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Rumänien

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Rumänien ist ein Staat in Südosteuropa, der am Schwarzen Meer liegt. Rumänien grenzt an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldawien. Rumänien ist Mitgliedsstaat der Europäischen Union.

Lage
Karte von Osteuropa mit hervorgehobener Lage von Rumänien
Flagge
Flagge von Rumänien
Kurzdaten
Hauptstadt Bukarest
Staatsform Republik
Währung Lei (RON)
Fläche 238.000 km²
Bevölkerung 22,4 Mio.
Sprachen Rumänisch (Amtssprache), Ungarisch, Deutsch
Religionen Rumänisch-Orthodox 87%, Katholiken, Protestanten
Stromnetz 220V/ 50Hz
Telefonvorwahl +40
Internet TLD .ro
Zeitzone UTC+2

Regionen[Bearbeiten]

Historische Regionen Rumäniens

Rumänien ist zentralistisch verwaltet und ähnlich wie Frankreich in viele kleine Verwaltungseinheiten (Județe) gegliedert. Reisende orientieren sich aber am besten an den historischen Regionen:

  • Die Walachei (Muntenia=„Große Walachei“ und Oltenia=„Kleine Walachei“) liegt im Süden Rumäniens zwischen Donau und den Karparten. Im Osten läuft die Grenze zur Dobrudscha durch das fruchtbare Bărăgan-Flachland. Die größte Stadt der Region ist Bukarest.
  • Die Region Moldau (Moldova) liegt im Nordosten des Landes. Sie grenzt im Osten an Moldawien.
  • Die Region Bukowina (Bucovina) liegt im Norden an der Grenze zur Ukraine (wo sich die historische Region fortsetzt). Die berühmten UNESCO Weltkulturerbe Moldauklöster liegen in der Bukowina rund um Suceava.
  • Siebenbürgen, auch bekannt als Transsilvanien (Transilvania), liegt im Zentrum Rumäniens und wurde ab dem 13. Jahrhundert von deutschen Siedlern – den sogenannten Siebenbürger Sachsen – besiedelt. Der Name geht vermutlich auf die sieben wichtigsten damals gegründeten Städte zurück. Die Region ist durch eine reiche Kulturgeschichte von antiken Festungen über mittelalterliche Ortskerne, Burgen und Wehrkirchen bis in die Gegenwart geprägt. Am Ost- und Südrand Siebenbürgens bildet der Karpartenbogen eine wilde Berglandschaft mit den höchsten Erhebungen des Landes.
  • Das Banat ist die westlichste Region und grenzt an Serbien. Wichtigstes Zentrum der Region ist Timișoara.
  • Das Kreischgebiet (Crișana) liegt im Nordwesten des Landes und grenzt an Ungarn. Benannt ist die Region nach dem gleichnamigen Fluss. Die wichtigste Stadt der Region ist Oradea.
  • Die Regionen Sathmar und Maramureș (Sătmar și Maramureș) liegen an der Grenze zu Ungarn und der Ukraine im Nordwesten des Landes. Historisch gehörte die Region bis ins 20. Jahrhundert die meiste Zeit zu Ungarn, bis die Region nach 1945 endgültig an Rumänien fiel. Berühmt ist die Maramureș für ihre Holzkirchen, von denen acht zum Weltkulturerbe gehören.
  • Die Dobrudscha (Dobrogea) liegt im Osten Rumäniens und umfasst die gesamte Schwarzmeerküste inklusive der Donaudeltas. Im Süden grenzt die Region an Bulgarien. Wichtigste Stadt der Region ist Constanța, die bereits zur Römerzeit bedeutend war.

Städte[Bearbeiten]

Karte von Rumänien

Die größten Städte Rumäniens sind:

Rumänisch Deutsch Region Beschreibung
Bucuresti Bukarest Walachei Hauptstadt Rumäniens. Viel historisches Erbe ist verloren gegangen und durch kommunistische Betonbauten ersetzt worden
Iași Jassi Moldau Bedeutendste Stadt an der Moldau
Cluj-Napoca Klausenburg Siebenbürgen Die zweitgrößte Stadt Rumäniens liegt im Nordosten von Siebenbürgen
Timișoara Temeswar Banat Das historische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Banats
Constanța Konstanza Dobrudscha Wichtigste EU-Hafenstadt am Schwarzen Meer mit römischen und orientalischen Wurzeln
Craiova Krajowa Walachei Zentrum Kleinen (westlichen) Walachei mit Prachtbauten aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts
Brașov Kronstadt Siebenbürgen Ein wichtiges historisches Zentrum in Siebenbürgen

Im Jahr 2007 war Sibiu (deutsch Hermannstadt) Europäische Kulturhauptstadt (zusammen mit Luxemburg).

