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Welterbe

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Kulturerbe und Naturerbe

UNESCO-Liste des Weltnatur- Kultur- und Dokumentenerbes der Menschheit. Aufgrund der weltweit fortschreitenden Umweltzerstörung wurde 1972 von der Generalkonferenz der UNESCO (Vertretung der Mitgliedstaaten) die Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Menschheit verabschiedet. Inzwischen wurden mehr als 1.000 Kultur- und Naturmonumente rund um den Erdball in die Liste des Welterbes aufgenommen und unter Schutz gestellt.

Die sieben Weltwunder[Bearbeiten]

Die sieben Weltwunder sind eine Auflistung von Sehenswürdigkeiten der Antike. Die bekannteste Version stammt aus dem 2. Jahrhundert v.Chr., sie ist zu finden in einem Reiseführer, verfasst von Antipatros von Sidon und beschreibt die in jener Zeit bedeutendsten Sehenswürdigkeiten seines Kulturraums. Diese Liste wurde wiederholt dem Zeitgeist und dem Geschmack des Autoren angepasst, inzwischen gibt es auch mehrere, oft von subjektivem Empfinden geprägte Versionen von sieben Weltwundern der Moderne, und auch zu der "magischen 7" gesellte sich oft ein "8. Weltwunder". Zur Erinnerung die klassischen sieben Weltwunder:

  1. die Pyramiden von Gizeh
  2. der Koloss von Rhodos
  3. Zeus-Statue des Phidias in Olympia
  4. die hängenden Gärten der Semiramis
  5. der Artemis-Tempel in Ephesos
  6. das Grab des Königs Mausolos zu Halikarnassos
  7. der Leuchtturm von Alexandria

In dieser Liste fand man somit einmalige und imposante Werke der Menschheit, die allgemein als sehenswürdig erachtet wurden. Von diesem kulturellen Erbe sind nur noch die Pyramiden weitgehend erhalten.

UNESCO-Kultur- und Naturerbe[Bearbeiten]

In der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut von 1954 wird anerkannt, dass das kulturelle Erbe der gesamten Menschheit schützenswert ist. Für die Einhaltung dieser Konvention ist die UNESCO zuständig. Eine erste große Rettungsaktion begann 1960 mit der Verlegung der Tempel von Abu Simbel.

Logo Welterbestätte

Welterbe[Bearbeiten]

1972 wurde in Paris die Welterbekonvention verabschiedet. Damit eine Stätte den Status einer Welterbestätte erhalten kann, muss zunächst ein Antrag dafür gestellt werden. Das Welterbekomitee (World Heritage Committee) befindet dann bei seiner jährlichen Zusammenkunft darüber, ob die Stätte den Kriterien genügt, als einzigartiges Meisterwerk oder außergewöhnliche Naturschönheit anerkannt zu werden, und ob sein Schutz in der Zukunft gewährleistet werden kann. Zur Zeit (Stand 2012) gibt es 745 Kulturdenkmäler und 188 als Naturerbe anerkannte Stätten, 29 gehören zu beiden Kategorien. Das Welterbekomitee überwacht auch den Zustand der Welterbestätten und setzt gefährdete Stätten auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Bisher wurden jedoch nur zwei Welterbestätten ganz gestrichen, bedauerlicherweise war Dresden eine davon.

Logo MOW

Weltdokumentenerbe[Bearbeiten]

Im Jahr 1992 wurde von der UNESCO das Projekt Gedächtnis der Welt bzw. MOW (Memory of the World) gestartet. In ihm sollten einmalige schriftlichen Werke festgehalten werden, ebenso Bild- und Tondokumente. Zur Zeit (2013) enthält die Liste 299 Dokumente. Zwei 2009 in die Liste aufgenommenen Dokumente sind keinem speziellen Land zugeordnet:

  • Die Archive des Völkerbundes (1919 - 1946),
  • Die UNWRA-Foto- und Filmarchive der Palästina-Flüchtlinge

Um der modernen Entwicklung Rechnung zu tragen, entstand 2003 die Charta zum Erhalt des Digitalen Kulturerbes.

Logo ICH

Mündliches und immaterielles Erbe[Bearbeiten]

Zum kulturellen Erbe der Menschheit gehören neben den fassbaren Gegenständen auch Fähigkeiten und Fertigkeiten, die nicht gegenständlicher Natur sind, so z.B. Tänze, Musik, Gedichte und Brauchtum. Eine entsprechende Konvention über das Immaterielle Welterbe bzw. ICH (intangible cultural heritage) wurde 2003 verabschiedet, sie wird zur Zeit (2013) von 158 Staaten anerkannt.

Kulturerbe unter Wasser[Bearbeiten]

Die Konvention zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser wurde 2001 verabschiedet und trat 2009 in Kraft. Sie wurde inzwischen von mehr als 80 Staaten unterzeichnet und regelt den Schutz von Schiffswracks und anderen Kulturgütern in den Weltmeeren.

Biosphärenreservate[Bearbeiten]

Seit 1970 existiert das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“, kurz MAB. Es geht bei diesem Programm nicht nur um reinen Natur- und Landschaftsschutz, vielmehr soll in den Modellregionen der Biosphärenreservate auch eine wirtschaftliche Nutzung möglich sein. Damit eine Region von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt wird, muss ein Konzept vorliegen, aus dem die Nachhaltigkeit des Schutzes für ein Ökosystem oder eine Kulturlandschaft hervorgeht. Zur Zeit (Juli 2012) gibt es in 117 Ländern fast 600 Biosphärenreservate.

UNESCO Global Geoparks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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