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Stettin

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Stettin
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Panorama der Altstadt
Heumarkt in der Altstadt

Stettin (polnisch: Szczecin) ist eine Großstadt in Polen an der unteren Oder und dem Dammschen See sowie Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern.

Hintergrund[Bearbeiten]

Stettin ist seit der Bronzezeit (Lausitzer Kultur) besiedelt. Die heutige Stadt geht auf eine westslawische Siedlung auf dem Schlossberg aus dem Frühmittelalter zurück. Der Aufstieg Stettins im Hochmittelalter ging mit dem Niedergang Wollins und Lubins einher. Als Boleslaus III. Schiefmund in seinem Testament 1138 die Greifen mit Westpommern im Rahmen der polnischen Senioratsverfassung belieh, war Stettin bereits Hauptstadt der Region.

Die Greifen regierten die Stettin über ein halbes Jahrtausend unter zunächst polnischer, später dänischer und am Ende kaiserlicherlicher Herrschaft. Ihre Regentschaft stellt die Blütezeit der damaligen Hansestadt dar, die sich zu einem der wichtigsten Handelpunkte mit einer impossanten backsteingotischen Altstadt an der Ostsee entwickelte. Noch vor dem Aussterben der Greifen besetzten die Schweden Stettin im Dreißigjährigen Krieg und hielten es fast hundert Jahre lang bis 1720, als es an Preußen kam, wo es Provinzhauptstadt wurde. Während der napoleonischen Herrschaft kam es kurzzeitig an Frankreich bevor es nach dem Wiener Kongress wieder preußisch wurde. In den letzten Jahrzenten des 19. Jahrhundert wurde Stettin im Kaiserreich massiv mit breiten Boulevards und großen Parkanlagen ausgebaut, so dass es den Beinamen Paris des Nordens erhielt. Dies hat Stettin unter anderem dem Umstand zu verdanken, dass es von dem gleichen Stadtarchitekten und -planer wie Paris, Baron Georges-Eugene Haussmann, in den 1880er Jahren ausgebaut worden ist.

Bereits 1943 wurde Stettin durch alliierte Luftangriffe zum großen Teil zerstört. Kathastrophal für die Stadt war die Entscheidung der deutschen Herresleitung, die Stadt im März 1945 zur Festung zu erklären und gegen die Rote Armee zu halten. Bei den Straßenkämpfen im März und April 1945 wurden große Teile der Innenstadt zerstört, die mittelalterliche Altstadt so gut wie gänzlich dem Erdboden gleich gemacht. Der Wiederaufbau ist bis heute noch nicht abgeschlossen, wenn auch die wichtigsten Gebäude wie das Schloss, die Kathedrale, das Rathaus und einige Bürgerhäuser mittlerweile rekonstruiert werden konnten. Gleichwohl ist das Stadtbild aufgrund der Zerstörung zerrissen. Dagegen konnte die Bausubstanz aus dem 19. Jahrhundert zum großen Teil erhalten werden.

Die einstige Hansestadt, Residenzstadt der Herzöge von Pommern, schwedische und preußische Festungsstadt liegt am Dammschen See und an der Oder nahe deren Mündung in das Stettiner Haff. Stettin ist heute die siebtgrößte Stadt Polens und nach Danzig zweitwichtigster Hafen des Landes. Über den Flusslauf der Oder kann man von Stettin aus weite Gebiete im Westen Polens bis hin in das oberschlesische Industriegebiet um Kattowitz per Schiff erreichen.

Die historische Altstadt liegt am Westufer der Oder, wie auch der größte Teil der Stadt. Seit dem 19. Jahrhundert dehnte sich die Stadt durch Wachstum und Eingemeindungen über die Inseln im Bett der Oder auf das Ostufer aus und wuchs dort mit der einst selbständigen Stadt Altdamm (heutiger Vorort Dąbie) zusammen.

Stettin ist mit 408.000 Einwohnern (Großraum 750.000 Einwohner) heute eine prosperierende und junge Stadt mit Industrie, Handel und Hochschulen. Dies steht in einem bemerkenswerten Kontrast zu dem sehr ländlichen angrenzenden Teil Vorpommerns auf der deutschen Seite.

