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Lebus

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Lebus
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Die Woiwodschaft Lebus (poln. Województwo lubuskie) liegt im westlichen Polen und grenzt im Westen an Deutschland, im Norden an die Woiwodschaft Westpommern, im Osten an die Woiwodschaft Großpolen, im Süden an die Woiwodschaft Niederschlesien. Lebus ist als Ebene durch zahlreiche Sümpfe an der Oder (polnisch: Odra) und Warthe (polnisch: Warta) gekennzeichnet. In Lebus liegt auch das größte polnische Weinanbaugebiet bei Zielona Góra (Grünberg (Schlesien)).

Lebus ist auch der Name einer deutschen Kleinstadt an der Oder im Land Brandenburg, nahe der Stadt Frankfurt (Oder) gelegen. Von dieser einst bedeutenden Stadt stammt der Name der heutigen Region.

Regionen[Bearbeiten]

Die Region setzt sich aus Gebieten zusammen, die historisch teilweise zu Schlesien, Großpolen und Lebus gehörten.

Orte[Bearbeiten]

Karte der Woiwodschaft

In der dünn besiedelten Woiwodschaft gibt es zwei Großstädte:

1 Zielona Góra (Grünberg) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Lebus. Mit der sanierten Altstadt ist sie das touristische Zentrum der Region.

2 Gorzów Wielkopolski (Landsberg a.d. Warthe) ist das Verwaltungszentrum der Woiwodschaft Lebus.

Die Städte entlang der deutschen Grenze sind bei vielen Deutschen zum Einkaufen beliebt:

3 Kostrzyn nad Odrą (Küstrin) ist eine historische Festungsstadt, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Die Altstadt ist heute eine unbewohnte Wüstung aus Ruinen (aber für Geschichtsinteressierte durchaus spannend).

4 Słubice (Frankfurt-Dammvorstadt) ist ein ehemaliger Stadtteil von Frankfurt (Oder) und die von Berlin aus am besten erreichbare Stadt in Polen mit vielen Einkaufsmöglichkeiten.

5 Gubin (Guben) ist der östliche Teil der Stadt Guben, die 1945 in einen polnischen und einen deutschen Teil geteilt wurde.

6 Łęknica (Lugknitz) ist eine kleine Grenzstadt an der Neiße gegenüber dem sächsischen Bad Muskau. Hier befindet sich der polnische Teil des UNESCO-Welterbes Fürst-Pückler-Park.

Zudem gib es weitere interessante Städte in der Woiwodschaft:

7 Świebodzin (Schwiebus) ist vor allem bekannt für die 2010 errichtete weltgrößte Christusstatue.

8 Krosno Odrzańskie (Crossen an der Oder) war lange eine wichtige Festung und ein bedeutender Oderübergang.

9 Żary (Sorau), 10 Żagań (Sagan), 11 Nowa Sól (Neusalz an der Oder) und 12 Wschowa (Fraustadt) sind Städte im südlichen Lebus. Nach großen Zerstörungen im zweiten Weltkrieg bemühen sich die Städte, die historischen Gebäude wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Die A Festungsfront Oder-Warthe-Bogen (Ostwall) besteht aus starken Befestigungsanlagen des Deutschen Reiches und zieht sich in Nord-Süd-Ruichtung etwa von der Oder bis zur Warthe. Auch wenn viele der Bunker nach dem Krieg gesprengt wurden könnenen mehrere Teile besichtigt werden, vor allem nördlich von Świebodzin.
  • Das mittelalterliche Dorf B Łagów ist ein beliebstes Ausflugsziel zwischen zwei Seen in einem attraktiven Tal mit einer gut erhaltenen Johanniterburg.
  • Der C Nationalpark Warthe-Mündung liegt im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Kanäle und unzählige Bäche durchziehen das Gebiet, in dem zahlreiche Vogelarten leben

Hintergrund[Bearbeiten]

Lebus lag nach den Völkerwanderungen im Grenzgebiet der Wenden, Polanen und des Großmährischen Reiches. Im 10. Jahrhundert kam Lebus an Polen und gehörte in der Zersplitterungszeit zu Großpolen und Schlesien. Im 13. Jahrhundert wurde es als Neumark von Brandenburg erworben. Der Weinanbau geht auf diese Zeit zurück und florierte im Mittelalter.

Sprache[Bearbeiten]

In den Städten wird oft Deutsch gesprochen, ansonsten kommt man natürlich mit Englisch recht weit. In ländlichen Gebieten abseits der wichtigsten Touristenregionen wird es schwieriger sich mit Deutsch und Englisch zu verständigen. Kenntnisse anderer slawischer Sprachen können behilflich sein. Und schließlich ist das Polnische nicht so schwer zu erlernen, wie man vielleicht zunächst meint.

