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Usedom

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Usedom (poln. Uznam) ist eine Insel im Süden der Ostsee. Sie ist die zweitgrößte deutsche Insel nach Rügen. Der größte Teil der Insel gehört zur Region Vorpommern im Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Ostspitze mit der Odermündung gehört dagegen zu Polen.

Im südlichen Teil wird Usedom vom Peenestrom bei Wolgast, dem Achterwasser und dem Stettiner Haff umschlossen. Die Ostseeküste ist bekannt für ihre feinsandigen Strände und die edlen Seebäder wie Zinnowitz und das Kaiserbad Heringsdorf sowie die belebte polnische Hafenstadt Swinemünde.

Seebrücke in Ahlbeck

Orte[Bearbeiten]

Karte von Usedom
  • An der Ostsee liegen (von West nach Ost):
  • Am Stettiner Haff liegen:
    • Garz und Zirchow, Standort des Flughafens Heringsdorf, Grenzübergang nach Polen
    • Usedom - Kleinstadt im Süden der Insel
  • Am Achterwasser und Peenestrom:
  • Im Binnenland:
    • Benz mit Holländerwindmühle, Galerie und Grab des Malers Otto Niemeyer-Holstein
    • Mellenthin mit dem Wasserschloss
    • Pudagla mit Bockwindmühle und kleinem Herzogschloss
    • Stolpe mit Schloss und Café-Restaurant im Marstall
Der Strand von Ahlbeck (Heringsdorf)
Der Strand von Ahlbeck (Heringsdorf)

Weitere Ziele[Bearbeiten]

V2-Rakete im Peenemünder Museum
  • In Peenemünde, der Wiege der Raumfahrt, gibt es ein Museum mit Exponaten über den Bau der Rakete V 2. Das Historisch-Technische Museum (HTM), das nunmehr im früheren Kraftwerk Peenemünde untergebracht ist, bietet mit zahlreichen Exponaten einen Überblick über die Entwicklung und Erprobung zahlreicher Waffensysteme in den Jahren 1937 bis 1945. Neben der Darstellung technischer Entwicklungen in den Erprobungsstellen von Heer und Luftwaffe wird auf den Einsatz von KZ-Häftlingen und auf die Anwendung der Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingegangen. Ein Ausblick stellt die Entwicklung der Raketentechnik nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur bemannten Raumfahrt dar. Das HTIZ ist eingebettet in das Flächendenkmal der früheren Erprobungsstellen auf dem Peenemünder Haken, zu dem z. B. die Ruine des Sauerstoffwerkes im Orte gehört. Der Peenemünder Haken ist überwiegend Sperrgebiet, auf dem u. a. im Nordosten die Raketenprüfstände I bis X sowie die Reste der Katapultstartanlagen der Robotbombe Fi 103 zu sehen sind.
  • Die Kaiserbäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin (der offizielle Name der Gemeinde lautet Ostseebad Heringsdorf) besitzen eine bis Swinemünde durchgehende, ungefähr zwölf Kilometer lange Strandpromenade, die überwiegend mit aufwändig hergerichteten wilhelminischen Bädervillen bebaut ist. Zu diesem Ensemble reihen sich die drei Seebrücken von Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf. Neben der Strandpromenade lohnen die Kaiserbäder auch jenseits davon mit ihren unzähligen Bauten in Bäderarchitektur, vielen Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangeboten und vielfältiger Gastronomie einen Besuch.

Hintergrund[Bearbeiten]

Usedom ist eine 445 Quadratkilometer große Insel im Mündungsdelta der Oder. Sie wird im Osten durch die Swine und den Kanal "Kaiserfahrt" von Wollin, im Westen durch Achterwasser sowie den Peenestrom und im Süden durch das Kleine Haff vom Festland getrennt. Usedom ist mit (durchschnittlich) 1917 Sonnenstunden im Jahr die sonnenreichste Region Deutschlands. Im Jahre 2003 wurden hier offiziell gar 2242 Sonnenstunden gezählt. Swinemünde, die größte Stadt der Insel, gehört seit 1945 zu Polen. Weitere größere Orte sind die Seebäder Heringsdorf, Ahlbeck, Bansin, Ückeritz, Koserow und Zinnowitz sowie die Stadt Usedom.