Anreise[Bearbeiten]

Hafen
Hafen bei Nacht
Hauptbahnhof
Touristeninformation

Stettin ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Nordpolen.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Szczecin-Goleniów befindet sich 40 km nordöstlich von Stettin, nahe der Kleinstadt Goleniów. Er wird u. a. von LOT, Ryanair, Norwegian und Wizz Air mit Zielen im Vereinigten Königreich, in Norwegen sowie innerpolnischen Zielen bedient. Trotz rasanten Wachstums ist der Flughafen immer noch klein mit nur wenigen Flugbewegungen pro Tag. In den Flughafen integriert ist ein Bahnhof mit umsteigefreien Verbindungen nach Stettin und Kolberg; mit Umsteigen in Goleniow, Dabie oder Stettin Glowny können weitere Städte erreicht werden.

Die Flughäfen in Posen und die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel sind etwa 3 Bahnstunden entfernt; die Reisezeit nach Danzig ist deutlich länger. Es gibt auch Transferbusse von Stettin zu den Berliner Flughäfen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Szczecin Główny (Stettin Hauptbahnhof): Der Bahnhof liegt im Zentrum, Adresse: ul. Kolumba 1 / ul. Czarnieckiego 9 (PKP), und wird von Deutschland aus mit Nahverkehrszügen aus Richtung Angermünde (manche Züge sind nach Berlin durchgebunden; sonst Umsteigen in Angermünde) oder Pasewalk (die Züge kommen aus Lübeck über Neubrandenburg) erreicht. Da nur Nahverkehrszüge fahren, ist Stettin mit Nutzung der Ländertickets (Brandenburg-, Mecklenburg-Vorpommern-Ticket, auch Schönes Wochenende und Quer durchs Land) ein günstig zu erreichendes Reiseziel. Etwas Wirrwarr gibt es zum polnischen Streckenabschnitt: Während Brandenburg-, Mecklenburg-Vorpommern- sowie Schönes-Wochenende-Ticket dort gelten (auch im Stadtverkehr Stettin), gelten Schleswig-Holstein-Tickets nur in Mecklenburg-Vorpommern bis zur Grenze, ebenso wie auch das Quer-durchs-Land-Ticket. Einzelfahrschein ab Grenze kostet 2,70 € und kann beim Schaffner erworben werden.

Für Einzelreisende gibt es einen speziellen Berlin-Stettin-Tarif des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg zu 11 €, ermäßigt 8,30 € (einfache Fahrt) bzw. 22/16,60 € retour. Die BahnCard berechtigt zur Ermäßigung. Das Ticket gilt ebenfalls für den Stadtverkehr Stettin und kann für die Rückfahrt auch in Stettin erworben werden.

Innerpolnische Direktverbindungen bestehen unter anderem nach Posen (2 1/4 Stunden), Warschau (5 Stunden), Białystok (12 Stunden) über Danzig.

Bedeutender Bahnknoten ist auch der Bahnhalt Szczecin-Dąbie, Adresse: ul. Stacyjna 3, allerdings fahren die meisten Züge auch Szczecin Główny an.

Nächster Halt im Netz der DB ist Grambow, 10 km vom Stadtzentrum entfernt. Mehr Verbindungen bestehen in Pasewalk, 40 km westlich von Stettin.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von Berlin aus ist die Stadt mit Fernbussen verschiedener Busfirmen zu erreichen (z.B. Fahrkarten über Flixbus erhältlich). Der zentrale Busbahnhof befindet sich im Stadtzentrum am Platz pl. Grodnicki 1. Er wird von der PKS Stettin verwaltet (Homepage).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anreise aus Deutschland ist über Berlin auf der Autobahn 11 und A6 in Polen möglich.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der Passagierhafen befindet sich an der Oder unter der Adresse ul. Jana z Kolna 7. Es bestehen Schiffsverbindungen (Ausflugsverkehr) auf der Oder sowie nach Swinemünde. Fährgesellschaft nach Swinemünde

Fährhafen mit Verbindungen nach Skandinavien ist Swinemünde.

Zu Fuß und mit dem Rad[Bearbeiten]

Der Hanseatenweg verbindet Hamburg mit Stettin über Lübeck.

