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Niederlausitz

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Marktplatz mit Rathaus und Kreuzkirche in Spremberg

Die Niederlausitz ist eine Region im Süden des Landes Brandenburg, die historisch auch ein kleines Stück nach Polen hinein reicht. Das bekannteste Reiseziel der Niedelausitz ist sicherlich der Spreewald mit seinen verstreuten gehöften und Dörfern und seinen unzähligen Fließen, die zum Paddeln einladen. Auch für das Fahrrad ist die gesamte Region gut erschlossen.

Regionen[Bearbeiten]

  • Lausitzer Grenzwall – Die Landschaft südwestlich des Spreewalds zieht sich vom Niederen Fläming bis zum Muskauer Faltenbogen.
  • Lieberoser Heide – Heidelandschaft nördlich von Cottbus.
  • Niederlausitzer Neiße – das östliche Grenzgebiet zu Polen entlang der Lausitzer Neiße.
  • Spreewald – Eine der bekanntesten Landschaften Brandenburgs und eigentlich auch Deutschlands.
  • Durch den Braunkohlentagebau in der südlichen Niederlausitz und der nördlichen Oberlausitz ist mit dem Lausitzer Seenland eine neue Landschaft entstanden.
  • Die Niederlausitz erstreckt sich historisch gesehen noch etwas weiter Richtung Osten in die benachbarte polnische Woiwodschaft Lebus hinein, auch wenn sie mittlerweile als eine ausschließlich in Deutschland gelegene Region wahrgenommen wird. Das östliche Ende der Niederlausitz wurde durch den Fluss Bober (Bóbr) beschrieben.

Orte[Bearbeiten]

Karte von Niederlausitz

Die folgenden Orte sind die größten der Region und bieten sich als AUsgangspunkte für die Erkundung der Niederlausitz an.

  • 1 Cottbus Website dieser Einrichtung Cottbus in der Enzyklopädie Wikipedia Cottbus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCottbus (Q3214) in der Datenbank Wikidata ist die größte Stadt in der Niederlausitz liegt zwischen Spreewald, Lausitzer Grenzwall und Lieberoser Heide und gilt als kulturelles Zentrum der Sorben. Die Stadt liegt günstig, um viele interessante Orte zu besuchen. Cottbus befindet sich vor der Haustür des bekannten Spreewaldes. Südlich befindet sich das Lausitzer Seenland. Nach der Flutung des Tagebaus Cottbus Nord wird sogar einmal der größte See des Seenlandes vor der Haustür liegen. Aber auch das schöne Schlaubetal nördlich der Stadt lässt sich bequem als Tagesausflug erreichen.
  • 2 Calau Website dieser Einrichtung Calau in der Enzyklopädie Wikipedia Calau im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCalau (Q532803) in der Datenbank Wikidata liegt 25 km westlich von Cottbus. Die nahe gelegene Calauer Schweiz lädt zum Wandern zu den Plinsdörfern ein und westlich und südwestlich liegen einige erschlossene Seen ehemaliger Tagebaue.
  • 3 Finsterwalde Website dieser Einrichtung Finsterwalde in der Enzyklopädie Wikipedia Finsterwalde im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFinsterwalde (Q588905) in der Datenbank Wikidata ist bekannt durch das Finsterwalder Sängerfest welches seit 1954 in der Stadt stattfindet und auf einem alten Lied gründet.
  • 4 Forst Website dieser Einrichtung Forst in der Enzyklopädie Wikipedia Forst im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsForst (Q572545) in der Datenbank Wikidata alte Tuchmacherstadt und Grenzort mit Polen. Überregional bekannt ist der Rosengarten der Stadt,
  • 5 Guben Website dieser Einrichtung Guben in der Enzyklopädie Wikipedia Guben im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGuben (Q494747) in der Datenbank Wikidata liegt an der Grenze nach Polen zusammen mit ihrer Partnerstadt Gubin. Bekannt ist das Plastinarium von Prof. Gunther von Hagens. Hier gibt es seit Ende 2006 eine Schauwerkstatt.
  • 6 Lauchhammer Website dieser Einrichtung Lauchhammer in der Enzyklopädie Wikipedia Lauchhammer im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLauchhammer (Q589247) in der Datenbank Wikidata ist geprägt durch den Bergnbau. Hier befinden sich Kunstgussmuseum und die Biotürme, Teile einer alten Kokerei.
  • 7 Schwarzheide Website dieser Einrichtung Schwarzheide in der Enzyklopädie Wikipedia Schwarzheide im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSchwarzheide (Q584474) in der Datenbank Wikidata ist eine junge Stadt die 1936 im Zusammenhang mit einem Braunkohlensynthesewerk entstand.
  • 8 Senftenberg Website dieser Einrichtung Senftenberg in der Enzyklopädie Wikipedia Senftenberg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSenftenberg (Q491754) in der Datenbank Wikidata ist der Ausgangspunkt für die Erkundung des Lausitzer Seenlandes
  • 9 Spremberg Website dieser Einrichtung Spremberg in der Enzyklopädie Wikipedia Spremberg im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSpremberg (Q572559) in der Datenbank Wikidata Stadt an der Spree mit einem Schloss, einigen sehenswerten Gebäuden und einer reizvollen Umgebung.

