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Danzig

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Danziger Innenstadt
Danzig
Woiwodschaft Pommern
Einwohner
462.249 (2015)
Höhe
180 m
Tourist-Info Web www.gdansk.pl
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Lage
Lagekarte von Polen
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Danzig

Danzig (polnisch: Gdańsk) ist Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern in Polen. Danzig gilt als eine der schönsten Städte in Polen und liegt an der Ostsee. Durchaus gerechtfertigt trägt Danzig den Beinamen Perle der Ostsee. Als größter polnischer Ostseehafen war Danzig jahrhundertelang das reiche Handelstor der polnisch-litauischen Adelsrepublik nach Westeuropa und Übersee.

Stadtteile[Bearbeiten]

Seit etwa 10 Jahren wird Danzig (460.000 Einwohner) zusammen mit dem kleinen Sopot (40.000 Einwohner) und Gdingen (Gdynia, 253.000 Einwohner) gemeinsam als Dreistadt (Trójmiasto) vermarktet. Und diesen Begriff hört man auch tatsächlich immer wieder in dieser Region. Für viele ist überraschend, dass Danzig eigentlich nicht direkt an der Ostsee und auch nicht an einem größeren Fluss liegt. Die große Weichsel mündet 20 km östlich in die Danziger Bucht. Durch Danzig fließt nur die beschauliche kleine Mottlau, ein Mündungsarm der Weichsel.

Viele Werften und Hafenanlagen liegen in Gdingen, das vor dem Zweiten Weltkrieg der größte polnische Ostseehafen war.

Sopot ist bekannt für seine 500 m lange Seebrücke, die sich weit in das ziemlich ruhige Wasser der Danziger Bucht erstreckt und nicht nur im Sommer ein sehr bekannter Promenierweg ist. Ebenso bekannt ist die Waldoper, für manche die schönste Freilichtbühne Europas. Hier finden im August ein sehr bekanntes Liederfestival und im Oktober ein sehr empfehlenswertes Jazzfestival statt. Der Pub Kinski erinnert an den hier geborenen unvergleichlichen Klaus Kinski.

Für die Besichtigung der Stadt Danzig kann man folgende Bereiche einteilen:

  • Im Nordrand der Bereich Oliwa
  • Nördlich der Altstadt befindet sich auch der Stadtteil Wrzeszcz (Langfuhr), mit verschiedenen Erinnerungsorten (u.a. Blechtrommler-Denkmal) für Günter Grass
  • Zwischen der Altstadt und dem Industriehafen befindet sich unter anderem der Plac Solidarności und die ehemalige Lenin-Werft, der Ausgangspunkt der Gewerkschaftsbewegung am Ende der 70er Jahre
  • Im Bereich der Altstadt befindet sich die zentrale Touristikinformation
  • Der attraktivste Bereich ist die Rechtstadt
  • Im Bereich einer Flussinsel befindet sich die Speicherstadt
  • Aufgrund der Verkehrsverbindungen mit Stadtbahnen und Bussen eignen sich auch die übrigen Bereiche der Stadt zur Quartiersuche.

Hintergrund[Bearbeiten]

Danzig war im Juni 2012 Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2012.

Anreise[Bearbeiten]

Danzig ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Nordpolen.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

  • Der Flughafen Port Lotniczy Lecha Wałęsy befindet sich im Westen des Stadtgebietes von Danzig, unweit der Autobahn S6. Der Bahnhof "Gdańsk Wrzeszcz" ist ein paar Kilometer entfernt, und vom Flughafen aus mit Bus 110 zu erreichen. Es bestehen Direktverbindungen unter anderem aus Hamburg (Lufthansa), Frankfurt (Lufthansa, LOT) Frankfurt-Hahn (Ryanair), Düsseldorf (Ryanair), Köln-Bonn (Wizzair), München (Lufthansa, LOT). Inlandsflüge gehen nach Warschau und Krakau; weitere Verbindungen bestehen nach Italien, Großbritannien, Irland, Dänemark, Schweden, Niederlande. Die Taxifahrt in die Stadt kostet 15 - 20 €. Günstigere Alternativen sind der Bus oder die Bahn (PKM) nach Gdańsk Wrzeszcz, dort fahren die Züge der SKM u.a. nach Danzig, Gdingen und Sopot.
  • Der nächste bedeutendere Flughafen ist bei Warschau; mit der Bahn benötigt man knapp 3 Stunden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Das Anreisen mit der Bahn ist von Deutschland (über Berlin) und Österreich (über Kattowitz) problemlos möglich. Von Berlin bietet sich der EC Berlin - Gdynia an, aus Österreich der ebenfalls täglich verkehrende tägliche Nachtzug Wien - Warschau. Von Warschau aus sind es 2 Stunden und 47 Minuten mit dem EIP bis Danzig.

