Żagań

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Żagań
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Żagań (deutsch: Sagan) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Lebus am Bober in Polen. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und Niederschlesien und ist insbesondere für seine historische Altstadt bekannt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Żagań mit dem Rundwanderweg

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter und Frühe Neuzeit: Sagan wurde 1202 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt um 1285 Stadtrecht. Nach der Teilung des Herzogtums Schlesien gehörte es ab 1249/51 zum Herzogtum Glogau, aus dem erstmals 1274 das Herzogtum Sagan[1] ausgegliedert wurde. Das 1284 gegründete Augustiner-Chorherrenstift war im späten Mittelalter ein kultureller Mittelpunkt der Region. Die Wirtschaft Sagans war geprägt von Tuchmacherei, Bierbrauerei und Eisenhandel. 1472 verkaufte Hans von Sagan Fürstentum und Stadt an die Wettiner. Unter Herzog Heinrich dem Frommen (1539–1541) breitete sich die Reformation ungehindert aus. Kurfürst Moritz überließ Sagan 1549 dem böhmischen Landesherrn Ferdinand I. 1646 erwarb der böhmische Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz Herzogtum und Stadt; dieser ließ 1670 das Saganer Schloss nach Plänen des italienischen Architekten Antonio della Porta bauen.

Preußische Zeit: 1742 traten die Habsburger, die seit 1526 die Krone Böhmen innehatten, Sagan, wie auch einen Großteil Schlesiens, im Vorfrieden von Breslau an den König von Preußen ab. Nach einem Edikt König Friedrichs II. zur Gründung von Kolonistendörfern wurden die Kolonien Neue Forst (1775), Schönthal (1777), Alte Forst (1781) und Georgenruh (1783) erbaut. 1786 erwarb der kurländische Herzog Peter von Biron das Herzogtum, das aber weiterhin der Krone Preußens unterstand. Ihm folgte im Jahr 1800 seine Tochter Wilhelmine, die 1839 von ihrer Schwester Pauline beerbt wurde. Von ihr erwarb es 1842 die dritte Schwester Dorothea. Sie ließ den Schlosspark durch Fürst Pückler anlegen.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Sagan eine große evangelische Kirche, drei katholische Kirchen, eine Synagoge, ein Schullehrerseminar, eine Präparandenanstalt, bedeutende Textilindustrie (3.000 Arbeiter) und ein Amtsgericht.[2] Das Staatliche Gymnasium, die Herzog-Friedland-Schule, ging auf die von Wallenstein eingerichtete Jesuitenschule zurück. Die Stadt war seit 1816 Verwaltungssitz des preußischen Landkreises Sagan, der 1932 zum Landkreis Sprottau im Regierungsbezirk Liegnitz der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs fusionierte, wobei das Landratsamt in Sagan verblieb.

Zweiter Weltkrieg und Teil Polens: Im Februar 1945 eroberte die Rote Armee in erbitterten Kämpfen die Stadt und unterstellte sie noch vor Kriegsende der Verwaltung der Volksrepublik Polen. Die Stadt erhielt den Namen Żagań in polnischer Schreibweise. Die Enttrümmerung der Stadt begann 1947, es folgten die Inbetriebnahme von Fabriken, Handwerksbetrieben und die Eröffnung von Schulen. In den 1970er Jahren entstanden Neubauviertel und 1983 konnten die Wiederaufbauarbeiten am Residenzschloss vollendet werden.[3] Bei der Stadt befinden sich große Truppenübungsplätze und Kasernen mit dem Kommando der 11. Panzerdivision der Polnischen Streitkräfte König Jan III. Sobieski. Im Jahre 1996 war die Stadt eine der sieben ersten Städte, die vom polnischen Regierungsprogramm zur Sanierung historischer Stätten profitierte.

