Welterbe in Israel

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Der Staat Israel liegt eigentlich eher auf asiatischem Boden als in Europa. Die Zuordnung zu Europa geschah aus kulturellen und religiösen Gründen.

Flagge von Israel
Karte von Welterbe in Israel

Welterbestätten[Bearbeiten]

Israel hat die Welterbekonvention im Jahr 1999 ratifiziert. Zur Zeit (2021) stehen 9 Welterbestätten auf der Liste der UNESCO, alle gehören zum Weltkulturerbe.

Eine Besonderheit ist der Eintrag von Jerusalem, der 1981 auf Antrag von Jordanien zustande kam.

Abkürzungen
K Kulturwelterbe
N Naturwelterbe
G gemischtes Welterbe
K, N gefährdetes Erbe
Ref Nummer UNESCO
Jahr Art Bezeichnung Ref Beschreibung Bild
1981 K 1 Jerusalem Jerusalem in der Enzyklopädie Wikipedia Jerusalem im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsJerusalem (Q213274) in der Datenbank Wikidata 1325 Jerusalem gilt bei drei Religionen als eine heilige Stadt. Die Klagemauer am Fuß des Tempelbergs begrenzt die Viertel der verschiedenen religiösen Gemeinschaften, der Felsendom wird von allen drei Religionen als Abrahams Opferstätte verehrt, und die Grabeskirche gilt als Heiligtum der christlichen Religionen. Der Eintrag von Jerusalem wurde von Jordanien initiiert. Seit 1982 steht die Altstadt auf der Roten Liste. Jerusalem Dome of the rock BW 14.JPG
2001 K 2 Akko Website dieser Einrichtung Akko in der Enzyklopädie Wikipedia Akko im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAkko (Q126084) in der Datenbank Wikidata 1042 Die Hafenstadt Akko im Norden von Israel war bereits zur Zeit der Phönizier besiedelt. Ihre mächtigen Mauern verdankt sie großteils den Kreuzrittern. Nach der Eroberung durch die Araber entstanden Moscheen und Karawansereien. In der Neuzeit wurde der Hafen von Akko zu klein für die modernen Schiife, die Stadt verlor an Bedeutung. Acre.JPG
2001 K 3 Masada Website dieser Einrichtung Masada in der Enzyklopädie Wikipedia Masada im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMasada (Q186312) in der Datenbank Wikidata 1040 Die Felsenfestung Masada liegt in der judäischen Wüste am Südrand des Toten Meeres. Erbaut wurde sie als Palastkomplex unter König Herodes, die Römer haben sie nach langer Belagerung 73 n. Chr. zerstört. Masada ist ein Symbol des alten Königreichs und für die Bereitschaft, gegen die Knechtschaft zu kämpfen. IL-masada-Fels.jpg
2003 K 4 Tel Aviv Tel Aviv in der Enzyklopädie Wikipedia Tel Aviv im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTel Aviv (Q159070) in der Datenbank Wikidata 1096 Tel Aviv wurde 1909 gegründet. Zwischen 1930 und 1950 entstanden rund 4.000 Gebäude im Bauhausstil. Die Architekten waren meist aus Europa eingewandert und schufen eine moderne Stadt in ihrer neuen kulturellen Umgebung Dizengoff Square.jpg
2005 K 5 Biblische Siedlungen - Megiddo, Hazor, Beer Sheba Website dieser Einrichtung Biblische Siedlungen - Megiddo, Hazor, Beer Sheba in der Enzyklopädie Wikipedia Biblische Siedlungen - Megiddo, Hazor, Beer Sheba im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBiblische Siedlungen - Megiddo, Hazor, Beer Sheba (Q41843) in der Datenbank Wikidata 1108 Stellvertretend für zahlreiche Siedlungen stehen drei Tells (Siedlungshügel), die bereits in der Bibel erwähnt wurden. Meggido liegt in der Jesreel-Ebene, Hazor in Obergaliläa und Be'er Scheva in der Negev-Wüste. Diese Tells zeigen auch die Landwirtschaft der Eisenzeit und den Verlauf der wichtigsten Handelsrouten. Stone blocks at Megiddo, May 2008.jpg