Anreise[Bearbeiten]

In der Woiwodschaft gibt es lediglich den White plane icon.svg Regionalflughafen Zielona Góra-Babimost (IATA CodeIEG), der nur von Warschau aus angeflogen wird.

Die nächsten größeren Flughäfen sind Posen (135 km von Gorzów, 150 km von Zielona Góra), Stettin-Goleniów (SZZ; 130 km von Gorzów), Berlin-Schönefeld (SXF; 155 km von Gorzów) und Breslau (WRO; 150 km von Zielona Góra).

Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind gut.

Der Eurocity Berlin–Frankfurt (Oder)–Posen–Warschau (im Zweistundentakt) hält in Rzepin, Świebodzin und Zbąszynek. Dort kann man in Züge nach anderen Teilen der Woiwodschaft umsteigen. Stündlich fährt eine Regionalbahn von Berlin-Ostkreuz und -Lichtenberg über Strausberg in die Grenzstadt Kostrzyn. Von Berlin nach Gorzów braucht die schnellste Verbindung rund zwei Stunden, nach Zielona Góra etwa 2:40 Std. Von Frankfurt (Oder) fahren mehrmals täglich Regionalzüge über Rzepin nach Zielona Góra (Fahrtzeit insgesamt rund 1½ Std). Von Görlitz fährt der Trilex mehrmals täglich über Żary nach Zielona Góra (insgesamt 2½ Std). Nur am Wochenende fährt der „Kulturzug“ Berlin-Lichtenberg–Breslau, der unterwegs in Żary und Żagań hält.

Die deutsche Autobahn A12 (Berlin–Frankfurt (Oder)) setzt sich östlich der Grenze als polnische Autobahn A2 (zugleich Europastraße E30) fort, die u. a. an Świebodzin vorbeiführt. Dort kreuzt sie sich mit der autobahnähnlich ausgebauten Schnellstraße S3, die die Verbindung mit Zielona Góra und Gorzów herstellt. Zudem setzt sich die deutsche Bundesstraße B1 (Berlin–Müncheberg–Küstrin) in Polen als Landstraße DK 22 fort, die direkt nach Gorzów führt. Von Guben/Gubin kann man auf der DK 32 nach Zielona Góra fahren.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Straßennetz ist eines der dichtesten in Polen. Dies gilt auch für Zugverbindungen. Zum Beispiel fahren fast stündlich Züge (sowohl schnellere IC und TLK als auch Regionalzüge mit mehr Unterwegshalten) auf der Route Zielona Góra–Nowa Sól–Głogów–Breslau, annähernd zweistündlich auf der Route Zielona Góra–Rzepin–Kostrzyn–Stettin sowie mehrmals täglich Regionalzüge auf der Route Gorzów Wlkp.–Międzyrzecz–Zbąszynek–Zielona Góra (Fahrtzeit gut 2 Std).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Christus-König-Statue Świebodzin
  • Sehenswert ist vor allem das mittelalterliche Zielona Góra.
  • Christus-König-Statue bei Świebodzin – mit 36 Metern die höchste Christusfigur der Welt (6 Meter höher als die Christus-Erlöser-Statue in Rio de Janeiro), sie wurde 2010 fertiggestellt.
  • Festung Küstrin (Kostrzyn nad Odrą) – Überreste der ab dem 16. Jahrhundert angelegten preußischen Festung
  • Schloss Tamsel in Dąbroszyn (5 km nordöstlich von Kostrzyn)
  • Rokoko-Schloss Pförten in Brody (25 km südlich von Gubin)
  • Schlossruine Carolath in Siedlisko (9 km südöstlich von Nowa Sól)
  • Zisterzienser-Kloster Paradies (12 km nördlich von Świebodzin)

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die Region läd zum Wandern, Fahrradfahren, Reiten und Wassersport ein.

Küche[Bearbeiten]

Lange Zeit galt die Region um Zielona Góra als das Zentrum des Weinbaus in Polen. Auch wenn mittlerweile anderenorts mehr Weinberge bestehen, wird hier immer noch viel Wein angebaut. Zur polnischen Küche siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu Polen.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Zielona Góra gibt es viele Weinstuben und das größte polnische Weinfest im Herbst.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z.B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiß mit Mitteltemperaturen zwischen 16 °C und 21 °C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5 °C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Westpolen.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe Artikel zu Polen.

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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