In dem kleinen historischen Teil auf polnischer Seite (Łużyce Dolne) befinden sich folgende Orte.

  • 10 Brody Website dieser Einrichtung Brody in der Enzyklopädie Wikipedia Brody im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBrody (Q149790) in der Datenbank Wikidata (Pförten) ist ein kleiner Ort in der Woiwodschaft Lebus in Polen und liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und Niederschlesien ca. 5 Kilometer östlich der deutschen Grenzstadt Forst (Lausitz). Brody ist bekannt für die Ruine des barocken Brühlpalasts, der seit 2013 restauriert wird.
  • 11 Gubin Website dieser Einrichtung Gubin in der Enzyklopädie Wikipedia Gubin im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGubin (Q312061) in der Datenbank Wikidata ist die polnische Hälfte der Grenzstadt Guben.
  • 12 Jasień Website dieser Einrichtung Jasień in der Enzyklopädie Wikipedia Jasień im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsJasień (Q164241) in der Datenbank Wikidata (Gassen) liegt zwischen Lubsko und Żary und hat eine alte barocke Schlussruine. Unweit des Ortes befindt sich ein 15° Meridianpunkt.
  • 13 Lubsko Website dieser Einrichtung Lubsko in der Enzyklopädie Wikipedia Lubsko im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLubsko (Q149111) in der Datenbank Wikidata (Sommerfeld) befindet sich ca. 30 von der Grenze entfernt und bietet eine kleine Altststadt sowie einen kleinen einladenden See zur Naherholung.
  • 14 Żary Website dieser Einrichtung Żary in der Enzyklopädie Wikipedia Żary im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŻary (Q148849) in der Datenbank Wikidata (Sorau) ist insbesondere für seine historische Altstadt mit dem Bibersteinschloss und dem Promnitzschloss sowie das südlich gelegene Waldgebiet Zielony Las (Sorauer Wald) bekannt. Zusätzlich bietet der Ort gute Ausflugsmöglichkeiten, beispielsweise nach Żagań und Iłowa.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Niederlausitz hat ihren Namen von dem slawischen Stamm der Lusici erhalten, welche zwischen der Bober und Oder im Ostteil und der Schwarzen Elster im Westen wohnten, und wurde 963 von Markgraf Gero unterworfen und dem Deutschen Reich einverleibt. Anfangs ein Teil der sog. Ostmark, bildete dieses Land später eine besondere Mark Lausitz, die nach häufigem Herrscherwechsel 1136 an Konrad d. Gr. von Meißen gelangte und nun, bald mit Meißen vereinigt, bald wieder davon getrennt, im Besitz der Wettiner blieb, bis 1303 Diezmann sich genötigt sah, sein Land an die Markgrafen von Brandenburg zu veräußern. So standen jetzt die beiden Teile der Lausitz für kurze Zeit gemeinsam unter den brandenburgischen Askaniern. Als 1319 mit Waldemar d. Gr. dieses Haus erlosch, übergab König Ludwig der Bayer Brandenburg und die übrigen noch damit verbundenen Länder 1324 seinem Sohne Ludwig zu Lehn. Von den Wittelsbachern wurde die Niederlausitz mehrfach an benachbarte Fürsten (Meißen, Schweidnitz) verpfändet und endlich 1373 völlig an Kaiser Karl IV. abgetreten. Seitdem dem böhmischen Staatswesen inkorporiert, hatte sie, einzelne neue Verpfändungen abgerechnet, mit der Oberlausitz gleiche Landesherren und gleiche Schicksale. Durch den Traditionsrezess vom 30. Mai 1635 und den Traditionsabschied vom 24. April 1636 wurden die beiden Teile völlig an Kursachsen abgetreten. 1815 kam die gesamte Niederlausitz und die Hälfte der Oberlausitz von Sachsen an Preußen.