Anreise[Bearbeiten]

Wer mit dem Auto anreist kann die Landstraße D12 von Żary oder Głogów benutzen. Die Provinzstraße DW296 erreicht den Ort von Lubań und Görlitz bzw. Nowa Sól. Ca. 15 km südlich der Stadt befindet sich bei Iłowa eine Abfahrt der Autobahn A18. Der 1 Bahnhof Żagań Bahnhof Żagań in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Żagań im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Żagań (Q9397166) in der Datenbank Wikidata befindet sich am südlichen Stadtrand. Zu Fuß ist es recht weit ins Stadtzentrum. Verbindungen gibt es mit Żary (Fahrtzeit 12 Minuten), Legnica (1:05 Std.), Zielona Góra (1:15 Std.), Breslau (2 Std.) und Forst (Lausitz) (50 Minuten). Von Forst aus gibt es Verbindungen mit Cottbus. Die nächsten Flughäfen sind 2 Zielona Góra-Babimost Zielona Góra-Babimost in der Enzyklopädie Wikipedia Zielona Góra-Babimost im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZielona Góra-Babimost (Q1433282) in der Datenbank Wikidata (IATA: IEG) 89 km nordwestlich mit einer Verbindung nach Warschau und 3 Wrocław Website dieser Einrichtung Wrocław in der Enzyklopädie Wikipedia Wrocław im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWrocław (Q1107152) in der Datenbank Wikidata (IATA: WRO) 170 km südöstlich in Polen, 4 Dresden Website dieser Einrichtung Dresden in der Enzyklopädie Wikipedia Dresden im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDresden (Q657005) in der Datenbank Wikidata (IATA: DRS) 160 km südwestlich in Deutschland.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen und Klöster[Bearbeiten]