2005 K 6 Negev Negev in der Enzyklopädie Wikipedia Negev im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNegev (Q2391522) in der Datenbank Wikidata 1107 An den alten Handelsstraßen für Weihrauch und Gewürze gab es befestigte Handelsposten mit Karawansereien und komplexen Bewässerungssystemen. Dazu gehören die ehemals nabatäischen Städte in der Wüste Negev, zum Kulturerbe ausgewählt wurden Avdat bei Mitzpe Ramon, Halusa bza. Elusa, Mamshit bei Dimona und Shivta. Avdat-v.jpg
2008 K 7 Haifa Website dieser Einrichtung Haifa in der Enzyklopädie Wikipedia Haifa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHaifa (Q41621) in der Datenbank Wikidata und dem westlichen Galiläa 1220 Das geistige und administrative Zentrum der Bahá'í-Religion befindet sich in Haifa an den Hängen des Berg Karmel. Dazu gehören der Schrein des Báb, die hängenden Gärten, das internationale Archiv. In Akko ist es das Heiligtum von Bahá'u'lláh, in Westgaliläa (Mazra'a) sind weitere Denkmäler und Wallfahrtsorte dieser Religion. Shrine Bab.jpg
2012 K 8 Karmelgebirge Karmelgebirge in der Enzyklopädie Wikipedia Karmelgebirge im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKarmelgebirge (Q1443478) in der Datenbank Wikidata 1393 Am Westhang des Berges Karmel befinden sich der Nahal Me'arot-Nationalpark (Wadi el-Mughara). Er besteht im wesentlichen aus den vier Höhlen Me’arat HaTanur (Oven Cave), Me’arat HaGamal (Camel Cave), Me’arat HaNahal (Stream Cave) und Me’arat HaGdi (Young Goat Cave). Sie dienten bereits vor 500.000 Jahren als Begräbnisstätten sowohl für Neandertaler als auch für moderne Menschen (Homo sapiens). Erste Steinbauten bezeugen den Übergang von nomadischen Jägern und Sammlern zur sesshaften Lebensweise. Misliya Cave.JPG
2014 K 9 Höhlen von Marissa und Bet Guvrin Höhlen von Marissa und Bet Guvrin im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Höhlen von Marissa und Bet Guvrin in der Enzyklopädie Wikipedia Höhlen von Marissa und Bet Guvrin im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHöhlen von Marissa und Bet Guvrin (Q2407530) in der Datenbank Wikidata 1370 Unter der alten kanaanischen Stadt Maresha liegt in einer dicken Kreideschicht ein System von Gängen und Kammern mit unterschiedlichen Funktionen. In dieser "Stadt unter der Stadt" gab es Wohnungen, Kultstätten und Zisternen, die in unsicheren Zeiten auch als Verstecke genutzt wurden. PikiWiki Israel 1762 Archeological sites of Israel המערה הפולנית.JPG
2015 K 10 Nekropole von Bet She'arim: Nekropole von Bet She'arim: in der Enzyklopädie Wikipedia Nekropole von Bet She'arim: im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNekropole von Bet She'arim: (Q830805) in der Datenbank Wikidata Wahrzeichen der jüdischen Erneuerung 1471 Die Nekropole ist eine jüdische Begräbnisstätte außerhalb von Jerusalem, die nach dem Scheitern des zweiten jüdischen Aufstands gegen die Römer entstand. In den Katakomben findet man Kunstwerke mit Inschriften in Griechisch, Hebräisch und Aramäisch. Cave of coffins.jpg

Tentativliste[Bearbeiten]

In einer Tentativliste sind alle Liegenschaften aufgeführt, die ein Vertragsstaat zur Nominierung vorschlagen kann oder auch vorgeschlagen hat. Auszug aus den Listen:

  • Galiläisches Meer und seine antiken Stätten
  • Caesarea

Weblinks[Bearbeiten]

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