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Brody

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Brody
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Brody (deutsch: Pförten) ist ein kleiner Ort in der Woiwodschaft Lebus in Polen und liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und Niederschlesien ca. 5 Kilometer östlich der deutschen Grenzstadt Forst (Lausitz). Brody ist bekannt für die Ruine des barocken Brühlpalasts, der seit 2013 restauriert wird.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Brody

Anreisen kann man am besten mit dem Auto. Mit der Bahn kommt man nur bis Forst.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Brody
Seitenflügel Schloss
  • 1 Schloss Pförten (Pałac Brühla w Brodach). Schloss Pförten in der Enzyklopädie Wikipedia Schloss Pförten im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSchloss Pförten (Q11814738) in der Datenbank Wikidata. Das Schloss wurde 1680 durch Graf Ulrich Hipparchos von Promnitz an Stelle der mittelalterlichen Burg Pförten errichtet. 1741 bis 1749 wurde es für den Grafen Heinrich von Brühl nach Entwürfen Johann Christoph Knöffels im Stil des Rokoko umgebaut. In den folgenden Jahren war es eine bevorzugte Residenz von Graf von Brühl. 1758 wurde das Schloss auf Befehl von König Friedrich II. von preußischen Truppen niedergebrannt. Um 1858 erfolgte eine Restaurierung. Von 1919 bis 1924 wurde es wiederaufgebaut. 1945 wurde das Schloss erneut beschädigt. Die Sanierung des Schlosses begann im Sommer 2013, nachdem Nebengebäude und Park bereits teilweise wiederhergestellt worden sind.[1]
Gebäude: Das Schloss ist ein dreistöckiger hufeisenförmiger Repräsentationsbau, der von einem Schlosspark und zwei Kavaliershäusern umgeben ist. Der durch den alten Vorgängerbau vorgegebene Grundriss des Schlosses blieb unangetastet. Nach Plänen Knöffels wurde seitlich neben dem Vestibül eine neue Haupttreppe eingefügt. Außerdem erhielten die verlängerten Flügel hinter ihrer Stirnseite jeweils ein Treppenhaus zur internen Verbindung. Knöffel musste die sehr großen Räume des alten Schlosses durch Einbauten und Unterteilungen den veränderten Wohnbedürfnissen anpassen. Die zum Garten gelegenen repräsentativen Räume des ersten Obergeschosses blieben in ihren Abmessungen unverändert. Die übrigen Teile des Schlosses erfuhren grundlegende Veränderungen; so verbarg Knöffel mittels eines schmalen Mittelkorridors mit Nebentreppen die dahinter befindlichen Räume.[2]
Die von Knöffel entworfene dreiläufige Treppe des Haupttreppenhauses befand sich ohne axiale Bezüge seitlich neben dem Vestibül. Zudem verfügte sie über einen zur Mittelachse des Hauses parallelen Antritt. Am Treppenauge wurde die Treppe von Pfeilern gestützt. Die Pfeiler am mittleren Lauf waren ausgerundet, ebenso der Anschluss der Stufen, so dass sich eine optische Überleitung von einem Lauf zum anderen ergab.[3]