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Donaudelta - Ist das zweitgrößte Flussdelta Europas (nach dem Wolgadelta) und zum größten Teil Naturschutzgebiet. 80% des Deltas liegen in Rumänien, 20% in der Ukraine.
  • Apuseni Gebirge - Das Gebirge im liegt im Westen des Landes und in dem weichen Kalkgestein haben sich viele Höhlen gebildet.
  • Retezat-Nationalpark - Der älteste Nationalpark Rumäniens ist UNESCO Weltnaturerbe und wartet mit 2.000 Meter hohen Bergen, Gletscherseen, Höhlen und viel unberührter Natur mitten in den Karparten.
  • Transfăgărașan und Transalpina sind zwei malerische Passtraßen über die Karpaten, die die Walachei und Siebenbürgen verbinden.
  • Rumänien hat ein einzigartiges kulturelles Erbe: die Moldauklöster in der Bukowina und Kirchenburgen in Siebenbürgen oder die Holzkirchen in der Maramureș.
  • Dracula, bzw sein historisches Vorbild Vlad III., ist allerorts anzutreffen, auch wenn wenig davon gesichert bewiesen ist: Sein angebliches Geburtshaus steht in Sighișoara (deutsch Schäßburg), die Schlösser Bran und Hunedoara werben ebenfalls mit dem Fürsten

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige visafrei mit Reisepass oder Personalausweis möglich.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Henri Coanda (IATA: OTP) in Otopeni bei Bukarest ist der größte Flughafen des Landes und bietet die meisten internationalen Verbindungen und wird von praktisch allen großen europäischen Airlines angeflogen. Weitere internationale Flughäfen von einiger Bedeutung, die auch aus dem deutschsprachigen Raum angeflogen werden, sind in Cluj-Napoca, Timișoara, Iași, Bacău, Târgu Mureș („Transilvania“) und Hermannstadt (Sibiu). Kleinere, regionale Flughäfen gibt es zudem in Craiova, Constanța, Oradea, Satu Mare, Baia Mare, Arad und Suceava.

Tarom ist die staatliche Airline von Rumänien fliegt alle aktiven Flughäfen in Rumänien an. Weitere lokale Gesellschaften sind Carpatair (Basis Timișoara) und die Billigfluggesellschaft Blue Air (Basis Bukarest). Die ungarische Billigairline Wizz Air unterhält eine Basis in Timișoara.

Air Berlin und Germanwings fliegen von vielen deutschen Städten ausschließlich nach Bukarest; Lufthansa (Regional) zusätzlich von München nach Cluj-Napoca, Sibiu und Timișoara; Austrian Airlines von Wien nach Sibiu und Iași. Die Billigflieger Wizz Air und Blue Air bieten Direktflüge zu den kleineren Flughäfen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es gibt keine direkten Zugverbindungen nach Rumänien von Deutschland aus. Die Anreise erfolgt von Berlin oder München nach Wien oder Budapest. Erst von da geht es nach Rumänien. Einen ganzen Tag ist man mindestens unterwegs, so dass man ohne Zwischenstopp mit einer Nachtfahrt rechnen muss. Ab Wien kommt man nach Alba Iulia, Sighișoara, Brașov und Bukarest. Von Budapest aus gibt darüber hinaus auch Verbindungen nach Timișoara, Cluj-Napoca, Sibiu und Brașov. Einen Autozug gibt es nur bis Wien.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Zwischen den größeren Städten und nach Westeuropa besteht mittlerweile ein dichtes Netz an Busverbindungen privater Anbieter. Größte Anbieter von Fernbusverbindungen zwischen Deutschland und Rumänien sind Eurolines und Pletl.

Kleinere Ortschaften sind hingegen mit dem Bus oft sehr schwer zu erreichen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die klassische Anreiseroute aus dem deutschsprachigen Raum ist über Wien und Budapest. Ab Budapest nimmt man dann die A3, um eher nördlich in die Maramureș oder ins nördliche Siebenbürgen einzureisen. Um das südliche Siebenbürgen oder Bukarest anzufahren, nimmt man ab Budapest die A4. Ein deutscher Führerschein reicht und für EU-Bürger ist die grüne Versicherungskarte nicht notwendig, aber empfehlenswert. An der Grenze muss man eine Vignette, die so genannte Rovinieta, kaufen. Wird man unterwegs oder bei der Ausreise ohne Vignette erwischt, zieht das hohe Strafen nach sich.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Theiss, Muresch, Siret, Pruth und Donau sind die schiffbaren Flüsse Rumäniens. Vor allem die Donau und der Donau-Schwarzmeer-Kanal werden vom Schiffsverkehr nach der Reparatur der serbischen Kriegsschäden wieder rege in Anspruch genommen. Schiffahrten auf der Donau und vor allem ins Donau-Delta sind beliebt.