Bedingt durch die geologische Entstehung der Insel (Inselkerne, Anlagerung von Sediment, Abtrag durch Meeresströmung) weist Usedom eine stark in Halbinseln ("Haken" und "Orte") gegliederte Gestalt auf. Im Nordwesten liegt der Peenemünder Haken zwischen Peenestrom, Greifswalder Bodden und Ostsee, im Westen liegt der Wolgaster Ort zwischen Peenestrom und der Krumminer Wiek. Es folgen von Nord nach Süd: Halbinsel Gnitz, Loddiner Höft, Halbinsel Cosim, Lieper Winkel und Usedomer Winkel. Die höchsten Erhebungen der Insel sind der Golm und der Zirowberg im Osten. An der Außenküste ragen Streckelsberg (bei Koserow) und Langer Berg (bei Bansin) an der Küstenlinie auf. Aufgrund der Entstehungsgeschichte und der niedrigen Höhe über NN gibt es auf Usedom zahlreiche Binnenseen, deren größten der Schmollen- und der Gothensee sind.

Anreise[Bearbeiten]

Nach Usedom gelangt man entweder via Wolgast im Westen, Anklam im Südosten, oder über die polnische Nachbarinsel Wollin im Osten. Darüberhinaus kann der Flughafen Heringsdorf angeflogen werden. Die Anreise ist auch mit eigenen Sportbooten, mit Ausflugsschiffen aus Stettin und aus anderen Küstenorten sowie mit den Fähren aus Nordeuropa zum Fährhafen Swinemünde möglich.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der 13 km südlich von Heringsdorf gelegene Flughafen Heringsdorf bietet Linienverbindungen zu verschiedenen Zielen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Polen. Das Terminal befindet sich bei Zirchow; dorthin fährt die Buslinie 286 unter anderem vom UBB-Haltepunkt Ahlbeck. Die Haltepunkte in Ahlbeck und Swinemünde sind etwa 10 km entfernt. Das polnische Bahnnetz erreicht man am schnellsten über die Stadtfähre in Swinemünde.

Den Flughafen Stettin erreicht man nicht von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus, sondern nur von Dublin, London, Oslo oder Warschau aus. Verbindungen aus Mitteleuropa sind am einfachsten mit der polnischen Fluggesellschaft LOT mit einmaligem Umsteigen in Warschau zu verwirklichen.

Längere Reisezeiten sind zu den Flughäfen bei Berlin und Posen erforderlich; mit der Bahn benötigt man bis zum Wiederaufbau der Karniner Brücke ca. vier Stunden (danach nur noch ca. zwei).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Usedomer Bäderbahn

Die Usedomer Bäderbahn verkehrt zwischen Züssow, Wolgast (auf dem deutschen Festland), Heringsdorf (mehrere Haltepunkte) und dem Zentrum von Swinemünde.

Vom polnischen Festland gelangt man über Szczecin-Dabie und Gollnow (Flughafen ist 5 km entfernt) über Wollin (Gemeinde) nach Swinemünde; der Endhalt ist auf der Insel Wollin. Mit Fähren gelangt man auf die Insel Usedom.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Allee zwischen Rankwitz und Liepe
  • Straßenbrücken sind bei Wolgast und bei Pinnow. Brückenöffnung in Zecherin B110 zwischen Anklam und Usedom erfolgt jeweils 15 Minuten um 5.35 Uhr (bis 2.Mai 5.25), 8.35, 12.35, 16.35 und 20.35 Uhr
  • Die Stadtfähre in Swinemünde ist nur bedingt für PKW (Anlieger) zugelassen. Die Fähre am Südrand von Swinemünde ist für PKW und LKW zugelassen. Die Grenzübergänge auf der Insel Usedom sind für PKW zugelassen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Ein Fährhafen befindet sich in Swinemünde auf der Wolliner Seite.
  • Sportboote für den Seeverkehr und für den Binnenverkehr können in Usedom anlegen

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Über mehrere Radfernwege erreichen Reiseradler die Insel:

Zu Fuß[Bearbeiten]

Wanderer kommen auf folgenden Fernwanderwegen nach Usedom:

Mobilität[Bearbeiten]

Bahnstrecken auf der Insel Usedom
Usedomer Bushäuschen

Zwischen den Orten an der Ostseeküste verkehrt regelmäßig die Usedomer Bäderbahn; in den Kaiserbädern sowie in Swinemünde verkehren regelmäßig Ortsbusse. Ansonsten verkehren Busse, abgesehen von der Verbindung Heringsdorf / Swinemünde - Anklam nur sehr selten, in den Ferien teilweise gar nicht. Detaillierte Informationen zum Busverkehr geben Ostseebus (deutscher Teil) sowie die Stadt Swinemünde (polnischer Teil).

