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Haifa

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Haifa
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Haifa (hebr. חיפה/Cheifá) ist die drittgrößte Stadt Israels nach Jerusalem und Tel Aviv und die größte Hafenstadt des Landes. Sie liegt am Kap des Karmelgebirges am Südrand der Bucht von Haifa.

Herausragende Sehenswürdigkeit und das Wahrzeichen der Stadt ist der „Schrein des Bab“ mit den ihn umgebenden Terrassengärten; es handelt sich dabei um eine der zentralen religiösen Stätten der Glaubensgemeinschaft der Bahai.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Haifa

Haifa gilt als Stadt, in der Juden und Araber vergleichsweise friedlich nebeneinander leben. Da es sich um eine Industrie- und Hafenstadt handelt, wird oft gesagt, Haifa arbeite - während Tel Aviv feiere und Jerusalem bete. Den Charakter einer Industrie- und Arbeiterstadt hat sich tatsächlich bis heute in verschiedenen Vierteln erhalten. Allerdings entwickelt sich die Stadt zunehmend zu einem touristischen Höhepunkt Israels. Dazu tragen die Gärten der Bahai ebenso bei wie Sanierung traditioneller Viertel oder die Aufwertung der Strandabschnitte entlang der nördlichen Karmelküste.

Geschichte[Bearbeiten]

Deutsche Kolonie 1875
Ende des 19. Jhdt. war der Karmel noch kaum bebaut
Europäisch anmutende Häuser in der Deutschen Kolonie
Kloster Stella Maris um 1890

Haifa hatte lange Zeit eine eher geringe Bedeutung, weil es gegenüber Akko einige Standortnachteile hatte: Der Platz am Südrand der Bucht war schlechter geschützt, östlich der Stadt, im Mündungsbereich des Flusses Kischon, gab es Sümpfe und das Karmelkap bildete ein natürliches Hindernis auf dem Weg nach Süden. Der relativ unbedeutende Ort wird entsprechend (anders als viele andere Städte Israels) in der Bibel nicht erwähnt.

In der Antike bestand an der Mündung des Flüsschens Kishon ein kleiner Hafenort, inmitten des Industriegebiets wurden am Tel Abu Hawam Ausgrabungen durchgeführt und bronzezeitliche Siedlungsspuren gesichert; nach Versandung des Hafens verschob sich das Siedlungszentrum nach Bat Galim. Etwas weiter südlich, beim Tel Shikmona bestand ein jüdisches (hier wurde die blaue Tekhelet-Farbe für priesterliche Gewänder gewonnen) und byzantisches Siedlungszentrum, das ebenfalls Gegenstand archäologischer Untersuchungen ist.

Unter byzantinischer und arabischer Herrschaft stand Haifa an Bedeutung stets hinter dem Hafen von Akko an Bedeutung zurück, im Ort wurde Handel getrieben und Farbstoffe aus Meeresschnecken gewonnen. Um 1100 wurde die Stadt von den Kreuzfahrern eingenommen und eine kleine Festung errichtet, im 13. Jhdt. wurde von seit etlichen Jahrzehnten auf dem Karmel hausenden Einsiedlern der Karmeliterorden gegründet und das erste Karmeliterkloster gegründet, welches nach Vertreibung der Kreuzfahrer unter dem Mameluken Baibars in eine Moschee umgewandelt wurde.

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts jahrhundertelang nur eine wenig bedeutende Siedlung bestanden, erst ab 1769 wurden der Ort und der Hafen gezielt ausgebaut und der Aufstieg begann: Haifa gewann als Tiefwasserhafen gegenüber dem aufgrund von Verlandung für grössere Schiffe zunehmend ungeeigneten Hafen von Akko zunehmend an Bedeutung.

Blick auf Unterstadt und Hafen

Noch unter osmanischer Herrschaft liessen sich deutschstämmige Templer (nicht zu verwechseln mit dem Tempelritterorden der Kreuzfahrerzeit) in Haifa nieder. Diese aus pietistischem Umfeld stammenden Christen wurden von der lutheranischen Landeskirche Württembergs verfolgt, mit preussischer Unterstützung konnten sie am Fusse des Karmel Land erwerben und ab 1868 die Templerkolonie aufbauen. Die ziegelgedeckten Häuser mit ihren Firstdächern, die grosszügig angelegten Strassen und der Bau einer Hafenmole für grössere Schiffe verschafften den Siedlern einiges Ansehen, ähnlich wie die Entwicklung der Landwirtschaft und beginnende Vermarktung der "Jaffa Orangen". Zu Beginn des 20. Jhdt. wanderte eine zweite Siedlerwelle ein, gegen Ende des ersten Weltkriegs wurden 850 deutschstämmige Templer von den Briten interniert und als der Kooperation mit dem (deutschen) Feind verdächtigt, nach Ägypten deportiert. Unter britischer Mandatsherrschaft wurde ihnen die Rückkehr erlaubt und eine finanzielle Entschädigung zugesprochen; die Templersiedlungen begannen erneut aufzublühen. Im Jahre 1939 wurden die Templer, von denen sich ein Teil dem Nazionalsozialismus angeschlossen hatten, unter britischer Mandatsherrschaft nach Australien deportiert, im Teil im Austausch gegen ausreisewillige Juden direkt ins deutsche Reich zurückgeschickt. Mit dem Kriegsende wurde die Rückkehr nach Israel abgelehnt und somit das Buch der Geschichte der pietistischen Templer in Israel geschlossen, in den Fünfzigerjahren wurden die ehemaligen Besitzer vom Staat Israel mit 54 Mio. DM entschädigt. Die Gebäude der ehemaligen Deutschen Kolonie um die Ben Gurion Str. wurden in den letzten Jahren renoviert.