Brauchtum[Bearbeiten]

Die Vorfahren der Region glaubten an Geister der Vegetation und Fruchtbarkeit, die sich in der Form von Tieren manifestierten. Man gläubte, der Hahn (niedersorbisch: kokot) kann mit seinen Kräften die Ernte beeinflussen. Zum Ende der Vegetationszeit, versteckte er sich unter der letzten Garbe. Diese letzte Garbe wurde geschmückt mit Blumen und Bändern geschmückt. Der Ausruf „niedersorbisch: Źins jo kokot- heut ist kokot“ kündigte das Ende der Ernte an. Das Hahnrupfen (niedersorbisch: £apanje kokota), ein Erntebrauch, findet man noch in einigen Dörfern rund um Cottbus an. Hierzu wurde aus geschmückten Balken eine Pforte auf dem Feld errichtet. Am Querbalken wurde kopfüber ein toter Hahn angebunden. Nun müssen die Burschen des nacheinander das Tor durchreiten. Wer als erster dem Hahn den Kopf abreißt, gilt als 1. Erntekönig. Wer die Flügel abreißt, wird 2. bzw. 3. Erntekönig. Alle wählen mit verbundenen Augen nun für einen Ehrentanz ihre Tanzpartnerinnen aus. Auch Ernteköniginnen werden durch Wettkämpfe (Froschkarren, Junggesellenkarren oder Eierlaufen) ermittelt.

Das Zampern dient der Austreibung des Winters. Es findet am Faschingsdienstag statt. Jugendliche ziehen dabei in Faschingskostümen von Haus zu Haus. Dabei wird Geld für die kommenden Faschingsaktivitäten gesammelt. Die Spender bekommen dafür einen Schnaps und ein Ständchen. Die Kinder, die durchs Dorf ziehen bekommen Süßigkeiten.

Sprache[Bearbeiten]

Die Niederlausitzer Mundart, eine südmärkische Mundart, wird gern in die Berliner Ecke gerückt. Allerdings gibt es auch eindeutige sächsische Einflüsse, auch wenn mancher Brandenburger das nicht gern hören mag. Beschreiben lässt sich die Mundart vielleicht als etwas schlampiges Hochdeutsch, bei dem gern mal ein Buchstabe verschluckt wird. Ein typisches Beispiel ist „r“. Wenn es nicht am Anfang steht, vernimmt man es bei Niederlausitzern kaum. Von einem Einheimischen ausgesprochen ist die Region also die „Niedalausitz“. Ein kurzes „i“ wird oft zum „ü“ und ein „e“ bei Wörtern, die auf „-en“ enden, verschwindet gern einfach. An Berlinerisch erinnert der Umstand, dass das „ge-“ auch mal zum „je-“ wird. Also „jehn die Einheimüschn irjendwohin“.

In der Niederlausitz trifft man auf eine lokale Sprache - das Niedersorbisch (niedersorbisch: Dolnoserbšćina, dolnoserbska rěc), vor Ort oft auch als Wendisch bezeichnet. Diese westslawische Sprache ist eine der beiden sorbischen Sprachen, das Obersorbisch spricht man in der Oberlausitz. Besuchern der Region wird dies am ehesten an der oft präsenten zweisprachigen Beschilderung von Straßen und Orten auffallen. Das einzige deutsche Institut für Sorabistik befindet sich allerdings in Leipzig. Als Anzahl der Sprecher des Niedersorbischen geht man heutzutage von rund 10.000 aus. Zentrum sind die Stadt Cottbus, in der es auch ein sorbischen Gymnasium gibt sowie die umliegenden Dörfer. Im Dorf Dissen zählte man 1995 noch 29% des Wendischen mächtige Einwohner.