Zentraler Bahnhof ist Gdańsk Główny. Dort bestehen direkte Verbindungen unter anderem nach Warschau, Krakau, Stettin, Posen, Białystok. Auch Gdańsk Wrzeszcz (Langfuhr) und Gdańsk Oliwa werden von allen Fernzügen angefahren.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die A1 wird ausgebaut und wird Danzig mit Łódź und Kattowitz sowie Tschechien verbinden. Die Anreise aus Deutschland ist auf der Hauptstraße 6 über Stettin möglich.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Danzig und Gdingen sind mit mehreren Fährverbindungen nach Skandinavien und Nordeuropa ausgestattet (Helsinki, Karlskrona, Oxelösund).

Ab Danzig fährt Polferris nach Oxelösund bei Stockholm.

Die Binnenschifffahrt führt die Weichsel aufwärts.

Mobilität[Bearbeiten]

Fahrkarten für Busse und Straßenbahnen werden beim Fahrer oder an Kiosken gekauft und müssen entwertet werden. Die Preise sind fahrzeitabhängig, Fahrzeiten sind den an den Haltestellen aushängenden Fahrplänen zu entnehmen. Einzeltickets für 15 Minuten kosten umgerechnet ca. 0,45 EUR, Tageskarten (24 Stunden gültig) kosten etwa 2 EUR. Taxis sind recht preiswert, viel sicherer als in vielen Reiseführern noch angegeben und alle mit Taxametern ausgerüstet. Diese werden aber für Kurzfahrten oft nicht eingestellt und pauschal 10 zł (ca. 2,20 €) berechnet. Ziele innerhalb der Altstadt sind leicht zu Fuß erreichbar.

Für Ausflüge (Ordensburg Marienburg, Sopot, Gdingen, Elbing) eignen sich Nahverkehrszüge ab Hauptbahnhof gut. Züge fahren häufig und sind recht sauber, aber meist überhitzt. Infoschalter geben gut Auskunft, Tickets erhält man leicht, wenn man die (natürlich) polnischen Städtenamen benutzt (also z. B. Malbork anstelle von Marienburg). Insbesondere die 3 Städte der Dreistadt (Danzig, Zopot und Gdingen) sind mit der schnellen Stadtbahn SKM (Danzig-Gdingen 4 zł) sehr gut verbunden. Es bietet sich auch an, für 40 zł ein 72-Stundenticket für die Metropolregion (Dreistadt) zu erwerben, welches sowohl für die SKM, als auch für Tram und Bus in den 3 Städten gültig ist.

Ab Danziger Fähranleger (Zielona Brama, zwischen Krantor und Grünem Tor) legen die schnellen Fährkatamarane nach Hela (hübsches Fischerdorf auf der Putziger Nehrung) und nach dem wichtigsten polnischen Badeort Kolberg ab. Von den Häfen Gdingen und Danzig starten die großen Fährschiffe zu vielen Fährhäfen an den nordeuropäischen Ostseeküsten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stare Miasto[Bearbeiten]

Altstadt oder Stare Miasto: Hier befinden sich die Katarinenkirche und die Brigittenkirche, das Postmuseum, das Altstädtische Rathaus. Sie wurde nach vollkommener Zerstörung im Zweiten Weltkrieg schnell, zweckmäßig und unter Vernachlässigung denkmalschützerischer Aspekte hochgezogen.

Główne Miasto[Bearbeiten]

Die herrliche Rechtstadt oder Główne Miasto ist vom Hauptbahnhof leicht zu Fuß erreichbar.