Die sterblichen Überreste des Báb, des Gründers der Baha'i Religion, wurden 1899 nach Haifa gebracht und 1909 in einem Mausoleum auf dem Berg Karmel beigesetzt, der Religionsstifter Baha’u’llah hat den Ort festgelegt, der 1953 mit einem Kuppelbau mit einer vergoldeten Kuppel überbaut wurde. Der Garten mit seinen Terassen mit symmetrisch angelegten Wegen gehört mit anderen historischen Pilgerstätten auf dem Karmel seit 2008 zum UNESCO Welterbe.

Ab 1905 war Haifa der Endpunkt einer Nebenstrecke der Hedschasbahn, später auch ein wichtiger Knotenpunkt für weitere Bahnlinien entlang der östlichen Mittelmeerküste und nach Ägypten, was die Entwicklung der Stadt ebenfalls nachhaltig unterstützte. Im 20. Jahrhundert, v.a. aber nach der israelischen Staatsgründung, war Haifa für viele auf dem Seeweg ankommende Einwanderer das Tor nach Israel bzw. zum britischen Mandatsgebiet Palästina. Haifa ist heute eine der wichtigsten Hafen- und Industriestädte des Landes und das größte städtische Zentrum Nordisraels.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Aufgrund der Lage am Nordhang des Karmelgebirges erstreckt sich Haifa vom Ufer des Mittelmeers bis auf eine Höhe von über 400 m, was sich auch auf die städtische Gliederung auswirkt. Man kann drei städtische Zonen unterscheiden:

  • Am Meer erstreckt sich die Unterstadt mit dem Hafen, Industrieanlagen, den wichtigsten Verkehrsadern und den arabischen Vierteln Wadi Nisnas und Wadi Salib; hier liegt auch die inzwischen sanierte „German Colony“ der früheren christlichen Siedler.
  • Auf halber Höhe liegen der Schrein des Bab, Verwaltungsgebäude und das Geschäftsviertel Hadar HaCarmel, das zum Einkaufen einlädt.
  • Die Oberstadt Central Carmel ist mit ihren Hotels, Restaurants und Promenaden die teuerste Wohngegend der Stadt. Von hier bietet sich ein sehr schöner Blick über die Stadt und die Bucht von Haifa.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Wenn man aus dem Ausland kommt, reist man über den Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv (IATA CodeTLV) an und fährt von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Mietwagen weiter.

Die Stadt selbst hat den kleinen 1 Haifa Airport Haifa Airport in der Enzyklopädie Wikipedia Haifa Airport im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHaifa Airport (Q643113) in der Datenbank Wikidata (IATA CodeHFA, ICAO CodeLLHA), der östlich der Stadt liegt und für Inlandsflüge genutzt wird. Die israelischen Fluggesellschaften Arkia und Israir (hebräisch) bieten Flüge nach Eilat an. Andere Ziele werden aktuell anscheinend nicht bzw. kaum mehr angeflogen (Stand: 12/2010). Der Flughafen wird durch die Buslinie 58 von der Central Bus Station haMifratz aus stündlich bedient.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Haifa liegt an der Küstenstrecke der israelischen Eisenbahn und ist mit dem Zug u.a. von Tel Aviv und vom Ben-Gurion-Flughafen aus umsteigefrei erreichbar. Die Gleisanlagen der israelischen Eisenbahn verlaufen wegen der Lage der Stadt am Hang des Karmelgebirges aber nur im unteren Teil der Stadt: Haifa wird entlang der Küste von einer einzigen Bahntrasse durchquert und besitzt an dieser Strecke mehrere Bahnhöfe, die teilweise ein Umsteigen auf den innerstädtischen Busverkehr ermöglichen.

  • 2 Haifa Hof HaCarmel liegt im Süden des Karmelkap im Bereich der gern besuchten Badestrände. In der Nähe endet die Küstenautobahn 2, die Küstenhauptstrasse 4 führt rund um das Karmelkap, die 23 mehrspurig durch die mautpflichtigen Karmeltunnels; von Park and Ride-Anlagen ist der Bahnhof gut zugänglich. Hier enden Buslinien aus dem Süden.
  • 3 Haifa Bat Galim liegt an der Nordspitze des Kap, in der Nähe von Krankenhaus und Hafen.
  • 4 Haifa Center HaShmona liegt nordöstlich in Hafennähe; gleich daneben die Central Bus Station
  • 5 Lev HaMifrats liegt im Nordwesten, in wo sich der Strandbogen zu den "Kiryats" weitet und die Karmeltunnels der 23 wieder ans Tageslicht kommen.

Überregionale Intercity-Verbindungen bestehen nach Süden über Tel Aviv nach Be'er Scheva (Beerscheba) einerseits und über Tel Aviv und den Flughafen Ben Gurion nach Modi'in anderseits. Im Norden werden die Intercity-Verbindungen teilweise nach Naharija fortgesetzt. Während zwischen Haifa und Tel Aviv tagsüber mindestens zwei Züge stündlich verkehren, werden zwischen Haifa und Naharija ein bis zwei Züge in der Stunde angeboten. Im Raum Haifa wird das Angebot durch eine Vorortlinie ergänzt, die zwischen Kirjat Motzkin im Norden und dem Karmelstrand im Süden pendelt. Linien- und Fahrpläne stellt Israel Railways auf seiner Internetseite auch in englischer Sprache bereit.