Kirchen und Klöster
Marienkirche
  • 1 Marienkirche (Kościół Wniebowzięcia Najświętszej Maryi Panny w Żaganiu). Marienkirche in der Enzyklopädie Wikipedia Marienkirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMarienkirche (Q11745921) in der Datenbank Wikidata. Einige alte Chronisten gaben an, dass die Kirche im Jahre 1183 unter Bolesław I errichtet wurde. Älteste Quellennachweise geben 1272 als erste Hinweise auf einen religiösen Bau an. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde eine Basilika mit drei Schiffen errichtet, ein weiterer Umbau erfolgte 1515 durch die Errichtung eines Turmes und dem großen Westgiebel. Das Gebäude wurde im Stile der Gotik mit einer Loggia im Renaissance-Stil errichtet. Im Jahre 1730 gab es einem Brand in dessen Folge der Inenraum viele Skulpturen und Stuckarbeiten bekam [4].
  • 2 Turm der evangelischen Kirche (Wieża kościoła poewangelickiego w Żaganiu). Turm der evangelischen Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Turm der evangelischen Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTurm der evangelischen Kirche (Q9373839) in der Datenbank Wikidata. Die Kirche stammt aus dem Jahre 1709. Augrund von Befürchtungen über Bauschäden, beschloss man 1842 die Errichtung eines neuen Turms und vergab diesen ein Jahr später an den Berliner Architekten Karl Heinrich, Eduard Knoblauch. Sofort nach Fertigstellung erfolgte bis 1846 eine Erhöhung des neugotischen Turms auf seine heutigen 70 Meter [5]. In den 1960er Jahren wurde die Kirche abgerissen und der Turm erhalten. 2004 wurde eine Renovierung abgeschlossen. Seit dem steht er Besuchern zur Besichtigung und dem Besuch von Ausstellungen offen.
  • 3 Heiligkreuzkirche (Kościół Świętego Krzyża w Żaganiu), Szprotawska 26, 68-100 Żagań. Heiligkreuzkirche in der Enzyklopädie Wikipedia Heiligkreuzkirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHeiligkreuzkirche (Q11746290) in der Datenbank Wikidata. Ursprünglich stand hier, außerhalb der Stadtmauern) bereits im Jahre 1284 eine Kapelle. Nach der Boberflut 1332 wurde hier eine Kirche errichtet. Das heutige Gebäude stammt allerdings aus dem Jahre 1849 und wurde unter Herzogin Dorota de Talleyrand-Périgord von dem Architekten Leonhard Dorst von Schatzenberg im Stile der Neugotik gebaut.[6] Man kann in der Kirche wertvolle Handwerkskunst (Schnitz-, Tischler- und Schmiedearbeiten) bestaunen.
  • 4 Kapelle vom Heiligen Grab (Kaplica Bożego Grobu w Żaganiu). Kapelle vom Heiligen Grab in der Enzyklopädie Wikipedia Kapelle vom Heiligen Grab im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKapelle vom Heiligen Grab (Q11735098) in der Datenbank Wikidata. Um 1600 aus Sandstein erbaut nach dem Vorbild des 100 Jahre älteren Heiligen Grabes in Görlitz, und damit eine indirekte Kopie der mittelalterlichen Grabeskapelle in Jerusalem. Sie ist die einzige Kopie der Grabeskapelle in Polen. Die Initiative des Baus ging von Jakub II Liebig aus, dem damaligen Abt des Augustinerordens. Man findet sie auf dem Friedhof der Podżagański-Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde 1998 renoviert.
  • 5 Mariä-Heimsuchung-Kirche (Kościół Nawiedzenia Najświętszej Maryi Panny w Żaganiu), Piastowska / Podgórna. Tel.: +48 68 377 29 16. Mariä-Heimsuchung-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Mariä-Heimsuchung-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMariä-Heimsuchung-Kirche (Q11745580) in der Datenbank Wikidata. Die Kirche wurde 1444 an der Stelle einer 40 jährigen hölzernen Kapelle erbaut. Ursprünglich im Stile der Gotik erbaut, weist sie nach zahlreichen Arbeiten viele Barockelemente auf. Der Altar stammt aus dem Jahr 1600. Der 18 Meter hohe Glockenturm besitzt 4 Glocken. Die größte heißt "Johannes Paul II.", stammt aus dem JAhre 1999 und wiegt eine Tonne. Der Friedhof entstand im 16. Jh. und ist noch heute aktiv. Auf seinem Gelände befindet sich auch die Kopie der Kapelle des Heiligen Grabes.
  • 6 Peter-und-Paul-Kirche (Kościół Świętych Apostołów Piotra i Pawła w Żaganiu). Peter-und-Paul-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Peter-und-Paul-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPeter-und-Paul-Kirche (Q11746407) in der Datenbank Wikidata. Die Kirchengeschichte führt zurück in das Jahr 1272. Unter Prinz Konrad II. Garbaty kamen die Franziskaner nach Żagań welche an der Stadtmauer ein Kloster und eine Kirche errichteten. 1485 erfolgte ein Wiederaufbau infolge eines Brandes. Die protestantische Gemeinde übernahm sie währnd der Reformation. 1604 bekam die Westfassade einen Turm. Später wurde die Anlage von den Jesuiten genutzt. Nach dessen Auflösung wurde die Anlage ab 1810 vin der römisch-katholischen Gemeinde genutzt. Die heutige gotische Form existiert seit dem 14. Jahrhundert.
  • 7 Heilig-Geist-Kirche (Kościół św. Ducha w Żaganiu). Heilig-Geist-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Heilig-Geist-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHeilig-Geist-Kirche (Q11746642) in der Datenbank Wikidata. 1284 kam der Augustinerorden nach Żagań. Die übernommene Kapelle des Heiligen Geistes lag damals noch außerhalb der Stadt. Sie wurde ab 1541 von den Protestanten genutzt, aber im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Die heutige spätbarocke Kirche stammt aus dem Jahr 1702, ihr Turm von 1785.[7].
  • 8 Augustiner-Chorherrenstift Augustiner-Chorherrenstift in der Enzyklopädie Wikipedia Augustiner-Chorherrenstift im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAugustiner-Chorherrenstift (Q105974982) in der Datenbank Wikidata
  • 9 Franziskanerkloster Franziskanerkloster im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFranziskanerkloster (Q30142784) in der Datenbank Wikidata

Schloss Sagan[Bearbeiten]