  • Hier verbindet der sog. Königsweg, die längste erhalten gebliebene urbanistische Achse aus dem Mittelalter, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Den Anfang bildet das Hohe Tor (Brama Wyżynna), durch das einst die polnischen Könige einzogen. Weiter geht es durch das Goldene Tor (Złota Brama), auch Langgasser Tor genannt, in die Langgasse (Ulica Długa). Der Eindruck beim Bummel über diese Hauptstraße ist insbesondere am Abend überwältigend - selbst für Vielgereiste. Sie verbindet den Kohlenmarkt (Targ Węglowy) mit dem Flüsschen Mottlau (Stara Motława) und wird am Ende von einem weiteren prächtigen, wuchtigen und doch grazilen Torbauwerk abgegrenzt, dem Grünen Tor (Zielona Brama). Die Tore sind - wie die gesamte Langgasse - bemerkenswerte Beispiele für die Restaurationskunst der hochgelobten polnischen Restauratoren, besonders die am Langen Markt (Długi Targ) gelegenen Bauwerke: Rechtstädtisches Rathaus, Artushof, Neptunbrunnen und Goldenes Haus.[1] Man muss bedenken, dass Danzig im Zweiten Weltkrieg heftig umkämpft und die Innenstadt etwa zu 80 % zerstört war. Es fällt besonders auf, dass es in der Rechtstadt nahezu keinen sichtbaren Beton gibt, und auch die Reklametafeln und Beleuchtungen sind sehr dezent. Die Pflaster sind geschmackvoll und stilsicher ausgewählt und das Straßenbild ist harmonisch.
  • Ein weiteres Highlight ist die Frauengasse (Ulica Mariacka) mit den eigenartigen, höchst reichhaltigen terrassenartigen Vorbauten der Häuser (genannt Beischläge). Diese dienten ehemals dem Hochwasserschutz, wandelten sich aber zu Orten des sozialen Lebens, nachdem die Hochwasserproblematik gelöst war. Jeder Vorbau hat seinen eigenen ganz individuellen Wasserspeier, über den das Regenwasser von den Dächern abgeleitet wird. Große Teile der "Buddenbrock"-Verfilmung (nach dem Buch von Thomas Mann, Regisseur Franz Peter Wirth) wurden hier und nicht in Lübeck gedreht. Von der Frauengasse kommt man durch das Frauentor nach wenigen Metern zum weltberühmten Krantor. Auf dem kurzen Weg kommt man an vielen kleinen, aber feinen Gasthäusern vorbei, u.a. dem "Storch" und dem "Goldwasser", Heimat des Danziger Goldwassers (ein Kräuterlikör mit echten Blattgoldflittern). Beachtung verdienen auch die herrlichen Türen im gesamten Bereich der Rechtstadt.
  • Auch wer kein Freund von Kirchen ist, sollte sich die Marienkirche (Kościół Mariacki) ansehen, immerhin die größte Backsteinkirche des Ostseeraume. Sie wurde erbaut, um 25000 Menschen Platz zu bieten. Im inneren ist die Kirche erstaunlich hell und wenig pompös. Die größte Backsteinkirche der Welt, wie in manchen Reiseführern zu lesen, ist sie nicht: Die größte der Welt ist San Petronio in Bologna, danach kommen, etwa gleich groß, die Danziger Marien- und die Münchener Frauenkirche.
  • Die Große Mühle (Wielki Młyn) ist ganz in der Nähe und ebenfalls ganz aus Backsteinen erbaut (1350). Sie war 600 Jahre lang einer der größten Profanbauten im Mittelalter.
Rechtstadt
typische Giebelhäuser
Das Große Zeughaus

Speicherstadt[Bearbeiten]

Die Verlängerung der Długa führt durch die Brama Zielona (das grüne Tor) auf die Flussinsel.

Bernsteinmuseum[Bearbeiten]

Das Bernsteinmuseum ist eine Abteilung des Museums der Stadt Danzig. Es zeigt frühere und moderne Kunstwerke aus Bernstein und unbearbeitete besonders interessante Bernsteinstücke. An Miniaturstücken und großen Exponaten kann man alle Techniken der Kunst der Bernsteinbearbeitung bewundern: Gemmen, Intarsien, Flachreliefs und sogar Skulpturen. Mit einem Gewicht von 2,5 kg ist der "Akt nach A. Rodin" das größte und eines der schönsten Stücke der Sammlung.

Adresse: Zespół Przedbramia, ul. Długiej, Targ Węglowy (Vortorkomplex Lange Gasse, Kohlenmarkt), Öffnungszeiten: Sommersaison Mo 10-15 Uhr, Di-Sa 10-18 Uhr, außerhalb der Saison Di-So 10-18 Uhr.