Im Herbst 2016 startet der Verkehr auf der neu errichteten Bahnstrecke durch die Jesreel-Ebene über Afula nach Bet Sche'an; diese Region war bislang nur per Bus von Haifa aus erreichbar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Haifa gehört zu den wichtigsten Knotenpunkten des Busverkehrs in Israel. Haifa ist der Start- bzw. Zielpunkt vieler regionaler Buslinien in Nordisrael; in viele andere städtische Zentren des Landes bestehen überregionale Verbindungen. Zu beachten ist generell, dass Haifa zwei bzw. sogar drei Busbahnhöfe (Central Bus Station/CBS) besitzt - und nicht nur einen wie die meisten anderen israelischen Städte.

Noch zu Beginn des Jahrtausends war die Situation eine andere: Es gab mit dem Busbahnhof „CBS Bat Galim“ im gleichnamigen Stadtteil einen zentralen Busbahnhof, der jedoch 2002 bzw. 2003 durch zwei andere weitgehend ersetzt wurde. Heute gibt es zum einen „CBS Hof HaCarmel“ an der Karmelküste im Süden der Stadt, an dem die von Süden kommenden Linien enden. Zum anderen gibt es „CBS HaMifrats“ an der Bucht von Haifa, der der Anlaufpunkt für die Linien aus dem Norden ist. Der alte, aber auch die beiden genannten neuen Busbahnhöfe liegen in unmittelbarer Nachbarschaft der gleichnamigen Bahnhöfe der israelischen Eisenbahn und bieten sich daher zum Umsteigen vom Bahn- auf das Busnetz an.

Durch die weitgehende Aufgabe des alten Busbahnhofs wurde erreicht, dass viele Busse nicht mehr die ganze Stadt durchqueren müssen, um ihr Ziel zu erreichen, sodass die Verbindungen heute weniger störungsanfällig sind. Das Gebäude und das Gelände des Busbahnhofs 6 „Bat Galim“ wurden mit der Eröffnung der neuen Anlaufpunkte geschlossen, geblieben ist eine Haltestelle. Diese Haltestelle wird bei Egged auch noch als „Central Bus Station“ geführt. Faktisch spielt sie im Busverkehr aber nur noch eine untergeordnete Rolle, verschiedene städtische Linien beginnen bzw. enden dort.

Um ein schnelles Weiterkommen zu ermöglichen, wurde zwischen den beiden neuen Busbahnhöfen ein Pendelverkehr eingerichtet.

  • Die Linie 103 verkehrt tagsüber mehrmals die Stunde (in Hauptverkehrszeiten wird teilweise ein 5-Minuten-Takt angeboten) via Unterstadt zwischen den beiden zentralen Busbahnhöfen (mit Halt am Busbahnhof Bat Galim).
  • Die Linie 113 verkehrt tagsüber etwa alle 15 Minuten über den Busbahnhof Bat Galim und den höher gelegenen Stadtteil Hadar (mit einer etwas längeren Fahrzeit).
  • Weitere Verbindungen bestehen mit den Linien 114, 115, 123 und 133. Diese Linien verlaufen z.T. deutlich weiter oben in der Stadt; sie berühren den alten Busbahnhof nicht und haben etwas längere Fahrzeiten.

Am 7 zentralen Busbahnhof „CBS Hof haCarmel“ beginnen bzw. enden u.a. die folgenden Linien:

Von Buslinien Verbindungsdichte tagsüber Dauer ca. Preis NIS Hinweise
Chadera (Hadera) 921 mind. alle 30 min 1:15 20,00 In der Richtung Haifa - Chadera lt. Plan ca. 30 Min. kürzer
Eilat 991 2-3x/Tag 6:00 77,00 Eine der Fahrten ist eine Nachtverbindung
Jerusalem 947 ca. alle 30 Min. 2:45 45,00
Jerusalem (Express) 940 ca. alle 60-90 Min. 2:00 45,00
Tel Aviv (Express) 910 ca. alle 60-90 Min. 1:30 26,50 Auch Anreise mit Zug möglich
Zichron Ja'akow 202 alle 60-90 Min. 0:40 15,40 921 hält nahe Zichron, dort aber längerer Fußweg!
Hinweise: In der Tabelle können einzelne Linien fehlen (z.B. wenn sie selten verkehren). Die Taktdichte bezieht sich auf alle verfügbaren Verbindungen.
Die Links in der Tabelle dienen der Reiseplanung, sie führen daher zu den Anreiseinformationen des verlinkten Ortes.
Quellen: Egged und Otobusim.co.il; Stand: 02/2011 - * Linien mit Stern werden nicht von Egged, sondern von einer anderen Gesellschaft bedient.

Den 8 zentralen Busbahnhof „ CBS HaMifrats“ erreicht man u.a. mit folgenden Verbindungen:

Von Buslinien Verbindungsdichte tagsüber Dauer ca. Preis NIS Hinweise
Afula 301* mind. alle 20 min 1:00
Akko 271, 272 alle 10-15 Min. 0:45 13,50 Auch Anreise mit Zug möglich; nach Haifa weitere Fahrten mit 361, 500
Jerusalem (Express) 960 ca. stündlich 2:00 45,00
Kirjat Schmona 500, 501 ca. alle 40-60 Min. 2:15 48,00
Naharija 271, 272 alle 10-15 Min. 1:15 17,20 Auch Anreise mit Zug möglich
Safed 361, 501 ca. alle 30 Min. 2:00 40,00
Tiberias 430 ca. alle 30 Min. 1:15 26,50
Hinweise: In der Tabelle können einzelne Linien fehlen (z.B. wenn sie selten verkehren). Die Taktdichte bezieht sich auf alle verfügbaren Verbindungen.
Die Links in der Tabelle dienen der Reiseplanung, sie führen daher zu den Anreiseinformationen des verlinkten Ortes.
Quellen: Egged und Otobusim.co.il; Stand: 02/2011 - * Linien mit Stern werden nicht von Egged, sondern von einer anderen Gesellschaft bedient.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Carmel Tunnels

Haifa erreicht man von Tel Aviv über die entlang der Küste führende Autobahn 2 bzw. über die etwas weiter im Landesinneren gelegene alte Küstenstraße 4, die parallel zur Autobahn verläuft.
Die Straße 4 setzt sich im Norden entlang der Bucht von Haifa über Akko und Naharija nach Rosch haNikra fort; die am stärksten überlasteten Abschnitte durch die Kiryats wurden durch die nicht mautpflichtige Umfahrungsautobahn 22 entlastet.