Schloss Sagan
  • 10 Herzogliches Schloss Sagan. Herzogliches Schloss Sagan in der Enzyklopädie Wikipedia Herzogliches Schloss Sagan im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHerzogliches Schloss Sagan (Q9386774) in der Datenbank Wikidata. Eine Kastellaneiburg in Sagan ist für 1202 urkundlich belegt. Diese Kastellaneiburg bestand aus einer Holz-Erde-Anlage. Offenbar bestand bald auch eine zweite Burganlage, denn eine solche wurde 1284 Herzog Konrad II. von Glogau den Augustinern übergeben, die dort ein Kloster errichteten. Eine dritte Burg, auf die das heutige Schloss zurückgeht, gelegen am Ufer des Bober, wurde 1472 von Herzog Hans II. von Sagan an die Wettiner verkauft. Nach einem Brand wurde diese Anlage für Herzog Georg von Sachsen als unregelmäßige Vierflügelanlage neu errichtet. Nach 1549 war das Schloss in Besitz der Habsburger, die die von Promnitz mit der Herrschaft belehnten. Im Jahr 1627 wurde das Herzogtum durch Kaiser Ferdinand II. an Albrecht von Wallenstein verkauft. Nach dessen Auftrag wurde unter Leitung von Vicenzo Boccacci unter Verwendung zweier bestehender Schlossflügel ein vierflügeliger Neubau errichtet, der als frühester Bau des Frühbarocks in Schlesien gilt. Nach Ermordung Wallensteins wurden die Bauten eingestellt. Ab 1646 war Wenzel Eusebius von Lobkowitz mit der Herrschaft belehnt, der Antonio della Porta beauftragte den Bau mit leichten Abänderungen des ursprünglichen Plans fertigzustellen. Wenzel Eusebiuses Enkel Phlipp ließ den Innenausbau vorantreiben. Ab 1786 war Herzog Peter Biron von Kurland in Besitz der Herrschaft, und ließ Innenräume des Schlosses klassizistische umgestalten, u.a. mit Stuckdecken nach Entwürfen von Christian Valentin Schultze. Herzog Peter ließ auch eine bedeutende Kunstsammlung anlegen. Seine Tochter Louise Pauline ließ 1839 im Ostflügel eine Kapelle nach Plänen von Leonhard Dorst von Schatzberg einbauen. Über die jüngste Tochter Herzog Peters gelangte das Schloss an die Talleyrand-Périgord, in deren Besitz das Schloss sogar nach der kommunistischen Übernahme der Region blieb. Jedoch wurde das Schloss bei Einzug der Roten Armee und in den späten 1940er Jahren völlig ausgeplündert. Nach Instandsetzung von 1965 bis 1983 dient das Schloss als Kulturhaus der Stadt. Das Schloss, auf hohem Sockelgeschoss errichtet, ist von drei Seiten von einem trockenen Graben umgeben. Die Fassaden sind durch gleichmäßig verteilte Fensterachsen und Lisenen gegliedert. Von der Seite des Bober führt eine Rampe auf der bis 1945 die Orangerie stand, in den Innenhof. Dieser ist durch Blendarkaden akzentuiert. Der Park von Sagan war im 19. Jahrhundert ebenso berühmt wie die Anlagen in Branitz und Muskau. Bereits um 1700 bestand ein Lustgarten am Schloss. Unter Herzogin Dorothea ließ Hofgärtner Friedrich Teichert bis 1860 einen 230 ha großen Park anlegen. Durch die örtlichen Gegebenheiten wurde der Park in drei Bereiche gegliedert: der Schlosspark am nördlichen Boberufer, den Mittelpark auf einer Insel im Bober und den Oberpark am gegenüberliegenden Ufer. Nahe der Orangerie war ein "Holländergarten" mit äußerst üppigem Blumenflor angelegt, von dem heute nur eine Treppe zum Ufer, der "Froschbrunnen" und Skulpturen-Postamente erhalten ist. Zwischen dem Bober und dem Karpfenteich befand sich der private Garten Dorotheas. Am Ende des Teichs finden sich noch heute die Figuren zweier angelnder Chinesen, die Staffagen des Landschaftsgartens bildeten. Der Mittelpark war rein landschaftlich gestaltet. Wege, die nach Verwandten der Herzogin benannt waren, führten durch Laubwald und Wiesentäler. Von der "Petershöhe" im Oberpark bot sich eine weite Aussicht über den Park und das Schloss. Im Mittelpark und Oberpark finden sich nur noch Spuren der ehemaligen Anlagen, während der Schlosspark umfassend saniert ist [8].