Solidarność-Museum[Bearbeiten]

Unweit der ehemaligen Lenin-Werft befindet sich das Solidarność-Museum mit der multimedialen Ausstellung "Wege in die Freiheit" im historischen Saal der Danziger Werft. Gezeigt werden die stürmischen Ereignisse und der Kampf der Polen um Freiheit und Gerechtigkeit. Auch die berühmten Tafeln mit den 21. Forderungen, die von der UNESCO in die "Liste des Weltdokumentenerbe" aufgenommen wurden, sind im Museum zu sehen. Die UNESCO sieht diese Tafeln "als außerordentliches Dokument mit besonderem gesellschaftlichen und menschlichen Wert und mit bedeutendem Einfluss auf die Geschichte Europas" an.

Ebenfalls auf dem Plac Solidarności befindet sich das Solidarność-Denkmal, das an die Opfer der Proteste Danziger Werftarbeiter gegen die immer schwierigeren Lebensbedingungen und die drastische Anhebung der Lebensmittelpreise im Dezember 1970 erinnert. Die drei Kreuze mit den Ankern als Symbol der Hoffnung wurden von den Werftarbeitern selbst aus nichtrostendem Stahl gefertigt. Adresse: Wały Piastowskie 24, Öffnungszeiten des Museums: Di bis Do, Mai bis Sept. 10 bis 18 Uhr, Okt. bis April 10 bis 17 Uhr.

Museum der polnischen Post[Bearbeiten]

Im Museum der polnischen Post, im ehemaligen Gebäude der Post- und Telegrafendirektion der Freien und Hansestadt Danzig, der späteren polnischen Post, werden Ausstellungsstücke zur Geschichte der Post in Danzig und der Entwicklung des Fernmeldewesens gezeigt. 1939 nach dem Überfall auf die Westerplatte am 1. September wurde die polnische Post gegen übermächtige deutsche Soldaten verteidigt. Für die Opfer wurde in der Nähe des Gebäudes ein ausdrucksvolles Denkmal errichtet. Adresse: ul. Obrońców Poczty Polskiej 1/2. Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 10-16 Uhr, Sa. und So. 10:30 bis 14 Uhr.

Westerplatte[Bearbeiten]

Als das Schulschiff "Schleswig Holstein" am 1. September 1939 das polnische Munitionsdepot auf der Landzunge 1 Westerplatte beschoss, nahm der Zweite Weltkrieg seinen Anfang. Zum Gedenken an die Verteidiger wurde ein steinernes Monument errichtet und in der nahen Wache Nr. 1 eine interessante Ausstellung erstellt, die an die Ereignisse von 1939 erinnert. Die Westerplatte ist als Symbol des polnischen Widerstands nicht nur für Polen eine Art Wallfahrtsort, sondern auch für Touristen aus anderen Ländern ein beliebtes Ausflugsziel. In der Hauptsaison kann man mit einem Schiff der weißen Flotte oder - romantischer - mit einer nachgebauten Hansakogge - Abfahrt Nähe Krantor - bzw. per Bus zur Westerplatte fahren. Öffnungszeiten der Wache Nr. 1: 5. Mai bis 30. Okt. 9-16 Uhr.

Oliwa[Bearbeiten]

  • Dom zu Oliva. Die längste Kirche Polens (107 m) wurde von den Zisterziensern im 13. Jh. mit dem Grundriss eines Kreuzes im gotischen Stil errichtet. Der Dom beherbergt Kunstwerke wie eine Kanzel aus dem Rokoko, reichverziertes Gestühl und Renaissance-Portraits von Personen, die sich um Kloster und Kirche verdient gemacht haben. Berühmt vor allem aber ist die Orgel aus dem Rokoko, die von Johann Wulf und Friedrich Rudolf Dalitz erbaut wurde. Ihr einmaliger Klang, der wie ein Echo von den hohen Klostermauern wirkt, erstaunt die Besucher, die in der Hauptsaison stündlich kürzere Vorführungen erleben können. Eine Besonderheit sind die beweglichen Dekorationen der Orgel: sich drehende Sterne, Trompeten und Engelsglocken.
  • Kloster-/ Domgarten. Von dem berühmten Gartenarchitekten dAndré La Notre entworfen, führt eine alte Allee durch den gepflegten Park des ehemaligen Zisterzienserklosters direkt zum Dom.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Schiffahrten[Bearbeiten]