Vom Landesinneren, von der Jesreelebene kommend, erreicht man Haifa über die Straße 75. Über die Straße 672, die die Stadt im Süden bei der Universität verlässt, ist Haifa mit den Drusendörfern auf dem Karmelgebirge verbunden.

Dur Durchfahrt durch die chronisch verkehrsüberlastete Strasse 4 entlang des Kap und des Hafens von Haifa war über die Jahre zeitraubend und nahm 30 - 45 Min. in Anspruch, die Situation hat sich entschärft mit Eröffnung der mautpflichtigen Carmeltunnels. Die Untertunnelung des Karmelgeburges wurde 2010 fertiggestellt, die Anschlussstrecke an die Umfahrungsautobahn 22 im Jahre 2014.

  • 9 Carmel Tunnels. Geöffnet: 24 h. Preis: PKW 2 Sektionen 17.24 NIS.

Das 10 Südportal liegt bei Hof HaCarmel in der Nähe des Endes der Autobahn 2 resp. der Haifa South Interchange, hier folgt man zur Wegweisung zu den Tunnels resp. der Strasse 23. Der Tunnel ist in zwei Sektionen mit einer Anschlussstelle in der Mitte unterteilt, der Reisende mit dem Mietwagen muss zur Durchquerung des ganzen Tunnels zur Fahrt Richtung Norden für zwei Sektionen bezahlen (2015: 17,24 NIS, Lastwagen zahlen ein Mehrfaches)), an den Kabäuschen der Mautstelle mit Cash oder Karte. Zur Weiterfahrt in die zweite Sektion erhält man ein Ticket, welches an der dortigen Anschlussstelle vorgewiesen werden muss. An der Anschlussstelle Symbol: AS 1 Ruppin Interchange kann zur Grand Canyon Mall und zur Nahal Giborim Schnellstrasse abgezweigt werden. Nach einem zweiten Tunnel erreicht man am 11 Nordportal die Anschlüsse an die Strasse 4 und die nach Norden führende Umgehungsautobahn 22.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

  • Der 12 Hafen ist überwiegend ein Handelshafen, er wird auch von Kreuzfahrtschiffen angelaufen, es gibt Fährverbindungen nach Zypern und nach Akko.
  • 13 Jachthafen: Gleich in der Mündung des Kishon liegt links, also neben dessen rechtem Ufer, ein größerer Fischerei- und Jachthafen. Bei längerer Liegezeit ist eine Reservierung sinnvoll.

Ankömmlinge werden von weitem über Funk angerufen. Kommt keine Antwort - zB. weil das Boot kein Funkgerät hat - so kommt 15 sm vor der Küste ein Schnellboot der Marine. Die Kameraden fragen höflich nach dem woher und wohin und haben dann die ganze Liste jener Fragen, die nun mal zur Einreise gehören - gut, wenn man die letzten fünf bis zehn Häfen noch genau im Kopf hat. Die Papiere werden zwar gewünscht, doch akzeptiert man auch, daß ein Skipper als Einhandsegler bei rauherer See nicht von der Pinne weg kann. Ein freundliches "You'll reach Haifa in 15 miles on this cours - have a good trip and be welcome!" beendet das Treffen auf See. An der Hafeneinfahrt wartet dann schon eine ebenso freundliche und hilfsbereite Eskorte, die das Boot zu einem gerade leer(er)en Teil des Hafens geleitet, wo bereits ein dreiköpfiges Beamtenteam wartet. Die Formalitäten sind die gleichen, nur schriftlich, ein kurzer, aber möglichst gründlicher Blick ins Innere des Bootes, schon ist die Prozedur in einem Zehntel jener Zeit beendet, die man sonst üblicherweise vor Schaltern zubringt.

Mobilität[Bearbeiten]

Carmelit, Haifas U-Bahn
Metronit Spurbussystem
Gondelbahn nach Stella Maris

Bus und Bahn[Bearbeiten]

Die verschiedenen Stadtteile Haifas werden durch ein Netz innerstädtischer Busse erschlossen, die teilweise - anders als im restlichen Land - auch am Samstag verkehren. Die Bahn spielt für die innerstädtische Mobilität nur eine untergeordnete Rolle, da die Haifaer Bahnhöfe entlang der Unterstadt in Meeresnähe liegen; die höher gelegenen Stadtteile sind nicht per Zug erreichbar.

Metronit[Bearbeiten]

Seit 2012 ist das Spurbussystem Metronit in Betrieb, die teils in Hybridtechologie angetriebenen Gelenksbusse verkehren grossteils auf einem separaten Trassensystem in form einer strassengebundenen Trambahn. Derzeit verkehren drei Linien

  • Linie 1, rot: Hof HaCarmel (im Süden, Nähe der Badestrände) - Downtown - HaMifratz - Krayot Central Bus Station (versorgt die verschiedenen mit Kiryat bezeichneten Orte im Norden von Haifa)
  • Linie 2, blau: Rambam Krankenhaus - Bat Galim - HaMifratz - Kiryat Ata
  • Linie 3, grün: Hadar HaCarmel - HaMifratz - Kiryat Yam - Krayot Central Bus Station.

