Erioll world 2.svg
Unesco-Welterbestätten in Ozeanien
Brauchbarer Artikel

Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark

Aus Wikivoyage
Welt > Ozeanien und Australien > Australien > Northern Territory > Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark
Provinzsuche endet beim Staat
kein Wert für Einwohner auf Wikidata: Einwohner nachtragen
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Der Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark liegt im südlichen Teil des australischen Northern Territory, auch Rotes Zentrum genannt. Er beherbergt mit dem berühmten Uluru (Ayers Rock) eines der Wahrzeichen Australiens und gleichzeitig eine der heiligsten Stätten der Aborigines. Der Name Ayers Rock ist nicht mehr im offiziellen Gebrauch und wurde durch den ursprünglichen Namen der Aborigine ersetzt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Satellitenaufnahme des Nationalparks mit Ortsbezeichnungen

Auf dem Gelände dieses Nationalparks liegen neben dem Uluṟu auch die Kata Tjuṯa (früher die Olgas), eine nicht ganz so berühmte, aber auch sehr sehenswerte Felsformation. Der Park umfasst eine Fläche von etwa 1326 Quadratkilometern und gehört seit 1988 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Park ging aus dem ursprünglichen Uluru Nationalpark hervor, der seit 1987 zum Welterbe zählte. Das Gebiet gehört zum Siedlungsraum der Anangu Aborigines, die hier unter anderem als Führer den Touristen die Bedeutung der Felsen als auch ihre Kultur (vor allem die Traumzeit) nahe bringen.

Uluṟu[Bearbeiten]

Der 348 Meter über die Umgebung hinausragende Uluru ist für sein Farbenspiel zum Sonnenauf- und untergang berühmt. Das Geheimnis ist der besondere Sandstein ("Pudding Stone"), dessen Mineralieneinschlüsse wie winzige Spiegel wirken. Dann wird das Sonnenlicht reflektiert und der sonst goldgelbe Sandstein wirkt glutrot. Sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, hüllt sich der Berg in tiefes Schwarz. Im Gegensatz zu landläufigen Meinung ist der Uluṟu kein Monolith, sondern Teil einer vor 800 Millionen Jahren entstandenen unterirdischen Felsformation, zu der auch Kata Tjuṯa gehört.

Zur Bedeutung des Namens Uluṟu gibt es verschiedene Quellen. In einigen wird "Sitz der Ahnen" angegeben, andere halten ihn für "einen schattigen Platz" und wieder andere behaupten, er habe gar keine Bedeutung.

Kata Tjuṯa[Bearbeiten]

Diese aus 36 Felsen bestehende Formation ist ebenfalls ein heiliger Ort der Anangu. Es ist ein Ort der Männer, in seinem Herzen fanden Initiationsriten statt. Kata Tjuta erhebt sich 564 Meter aus der Umgebung und ist in der Ausdehnung mehr als doppelt so breit wie der Uluru. Die Berge hießen bis 1955 Olgas, der Name wurde ihnen von ihrem europäischen Entdecker zu Ehren einer württembergischen Königin gegeben.

Im Gegensatz zum Uluṟu scheint man sich bei der Herkunft des Namens Kata Tjuṯa recht einig zu sein, er soll "Ort der vielen Köpfe" heißen.

Panorama Kata Tjuṯa

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Der Uluru von der Sunset-Viewing-Area (langgestreckter Parkplatz an der Zufahrtstraße) aus gesehen

Das Touristenresort Yulara liegt 10 km nördlich des Parkeinganges. Von Alice Springs sind es über den Stuart Highway und den Lasseter Highway circa 450 Kilometer, die Strecke kann problemlos mit Auto oder Camper befahren werden. Von Adelaide im Süden sind es 1.600 km.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Direktflüge zum Yulara Resort-eigenen Connellan Airport (AYQ) werden von Alice Springs, Sydney und Cairns mit Qantas bzw. QantasLink angeboten.