  • Von der Anlegestelle in der Nähe des Fischmarktes brechen Piratenschiffe um 11:30, 13:30 und 15:30 Uhr (08/2015) zu einer 90 minütigen Hafenrundfahrt auf. An Bord gibt es Getränke und eine dreisprachige (polnisch / englisch / deutsch) Info. Umkehr ist an der Westerplatte (ohne Halt). Preis für Erwachsene 30 zl., für Kinder 20 zl. (08/2015).
  • Direkt vor dem Hilton-Hotel am Fischmarkt fährt 4x täglich ein Fährboot zur Westerplatte (Linie F5). Abfahrt zur Westerplatte ist um 9:42, 12:47, 16:17 und 19:22 Uhr (08/2015). Man kann dort aussteigen und um 12:21, 15:53 und 18:56 Uhr (08/2015) wieder zurückfahren. Das Boot ist nicht sehr groß und kann schnell voll sein. Es gibt noch weitere Anleger in der Stadt.
  • Man kann auch verschiedene Boote mieten, um die Kanäle auf eigene Faust zu erkunden. Es gibt Kajaks, Elektro-Boote und Motorboote, die aussehen wie kleine Autos (Käfer usw.).

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Es gibt viele Wechselstuben in Danzig, die man auch nutzen sollte, da der Wechselkurs in der Regel besser ist als am Bahnhof. Alternativ nutzt man die zahllosen Geldautomaten, welche allesamt Maestro-Karten (vormals Euroscheckkarten) akzeptieren; meist lässt sich hier ein besserer Kurs realisieren.
  • Es gibt viele Möglichkeiten, Schmuck zu erwerben, besonders Bernstein.

Küche[Bearbeiten]

Lebensmittel und Restaurantbesuche sind in Danzig preiswert und nie teurer als in Deutschland. Als Besucher sollte man sich die Piroggen (polnisch Pierogi) nicht entgehen lassen. Es handelt sich dabei um entweder süß oder deftig gefüllte Teigtaschen.

Als Vegetarier hat man es in Polen etwas schwer, weil die meisten Gerichte in Restaurants mit Fleisch sind. Es gibt aber auch mittlerweile extra Fastfood Ketten und Restaurants nur für Vegetarier.

Sehr zu empfehlen ist der "Jarmark św. Dominika", der jährlich vom 28.07 - 19.08. statt findet. Dort gibt es dann besonders viele Händler, Veranstaltungen und sehr viele Essensstände. Dort kann man alles - von süß bis herzhaft, von Fisch bis Fleisch - probieren, was Danzig kulinarisch zu bieten hat.

Nachtleben[Bearbeiten]

Sehr angesagt ist der Tiger Pub in der ul. Rajska (Rechtstadt), eine kleine moderne Bar, die dem Weltklasse-Boxer Dariusz "Tiger" Michalczewski gehört. Das Gazeta Rock Cafe in der ul. Tkacka in der Nähe des Zeughauses ist selbst in den frühen Abendstunden schon gerammelt voll, weil es wirklich gute Musik bringt und das Tanzen geradezu erzwingt. Das Yesterday in der ul. Piwna nahe der Marienkirche schwelgt in Farben im Stil der späten Beatles und ist vor allem nach 23 Uhr beliebt. Klub Parlament am Kohlenmarkt ist ein top-moderner Tanzpalast auf mehreren Etagen mit topfitten und modischen Youngsters und mittlerweile im Zeitalter von Ryan Air, ein richtig internationaler Treff (www.klubparlamant.prv.pl). So kommen auch junge Russen/innen aus Kaliningrad, der russischen Exklave, dem ehemaligen nördlichen Ostpreußen, nach Danzig um heftige Partys zu feiern.

Etwas ruhiger, aber sehr kontaktfreudig geht es im Barbados, nahe dem Holiday Inn am Hauptbahnhof zu. (www.barbados.net.pl) Eine tolle, sehr dezente und äußerst geschmackvolle Weinbar ist das Spiritus Sanctus in der nähe der Marienkirche. Und wer gerade durch die Frauengasse flaniert und von Bernsteinschmuckläden ermüdet ist, findet in dem gemütlichen U Literatów Muße und Entspannung bei einer großen Auswahl von Herbatas, den polnischen Teesorten oder sogar bei einem Gläschen Wodka, das man in Polen auch schon am frühen Nachmittag trinken darf.

