Welterbe in Australien

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Flagge von Australien
Karte von Welterbe in Australien

Australien hat die Welterbekonvention im Jahr 1974 ratifiziert. Zur Zeit (2021) stehen 20 Welterbestätten auf der Liste der UNESCO. 12 davon gehören zum Weltnaturerbe, 4 zum Weltkulturerbe, und nochmals 4 sind gemischte Welterbestätten.

Welterbestätten[Bearbeiten]

Abkürzungen
K Kulturwelterbe
N Naturwelterbe
G gemischtes Welterbe
K, N gefährdetes Erbe
T Tentativliste
Ref Nummer UNESCO
Jahr Art Bezeichnung Ref Beschreibung Bild
1981 N 1 Großes Barriere-Riff Website dieser Einrichtung Großes Barriere-Riff in der Enzyklopädie Wikipedia Großes Barriere-Riff im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGroßes Barriere-Riff (Q7343) in der Datenbank Wikidata 154 Das Great-Barrier-Riff vor der Nordostküste Australiens ist 2.300 km lang und gilt als ein Weltwunder der Natur. 400 Arten von Korallen, 1.500 Fischarten und 4.000 Arten von Weichtieren haben hier einen Lebensraum, dazu kommen noch seltenere Tierarten wie Schildkröten und Dugong. Coral Outcrop Flynn Reef.jpg
1981 G 1 Nationalpark Kakadu Website dieser Einrichtung Nationalpark Kakadu in der Enzyklopädie Wikipedia Nationalpark Kakadu im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNationalpark Kakadu (Q189657) in der Datenbank Wikidata (1987 und 1992 erweitert) 147 Der Kakadu-Nationalpark liegt im Northern Territory östlich von Darwin. Seine Ökosysteme wie Wattflächen, Auen, Niederungen und Hochebenen bieten Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen Pflanzen und Tieren. Im Gebiet wurden Felszeichnungen und Höhlenmalereien gefunden, die älter als 18.000 Jahre sind. Umstritten ist der Abbau von Erzen, insbesondere von Uran. Jim Jim Creek.jpg
1981 G 2 Seengebiet von Willandra Seengebiet von Willandra in der Enzyklopädie Wikipedia Seengebiet von Willandra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSeengebiet von Willandra (Q747875) in der Datenbank Wikidata 167 Die ausgetrockneten Flächen des Willandra-Seengebiet im Südosten von New South Wales sind reich an Fossilien. Es wurden mehrere gut erhaltene Exemplare der Riesenbeuteltiere gefunden. Andere Funde belegen, dass diese Region schon vor über 40.000 Jahren besiedelt war, die Verbrennungsstätte der Mungo Lady ist über 25.000 Jahre alt. Willandra Lakes.png
1982 G 3 Tasmanien Tasmanien im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Tasmanien in der Enzyklopädie Wikipedia Tasmanien im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTasmanien (Q138170) in der Datenbank Wikidata (1989 erweitert) 181 Der Park umfasst knapp 20% von Tasmanien und wird dominiert von der South West Wilderness, einem der letzte Regenwälder der gemäßigten Zonen. Dieses Gebiet war auch schon vor 20.000 Jahren besiedelt, wie Funde in Kalksteinhöhlen belegen. CradleMountain.jpg
1982 N 2 Lord Howe-Inselgruppe Lord Howe-Inselgruppe in der Enzyklopädie WikipediaLord Howe-Inselgruppe (Q1869866) in der Datenbank Wikidata 186 Die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs, sie liegt rund 600 km vor der Ostküste von New South Wales. Vor der Insel liegt das weltweit südlichste Korallenriff, auf der Insel haben zahlreiche endemische Vogelarten ihre Brutkolonien. LordHoweIslandFromKimsLookout.jpg
1986 N 3 Gondwana-Regenwälder Gondwana-Regenwälder im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Gondwana-Regenwälder in der Enzyklopädie Wikipedia Gondwana-Regenwälder im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGondwana-Regenwälder (Q643063) in der Datenbank Wikidata (ehemals Schutzgebiete des gemäßigten und subtropischen Regenwalds) 675 Das Schutzgebiet umfasst insgesamt 41 Naturparks in New South Wales und in Queensland. hauptsächlich entlang der Great Dividing Range sowie an Schildvulkanen. In diesen Gebieten leben mehr als 200 seltene oder bedrohte Tier-und Pflanzenarten. Elabana Falls.jpg
1987 G 4 Nationalpark Uluru (Ayers Rock) Website dieser Einrichtung Nationalpark Uluru (Ayers Rock) in der Enzyklopädie Wikipedia Nationalpark Uluru (Ayers Rock) im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNationalpark Uluru (Ayers Rock) (Q251999) in der Datenbank Wikidata - Kata Tjuta (Mount Olgas)(1994 erweitert) 447 Die spektakulären Felsformationen dieser Parks liegen im roten Zentrum des Kontinents. Sie sind von großer kultureller Bedeutung der hier ansässigen Aborigines. Der riesige Monolith Uluru und die Felskuppeln von Kata Tjuta bergen Höhlenmalereien, die über 10.000 Jahre alt sind. Uluru Australia(1).jpg
