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Lwiw

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Lwów - Widok z wieży ratuszowej 01.jpg
Lwiw
OblastOblast Lwiw
Einwohner
727.968 (2017)
Höhe
296 m
Tourist-Info Webhttp://lviv.travel/de/index
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte der Ukraine
Reddot.svg
Lwiw

Lwiw (deutsch Lemberg; ukrainisch Львів/Lviv, russisch Львов/Lvov, polnisch Lwów) ist mit etwa 750.000 Einwohnern die größte Stadt in der Westukraine. Die Stadt liegt rund achtzig Kilometer östlich der polnischen Grenze an der Poltwa. Die Altstadt gehört seit 1998 zum Welterbe der UNESCO.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der ukrainische Name der Stadt lautet Lwiw (gesprochen: Lwiu), der polnische Lwów (gesprochen: Lwuf), der russische Lwow, der deutsche Lemberg. Letzterer fällt jedoch langsam zugunsten des landessprachlichen Namens außer Gebrauch.

Die ältesten Siedlungsspuren stammen aus dem 5. Jahrhundert. Die eigentliche Stadtgeschichte beginnt jedoch 1256, als der damalige Herrscher Daniel von Galizien (ukrainisch Danylo Halyzkyj) auf dem Hügel oberhalb der heutigen Stadt eine Burg errichten ließ. Daniel war ursprünglich Fürst von Halytsch und Wolodymyr (Galizien-Wolhynien), erwarb aber auch die Krone des Großfürsten von Kiew, trat zum Katholizismus über und ließ sich zum König der Rus krönen. Er wird als Stadtgründer mit einem Denkmal sowie der Benennung des Flughafens und der medizinischen Universität geehrt. Die Burg war jedoch nicht für Daniel selbst, sondern für seinen Sohn Lew gedacht. Von dessen Namen leitet sich der Stadtname Lwiw/Lwow ab. Da Lew auf Altslawisch „Löwe“ bedeutet, ist dieser das Wappentier der Stadt und findet sich auch als Dekoration an vielen Gebäuden wieder. Auf Latein wurde die Stadt Leopolis, also „Löwenstadt“ genannt. Unterhalb der Burg entstand dank der günstigen Lage an Handelswegen eine Stadt.

Durch die Mongoleninvasion geschwächt, fiel Galizien und damit auch Lwiw 1349 an Polen. Der polnische König Kasimir III. siedelte 1356 deutschsprachige Kolonisten (darunter sowohl Christen als auch Juden) an und gewährte ihnen das Magdeburger Stadtrecht. Im selben Jahr siedelte sich auch eine Gruppe Armenier an – Lemberg war seither sehr multikulturell und multireligiös geprägt. Bis ins 16. Jahrhundert wurde hier hauptsächlich Deutsch gesprochen. Lemberg war jahrhundertelang Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Ruthenien, ab der Lubliner Union 1569 gehörte sie zur polnisch-litauischen Adelsrepublik. Lwów wurde eine wichtige Handelsstadt und eines der wichtigsten Zentren des polnischen Kultur- und Geisteslebens (neben Krakau, Wilna und Warschau). In der Stadt wurde nun hauptsächlich Polnisch gesprochen, im Umland hingegen Ukrainisch.

Nach der ersten Teilung Polens fiel Galizien und damit auch Lemberg 1772 an Österreich. Die ukrainische griechisch-katholische Kirche, die zwar ihre Gottesdienste nach östlich-orthodoxem Ritus feiert, aber den Papst in Rom als Oberhaupt anerkennt, wurde unter österreichischer Herrschaft besonders gefördert. Deshalb hat der Metropolit (Großerzbischof) dieser Kirche seinen Sitz seither in Lemberg. Kaiserin Maria Theresia forcierte den Gebrauch des Deutschen, das zeitweise einzige Schulsprache war, auch wenn die überwiegend polnischsprachigen Kinder das kaum verstanden. Ab 1867 genoss Galizien aber eine gewisse Autonomie, Polnisch und „Ruthenisch“ (d. h. Ukrainisch) wurden als weitere Amtssprachen anerkannt, Angehörige dieser Volksgruppen konnten in den Beamtenapparat aufsteigen und Vertreter in den Reichsrat in Wien wählen. Lemberg war Sitz des k.k. Statthalters (des Vertreters des Kaisers und seiner Regierung), des Sejms (Landesparlament), dreier Erzbischöfe (römisch-katholisch, griechisch-katholisch, armenisch-katholisch) und eines Oberrabbiners. In Lemberg befanden sich Konsulate von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und Dänemark. Die galizische Landeshauptstadt verfügte über eine Universität und ein Polytechnikum, beide mit polnischer Unterrichtssprache, vier polnische, ein deutsches und ein ruthenisches Gymnasium. Um 1900 waren etwa die Hälfte der Einwohner Polen, ein Viertel Juden und 30 000 Ukrainer. Im Ersten Weltkrieg war die Stadt zwischen Österreich-Ungarn und dem Russischen Reich umkämpft.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall der Habsburger-Monarchie war Lwiw 1918/19 die Hauptstadt der kurzlebigen Westukrainischen Volksrepublik. Diese wurde jedoch vom wieder unabhängigen Polen nicht anerkannt, das dieses Gebiet ebenfalls für sich beanspruchte. Es kam zum Polnisch-Ukrainischen Krieg. In diesem kämpfte auf polnischer Seite auch die aus Kindersoldaten bestehende Miliz der „Lemberger Adlerjungen“ (der jüngste Gefallene war erst 14). Bei der Einnahme der Stadt durch polnische Truppen im November 1918 kam es zu einem blutigen Pogrom gegen die jüdische Zivilbevölkerung. Polen siegte, die Westukraine wurde annektiert, es folgte jedoch sofort der Polnisch-Sowjetische Krieg (1919–21), der ebenfalls mit einem polnischen Sieg endete. Lwów gehörte bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Republik Polen.

Gemäß dem Hitler-Stalin-Pakt wurde Lwów und Umgebung 1939 von der Sowjetunion annektiert. Zwei Jahre später folgte jedoch der Einmarsch der deutschen Wehrmacht, unterstützt von ukrainisch-nationalistischen Freiwilligenverbänden und begrüßt von den ukrainischen Einwohnern. Kurz vor dem Rückzug der Sowjets hatte die Militärpolizei des NKWD tausende Häftlinge ermordet. An den ersten Tagen der deutschen Besatzung kam es aus Rache zu Massakern an der – freilich unschuldigen – jüdischen Einwohnerschaft und der Ermordung von polnischen Professoren. Fast alle jüdischen Lemberger wurden in der Folgezeit ermordet, im Ghetto Lemberg, im Zwangsarbeitslager Lemberg-Janowska oder im Vernichtungslager Belzec. Der Historiker Timothy Snyder zählt die Region zu den Bloodlands, die am schwersten unter den unfassbaren Gräueln sowohl der stalinistischen Sowjetunion als auch Nazideutschlands litten.