Statuen und Fassade: Statuen Johann Gottfried Knöfflers schmückten das Gebäude, zwei Atlantengruppen flankieren bis heute das Hauptportal und stützen den darüber befindlichen Balkon. An den Schmalseiten der Schlossflügel spaltete sich das Gesims auf, indem die unteren Profile weiter horizontal, die oberen dagegen in der Form eines Segmentbogens verlaufen. Die dabei entstandenen Felder waren mit Bauinschriften versehen.[4]
Innendekoration: Grundgerüst der Wandgliederung im Innern bildete die Staffelung der Wände in zarte Vor- und Rücksprünge. Diese Wandgliederung ging auf die sogenannte Joachimsteiner Wandabwicklung zurück. Knöffel fügte hier als neues Element den Wechsel von breiten und schmalen Feldern hinzu, aufgeteilt in eine Sockel- und darüber befindliche Wandzone. Ein Gebälk deutet Knöffel bei seiner Innendekoration nicht an, so bildete den Abschluss lediglich ein einfaches Gesims, das in der Mitte aufgerissen wurde und sich empor bog, sodass auch hier an diesen Punkten Kartuschen zwischen Wand und Decke vermittelten.[5]Der Wandaufriss eines Kabinettes in Schloss Pförten zeigte ebenso die für Knöffel typische Innendekoration. Die Wand wurde durch Felder gegliedert, wobei wegen der kleinen Abmessungen des Raums auf einen Wechsel von schmalen und breiten Feldern verzichtet wurde. Ihr Schmuck erfolgte durch bildhafte Darstellungen, und die Verwendung der Rocaille blieb auf die Rahmungen beschränkt, wobei Rahmen- und Bildfunktionen streng voneinander getrennt wurden.[6]
Park: Zum Schloss gehört auch ein Park. Es gibt ebenfalls Kavalierhäuser. Das in einem Halbkreis aufsteigende Hauptgesims der Kavalierhäuser betont die darunter befindliche Durchfahrt in der Mittelachse. Die Sandsteinplastiken im Park schuf ebenfalls der Dresdner Hofbildhauer Johann Gottfried Knöffler. Der Schlosspark Brody wurde 2010 eines von vier Gründungsmitgliedern im Europäischen Parkverbund Lausitz Von Graf Brühl bis Fürst Pückler. Weitere Mitglieder sind der in Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, der Ostdeutscher Rosengarten in Forst (Lausitz) und der Fürst-Pückler-Park Branitz in Cottbus.
  • 1 Post (Poczta), Wolności 6, 68-343 Brody, Polen. Post im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPost (Q30143063) in der Datenbank Wikidata. Barockes Gebäude mit der Postfiliale von Brody.
  • 2 Aussichtsturm (Wieża widokowa) (Aus Richtung Forst kommend der erste Weg links). Tel.: +48 607 133 384.Aussichtsturm (Q93091566) in der Datenbank Wikidata. Der 41 Meter hohe Turm mit 176 Stufen bietet einen schönen Blick auf das kleine Brody moit dem Schloss sowie die waldreiche weite Umgebung. Geöffnet: Di 09:00-17:00; Mi-Fr 08:00-17:00; Sa 09:00-17:00. Preis: 3/1,5 zł (Erw/Kind).
  • 3 Friedhof Brody (Cmentarz) (östlich der Hauptstraße zwischen der Straße und dem See). Friedhof Brody im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFriedhof Brody (Q30142997) in der Datenbank Wikidata. Der alte Friedhof Brodys ist denkmalgeschützt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

