Babimost

Erioll world 2.svg
Vollständiger Artikel
Aus Wikivoyage
Babimost
Einwohner3.923 (2019)
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Babimost (deutsch: Bomst) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Lebus in Polen. Die Stadt liegt in der historischen Region Posen an dem Flüsschen Faule Obra, etwa 20 Kilometer nordöstlich der Stadt Sulechów (Züllichau) und 75 Kilometer westlich der Stadt Posen. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Flughafen der Stadt Zielona Góra.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bomst entstand vermutlich um 1000 an einer Furt durch die Faule Obra als Siedlung um eine Befestigungsanlage. Bis 1307 befand sich der Ort im Besitz der pommerschen Adelssippe der Swenzonen[1]. Im Jahre 1319 kam die Stadt zu Brandenburg, 1329 an den schlesischen Herzog Heinrich den Getreuen von Herzogtum Glogau, der sich 1335 König Johann von Böhmen unterordnete.[1] Władysław II. Jagiełło, polnischer König seit 1386, gab ihr vor 1397 Magdeburger Recht. 1530 erneuerte Sigismund der Alte die Stadtrechte nach dem Vorbild der Stadt Posen. Neben der regelmäßigen Altstadt wurde 1652 durch schlesische Exulanten die Neustadt gegründet, die schnell zum größten Stadtteil anwuchs.

Im Zweiten Nordischen Krieg wurde Bomst 1656 von einem schwedischen Heer ausgeraubt und zerstört. Die Schweden verbrannten den Pfarrer und den Vikar auf einem Scheiterhaufen. Im 18. Jahrhundert wurde die Synagoge wieder errichtet. 1782 wurde die erste protestantische Kirche errichtet. Im Jahre 1793 kam Bomst zu Preußen. Die Einwohner lebten von der Tuch- und Schuhmacherei und vor allem vom Hopfen- und Wein]nbau.

Zwischen 1818 und 1938 war Bomst (mit Unterbrechungen) Sitz des Landkreises Bomst. Bis 1945 war die Stadt dem andkreis Züllichau-Schwiebus angegliedert. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Bomst im Februar 1945 bei Kämpfen der Wehrmacht mit der Roten Armee zu 35 Prozent zerstört. Die Stadt wurde von der Roten Armee besetzt und im Sommer 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht gemäß dem Potsdamer Abkommen unter polnische Verwaltung gestellt. Es begann danach die allmähliche Zuwanderung von Polen. Soweit die deutschen Einwohner nicht geflohen waren, wurden sie in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Bomst vertrieben.

1945 bis 1950 war der Ort wieder Kreisstadt. Die Einwohnerzahl erhöhte sich nach dem Krieg: 1946 lebten 1284 Menschen hier, 1957 waren es schon 2100.

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Babimost

Ca. 25 Kilometer nördlich befindet sich eine Abfahrt der Autobahn A2 bei Trzciel. Die Anreise von Zielona Góra dauert ca. 35 Minuten (41 km). Der 1 Bahnhof Bahnhof in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof (Q2587805) in der Datenbank Wikidata liegt am nordwestlichen Stadtrand. Es gibt Verbindungen nach Zielona Góra Główna, Gdynia Główna, Warszawa Wschodnia und Chełm. Südwestlich der Stadt liegt der 2 Flughafen Zielona Góra-Babimost Flughafen Zielona Góra-Babimost in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Zielona Góra-Babimost im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Zielona Góra-Babimost (Q1433282) in der Datenbank Wikidata (IATA: IEG) mit einer Ferbindung nach Warschau

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Babimost
Rathaus der Stadt
  • 1 Rathaus (Ratusz), Rynek3. Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRathaus (Q30136575) in der Datenbank Wikidata.
  • 2 Lorenzkirche (Kościół św. Wawrzyńca w Babimoście). Lorenzkirche in der Enzyklopädie Wikipedia Lorenzkirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLorenzkirche (Q11747538) in der Datenbank Wikidata. Die erste Kirche stammte aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und brannte 1728 ab. In den Jahren 1730–1740 wurde sie im spätbarocken Stil wieder aufgebaut. Die klassizistischen Türme stammen aus dem Jahre 1888, da ihre Vorgänger im Jahre 1832 einem Brand zum Opfer fielen.
  • 3 Hyazinthkirche (Kaplica cmentarna św. Jacka), Wolsztyńska. Hyazinthkirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHyazinthkirche (Q30136574) in der Datenbank Wikidata. Kirche im klassizistischen Baustil.
  • 4 Ehemalige evangelische Kirche (Kościół ewangelicki w Babimoście) Ehemalige evangelische Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Ehemalige evangelische Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEhemalige evangelische Kirche (Q29414414) in der Datenbank Wikidata

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 5 Jezioro Błędno (Bentschener See). Jezioro Błędno in der Enzyklopädie WikipediaJezioro Błędno (Q9183641) in der Datenbank Wikidata. Der See liegt nordöstlich des Ortes neben Zbąszyń und ist ein Teil des Flusses Obra. Es gibt ein Badestrand und Möglichkeiten zum Segeln, Bootsfahren, Paddeln und Angeln.
  • Östlich von Babimost befinden sich weitere Seen und der Fluss Obra, die zum Wandern und Radfahren einladen. Selbst markierte Radwege sind meist keine asphaltierten Radwege, teilweise eher Wanderwege, landschaftlich aber durchaus reizvoll.