1988 N 4 Nationalpark Wet Tropics Nationalpark Wet Tropics in der Enzyklopädie Wikipedia Nationalpark Wet Tropics im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNationalpark Wet Tropics (Q1135808) in der Datenbank Wikidata in Queensland 486 Der Nationalpark erstreckt sich entlang der nordöstlichen Great Dividing Range auf einer Länge von 450 km und setzt sich zusammen aus mehreren einzelnen Parks, die wichtigsten sind der Barron Gorge National Park, Cedar Bay National Park, Daintree National Park, Girringun National Park und der Wooroonooran National Park. In seinen Regenwäldern gibt es eine Vielfalt von Singvögeln und Beuteltieren sowie anderer bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Daintree forrest.jpg
1991 N 5 Naturpark Shark Bay Naturpark Shark Bay in der Enzyklopädie Wikipedia Naturpark Shark Bay im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNaturpark Shark Bay (Q217487) in der Datenbank Wikidata (Haifischbucht in Westaustralien) 578 Shark Bay ist eine Bucht am westlichsten Punkt des Kontinents, trotz des Namens gibt es wenige Haie, dafür bieten die ausgedehnten Seegraswiesen den gefährdeten Dugongs (Seekühe) reiche Nahrung, auch Delfine sind recht häufig anzutreffen. Im Hamelin Pool gibt es eine weitere Besonderheit: hier wachsen Stromatolithen, das sind Kolonien von Algen, die harte, kuppelförmigen Ablagerungen bilden und zu den ältesten Formen des Lebens auf der Erde gehören. Stromatolites in Shark Bay.jpg
1992 N 6 Fraser-Insel Website dieser Einrichtung Fraser-Insel in der Enzyklopädie Wikipedia Fraser-Insel im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFraser-Insel (Q134905) in der Datenbank Wikidata 630 Fraser Island liegt etwa am östlichsten Punkt von Australien, es ist die weltweit größte Sandinsel der Welt. Sie ist über 120 km lang und 15 km breit. In ihren Dünen gibt es Süßwasserseen, und auf dem Sand gedeiht Regenwald. Die Insel ibietet Lebensraum für 230 Vogelarten, hier rasten auch Zugvögel auf ihrem Weg bis nach Sibirien. Erwähnenswert sind auch die Dingos, sie kommen auf der Insel noch reinrassig vor. Fraser Island view from Indian Head.jpg
1994 N 7 Fossilienlagerstätte Riversleigh/Naracoorte Fossilienlagerstätte Riversleigh/Naracoorte in der Enzyklopädie Wikipedia Fossilienlagerstätte Riversleigh/Naracoorte im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFossilienlagerstätte Riversleigh/Naracoorte (Q635473) in der Datenbank Wikidata 698 Riversleigh im Nordwesten von Queensland, Naracoorte in Südaustralien ca 330 km südöstlich von Adelaide, in beiden Fundorte findet man Beispiele für die Entwicklung der Säugetiere auf diesem Kontinent. Während die Fossilien in Riversleigh in Kalkstein eingeschlossen wurden, findet man sie bei Naracoorte in ausgedehnten Höhlensystemen. Thylacoleo skeleton in Naracoorte Caves.jpg
1997 N 8 Heard- und McDonald-Inseln Website dieser Einrichtung Heard- und McDonald-Inseln in der Enzyklopädie Wikipedia Heard- und McDonald-Inseln im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHeard- und McDonald-Inseln (Q131198) in der Datenbank Wikidata (subantarktische Vulkaninseln) 577 Die beiden einzigen vulkanisch aktiven subantarktischen Inseln sind unbewohnt. In ihren unberührten Ökosystemen gibt es keine gebietsfremden Pflanzen und Tiere. Da ein Großteil der Inseln von Gletschern bedeckt ist, wurden sie in die Welterbeliste aufgenommen, um die glazialen Prozesse zu erforschen. Heard Island.jpg
1997 N 9 Macquarie-Insel Macquarie-Insel im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Macquarie-Insel in der Enzyklopädie Wikipedia Macquarie-Insel im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMacquarie-Insel (Q46650) in der Datenbank Wikidata 629 Die Macquarie-Insel liegt rund 1.500 km südlich von Tasmanien. Sie liegt auf dem Macquarie-Rücken, dieser entstand durch das Aufeinandertreffen der australischen und der pazifischen Platte. Dabei wurde Gestein aus dem Erdmantel (ca. 6.000 m tief) an die Oberfläche gehoben. Ansonsten ist die Insel bewohnt von mehreren Arten von Pinguinen sowie von Robben und See-Elefanten. MacquarieIslandLusiBAY.JPG
