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Podlachien

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Flagge
Wappen
Podlachien
HauptstadtBiałystok
Einwohner
1.193.348 (2014)
Fläche
20.180 km²
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Lage
DänemarkRusslandLitauenWeissrusslandUkraineSlowakeiTschechienDeutschlandWestpommernPommernErmland-MasurenPodlachienLublinKarpatenvorlandLebusNiederschlesienOppelnSchlesienKleinpolenGroßpolenKujawien-PommernŁódźHeiligkreuzMasowienPodlaskie in Poland.svg

Die Woiwodschaft Podlachien (polnisch: województwo podlaskie) liegt im Nordosten Polens mit der Hauptstadt in Białystok.

In der Woiwodschaft Podlachien liegen vier von den 23 polnischen Nationalparks, womit Podlachien nach der Woiwodschaft Kleinpolen, das über sechs verfügt, Platz zwei innerhalb Polens einnimmt. Es gilt als der "wilde Osten" Polens mit dem letzten Urwald Mitteleuropas. Hier leben die letzten Wisente in Europa in freier Wildbahn. Elche, Wölfe und Braunbären sind auch anzutreffen. Zahlreiche Zeugnisse jüdischer Kultur und des Reichtums der polnischen Magnaten. Das Branicki-Schloss in Białystok gilt als polnisches Versailles. Die Renaissance-Synagoge in Tykocin gilt als die schönste in Europa. Hier leben auch die polnischen Muslime - die Tataren zusammen mit orthodoxen und katholischen Polen. In Supraśl steht die wahrscheinlich schönste orthodoxe Kirche Polens. Die Kajakroute entlang der Czarna Hańcza zählt zu den attraktivsten in Polen. Im Seengebiet Wigry im äußersten Nordosten Polens gibt es exzellente Wassersportmöglichkeiten. Der hierzu gehörende See Hańcza ist mit über 100 m der tiefste in Polen und dem gesamten nordeuropäischen Tiefland von Frankreich bis Estland.

Woiwodschaft Podlachien gilt als die Region mit den niedrigsten Preisen in der EU.

Regionen[Bearbeiten]

Kreise der Woiwodschaft Podlachien

Die Woiwodschaft Podlachien umfasst nur ca. die Hälfte der Fläche des historischen Gebietes Podlachien. 42 % des historischen Podlachiens befinden sich in den Woiwodschaften Masowien, Lublin und der Republik Weißrussland. Dagegen nimmt das historische Podlachien nur 36 % des Woiwodschaftsgebietes ein. Die anderen Teile setzten sich aus folgenden Regionen zusammen:

  • zu 35 % aus der Seenplatte Suwalszczyzna um Suwałki,
  • zu 20 % aus dem historischen Masowien,
  • zu 7 % aus Polesie, das heute zum größten Teil in Weißrussland und der Ukraine ist,
  • zu 1 % aus der Schwarzen Rus, die heute ebenfalls zum größten Teil in Weißrussland und der Ukraine ist.

Orte[Bearbeiten]

Mit weniger als 60 Einwohner pro km² ist Podlachien die am dünnsten besiedelte Woiwodschaft Polens. Der Landesdurchschnitt liegt bei 123 Einwohner pro qkm. Nur die Woiwodschaftshauptstadt ist mit 300.000 Einwohnern eine Großstadt. Weitere Orte sind:

  • Białystok erlebte im frühen 19. Jahrhundert seinen Aufschwung mit der Entwicklung der Textilindustrie. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört zählt die Stadt heute rund 300.000 Einwohner und ist Verwaltungssitz der Woiwodschaft Podlachien. In Bialystok wurde einst Ludwig Zamenhof geboren. Dass er die Weltsprache Esperanto erfand, war kein Zufall. Denn in Białystok lebte schon seit langem ein buntes Völkergemisch zusammen. Es gab Weißrussen, Polen und Litauer, Roma und Tataren, es gab Katholiken, Altgläubige, Orthodoxe, Muslime und Juden. Die Juden haben die Zeit des Nationalsozialismus nicht überlebt. Ihre große Synagoge in Białystok wurde 1941 mitsamt rund 1000 Menschen verbrannt. Wichtigstes Baudenkmal ist das barocke Branicki-Schloss im Stadtzentrum, das wegen der im Rokoko-Stil angelegten Gartenanlagen auch „polnisches Versailles" genannt wird. Das Bauwerk wird von der Medizinischen Akademie genutzt. Das Rathaus am alten Marktplatz, Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, beherbergt heute das Museum für regionale Kultur. Gezeigt werden dort Arbeiten der Webkunst sowie wertvolle Fresken aus dem 16. Jahrhundert. In Białystok gibt es mehrere Theater und eine Philharmonie. Am Rande der Stadt befindet sich ein großes Flugsportzentrum, wo Ballonflüge und Rundflüge angeboten werden.
  • Suwałki wurde 1993 für seine Bemühungen zum Schutz der natürlichen Umwelt vom Europarat ausgezeichnet. Im Zentrum der Stadt, rund um den Plac Piłsudskiego, gibt es einige schöne spätklassizistische Bauten.
  • Łomża liegt am Rande der Puszcza Kurpiowska. In der einst stark zerstörten Stadt wurden einige wichtige Bauwerke wieder errichtet. Wahrzeichen ist die Anfang des 16. Jahrhunderts erbaute Kathedrale. Im Bezirksmuseum in der ul. Krzywe Koło 1 werden archäologische und volkskundliche Sammlungen gezeigt. Im nahe gelegenen Nowogród gibt es ein Freilichtmuseum mit alten Bauernhäusern sowie Windmühlen und Werkstätten aus der Region. In Łomża ist die bekannteste Brauerei Podlachiens tätig.
  • Augustów ist von drei Seen umgeben. Die 30 000 Einwohner zählende Stadt ist ein bekanntes Segelzentrum. Von hier aus finden auch Ausflugsfahrten der Weißen Flotte statt. Die Puszcza Augustowska ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Polens. Eine beliebte, fast 100 Kilometer lange Paddelstrecke führt durch den Urwald über den Augustów-Kanal und weiter über den Fluss Czarna Hańcza.
  • Bielsk Podlaski
  • Zambrów
  • Hajnówka
  • Grajewo
  • Tykocin − eine hübsche barocke Kleinstadt, liegt westlich von Białystok. Hier gibt es eine barocke Synagoge aus dem Jahr 1642. Sie war von den Nazis zerstört worden und wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Heute ist darin ein jüdisches Museum untergebracht. Sehr schön restauriert ist auch die barocke Pfarrkirche. Unweit von Tykocin befinden sich das Storchendorf Pentowo sowie das rustikale Gasthaus und Hotel in Kiermusy „Dworek nad Łąkami".
  • Supraśl ist eine Kleinstadt nordöstlich von Białystok. Hier gibt es ein sehr schön restauriertes griechisch-orthodoxes Kloster der Basilianer aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche war von den Nationalsozialisten zerstört worden und wurde erst in den vergangenen Jahren wieder aufgebaut. Die geretteten Ikonen werden in einem kleinen Museum gezeigt.
  • Die [Tatarischen Dörfer liegen östlich von Białystok, nahe der Grenze zu Weißrussland. In Kruszyniany und Bohoniki leben noch Nachfahren der Tataren, die bis heute ihren moslemischen Glauben bewahrt haben. In den Dörfern gibt es noch hölzerne Moscheen und moslimische Friedhöfe. Die Tataren kamen im 17. Jahrhundert auf Einladung von König Jan Sobieski aus der Mongolei nach Ostpolen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden ihre Familiennamen polonisiert, ihren Glauben behielten sie bis heute und Vornamen wie Ali und Mohammed sind dort keine Seltenheit.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Wisent im Nationalpark Białowieża

Der wertvollste Schatz Podlachiens ist die Natur. Circa 30% der Woiwodschaftsfläche unterliegen dem Naturschutz. Es gibt hier vier Nationalparks

  • Der Nationalpark Wigry liegt um den gleichnamigen See, der mit 73 m zu den tiefsten in Polen zählt. In dem Gebiet sind etwa 190 Vogelarten heimisch, in den Gewässern leben 25 Fischarten. Auf einer Landzunge befindet sich ein barockes Kloster der Kamadulenser, das mit seinen zwölf Einsiedeleien heute als Hotel genutzt wird,
  • Der Nationalpark Biebrza gilt als größtes und wertvollstes Moorgebiet in Mitteleuropa. Auf einer Länge von 135 km blieb der Biebrza-Fluss in seinem natürlichen Lauf erhalten. Regelmäßig werden beim Frühjahrs-Hochwasser große Landstriche unter Wasser gesetzt. Mehr als 270 verschiedene Vogelarten haben in dem Schutzgebiet ihren Lebensraum und ihre Brutstätten. Vor allem im Frühjahr zieht der Nationalpark Ornithologen aus aller Welt an. Für Touristen sind innerhalb des Nationalparks rund 480 km Wanderwege und 400 km Radwege ausgewiesen. Per Kajak kann man auf einer 135 km langen Strecke auf dem Biebrza-Fluss durch den Park fahren. Die Nationalparkverwaltung unterhält bei Osowiec-Twierda ein Informationszentrum. Dort werden auch Kajaks vermietet,
  • Der Nationalpark Białowieża ist der bekannteste Nationalpark Podlachiens, der von der UNESCO als Weltnaturerbe registriert wurde. König Władysław Jagiełło ging hier schon 1409 zur Jagd. Auch in den folgenden Jahrhunderten waren die Wälder ein bevorzugtes Jagdgebiet der Herrschenden. Das trug mit dazu bei, dass der Urwald bis heute erhalten blieb. Der Wald nimmt eine Gesamtfläche von 1250 Quadratkilometern ein und erstreckt sich bis nach Weißrussland. Die Natur ist hier sich selbst überlassen. Nur ein Teil des Urwalds darf mit Führern auf ausgewiesenen Wegen besucht werden. Insgesamt finden sich hier rund 5000 verschiedene Pflanzen sowie 15000 Tierarten. Die ältesten Bäume sind schon rund 500 Jahre alt. Größe Bewohner des Urwalds sind die Wisente. Etwa 250 von ihnen leben dort in freier Wildbahn. Ausgangspunkt für Touren in den Nationalpark Białowieża ist das Urwalddorf Białowieża. Dort gibt es eine gute touristische Infrastruktur mit mehreren neuen Mittelklassehotels. Im Schlosspark befindet sich das Informationszentrum der Nationalparkverwaltung mit einem neu eingerichteten Museum,
  • und der Nationalpark Narew gilt als polnischer Amazonas, wie der Narew-Fluss mit seinen zahllosen Nebenarmen bezeichnet wird. Das Gebiet ist seit 1996 als Nationalpark geschützt. In diesem Bereich sind etwa 200 Vogelarten heimisch, von denen die meisten dort auch brüten. Sitz der Nationalparkverwaltung ist in Kurowo in einem alten Herrenhaus. Dort finden Ausstellungen statt und man kann von hier aus einen Lehrpfad begehen,
  • drei Landschaftsparke (Suwalski, Łomżyński, Narew-Täler),
  • den Park der Knyszyn-Heide,
  • 88 Naturschutzgebiete,
  • und 15 andere geschützten Naturgebiete.