Bauwerke[Bearbeiten]

Bauwerke
Bismarck-Turm
  • 11 Rathaus. Rathaus in der Enzyklopädie Wikipedia Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRathaus (Q11833892) in der Datenbank Wikidata. Im Neorenaissance-Stil erbaut 1879–1880.
  • 12 Bismarck-Turm (Wieża Bismarcka w Żaganiu). Bismarck-Turm in der Enzyklopädie WikipediaBismarck-Turm (Q9373769) in der Datenbank Wikidata. Der 20 Meter hohe Aussichtsturm besteht aus Feldsteinen und Granit und wurde nach Entwürfen des Architekten Carl Stahlberg erbaut. Grundsteinlegung war am 30. Juli 1908, die Eröffnung am 27. Juni 1909. Im Jahre 2002 wurde er renoviert.
  • barocker Speicher
  • historische Bürgerhäuser
  • gotische Stadtmauer mit Basteien

Verschiedenes[Bearbeiten]

Rundwanderweg "The Great Escape"

  • 15 Stalag Luft III. Stalag Luft III in der Enzyklopädie Wikipedia Stalag Luft III im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStalag Luft III (Q700634) in der Datenbank Wikidata. Während des Zweiten Weltkrieges wurde unweit der Stadt das Stalag VIII C und das Stalag Luft III errichtet; in letzterem waren zeitweilig 10.000 Kriegsgefangene untergebracht. Am 24. März 1944 gelang 76 alliierten Kriegsgefangenen durch einen 110 m langen und 10 m tiefen Tunnel die Flucht aus dem Lager. Die meisten der Entflohenen wurden in der Umgebung des Lagers wieder gefasst, und nur drei Männern gelang die Flucht. Auf direkten Befehl Hitlers wurden 47 der wieder eingefangenen Flüchtigen von der Gestapo unter Verletzung der Genfer Konvention erschossen. 21 der beteiligten Polizei- und Gestapobeamten wurden nach dem Krieg im London Cage verhört und später von einem britischen Militärgericht in Hameln abgeurteilt und zum Teil hingerichtet. Das Ereignis wurde 1963 in Gesprengte Ketten verfilmt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das in den wiedergewonnenen Gebieten gelegene Lager Nr. 78 in Sagan von der Roten Armee für die Internierung deutscher Kriegsgefangener genutzt und zum 1. September 1945 in polnische Leitung übergeben.[9] Die Gefangenen wurden zur Zwangsarbeit im schlesischen Kohlebergbau eingesetzt. An der Hauptstraße wurde auch eine 13 Gedenkstätte mit einem Museum errichtet. Weiter nördlich befindet sich noch ein 14 Gedenkfriedhof. Es gibt auch einen Rundwanderweg mit bezügen zu der großen Flucht aus dem Gefangenenlager.
  • Der ehemalige 16 jüdische Friedhof (Cmentarz żydowski w Żaganiu). jüdische Friedhof in der Enzyklopädie Wikipediajüdische Friedhof (Q11691240) in der Datenbank Wikidata. wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Keine Mazewa ist mehr vorhanden. Heute befinden sich Kleingärten auf dem Gelände. Ursprünglich hatte er eine Fläche 0.89 Hektar.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 1 Freibad „The Spring“ (Kompleks Sportowo-Rekreacyjny "Źródlana"), 1A 68-200, Źródlana, Żary. Tel.: +48 68 470 28 70.Freibad „The Spring“ (Q96278937) in der Datenbank Wikidata. Großes Freibad in der 15 km westlich gelegenen Nachbarstadt Żary im Sorauer Wald. Geöffnet: Sa-Do 10:00-20:00; Fr 10:00-21:30.
  • Die westlich gelegene Gegend des Stadt ist waldreich und bietet Gelegenheit zum Wandern und Fahren mit dem Fahrrad. Die Wege sind unbefestigt, aber mit einem normalen Fahrrad ohne Spezialausstattung zu befahrbar. Wer historisches Interesse hat, kann sich für eine Wanderung an den Rundwanderweg zur großen Flucht aus dem Gefangenenlager Stalag Luft III halten.
  • Eine schöne Gelegenheit zum Wandern bietet der 17 Zielony Las Zielony Las (Q96278439) in der Datenbank Wikidata (Sorauer Wald, Grüner Wald), ein Waldgebiet südlich von Żary, westlich von Żagań mit einem abwechslungsreichen Gelände, schönem Buchenbestand und einem Aussichtsturm, von dem man sogar die Schneekoppe sehen kann. Mit 227 Metern ist der 18 Góra Żarska Góra Żarska in der Enzyklopädie WikipediaGóra Żarska (Q19400653) in der Datenbank Wikidata (Rückenberg) die höchste Erhebung des Waldgebietes. Auf ihm steht auch ein Feuerwachturm. Der 19 Aussichtsturm Aussichtsturm (Q96677770) in der Datenbank Wikidata wurde 1864 errichtet befindet sich ca. 600 m südöstlich des Parkplatzes und bietet einen schönen Ausblick. Nördlich steht noch der 1914 begonnene aber nie vollendete 20 Bismarck-Turm Bismarck-Turm in der Enzyklopädie Wikipedia Bismarck-Turm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBismarck-Turm (Q9373770) in der Datenbank Wikidata als Ruine im Wald.