Mobilität[Bearbeiten]

Straßenbahnen
Straßenbahn Nr. 7
Mieträder

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

In Stettin gibt es ein Netz aus 12 Straßenbahnlinien und zusätzlich einem Busnetz (Homepage). Es gibt auch eine Schnellstraßenbahnlinie. Straßenbahnen und Busse können mit demselben Ticket genutzt werden.

Die Straßenbahnen fahren hauptsächlich auf der linken Seite der Oder. Das am Stettiner Haff gelegene Police ist in den Nahverkehrsverbund Stettin eingebunden.

Die touristische Straßenbahn hat die Nummer 0 und die touristischen Busse die Nummern 50 sowie 100. Eine Fahrkarte kostet hier PLN 3 (ca. EUR 0,67).

Die regulären Busverbindungen haben die Nummern von 51 bis 111. Schnellbusse sind mit den Buchstaben A, B, C, D, E, F und G gekennzeichnet und Nachtbusse haben die Nummern von 521 bis 534.

Busse mit den Nummern, die mit 7 beginnen, können kostenlos gefahren werden, verkehren jedoch nur zu den Einkaufszentren. Bei Bussen mit den Nummern, die mit 8 beginnen, handelt es sich um Ersatzbusse.

Eine Kurzstrecke kostet normal PLN 2 (ca. EUR 0,45) und ermäßigt PLN 1 (ca. EUR 0,22). Ein Tagesticket (24h) kostet normal PLN 12 (ca. EUR 2,7) und ermäßigt PLN 6 (ca. EUR 1,35). Ein Familienwochenendticket ist für PLN 14 (ca. EUR 3,13) zu haben und ein Fünftagesticket für PLN 35 (ca. EUR 7,87).

Brandenburg-, Mecklenburg-Vorpommern- und Schönes-Wochenende-Ticket gelten auch im Stadtverkehr.

Wer das Hafenbecken, den Oderabschnitt in Stettin und den Dammschen See erkunden möchte, kann eine Schiffsrundfahrt buchen Homepage.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

In einige Vororte, insbesondere nach Dąbie am Dammschen See, kommt man schneller mit der Bahn als mit der Straßenbahn oder dem Buss, die an allen Haltestellen halten müssen. Ein Bahnticket kostet PLN 6 (ca. EUR 1,35).

Zu Fuss[Bearbeiten]

Die Altstadt kann zu Fuss erkundet werden. Eine rote Linie auf dem Boden verbindet ca. 40 interessante Gebäude in der Altstadt und ihrer nähren Umgebung. Der rote Rundweg beginnt und endet am Hauptbahnhof, wo sich auch eine Landkarte des Weges befindet. Ein Faltblatt mit der Karte gibt es auch an der Touristeninformation am Bahnhof und am Schloss. An den Sehenswürdigkeiten befinden sich mehrsprachige Informationstafeln.

Fahrrad[Bearbeiten]

Stettin hat ein dichtes Fahrradnetzen, mit dem man auch die Vororte erreichen kann. Man kann städtische Mieträder gegen eine Gebühr nutzen (Homepage des Anbieters). An jedem letzten Freitag im Monat wird eine Dahrradralley veranstaltet, die am Platz Plac Lotników um 18:00 beginnt.

Pkw[Bearbeiten]

Aufgrund der breiten Straßen und vielen Frei- und Grünflächen lässt sich in Stettin relativ einfach Autofahren. In den Parkhäusern der Einkaufszentren kann man auch zentrumsnah umsonst Parken. Ansonsten gibt es im Zentrum Parkautomaten. Die Parkgebühren hängen hier von der Zone und Länge der Parkdauer ab.

