Erioll world 2.svg
Artikelentwurf

Wollin

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strand bei Międzyzdroje
Strand bei Międzywodzie
Strand bei Wisełka
Wapnica an der Haffseite
Badesee Gardno
Namengebendes Wollin

Wollin (polnisch: Wolin), ist eine Ostseeinsel, die zu Polen gehört. Sie liegt zwischen der Pommerschen Bucht, dem Stettiner Haff und den Mündungsarmen der Oder - Swine und Dzwina. Ein Großteil der Insel ist als Nationalpark Wollin geschützt.

Regionen[Bearbeiten]

Wollin liegt an der Polnischen Ostseeküste zwischen der Pommerschen Bucht, einem Teil der Ostsee, im Norden und dem Stettiner Haff im Süden. Die Meerenge Dzwina im Osten grenzt die Insel vom polnischen Festland (Treptower Küste) ab, die Meerenge Swine im Westen trennt die Insel von der Nachbarinsel Usedom.

Die Region ist sehr abwechslungsreich mit vielen verschiedenen Landschaftsformen:

  • Im Norden befindet sich feiner Sandstrand an den sich ein bis zu ca. 80 Meter hohes und 15 km langes Steilkliff anschließt.
  • Der Nordosten ist glazial geformt mit zahlreichen Dünen, Moränen (Wolliner Hügelkette - bis zu 116 Meter über NN im Berg Relix) und einer kleinen Seenlandschaft - der Woliner Seenplatte.
  • Der zentrale Teil ist durch einen dichten Mischwald bedeckt.
  • Der östliche Teil bildet eine fruchtbare Tiefebene.
  • Im Süden geht die Küste in einem Schilfmeer in das Stettiner Haff über.
  • Im Südwesten befindet sich eine Sumpf und Torflandschaft mit Dutzenden vorgelagerter kleiner Insel, von denen die Grosse Kricks Wiesen die größte ist.

Die Insel hat drei Halbinseln:

  • die Halbinsel Pritter im Westen
  • die Heidebrinker Nehrung im Osten
  • den Roof im Südosten

Den zentrale Teil bildet der Wollin Nationalpark (Wolinski Park Narodowy); der Misdroyer Wald (Miedzyzdrojski Las) hat teilweise den Status eines Naturparks. Auch der Osten ist im Natura 2000 Park Odermündung und Stettiner Haff geschützt.

In dem Artikel werden auch die Nebeninseln beschrieben, die vom Nationalpark Wollin berührt werden.

Orte[Bearbeiten]

Die wichtigsten Städte auf der Insel sind:

Zu den Küstenorten zählen:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Insel Wolin liegt in Nordwestpolen. Sie ist durch die Weichsel-Kaltzeit durch Gletscher, Flussläufe, Wind und Meeresstrom geprägt. Es treten Wanderdünen, Strandseen, Moränen, Steilküsten und Flussdeltas der Oder auf. Dagegen gibt es keine nennenswerten Gezeiten und daher auch kein Wattenmeer.

Sprache[Bearbeiten]

In Polen ist Polnisch Amts- und Landessprache. Mit Englisch kommt man in Polen gut zurecht. Oft sind Speisekarten und Informationstafeln auch auf Deutsch.

Anreise[Bearbeiten]

Flughäfen[Bearbeiten]

  • Bei Stettin gibt es in Gollnow einen internationalen Flughafen (IATA-Code: SZZ).
  • Bei Posen gibt es einen internationalen Flughafen (IATA-Code: POZ) mit Verbindungen nach München und Frankfurt im deutschsprachigen Raum.
  • Flugplatz Heringsdorf (auf der Insel Usedom)

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • Aus dem deutschen Streckennetz von Usedom bis Swinemünde-Zentrum, weiter mit der Fähre, weiterer Bahnverkehr im polnischen Streckennetz
  • Aus dem polnischen Streckennetz über Szczecin-Dabie und Gollnow nach Wollin, Misdroy und Swinemünde

Die Insel ist durch eine Eisenbahnbrücke bei Wollin mit dem Festland verbunden.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Die Anreise erfolgt mit dem Auto aus Deutschland über Usedom (nicht für LKW) oder über die A11 und den Grenzübergang Pomellen/Kołbaskowo (südlich von Stettin), weiter über die polnische Autobahn A6, welche schließlich in die polnische Nationalstraße S3 mündet, die bei Wollin auf die Insel übersetzt und am Südrand bis nach Swinemünde führt. An der Ostseeküste führt die Woiwodschaftsstraße 102 entlang von Swinemünde bis Dziwnów, wo sie aufs Festland der Treptower Küste übersetzt.

Es besteht auch die Möglichkeit, per Linienbus zum Grenzübergang zu gelangen.