Zu Benutzung des Metronit Bussystems können Papiertickets für Einzelfahrten an den Stationen bezogen werden, für Mehrfahrtenkarten und weitere Vergünstigungen gibt es wie im übrigen Israel die elektronische Rav Kav-Karte, die bei Fahrtbeginn elektronisch entwertet werden muss. Je nach Anzahl Tarifzonen muss der entsprechende Fahrschein bezogen werden, 5.50-14.00 NIS, Details auf der Website von Metronit.

Karmelit (Carmelit)[Bearbeiten]

Eine Besonderheit Haifas ist die einzige israelische Untergrundbahn, die „Karmelit“ bzw. „Carmelit“. Die Carmelit ist eigentlich eine unterirdische Standseilbahn mit zwei Wagen, die gegenläufig verkehren. Die Bahn fährt vom „Kikar Paris“ in der Unterstadt über mehrere Zwischenhalte bis zur Station „Gan haEm“ in Central Carmel und überwindet dabei fast 300 m Höhenunterschied. Mit ihren sechs Stationen ist die Karmelit eines der kleinsten U-Bahn-Systeme der Welt, sie wurde 1956/59 erbaut und 1992 mit neuen Rollmaterial wiedereröffnet. Nach einem schweren Brandschaden ruht der Verkehr seit dem 4. Februar 2017.


Karmelit
סולל בונה
מצדה
גן האם
Solel Boneh
Massada
Gan haEm
Kikar Paris
Hanevi'im
Bnei Zion
כיכר פריז
הנביאים
בני ציון


  • Die Station „Kikar Paris“ befindet sich in der Unterstadt am 14 Paris Square im Bereich des Übergangs der Straße HaMeginim in die Straße HaPalyam. Um zu dieser Station zu gelangen, kann man u.a. den Bus 103 nehmen, der etwas weiter nördlich entlang der Derech haAtzma'ut verkehrt. Vom nordwestlich gelegenen Hauptbahnhof Haifa Center haShmona ist es ein guter halber Kilometer bis zum „Pariser Platz“.
  • Von „HaNevi'im“ aus gelangt man in das Hauptgeschäftszentrum Haifas im Stadtteil Hadar. Von der U-Bahn-Station hält man sich ostwärts zur Herzl-Straße; eine Parallelstraße der Herzl-Straße ist die Fußgängerzone „Nordau Street“.
  • Die Station „Bnei Zion“ hieß früher auch Golomb nach der Straße, die dort die Karmelit kreuzt. Der heutige Name bezieht sich auf ein nahegelegenes Krankenhaus.
  • Die höchstgelegene Station der Karmelit ist 15 „Gan haEm“. Von hier aus sind es jeweils nur wenige Gehminuten zum Haifaer Zoo, zu einigen Museen und zu den den Aussichtsterrassen oberhalb des Bahai-Schreins an der Jefe Nof.

Ein Einzelfahrschein für die Carmelit kann für 6.90 NIS (10/2015) am Automaten bezogen werden, die Stadtbewohner nutzen die elektronische Rav Kav Card, auf die Karte kann ein Guthaben geladen werden, Fahrten werden am Entwerter abgebucht.

Die Karmelit ist bislang schlecht in den innerstädtischen Busverkehr eingebunden und berührt die heutigen Stadtzentren nur am Rand; allerdings ermöglicht die einzige israelische U-Bahn einen schnellen Wechsel der städtischen Ebenen und kann einem nach einem Weg von der Ober- in die Unterstadt den Aufstieg ersparen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Louis Promenade[Bearbeiten]

2 Es gibt sie natürlich noch, die schmuddeligen Ecken der Industrie- und Hafenstadt Haifa, vor allem in der Unterstadt, am Hafen und rund um die Industrieanlagen östlich des Zentrums. Überwiegend beeindruckt diese Stadt jedoch durch ihre einzigartige Lage am Nordhang des Karmelgebirges, durch ihre Gartenanlagen und die phantastische Aussicht über das Mittelmeer und die Bucht von Haifa. Die bekannteste Perspektive auf die Stadt ist die von der Louis-Promenade an der Straße Jefe Nof in Central Carmel. Von hier stören selbst die Hafen- und Industrieanlagen kaum die atemberaubende Sicht, der Blick schweift über die Gärten der Bahai und das blaue Wasser des Mittelmeers bis hinüber nach Akko, zu den Bergen Obergaliläas und an manchen Tagen sogar bis zum Golan. Aber auch an Sommerabenden lohnt sich der Besuch, wenn sich die Bucht langsam in die Dämmerung hüllt und in der lauen Sommerluft entlang der Küste und auf den Schiffen nach und nach tausende Lichter aufflammen.

Blick von der Louis-Promenade auf das Panorama von Haifa; im Vordergrund die persischen Gärten mit Schrein des Bab, im Hintergrund Dagon-Silo und Hafen

Schrein des Bab und persische Gärten[Bearbeiten]

3 : Die wichtigste Sehenswürdigkeit Haifas ist der Schrein des Bab mit den ihn umgebenden persischen Gärten. Die Anlagen sind eines der wichtigsten Heiligtümer der Bahai; seit 2008 gehören sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Schrein des Bab

Der Schrein des Bab bildet das Herz der weitläufigen Parkanlagen. Er liegt etwa auf halber Höhe des Hangs und ist von vielen Stellen der Stadt aus zu sehen; besonders gut von den schon erwähnten Aussichtsterrassen und von der Deutschen Kolonie am Fuß der Gärten. Der Bahai-Tempel, wie er (begrifflich nicht ganz korrekt) auch manchmal genannt wird, ist ein Gebäude aus weißem Stein, in dem sich europäische und orientalische Stilelemente vereinigen. Der Grundriss ist viereckig, dann verjüngt sich das Gebäude und wird schließlich von einer vergoldeten Kuppel gekrönt. Errichtet wurde er 1953 über den sterblichen Überresten des Bab, einem Wegbereiter und Propheten des Bahaitums. Er war über hundert Jahre vorher im damaligen Persien hingerichtet worden, weil seine Lehren im Widerspruch zum Islam standen.