Taxi[Bearbeiten]

Es ist ratsam nur lizenzierte Taxiunternehmen zu nutzen, die nach gefahrenem Kilometer per Tacho abrechnen. Eine Fahrt innerhalb des Zentrum sollte nicht mehr als PLN 12-15 (ca. EUR 3) kosten. Einige Taxiunternehmen in Stettin:

  • Auto Taxi: +48 91 4535555
  • City Taxi: +48 91 4335335
  • Express Taxi: +48 91 4261038
  • Euro Taxi: +48 91 4343434
  • Gold Taxi: +48 91 8122222
  • Granada Taxi: +48 91 4554554
  • Szczecin Taxi: +48 91 4835835

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Karte von Stettin

Marktplatz (Heumarkt)[Bearbeiten]

  • 1 Altes Rathaus. Der backsteingotische Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Er wurde bid 1975 in der Form wieder errichtet, die er im 15. Jahrhundert hatte unter Berücksichtigung einiger später hinzugefügter barocker Stilelemente. Heute befindet sich im Gebäude das Stadtmuseum zur Geschichte Stettins. In den gotischen Kellern ist ein Restaurant untergebracht. Das Rathaus ist Teil der Europäischen Route der Backsteingotik.
  • 2 Bürgerhäuser. Die Nordostseite des Marktplatzes nimmt das Rathaus ein. Die Bürgerhäuser an der Südost- und Südwestseite sind im Barockstil wieder aufgebaut worden. Hervorzuheben sind hier das Palais Monin, das zwischen 2002 und 2009 rekonstruiert wurde, und die spätbarocken Bürgerhäuser beim heutigen Restaurant Harnaś aus den 1990er Jahren. Die Nordwestseite dagegen wurde ohne Anknüpfung an den ursprünglichen Baustil wieder errichtet. Insbesondere wurde das neorenaissance Gebäude der Alten Börse nicht wieder errichtet.

Befestigungsanlagen[Bearbeiten]

  • 3 Frauenturm. Er wird auch Siebenmantelturm genannt und ist ein backsteingotischer Wehrturm der Stadtmauer an der Oder sowie eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Turm wurde im 15. Jahrhundert zur Sicherung des Frauentors von 1307 errichtet, das zum Zisterzienserinnenkloster von 1243 führte. Von den Nonnen leitet sich der Name des Tors und Turms ab. Als die Stadtmauer im 18. Jahrhundert abgetragen wurde, wurde der Frauenturm in ein Wohnhaus umgebaut, das 1944 vollständig zerstört wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschloss man sich, nicht das Wohnhaus sondern den gotischen Turm in seiner ursprünglichen Form wieder aufzubauen, was bis 1964 geschah. Zeitweise war sie danach Sitz des Lazarus-Ordens.
  • 4 Königstor. Vor 1945 wurde es auch Anklamer Tor genannt. Es ist ein spätbarockes Tor, das unmittelbar nach der Übernahme Stettins durch Preußen 1720 von Gerhard Cornelius von Walrave anstelle eines mittelalterlichen Tors der Stadtmauer errichtet worden ist. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die barocken Figuren und Reliefs abmontiert und im Stettiner Stadtwald - Eckerberger Wald - versteckt, wo sie die Zerstörung Stettins unversehr überstanden. Sie wurden erst 1957 entdeckt und das Tor wurde in der Folgezeit rekonstruiert. Seither befand sich dort eine Kunstgallerie, der Club Brama Jazz Cafe sowie seit 2017 ein Schokoladentrinkrestaurant von Wedel.
  • 5 Hafentor. Vor 1945 wurde es auch Berliner Tor genannt. Es ist wie das Königstor ein spätbarockes Tor, das unmittelbar nach der Übernahme Stettins durch Preußen 1720 von Gerhard Cornelius von Walrave anstelle eines mittelalterlichen Tors der Stadtmauer errichtet worden ist. Während des Zweiten Weltkriegs wurden auch hier die barocken Figuren und Reliefs abmontiert und im Stettiner Stadtwald - Eckerberger Wald - versteckt, wo sie die Zerstörung Stettins unversehr überstanden. Sie wurden erst 1957 entdeckt und das Tor wurde in der Folgezeit rekonstruiert. Im Tor befindet sich derzeit ein Kammertheater.

