Welterbe in Polen

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Polnische Flagge
Karte von Welterbe in Polen

Welterbestätte[Bearbeiten]

Polen hat die Welterbekonvention im Jahr 1976 ratifiziert. Bis zum Jahr 2021 hat das Land 17 Einträge von Welterbestätten auf die Liste der UNESCO erhalten.

Abkürzungen
K Kulturwelterbe
N Naturwelterbe
G gemischtes Welterbe
K, N gefährdetes Erbe
Ref Nummer UNESCO
Jahr Art Bezeichnung Ref Beschreibung Bild
1978 K 1 Krakau wikipedia commons wikidata 29 Krakau war im Mittelalter die Hauptstadt Polens, seine historische Bausubstanz wurde weitgehend erhalten. Zum Welterbe gehört das ehemalige Residenzschloss Wawel sowie die Altstadt mit zahlreichen Kirchen und Klöster und dem jüdischen Viertel Kazimierz. Sukiennice and St. Mary's Basilica from Church as seen from the Town Hall Tower (9159141840) (2).jpg
1978
2008
2013
K 2 Wieliczka wikipedia commons wikidata
Modifikation 2008
Erweiterung 2013: Wieliczka und Bochnia
32 Das Salzbergwerk von Wieliczka existiert bereits seit 1280, es liegt nur wenige Kilometer südöstlich von Krakau. Die Salzgewinnung wurde 1993 eingestellt. Ein Stollen wird als Sanatorium für Atemwegserkrankungen genutzt, Besucher können kunstvoll gestaltete Galerien und Säle mit Statuen aus Salz bewundern. Wieliczka-PL-(Kopalnia soli-Salzbergwerk-Salt mine-2)-damir-zg.jpg
1979 K 3 Auschwitz wikipedia commons wikidata 31 Etwa 35 km südlich von Kattowitz befand sich das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Mauern und Stacheldraht, Kasernen, Gaskammern und Krematorien wurden als mahnendes Symbol für die Grausamkeiten erhalten. Entrance Auschwitz I.jpg
1980 K 4 Warschau internet wikipedia commons wikidata 30 Die Warschauer Altstadt wurde im Verlauf des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört, insbesondere im Jahr 1944 während des Warschauer Aufstands. Nach Kriegsende wurde sie weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut, das Warschauer Königsschloss wurde erst 1980 fertiggestellt 2017-05-27 Plac Zamkowy w Warszawie 1.jpg
1992 N 1 Białowieża internet wikipedia commons wikidata länderübergreifend mit Belarus
2014 modifiziert und erweitert
33 Der Białowieża-Nationalpark liegt an der Wasserscheide zwischen Ostsee und Schwarzem Meer teilweise in der polnischen Woiwodschaft Podlachien und zum Teil in Belarus. Das riesige Waldgebiet ist Heimat seltener Tierarten wie Wolf, Luchs und Fischotter, es ist auch Lebensraum für Wisente, die 1926 wieder hier ausgewildert wurden. Bialowieza National Park in Poland0029.JPG
1992 K 5 Zamość wikipedia commons wikidata 564 Die Stadt in der Woiwodschaft Lublin wurde von Jan Zamoyski gegründet mit dem Ziel, eine "ideale Stadt" zu erschaffen. Sie wurde von einem italienischen Architekten im Stil der Renaissance erbaut und galt daher als das "Padua des Nordens". Zamość. Ratusz..jpg
1997 K 6 Toruń wikipedia commons wikidata 835 Thorn wurde im 13. Jahrhundert durch den Deutschritterorden gegründet, die Siedlung entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten rasch und wurde Mitglied der Hanse. Aus jener Zeit stammen zahlreiche private und öffentliche Bauwerke, erwähnenswert ist auch das Haus des Astronomen Nikolaus Kopernikus. Torun01CenterWithWall level corr.jpg
1997 K 7 Kreuzritterburg ‎Marienburg internet wikipedia commons wikidata (Malbork) 847 Die Marienburg war 1309 bis 1454 Sitz des Deutschritterordens. Danach zerfiel der rote Backsteinbau, er wurde von 1896-1918 renoviert. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie wiederum schwer beschädigt. Sie wurde zum Teil wieder restauriert mit Ausnahme der Marienkirche, die als Mahnmal der Zerstörung erhalten wurde. 2012.05.12 MALBORK (4).JPG
1999 K 8 Kalwaria Zebrzydowska internet wikipedia commons wikidata 905 Der Ort in der Woiwodschaft Kleinpolen entstand um 1600 in einer Landschaft, die von dem damals herrschenden Woiwoden nach biblischen Orten benannt wurde. Daraus entwickelte sich eine Wallfahrtsstätte mit etlichen Kapellen und einem Kloster. POL Kalwaria Zebrzydowska.jpg