Oberhalb und unterhalb des Schreins liegen die persischen Gärten, die sich insgesamt über 19 Terrassen erstrecken. Die Gärten am Hang sind in sehr strengen Formen gehalten und zeigen vollendete Gartenkunst. An anderen Stellen sind die Parkanlagen nicht ganz so geometrisch; am Haupteingang auf halber Höhe hat man das Gefühl, inmitten der Stadt einen Hain zu betreten.

Wenn man sich für die Gärten interessiert, muss man wissen, dass nur Teile des Geländes zugänglich sind: Insgesamt drei Teilstücke des Parks sind tagsüber bis in den Nachmittag geöffnet: die oberste und die unterste Terrasse sowie ein kleines Stück des Parks auf halber Höhe in der Nähe des Schreins. Vormittags kann man zusätzlich das Gebiet unmittelbar um den Schrein des Bab besuchen. Die Terrassen zwischen den genannten Stücken sind generell nicht zugänglich, diese Bereiche kann man nur im Rahmen von Führungen betreten. An Feiertagen der Bahai und am Jom Kippur sind die Gärten geschlossen. Auch bei Regen können die Gärten geschlossen sein.

Gärten der Bahai (engl.), Bahá’í World Centre Visitor Services, P.O. Box 155, Haifa 31001. Tel.: +972-4-831 3131, E-Mail: . Geöffnet: Gärten am Schrein geöffnet 9-12 Uhr; äußere Gärten (wie beschrieben) 9-17 Uhr; es gibt eine englischsprachige geführte Tour von der Jefe Nof (Zugang westlich der oberen Terrasse!) durch die obere Hälfte der Parkanlagen bis zum Schrein des Bab, täglich außer Mittwoch um 12 Uhr (Stand:01/2011). Preis: Der Besuch ist kostenfrei, auch die geführte Tour.

Deutsche Kolonie[Bearbeiten]

Unterer Zugang zu den Gärten, Ben-Gurion-Boulevard und Dagon
Haus in der Deutschen Kolonie

4 : Unmittelbar unterhalb der persischen Gärten liegt mit dem Ben-Gurion-Boulevard (Sderot Ben Gurion) die Hauptachse der ehemaligen deutschen Siedlung in Haifa. In den schmucken Steinhäusern links und rechts der Straße wohnten früher die "Templer", vorwiegend aus Württemberg stammende christlichen Siedler, die einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau der Stadt leisteten. Viele der Häuser sind inzwischen restauriert, es gibt viele Cafés und Restaurants beiderseits der Straße. Von der Ben-Gurion-Straße hat man auch einen guten Blick auf das höher liegende Weltzentrum der Bahai.

In Küstennähe[Bearbeiten]

  • Unmittelbar nordöstlich der deutschen Kolonie liegt das Dagon-Silo. Der klobige Baukörper dominiert praktisch immer das Stadtbild, wenn man von den höheren Stadtteilen auf die Gegenden am Hafen blickt. Das fast 70 Meter hohe Gebäude fasst rund 100.000 Tonnen Getreide, in seinem Inneren ist ein Getreidemuseum untergebracht
  • Weiter östlich an der Bahnstrecke in Richtung Akko liegt beim ehemaligen Bahnhof Haifa Ost (Haifa Mizrach), der heute im Planverkehr nicht mehr bedient wird, das Israelische Eisenbahnmuseum.

In den höher gelegenen Stadtteilen[Bearbeiten]

  • Sehenswert ist die Aussicht auf die Stadt und den Hafen von der Louis Promenade, oberhalb der Baha'i Gardens, aus.
  • Im Stadtteil Central Carmel liegt das Tikotin Museum of Japanese Art, das einzige Museum des Nahen Ostens, das sich speziell der japanischen Kunst widmet.
  • der Haifa Zoo liegt auf dem Karmel.

Museen[Bearbeiten]

National Museum of Sciene

Haifa hat eine Reihe von Museen mit verschiedenen Schwerpunkten; eines der außergewöhnlichsten ist das Getreidemuseum im Dagon-Silo, daneben gibt es u.a. verschiedene Kunstmuseen und Museen mit Bezug zum Meer. Vier davon, nämlich das Haifa Museum of Art, das Tikotin Museum of Japanese Art, das National Maritime Museum und das Haifa City Museum gehören zu den städtischen Museen, die unter dem englischen Namen „Haifa Museums“ auftreten. Für diese Museen gibt es ein Kombiticket, das einen vergünstigten Eintrittspreis bietet (45 NIS, Kinder bis 18 Jahre und ermäßigt 33 NIS).