Gegen Ende des Kriegs kam Lwow 1944 wieder unter sowjetische Herrschaft. Die polnische Bevölkerung wurde anschließend vertrieben: Der polnische Bevölkerungsanteil sank von 50 % vor dem Krieg auf 4 % danach. Hatten Juden vor dem Krieg fast ein Drittel der Bevölkerung ausgemacht, waren es danach nur noch 6 %. Umgekehrt wurden Ukrainer aus Polen zwangsumgesiedelt und zogen oftmals nach Lwiw: Ihr Anteil an der Stadtbevölkerung stieg von 16 % auf 60 %. Zudem gab es nun 27 % Russen, eine Bevölkerungsgruppe, die vor dem Krieg fast gar nicht in der Stadt vertreten gewesen war. Zwischen 1960 und 1990 verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt, für die neuen Bewohner wurden – wie überall in der Sowjetunion und im Ostblock – ausgedehnte Plattenbausiedlungen errichtet. Seit 1991 gehört Lwiw zur nun wieder unabhängigen Republik Ukraine. Ukrainisch-nationalistische Tendenzen sind hier besonders stark ausgeprägt – die rechtsextreme Partei „Swoboda“ war zeitweilig stärkste Kraft im Stadtrat.

Das historische Zentrum von Lemberg wurde 1998 von der UNESCO in das Welterbe aufgenommen.

In der Stadt ist eine Vielzahl von Religionen und Konfessionen vertreten: Nach einer Erhebung aus dem Jahr 2011 bekennen sich 56 % der Einwohner zur ukrainischen griechisch-katholischen Kirche (östlicher Ritus, aber mit dem Papst verbunden), 23 % zur ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats, 4 % zur Ukrainischen Autokephalen Orthodoxen Kirche, 2 % zum Moskauer Patriarchat, 6 % zu weiteren christlichen Konfessionen. Juden machen heute nur noch 0,3 % der Bevölkerung aus.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

1 Danylo Halytskyi-Flughafen, Liubinska St, 168 (Jeweils 5½ km zum Hbf und Busbahnhfof „Stryiska“). Tel.: +380 3222 98112. Lemberg wird regelmäßig von Dortmund (Wizzair), Wien (Austrian Airlines), Moskau, München (Lufthansa) und Kiew (Ukraine International) angeflogen. Es gibt auch zahlreiche andere Destinationen, die jedoch meist nur ein oder zwei Mal pro Woche bedient werden. Die genannten Destinationen werden täglich oder fast täglich angeboten. Da es auf den einzelnen Routen oft Monopole der jeweils anbietenden Fluglinien bestehen, sind die Preise oft relativ hoch.

Vom Flughafen in die Innenstadt gelangt man mit dem Taxi, die Fahrt kostet zwischen 80-100 UAH. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Alternativ nutze man den Linienbus 48 (7.00-22.00 vorm neuen Terminal), dessen Endstation nahe der St. Andreas Kirche liegt. Die Route für Hin- und Rückfahrt weicht etwas voneinander ab. Die Fahrt kostet 5 UAH und dauert etwa 25 Minuten. Bezahlt wird direkt beim Busfahrer, man erhält aber nur selten einen Fahrschein.
Vom alten Terminal fährt O-Bus 9 in die Innenstadt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Hauptbahnhof in Lwiw

Es gibt tägliche direkte Nachtzugverbindungen von und nach Danzig/Warschau, Breslau/Krakau, Košice und Moskau, sowie zahlreiche ukrainische Städte.

  • 2 Hauptbahnhof (Головний залізничний вокзал (Львів), Центральні міські залізничні каси), Akademika Hnatyuka St. 20. Hauptbahnhof in der Enzyklopädie Wikipedia Hauptbahnhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHauptbahnhof (Q801139) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: tgl. 8.00-20.00.
  • 3 Innerstädtisches Buchungsbüro. Im nahen Kulturzentrum gibt es auch ein kleines Eisenbahnmuseum (Fedkovycha St, 54/56. Di.-So. 10.00-18.00).

Detaillierte Informationen zu den verkehrenden Zügen und Kurswagen finden sich hier. Online-Fahrpläne gibt es auf der Seite der Bahn (engl.).

Direkte Tageszüge aus Österreich und der Slowakei nach Lemberg gibt es nicht mehr. Ab Wien gibt es seit Dez. 2017 den Nachtzug nach Kiew, der in Lemberg hält.
Aus Polen fahren lediglich Züge von der grenznahen Stadt Przemyśl direkt nach Lwiw (dort kann man aus Richtung Rzeszów/Krakau/Breslau umsteigen). Aus Ungarn fährt einmal am Tag ein IC von Budapest über Debrecen direkt nach Lwiw.

Innerhalb der Ukraine gibt es zahlreiche Verbindungen aus Richtung Kiew, sowohl tagsüber wie nachts; die Fahrtzeit beträgt je nach Zuggattung und Verbindung zwischen gut 5 und fast 10 Stunden. Ebenfalls häufig bedient wird die Strecke von Winnyzja (4½–7 Std.) über Chmelnyzkyj (3–4¼ Std.) und Ternopil (1½–2¼ Std.) nach Lwiw. Immerhin mehrmals täglich fahren Züge von Uschhorod (5¾ Std.) oder Tschop an der ungarischen Grenze (rund 5 Std.) über Mukatschewo (gut 4 Std.) und Stryj (gut 1 Std.) nach Lwiw.

Vom Bahnhof fahren die Straßenbahnlinien 1, 6, 9 und 9A in das Stadtzentrum.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Entfernungen
Kiew540 km
Czernowitz275 km
Iwano-Frankiwsk135 km
Krakau (Polen)325 km
Lublin (Polen)215 km
Prešov (Slowakei)290 km
Ternopil130 km

Es bestehen nach Lemberg aus verschiedene internationale Busverbindungen, beispielsweise von Berlin und Wien. Presilich günstiger kann es sein ab Prag mit lokalen Firmen zu fahren. Jeder potentielle Reisende muss sich jedoch der langen Fahrtdauer und der unter Umständen sehr langen Grenzkontrolle bewusst sein, da die meisten seiner Mitreisenden aus Nicht-EU-Staaten kommen werden.

  • 4 Busstation (Львів автовокзал), Stryiska St 109. Tel.: +380 322 424 505. Oft auch nach der Straße „Stryiska“-Busstation (Центральний автовокзал). Abfahrt/Ankunft der meisten internationalen Fernbusse.

Einige Busse halten auch vor dem Hauptbahnhof, rechter Hand vom Ausgang vor dem Gebäude mit dem Schild “luggage compartment.”

  • Ein unabhängiges Buchungsbüro hier ist 6 infobus, Chernivetska St. 9 (Etwa 500 m vom Bahnhof, an der Allee zur Innenstadt, rechter Hand. Eingang seitlich im selben Gebäude wie DHL). Tel.: +380 322 320 300. Man spricht Englisch.

Deutlich bequemer für die langen Strecken im Lande ist es die erwähnten Nachtzüge nach Kiew, Odessa usw. zu nutzen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Es gilt das allgemein zur Ukraine gesagte. In Lemberg gibt es einige bewachte Parkplätze (Awto stojanka).

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Lwiw

Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut, es verkehren Trambahnen, Busse und Oberleitungsbusse im gesamten Stadtgebiet. Zentrale Drehscheibe vor dem Hauptbahnhof.

Bei der nördlichen Busstation ist auch ein zentraler Umsteigepunkt für lokale Busse.

Die Fahrscheine für Straßenbahn und Trolleybus sind identisch und werden bei allen genannten Verkehrsmitteln direkt im Fahrzeug erworben, können jedoch auch an einigen Kioskbuden (in Haltestellennähe) gekauft werden.

Autobus: Es gibt einige wenige Autobuslinien die hauptsächlich von Lemberg aus in angrenzende Dörfer verkehren. Der praktische Verkehrswert ist gering.