Einkaufen[Bearbeiten]

Eine ganze Reihe von Einzelhandelsgeschäften befindet sich am Markt rund um den Rathausturm sowie der Fußgängerstraße Warszawska östlich des Marktes bis in zum Plac Słowiański. Dort finden sich auch eine Reihe von Geldautomaten.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Restauracja Bar Kepler, Rynek 27/28, 68-100 Żagań. Tel.: +48 68 377 27 62, E-Mail: .Restauracja Bar Kepler (Q106617510) in der Datenbank WikidataRestauracja Bar Kepler auf Facebook. Größere Auswahl typisch polnischer Gerichte. Es gibt auch Außenplätze. Merkmal: polnische Küche. Geöffnet: Mo 11:00–21:00; Di–Do 11:00–22:00; Fr–Sa 11:00–23:00; So 11:00–21:00. Preis: Hauptgerichte: 23-45 zł.
  • 2 Pizzeria Mafia, Plac Słowiański 6, 68-100 Żagań. Tel.: +48 786 28 88 82.Pizzeria Mafia (Q104616329) in der Datenbank WikidataPizzeria Mafia auf Facebook. Täglich durchgehend geöffnete Pizzeria im Zentrum. Es gibt auch Plätze im Außenbereich. Merkmale: Kebab, Pasta, Pizza, Salat. Geöffnet: täglich 12:00–22:00.
  • 3 O Sole Mio Pizzeria, Warszawska 14, 68-100 Żagań. Tel.: +48 68 477 57 00.O Sole Mio Pizzeria (Q106617612) in der Datenbank Wikidata. Täglich durchgehend geöffnete Pizzeria in der Fußgängerstraßemit Außenplätzen. Merkmale: polnische Küche, Pasta, Pizza, Salat. Geöffnet: täglich 12:00–21:00. Preis: Große Pizza 20-30 zł.
  • 4 Restauracja Tropik (Tropik), Rynek 8, 68-100 Żagań. Tel.: +48 68 377 37 19.Restauracja Tropik (Q106617578) in der Datenbank Wikidata. Günstige polnischer Gerichte. Es gibt auch Außenplätze. Merkmal: polnische Küche. Geöffnet: Mo–Sa 9:00–19:00; So 9:00–18:00.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 1 Beach Bar Między Mostami, Żelazna, 68-100 Kępa Ludwika. Tel.: +48 662 57 51 23, E-Mail: .Beach Bar Między Mostami (Q104643381) in der Datenbank WikidataBeach Bar Między Mostami auf Facebook. Strandbar an einem Seitenarm gegenüber dem Südostende des Schlossparks. Geöffnet: Mi–Do 17:00–22:00; Fr 17:00–2:00; Sa 16:00–2:00; So 14:00–23:00.
  • 2 Klub Muzyczny Elektrownia, Warszawska 14, 68-100 Żagań. Tel.: +48 53 373 67 67.Klub Muzyczny Elektrownia (Q106617644) in der Datenbank Wikidata. Kleiner Musikclub mit Bar.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Pensjonat Bartosz, Żarska 46, 68-100 Żagań. Tel.: +48 500 03 57 66, E-Mail: .Pensjonat Bartosz (Q104536933) in der Datenbank Wikidata. Am Rand der Stadt gelegendes kleines gemütliches Hotel mit 2-4-Bett Zimmern für insgesamt 50 Gäste sowie einem Restaurant. Merkmal: freies WLAN. Preis: 180/260/340/370/400 zł (EZ/DZ/3P/4P/APP).
  • 2 Hotel Willa Park, Józefa Piłsudskiego 19, 68-100 Żagań. Tel.: +48 68 478 18 33, E-Mail: .Hotel Willa Park (Q104786277) in der Datenbank WikidataHotel Willa Park auf Facebook. Merkmale: freies WLAN, rollstuhlzugänglich, 106 Zimmer. Check-in: 14:00. Check-out: 12:00. Akzeptierte Zahlungsarten: VISA, Mastercard.