  • 5 Haifa City Museum, Sderot Ben Gurion 11, Haifa. Tel.: +972 (0)4-9115888, Fax: +972 (0)4-9115891. Geöffnet: So-Do 10.00-16.00h, Fr 10.00-13.00h, Sa 10.00-15.00h. Preis: 35/23 NIS, Kombiticket 60 NIS.
Das Haifaer Stadtmuseum am Ende des Ben Gurion-Boulevard wurde im Jahr 2000 im früheren Schul- bzw. Gemeinschaftsgebäude der Templer eröffnet; neben einer Ausstellung zur Geschichte der Stadt Haifa werden wechselnde Sonderausstellungen um Themen, die mit der Haifaer Stadtgeschichte zusammenhängen, präsentiert.
  • 6 Getreidemuseum im Dagon-Silo. Tel.: +972 (0)4-8664221. Geöffnet: So-Do 10.30h. Preis: freier Eintritt, nur im Rahmen von Führungen.
Das Getreidemuseum, Zugang von der Ostseite her, kann nur im Rahmen von Führungen besucht werden. Das Museum beschäftigt sich u.a. mit der Kultur, der Behandlung und der Lagerung von Getreide von geschichtlichen Zeiten bis heute.
Das Museum ist eines der führenden Kunstmuseen Israels mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst. Das 1951 gegründete Museum im Gebäude einer früheren Hochschule zeigt des Schaffen israelischer und internationaler Künstler seit dem Beginn des 20. Jhdt. In der Nähe des Museums halten verschiedene Buslinien, von der Station HaNevi'im der Karmelit erreicht man das Museum, wenn man knapp 400 nach Westen in die Schabbetai-Levi-Straße geht.
Im Wohnhaus von Emmanuel Mané-Katz sind zum einen Gemälde und Skulpturen aus dem Schaffen des zur "Pariser Schule" zählenden jüdischen Künstlers als auch seine persönliche Sammlung von Judaica zu sehen.
Die Werke des deutschstämmigen Zeichners, Lithographen und Radierers Hermann Struck (1876/1944) sind in einem eigenen Museum ausgestellt, bekannt sind vor allem die Radierungen berühmter Persönlichkeiten, u.a. von Albert Einstein, Sigmund Freud, Theodor Herzl, Henrik Ibsen, Friedrich Nietzsche. Hermann Struck war eine treibende Kraft beim Aufbau der Künstlerkolonie von Haifa und des Kunstmuseums von Haifa.
Im 1959 gegründete Tikotin Museum widmet sich als einziges Museum im Nahen Osten speziell der japanischen Kunst widmet. Es wurde 1959 auf die Initiative von Felix Tikotin, einem Sammler und Händler japanischer Kunst, und Abba Khoushy, dem damaligen Bürgermeister Haifas gegründet. Die Sammlung des Museum Tikotin umfasst über 7000 Stücke, darunter Gemälde, Drucke, Zeichnungen und Keramik sowie verschiedene Stücke moderner japanischer Kunst. Verschiedene Veranstaltungen des Museums sollen den Gästen die japanische Kunst, aber auch die Lebensweise, Sprache, Küche und Kultur näher bringen.
Das Technologiemuseum wurde 1983 im historischen Gebäude des Technion, der technischen Hochschule, eröffnet. Jährlich werden wechselnde Sonderausstellungen gezeigt, ein Höhepunkt ist auch das 3D-Kino.
Folgt man der Allenbystraße nach Westen, bis sie fast wieder auf die Hauptstraße 4 (HaHagana Avenue) trifft, kommt man zum Nationalen Schifffahrtsmuseum. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird vom Museum die Linie 114 empfohlen, die zwischen den beiden neuen Zentralen Busbahnhöfen in kurzer Taktfolge pendelt.
Gezeigt werden verschiedenste Exponate, die einen Bezug zur Seefahrt in der Gegend von Rotem Meer, Mittelmeer und Nil in den letzten 5000 Jahren haben; zu sehen gibt es z.B. Schiffmodelle oder Hilfsmittel zur Navigation, alte Anker, Karten und Globen. Ergänzt wird das Angebot durch Wechselausstellungen. Das Museum entstand in den 1950er Jahren aus einer privaten Sammlung.
In direkter Nachbarschaft des Schifffahrtsmuseums liegt das Museum der illegalen Einwanderung und Marine. Dieses Museum zeigt, unter welchen Umständen die jüdischen Flüchtlinge zur Zeit des britischen Mandats in den Jahren 1934-1948 - teils unter Lebensgefahr - versuchten, in das damalige Palästina einzuwandern und so der Verfolgung in Europa zu entgehen. Das spektakulärste Ausstellungsstück und gewissermaßen Wahrzeichen des Museums ist das Flüchtlingsschiff „Af Al Pi Chen“ (trotzdem, dennoch).
  • 14 Railway museum (מוזיאון רכבת ישראל), Hativat Golani St. 1, Haifa. Tel.: +972 (0)4 856 42 93, +972 (0)4 856 41 80, Fax: +972 (0)4 856 43 10, E-Mail: . Railway museum in der Enzyklopädie Wikipedia Railway museum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRailway museum (Q1674686) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: Geöffnet So-Do 8.00-16.00 Uhr (geschlossen an Feiertagen und Vortagen von Feiertagen). Preis: Erwachsene 30 NIS, Kinder bis 18 Jahre & Senioren 15 NIS.
Gezeigt werden verschiedenste Exponate zum Eisenbahnverkehr im historischen Palästina wie historische Loks und Salonwagen, Signale und Archivgut, z.B. alte Fahrscheine. Die Busse der Buslinie 103, die in enger Taktfolge zwischen den beiden zentralen Busbahnhöfen pendeln, halten in der Nähe des Museums.
  • 15 Haifa Zoo, Ha-Tishbi St. 124, Haifa. Tel.: +972 (0)4837-2886. im Zoo werden neben zahlreichen Tierarten in einem botanischen Garten auch etliche tropische Pflanzen gezeigt. Geöffnet: Mai-August Sa-Do 09.00-18.00, Fr 09.00-14.00h; im Winter Sa-Do 09.00-16.00h, Fr 09.00-14.00h. Preis: 38 NIS.