Die Insel ist mit drei Staßenbrücken bei Wolin und Dzwinów mit dem Festland verbunden. Eine Straßenbrücke in Swinemünde verbindet die Insel zudem mit der Insel Karsibór.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Ausflugsschiffe aus Heringsdorf oder Stettin
  • Fähren aus Skandinavien (Ystad in Schweden und Kopenhagen in Dänemark) nach Swinemünde legen auf der Woliner Seite Swinemündes an. Es besteht zudem zwei Fährverbindungen innerhalb Swinemündes zur Insel Usedom.
  • Seetaugliche Sportboote und Sportboote für den Binnenverkehr können die Insel Wollin erreichen

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Zwei Radfernwege führen durch die Region: der Ostseeküsten-Radweg sowie der Europa-Radweg Eiserner Vorhang.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Der Europäische Fernwanderweg E9 führt durch die Region.

Mobilität[Bearbeiten]

Innerhalb der Region kommt man am besten mit dem Pkw oder Bus voran. Die Bahn fährt nur die größeren Badeorte an.

Unmittelbar an der Pommerschen Bucht entlang führt der Ostseeküsten-Radweg (auch als EuroVelo 10 ausgewiesen).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Auf der Insel Wollin gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Vgl. auch die bereits angelegten weiterfürhenden Artikel:

  • Bei Swinemünde (Świnoujście)
    • Das Stadtzentrum Swinemünde liegt auf der Insel Usedom (Uznam) und ist von der Insel Wollin aus nur mit zwei Fähren erreichbar. Die Fähre im Hafengebiet dürfen Touristen nur als Fußgänger oder Radfahrer benutzten. Weiter südlich bei Kaseburg (Karsibór) darf die gebührenfreie Fähre auch mit Kraftfahrzeugen benutzt werden.
    • die Festungsanlage "Fort Gerharda" aus dem 19. Jahrhundert; hier werden Führungen angeboten.
    • den mit 68 m Höhe höchster Leuchtturm an der Ostseeküste. Das Lichtsignal reicht ca. 25 nm bzw. 46 km weit.
    • die östlich von Swinemünde (Świnoujście) gelegenen die Überreste einer Bunker- und Befestigungsanlage aus dem II. Weltkrieg (Goeben-Batterie).
  • Bei Misdroy (Międzyzdroje)
    • Berühmte Seebrücke (Molo) Misdroy
    • Naturkundemuseum
  • Im und beim Wollin Nationalpark:
    • die Klippen nordöstlich von Misdroy (Międzyzdroje) mit den Aussichtspunkten auf dem Gosanberg (Góra Gosan) und auf dem Kaffeeberg (Góra Kawa). Ersterer liegt an der Landstraße 102 zwischen Misdroy (Międzyzdroje) und Cammin (Kamień Pomorski) und ist von einem Parkplatz aus nach einem kurzen Fußweg erreichbar, letzterer ist fußläufig aus Misdroy oder von einem gebührenpflichtigen Parkplatz (Wiesentgehege) aus erreichbar.
    • Wisent-Gehege (gebührenpflichtiger Parkplatz; auch aus Misdroy fußläufig erreichbar
    • das V-3 Museum in Vietzig (Wicko)
    • den Aussichtspunkt bei Lebbin (Lubin), welcher eine sehr schöne Aussicht auf die Meerenge der Swine (Świna), und den Kaiserkanal (Kanał Piastowski) bietet.
    • den Türkissee bei Kalkofen (Wapnica)
  • Bei Wollin (Gemeinde) (Wolin)
    • Museum
    • "slawisches Freilichtmuseum", dort stattfindenden Wikingerfestival am jeweils ersten Augustwochenende.
    • das Dorf Sułomino mit dem jährlich stattfindenden Country-Picknick.
  • Auf dem polnischen Festland, östlich der Insel Wollin:
    • Die Landzunge bei Dziwnów
    • Cammin (Kamień Pomorski) mit seinem historischen Rathaus, dem mittelalterlichen Dom und dem Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sonnenbaden und Wassersport[Bearbeiten]

Die Insel Wollin bietet zahlreiche Sandstrände, die zum Baden einladen. Die schönsten Strände sind bei Swinemünde (Świnoujście) beiderseits der Swinemündung, bei Misdroy (Międzyzdroje), bei Swantuss (Świętouść), bei Heidebrink (Międzywodzie) und bei Berg Dievenow (Dziwnów) zu finden. Diese Strände haben teilweise eine Breite von bis zu 70 Metern. Bei Lubiewo existiert ein FFK-Strand.