Kirchen[Bearbeiten]

  • 6 Kathedrale St. Jakobus. Die backsteingotische Kathedrale mit begehbarem Turm (Aufzug) ist eine der größten Kirchen Pommerns und neben dem Dom zu Kamień Pomorski eine der beiden Kathedralkirchen des Erzbistums Stettin-Cammin. Sie sind Teil der Europäischen Route der Backsteingotik.
  • 7 Kirche St. Peter und St. Paul. Die backsteingotische Kirche gilt als die älteste Kirche der Stadt. Sie geht in ihrer Gründung auf das beginnende 12. Jahrhundert zurück und ist heute Gotteshaus der altkatholischen Polnisch-Katholischen Kirche. Sie ist Teil der Europäischen Route der Backsteingotik.
  • 8 Kirche St. Johannes des Evangelisten. Die backsteingotische Kirche gehörte ursprünglich zum Franziskanerkloster. Sie geht in ihrer Gründung auf das beginnende 13. Jahrhundert zurück und wurde im Zweiten Weltrkieg stark beschädigt. Die Restaurierung war bis 1958 abgeschlossen. Die Kirche ist heute Gotteshaus der Pallottiner. Sie ist Teil der Europäischen Route der Backsteingotik.
  • 9 Basilika St. Johannes des Täufers. Die neugotisches Kirche war seit 1890 die erste katholische Kirche seit der Reformation in Stettin und diente unter anderem der polnischen Minderheit. Sie brannte nach einer Bombardierung durch die Alliierten 1944 zum großen Teil aus und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg rekonstuiert.
  • 10 Kirche St. Maria. Die backsteingotische Kirche stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert und war Pfarrkirche der damals selbständigen Stadt Altdamm, die 1939 nach Stettin eingemeindet wurde. Die Kirche wurde 1863 bei einem Blitzeinschlag und 1945 im Zweiten Weltkrieg beschädigt und jeweils wieder restauriert.

Kleinere gotische Kirchen befinden sich auch in den Stadtteilen Gumieńce (St. Marien vom Rosenkranz), Krzekowo (Dreifaltigkeitskirche), Pomorzany (St. Maximilian Kolbe), Świerczewo (St. Katharina), Skolwin (Christ-König), Stołczyn (Herz-Marien) und Płonia (Heilige Familie). Daneben gibt es im Stadtzentrum zahlreiche große Kirchen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert im Stil des Historismus.

Schlösser und Palais[Bearbeiten]

  • 11 Schloss der pommerschen Herzöge. Das Renaissanceschloss ist eine ehemalige Residenz der Herzöge von Pommern, das bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg das am besten erhaltene Schloss der während des Dreißigjährigen Krieges ausgestorbenen Greifenherzöge war. Nach dem Wiederaufbau ist das Herzogsschloss heute eines der größten Kulturzentren in der Woiwodschaft Westpommern. Begehbarer Turm, Museum, Shop, Restaurant, Theater.
  • 12 Professorenhäuser. Die Professortehäuser liegen unmittelbar südlich des Schlosses und gehörten ursprünglich zur nicht mehr existierenden Marienkollegiatstift aus dem 13. Jahrhundert. Seit der Reformation lebten hier statt den Kanonikern Professoren der örtliche Hochschule. Die Gebäude wurden 1739 barockisiert, es sind jedoch gotische Keller aus dem 15. Jahrhundert erhalten, in denen sich Restaurants und Pubs befinden.
  • 13 Schweitzerhof. Das Renaissancepalais wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von der Kaufmannsfamilie Loitz errichtet. Im Zweiten Weltkrieg brannte es aus und wurde bis 1955 restauriert. Seithier beherbergt es eine Kunstschule.
  • 14 Palast unter dem Globus. Der Barockpalast stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Hier wurden zwei Zarinen, Katharina die Große und Maria Fjodorowna, geboren. Das Gebäude überstand den Zweiten Weltkrieg mit nur geringen Beschädigungen. Heute ist es Sitz der Kunstakademie.
  • 15 Palast unter den Köpfen. Der klassizistische Palast stammt aus dem 18. Jahrhundert. Er diente ursprünglich der preußischen Militärverwaltung. Der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Palast wurde bis 1958 wieder aufgebaut und dient seither als Sitz des Museums für Moderne Kunst. Im Gebäude befindet sich auch der ein Club der 13 Musen.
  • 16 Velthusen-Palais. Der spätbarock-klassizistische Palast stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde von Georg Velthusen errichtet, wo er seine legändere Weinsammlung unterbrachte. Das Gebäude wurde bereits 1943 von den Alliierten bombardiert und brannte aus. Der Wiederaufbau erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1962. Heute befindet sich im Palais eine Musikschule.
  • 17 Landeshaus. Der spätbarock Palast stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde von Gerhard Cornelius von Walrave als Sitz der Pommerschen Ständeversammlung errichtet. Das Gebäude wird bereits seit 1927 als Museum genutzt. Heute befindet sich die Sammlung Alter Meiser des Nationalmuseum Stettin hier.