Straßenbahn: Die Straßenbahn erschließt mit relativ alten Garnituren große Teile der Stadt. Sie ist ein langsames und bisweilen unzuverlässiges Verkehrsmittel. Das Linienschema besteht aus zwei Ringlinien (Linien 1 und 9) sowie sieben Radiallinien, die die Stadt durchqueren (Linien 2 bis 8). Verstärkerzüge, die nur einen Teil der Strecke befahren, haben zur Nummer ein A. Der Fahrpreis beträgt 5 UAH (Stand: März 2018).

Trolleybus: Der O-Bus ergänzt das Straßenbahnnetz. Neben älteren Fahrzeugen gibt es hier auch modernste Niederflurbusse aus örtlicher Produktion. Die Liniennummern können mit der Straßenbahn identisch sein, so gibt es auch am O-Bus eine Linie 3 auf völlig anderer Strecke. Die Fahrpreise sind mit jenen der Straßenbahn identisch.

Marschrutki: sind private Minibusse, die in einer unglaublichen Linienvielfalt zahlreiche Direktverbindungen quer durch die Stadt anbieten. Aufgrund der Vielzahl von Linien und des nicht vorhanden Fahrplanes sind sie für Ausländer nur bedingt zu empfehlen. Der Zustand der Fahrzeuge reicht von fabrikneu bis abenteuerlich. Der Fahrpreis innerhalb der Stadt beträgt einheitlich 4,00 UAH, welche beim Einsteigen zu bezahlen sind. Ein Ticket wird üblicherweise nicht ausgegeben. Marschrutki mit dreistelligen Liniennummern bieten Verbindungen in das Umland an. Unter Umständen fährt eine Marschrutka 100 km oder mehr. Die auf Überlandstraßen gepflegte, sehr sportliche Fahrweise muss der Reisende einkalkulieren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altstadt[Bearbeiten]

Hauptattraktion von Lwiw ist das historische Ensemble der Altstadt, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es umfasst eine Fläche von 120 Hektar und umfasst drei Teile: Der älteste Teil ist der Burgberg und das unmittelbar unterhalb davon gelegene Viertel (Pidsamtsche – „Unterburg“), das im 13. Jahrhundert unter dem Fürstentum Galizien-Wolhynien bzw. dem Königreich der Rus entstand. Im 14. Jahrhundert, als Lwiw unter polnischer Herrschaft stand, verschob sich das Zentrum dann in die heutige „Mittelstadt“ (Seredmistia) rund um den Marktplatz (Rynok). Da sie bei einem großen Stadtbrand 1527 weitgehend zerstört und anschließend wieder aufgebaut wurde, ist sie architektonisch stark von der Renaissance geprägt. Der dritte Teil ist der Sankt-Georgs-Hügel mit der gleichnamigen Kathedrale und dem Metropolitenpalast.

Nordseite des Marktplatzes (Rynok) mit Amphitrite-Brunnen
Mittelstadt (Seredmistia)

Das Zentrum der heutigen Altstadt bildet der 1 Marktplatz Marktplatz in der Enzyklopädie Wikipedia Marktplatz im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMarktplatz (Q1980511) in der Datenbank Wikidata (Rynok, площа Ринок), der seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden ist. Im 14. Jahrhundert wurde er zum Zentrum der von König Kasimir III. angesiedelten deutschen Kolonie und befestigten Stadt. Der Marktplatz erstreckt sich ringförmig um das Rathaus, das in der Mitte des Platzes steht. Die ukrainische und polnische Bezeichnung Rynok bzw. Rynek leitet sich vom deutschen Wort Ring ab. Rund um den Platz stehen 44 Gebäude aus verschiedenen Architekturepochen von Renaissance bis Moderne. Hervorzuheben sind das Bandinelli-Haus (Hausnr. 2), das „Schwarze Haus“ (Nr. 4), das Korniakt-Palais (Nr. 6, beherbergen heute Geschichtsmuseen der Stadt) und das „Venezianische Haus“ (Nr. 14, erkennbar am Markuslöwen über der Tür) aus der Renaissance sowie das barocke Lubomirski-Palais (Nr. 10). An den vier Ecken des Platzes befindet sich jeweils ein klassizistischer Brunnen mit einer Figur aus der griechisch-römischen Mythologie – Neptun, Diana, Amphitrite und Adonis – die der österreichische Bildhauer Hartmann Witwer geschaffen hat.