Einkaufen[Bearbeiten]

Eine Reihe von Supermärkten bietet Waren des täglichen Bedarfs, ein echtes Shopping-Center gibt es dagegen nicht.

Küche[Bearbeiten]

  • 1 Restauracja Arena Pub, Żwirki i Wigury 10A, 66-110 Babimost. Tel.: +48 732 989 086.Restauracja Arena Pub (Q108199969) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: Di–Fr 13:30–22:00; Sa 14:00–22:00; So 14:00–21:00.
  • 2 Fratelli, Jagienki 2, 66-110 Babimost. Tel.: +48 537 831 900.Fratelli (Q108288392) in der Datenbank Wikidata. Café, Pizza und Grill. Geöffnet: Mi–Sa 14:00–22:00; So 14:00–21:00.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 U Tekli, Kargowska 9, 66-110 Babimost. Tel.: +48 504 21 36 71.U Tekli (Q108124546) in der Datenbank Wikidata. Einfache Pension im Stadtzentrum. Merkmal: ★★. Check-in: 14:00. Check-out: 11:00. Preis: 37/55/66 € (DZ/3P/4P).
  • 2 Brancon Hotel, 1 Maja 18, 66-110 Babimost. Tel.: +48 607 676 548, Fax: +48 607 676 518, E-Mail: .Brancon Hotel (Q108124620) in der Datenbank Wikidata. Hotel im Osten des Ortes. Frühstück kann für 30 zł hinzugebucht werden. Merkmale: ★★, freies WLAN, Besprechungszimmer, Restaurant. Check-in: 14:00. Check-out: 11:00. Preis: 150/200/220 zł (EZ/DZ/3P).
  • 3 Ostoja Chobienice, Chobienice 166, 64-212 Chobienice. Tel.: +48 723 570 580 , E-Mail: .Ostoja Chobienice (Q108459167) in der Datenbank Wikidata. Wellnesshotel ca. 7 Kilometer östlich der Stadt. Merkmale: freies WLAN, Bar, Besprechungszimmer, Fitnessstudio, Restaurant, Sauna, Schwimmbecken, Wellness-Center. Check-in: 15:00. Check-out: 11:00. Preis: 260-455 zł.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • 1 Zielona Góra Website dieser Einrichtung Zielona Góra in der Enzyklopädie Wikipedia Zielona Góra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZielona Góra (Q104720) in der Datenbank Wikidata (Grünberg), Regierungssitz der Woiwodschaft Lebus, ist weithin bekannt für das größte Weinfest Polens (Winobranie). Es findet jedes Jahr im September statt. Die Stadt liegt ca. 40 Kilometer südwestlich. Auf halber Strecke durchquert man die Stadt 2 Sulechów Website dieser Einrichtung Sulechów in der Enzyklopädie Wikipedia Sulechów im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSulechów (Q457865) in der Datenbank Wikidata (Züllichau).
  • 3 Świebodzin Website dieser Einrichtung Świebodzin in der Enzyklopädie Wikipedia Świebodzin im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsŚwiebodzin (Q387463) in der Datenbank Wikidata (Schwiebus), liegt ca. 25 Kilometer nordwestlich und ist bekannt für die weltweit größte Christus-Statue mit einer Höhe vomn 36 m und einer Armspannweite von 25 m.
  • 4 Wolsztyn Website dieser Einrichtung Wolsztyn in der Enzyklopädie Wikipedia Wolsztyn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWolsztyn (Q852363) in der Datenbank Wikidata (Wollstein), liegt ca. 23 Kilometer östlich und ist eingerahmt von zwei Seen. Die Stadt liegt idyllisch zwischen bewaldeten Moränenhügeln und Seen am Nordrand der Metropolregion Posen. Besonders bekannt ist der Ort vor allem bei Eisenbahnfreunden, gibt es hier doch noch 30 Dampfloks zu bewundern, einige davon noch im regelmäßigen Zugeinsatz. Einmal im Jahr findet auch ein größeres Dampflokfest in Verbindung mit einem Stadtfest statt. 6 km südlich der Stadt befindet sich das Zisterzienserkloster Obra. Für den den Rückweg kann man einen kleinen Umweg über die südlich von Babimost gelegene Stadt 5 Kargowa Website dieser Einrichtung Kargowa in der Enzyklopädie Wikipedia Kargowa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKargowa (Q280407) in der Datenbank Wikidata (Unruhstadt) nehmen.
  • Entlang der Obra kann man sich von See zu See hangeln, über 6 Zbąszynek Website dieser Einrichtung Zbąszynek in der Enzyklopädie Wikipedia Zbąszynek im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZbąszynek (Q168902) in der Datenbank Wikidata (Neu Bentschen) und 7 Zbąszyń Website dieser Einrichtung Zbąszyń in der Enzyklopädie Wikipedia Zbąszyń im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZbąszyń (Q168905) in der Datenbank Wikidata (Bentschen) bis zu den Seen nördlich von 8 Trzciel Website dieser Einrichtung Trzciel in der Enzyklopädie Wikipedia Trzciel im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTrzciel (Q523287) in der Datenbank Wikidata (Tirschtiegel) (ca. 30 km)

Weblinks[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 272–273.
Vollständiger ArtikelDies ist ein vollständiger Artikel, wie ihn sich die Community vorstellt. Doch es gibt immer etwas zu verbessern und vor allem zu aktualisieren. Wenn du neue Informationen hast, sei mutig und ergänze und aktualisiere sie.