Camps[Bearbeiten]

Das Campen, Zelten und sonstwie Übernachten im Nationalpark ist nicht gestattet und wird überwacht.

Mobilität[Bearbeiten]

Uluru liegt circa 24 km, Kata Tjuta circa 50 km von Yulara entfernt. Der Park öffnet erst vor Sonnenaufgang und schließt nach Sonnenuntergang wieder (Öffnungszeiten siehe unten). Zwar gibt es Shuttlebusse, die mehrfach am Tag vom Touristen Resort zu den Attraktionen und zurück fahren, es ist aber empfehlenswert mit einem Mietwagen das Gelände selbst zu erkunden um unabhängig fahren und vor allem auch anhalten zu können.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Cultural Centre. Sehr interessantes Zentrum der Aborigine Kultur fast direkt am Uluru, empfiehlt sich als erste Informationsstelle bevor man auf die Wanderwege oder Aussichtsstellen geht.
  • Sunrise- und Sunset Viewing Areas. Sowohl für Uluru als auch Kata Tjutas gibt es ausgewiesene Parkplätze (getrennt nach Pkw und Bussen) zum Beobachten des Sonnenaufganges bzw. Sonnenunterganges. Achtung: frühzeitig anreisen, es gibt hier eine Rushhour. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Talinguru Nyakunytjaku. 2009 neu eröffneter und gut ausgestatteter (Toiletten, Wasser, Rastplatz mit Dach) Aussichtspunkt für den Uluru. Leider ist er südöstlich vom Berg gelegen - was schon zu einigen Kritiken von Photografen geführt hat weil es den Sonnenaufgang zu einer schattenlastigen Angelegenheit macht. Trotzdem ist er sehenswert, auch weil dort zwei gut ausgebaute, rollstuhlgeeignete Wanderwege mit interessanten Erklärungstafeln angelegt wurden: Typ ist Gruppenbezeichnung
    • Minymaku Walk Women’s Walk. 1 km, 20 Minuten, Themen: wie Frauen Buschnahrung suchen und zubereiten und einige Kinderspiele. Typ ist Gruppenbezeichnung
    • Watiku Walk Men’s Walk. 1,5 km, 45 Minuten, Themen: wie Männer Werkzeug herstellen oder Feuer zum Jagen nutzen. Typ ist Gruppenbezeichnung

Pflanzen[Bearbeiten]

Tiere[Bearbeiten]

Vögel[Bearbeiten]

Säugetiere[Bearbeiten]

Reptilien[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Uluru Walks[Bearbeiten]

Die Walks am Uluru sind gut gepflegte, in Trockenzeiten auch für Rollstühle geeignete Wanderwege. Teilweise existieren kleine Aussichtsplattformen oder Absperrungen. Informationstafeln erklären auf Englisch die jeweiligen Örtlichkeiten und Hintergründe. Bei heiligen Stätten der Aborigines wird darauf hingewiesen diese nicht zu fotografieren. Ein PDF-Flyer mit Karte und Beschreibung findet sich hier.