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • 1 Zielona Góra Website dieser Einrichtung Zielona Góra in der Enzyklopädie Wikipedia Zielona Góra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZielona Góra (Q104720) in der Datenbank Wikidata (Grünberg), Regierungssitz der Woiwodschaft Lebus, ist weithin bekannt für das größte Weinfest Polens (Winobranie). Es findet jedes Jahr im September statt. Die Stadt liegt ca. 47 Kilometer ördlich. Auf halber Strecke durchquert man die Stadt 2 Nowogród Bobrzański Website dieser Einrichtung Nowogród Bobrzański in der Enzyklopädie Wikipedia Nowogród Bobrzański im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNowogród Bobrzański (Q1023760) in der Datenbank Wikidata (Naumburg am Bober). Die 10 Kilometer längere alternative Rückfahrt führt über die Städte 3 Nowa Sól Website dieser Einrichtung Nowa Sól in der Enzyklopädie Wikipedia Nowa Sól im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNowa Sól (Q157190) in der Datenbank Wikidata (Neusalz an der Oder) und 4 Kożuchów Website dieser Einrichtung Kożuchów in der Enzyklopädie Wikipedia Kożuchów im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKożuchów (Q142101) in der Datenbank Wikidata (Freystadt in Schlesien) .
  • Westlich liegt die Stadt 5 Żary Website dieser Einrichtung Żary in der Enzyklopädie Wikipedia Żary im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŻary (Q148849) in der Datenbank Wikidata (Sorau) (15 km) mit den Barock-Ruinen des Dewiner Schlosses und des Promnitzer Palasts und weiterer sehenswerter Gebäude. Südlich der Stadt kann man im Sorauer Wald ausgiebig wandern. Ein Aussichtstum lässt bei guten Wetter bis zur Schneekoppe blicken. Am Stadt-/Waldesrand gibt es auch ein Freizeitbad.
  • Wer 22 Kilometer weiter Richtung Nordwesten fährt, durchquert 6 Jasień Website dieser Einrichtung Jasień in der Enzyklopädie Wikipedia Jasień im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsJasień (Q164241) in der Datenbank Wikidata (Gassen) und erreicht schließlich die kleine Stadt 7 Lubsko Website dieser Einrichtung Lubsko in der Enzyklopädie Wikipedia Lubsko im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLubsko (Q149111) in der Datenbank Wikidata (Sommerfeld) mit einer kleinen Altstadt mit historischer Bebauung. 8 Brody Website dieser Einrichtung Brody in der Enzyklopädie Wikipedia Brody im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBrody (Q149790) in der Datenbank Wikidata (Pförten) liegt 15 Kilometer westlich von Lubsko an der Straße Richtung Forst (Lausitz). In dem kleinen Örtchen steht die Ruine des im Stil des Rokoko errichteten Schlosses Pförten, der ehemaligen Residenz des Grafen Brühl, dessen Restaurierung im Jahre 2013 begann. Die Nebengebäude sind bereits wieder restauriert.
  • Die beiden deutsch-polnischen Grenzstädte liegen 9 Bad Muskau Website dieser Einrichtung Bad Muskau in der Enzyklopädie Wikipedia Bad Muskau im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBad Muskau (Q165131) in der Datenbank Wikidata und 10 Łęknica Website dieser Einrichtung Łęknica in der Enzyklopädie Wikipedia Łęknica im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŁęknica (Q318346) in der Datenbank Wikidata 55 km westlich und teilen sich den bekannten Muskauer Park mit dem Schloss Bad Muskau. In der Umgebung, im Muskauer Faltenbogen(Łuk Mużakowa), kann man geologisch interessante Wanderungen uind Erkundungen unternehmen, gleich westlich von Bad Muskau befindet sich der Rhododendronpark Kromlau.