Mobilität[Bearbeiten]

Eigenes Fahrzeug[Bearbeiten]

In Rumänien gilt im Strassenverkehr 0 Promille. PKW und Wohnmobile sowie LKW müssen auf Nationalstraßen und Autobahnen Maut bezahlen. Diese wird über eine (mittlerweile virtuelle) Vignette erhoben. Für PKW kostet die Wochenvignette 3 Euro, die Monatsvignette 7 Euro, die 3-Monatsvignette 13 Euro und die Jahresvignette 28 Euro. Motorräder sind mautfrei unterwegs. Die Vignette ("Rovinieta") kann man an Tankstellen. Postämtern oder auch online erwerben. Der Zahlungsbeleg muss aufgehoben werden, da er bei Kontrollen vorzuweisen ist.

Achten Sie unbedingt auf die Gültigkeit der Vignette, es drohen Geldstrafen bis 150 Euro, wenn keine gültige Vignette vorliegt. Seit Ende 2006 ist auf Freilandstraßen das Fahren mit Ablendlicht auch tagsüber Pflicht, des Weiteren muss man neben Autoapotheke und Pannendreieck auch einen Feuerlöscher und Reserveglühbirnen im Auto mit sich führen. Die Strafen bei Verkehrsdelikten haben sich drastisch erhöht, man sollte sich daher an die Regeln halten. Polizeikontrollen sind insgesamt recht häufig.

Tips zum Verhalten im Strassenverkehr[Bearbeiten]

Dem Reisenden mit dem Auto wird schnell auffallen, dass der Straßenverkehr viel dynamischer und rauher ist als in Deutschland. Wenn man vom Gegenverkehr per Lichthupe angeleuchtet wird, sollte man sich freundlich per Handzeichen bedanken und darauf warten, dass auf der Strecke vor einem ein Polizist ist.

Fahrten im Dunkeln sollten vermieden werden, da zahlreiche Fahrzeuge ohne Licht oder mit nur unzureichendem Licht unterwegs sind. Auch auf Fernstraßen gehören Pferdefuhrwerke zum alltäglichen Bild. Insgesamt muss im Straßenverkehr mit allem gerechnet werden, also unbeleuchtete Fahrzeuge jeder Art, auch Kutschen und landwirtschaftliche Großgeräte ohne Beleuchtung, Fußgänger, Hunde u.a.m. mit insgesamt eher unberechenbarem Verkehrsverhalten. Der Fahrstil in Rumänien ist in der Regel chaotisch und Verkehrsregeln werden oft ignoriert. So kann es durchaus vorkommen, dass einem Fahrzeuge auch nachts und unbeleuchtet in einer Einbahnstraße als Geisterfahrer entgegenkommen! Außerdem kommt es vor, dass Unfallverursacher handgreiflich werden! Man sollte daher immer vorsichtig fahren und im Falle eines Unfalls immer die Polizei benachrichtigen. Bei der Ausreise an der Grenze kann es bei nicht polizeilich aufgenommenen Unfallschäden sonst zu Problemen kommen.

Inzwischen hat sich die Situation insofern gebessert, dass es für alle Fahrzeuge eine Haftpflichtversicherung gibt (Aussage gilt mit Vorbehalt!). Im Falle eines Unfalls kommt Fahrerflucht jedoch immer noch vor und besonders nachts ist das Eintreffen der gerufenen Polizei und Krankenwagen erst nach 30 Minuten oder länger zu erwarten. Dies gilt zum Teil auch für große Städte.

Bei einer Anhaltung durch die Polizei muss die Warnblinkanlage eingeschaltet werden! Weiterhin sollte man immer genau zuhören oder sich anders verständigen. Ein Aufenthalt im Revier, auch bei einer einfachen Unfallaufnahme, kann durchaus einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Strafzettel lassen sich auch in Euro begleichen, daher ist es ratsam Euronoten mit sich zu führen.