Wandern[Bearbeiten]

Auf der Insel gibt es drei bedeutende markierte Wanderwege, von denen sich große Teile im Nationalpark Wollin befinden:

  • Der auf Wolin ca. 55 km lange und rot markierte Europäische Fernwanderweg E9 ist auf Wollin Teil des Meereswanderwegs, der am Ostseestrand von Swinemünde über Międzyzdroje, Wisełka, Leuchtturm Kikut, Świętouść, Międzywodzie nach Dziwnów und weiter an der Festlandsküste (Treptower Küste) nach Osten verläuft. Anstelle ostwärts zu laufen kann man auch über den blau markierten Ostsee-und-Stettiner-Haff-Wanderweg (siehe unten) südwärts wieder nach Swinemünde zurückkehren.
  • Der auf Wolin ca. 50 km lange blau markierte Ostsee-und-Stettiner-Haff-Wanderweg, der ebenfalls in Swinemünde beginnt und zunächst ebenfalls am Strand nach Międzyzdroje verläuft, dort jedoch im Nationalpark Wollin nach Süden abbiegt und über die 75 hohe Morände Suchogórz in Zalesie aufs Stettiner Haff trifft. Dort geht es über die Kreidesteinbrüche in Wollin, den Türkissee in Wapnica und die bronzezeitliche Siedlung Lubin zurück in den Nationalpark an der Haffseite. Von den Steilkliffs der Haffseite des Nationalparks bieten sich weite Ausblicke auf Haff. In Karnocice verlässt der Wanderweg den Nationalpark und führt an Sułomino vorbei durch einige kleinere Dörfer bis nach Wollin, wo der Wanderweg nach der Hälfte seiner Länge die Insel verlässt und am Ostufer der Dziwna nordswärts über Kamień Pomorski zur Ostsee in Dziwnów führt.
  • Der grün markierte Waldwanderweg durch die Woliner Seenplatte.

Zahlreiche kleinere Wanderwege im und um den Nationalpark sind schwarz markiert. Meist handelt es sich um Zubringer und Abstecher von den Hauptwanderwegen.

Fahrrad[Bearbeiten]

Auf der Insel gibt es zwei bedeutende markierte Fernfahrradwege, von denen sich große Teile im Nationalpark Wollin befinden:

  • Die Ostseeküsten-Route (EV10) führt parallel zum Europäischen Fernwanderweg E9 unweit des Strandes von Swinemünde nach Dziwnów und weiter an der Festlandsküste nach Osten
  • Die Stettiner-Haff-Route R66 führt auf Wolin parallel zum Ostsee-und-Stettiner-Haff-Wanderweg von Swinemünde nach Wolin, dort jedoch nicht nach Norden sondern nach Süden an der Haffküste entlang nach Stettin.

Quads[Bearbeiten]

Bei Soldemin (Sułomino) kann man Quads ausleihen und auf dem angrenzenden Gelände ausprobieren. Hier werden ebenfalls Boote verliehen.

Golf[Bearbeiten]

Bei Kołczewo befindet sich ein Golfplatz, welcher organisatorisch zum Hotel Amber Baltic in Międzyzdroje gehört.

Einkaufen[Bearbeiten]

Bernstein- und Silberschmuck ist ein beliebtes Souvenier. Zum ausgiebigen Shopping eignet sich das südlich gelegene Stettin.

Küche[Bearbeiten]

  • Gute Auswahl besteht in den Ortschaften Wollin und Misdroy.
  • Dünner ist die Auswahl bei den Ausflugszielen und kleinen Ortschaften im Inneren der Insel und auf der Südseite.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Swinemünde und Misdroy ist eigentlich immer etwas los. Ansonsten bietet Nachtschwärmern Stettin das größere Angebot an Ausgehmöglichkeiten.

Unterkunft[Bearbeiten]

In sämtlichen Städten und Gemeinden an der Ostseeküste sind Hotels und Hotelanlagen der unterschiedlichsten Preiskategorien vorhanden. Wer es etwas schlichter mag, kann auch bei den zahlreichen privaten Zimmervermietungen günstige Übernachtungsmöglichkeiten finden. Diese erkennt man an den Schildern "Wolny pokój".

In den Hotels und auf Tourismus ausgerichteten Gastronomiebetrieben ist in der Regel mehrsprachiges Personal anzutreffen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Ostseeküste fällt in der Regel unter Wasser flach herab und es gibt kaum Gezeiten oder unvorhersehbare Strömungen. Das Baden ist also auch für Familien mit Kindern in der Regel sicher und Badeunfälle sind selten. Wenn es doch zu Badeunfällen kommt, ist meisten übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum mit im Spiel. Wer sich jedoch an die allgemeinen Baderegeln hält und nicht bei hohem Wellengang ins Wasser geht, hat kaum etwas zu befürchten.

Klima[Bearbeiten]

Auf Wolin herrscht ähnlich wie auf Usedom ein Übergangsklima zwischen maritimem und kontinentalen Klima. Die Niederschlagsmengen sind geringer und die Temperaturschwankungen höher (wärmere Sommer, kälter Winter) als an vergleichbaren Küsten in Westeuropa.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe Artikel zur Polnischen Ostseeküste.

Weblinks[Bearbeiten]

Erioll world 2.svg
ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.