Unterkunft[Bearbeiten]

Es mangelt an Hotels der einfachen Kategorie, zumindest sind diese im Internet schwach vertreten. Stellvertretend sei hier die schön plüschige Villa Angelain in der ul. Beethovena (villa-angela@go2.pl) genannt. Es finden sich leicht Hotels nach internationalen Standards (Podewils, Hanza, Holiday Inn Gdańsk, Mercure Hevelius Gdańsk, ab 200 PLN). Für Junggebliebene stehen auch viele Hostels im Bereich von ca. 30 PLN (Baltic Hostel am Hauptbahnhof, Hostel przy Targu Rybnym in der ul. Grodzka) zur Verfügung. Eine Vermittlung von Privatzimmern (Biuro Zakwaterowań) findet man in der ul. Podwale Grodzkie 8. Einen weniger guten Eindruck vermitteln die "Bemühungen" des Tourist-Büros gegenüber des rechtstädtischen Rathauses.

Günstig[Bearbeiten]

  • Villa Angelain in der ul. Beethovena (villa-angela@go2.pl)
  • Die Jugendherberge Danzig verfügt über mehrere Häuser im Stadtgebiet, teilweise auch mit Doppelzimmern. Im Stadtteil Kartuska befindet sich ein Selbstverpfleger-Haus, leider mit sehr unvollständiger Küchenausstattung (Ul. Kartuska 245 B, Telefon +48-58 302-60-44). Das Personal bemüht sich sehr und berät bei der Gestaltung des Aufenthalts und der Weiterreise, bei relativ guten Englischkenntnissen.

Gehoben[Bearbeiten]

  • Królewski Hotel Gdańsk, Ein 3-Sterne-Hotel in einem herrlich-ausgebauten alten Speichergebäude direkt gegenüber dem Krantor. Sehr feines Ambiente, guter Frühstückstisch und sehr saubere Zimmer. Keine 5 Minuten zur Innenstadt. ul. Olowianka 1, 80-751 Gdansk. Ab 66€/DZ und Nacht.
  • Ein empfehlenswerter Geheimtipp: Hotel Willa Litarion, nur 2 Minuten Fußweg zur Danziger Fußgängerzone und den Sehenswürdigkeiten. Rezeptionsmitarbeiter sprechen sowohl deutsch als auch englisch. ul. Spichrzowa 18, 80-750 Gdańsk. Zimmer inkl. Frühstück ab 75€/DZ und Nacht.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Verständigung ist außerordentlich leicht: Englisch ist bei jüngeren Leuten weit verbreitet und gut verständlich. Bei älteren Leuten häufig auch deutsch - russisch ist etwas außer Mode und wird gern vermieden. Die Polen wissen es zu schätzen, wenn man versucht, jemanden auf Polnisch zu begrüßen oder einfache Sätze zu bilden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Hrsg.: Urząd Miejski w Gdańsku - Wydział Promocji Miastra (Stadtamt zu Danzig - Abteilung Stadtpromotion) Gdańsk Königsweg". Gdańsk o.J.

Literatur[Bearbeiten]

Das sicherlich berühmteste deutschsprachige Werk ist: - Günter Grass: Die Blechtrommel. dtv, Dezember 1993, ISBN 3423118210, S. 731 (deutsch). Taschenbuch

Zur Danziger Trilogie von Günter Grass zählen außerdem:

  • Katz und Maus. Novelle. Luchterhand, Neuwied 1961 und die
  • Hundejahre. Roman. Luchterhand, Neuwied 1963.

Lesenswert auch:

  • Barbara Noack: Danziger Liebesgeschichte, rororo 1858, Rowohlt Verlag Hamburg 1975. Eine köstliche in Zoppot und Danzig spielende Liebesgeschichte; zugleich eine Liebeserklärung der Autorin an Danzig.
  • Hartmut Mechtel: "Der Tod lauert in Danzig", Verlag Die Hanse, Hamburg 2003. 1626 hat die Hansestadt sich erfolgreich dem polnischen König widersetzt. Doch in der Stadt lauern andere Gefahren. Ein spannendes Sittenbild.

Weblinks[Bearbeiten]

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