Die Woiwodschaft wird aufgrund des Naturreichtums „Die Grünen Lungen Europas“ und „Die Grünen Lungen Polens“ genannt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Podlachien lag an der inneren Grenze der polnisch-litauischen Adelsrepublik der beiden Nationen. Hinsichtlich des Kulturreichtums ist Podlachien die multiethnischte Woiwodschaft in Polen. Jahrhundertelang wurde dieses Gebiete von Polen, Weißrussen, Litauer, Ukrainer, Russen, Sinti und Roma, Tataren, Juden, Deutschen und Gläubigen der Kirche des alten Ritus bewohnt. Hier sind viele Kulturdenkmäler dieser Menschen geblieben. Nach den drei polnischen Teilungen im 18. Jahrhundert kam Podlachien zu Russland und kehrte nach dem Ersten Weltkrieg zu Polen zurück, wobei es damals in der nördlichen Mitte Polens lag und eine beliebte Ausflugsregion der Warschauer Eliten der Zwischenkriegszeit darstellte. 1921 wurde in Białowieża einer der ersten Nationalparks Europas gegründet in dem das anderenorts bereits ausgestorbene Wisent geschützt wurde und wird. Im Ort Suchowola befindet sich das im Jahre 1775 errechnete geographische Zentrum Europas. Hier überschneiden sich die Geradelinien, die den europäischen Kontinent in die Länge und Breite einteilen und die entferntesten Punkte Europas verbindend sich hier.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, Bus oder der Bahn. Allerdings sind hier die Straßenverhältnisse nicht besonders gut und das Schienennetz nicht besonders eng. Die Verbindung Warschau−Białystok ist jedoch sehr gut und wird zur Autobahn ausgebaut. Auch der Zugverkehr Warschau−Białystok kann sich sehen lassen. Alle anderen Ziele sollten von Białystok angefahren werden. Mit dem Flugzeug kann man von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus dem Flughafen in Warschau anfliegen.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Zentrum von Podlachien ist Białystok. Von da aus sind alle wichtigen Orte mit dem PkW, der Bahn oder den Omnibussen gut erreichbar. Die Fahrpreise sind sehr niedrig. Das Benzin ist innerhalb Polens in Podlachien am günstigsten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • das Barockschloss der Branickis in Białystok gilt als polnisches Versailles
  • das uniierte Kloster von Supraśl gilt als schönstes dieser Art in Polen
  • das aus dem 18. Jahrhundert stammende Barockkloster der Kamedulen am Wigry-See
  • das Klosterkomplex der Jesuiten in Drohiczyn
  • die russisch-orthodoxe Verklärung-Christi-Kirche an der Święta Góra Grabarka (Heiliger Berg Grabarka)
  • die russisch-orthodoxe Nikolaus-der-Wundertäter-Kirche in Białystok
  • die neogotische Marien-Kirche in Białystok
  • die Renaissance-Synagoge und jüdischer Renaissance Friedhof in Tykocin
  • die älteste polnische Moschee in Kruszyniany.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

In der Woiwodschaft Podlachien gibt es eine große Anzahl uriger Kneipen und Gaststätten. Das Nachtleben konzentriert sich auf die Woiwodschaftshauptstadt Białystok.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen, z.B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm mit Mitteltemperaturen zwischen 16 °C und 19 °C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um 0 °C im Nordwesten und bis zu -5 °C im Südosten. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Süd- und Westpolen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Woiwodschaft Podlachien grenzt an die Woiwodschaften Masowien, Ermland-Masuren und Lublin. Sowohl die beliebte Ferienregion Masuren, wie die stürmische polnische Metropole Warschau sind nicht weit. Weitere Naturschönheiten werden in den Nationalparks in vier südlicheren Nationalparks der "Polnischen Ostwand" in den Woiwodschaften Karpatenvorland und Lublin geschützt, insbesondere in den wilden Waldkarpaten.

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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