christlichen Feste werden von der orthodoxen Kirche noch nach dem julianischen Kalender berechnet, also dreizehn Tage später als in Westeuropa.

Sicherheit[Bearbeiten]

Der Konsum von Alkohol auf öffentlichen Plätzen ist nicht gestattet, auch wenn sich die Polizei selten darum schert. Die Verkaufszeiten können örtlich beschränkt sein. Gruppen von Betrunkenen sollte man sichereitshalber aus dem Weg gehen, oder Mittrinken, wenn man aufgefordert wird.

Das Fotografieren militärischer Einrichtungen ist verboten.

Die Oblaste Luhansk und Donezk haben sich im Frühjahr 2014 als „Volksrepublik Donbass“ von der Ukraine unabhängig erklärt. Die separatistischen Gruppen, die derzeit die Oblast kontrollieren, streben nach einer Vereinigung mit der Russischen Föderation. Es werden Feuergefechte zwischen Ukrainischem Militär und Separatisten geführt, die teilweise bürgerkriegsähnliche Ausmaße annehmen können. Zeitweise zu Unruhen und Scharmützeln kommt es auch in anderen Landesteilen im Osten und Süden der Ukraine. Es empfiehlt sich, die Ostukraine derzeit zu meiden, sowie für andere Landesteile die Nachrichten zu verfolgen und größeren Menschenansammlungen aus dem Weg zu gehen.

Besondere Sorgfalt bei der Sicherheit ist nicht mehr geboten. Allerdings ist wie überall auf der Welt alles was etwas wertvoller und leicht zu entwenden sein könnte, diebstahlsgefährdet. Schlafende Autofahrer am Straßenrand sind ebenso gefährdet wie frei geparkte Autos in Städten. Die Korruption bessert sich langsam.

Gesundheit[Bearbeiten]

Wenn doch etwas sein sollte: Keine Frage, die sowjetische Ausbildung der Mediziner war gut. Davon leben die Ärzte auch heute. Es mangelt aber an der Ausstattung. Niedergelassene Praxen gibt es nicht, dafür jedoch Polikliniken mit sehr großzügigen Ambulanzen. Der Vorteil ist, dass jeder Facharzt vorhanden ist. Generell wird direkt vor Ort bezahlt, es sind jedoch in der Regel keine großartigen Beträge.

Für Ausländer ist eine für die Ukraine gültige Krankenversicherung vorgeschrieben. Diese verlangen für Erstattungen oft einen Befundbericht mit lateinischer oder nach ICD-10 kodierter Diagnose. Kostenlos ist allenfalls die „Erste Hilfe;“ das sind die Rettung, die vor Ort behandelt oder in die Poliklinik transportiert, und in der Poliklinik alle lebensrettenden Maßnahmen. Danach muss der Patient „am Heilungserfolg interessiert sein,“ was nichts anderes als zahlen bedeutet. Wer in Grenznähe zu Polen noch halbwegs transportfähig ist, kann sich dorthin begeben, um seine europäische Krankenversicherungskarte nützen zu können.
Mit den meisten GUS-Staaten, sowie mehreren EU-Ländern des ehemaligen Ostblocks bestehen noch Sozialversicherungsabkommen, die deren Bürger kostenfreie Versorgung ermöglichen.

Radioactive.svg Es gibt auch außerhalb der Zone um Tschernobyl noch Gebiete mit erhöhter Strahlenbelastung. Zumindest auf den Genuß der in Märkten angebotenen wild gesammelten Pilze und m.E: Beeren sollte weiterhin verzichtet werden.
Die üblichen Schutzimpfungen sollten noch gültig sein, bzw. rechtzeitig aufgefrischt werde. Zusätzlich ist eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A und ggf. FSME zu empfehlen. In den letzten Jahren hat die Zahl der an Tuberkulose und HIV Erkrankten wieder deutlich abgenommen, sie liegt aber immer noch höher als in Westeuropa. Insgesamt ist die medizinische Versorgung nicht einheitlich auf westlichem Niveau. Gleiches gilt für die hygienischen- und Trinkwasserverhältnisse.