  • 10,6 km langer Base Walk um Uluru herum. Dauer: mindestens 2-3 Stunden, je nach Hitze, Kondition und (Photo)Pausen auch oft länger. Auf jeden Fall ist es zu empfehlen viel Wasser mitzunehmen (2 Liter pro Stunde), ein zwei Stellen gibt es auch Vorräte in Wassertanks. Am besten früh morgens beginnen und im Uhrzeigersinn laufen.
  • Vom Cultural Centre führt der 4 km lange Liru Walk bis zum Parkplatz an der Basis des Uluru. Dauer: 1,5 Stunden für einen Weg. Besonders nach einem Regen gibt es hier viele aufblühende Pflanzen zu sehen.
  • Vom Parkplatz an der Basis des Uluru geht der 1 km lange Mala Walk bis zur Kantju Gorge. Dauer: 1,5 Stunden hin und zurück. Morgens früh (Oktober bis April um 8 Uhr, Mai bis September um 10 Uhr) wird eine kostenlose und informative Führung auf dem Mala Walk durch Ranger des Nationalpark angeboten, Treffpunkt ist an den Mala-Infoschildern.
  • Der 2 km lange Lungkata Walk kann vom Basis-Parkplatz oder dem Kuniya Parkplatz am seinem anderen Ende gestartet werden, er führt am südwestlichen Teil vorbei, den viele für den interessantesten halten. Dauer: 1,5 Stunden hin und zurück.
  • Vom Kuniya Parkplatz aus führt auch der kurze Kuniya Walk (1 km, 45 Minuten) zum Mutitjulu Wasserloch, das nach Regen einen spektakulären Wasserfall zeigt.

Tipp: Fliegenhaube für den Kopf nicht vergessen. Je näher man dem Uluru (und damit den Wasserstellen) kommt um so mehr "Flys" krabbeln einem in Ohren, Nase und Augen.

Uluru Climb[Bearbeiten]

Der Aufstieg auf den Uluru vom Parkplatz an der Basis aus, wird gesperrt wenn die Temperaturen oder Windgeschwindigkeiten zu hoch sind - was in der Praxis dazu führt, dass er in den Sommermonaten von November bis April praktisch durchgehend geschlossen ist und ansonsten nur noch zu 50% der restliche Tage geöffnet wird. Von Aborigines wird der Aufstieg abgelehnt ("Nganana Tatintja Wiya" - we never climb), da er einer für sie heiligen Strecke folgt. Aus Respekt entscheiden sich viele Touristen gegen einen Aufstieg, der außerdem noch sehr gefährlich ist. Wer sich für den Aufstieg entscheidet sollte unbedingt die Sicherheitshinweise am Einstieg lesen und beachten.

Einkaufen[Bearbeiten]

Kunst und Werkzeug der lokalen Aborigines am Cultural Centre.

Küche[Bearbeiten]

Restaurants verschiedener Preislagen im Yulara Resort. Im Cultural Centre gibt es ein kleines, aber gutes Cafe. Trinken ist sehr wichtig, bei jeder Gelegenheit (Cultural Centre, Parkplätze, etc.) sollten die Wasservorräte wieder aufgefüllt werden.

Unterkunft[Bearbeiten]

Camps im Park[Bearbeiten]

Im Park selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Aufgrund der unkontrollierten Entstehung von Unterkünften um Ayers Rock in den 1970er Jahren wurden alle Unterkünfte in das Yulara Resort außerhalb des Parks gebündelt.

Außerhalb des Parks[Bearbeiten]

In Yulara werden verschiedenste Unterkunftsmöglichkeiten vom einfachen Campingplatz über YHA Jugendherberge und Mittelklassehotels bis zu Luxushotels angeboten. Alle Unterkünfte gehören der aborigine-eigenen Voyages Indigenous Tourism Australia.

Sicherheit[Bearbeiten]

Der Park ist sehr sicher. Für Notrufe wurden acht Funknotrufsäulen eingerichtet. Sie sind durch ein weißes Kreuz auf grünem Grund gekennzeichnet.

Standorte:

  1. Cultural Centre an den öffentlichen Toiletten
  2. Mala Walk & Kantju Gorge Parkplatz am Fuß des Uluru (Ayers Rock) Climb
  3. Kuniya Piti Parkplatz am östlichen Ende des Uluru
  4. Kuniya Walk & Mutitjulu Waterhole Parkplatz am Wiltja (Schattendach)
  5. Dune Viewing Area, Kata Tjuta Parkplatz
  6. Walpa Gorge Parkplatz bei den Kata Tjuta
  7. The Valley of the Winds Parkplatz an den Kata Tjuta (The Olgas)
  8. am Notfall Wassertank an der 'T' Kreuzung auf dem Valley of the Winds walk bei den Kata Tjuta