Synagogen, Kirchen, Moscheen[Bearbeiten]

Kloster Stella Maris
Kloster Stella Maris
Elia's Höhle
Kirche Notre Dame du Mont Carmel
Kuppel der Church of the Holy Heart
  • 16 Kloster Stella Maris : Zur Zeit der Kreuzfahrer siedelten die ersten Eremiten oberhalb der Karmel - Höhle, in der Elia seine Gottesbegegnung gehabt haben soll. Sie wurden nach Eroberung des Lands durch die Mamluken vertrieben und gründeten in Frankreich den Karmeliterorden. Auf dem Felsvorsprung oberhalb der Karmelhöhle erbauten Karmelitermönche im 17. Jhdt. ein erstes Kloster, 1821 verlangte der Pascha von Akko dessen Räumung, zerstörte es und errichtete auf dem Felsvorsprung einen Leuchtturm und einen Sommerpalast. Nachdem den Karmelitern die Rückkehr gestattet wurde, erbauten die Karmeliter das heutige Kloster und die Kirche Stella Maris, welche 1836 geweiht wurde und sich zu einem Zentrum der Marienverehrung in Israel entwickelte. Auch in dieser Kirche gibt es eine Höhle, die an den Propheten Elia erinnert.
Vom Kloster führt ein Fusspfad vorbei am 17 Leuchtturm vorbei am Rundbau der Church of the Holy Heart hinab zur sog. 18 Höhle des Elia am Fuss des Karmel. Diese Stätte wird von Christen und vor allem auch von Juden verehrt, sie ist von einer Trennwand in Bereiche für Männer und Frauen unterteilt.
Eine moderne Gondelbahn führt von dort aus zum Karmeliterkloster hinauf.
  • 19 Kirche Notre Dame du Mont Karmel liegt etwas weiter in südöstlicher Richtung auf dem Rücken des Karmel.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Vom Stadtteil Bat Galim südwärts gibt es einige ausgewiesene Badestrände. Relativ gut erreichbar sind die Badestrände im Stadtteil Bat Galim selbst sowie ein Strandabschnitt in der unmittelbaren Nähe des Bahn- sowie Busbahnhofs Chof (Hof) haKarmel.

Einkaufen[Bearbeiten]

Das städtische Geschäftszentrum Haifas befindet sich in Hadar, einem Stadtteil etwa auf halber Höhe der Stadt; dort gibt es auch eine Fußgängerzone. Ein großes Einkaufszentrum im Osten Haifas (Richtung Krajot) ist die „Cinema Mall“, auch bekannt als „Lev haMifrats“, wörtlich übersetzt „Herz der Bucht“; sie liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den gleichnamigen Bahnhöfen (Bus und Bahn). Eine neuere und größere Einkaufsmall ist „Grand Canyon“ ebenfalls im Osten der Stadt an der Straße „Simcha Golan“; ein hebräischer Begriff für Einkaufszentrum lautet „Kanion“, beim Namen handelt es sich also um ein Wortspiel.

An der Busstrecke vom Jachthafen zum nächsten Busbahnhof liegen mehrere Supermärkte, teils mit koscheren Lebensmitteln. Fährt man weiter auf den Karmel, so liegt auf dessen halber Höhe ein Basar, oberhalb davon ist eine regelrechte "Einkaufsmeile".

Eine Parallelstraße höher gibt es in kleinen Lebensmittellädchen Wurstwaren wie in Deutschland und Polen.

Das gesamte Einkaufsangebot ist offensichtlich für die lokale Bevölkerung gedacht, Touristennepp findet sich kaum. Ein gewisses Maß an Vorsicht ist - wie überall - in extremen Billigläden geboten: Eine Badehose in Übergröße für 5 NIS (Schkalim, Sing.: Schekel) (= 1 €), das ist mehr als nur günstig. Bei ansonsten gutem Stoff und einwandfreier Verarbeitung ist nicht auch noch zu verlangen, daß das Stück nicht abfärbt...

Lernen[Bearbeiten]

  • die 1 Universität Haifa auf der Kuppe des Karmel wurde 1963 gegründet, gelehrt werden vornehmlich Geisteswissenschaften, Sprachen und Politwissenschaften.
  • das 2 Technion, Israel Institute of Technology wurde 1912 gegründet und nahm als älteste Universität Israels im Jahre 1924 den Lehrbetrieb auf. 1923 pflanzte Albert Einstein bei einem Besuch eine Palme, die heute noch vor dem alten Institutsgebäude in der Altstadt (in der heute das Wissenschaftsmuseum untergebracht ist) steht. Der moderne Universitätskampus ist am Nordwesthang des Karmel gelegen, einzig die medizinische Fakultät ist in der Nähe des Rambam Spitals in Bat Galim gelegen.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Rambam Hospital
Altes Karmeliterhospiz beim Rambam Hospital
  • das 3 Rambam Health Care Center liegt auf der Halbinsel bei Bat Galim
  • weitere Spitäler sind das 4 Bnai Zion Hospital und das Carmel Hospital.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • die 5 Touristeninformation ist in der Ben Gurion St. in der ehemaligen Deutschen Kolonie zu finden.

Ausflüge[Bearbeiten]

Als "Großraumzentrum" in Nordisrael bietet sich Haifa als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Galiläa an, Tagestouren nach Nazareth, Tiberias, Kapharnaum, aber auch kurze Ausflüge wie nach Akko sind leicht mit dem Bus zu bewerkstelligen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

http://www.haifa.muni.il – Offizielle Webseite von Haifa

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