Ausflugsschiffe verkehren zwischen den Ostseebädern auf Usedom und nach Misdroy auf Wollin. Von Swinemünde aus gibt es Fährverbindungen nach Ystad in Schweden und nach Kopenhagen (DK). Der Flughafen Heringsdorf wird von mehreren Fluggesellschaften angeflogen.

Neben Ortsstraßen wird der Autoverkehr von den beiden Bundesstraßen B110 (Inselbrücke bei Zecherin bis Swinemünde) und B111 (Inselbrücke Wolgast bis Swinemünde) dominiert. Beide Bundesstraßen werden durch die L265 (Pudagla, Neppermin) und die L266 (Ahlbeck-Zirchow) verbunden. Die L264 erschließt den Peenemünder Haken von Bannemin über Trassenheide, Karlshagen nach Peenemünde.

Bedingt durch die Einschnürung Usedoms zwischen Zinnowitz und Ückeritz kann erhöhtes Verkehrsaufkommen (etwa während der Sommersaison) nur auf der B111 geführt werden. Dies führt zu gelegentlichen Staus, die zu umfahren keine Möglichkeit besteht. Vor allem wegen des gut ausgebauten Netzes von Radwegen hat in den letzten Jahren die Anzahl der Radfahrer stark zugenommen, so dass eine gewisse Entlastung der Bundesstraßen eingetreten ist.

Die Usedomer Bäderbahn verbindet die Seebäder der Insel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hotel Ahlbecker Hof in Ahlbeck
  • Im Vordergrund stehen naturgemäß landschaftliche Gegebenheiten und hier ohne Zweifel die Ostseeküste. Usedom bietet entlang eines etwa 40 Kilometer langen, durchgehenden Sandstrandes ein abwechslungsreiches Küstenrelief. Steilküsten wechseln sich mit Flachküsten (Düne/ Deich) ab. Zudem liegen unmittelbar hinter der Flachküste gelegentlich Binnenseen (Kölpinsee und Schloonsee). Besonders schöne Aussichtspunkte sind der Streckelsberg bei Koserow und der Lange Berg bei Bansin.
  • Mit über 150 Kilometern Küstenlinie sind auch die Küsten zu den Haffgewässern Peenestrom, Krumminer Wiek, Stettiner Haff und Achterwasser abwechslungsreich und sehenswert. Besonders zu empfehlen sind jene Küstenabschnitte, die ein abwechslungsreiches Relief aufweisen: der Weiße Berg auf der Halbinsel Gnitz, das Loddiner Höft, der Rauhe Berg und der Konker Berg bei Pudagla und Quilitz auf dem Lieper Winkel.
  • Nach mehr als eineinhalb Jahrhunderten Bädertradition sind es vor allem die Seebäder, die mit Strandpromenaden, Seebrücken, Bädervillen und feinsandigem Ostseestrand von Interesse sind. Neben den "Kaiserbädern" Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin sind Zinnowitz, die beiden Bäder Trassenheide und Karlshagen im Nordosten sowie die kleineren "Bernsteinbäder" Zempin, Koserow, Loddin/ Kölpinsee und Ückeritz in der Inselmitte interessant.
  • Das Hinterland der Insel Usedom bietet jedoch neben Ruhe, Naturnähe und einer harmonischen Landschaft viele Sehenswürdigkeiten, etwa alte Kirchen (z. B. Morgenitz, Liepe, Mellenthin, Usedom), ein Wasserschloss (Mellenthin) und vieles mehr.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Strand von der Seebrücke in Ahlbeck aus gesehen

Seit mehr als 150 Jahren bietet Usedom mit ca. 40 km feinsandigem Strand Badespaß für jeden Geschmack und Geldbeutel. Die klimatisch günstige Lage, die Nähe zu Berlin und eine gute Verkehrsanbindung haben die Attraktivität der Insel stetig wachsen lassen.

So stehen alle maritimen Sportarten zweifellos im Vordergrund. Neben Schwimmen, Strand-Volleyball, Strandwandern sind es Surfen, Jet-Ski (nur zwischen Ückeritz und Bansin), Segeln, Tauchen, usw., die als Wassersportarten zu nennen sind. Zahlreiche Häfen an den Haffgewässern bilden Ausgangspunkte für Segeltörns, Surfausflüge usw. An diesen Orten finden sich Tauchbasen u. ä.