Regeln und Respekt[Bearbeiten]

Klettern ist zwar nicht verboten, jedoch unerwünscht

Nachdem eine Zeit lang der Tourismus wilde Blüten trieb wurden für den Nationalpark einige Regeln aufgestellt, die sehr streng überwacht und deren Übertretung mit beachtlichen Strafen geahndet werden. Die unten stehende Tabelle gibt einen Überblick über einige Regeln. Daneben gelten die üblichen Regeln für Nationalparks und Naturschutzgebiete, wie das Verbot des wilden Pflanzenpflückens, Jagens und Wildcampens (inkl. offenes Feuer).

Beschreibung Strafe in AU-Dollar
Wissenschaftliche Forschungen durchführen 2.200
Mitnahme von Bodenmaterial 5.500
An Versammlungen von mehr als 15 Personen teilnehmen oder diese abhalten 1.100
Filme, Bilder, Zeichnungen oder Tonaufnahmen für kommerzielle Zwecke verwenden 3.300
Allgemeine gewerbliche Tätigkeit 3.300
Außerhalb gekennzeichneter Wege fahren oder gehen 550
Missachtung von Sicherheitshinweisen 3.300
Betreten eines verbotenen oder eingeschränkten Bereiches 5.500
Aufstellen von Plakaten, Flaggen, Zeichen 500
Unerlaubtes Parken oder Anhalten, Störung des übrigen Verkehrs 330

Weiterhin ist zu beachten, dass das Fotografieren der Anangu nur mit ausdrücklicher Genehmigung der entsprechenden Person gestattet ist. Das Fotografieren der heiligen Stätten im Kulturzentrum ist verboten. Gleiches gilt für das Filmen und Zeichnen/ Malen. Bilder des Uluru dürfen nur mit Genehmigung der Verwaltung publiziert werden.

Die Besteigung des Uluru ist bei den Aborigines tabu. Es wird empfohlen diesen Wunsch zu respektieren und ihn nicht zu besteigen. Wer ihn dennoch besteigen möchte sollte dieses ausschließlich auf dem vorgesehenen Weg und zu dessen Öffnungszeiten tun.

Öffnungszeiten und Gebühren[Bearbeiten]

Eintrittspreise[Bearbeiten]

Die Eintrittspreise gelten für Erwachsenen und Jugendliche ab 17 Jahren. Kinder haben bis zum 16. Lebensjahr freien Eintritt. Der Drei-Tages-Pass kostet 25 AUD und berechtigt zum mehrfachen Eintritt in den Park an drei aufeinander folgenden Tagen. Daneben gibt es noch den Jahrespass, der pro Person 32,50 AUD kostet und nur in Verbindung mit einem Ausweisdokument (Reisepass, Personalausweis o.ä) gilt.

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

Der Park öffnet zu den unten angegebenen Zeiten. Bei bestimmten Veranstaltungen der Aborigines kann der Park kurzfristig schließen.

Öffnungszeiten Monat
5.00 -21.00 Dezember bis Februar
5.30 - 20.30 März
6.00 - 20.00 April
6.00 - 19.30 May
6.30 - 19.30 Juni bis Jul
6.00 - 19.30 August
5.30 - 19.30 September
5.00 - 20.00 Oktober bis November

Das Kulturzentrum ist täglich von 7.00 - 18.00 Uhr, die Information von 8.00 - 12:00 mittags und 13.00 - 17.00 Uhr sowie die Nationalparkverwaltung von 8.30 - 12:00 mittags und 13.00 - 16.30 Uhr geöffnet.

Der Uluru Climb und der Valley of the Winds Walk öffnen jeweils eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang und schließen eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang. Bei heißem Wetter und nach starken Regenfällen bleiben sie geschlossen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Erioll world 2.svg
Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.