Rathaus
  • 2 Rathaus (Львівська ратуша). Rathaus in der Enzyklopädie Wikipedia Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRathaus (Q4271056) in der Datenbank Wikidata. Das ursprüngliche mittelalterliche Rathaus wurde 1827–1835 durch den heutigen klassizistischen Bau ersetzt. Der Turm darf für 10 UAH erklommen werden, die Kasse befindet sich vom Haupteingang aus gesehen auf der linken Gebäudeseite (dort die Treppen hinunter). An der Westseite des Rathauses befindet sich im Erdgeschoss die Touristeninformation.
  • 3 Bandinelli-Haus (Палац Бандінеллі, Палац Бандінеллі), Rynok, 2. Bandinelli-Haus in der Enzyklopädie Wikipedia Bandinelli-Haus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBandinelli-Haus (Q1985858) in der Datenbank Wikidata. Stadtpalais im Stil der Spätrenaissance, 1589 für einen Apotheker errichtet. Der aus Florenz stammende Kaufmann Roberto Bandinelli, der in Lemberg das Amt des königlichen Postmeisters übernahm, kaufte das Gebäude 1634 und nutzte es als erstes Postamt der Stadt. Im 18. Jahrhundert wurde der Bau gründlich erneuert. Im 19. Jahrhundert war hier ein Buchladen, in dem sich die örtlichen Schriftsteller und Intellektuellen trafen. Der polnische Dichter Kornel Ujejski wohnte eine Zeitlang im Hause. Heute ist hier das Postmuseum untergebracht. Geöffnet: tgl. 13.00-18.00.
  • 4 Korniakt-Palast (Палац Корнякта). Korniakt-Palast in der Enzyklopädie Wikipedia Korniakt-Palast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKorniakt-Palast (Q1982271) in der Datenbank Wikidata. Stadthaus im Stil eines italienischen Renaissance-Palazzo, erbaut 1580 für den griechischstämmigen Kaufmann Konstantin Korniakt, der ein Vorkämpfer der griechischen Orthodoxie in Lwiw und Gründer der Mariä-Entschlafens-Bruderschaft war. Im 17. Jahrhundert residierten hier die polnischen Könige Władysław IV. Wasa und Jan III. Sobieski. Letzterer baute das Gebäude zu einem Palast mit geräumigeren, eleganten Salons und einem Audienzsaal. Hier unterzeichnete er 1686 den „Ewigen Frieden“ mit Russland. Heute sind hier Ausstellungen des Lemberger Geschichtsmuseums untergebracht: Es sind Rokokomöbel, Uhren, Medaillons und Silberwaren zu bewundern.
Lateinische Kathedrale (Blick vom Rathausturm)
  • 5 Lubomirski-Palast (Палац Любомирських), Rynok 10. Lubomirski-Palast in der Enzyklopädie Wikipedia Lubomirski-Palast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLubomirski-Palast (Q1634318) in der Datenbank Wikidata. Die zugrunde liegenden Gebäude aus dem Mittelalter und der Renaissance wurden 1760 vom Fürsten Stanisław Lubomirski (Großmarschall der polnischen Krone) aufgekauft und in seinem Auftrag zu einem einzigen Gebäude im Barockstil umgestaltet. Von 1772 bis 1822 residierten hier die österreichischen Gouverneure des Kronlands Galizien. Im Jahr 1941 riefen ukrainische Nationalisten vom Balkon des Hauses einen kurzlebigen unabhängigen Staat aus. Heute wird das Palais vom Ethnographischen Museum genutzt; im Erdgeschoss befindet sich ein Café.
  • 6 Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale (Латинський катедральний собор, Lateinische Kathedrale), Katedralna 1. Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale in der Enzyklopädie Wikipedia Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMariä-Himmelfahrt-Kathedrale (Q122324) in der Datenbank Wikidata. Römisch-Katholisch. Erbaut 1370, spätbarocke Umgestaltung der Fresken durch Stanisław Stroiński 1769-75. Rokoko-Altar von Piotr Polejowski. Nach 1991 mit polnischen Spenden renoviert. Geöffnet: 8.30-17.00.
Armenischer Dom
  • 7 Boim-Kapelle (Каплиця Боїмів). Boim-Kapelle in der Enzyklopädie Wikipedia Boim-Kapelle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBoim-Kapelle (Q891038) in der Datenbank Wikidata. 1609–15 erbaute Renaissance-Kapelle, neben der lateinischen Kathedrale. Sie wurde vom aus Ungarn stammenden Kaufmann Georg (György) Boim als Grabkapelle seiner Familie gestiftet. Bemerkenswert ist die aufwändige Verzierung mit Reliefs, die verschiedene Bibelszenen zeigen. Auf der Kuppel steht die Laterne mit einer Christusfigur als Schmerzensmann.
  • 8 Armenischer Dom (Вірменський собор, Вірменський собор), Virmens'ka St. 7/13. Armenischer Dom in der Enzyklopädie Wikipedia Armenischer Dom im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArmenischer Dom (Q684239) in der Datenbank Wikidata. Kirchenbau des 14. Jahrhunderts. Die Angehörigen der armenischen lemberger Volksgruppe gehörten der katholischen Kirche des armenischen Ritus an, die das Primat des römischen Papstes anerkennt. Seit 2001 wird die Kathedrale von der autokephalen (orthodoxen) armenischen apostolischen Kirche genutzt. Der Bau wirde in den 1920ern mit Wandgemälden ausgestattet und 2000 renoviert.
  • 9 Mariä-Entschlafens-Kirche (Успенська церква), Ruska St. 5/7. Mariä-Entschlafens-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Mariä-Entschlafens-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMariä-Entschlafens-Kirche (Q575468) in der Datenbank Wikidata. Renaissance-Bau. Ukrainisch-orthodox.
In der Dominikanerkirche
  • 10 Kathedrale St. Bernhard (Костел і монастир бернардинів, Костел і монастир бернардинців), Soborna Platz 1-3. Kathedrale St. Bernhard in der Enzyklopädie Wikipedia Kathedrale St. Bernhard im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKathedrale St. Bernhard (Q1966798) in der Datenbank Wikidata. Griechisch-Katholisch. Barocke Ausstattung.
  • 11 Dominikanerkirche (Церква Пресвятої Євхаристії), Pl. Musejna 1. Dominikanerkirche in der Enzyklopädie Wikipedia Dominikanerkirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDominikanerkirche (Q2994596) in der Datenbank Wikidata. Griechisch-Katholisch.
Burgberg und Unterburg (Pidsamtsche)
  • 12 Ehemalige Burg (Високий замок, Копець Люблінської унії), Zamkova St. Ehemalige Burg in der Enzyklopädie Wikipedia Ehemalige Burg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEhemalige Burg (Q2623848) in der Datenbank Wikidata. Am höchsten Punkt der Stadt stand bis 1869 die Burg, von der außer einem Mauerrest nichts blieb. Heute befindet sich am Rande des umliegenden Parks der Fernsehturm.
Sankt-Georgs-Kathedrale
Sankt-Georgs-Hügel (Swjatujurska hora)
  • 13 Kathedrale St. Georg (Собор святого Юра, Архикатедральний Собор Святого Юра), Swjatoho Jura 5. Kathedrale St. Georg in der Enzyklopädie Wikipedia Kathedrale St. Georg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKathedrale St. Georg (Q1774485) in der Datenbank Wikidata. Griechisch-Katholisch. Prächtig ausgestatte Barockkirche.
  • 14 Metropolitenpalast (Митрополичі палати). Metropolitenpalast in der Enzyklopädie Wikipedia Metropolitenpalast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMetropolitenpalast (Q1983797) in der Datenbank Wikidata. 1761–62 erbauter Palast der Metropoliten (Erzbischöfe) der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche im barock-klassizistischen und Rokokostil. Eine Plakette an der Fassade erinnert an den Metropoliten Andrej Scheptyzkyj, der sich während des Zweiten Weltkriegs für die Rettung von Juden einsetzte, andererseits aber die Aufstellung einer ukrainischen Waffen-SS-Division befürwortete, um gegen die „gottlose“ Sowjetunion zu kämpfen.

Es folgen Sehenswürdigkeiten, die sich außerhalb der Kernzonen der Altstadt befinden.

Kirchen und Synagogen[Bearbeiten]

  • 15 Karmeliter-Kirche (Костел і монастир кармелітів босих), Volodymyra Vynnychenka St. 20. Karmeliter-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Karmeliter-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKarmeliter-Kirche (Q1981812) in der Datenbank Wikidata. Direkt daneben ist die Erzengel-Michael-Kirche.

Bauwerke[Bearbeiten]

Potocki-Palais
  • 16 Pulverturm (Порохова вежа, Porochowa Wesha, Порохова вежа), Bul. Pidwalna 4 (im südlichen Teil des Na Walach-Parks). Pulverturm in der Enzyklopädie Wikipedia Pulverturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPulverturm (Q4373143) in der Datenbank Wikidata. Teil der ehemaligen Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert. Geöffnet: tgl. 10.00-22.00.
  • 17 Potocki-Palais (Палац Потоцьких, Палац Потоцьких), Kopernyka (вул. Коперніка) 15. Potocki-Palais in der Enzyklopädie Wikipedia Potocki-Palais im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPotocki-Palais (Q1576016) in der Datenbank Wikidata. Neobarock-klassizistischer Palast (französischer Beaux-Arts-Stil), 1880 für den ehemaligen österreichischen Ministerpräsidenten Alfred Józef Potocki erbaut. Seit den 2000er-Jahren beherbergt der Palast die Ausstellung europäischer Kunst des 14. bis 18. Jahrhunderts der Lwiwer Kunstgalerie. Geöffnet: Di.-So. 10.30-17.00. Preis: 30 UAH.
  • 18 Hauptgebäude der Universität (Львівський національний університет імені Івана Франка), Bul. Universytetska 1. Hauptgebäude der Universität in der Enzyklopädie Wikipedia Hauptgebäude der Universität im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHauptgebäude der Universität (Q80207) in der Datenbank Wikidata Hauptgebäude der Universität auf Facebook Hauptgebäude der Universität auf Twitter. 1873–77 erbaut als Sitz des Galizischen Landtags (Sejm) im repräsentativen k.u.k.-Stil.
  • 19 Polytechnikum (Національний університет «Львівська політехніка»), Bul. Stepana Bandery 12. Polytechnikum in der Enzyklopädie Wikipedia Polytechnikum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPolytechnikum (Q1817355) in der Datenbank Wikidata. Das Hauptgebäude der Nationalen Polytechnischen Universität wurde 1874–77 erbaut und ist ebenfalls sehr imposant anzuschauen, insbesondere das Treppenhaus. Architektonisches Vorbild war das damalige Gebäude der Polytechnischen Schule München. Hier wurde 1877 das erste Telefongespräch in Österreich-Ungarn geführt. Die Aula ist mit Wandgemälden von Jan Matejko ausgemalt.
  • 20 Opernhaus (Львівський національний академічний театр опери та балету імені Соломії Крушельницької), Prospekt Swobody 28. Opernhaus in der Enzyklopädie Wikipedia Opernhaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOpernhaus (Q1246092) in der Datenbank Wikidata. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist das 1897–1900 erbaute prächtige Opernhaus in einem historistischen Mix aus Renaissance und Barock. Stilistisch fühlt man sich sehr an die Wiener Ringstraße, insbesondere die Staatsoper, erinnert. Architekt war Zygmunt Gorgolewski. Das Opernhaus wurde in einem zuvor sumpfigen Gebiet am Lauf der Poltwa errichtet, die hierzu unterirdisch kanalisiert wurde (im Untergeschoss des Theaters ist das Rauschen des Flüsschens hörbar). Als Fundament wurde erstmals in Europa ein Stahlbetongründungskörper eingesetzt. Der Bau kostete 6 Millionen österreichische Kronen. Das Dach der Oper wird von drei Bronzestatuen gekrönt, die allegorisch Musik, Poesie und Ruhm darstellen.