Straßenzustand[Bearbeiten]

Die Europastraßen sind mittlerweile in einem passablen Zustand, der Verkehr besonders auf den Transitstrecken jedoch höllisch. Dies gilt besonders für die Strecke von Arad nach Sibiu auf der sehr viel Schwerlastverkehr unterwegs ist. Das Autobahnnetz befindet sich erst im Aufbau, es existieren bisher knapp 235 km Autobahnen die A1 von Bukarest nach Pitesti (113 km), geplant ist diese über Sibiu-Deva-Timisoara-Arad über Nadlac nach Ungarn zu erweitern, die A2 von Bukarest nach Fetesti (120 km) die Fertigstellung bis Constanza (220 km) wurde im Sommer 2012 fertiggestellt. Des Weiteren ist die Autostrada Transilvania A3 in Bau und gilt als das momentan größte Infrastruktur-Projekt in Europa. Sie wird über (415 km) Brasov-Sighisoara-Cluj-Oradea-Bors mit Ungarn verbinden. Die Fertigstellung ist 2013 geplant. An der Karpaten-Autobahn der Verlängerung der A3 von Brasov bis Bukarest (174 km) wird gearbeitet. Die Fertigstellung hätte 2010 sein sollen, läßt aber auf sich warten. Die Landstraßen sind oftmals eher eine Piste als eine Straße.

Die meisten Straßenschilder sind nicht wie in Deutschland aus einem reflektierendem Material, sondern einfacher. Das heißt bei Dunkelheit kann es vorkommen, dass man schnell ein solches übersieht. Des Weiteren sollte jedem klar sein, dass es in Rumänien weniger Straßenschilder gibt, als in Deutschland, die Beschilderung auf Landstraßen ist aber ausreichend. Es gilt also der Grundsatz, "Wo 40 steht, wird 40 gefahren!"

In den großen Städten kommt es oft zu Staus und es wird äußerst temperamentvoll gefahren, jenseits davon sind Staus o.ä. jedoch eine Seltenheit.

Kraftstoff[Bearbeiten]

Es gibt wie in Mitteleuropa Diesel ("Motorina"), Superbenzin ("Premium 95") und Super Plus ("Premium 98" bzw. "Premium 100"). Man wird in der Regel betankt. Nur zum Zahlen muss man aussteigen. Der Tankwart ist meist ein sehr hilfsbereiter Mensch. In der Zeit, wo man bezahlt, putzt dieser die Autoscheiben und wenn man freundlich auf die Reifen zeigt, macht er auch den Luftdruck. Man sollte aber daran denken, dass man ihm oder ihr eine Kleinigkeit zusteckt. Taktisch sollte dazu geraten werden, das vor dem Verlassen des Fahrzeuges zu tun. Schließen sie ihr Fahrzeug dann aber auch unbedingt ab, selbst wenn sie nur wenige Sekunden weg sind.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bahnfahren ist in Rumänien sehr günstig, aber auch nicht besonders schnell. Alle größeren Ortschaften sind an das Bahnnetz angeschlossen. Zwischen den Großstädten verkehren zahlreiche Schnellzüge. 2011 wurde die bislang vier Zuggattungen durch ein dreistufiges System ersetzt:

  • Die gewöhnlichen Personenzügen, die an allen Unterwegsbahnhöfen halten, heißen nun Regio (R). Sie werden aber auch auf längeren Distanzen eingesetzt und sind entsprechend lange unterwegs (bis zu 10 Stunden); Durchschnittsgeschwindigkeit 35 km/h.
  • Die D-Züge heißen InterRegio (IR), sie sind etwas schneller, halten nur in Städten und größeren Orten. Auf längeren Strecken führen sie auch Schlaf- oder Liegewagen. Durchschnittsgeschwindigkeit 75 km/h.
  • InterCity (IC) ist die komfortabelste und schnellste Kategorie. Die Züge kommen nur auf wenigen Strecken zwischen größeren Städten zum Einsatz; Durchschnittsgeschwindigkeit 87 km/h.

Für Rumänien ist das InterRail-Ticket ein schlechter Kauf, da die Fahrkarten ohnehin so günstig sind. InterRail lohnt sich erst, wenn außer Rumänien noch weitere Länder besucht werden und/oder man sich das ständige Kaufen von Einzelfahrscheinen ersparen will. Alle schnelleren Züge sind aufpreispflichtig.

Für alle InterRegio- und InterCity-Züge sind Platzkarten nötig. Diese kauft man in sogenannten "Agentie de Voiaj" (C.F.R.) oder am Bahnhof, allerdings bekommt man die Tickets dort erst kurz vor Abfahrt. Meist ist nur ein bestimmtes Kontingent vorhanden, daher ist es ratsam, die Tickets frühzeitig zu kaufen.