Anreise[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) organisiert den öffentlichen Personennahverkehr in Berlin und Brandenburg.

Die Region Berlin-Brandenburg verfügt über ein dichtes Netz an Regionalexpress- und Regionalbahnlinien, das an touristischen Zielorten häufig durch Ausflugsbusse ergänzt wird. Die meisten touristischen Ziele Brandenburgs sind damit stündlich oder zweistündlich gut zu erreichen. In Brandenburg und Berlin kann man mit dem Brandenburg-Berlin-Tickets zum Preis von 29,- € mit bis zu 5 Personen bequem und kostengünstig fahren. Das Ticket gilt montags bis freitags ab 9 Uhr und am Wochenende ganztags bis 3 Uhr am Folgetag in allen Nahverkehrsmitteln. Nachtschwärmer zahlen zwischen 18 Uhr und 6 Uhr am Folgetag nur 22,- €. Einzelreisende nutzen die Tageskarte für das VBB-Gesamtnetz zum Preis von 21,- €.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Karte von Niederlausitz

Aussichtstürme und -punkte[Bearbeiten]

Auch wenn die Niederlausitz nur eine teilweise leicht wellige Landschaft ist, so findet man trotzdem einige Punkte von denen aus man ins Land schauen kann.

  • Der 1 Bismarckturm. Bismarckturm in der Enzyklopädie Wikipedia Bismarckturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBismarckturm (Q866507) in der Datenbank Wikidata. in Burg (Spreewald) bietet eine schöne Rundsicht über das grüne Kronenmeer des oberen Spreewaldes.
  • 2 Rostiger Nagel. Rostiger Nagel in der Enzyklopädie Wikipedia Rostiger Nagel im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRostiger Nagel (Q63520958) in der Datenbank Wikidata. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf den Sornoer Kanal und die umliegenden Seen und Wälder der Lausitzer Seenplatte.
  • 3 Aussichtsturm Merzdorf. Aussichtsturm Merzdorf in der Enzyklopädie Wikipedia Aussichtsturm Merzdorf im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAussichtsturm Merzdorf (Q14544331) in der Datenbank Wikidata. Der Aussichtsturm im Osten der Stadt Cottbus bietet einen weiten Blick über den künftigen Cottbusser Ostsee, der aus dem ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord entstand.
  • Ebenfalls am Tagebau Cottbus Nord, in Neuendorf öffnet ein neuer 50m hoher Turm seine Pforten - mit weitem Blick in die Landschaft der Niederlausitz,
  • Aussichtsturm am Felixsee - Der Turm steht in der hügeligen Waldlandschaft des Muskauer Faltenbogens
  • Bismarckturm bei Spremberg
  • Der Turm auf dem Wehlaberg ist 23m hoch und bietet einen wieten Blick auf die Krausnicker Berge, Tropical Island und, bei gutem Wetter, bis nach Berlin.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 1 Tropical Island. Tel.: +49 (0)35477 60 50 50, Fax: +49 (0)35477 60 60 60, E-Mail: . Tropical Island in der Enzyklopädie Wikipedia Tropical Island im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTropical Island (Q511276) in der Datenbank Wikidata. Europas größte tropische Urlaubswelt befindet sich in der größten freitragenden Halle der Welt und enthält einen Südseestrand, einen Regenwald, ein Tropendorf und vieles mehr. Baden, Sauna und Spaß für die ganze Familie.
  • Sport- und Freizeitpark Teichland. Hauptatttraktion ist eine 900m lange Sommerrodelbahn

Literatur[Bearbeiten]

  • Kerstin und André Micklitza: Lausitz. Unterwegs zwischen Spreewald und Zittauer Gebirge. Reiseführer, 5. aktualisierte und erweiterte Auflage, Trescher Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-89794-330-8
  • Günter Wetzel: Germanen – Slawen – Deutsche in der Niederlausitz. In: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission, vol. 83, Mainz 2002, Seite 206–242, ISSN 0341-9312
  • Rudolf Lehmann: Geschichte der Niederlausitz. Veröffentlichungen der Berliner Historischen Kommission, Band 5, Berlin 1963

Weblinks[Bearbeiten]

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