Denkmäler[Bearbeiten]

Adam-Mickiewicz-Denkmal

Auf dem zentralen Platz, dem Prospekt Svobody (Проспект Свободи), dem Freiheitsplatz, findet man drei markante Denkmäler.

  • Im Süden das repräsentative 21 Adam-Mickiewicz-Denkmal Adam-Mickiewicz-Denkmal in der Enzyklopädie Wikipedia Adam-Mickiewicz-Denkmal im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAdam-Mickiewicz-Denkmal (Q348387) in der Datenbank Wikidata für den polnischen Nationaldichter. Es stammt aus dem Jahre 1904, einer Zeit, in der Lemberg mehrheitlich von Polen bewohnt war.
  • Weiter nördlich gelegen fällt das Monument des ukrainischen Nationaldichters 22 Taras Schewtschenko Taras Schewtschenko im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTaras Schewtschenko (Q4343370) in der Datenbank Wikidata auf. Er gilt bis heute als wichtige Figur im Bestreben der Ukrainer nach nationaler Selbstbestimmung und Identifikation. Direkt neben ihm befindet sich ein Symbol der Wiedergeburt der ukrainischen Nation, die so genannte „Welle der Volkswiedergeburt.“ Beide wurden am zweiten Unabhängigkeitstag am 24. August 1992 enthüllt.
  • 23 Mychajlo-Hruschewskyj-Denkmal. Mychajlo-Hruschewskyj-Denkmal in der Enzyklopädie WikipediaMychajlo-Hruschewskyj-Denkmal (Q28703701) in der Datenbank Wikidata. Historiker und revolutionärer Politiker in der Frühzeit der ukrainischen SSR. Sein Porträt ziert auch die 50-UAH-Banknote.
  • 24 Gerwerkschafts-Denkmal (Пам'ятник на честь створення першої профспілкової організації). Nahe bei Resten der Stadtmauer mit Blumenuhr.
  • 25 Danylo-Romanowytsch-Denkmal. Reiterstandbild von Daniel Romanowitsch von Galizien, der im 13. Jahrhundert über weite Teile der heutigen Ukraine herrschte, die Stadt Lwiw gründete und zum ersten König der Rus gekrönt wurde. Nach ihm ist auch der Flughafen und die medizinische Universität von Lwiw benannt.

Museen[Bearbeiten]

Italienischer Innenhof des Korniakt-Palast, Hauptgebäude des Stadtgeschichtlichen Museums
  • Das Stadtgeschichtliche Museum (Львівський історичний музей, Lwiwskyj istorytschnyj musej) betreibt mehrere Ausstellungen zu historischen und kulturgeschichtlichen Themen an verschiedenen Standorten, vor allem in historischen Gebäuden in der Altstadt:
    • 26 Museum historischer Schätze (Львівський історичний музей, Музей історичних коштовностей), Rynok 6 (im Korniakt-Palast). Tel.: +380 32 235 83 04. Museum historischer Schätze in der Enzyklopädie Wikipedia Museum historischer Schätze im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMuseum historischer Schätze (Q4271084) in der Datenbank Wikidata. Im selben Gebäude befindet sich der „italienische Innenhof“, der für 2 UAH (ermäßigt 1 UAH) besichtigt werden kann. Geöffnet: täglich außer Mi 10.00–17.30 Uhr. Preis: Vollzahler 10 UAH, ermäßigt 5 UAH.
    • Museum der Geschichte der Westukraine und der ukrainischen Diaspora (Музей історії західноукраїнських земель), Rynok, 4 (im „Schwarzen Haus“). Ausstellungen zur Geschichte der Westukraine von der zweiten Hälfte des 19. bis zum 20. Jahrhundert sowie zur Geschichte ukrainischer Auswanderer in aller Welt. Geöffnet: täglich außer Mi 10.00–17.30 Uhr. Preis: Vollzahler 10 UAH, ermäßigt 5 UAH.
    • 27 Postmuseum (Музей пошти (Львів)), Rynok 2 (im Bandinelli-Haus). Postmuseum in der Enzyklopädie WikipediaPostmuseum (Q4306434) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: täglich außer Mi 10.00–17.30 Uhr. Preis: Vollzahler 10 UAH, ermäßigt 5 UAH.
    • Glasmuseum (Музей скла (Львів)), Rynok 2 (Eingang von der Bul. Stawropihijskoji). Glasmuseum in der Enzyklopädie WikipediaGlasmuseum (Q12130581) in der Datenbank Wikidata. Ausstellung von historischen Glasprodukten von Antike bis Gegenwart. Geöffnet: täglich außer Mi 10.00–17.30 Uhr. Preis: Vollzahler 5 UAH, ermäßigt 2 UAH.
    • Abteilung für ukrainische Frühgeschichte und Archäologie, Rynok 24. Geöffnet: täglich außer Mi 10.00–17.30 Uhr. Preis: Vollzahler 10 UAH, ermäßigt 5 UAH.
    • 28 Waffenmuseum „Arsenal“ (Арсенал (музей)), Pidwalna 5, вул. Підвальна, 5. Waffenmuseum „Arsenal“ in der Enzyklopädie Wikipedia Waffenmuseum „Arsenal“ im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWaffenmuseum „Arsenal“ (Q12079153) in der Datenbank Wikidata. Am südlich anschließenden Platz das Denkmal für Iwan Fjodorow. Geöffnet: täglich außer Mi 10.00–17.30 Uhr.
    • Museum „Literarisches Lwiw in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, Gwardijska 18. Tel.: +380 32 238-62-07. Preis: Vollzahler 2 UAH, ermäßigt 1 UAH.
Nationalmuseum

Nahe beieinander sind:

  • 29 Nationalmuseum (Національний музей у Львові), Prospekt Swobodny (пр. Свободи) 20. Tel.: +380 32 235-88-56. Nationalmuseum in der Enzyklopädie Wikipedia Nationalmuseum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNationalmuseum (Q2037262) in der Datenbank Wikidata. Das Museum ist der ukrainischen Kultur in all ihren Ausprägungen gewidmet. Geöffnet: Di.-So. 10.00-18.00.
    • Ein zweites Gebäude des Museums befindet sich gut 1 km weiter südlich in der 30 Bul. Dragomanowa 42 in der Nähe der Zitadelle.
  • 32 Naturkundemuseum (Державний природознавчий музей), Bul. Teatralna 18. Tel.: +380 322 356 917. Naturkundemuseum in der Enzyklopädie WikipediaNaturkundemuseum (Q4155883) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: Mi.-So. 10.00-19.00.