Klima[Bearbeiten]

In der Ukraine herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima mit kalten, frostigen Wintern und warmen bis heißen Sommern. An der Südküste der Insel Krim findet man ein subtropisches Klima vor, da das Krimgebirge die kalten, nördlichen Luftströmungen abschirmt.

Der Niederschlag in der Ukraine ist unterschiedlich. Im Norden liegt der durchschnittliche Jahresniederschlag zwischen 500 und 750 mm. Die Waldsteppenzone weist eine jährliche Niederschlagsmenge zwischen 350 und 400 mm auf. Im Südosten des Landes dominiert die Steppenzone. Hier ist der Niederschlag gering. Im Jahr fallen lediglich 250 mm Regen.

Klarkommen und Respekt[Bearbeiten]

In der Ukraine wird die kyrillische Schrift verwendet. Das bedeutet für Reisende häufig völlige Orientierungslosigkeit, sofern man das kyrillische Alphabet nicht beherrscht. Es empfiehlt sich daher vor der Reise Kenntnisse dieser anzueignen. Gesprochen wird von der einheimischen Bevölkerung im Westen des Landes oft Ukrainisch, im Osten fast ausschließlich Russisch. In und um Lemberg gibt es eine bedeutende polnische Minderheit. Am besten kommt man natürlich mit Russisch/Ukrainisch durch, wer nicht einmal Minimalkenntnisse einer dieser Sprachen hat wird es öfter schwer haben. In den großen Städten und den Hotels findet man aber in der Regel auch jemand, der Englisch oder Deutsch spricht. Die politischen Beziehungen zu Polen und Russland sind ein heikles Thema, das man als Tourist von sich aus nicht ansprechen sollte. Auch sollte man es vermeiden, Ukrainer als Russen zu bezeichnen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Besucht man jemand zu Hause, werden am Eingang die Schuhe ausgezogen. In der Regel wird reich aufgetischt, so daß es wenig sinnvoll ist vorher zu essen. Bringt man Blumen für die Gastgeberin, so immer eine ungerade Anzahl. Sträuße mit einer geraden Nummer werden nur bei Beerdigungen verwendet. Nach Einbruch der Dunkelheit trägt man den Müll nicht hinaus, denn das bringt Unglück.

Besuch orthodoxer Kirchen[Bearbeiten]

Beim Besuch orthodoxer Kirchen sollte man angemessene, d.h. bedeckende Kleidung tragen. Shorts und T-Shirts sieht man an Männern nicht gerne. Frauen tragen meist einen dünnen Schal oder Tuch, lose um den Kopf gelegt.

Es fehlt die in Westkirchen übliche Bestuhlung. Gläubige wandern herum und küssen die (hinter Glas) ausgestellten Ikonen auch während der Messe, die stundenlang dauert und bei der der oder die Priester, oft hinter einer Tür oder Vorhang dem Blick der Gläubigen entzogen, in einem näselnden Singsang zelebrieren.

Telefon[Bearbeiten]

Wer noch vom öffentlichen Münzfernsprecher internationale Gespräche führt, wählt die 8, wartet das Freizeichen ab, dann 10 (internationale Verkehrsausscheidungsziffer - in Deutschland 00), dann z.B. 49 für Deutschland, sowie im Anschluß die Vorwahl (ohne Null) und Rufnummer des Teilnehmers.

Telefonieren mit dem eigenen Mobiltelefon

Alle Mobiltelefone aus Europa können in der Ukraine benutzt werden. Anfallende Roamingkosten werden vom deutschen Provider in der Regel per SMS mitgeteilt, wenn man sich zum ersten Mal in ein ukrainisches Netz einloggt.