Kinder, Studenten und Rentner sind ermäßigungsberechtigt.

Wer des Rumänischen mächtig ist, findet nähere Informationen unter diesem Weblink. Dort gibt es auch eine Online-Fahrplanauskunft, die eigentlich selbsterklärend und daher größtenteils auch ohne Rumänischkenntnisse verständlich ist (Datum, ungefähre Abfahrtszeit, Abfahrts- und Zielort eingeben, auf "cauta trenuri" klicken zum Absenden).

Taxi[Bearbeiten]

Taxifahren ist deutlich günstiger als in Deutschland. Oft liegt der offizielle Tarif bei umgerechnet nur 30 bis 50 Cent pro Kilometer. Es wird geraten nur offizielle Taxis zu verwenden. In vielen Städten haben diese auch die Tarife angeschrieben, an die sich die Taxifahrer auch halten. Man sollte sich aber eine Karte des Hotels mitnehmen, da der Fahrer dann besser weiß, wo man hin möchte. Bei Taxis kann man eventuell etwas sparen, wenn man in Euro bezahlt, man sollte aber in jedem Falle das Taxameter im Auge haben.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Ein Fahrradurlaub in Rumänien ist natürlich noch etwas abenteuerlich, aber durchaus möglich. Auf bikeromania.de sind umfangreiche Informationen und Literaturhinweise zum Radfahren in Rumänien zu finden. Bikeromania ist eine deutsche Privatiniative zur Förderung des Radtourismus im Lande. Ziel ist es, dem recht armen Land zusätzliche zukunftsfähige Einkommensquellen zu erschließen.

Das Fahren auf normalen Landstraßen ist nicht zu empfehlen, da es im Regelfall keinen Radstreifen gibt. Mit einer sehr guten Karte lassen sich aber Schleichwege z.B. durch Transilvanien finden die extrem schön sein können.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Anders als bei den meist slawischen Sprachen der umliegenden Länder handelt es sich beim Rumänischen um eine romanische Sprache, verwandt mit dem Französischen, Spanischen und Italienischen. Die Bedeutung einfacher Sätze oder einzelner Begriffe lässt sich so für Sprachkundige leicht erraten. Im Norden Rumäniens, in Siebenbürgen, finden sich gelegentlich deutsche Sprachinseln. Man bezeichnet die deutschen Einwanderer als "Sachs" oder "Sachsen". Daher kann die Frage einem immer begegnen, dass man als Sachse gilt. Es sollte dennoch klar sein, dass die deutschen Einwanderer z.B. aus dem Gebiet der Karpaten, eigentlich mehr aus dem Niederrheingebiet kommen. Allgemein sind grundlegende Englischkenntnisse bei jüngeren Leuten vorhanden.

Die rumänische Bevölkerung ist normalerweise Reisenden gegenüber sehr hilfsbereit. Allerdings ist in ländlichen Gebieten mit Analphabetismus zu rechnen. Somit ist es nicht immer angebracht, mit einer Landkarte den Einheimischen zu fragen versuchen, wo ein bestimmter Ort liegt. Ein Rumänisch-Wörterbuch kann recht hilfreich sein. Deutsch sprechen zu versuchen kann nicht schaden, viele Rumänen sprechen ein paar Worte. Besonders im Banat und Siebenbürgen, wo manche Orte sogar nur deutsche Namen haben (Nitschdorf, Liebling usw.)

Kaufen[Bearbeiten]

Das Preisniveau in Rumänien ist für im Lande hergestellte landwirtschaftliche Produkte, Obst und Gemüse, Tiere, Wein und Dienstleistungen recht niedrig. Es gibt starke Preisunterschiede zwischen Stadt und Land! Beispielsweise kostet im Dorfcafé ein Espresso circa 50 Cent (Preisstand Juli 2005). Märkte finden in Städten fast täglich statt, wo man frisches Gemüse und Obst aus der Umgebung bekommt. Importierte Waren sind teilweise teurer als in Westeuropa. In ländlichen Gegenden gibt es überwiegend kleine Tante-Emma Läden. Größere Lebensmittel-Märkte gibt es in Städten. Metro, Real, Kaufland, Penny, Plus und andere in Deutschland nicht bekannte wie Carrefour, Cora, Intermarché, Billa, nur um einige zu nennen, sind vertreten. Des Weiteren entstehen oder gibt es in den größeren Städten, riesige mehrstöckige Einkaufszentren ab 30.000 m² Fläche. Da die Konkurrenz recht gering ist, sind die Preise auch recht hoch. Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen sich mal so ein Einkaufszentrum (Mall) anzusehen, die "Julius-Mall" in Timisoara ist auf jedenfall sehenswert.