Weitere Museen im Bereich der Altstadt:

Im Apothekenmuseum
  • 33 Museums-Apotheke (Під чорним орлом, Аптека-музей «Під чорним орлом»), Bul. Stawropihijskoji 3 / Drugarska 2 (ул. Друкарская, 2). Museums-Apotheke in der Enzyklopädie Wikipedia Museums-Apotheke im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMuseums-Apotheke (Q1989108) in der Datenbank Wikidata. In der historischen Apotheke „Zum schwarzen Adler“ aus dem 18. Jahrhundert. Geöffnet: tgl. 10.00-18.00. Preis: 15 UAH.
  • 34 Johann-Georg-Pinsel-Skulpturenmuseum (Музей сакральної барокової скульптури Пінзеля, Музей скульптури Йогана Георга Пінзеля), Pl. Mytna 2. Johann-Georg-Pinsel-Skulpturenmuseum in der Enzyklopädie Wikipedia Johann-Georg-Pinsel-Skulpturenmuseum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsJohann-Georg-Pinsel-Skulpturenmuseum (Q4235779) in der Datenbank Wikidata. Skulpturen des barocken (Holz)-Bildhauers Johann Georg Pinsel. Geöffnet: Di.-So. 10.00-18.00.
  • Museum für Religionsgeschichte (Львівський музей історії релігії, музей історії релігії), Pl. Musejna 1 (in der Dominikanerkirche). Museum für Religionsgeschichte in der Enzyklopädie WikipediaMuseum für Religionsgeschichte (Q4306348) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: Di.-So. 10.00-17.00.
  • 35 Archäologisches Museum (Музей археології), Volodymyra Vynnychenka St. 24. Im Institut für ukrainische Geschichtswissenschaft. Geöffnet: Di.-So. 9.00-18.00.
  • Teodosia Brysh-Museum (Меморіальний музей-майстерня Теодозії Бриж), Martovycha St. 5. Im ehemaligen Studio des Künstlers. Geöffnet: Di.-So. 10.00/10.30-17.00. Preis: 24 UAH.

Außerhalb der Altsstadt sind:

In der Kunstgalerie
  • 36 Nationale Kunstgalerie (Львівська національна галерея мистецтв), Stefanyka 3. Nationale Kunstgalerie in der Enzyklopädie Wikipedia Nationale Kunstgalerie im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNationale Kunstgalerie (Q2391444) in der Datenbank Wikidata.
    • 37 Museum der „Jungfrau des Dnister“ (Музей Русалки Дністрової, Дністрова русалка). Museum der „Jungfrau des Dnister“ in der Enzyklopädie WikipediaMuseum der „Jungfrau des Dnister“ (Q4271090) in der Datenbank Wikidata. Himmelblau gestrichener Kirchturm mit kleinem Anbau. Geöffnet: Di.-So. 11.00-18.00.
  • 38 Brauereimuseum (Музей пивоваріння (Львів), Музейно-культурний комплекс пивної історії Musejno-kulturnyj kompleks pywnoji istoriji), Kleparviska (Клепарівська) 18. Brauereimuseum in der Enzyklopädie Wikipedia Brauereimuseum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBrauereimuseum (Q4306415) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: tgl. 10.00-19.00.
  • 39 Zoologisches Museum (Зоологічний музей імені Бенедикта Дибовського), вул. Грушевського, 4. Zoologisches Museum in der Enzyklopädie WikipediaZoologisches Museum (Q12107052) in der Datenbank Wikidata. Sehenswertes Sammelsurium von Gerippen, Geweihen und präparierten Fischen. Direkt dahinter schließt sich das Herbarium und der botanische Garten der Universität an.
  • 40 Lemberger Museum für alte Reliquien (Музей пам'яток стародавнього Львова, Музей Найдавніших Пам'яток Львова), Uschhorodska 1. Lemberger Museum für alte Reliquien in der Enzyklopädie WikipediaLemberger Museum für alte Reliquien (Q12130571) in der Datenbank Wikidata. Kleines Kirchengebäude beim Krankenhaus.
  • 41 Metrologisches Museum (музей метрології), Kniazia Romana St. 38.
  • 42 Museum für Volksarchitektur und Landleben Schewtschenko-Hain (Шевченківський гай, Шевченківський гай) (knapp 3 km östlich der Innenstadt). Museum für Volksarchitektur und Landleben Schewtschenko-Hain in der Enzyklopädie Wikipedia Museum für Volksarchitektur und Landleben Schewtschenko-Hain im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMuseum für Volksarchitektur und Landleben Schewtschenko-Hain (Q4522268) in der Datenbank Wikidata. Freilichtmuseum der Volksarchitektur im Regionalen Landschaftspark Snesinnja. 150 Gebäude – landwirtschaftliche Anwesen, Schmieden, Schulen, Walkmühlen, Sägewerke, Wassermühlen, Windmühlen und mehrere Holzkirchen – wurden von verschiedenen Orten aus den Regionen der Westukraine hierher versetzt und zu sechs typischen Dörfern angeordnet.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Der 43 Prospekt Swobody Prospekt Swobody im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsProspekt Swobody (Q546470) in der Datenbank Wikidata ist die Hauptstraße in der Stadt mit einer schönen Allee in der Mitte.

Parks[Bearbeiten]

