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Pommern (Woiwodschaft)

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Flagge
Wappen
Pommern (Woiwodschaft)
Hauptstadt Danzig
Einwohner 2.264.000
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Fläche
18.293 km²
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Lage
Dänemark Russland Litauen Weissrussland Ukraine Slowakei Tschechien Deutschland Westpommern Pommern Ermland-Masuren Podlachien Lublin Karpatenvorland Lebus Niederschlesien Oppeln Schlesien Kleinpolen Großpolen Kujawien-Pommern Łódź Heiligkreuz MasowienPomorskie in Poland.svg

Die Woiwodschaft Pommern (polnisch: Województwo pomorskie) ist eine Region im Norden Polens. Sie grenzt im Osten an die Woiwodschaft Ermland-Masuren, im Süden an die Kujawien-Pommern und im Westen an Westpommern. Ihr wirtschaftliches, kulturelles und Bevölkerungszentrum ist die sogenannte Dreistadt: Danzig, Sopot und Gdingen.

In dieser Region findet man endlose Sandstrände an der Ostseeküste mit dem wüstenartigen Sandmeer von Dünen im Slowinzischen Nationalpark; Danzig als manieristisches Tor Polens; zahlreiche Deutschordensburgen, mit der Marienburg an der Nogat als größter Burg der Welt; die Seenplatte in der Kaschubischen Schweiz. Traumhafte Wassersportmöglichkeiten (Surfen, Wracktauchen, Segeln) gibt es an der Danziger Bucht, insbesondere auf der Halbinsel Hel.

Regionen[Bearbeiten]

Woiwodschaft Pommern besteht aus:

Zu Pommern gehört die Region Kaschubei, sie schließt Teile der Ostseeküste, der zentralen Teile sowie die Kaschubische Schweiz ein.

Pommerellen ist Übergangsregion des historischen Preußen zum historischen Pommern; sie überschneidet sich mit dem historischen Westpreußen.

Orte[Bearbeiten]

Verwaltungsgliederung der Woiwodschaft Pommern

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Die Kaschubische Schweiz hat zahlreiche Seen und Moränenhügel.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die historisch-geographische Bezeichnung Pomorze, von der sich der Name der Woiwodschaft ableitet, ist im Polnisch wesentlich weiter gefasst als die im Deutschen üblicherweise als ‚Pommern‘ bezeichnete Region. So wurde das Gebiet der heutigen Woiwodschaft auf Deutsch traditionell als Pommerellen oder Weichselpommern (da es um die Mündung der Weichsel liegt) bezeichnet, aber nicht zu Pommern im engeren Sinne gezählt. Dennoch entschieden sich die polnischen Behörden die Bezeichnung der 1999 gebildeten Woiwodschaft in offiziellen Veröffentlichungen in deutscher Sprache als ‚Pommern‘ zu übersetzen, obwohl sie sich nur teilweise mit dem herkömmlichen deutschen Verständnis von Pommern deckt.

Das von slawischen Stämmen, darunter den Pomoranen, gebildete historische Herzogtum Pommern (polnisch: Pomorze, von altslawisch po more, „am Meer“) wurde ca. 990 von Polen unterworfen. Es umfasste einen Großteil der heutigen polnischen Ostseeküste, weit mehr als die heutige Woiwodschaft gleichen Namens. 997 kam der Heilige Adalbert zur Christianisierung der bis dato heidnischen Slawen nach Pommern. Im Zuge der territorialen Zersplitterung geriet der westliche Teil Pommerns rund um Stettin unter Einfluss Dänemarks und des Heiligen Römischen Reichs, während der östliche Teil rund um Danzig (der ungefähr der heutigen Woiwodschaft entspricht und auf Deutsch Pommerellen genannt wurde) unter polnischer Herrschaft blieb. Dieser Teil wurde 1138 ein Fürstentum innerhalb des polnischen Seniorates. Allerdings siedelten sich schon Ende des 12. Jahrhunderts auch deutsche Bauern und Kaufleute an. Im Jahr 1224 wurde die Stadt Danzig gegründet, die sich schnell zu einem bedeutenden Seehandelszentrum entwickelte und 1361 Vollmitglied der Hanse wurde. Vom einem Angriff Brandenburgs bedroht, riefen die pommerellischen Herrscher die Ritter des Deutschen Ordens zu Hilfe; diese eroberten, nachdem die Brandenburger abgewehrt waren, aber 1309 selbst Pommerellen, wobei sie in Danzig ein Blutbad anrichteten. Anschließend kamen weitere deutsche Siedler ins Land. 1466 kam Pommerellen nach dem Dreizehnjährigen Krieg wieder zurück an Polen. Nach der Ersten Polnischen Teilung 1772 wurde es preußisch und als „Westpreußen“ bezeichnet.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Region Pommerellen bis auf Danzig an Polen und bildete dessen „Korridor“ zur Ostsee, der das damalige Ostpreußen vom übrigen Deutschen Reich trennte. Teile der Woiwodschaft verblieben aber auch beim Deutschen Reich (Teile von Westpreußen und Hinterpommern). Danzig und Sopot bildeten die Freie Stadt Danzig unter Schutz des Völkerbunds. Im Zweiten Weltkrieg wurde es vom Deutschen Reich besetzt; in Stutthof wurde ein Vernichtungslager errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das gesamte Gebiet Polen zugeordnet. Seit 1999 gibt es die heutige Woiwodschaft Pommern.