Am 1. Juli 2005 wurde die Landeswährung ROL ("Lei vechi" - alte Lei) durch die neue Währung RON ("Lei noi" - neue Lei) ersetzt, wobei vier Nullen gestrichen wurden. Obwohl die Umstellung schon einige Zeit her ist, rechnen weite Teile der Bevölkerung immer noch in der alten Währung. Das führt gelegentlich zu Verwirrungen, wenn jemand beispielsweise als Preis "100" sagt, damit "100.000 ROL" meint, womit er sagen will, daß es 10 RON kostet. Gegenüber Ausländern werden Preise zwar meist in RON genannt, wenn ein Preis allerdings absurd hoch erscheint, sollte man nachfragen.

Geld[Bearbeiten]

Es ist problemlos möglich, mit Banknoten (Euro oder Dollar) einzureisen und diese bei Wechselstuben zu tauschen. Beim Abheben von Geld am Bankautomaten sollte man darauf achten, dass die Karte in Landeswährung (RON) belastet wird und nicht in Euro. Dann zahlt man die Gebühren, welche man mit seiner deutschen Bank vereinbart hat; lässt man hingegen den Automaten die Umrechnung vornehmen wird immer ein (auch in Vergleich zu Wechselstuben) sehr ungünstiger Kurs berechnet.

Geldautomaten sind in ländlichen Gegenden nicht sehr verbreitet. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass diese leer sind. Es empfiehlt sich sich in größeren Städten mit Landeswährung einzudecken.

Bei größeren Käufen (50 Euro und mehr) akzeptieren viele Verkäufer auch direkt Euros. Allerdings sollte man den aktuellen Wechselkurs selbst kennen und damit rechnen, dass nur die passende Summe in Scheinen akzeptiert wird.

Küche[Bearbeiten]

Die rumänische Küche ist zugleich traditionsreich und voller Einflüsse aus der bewegten Geschichte des Landes: Mit Ungarn hat man den Gulasch (heißt in Rumänien "tocană") und die gefüllten Paprika gemein, mit Griechenland die Weinblätterröllchen (oder auch aus frischen oder milchsauren Weisskohlblättern mit Füllung gerollten "sarmale", das Auberginenmus ("vinete"), Creme von gegrilltem Gemüse ("zacuscă") und die Schafskäsegerichte, mit der Türkei die sauren Suppen ("ciorbă") und die auf Honig basierenden Süßspeisen wie "baclava" und "sarailie".

Zu den meisten rumänischen Gerichten passen die vielfältigen Weine, die im Land wachsen und von den Abertausenden von Kleinproduzenten vor allem im Herbst und Winter sehr günstig zu erwerben sind.

Die im Land gebrauten Biere sind nicht zu unterschätzen, da diese wie die restliche Küche sehr von unterschiedlichen Einflüssen beherrscht wird. Was einen deutschen Biertrinker etwas überraschen wird sind die Bierflaschen. Hier gibt es nicht nur die in Deutschland üblichen 0,5 l Flaschen, sondern auch 2 l Flaschen.

Beliebtester Likör ist die "vișinată" auf Sauerkirsch-Basis, berühmtester Schnaps die "țuică" (gesprochen: zuika) oder "palincă" aus Pflaumen oder Treber. Die beiden letztgenannten werden oft von der ländlichen Bevölkerung in Eigenregie hergestellt und sind nicht für jeden verträglich.

Gerade bei der älteren Landbevölkerung ist es Brauch ein Gläschen zur Mahlzeit zu nehmen. Lassen sich sich ruhig darauf ein, gerade die "țuică" ist eine Wohltat. Aber nicht zu viel, da in Rumänien die 0,0-Promillegrenze gilt.

In Lokalen ist darauf zu achten, dass es meist nicht möglich ist getrennt zu bezahlen. Abgerechnet wird pro Tisch, daher kann man sich diese Frage oft sparen.

Man sollte sich im Übrigen darauf einstellen, dass man mehr als eine Bedienung hat. In der Regel werden Bestellung und Bedienung von unterschiedlichen Personen gemacht. Das Nachordern sollte daher nur bei der Bedienung gemacht werden, bei der vorher schon bestellt wurde. Außerdem sollte man die Gesamtsumme des Verzehrten im Auge behalten, denn gerne wird mal eine Cola zu viel angerechnet oder die Preise auf der Rechnung einfach teurer angegeben als auf der Speisekarte - also: Nachrechnen!