Im Iwan-Franko-Park
  • 44 Iwan-Franko-Park (Парк імені Івана Франка (Львів)). Iwan-Franko-Park in der Enzyklopädie Wikipedia Iwan-Franko-Park im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsIwan-Franko-Park (Q4345301) in der Datenbank Wikidata. Ein weiterer wichtiger Nationalschriftsteller ist Iwan Franko, nach dem die Universität in Lemberg benannt worden ist. Vor der Universität ist deshalb ein Monument von ihm zu finden, der dahinter liegende Park trägt ebenfalls seinen Namen.
  • Über die Straße schließt sich der 45 Garten des MetropolitenpalastsGarten des Metropolitenpalasts (Q4404503) in der Datenbank Wikidata (Сад собору святого Юра) an.
  • 46 Stryjskyj-Park (Стрийський парк). Stryjskyj-Park in der Enzyklopädie Wikipedia Stryjskyj-Park im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStryjskyj-Park (Q1980030) in der Datenbank Wikidata. Einer der ältesten und schönsten Parks in Lwiw. Ende des 19. Jahrhunderts als Landschaftsgarten im englischen Stil gestaltet und anlässlich der Galizischen Landesausstellung 1894 eingeweiht. Auf einer Fläche von 52 Hektar gibt es abwechslungsreiche Spazierwege, Bäume unterschiedlichster (z. T. exotischer) Arten sowie ein Denkmal für den polnischen Freiheitskämpfer Jan Kiliński.
  • 47 Lytschakiwski-Friedhof (Личаківський цвинтар, Lützenhofer Friedhof). Lytschakiwski-Friedhof in der Enzyklopädie Wikipedia Lytschakiwski-Friedhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLytschakiwski-Friedhof (Q1316721) in der Datenbank Wikidata. Der bekannteste historische Friedhof der Stadt, angelegt 1787. Hier wurden Angehörige der Mittel- und Oberschicht sowie Intellektuelle beigesetzt. Folglich findet man hier die (zum Teil aufwändig gestalteten) Gräber von bedeutenden Persönlichkeiten der galizischen Geschichte und Kultur (sowohl Polen als auch Ukrainer), darunter die Schriftstellerin Maria Konopnicka (1842–1910), der Dichter Iwan Franko (1856–1916), der General Tadeusz Rozwadowski (1866–1928) und der Mathematiker Stefan Banach (1892–1945). Abeilungen des Friedhofs sind den Opfern der polnischen Aufstände von 1830/31 und 1863/64, des Ersten und Zweiten Weltkriegs, des Polnisch-Sowjetischen Kriegs (siehe unten) sowie der Repressionen durch die sowjetische Geheimpolizei NKWD.
Friedhof der Verteidiger von Lwów
  • 48 Friedhof der Verteidiger von Lwów (Меморіал львівських орлят). Friedhof der Verteidiger von Lwów in der Enzyklopädie Wikipedia Friedhof der Verteidiger von Lwów im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFriedhof der Verteidiger von Lwów (Q2393904) in der Datenbank Wikidata. Ehrenfriedhof für die polnischen Kämpfer (darunter die Kinder- und Jugendmiliz der „Lemberger Adlerjungen“), die während der Nachwehen des Ersten Weltkriegs in Ostgalizien im Polnisch-Ukrainischen Krieg 1918/19 oder Polnisch-Sowjetischen Krieg 1919–21 fielen. Der Friedhof mit über 3000 Gräbern wurde in der Zwischenkriegszeit angelegt, als Lemberg zu Polen gehörte, aufgrund des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs aber nicht fertiggestellt. Nach dem Krieg, unter sowjetischer Herrschaft, wurde der Friedhof vernachlässigt, 1971 sogar mit Panzern und Bulldozern eingeebnet und anschließend als Müllhalde genutzt. Ab 1989 wurde er von polnischen bzw. polnischstämmigen Freiwilligen wiederhergestellt und 2005 offiziell wiedereröffnet. Heute gilt er als Ort der ukrainisch-polnischen Versöhnung.
  • 49 Regionaler Landschaftspark Snesinnja (Регіональний ландшафтний парк «Знесіння») (2 km nordöstlich des Stadtzentrums). Regionaler Landschaftspark Snesinnja in der Enzyklopädie Wikipedia Regionaler Landschaftspark Snesinnja im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRegionaler Landschaftspark Snesinnja (Q4192952) in der Datenbank Wikidata. Mit 312 Hektar der größte Park von Lwiw. Er ist weitgehend naturnah belassen. In dem Gebiet befindet sich der 389 Meter hohe Lewaberg, der Kaiserwald aus Kiefern, Fichten, Birken und Eichen, durch den der Kaiserpass führt, aber auch steppenartige Flächen. Hier befinden sich Überreste mittelalterlicher Siedlungen, ein Soldatenfriedhof der Sitscher Schützen sowie das Freilichtmuseum für Volksarchitektur und Landleben Schewtschenko-Hain.


Aktivitäten[Bearbeiten]

Free walking tours[Bearbeiten]

In Lviv gibt es tägliche Free Walking Tours. Diese Stadtführungen basieren auf dem Konzept, dass es keinen festen Preis gibt, und jeder zahlt, was er kann. Lviv Buddy Tours bieten täglich solche Touren an. Die Lviv Free Walking Tour trifft sich täglich am Amphitrite-Brunnen am Marktplatz. Die Touren dauern 2-3 Stunden und haben verschiedene Themen. Trinkgeld zu geben wird empfohlen, ist aber kein Muss. Am Ende der Tour verteilen die Stadtführer kostenlose Stadtpläne mit Hinweisen für Restaurants, Bars und das Nachtleben in Lviv.

Kultur[Bearbeiten]

Lemberger Oper.

Nahe beieinader am nördlichen und westlichen Rand der Altstadt sind:

  • 1 Oper & Ballett-Theater, Prospekt Svobody 28. Tel.: +380 728860. Die Oper, ein sehenswertes Gebäude, wurde 1897-1900 von dem polnischen Architekten Zygmunt Gorgolewski mit Elementen aus den architektonischen Stilen der Renaissance und des Barock errichtet. Gegen den Neubau gab es damals Widerstand aus der Bevölkerung und man prophezeite dem Architekten, dass das Gebäude einstürzen würde. Angeblich hielt Gorgolewski den öffentlichen Druck nicht aus und beging deshalb 1903 Selbstmord. Karten für die Oper- und Ballett-Aufführungen können an den Kassen im Hauptgebäude oder in dem Kartenvorverkauf in der Prospekt Svobody 37 (schräg gegenüber vom Hauptgebäude) gekauft werden.
  • 3 Puppentheater (театр ляльок), Pl. Danyla Halyzkoho 1. Tel.: +380 322 355 832.
  • 4 Kinopalast (Кінопалац), Teatralna St. 22 (zwischen armenischer Kathedrale und dem Nationalmuseum).
  • 5 Philharmonie (Львівська обласна філармонія, Львівська обласна філармонія), Chaikovs'koho St. 7. Tel.: +380 322 358 136. Philharmonie in der Enzyklopädie Wikipedia Philharmonie im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPhilharmonie (Q2278002) in der Datenbank Wikidata.

Sport[Bearbeiten]

Lwiw hat seit 2018 zwei Fußballteams, die in der höchsten Spielklasse Premjer-Liha spielen. Beide teilen sich das für die EM 2012 erbaute 6 Arena Lwiw Arena Lwiw in der Enzyklopädie Wikipedia Arena Lwiw im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArena Lwiw (Q215399) in der Datenbank Wikidata mit knapp 35.000 Plätzen als Heimstadion. Es befindet sich 8 Kilometer südlich der Innenstadt. Aufgrund der ungünstigen Lage und oftmals bescheidenen Auslastung tragen die Clubs einen Teil ihrer Spiele stattdessen im etwas kleineren, innenstadtnäheren 7 Stadion Ukrajina Stadion Ukrajina in der Enzyklopädie Wikipedia Stadion Ukrajina im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStadion Ukrajina (Q2296961) in der Datenbank Wikidata (28.000 Plätze) aus. Die zweite und die Jugendmannschaften von Karpaty spielen im 8 Stadion SKA Stadion SKA in der Enzyklopädie Wikipedia Stadion SKA im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStadion SKA (Q2025714) in der Datenbank Wikidata, das auch vom American-Football-Klub Lviv Lions sowie für Speedway-Rennen genutzt wird.

Einkaufen[Bearbeiten]

Eine sehr billige und in der Ukraine verbreitete Form des Einkaufens ist der Bazar.

  • 1 Pryvokzalʹnyy-Bazar (Привокзальний), Horodotska St. 25. Ein Bazar befindet sich gegenüber des Vorortbahnhofs. Es gibt dort neben Lebensmitteln alle möglichen Waren und zumindest einheimische Produkte sind dort sehr billig. Das Warenangebot ist sehr vielfältig. Achtung: am Bazar sind immer sehr viele Menschen unterwegs und es herrscht oftmals dichtes Gedränge. Daher kommen vereinzelt Taschendiebstähle vor. Einheimische haben am Bazar meist nur wenig Geld bei sich da in Anbetracht der niedrigen Preise auch keine großen Summen notwendig sind. Geöffnet: 7.00-19.00.

