Erioll world 2.svg
WV-thumbs.svg
Artikelentwurf

Zypern

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographie der Insel Zypern

Zypern ist eine Insel im östlichen Mittelmeer, die kulturell zu Europa gehört. Geographisch gehört die Insel zum Nahen Osten.

Aufteilung[Bearbeiten]

Auch wenn es auf Zypern völkerrechtlich gesehen nur einen Staat gibt, die Republik Zypern, stellt sich die Insel in der Praxis für Reisende als zweigeteilt dar. Nur der Süden der Insel wird von der Regierung der Republik Zypern kontrolliert, die auch EU-Mitglied ist und die in diesem Artikel dargestellt wird. Der Nordteil steht dagegen unter Kontrolle der Türkischen Republik Nordzypern, zu der es einen eigenen Eintrag gibt. Die Trennung für die Zwecke dieses Reiseführers hat praktische Gründe und ist nicht als politische Stellungnahme zu verstehen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Zypern ist die drittgrößte Insel im Mittelmeer. Sie wurde bereits im Jahre 8000 vor Christus erstmals besiedelt. In der Bronzezeit stand Zypern in engem Kontakt mit dem östlichen Mittelmeerraum, war den Hethitern und Kanaanitern bekannt. Ab ca. 1200 v. Chr. stand es dann unter dem Einfluss der mykenischen Kultur Griechenlands, war aber auch in der Folgezeit noch assyrischen, ägyptischen und persischen Einflüssen ausgesetzt. Die Kultur Zyperns ist infolgedessen sowohl griechisch als auch nahöstlich geprägt.

Mythologie[Bearbeiten]

Felsen der Aphrodite

Verschiedene griechische Mythen haben ihren Handlungsort auf Zypern. So soll die aus dem Meerschaum geborene Liebesgöttin Aphrodite auf Zypern erstmals an Land gegangen sein, weshalb Zypern oft als „Insel der Aphrodite“ bezeichnet wird (andererseits beansprucht die ionische Insel Kythera diese Geschichte auch für sich). Zudem handelt hier die Sage von Adonis. Dieser war eigentlich ein syro-phönizischer Vegetationsgott, der aufgrund des nahöstlichen Einflusses auch auf Zypern verehrt wurde. In der griechischen Mythologie hingegen ist er ein wunderschöner Jüngling und Gott der Schönheit, in den sich sowohl die Zeus-Tochter Persephone als auch die „Schaumgeborene“ Aphrodite verliebten. Aphrodites Gemahl, der Kriegsgott Ares, soll sich aus Eifersucht in einen wilden Eber verwandelt und Adonis getötet haben. Sein auf den Boden fallendes Blut verwandelte Aphrodite wiederum in rote Windröschen, die sogenannten Adonisröschen. Verschiedene Orte auf Zypern sind nach Aphrodite und Adonis benannt.

Stadtkönigreiche[Bearbeiten]

Karte von Zypern

Vom 11. bis 4. Jahrhundert v.Chr. war das wichtigste Staatswesen auf Zypern das Stadtkönigreich Salamis an der Ostküste, das vor allem griechisch, aber zum Teil auch phönizisch geprägt war. Seine Ruinen liegen im heutigen Nordzypern in der Nähe von Famagusta. Zypern gehörte dann zum Reich Alexanders des Großen und nach seinem Tod zum hellenistischen Reich der Ptolemäer, die auch über Ägypten, den Libanon, die Südküste Kleinasiens und ägäische Inseln herrschten.

Stadtkönigreiche waren (In Klammern: N = heutiges Nordzypern, S = heutiges Südzypern):

Besatzungsmächte[Bearbeiten]

Im Laufe der Jahrhunderte hatte die Insel noch viele Besitzer oder Besetzer: Römer, Oströmer ("Byzantiner"), westeuropäische Kreuzfahrer, Genueser, Venezianer, Osmanen und zuletzt, nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Jahre 1960, die Briten. Alle haben einen Teil ihrer Kultur hinterlassen. 1960 erhielt Zypern die Unabhängigkeit.

Nach 1974[Bearbeiten]

Seit 1974 ist Zypern de facto, nicht jedoch völkerrechtlich in einen griechischen Süden und einen türkischen Norden geteilt. Der türkische Teil von Zypern ist international nur von der Türkei anerkannt. Im Jahr 2004 gab es einen Versuch der UN, eine Wiedervereinigung herbeizuführen, doch lehnte der größere griechische Teil in einem Referendum die Wiedervereinigung ab. Der türkische Norden hingegen votierte für die Vereinigung, war jedoch wegen der geringeren Einwohnerzahl unterlegen.

Großbritannien hat im Süden der Insel zwei große Militärbasen, inklusive eines großen Flugplatzes, die komplett unter britischer Kontrolle sind, d.h. dort gilt nicht die zyprische Rechtshoheit. Zurzeit sind etwa 7.000 britische Bürger (Militärpersonal inkl. Familienmitglieder) auf der Insel stationiert.

Regionen[Bearbeiten]

Bezirke auf dem Gebiet der Republik Zypern
Distrikte auf dem Gebiet von Nordzypern

Zypern ist in Bezirke geteilt, die aus Sicht des Touristen zu unterscheiden sind:

Republik Zypern mit überwiegend griechischstämmiger Bevölkerung[Bearbeiten]

  • Famagusta (Gazimağusa, der Bezirk, nicht die Stadt) an der Ostküste
  • Larnaca an der Südostküste
  • Limassol an der Südküste
  • Nikosia (Südteil) im Zentrum der Insel
  • Paphos an der Westküste

Nordzypern mit überwiegend türkischstämmiger Bevölkerung[Bearbeiten]

Zudem gibt es die britischen Exklaven Akrotiri and Dekelia, die hauptsächlich militärisch genutzt werden und kaum touristisch Interessantes bieten.


Sicherheit[Bearbeiten]

Zypern ist eines der sichersten Länder der Region. Gewaltkriminalität kommt so gut wie nicht vor.

Das Übertreten der Green Line ist in jedem Fall nur an den offiziellen Übergangspunkten gestattet. Beim Versuch diese anderswo zu überqueren, besteht Lebensgefahr (Minen)! Auch das unbeabsichtigte Überqueren mittels Booten kann zu großen Schwierigkeiten führen.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Das Klima in Zypern ist im Sommer heiß und trocken. Die Temperaturen können schon mal gegen oder sogar über die 40°C-Marke steigen und Regenfälle sind eine Seltenheit. Die Winter sind eher mild (5 - 15°C) und auch regnerischer. In den Bergen fällt oft auch Schnee. Skifahren ist im Januar und Februar meist möglich.

Monat J F M A M J J A S O N D
Regentage 11 9 5 3 3 1 0 0 1 3 5 9
Sonnenstunden 5 6 7 8 10 12 12 12 10 8 6 5
Tagestemperaturen in °C 15 15 19 21 29 33 37 36 33 28 23 17
Meerestemperaturen in °C 17 16 16 16 20 24 27 28 27 25 21 19


Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]


Erioll world 2.svg
ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.