Nachdem der Golfplatz Balm international reüssiert hat, entsteht zwischen Korswandt und Ulrichshorst nun ein weiterer Golfplatz. In Balm befindet sich ein Golfhotel in landschaftlich sehr schöner Lage.

Strandkorb

Vor allem die insgesamt fast 200 km lange Küstenlinie lädt zum Wandern ein. Viele Wanderwege mit unzähligen Wegweiser und Lehrtafeln führen durch eine sehenswerte und harmonische Landschaft. Auch der behutsame Tierbeobachter kommt sicher auf seine Kosten und wird bei ausreichender Geduld die, wieder zahlreicher werdenden, Seeadler beobachten können.

Baden[Bearbeiten]

Der 40 km lange Sandstrand an der Ostseeküste lädt zum Baden ein. Wegen des ständig wehenden Windes empfiehlt es sich, einen Strandkorb zu mieten, die Tagespreise liegen um 7,00 €. Der Salzgehalt der Ostsee vor Usedom ist gering und für die Augen kein Problem. Wer lieber in Süßwasser schwimmt, hat im Hinterland viele Möglichkeiten an Seen oder am Achterwasser.

FKK-Baden ist auf Usedom sehr ausgeprägt, FKK-Strände sind in allen Ostseebädern, meist etwas abseits, ausgewiesen.

Bei schlechtem Wetter

  • Die Ostseetherme Usedom liegt im Heringsdorfer Ortsteil Ahlbeck mit Angeboten im Bade-, Sauna- und Wellnessbereich
  • Die Bernstein-Therme in Zinnowitz ist ein Badeparadies mit Wellnessbereich und verschiedene Massagen. Wer die Strandsauna nutzt, kann sich auch direkt in der Ostsee abkühlen.

Radfahren[Bearbeiten]

Usedom verfügt über ein sehr gut ausgebautes Netz von Radwegen, das rege genutzt wird und vor allem in den Sommermonaten ein entspanntes Erkunden aller Usedomer Sehenswürdigkeiten erlaubt. Beispielhaft sei der Küstenradweg zwischen Karlshagen und Swinemünde erwähnt.

UsedomRad Verleihstation

Angeln[Bearbeiten]

Fischerboot am Strand von Ahlbeck

Um in Mecklenburg-Vorpommern angeln zu dürfen muss im Besitz eines Fischereischeines sein. Zum Fischen mit einer Handangel ist der Fischereischein und eine Anglererlaubnis für das Gewässer erforderlich, auch für Küstengewässer, wie Peenestrom, Achterwasser und Haff.

Es gibt Fischereischeine für Urlauber oder Einheimische, die keinen regulären Fischereischein besitzen, für 28 aufeinander folgende Tage. Sie kosten 20 € und es gibt sie bei den örtlichen Ämtern.

Es ist die Benutzung von zwei Handangeln gestattet, die ständig zu beaufsichtigen sind. Verboten ist das Angeln ohne sinnvolle Verwertung der gefangenen Fische, die Verwendung lebender Köderfische, die Lebendhalterung der gefangenen Fische in Setzkeschern. Beim Angeln an und auf den Küstengewässern ist mindestens 100 m Abstand zum nächsten Angler einzuhalten. Es ist verboten, im oder am Schilfgürtel mit dem Boot anzulegen.

Landesfischereigewässer sind: Küste, Boddengewässer von Usedom bis Wismar, Achterwasser, Kleines Haff und Stettiner Haff und bis zur polnischen Grenze, Piese beim Cämmerer See in Peenemünde.

Angelberechtigungen gibt es bei den Außenstellen des Landesfischereiamtes in Freest und Rankwitz, in Angelfachgeschäften und in den Touristinformationen oder Kurverwaltungen in den Kommunen.