Andere Museen und Verwaltungsgebäude[Bearbeiten]

  • 18 Nationalmuseum Stettin. Das Hauptgebäude des Museums befindet sich am Chrobry-Wall an der Oder. Es wurde unmittelbar vor dem Esten Weltkrieg im Jugendstil errichtet und beherbergte von Anfang an ein Museum. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt und danach bis 1948 rekonstriert. Neben dem Museum befindet sich im Gebäude auch ein Theater.

Moderne Architektur[Bearbeiten]

  • 20 Pazim. 128 Meter hoher (mit Antenne) Wolkenkratzer von 1992 im Zentrum, mit einem Aussichtsrestaurant Café 22 auf dem 22. Stockwerk
  • 21 Philharmonie. Preisgekröntes (Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur - Mies van der Rohe Award) Spielhaus von 2014.

Promenaden und Boulevards[Bearbeiten]

  • 22 Chrobry-Wall. Promenade am Hafen benannt nach dem polnischen König Boleslaus I, zuvor als Hakenterasse benannt nach Bürgermeister Herman Haken.
  • 23 Oder-Uferweg. Promenade von dem Chrobry-Wall südwärts bis zum Hauptbahnhof.
  • 24 Grunwaldplatz. Das Stettiner Paris aus den 1880er Jahren mit zahlreichen Gebäuden des Historismus.

Park / Landschaft[Bearbeiten]

  • 25 Kasprowicz-Park. Die Grünanlage im Nordwesten mit fast 100 ha ist der größte Park Stettins.
  • 26 Żeromski-Park. Die Grünanlage im Zentrum mit über 20 ha ist der zweitgrößte Park Stettins.
  • 27 Johannes-Paul-II-Park. Die Grünanlate schließt sich südlich an den Kasprowicz-Park an. Hier gefinden sich zahlreiche modernistische Denkmäler, Blumenbeete und Wasserspiele.
  • 28 Rosengarten. Der Rosengarten schließt sich nördlich an den Kasprowicz-Park auf einer Fläche von ca. 2 ha an. Der 1928 angelegte Garten ist für seine Rosen bekannt.
  • 29 Hauptfriedhof. Mit seiner Fläche von fast 170 Hektar und mehr als 300.000 Gräbern ist er der größte Friedhof Polens und der drittgrößte in Europa.
  • 30 Dammscher See. Stettin hat im Nordosten Anteil am viertgrößten See Polens.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Blick von oben auf Stettin gibt es vom Cafe 22 im Pazim Wolkenkratzer (Eintritt frei - den Blick gibt es auch umsonst auf szczecin360.eu) oder von dem Turm der Jakobuskathedrale oder einem der Türme des Herzogsschlosses.
  • Wassersport: Seetaugliche Sportboote und Sportboote für den Binnenverkehr können in Stettin anlegen. Badestrand bei Dabie am Dammschen See kostet Eintritt.
  • Radfahren: Die Oder-Route kann beidseitig durch das Stadtgebiet von Stettin geführt werden. Der Ausbauzustand der Wege und ihre Eignung für Radfahrer ist zu prüfen. Auch im Artikel Oder-Neiße-Radweg ist der Abschnitt bei Stettin noch nicht beschrieben.
  • Kajaktour auf der Oder und dem Damschen See. Kajaks kann man an vielen Anlegestellen mieten.
  • Bootsrundfahrt auf der Oder und dem Damschen See. Die Schiffe legen von dem Chrobry-Wall ab.
  • Wasserspiele der Tanzenden Fontaine am Teatr Pleciuga (ul. Wielkopolska), die Show beginnt in den Sommermonaten um 21:30 und endet um ca. 22:00.