Mädchen in kaschubischer Festtagstracht

In dieser Woiwodschaft liegt das traditionelle Siedlungsgebiet der Kaschuben, eines slawischen Volks, dessen Sprache und Kultur zwar mit der polnischen verwandt ist, sich aber doch von dieser unterscheidet. Dieses Gebiet wird auch als Kaschubei bezeichnet. Bei der Volkszählung 2011 identifizierten 233.000 Bürger ihre Volkszugehörigkeit als (auch) kaschubisch (Mehrfachnennung war möglich: die meisten gaben an, sowohl Polen als auch Kaschuben zu sein). In allen Gemeinden in der Mitte und im Westen der Woiwodschaft gibt es einen erhöhten kaschubischen Bevölkerungsanteil, in manchen Gemeinden stellen sie sogar über 90 % der Bevölkerung. Ein typisches Erkennungszeichen der kaschubischen Kultur ist die besondere Festtagstracht.

Der in Danzig geborene und aufgewachsene Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat dem Zusammenleben von Deutschen, Kaschuben und Polen in dieser Region und deren gegenseitiger kultureller Beeinflussung in seiner „Danziger Trilogie“ aus den Romanen Die Blechtrommel (1959), Katz und Maus (1961) und Hundejahre (1963) ein Denkmal gesetzt.

Sprache[Bearbeiten]

Zweisprachiges Ortsschild Polnisch/Kaschubisch

Polnisch ist Amts- und allgemeine Verkehrssprache. Kaschubisch, eine westslawische Sprache, die mit dem Polnischen verwandt ist, aber auch aus dem Deutschen und dem Altpreußischen (also Baltischen) stammende Wörter enthält, wird von über 100.000 Menschen im Alltag gesprochen. Vielerorts gibt es zweisprachige Ortstafeln.

Englisch, Deutsch und Russisch sind Bildungssprachen, die vor allem in den großen und touristisch relevanten Städten gesprochen und verstanden werden.

Anreise[Bearbeiten]

Flughäfen[Bearbeiten]

Flughafen befindet sich in Danzig, mit Direktverbindungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Andere internationale Flughäfen in der Nähe befinden sich bei Szczytno und Bydgoszcz (Bromberg).

Landweg[Bearbeiten]

Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind gut. Die Anreise empfiehlt sich aus Stettin oder Posen.

Schifffahrt[Bearbeiten]

Mit dem Schiff kann man über die Ostsee oder über die Weichsel anreisen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert sind vor allem die zahlreichen Kreuzritterburgen des Deutschen Ordens, die Stadt Danzig, die Kaschubei und die Bäder an der Ostsee.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

In Danzig gibt es eine große Anzahl uriger Kneipen und Gaststätten. Das Nachtleben konzentriert sich auf die Dreistadt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen, z.B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiß mit Mitteltemperaturen zwischen 16° und 21°C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5°C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Südpolen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Woiwodschaft Pommern grenzt im Osten an die Woiwodschaft Ermland-Masuren, im Süden an die Woiwodschaft Kujawien-Pommern und im Westen an die Woiwodschaft Westpommern. Sowohl der "Wilde Osten" Masurens als auch die Kulturdenkmäler an der unteren Weichsel, wie Toruń und Grudziądz liegen nicht weit.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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