Golf[Bearbeiten]

  • Golfclub Balmer See-Insel Usedom e.V., Drewinscher Weg 01, 17429 Benz OT Balm. Tel.: +49 38379 28199.. Zwei 18-Loch-Meisterschaftsplätze und ein 9-Loch-Übungsplatz stehen zur Verfügung.
  • Golfhotel Usedom, Drewinscher Weg 1, 17429 Benz/OT Balm. Tel.: +49 38379 280.. 18-Loch-Golfplatz, inkl. 9-Loch-Übungsplatz, Golfschule und Turniere

SwinGolf

Küche[Bearbeiten]

Barsch mit Bratkartoffeln und Remoulade

Die Küche von Usedom ist meist deftig und einfach, bodenständige Hausmannskost. Die Hauptzutaten sind Kartoffeln, Kohl, Rüben und natürlich fangfrischer Fisch, speziell auch der Hering. Jedes Jahr April gibt es die Heringswochen, im September die Tüftentage mit einer Fülle von Kartoffelgerichten und im Oktober dann die Usedomer Wildwochen.

Eine Auswahl an Räucherfisch

Fischbrötchen sind allgegenwärtig, als Bismarck-, Matjes-, Lachs-, Fischbuletten-, Räucherfischbrötchen oder noch anders. Es gibt sie nicht nur am Imbiss, sie werden auch in Restaurants verkauft. Die Preise liegen zwischen 2,00 € und 3,00 €, je nach Ausführung.

Man sollte die Insel nicht verlassen, ohne Räucherfisch probiert zu haben. Die Auswahl ist groß: Aal, Butterfisch (meist aus tropischen Zonen), Flunder, Forelle, Heilbutt, Makrele, Schillerlocken (Bauchlappen des Dornhais), Stremellachs (heiß geräucherter Lachs). Beim Genuss von Räucherfisch sollte man auch bedenken, dass Fische, wie Aal, Dornhai usw. bedrohte Tierarten sind und dass es beim Verzehr von Butterfisch durch die hohen Ölanteile zu gesundheitlichen Beschwerden kommen kann.

Unterkunft[Bearbeiten]

Über 3.000 Appartements, Ferienwohnungen sowie Pensions-, Ferien- und Hotelzimmer sind auf der Insel Usedom zu finden, außerdem gibt es eine Vielzahl von Campingplätzen. Die Usedom Tourismus GmbH bietet ein umfassendes Gastgeberverzeichnis.

Nachtleben[Bearbeiten]

Siehe:

Das Nachtleben findet in den Bädern an der Küste statt, vor allem im Kaiserbad Heringsdorf, in Zinnowitz und in Swinemünde. Im Hinterland geht es eher ruhig zu.

Seit 2012 gibt es auf Usedom ein jährliches Strand-Festival mit dem Namen Baltic Spring Break. Es findet im August am Grenzstrand von Ahlbeck kurz vor Swinemünde mit etwa 50 DJs auf drei Bühnen statt. Sie gilt als größte Strandparty Deutschlands.[1]

Kurkartenautomat

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Kurabgabe

In den Orten Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz, Zempin, Koserow, Ückeritz, Loddin, Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin wird Kurtaxe erhoben. Tarife und Zeiträume sind von Ort zu Ort unterschiedlich und können bei den entsprechenden Tourist-Informationen erfragt werden.

Die Kurabgabe wird beim Vermieter entrichtet, der auch die Kurkarte aushändigt. Eine weitere Möglichkeit ist die örtliche Tourist Information. Tageskarten, auch für den Strandzugang, können an den aufgestellten Automaten gelöst werden.

Sicherheit[Bearbeiten]

Baden[Bearbeiten]