2001 K 9 Jawor wikipedia commons wikidata und Świdnica 1054 Der Name bezieht sich auf den Westfälischen Frieden 1648. Danach wurde den Protestanten in Schlesien der Bau von Kirchen erlaubt, die jedoch nicht aus Stein gemauert sein durften. So entstanden die größten Fachwerkkirchen in Europa. Swidnica - Kosciol Pokoju- wnetrze 01.jpg
2003 K 10 Kleinpolnische Holzkirchen wikipedia commons wikidata 1053 Im südlichen Polen, vornehmlich in Kleinpolen, entstanden ab dem 14. Jahrhundert Holzkirchen, ihr Stil reicht von der Gotik über die Renaissance bis hin zum Barock. Zumeist wurden die Kirchen von Adelsfamilien aus Statusgründen gesponsert. Von den etwa 2 Dutzend Kirchen wurden 6 zum Welterbe erklärt. Church of St. Michael in Dębno 2009 (3).jpg
2004 K 11 Landschaftspark Neißepark wikipedia commons wikidata (Park Mużakowski), länderübergreifend mit Deutschland, bei Bad Muskau 1127 Deutsch-polnisches Kulturerbe auf beiden Ufern der Neiße. Der Park wurde 1815-1844 angelegt. Er besteht auf der deutschen Seite aus Schloss-, Bade- und Bergpark, auf polnischer Seite aus dem Unterpark, einem Arboretum und den Braunsdorfer Feldern. Park Muzakowski2.jpg
2006 K 12 Breslau internet wikivoyage wikipedia commons wikidata 1165 Erbaut wurde die Jahrhunderthalle von 1911 bis 1913 im Zentrum des Messegeländes. Ihre zentrale Kuppel war mit einer Spannweite von 65 m zu jener Zeit weltweit einzigartig Wroclaw - Hala Stulecia z fontanna.jpg
2013 K 13 Holzkirchen in Polen wikipedia commons wikidata und in der Ukraine
länderübergreifend mit der Ukraine
1424 Insgesamt 16 "Tservkas", Holzkirchen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert wurden für das Welterbe ausgewählt. Sie verfügen über hölzerne Glockentürme, ihre Ikonostasen im Inneren sind vielfarbig ausgemalt, sie sind umgeben von Friedhöfen und Torhäusern. Kwiaton 2.jpg
2017 K 14 Silber-Zink-Mine wikipedia commons wikidata in Tarnowskie Góry und ihre Wasserhaltung 1539 Das Silberbergwerk in der oberschlesischen Stadt Tarnowskie Góry wurde um 1526 eröffnet. Um eindringendes Wasser aus der Grube zu pumpen, wurde bereits 1788 eine Dampfmaschine eingesetzt. In der Grube gibt es mehr als 150 km Stollen. Seit 1912 ist das Bergwerk stillgelegt, es dient heute nur noch als Museum. 17-SZYB-SZCZESC-BOZE-02.jpg
2017 N Ukraine und Deutschland), Albanien, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Italien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Spanien 1133 Die alten Buchenwälder geben Aufschluss über biologische und ökologische Entwicklungen nach der letzten Eiszeit. Poln. Anteil an den Buchenurwäldern und alten Buchenwäldern hat der 2 Bieszczady-Nationalpark internet wikipedia commons wikidata Magurski Park Narosdowy, Żydowskie.jpg
2019 K Krzemionki: 15 Prähistorisches Bergbaugebiet für gestreifte Feuersteine wikipedia commons wikidata 1529 Die Welterbestätte Krzemionki befindet sich in der Bergregion von Świętokrzyskie, zu ihr gehören vier Abbaugebiete aus der Jungsteinzeit bis zur Bronzezeit (ca. 3900 bis 1600 v. Chr.) Abgebaut wurde gestreifter Feuerstein, der hauptsächlich zur Herstellung von Äxten verwendet wurde. Mit seinen Untertagebauwerken, Feuersteinwerkstätten und rund 4.000 Schächten und Gruben verfügt der Standort über eines der umfassendsten Systeme zur prähistorischen Gewinnung und Aufbereitung von Feuersteinen. Krzemionki Museumsbau.JPG

Tentativliste[Bearbeiten]

In einer Tentativliste sind alle Liegenschaften aufgeführt, die ein Vertragsstaat zur Nominierung vorschlagen kann oder auch vorgeschlagen hat. Eine Auswahl:

  • Gdańsk – Stadt der Erinnerung und der Freiheit
  • Der Augustów-Kanal (Kanał Augustowski) gemeinsam mit Belarus

Weblinks[Bearbeiten]

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