In den vielen Wäldern, kann man Wandern. Größere Teile der Gemeinde sowie der östlich gelegenen Gemeinde Lubsko sind mit Wald bedeckt, man sollte aber damit rechnen, auch ein Jagdgesellschaft zu treffen, da hier auch das Jagen für ausländische Besucher organisiert werden kann. Im 15 km südwestlich gelegenen Ortsteil Brożek gibt es eine Paintballanlage (Siehe auch: Ausflüge).

Einkaufen[Bearbeiten]

Direkt im Ortszentrum gegenüber dem Schloss gibt es zwei Lebensmittelmärkte. Der nächste Supermarkt befindet sich 5 km entfernt in Lubsko. Einen kleinen typischen Grenzmarkt findet man am Grenzübergang nördlich von Forst.

Küche[Bearbeiten]

  • Das Hotel Palac Brody bietet ein Restaurant mit etwas historischem Ambiente.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Hotel Schloss Pförten (Palac Brody), plac Zamkowy 9, 68-343 Brody, Polen. Tel.: +48 68 371 39 09, +48 667 657 866, E-Mail: .Hotel Schloss Pförten (Q92768286) in der Datenbank Wikidata. Hotel und Restaurant in einem der restaurierten Nebenhäuser des Schlosses Pförten. Zimmer ab 50 Preis: €.
  • 2 Pension Wiejska Sielanka (Wiejska Sielanka), 8, Jeziory Dolne 8, 68-343, Polen. Tel.: +48 504 940 737.Pension Wiejska Sielanka (Q92770191) in der Datenbank Wikidata. Gepflegtes und ruhiges Gästehaus mit 4 Zimmern. Ein Zimmer mit Jacuzzi. Grill ist draußen verfügbar. Besitzer sprechen deutsch. Preis: ab 20 €.
  • 3 Ptasi Ogród, Kilińskiego 16A, 68-343 Brody, Polen (Von der Hauptstraße aus den Ort durchqueren. Das Haus liegt am Abzweig Richtung Datyń .). Tel.: +48 667 529 986.Ptasi Ogród (Q93095903) in der Datenbank Wikidata. De Pension bietet drei Zimmer und ein reichhaltiges Frühstück von den freundlichen Besitzern. Terrasse und Privatparkplatz sowie kostenfreie Fahrräder und Wifi. Preis: ab 35  €.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Nahe dem kleinen Dorf 1 Brożek Brożek in der Enzyklopädie Wikipedia Brożek im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBrożek (Q150019) in der Datenbank Wikidata (Scheuno, 15 km südwestlich) an der Neiße befinden sich im Wald noch Ruinen der w:Sprengchemie Forst-Scheuno. Das Gelände ist frei zugänglich, allerdings sind bis heute nicht alle Munitionsreste aus den Ruinen beseitigt. Auf dem Geleände hat sich mittlerweile auch eine Paintballanlage niedergelassen.
  • 2 Forst (Lausitz) Website dieser Einrichtung Forst (Lausitz) in der Enzyklopädie Wikipedia Forst (Lausitz) im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsForst (Lausitz) (Q572545) in der Datenbank Wikidata liegt 15 Kilometer an der Grenze auf deutscher Seite. DIe alte Tuchmacherstadt ist bekannt für ihren Rosengarten. Der Grenzübergang befindet sich ein paar Kilometer nördlich der Stadt. Die nördlicher gelegene Grenzstadt ist 3 Guben Website dieser Einrichtung Guben in der Enzyklopädie Wikipedia Guben im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGuben (Q494747) in der Datenbank Wikidata (25 km nordwestlich von Brody) mit dem Plastinarium sowie ihrer Partnerstadt Gubin.
  • Südöstlich liegen die Städte 4 Żary Website dieser Einrichtung Żary in der Enzyklopädie Wikipedia Żary im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŻary (Q148849) in der Datenbank Wikidata (Sorau) (36 km) mit den Barock-Ruinen des Dewiner Schloss und des Promnitzer Palasts und weiterer sehenswerter Gebäude und 5 Żagań Website dieser Einrichtung Żagań in der Enzyklopädie Wikipedia Żagań im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŻagań (Q158459) in der Datenbank Wikidata (Sagan) (50km südöstlich) mit dem Wallesnstein-Palast.
  • 6 Bad Muskau Website dieser Einrichtung Bad Muskau in der Enzyklopädie Wikipedia Bad Muskau im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBad Muskau (Q165131) in der Datenbank Wikidata und 7 Łęknica Website dieser Einrichtung Łęknica in der Enzyklopädie Wikipedia Łęknica im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŁęknica (Q318346) in der Datenbank Wikidata (36 km südwestlich) sind bekannt als Kurort und für die Schloss- und Parkanlagen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
  • 8 Krosno Odrzańskie Website dieser Einrichtung Krosno Odrzańskie in der Enzyklopädie Wikipedia Krosno Odrzańskie im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKrosno Odrzańskie (Q148947) in der Datenbank Wikidata (Crossen an der Oder) (52 km nördlich) bietet historische Sehenswürdigkeiten wie die Piastenburg, Kloster und einige Kirchen.
  • 9 Zielona Góra Website dieser Einrichtung Zielona Góra in der Enzyklopädie Wikipedia Zielona Góra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZielona Góra (Q104720) in der Datenbank Wikidata (Grünberg), Regierungssitz der Woiwodschaft Lebus, ist weithin bekannt für das größte Weinfest Polens (Winobranie). Es findet jedes Jahr im September statt. Die Stadt liegt ca. 59 Kilometer südwestlich. Auf dem Weg dorthin kann man nach ca. 15 Kilometer kurz in 10 Lubsko Website dieser Einrichtung Lubsko in der Enzyklopädie Wikipedia Lubsko im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLubsko (Q149111) in der Datenbank Wikidata (Sommerfeld) anhalten. Hier gibt es eine kleine Altstadt mit historischer Bebauung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Hentschel, Walter May: Johann Christoph Knöffel. Der Architekt des sächsischen Rokoko. In: Abhandlungen der sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig; Bd. 64 Heft 1. Berlin: Akademie-Verlag, 1973.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Niederlausitz aktuell“ vom 26. August 2013, abgerufen am 25. September 2013
  2. Hentschel/May 1973, S. 66f.
  3. Hentschel/May 1973, S. 76.
  4. Hentschel/May 1973, S. 87.
  5. Hentschel/May 1973, S. 95f.
  6. Hentschel/May 1973, S. 98.

Weblinks[Bearbeiten]

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