Rot-gelbe Flagge – Baden erlaubt
Rot-gelbe und Gelbe Flagge – Bade­verbot für Kinder und ungeübte Schwimmer
Rote Flagge – Baden verboten
Die Badezonenkennzeichnung der DLRG
  • Allgemeine Baderegeln und Hinweise
    • Nie baden, wo Schiffsverkehr ist
    • Kinder nicht unbeaufsichtigt am Ufer und im Wasser spielen lassen
    • Luftmatratzen und Schwimmhilfen sind nicht sicher
    • Die Wellen ein- und auslaufender Schiffe sind größer
    • Ablandige Winde erschweren das Schwimmen zurück zum Ufer.
    • An Buhnen können unterhalb der Wasserlinie scharfkantige Muscheln wachsen
    • Springen und Baden an der Mole ist wegen hoher Verletzungsgefahr verboten
    • Auf die Hinweise an den Rettungstürmen achten
    • Weder mit sehr vollem noch mit sehr leerem Magen ins Wasser gehen
  • Rettung Telefonnummer 112
  • Bedeutung der Flaggen am Strand:
    • Eine rot-gelbe Flagge am Mast einer Wachstation zeigt Baden erlaubt, das Badegebiet wird von Rettungsschwimmern gesichert.
    • Eine rot-gelbe Flagge und eine gelbe Flagge signalisiert ein Bade­verbot für Kinder und ungeübte Schwimmer.
    • Eine einzelne rote Flagge zeigt an, Baden verboten, wegen Gefahren wie Strömung, hoher Wellengang oder Wasserverschmutzung.
    • Wenn es einen Wassersportbereich am Strand gibt, dann ist er mit schwarz-weißen Flaggen abgegrenzt. Baden und Schwimmen ist am Strandabschnitt zwischen den Flaggen nicht erlaubt.
  • Am Strand ist Sonnenschutz selbstverständlich, auch wenn es kühl ist und ein ständiger Wind die Temperatur niedrig hält, die UV-Strahlung ist sehr intensiv.
  • In der gesamten Ostsee trifft man auf Quallen, die meist harmlos sind. Der Kontakt mit einer Feuerqualle kann jedoch sehr unangenehm sein. Nach einem Kontakt mit einer Feuerqualle sollte man die betroffenen stellen mit Essig oder Rasierschaum behandeln. Etwaige Fäden und Tentakeln vorsichtig abschaben, zum Beispiel mit einer Plastikkarte oder mit Sand oder Salzwasser abwischen. Auf keinen Fall mit Süßwasser oder Alkohol abwaschen. Danach eventuell Brandsalbe oder antiallergische Salbe auftragen und bei Unwohlsein oder allergischen Reaktionen zum Arzt gehen.
  • Beim Sammeln von Bernstein besteht Gefahr, da Bernstein mit dem gefährlichen Doppelgänger Phosphor verwechselt werden kann, der aus versenkter Munition stammt. Wenn der feuchte Phosphor trocknet, kommt es zu einer Selbstentzündung, deshalb soll man seine Fundstücke nicht in der Hosen- oder Jackentasche transportieren sondern in Metallbehältern. Besser ist es, den Fund auf einer feuerfesten Unterlage zu trocknen. Sollte die Kleidung Feuer gefangen haben, sofort ausziehen, Phosphorreste auf der Haut müssen schnell entfernt werden. Das Feuer lässt sich nicht mit Wasser löschen, es kann am besten mit feuchtem Sand erstickt werden.


Klima[Bearbeiten]

Der kräftige Wind zerrt an den Fahnen

Usedom liegt zwar unmittelbar an der Wassermasse der Ostsee (Pommersche Bucht) aber auch eingebettet in die nordostdeutsche und westpolnische Landmasse. Im Ergebnis dominieren - zumindest in Frühjahr und Sommer, häufig auch im Winter - stabile Hochdruckwetterlagen. So ist Usedom die sonnenscheinreichste Gegend in Deutschland. Sonnenscheinreichste Monate sind der Mai und der Juni; die meisten Regentage sind im Dezember und Januar zu erwarten.

Wegen der überall nahen Wasserflächen ist die Luftfeuchtigkeit gewöhnlich recht hoch und die Temperaturen gemäßigt. Höchsttemperaturen von 30°C im Sommer werden regelmäßig erreicht, jedoch selten deutlich überschritten.

Ausflüge[Bearbeiten]

Von der Insel aus kann man Ausflüge zu interessanten Orten Vorpommerns machen.

  • Stralsund - Interessante Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten wie dem Ozeaneum
  • Wolgast - Stadt auf dem Festland und westliches "Tor zur Insel Usedom"
  • Greifswald - Hanse- und Universitätsstadt mit Dom
  • Anklam - Traditionsreiche Hansestadt am Fluss Peene, östliches "Tor zu Usedom"
  • Ueckermünde - am Stettiner Haff, mit restaurierten Fachwerk- und Giebelbauten in der Altstadt

Auch die Nachbarinsel Wollin mit Misdroy sowie die weiteren Orte am Stettiner Haff und im Mündungsgebiet der Oder sind sehenswert.

Schiffstouren[Bearbeiten]

  • Schiffstour ab Peenemünde zur Insel Ruden bzw. zur Insel Greifswalder Oie ([[::wikipedia:Greifswalder Oie|Info Wikipedia]]). Für die Fahrten ist eine Voranmeldung notwendig. Fahrplan, Fahrpreise und Kontakt siehe Seite der Reederei.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Höll: Zauberhaftes Usedom mit Greifswald und Stettiner Haff. nordlicht verlag 2012. ISBN 978-3-9809640-5-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]


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