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben von Bukarest steht dem anderer europäischer Metropolen nicht hinterher. Eine unzählige Anzahl von Clubs, Bars, Diskotheken und Kneipen bieten für jeden Geschmack etwas. Auch am Schwarzen Meer, insbesondere Mamaia, gibt es ein wildes Nachtleben. Im Rest des Landes geht es etwas ruhiger zu, je größer die Stadt desto mehr ist los. Ausgegangen wird vorallem Donnerstag bis Samstag.

Auch den Liebhabern klassischer Musik wird einiges geboten. So zählt die Wikipedia 18 philharmonische Orchester, 9 Opernorchester und ein Operettenorchester.

Unterkunft[Bearbeiten]

Überall in Rumänien lassen sich gute Unterkünfte aller Kategorien, von sehr einfach bis zum Luxushotel anfinden. Dabei ist das Angebot in den Städten natürlich größer als auf dem Land. Fernseher, Klimaanlage und Internet gehören zum Standard in Hotels. Auf dem Land sind oft an den Hotels Magareten statt Sternem dass System funktioniert aber gleich und es gibt 1 bis 5 Margareten, die nach einem klaren System verteilt werden. In den meisten größeren Städten sind mittlerweile auch Ableger von internationalen Hotelketten anzutreffen.

Überall anzutreffen sind auch Pensionen (rumänisch pensiune) und Privatzimmer (mit cazare ausgeschildert). Privatzimmer sind meist sehr günstig und bieten manchmal sogar Familienanschluss.

Camping ist nicht sehr verbreitet. Am Besten ist die Versorgung mit Zeltplätzen noch in Siebenbürgen. Im Rest des Landes gibt es kaum Plätze und auch die Zeltplätze aus der Vorwendezeit am Schwarzen Meer sind im wesentlichen geschlossen worden. Beim Zelten in der Wildnis sollte man daran denken, dass es in Rumänien noch Bären gibt.

Ein besonderes Erlebnis - wenn auch eher einfacher Natur - kann die Übernachtung in einem Kloster sein. Manche der Klöster bieten einfache Zimmer an.

Lernen[Bearbeiten]

Die meisten Rumänen erwerben nach zwölf Jahren die Hochschulreife und sehr viele von ihnen studieren auch. Bukarest, Klausenburg, Timisoara und Iași verfügen über Universitäten, die auch Bachelor- und Master-Studiengänge anbieten. Ausländische Studierende müssen in der Regel Studiengebühren zahlen, die allerdings zum Glück nicht mit denen angelsächsischer Länder vergleichbar sind.

Arbeiten[Bearbeiten]

Das gesetzlich festgelegte Mindestgehalt liegt in Rumänien bei 1050 Lei, das sind etwa 250 Euro Netto/ Monat. Dabei gibt es starke Schwankungen: die höchsten Durchschnittslöhne haben die Bank- und Versicherungsangestellte 840 Euro Netto/ Monat, der niedrigsten Lohn wird in der Holzverarbeitung bezahlt und entspricht dem oben genannten Mindestgehalt. Die Löhne sind stark unterschiedlich je nach Landesteil. So kann die gleiche Arbeit in Bukarest mit einem mehrfachen entlohnt werden wie im Nordosten des Landes. Wenn man sich die Lebenshaltungskosten anschaut und mit den Löhnen vergleicht fragt man sich oft, wie man mit den offiziellen niedrigen Einkommen auskommen kann. Eine Erklärung ist die relativ große Schattenwirtschaft. Fast jeder hat Nebeneinkommen, die steuerlich nicht deklariert werden. Rumänien ist eines der korruptesten und daher ärmsten Länder der Europäischen Union. (Alles Stand 2015)

Feiertage[Bearbeiten]

1. und 2. Januar Neujahr
1. und 2. Tag des Orthodoxen Osterfestes Ostern
1. Mai Tag der Arbeit
Pfingstsonntag und Pfingstmontag Pfingsten
15. August Mariä Himmelfahrt
30. November Tag des heiligen Andreas
1. Dezember Nationalfeiertag
25. und 26. Dezember Weihnachten

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Wahrscheinlichkeit, in Rumänien Opfer einer Straftat zu werden, ist kaum höher als in Westeuropa. Das Land kann als sicheres und gastfreundliches Reiseland bezeichnet werden. Wer der Landessprache nicht mächtig ist, wird des Öfteren übers Ohr gehauen. Reisende sollten die gleiche Vorsicht walten lassen, wie auch in anderen Ländern. Lass keine Wertsachen in Autos, auch kein Autoradio. Vertraue keinen Fremden, auch wenn diese sich als "Freunde" oder "Reiseführer" anbieten. Diebstahldelikte sind relativ häufig. Allein reisende "Herren" sollten besondere Vorsicht bei spontanen "Damenbekanntschaften" walten lassen. Des Weiteren sollte auf keinen Fall auf der Straße Geld gewechselt werden, egal wie gut der Kurs ist, die Chance betrogen zu werden ist extrem hoch. In Städten gibt es überall offizielle Wechselstuben oder Banken zu guten Kursen ohne Kommission.