Feste[Bearbeiten]

  • Studentenfest Juwenalia 16. – 20. Mai
  • Baltic Rock Meeting 25. Mai - 3. Juni
  • Tagge des Meeres Homepage Juni
  • Boogie Brain Festival Homepage Oktober
  • Zuletzt 2013 und 2017 fanden in Stettin das Tall Ships Races statt.

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Wechselstuben im Hauptbahnhof sollten wegen schlechter Kurse gemieden werden - in der Stadt tauscht man günstiger.

Zu den großen Einkaufszentren zählen:

  • Galaxy Szczecin
  • Galeria Kaskada
  • Galeria Handlowa Turzyn
  • Tesco Polska
    • Adresse: ul. Milczańska 31 f
  • Centrum Handlowe Atrium Molo

Küche[Bearbeiten]

Spezialitäten[Bearbeiten]

Zu den lokalen Spezialitäten zählen:

Restaurants[Bearbeiten]

  • Eine gute Restaurantauswahl besteht beim Marktplatz/Heumarkt; hier wird auch einheimische Küche geboten.
  • Die Restaurants an dem Chrobry-Wall gehören einem einzigen Betreiber. Sie haben "Happy-Hour-Angebote" mittags und abends.
  • Weitere Restaurants befinden sich südlich des Schlosses.
  • Die gängigen Fast-Food-Ketten, Hotdogs, Kebabs, Pizzas etc. finden man fast an jeder Ecke.

Günstig[Bearbeiten]

  • Turysta Milk Bar, Obrońców Stalingradu 6a (7:30-18:30)
  • Zacisze Bar, Asnyka 19 (Niebuszewo)
  • Akademia Kulinarna, Mickiewicza 45 (9:00-17:00)

Gehoben[Bearbeiten]

  • Amar, Śląska 9 (Wochentags 11:00-19:00, Wochenende 12:00-17:00) - vegan & vegetarisch.
  • Camarillo, Mściwoja 8
  • Green Way, Krzywoustego 16 (Wochentags 10:00-21:00, Wochenende 11:00-19:00) - vegetarisch

Teuer[Bearbeiten]

  • Bombay, Partyzantów 1 - indische Küche
  • Chief, Rayskiego 16 - Meeresfrüchte
  • Ładoga, Jana z Kolna - russische Küche
  • Sake, Piastów 1 - japanische Küche
  • Columbus - Wały Chrobrego bei der Meeresakademie
  • Chrobry - Waly Chrobrego 1B - polnische Küche
  • Colorado - Wały Chrobrego beim Polnischen Theater
  • Karczma Polska - Lotników - polnische Küche

Nachtleben[Bearbeiten]

Die meisten Pubs und Bars befinden sich in der Altstadt und an der Straße ul. Bogusława im Zentrum. Ein 0,5 l Glas Bier kostet dort in der Regel zwischen PLN 6 (ca. EUR 1,35) und PLN 8 (ca. EUR 1,80). Ein Schuss (50ml) Wodka kostet ebenfalls um die PLN 6 (ca. EUR 1,35).

  • Dżu Dżu, Pl. Batorego 4, Homepage
  • Boston Pub & Club, Niepodległości 22, Homepage
  • City Hall, ul. 3 maja, Homepage
  • Free Blues Club, Powstańców Wielkopolskich 20, Homepage
  • Hormon, ul. Piłsudskiego, Homepage
  • Mezzoforte, ul. Bogusława, Homepage
  • Piwnica Kany, Plac Piotra i Pawła 4/5 Homepage
  • Rocker Club, Partyzantów 2, Homepage
  • Royal Jazz Club, Mariacka 26, Homepage
  • Tiger Club, Felczaka 9, Homepage

Andere bekannte Pubs und Bars:

American Club, Barka River Club, Barrel Whisky Bar, Bilard Club Olimpic, Boom Bar, Brama Jazz Cafe, Broadway Club, Champions Club - MK Bowling, Chata, Coyote Club, Elefunk, Free Ball, Grand Cru, Grease Club & Restaurant, Irish Pub Dublin, Kafe Jerzy, Klub 13 Muz, Klub Delta, Klub Jantar, Klub Muzyczny Browar Polski, Kontrasty, Kubuś, LULU, Music Club Kosmos, P1erwsze Miejsce, Palms club, Patio Club, Pinokio, Plus 21, Pod masztami, Porto Grande, Pralnia, Red Rocket Club, Samo Zło, Senso City, Sing Sing, Słowianin, Stara Komenda Browar, Szafa, The Liquid, Wasabi Club

Unterkunft[Bearbeiten]

In Stettin gibt es Übernachtungsmöglichkeiten aller Art, vom günstigen in den Semesterferien vermieteten Studentenzimmer im Wohnheim für ein paar PLN pro Nacht bis zum Fünfsterne-Luxushotel für mehr als PLN 1.000 pro Nacht.