  • 66 km südlich findet man die beiden Grenzstädte 11 Görlitz Website dieser Einrichtung Görlitz in der Enzyklopädie Wikipedia Görlitz im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGörlitz (Q4077) in der Datenbank Wikidata und 12 Zgorzelec Website dieser Einrichtung Zgorzelec in der Enzyklopädie Wikipedia Zgorzelec im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZgorzelec (Q147929) in der Datenbank Wikidata. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und bietet eine sehenswerte Altstadt. Auf dem Weg dorthin bietet sich ein kurzer Halt in 13 Iłowa Website dieser Einrichtung Iłowa in der Enzyklopädie Wikipedia Iłowa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsIłowa (Q161909) in der Datenbank Wikidata (Halbau) mit einem kurzen Spaziergang am Schloss mit dem angeschlossenen Schlosspark an.
  • 14 Bolesławiec Website dieser Einrichtung Bolesławiec in der Enzyklopädie Wikipedia Bolesławiec im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBolesławiec (Q156828) in der Datenbank Wikidata (Bunzlau) liegt 49 km südöstlich am Bóbr. Sie ist überregional bekannt für ihre Bunzlauer Keramik und hat eine sehenswerte Altstadt.
  • Richtung Osten bietet sich ein Ausflug nach 15 Głogów Website dieser Einrichtung Głogów in der Enzyklopädie Wikipedia Głogów im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGłogów (Q66013) in der Datenbank Wikidata (Glogau) an. Die Stadt liegt 65 km entfernt an der Oder. Einen kurzen Stopp kann man nach zwei Dritteln in 16 Bytom Odrzański Website dieser Einrichtung Bytom Odrzański in der Enzyklopädie Wikipedia Bytom Odrzański im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBytom Odrzański (Q987471) in der Datenbank Wikidata (Beuthen an der Oder) einlegen. Bei der Rückkehr auf der südlicheren Reiseroute ist ein kurzer Zwischenhalt in 17 Szprotawa Website dieser Einrichtung Szprotawa in der Enzyklopädie Wikipedia Szprotawa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSzprotawa (Q165066) in der Datenbank Wikidata (Sprottau) möglich.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eduard Ludwig Wedekind: Neue Chronik der Stadt Züllichau von den ersten Zeiten ihrer Entstehung bis auf die gegenwärtige Zeit. G. Sporleder, Züllichau 1846, S. 60.
  2. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 17, Leipzig/Wien 1909, S. 415.
  3. Website der Stadt, Historia (archivierte Version vom 2. März 2015 im Internet Archive archive.org), abgerufen am 16. Dezember 2011
  4. Zespół poaugustiański - Kościół parafialny p.w. Wniebowzięcia NMP, Urząd Miejski w Żaganiu, 2013-03-22 (poln.) [1]
  5. K. Adamek-Pujszo, Działalność kulturotwórcza książąt żagańskich Bironów (1786-1862), cz. 1, Zielona Góra 2007, S. 170-174 (poln.)
  6. Kościół p.w. św. Krzyża; Urząd Miejski w Żaganiu; 31.03.2013 [2]
  7. Obiekt turystyczny: Kościół p.w. Ducha Świętego |opublikowany=Powiat żagański;2013-03-31 [3]
  8. Zespół poaugustiański - Kościół parafialny p.w. Wniebowzięcia NMP (Urząd Miejski w Żaganiu, 22.03.2013) (poln.), [4]
  9. Jerzy Kochanowski: In polnischer Gefangenschaft. Deutsche Kriegsgefangene in Polen 1945–1950. Deutsches Historisches Institut Warschau, fibre-Verlag, 2004, S. 47 ff., 54.
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