Gesundheit[Bearbeiten]

Für Rumänien sind Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A empfohlen, aber nicht zwingend. In Bukarest sollte man vom Genuss großer Mengen Leitungswasser absehen. Vorsicht bei Eis im Straßenverkauf! Medikamente bzw. Hausmittel (Solletti und Cola) gegen Durchfall kann man mitnehmen oder natürlich auch vor Ort kaufen.

Klima[Bearbeiten]

In Rumänien herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima. Die Sommer sind in der Regel sehr heiss, teilweise bis zu 40 °C. Die Winter sind meist sehr kalt mit Temperaturen bis zu –25 °C.

Respekt[Bearbeiten]

Sollte man in jedem Land gegenüber den Menschen mitbringen, auch nicht anders in Rumänien.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Internetcafés sind mittlerweile auch in kleinen Orten anzutreffen und kosten pro Stunde ab 2 RON. Zum Teil können in Hotels Computer mit Internetanschlüssen gratis verwendet werden, auch WLAN ist in Hotels und Kaffeehäusern weit verbreitet.

Für Benutzer eines Mobiltelefons kann sich das Erwerben einer SIM-Karte eines rumänischen Mobilfunkbieters rasch lohnen, da die Roaminggebühren oft ein mehrfaches ausmachen (betrifft vor allem schweizerische Mobilfunkanbieter). Vorausgesetzt, das eigene Handy ist SIM-lock-frei. Für etwa 17 RON erhält man zum Beispiel bereits eine neue SIM-Karte mit ca. 50 Gesprächsminuten auf das gesamte nationale Fest- und Mobilnetz. Eine Registrierung der Personalien wird nicht verlangt und das Prozedere in einer Filiale dauert nur wenige Minuten (Stand April 2011).

Auslandsvertretungen[Bearbeiten]

In Rumänien[Bearbeiten]

  • GermanyFlagge Germany Deutschland unterhält neben seiner Botschaft in Bukarest Konsulate in Timișoara (zuständig für die Kreise Arad, Bihor, Caraș Severin, Maramureș, Mehedinţi, Satu Mare, Sălaj und Timiș; entspricht etwa den Regionen Banat, Kreischgebiet sowie Sathmar und Maramureș) und in Hermannstadt (zuständig für die Kreise Alba, Bistriţa-Năsăud, Braşov, Cluj, Covasna, Harghita, Hunedoara, Mureş und Sibiu; entspricht ungefähr der Region Siebenbürgen)
  • AustriaFlagge Austria Die österreichische Botschaft für Rumänien befindet sich in Bukarest. Honorarkonsulate gibt es in Timișoara und Hermannstadt.
  • SwitzerlandFlagge Switzerland Die Schweiz unterhält nur eine Vertretung in Rumänien: die Botschaft in Bukarest. Ihr Konsularbezirk umfasst ganz Rumänien und Bulgarien.

Von Rumänien[Bearbeiten]

In Deutschland
In Österreich
  • Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich, Prinz-Eugen-Straße 60, 1040 Wien, Tel.: 01 505.32.27-200, 01 503.89.40-200, 01 503.89.41-200 oder 01 505.16.28-200, E-Mail: ambromviena@ambrom.at. Mo-Fr 9.00–17.00
    • Konsularabteilung, Theresianumgasse 25, Tel.: 01 503.24.65, 01 505.23.81 oder 01 230.95.10, E-Mail: consulara@ambrom.at. 8.30–14.30; Mo, Mi, Fr: Personalausweise und Reisedokumente, notarielle Beurkundungen, Visa; Di, Do: Geburtsurkunden, Dokumente für Ehehschließung, Sterbeurkunden, Visa. Konsularbezirk umfasst ganz Österreich
  • Honorarkonsulate gibt es in Eisenstadt, Graz, Klagenfurt, Linz und Salzburg.
In der Schweiz
Für Südtirol

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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