2000 N 10 Greater Blue Mountains Greater Blue Mountains in der Enzyklopädie Wikipedia Greater Blue Mountains im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGreater Blue Mountains (Q667529) in der Datenbank Wikidata 917 Das Gebiet der Greater Blue Mountains liegt nördlich von Sydney und umfasst insgesamt 8 Nationalparks. Es besteht aus einer Sandstein-Hochplateau mit Klippen und Schluchten, verteilt auf die 8 Nationalparks Blue Mountains, Wollemi, Yengo, Nattai, Kanangra-Boyd, Gardens of Stone, Thirlmere Lakes und Jenolan Caves Karst Conservation Reserve. Dabei ist es immer wieder für eine Überraschung gut, wie die Entdeckung der Wollemi-Kiefer zeigt. AUS-bluemount-three-sisters.jpg
2003 N 11 Purnululu-Nationalpark Website dieser Einrichtung Purnululu-Nationalpark in der Enzyklopädie Wikipedia Purnululu-Nationalpark im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPurnululu-Nationalpark (Q679568) in der Datenbank Wikidata 1094 Der Purnululu-Nationalpark befindet sich im Osten der Region Kimberley in Westaustralien. Auffällig sind die konischen roten Sandsteintürme, durchsetzt von horizontalen grauen Streifen, die Form entsteht durch Erosion, für die Färbung sind Cyanobakterien verantwortlich. Die Felstürme sind den hier ansässigen Aboriginees heilig. Purnululu National Park Peter Ruckstuhl -2.jpg
2004 K 1 Königliches Ausstellungsgebäude und Carlton-Gärten Königliches Ausstellungsgebäude und Carlton-Gärten in der Enzyklopädie Wikipedia Königliches Ausstellungsgebäude und Carlton-Gärten im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKönigliches Ausstellungsgebäude und Carlton-Gärten (Q829338) in der Datenbank Wikidata 1131 Die Royal Exhibition Building and Carlton Gardens befinden sich in Melbourne. Das Gebäude und die angrenzenden Gärten wurden erstellt für die Weltausstellung 1880, und sie waren im Jahr 1888 auch Schauplatz der Melbourne Centennial Exhibition zur Feier der 100-jährigen Besiedlung Australiens durch die Europäer. Royal exhibition building tulips straight.jpg
2007 K 2 Oper von Sydney Oper von Sydney in der Enzyklopädie Wikipedia Oper von Sydney im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOper von Sydney (Q45178) in der Datenbank Wikidata 166 Das 1973 eröffnete Opernhaus des dänischen Architekten Jørn Utzon ist mit seiner segelförmigen Silhouette zum Wahrzeichen Sydneys geworden. Es liegt auf einer Halbinsel im Hafen von Sydney. Es besteht aus drei miteinander verbundenen Baugruppen, den beiden Veranstaltungshäusern der Oper und des Theaters sowie dem vorgelagerten kleineren Restaurant. AUS-sydney-opera.jpg
2010 K 3 Historische Strafgefangenenlager Historische Strafgefangenenlager im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Historische Strafgefangenenlager in der Enzyklopädie Wikipedia Historische Strafgefangenenlager im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHistorische Strafgefangenenlager (Q391496) in der Datenbank Wikidata (Convict Sites) 1306 Im 18. und 19. Jahrhundert wurden von der britischen Justiz rund 166.000 Frauen und Männer als Strafgefangene nach Australien geschickt. Sie wurden in rund 3.000 verschiedenen Anstalten verteilt über das ganze Land untergebracht, 11 gut erhaltene Lager wurden für das Welterbe ausgewählt. PortArthurPenitentiary.jpg
2011 N 12 Ningaloo Reef Ningaloo Reef in der Enzyklopädie Wikipedia Ningaloo Reef im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNingaloo Reef (Q1541665) in der Datenbank Wikidata an der Westküste Australiens 1369 Das Ningaloo Riff ist etwa 260 km lang, es liegt rund 1200 km nördlich von Perth sehr dicht vor der Küste. An dem Riff finden sich jahreszeitlich bedingt zahlreiche Walhaie ein, es ist auch Lebensraum für zahlreiche Meeresschildkröten. An Land liegt die Karstlandschaft Cape Range mit mehr als 500 Höhlen. Ring-tail Cardinalfish, Apogon aureus.jpg
2019 K 4 Kulturlandschaft Budj Bim Kulturlandschaft Budj Bim im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Kulturlandschaft Budj Bim in der Enzyklopädie WikipediaKulturlandschaft Budj Bim (Q260465) in der Datenbank Wikidata 1577 Die Budj Bim National Heritage Landscape liegt bei Byaduk und Hamilton in Victoria, Australien. Es handelt sich um Landschaftsschutzgebiete, die bedeutende kulturelle Aspekte der Aborigines aufweisen. In diesen Gebieten leben die Gunditjmara, die vor der europäischen Kolonisierung Fischzucht und Steinbau betrieben und sesshaft in Dörfern lebten. 20090926 Volcanic Blister (Tumulus) - Byaduk - Victoria - Australia.JPG

Tentativlisten[Bearbeiten]

In einer Tentativliste sind alle Liegenschaften aufgeführt, die ein Vertragsstaat zur Nominierung vorschlagen kann oder auch vorgeschlagen hat.

  • Gondwana-Regenwälder Australiens
  • Murujuga Kulturlandschaft

Weblinks[Bearbeiten]

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