Günstig[Bearbeiten]

  • CUMA youth hostel, ul. Monte Cassino 19a, Homepage
  • HoHo Hostel, Ul. Wyszyńskiego 39, Homepage
  • Hotel Albert, Piesza 11, Homepage
  • Hotel Migrand, Robotnicza 28/29, Homepage
  • ibis, ul. Dworcowa 16, Homepage

Gehoben[Bearbeiten]

  • Campanile Hotel Szczecin, ul. Wyszyńskiego 30, Homepage

Teuer[Bearbeiten]

  • Hotel Park, ul. Plantowa 1, Homepage
  • Atrium Hotel, al. Wojska Polskiego 75, Homepage
  • Hotel Dana, Aleja Wyzwolenia 50, Homepage
  • Radisson BLU
  • Novotel

Lernen[Bearbeiten]

In Stettin gibt es mehrere Hochschulen, mit allen gängigen Fakultäten. Für Stundenten aus der EU bieten sich Aufenthalte im Rahmen zum Beispiel eines Erasmus-Programms an. In der Region kann man unter anderem einen Segelschein machen.

Einige Hochschulen:

Arbeiten[Bearbeiten]

Für deutsprachige Touristen, die einen Ferienjob in der Region suchen, bieten sich Gelegenheiten in der Touristik und Gastronomie. Die Bezahlung dürfte jedoch nicht deutschen Verhältnissen entsprechen. Besser Konditionen kann man in Industrie und besondere Handel erwarten, wo ebenfalls ein Bedarf für deutsche und englische Muttersprachler besteht.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Küsten der Gewässer bei Stettin fällen in der Regel unter Wasser flach herab und es gibt kaum Gezeiten oder unvorhersehbare Strömungen. Das Baden ist also auch für Familien mit Kindern in der Regel sicher und Badeunfälle sind selten. Wenn es doch zu Badeunfällen kommt, ist meisten übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum mit im Spiel. Wer sich jedoch an die allgemeinen Baderegeln hält und nicht bei hohem Wellengang ins Wasser geht, hat kaum etwas zu befürchten.

Gesundheit[Bearbeiten]

Wer in Deutschland oder Österreich gesetzlich versichert ist, kann eine ärztliche Behandlung in Polen problemlos in Anspruch nehmen und die Kosten werden dann von der eigenen Krankenkasse erstattet/übernommen. Grundsätzlich braucht man hierfür das europäische Krankenkärtchen EHIC. Reist man zur (Zahn-)Behandlung nach Polen, sollte die Kostenübernahme mit der deutschen/österreichischen Krankenkasse vorab geklärt werden.

Die Versorgung mit Apotheken ist recht gut und viele Medikamente sind in Polen günstiger als in Deutschland. Rezeptpflichtige Medikamente erhält man nur gegen Vorlage eines ärztlichen Rezepts. Am besten klärt man vorab, ob die gewünschten Arzneimittel in Polen rezeptpflichtig sind und holt sich vorab ein Rezept eines polnischen Arztes.

Ärzte und Apotheker in Polen sprechen in der Regel seht gut Englisch, einige auch Deutsch. Welche Ärzte oder Apotheker Deutsch sprechen, kann man bei der örtlichen Ärzte- oder Apothekerkammer erfragen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe Artikel zur Polnischen Ostseeküste.

  • Die zentrale Informationsstelle befindet sich im Schloss. Ein Infodesk ist auch im Hauptbahnhof (Główny) vorhanden.
  • Manchmal bieten sich informelle Stadtführer an, beispielsweise in der Nähe des Schlosses. Sie können manche Details zu den Gebäuden erläutern, die dem ersten Blick verborgen sind

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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