Man kann sich am Bazar auch sehr günstig verpflegen. Von kleinen Selbstbedienungsbuffets bis zur am Tisch kochenden Babjusa (Großmutter) findet man einfach alles. Ein deftiges Gericht („Fingerfood“) und ein Getränk sind oftmals schon um 5 UAH zu haben. Wenn man unterwegs ist, wenig Zeit hat und lecker essen will, ein ideale Lösung.

In der Innenstadt findet man die üblichen internationalen „westlichen“ Produkte eher etwas teurer als in Österreich, der Schweiz oder Deutschland. Wer des ukrainischen oder russischen mächtig ist, kann sich auch mit Büchern eindecken. Computerspiele sind ebenfalls relativ günstig, die Urheberrechte allerdings nicht immer klar.

Küche[Bearbeiten]

Da Lemberg auch bei Ukrainern ein beliebtes Ausflugsgebiet ist, hat es in der historischen Innenstadt unzählige gutbesuchte Cafés, Restaurants und Bars.

Günstig[Bearbeiten]

Vareniki auf Sauerrahm.

Im Grunde sind die meisten Möglichkeiten in Lemberg zu speisen für den mitteleuropäischen Touristen als günstig einzuschätzen. Allerdings sind die Arten der Einrichtungen vielfältig.

Am günstigsten isst man an einem der vielen Imbissstände. Die meisten findet man am Markt und in der Innenstadt, sowie an bekannten und häufig frequentierten Orten, z. B. der Ivan-Franko-Universität und an den größeren Plätzen.

Ebenfalls wie in anderen europäischen Städten findet der Tourist auch hier McDonalds-Filialen, mittlerweile gibt es zwei im Zentrum der Stadt. Ein Vorteil ist hier, dass man beinahe genau wie in allen anderen Ländern seine Bestellung aufgeben kann und das Angebot jedem bekannt sein sollte. Auch sind anständige Toiletten ein Vorteil.

Weitere Schnellrestaurants mit Selbstbedienung gibt es in Form kleinerer Pizzerien. Auch Sushi-Bars findet man häufig, deren Qualität und Service auch mit denen in Deutschland vergleichbar sind. Für umgerechnet bis zu zehn Euro bekommt man in den meisten Gaststätten eine Mahlzeit mit Getränk.

  • 1 Puszate Hata (Пузата Хата), Sichovykh Striltsiv St. 12. Tel.: +380 322 403 265. Hier bestellt man ganz ähnlich wie in einer Kantine oder Mensa und geht mit seinem Tablett die Angebotsstrecke ab. Die Auswahl an Speisen ist sehr groß und beinhaltet vor allem Ukrainische Küche. Vom Salat und Suppe über die Hauptspeise bis zu vielfältigen Desserts. Zu empfehlen sind die mit allen möglichen Füllungen versehenen Teigtaschen - sogenannte Vareniki - eine ukrainische Spezialität. Man bekommt Softdrinks, Säfte und auch Bier. Nicht jeder Mitarbeiter spricht Englisch. Geöffnet: 8.00-23.00.

Gehoben[Bearbeiten]

Gehobene Restaurants findet man in jedem teuren Hotel. Vielfach kann die Qualität jedoch nicht mit dem Preis mithalten.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • 1 Mini Hostel Lviv, Sichovyh Streltsov Str., 12, Ap. 16. Tel.: +380-97-9315628, E-Mail: . Das Mini Hostel Lviv befindet sich im Zentrum von Lemberg, mit seinem UNESCO Weltkulturerbe. Die Herberge bietet kostenloses W-LAN, Stadtkarten, Kaffee, Tee and bietet regelmäßig kostenlose Kneipentouren. Gäste des Mini Hostel Lviv bekommen Ermäßigung für Übernachtungen im Mini Hostel Kiev. Check-in: 12:00. Check-out: 11:00. Preis: Ab € 5.

Sicherheit[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist in der Ukraine keine besondere Sicherheitsgefährdung zu erwarten. Es gibt Taschendiebstähle, falsche Taxis, die allerdings nicht zwangsläufig ein Sicherheitsrisiko sind, sehr vereinzelt Überfälle. Konflikte innerhalb der organisierten Kriminalität werden mittlerweile intern ausgetragen. Unter den ukrainischen Städten mit über 500.000 Einwohnern hat Lwiw die geringste Kriminalitätsrate.

Eine Besonderheit sind die Taxis. Nicht daß eine Taxifahrt immer gefährlich wäre, sie kann jedoch sehr teuer werden. Man sollte möglichst immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. Tram oder Trolleybus) fahren und wenn ein Taxi unumgänglich ist, den Preis vorher ausmachen und die Fahrt nicht am Bahnhof oder am Flughafen beginnen. Ausländer zahlen immer deutlich mehr.

Lemberg ist mit Sicherheit die touristischste Stadt in der Ukraine, von daher entstanden in den letzten Jahren einige Touristenfallen im Stadtzentrum, die überteuerte Preise verlangen. Vor dem Bestellen unbedingt auf die Karte schauen!

Gesundheit[Bearbeiten]

Auch hier ist es nicht notwendig, die Lebensweise grundlegend zu verändern. Manches Gericht verträgt sich vielleicht nicht mit einem empfindlichen Magen. Das Wasser ist trinkbar.

Apotheken gibt es sehr zahlreich und Medikamente sind relativ billig. Rezepte gibt es nicht; es wird frei verkauft.

Radioactive.svg Es gibt auch außerhalb der Zone um Tschernobyl noch Gebiete mit erhöhter Strahlenbelastung. Zumindest auf den Genuß der in Märkten angebotenen wild gesammelten Pilze und m.E. Beeren sollte weiterhin verzichtet werden.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Vorwahl ☎ +380 322
Postleitzahlen: 79000-490

Allgemeine Notrufnummer ☎ 112.

  • 1 Touristeninformation, Pl. Rynok 1 (im Rathaus am Marktplatz). Es gibt auch einen Informationsschalter in der Haupthalle des Bahnhofs.

Am besten kommuniziert man auf Ukrainisch. Russisch wird fast immer verstanden, ist aber nicht besonders beliebt. Oftmals wird auch Polnisch verstanden. Jüngere Leute sprechen sehr oft ein wenig Englisch, ältere manchmal Deutsch.

Die kyrillischen Schriftzeichen sollten unbedingt erlernt werden, da ohne diese nichts geht. Allerdings gewöhnt man sich nach wenigen Tagen daran und wenn man vorher Schriftzeichen gelernt hat, kommt man gleich gut klar.

Internetcafés sind sehr häufig und sehr billig. Allerdings sollten nach Verwendung alle Daten aus dem Cache gelöscht werden, was nicht immer einfach ist, da der Computer auf russische Benutzeroberfläche eingestellt ist.

  • 2 Postamt, Bul. Slowazkoho 1. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-20.00, Sa., So. bis 15.00.

Ausflüge[Bearbeiten]

Etwas südlich vom Hauptbahnhof liegt in der Horodotska-Straße der 7 Vorortebahnhof Vorortebahnhof in der Enzyklopädie WikipediaVorortebahnhof (Q4271107) in der Datenbank Wikidata (Приміський Вокзал). Von dort gibt es eine Verbindung mit einem sehr modernen Triebwagenzug nach Worochta (Ворохта) in den Ukrainischen Karpaten und zu zahlreichen anderen Städten und Dörfern in der Umgebung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kleveman, Lutz C.: Lemberg: Die vergessene Mitte Europas, Aufbau Verlag, 2017, ISBN 9783351036683.

Weblinks[Bearbeiten]

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Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.