Als Alternative ist der Kauf einer Prepaid-Karte eines ukrainischen Mobilfunk-Providers zu nennen. Guthaben, die Aufladekarten gibt es an vielen Kiosken, gilt üblicherweise vier Wochen. Beim Kauf ist ein Ausweisdokument vorzulegen. Seit Ende 2018 gibt es die MobileID mit der man sich über das Telephon identifizieren kann, Banken und staatliche Stellen wollen entsprechende Dienste im ersten Halbjahr 2019 beginnend ausbauen. Die drei größten Provider sind:

  • Kyivstar (die Prepaid-Karte heißt ACE&BASE) erkennbar an den Vorwahlen +38067, +38068, +38096, +38097, +38098. Die Netzabdeckung erreicht 99% der Bevölkerung. Die Firma bietet auch Festnetz- und Internetanschlüsse.

Anfang 2019 kostet das Video Unlim-Paket inkl. 150 Freiminuten und SMS sowie 9 GB Daten monatlich 150 UAH. Maximum Unlim für 225 UAH hat 300 Freiminuten und SMS sowie unbegrenztes Netz.

  • Vodafone mit den Vorwahlen +38050, +38066, +38095 und +38099, bietet Prepaid drei SuperNet-Pakete: 1) Start: 65 UAH für 65 Freiminuten und 4 GB; 2) Pro: 85 UAH für 100 Minuten und 8 GB; 3) 115 UAH für 150 Minuten und unbegrenztes Internet. März 2018 wurde der Betrieb in der Region Donetsk eingestellt.
  • [Lifecell] (früher Astelit) hat die Vorwahlen +38063, +38093 und +38073. Man begann Mitte 2018 mit dem 4G-Ausbau. Bsi Jahresende wurden die 20 größten Städte und somit dei Hälfte der ukrainischen Bevölkerung mit dieser Technologie abgedeckt. Es gibt mehr Tarifpakete als bei der Konkurrenz. Bei ähnlichen Preisen wird mehr Gesprächszeit bzw. Datenvolumen geboten.

Weitere Anbieter sind Intertelecomm (+38094), PEOPLEnet, und 3Mob.

Internet[Bearbeiten]

Im Prinzip gibt es in allen Groß- und Kleinstädten Internet-Cafés.

Wer ein Smartphone dabei hat, kann sich relativ günstig mit Hilfe einer lokalen Prepaid-Karte ins Internet einwählen. Die Vorteile sind insbesondere, dass man unabhängig von den Internet-Cafés ist und gerade bei Eingabe von vertraulichen Login-Passwörtern die Datensicherheit wesentlich höher ist (im Internet-Café weiß man nicht, ob im Hintergrund nicht ein Trojaner mitlauscht, nach der Internet-Session sollte der Cache des Browsers und möglicherweise automatisch gespeicherte Passwörter gelöscht werden, was meist nicht ganz einfach ist, da die Oberfläche russisch ist).

Post[Bearbeiten]

Auf ihrer Webseite informiert die UKRPost, die auch Finanzdienste bietet, über Porti und Standorte ihrer 11500 Filialen.

Konsulate[Bearbeiten]

Neben den Vertretungen in Kiew, gibt es konsularische Vertretungen:

  • Honorarkonsuln der BRD in: Lemberg, Odessa, Czernowitz und Kharkiv.
  • Österreichs in (sämtlich ohne Notpaßbefugnis): Czernowitz, Dnipro, Kharkiv, Lemberg, Odessa, Zaporizhya.

Literatur[Bearbeiten]

  • Marina Lewycka: Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch.. Dtv, 2006, ISBN 3423245573; 360 (Deutsch). amüsante Geschichte einer exilukrainischen Familie die Einblicke in die Geschichte und Gegenwart gibt
  • Taras Schewtschenko: Meine Lieder, meine Träume. Gedichte und Zeichnungen.. Verlag der Nation Berlin, 1987, ISBN 3373001900; 283 (Deutsch).

Weblinks[Bearbeiten]

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