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Walachei

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Die historische Region Walachei (rumänisch Țara Românească oder Țara Rumânească, deutsch etwa ‚Rumänisches Land‘) befindet sich im Süden des heutigen Rumäniens.

Lage der Walachei (gelb) in Rumänien; die „Kleine Walachei“ ist rot umrandet.

Regionen[Bearbeiten]

Die Walachei setzt sich aus der Kleinen Walachei (rumänisch: Oltenia) und der Großen Walachei (rumänisch Muntenia) zusammen. Die Grenze bildet der Fluss Olt.

Orte[Bearbeiten]

Bukarest: Palast der CEC-Bank
  • Bukarest ist die Hauptstadt Rumäniens und der Walachei
Stadtzentrum von Craiova, der zweitgrößten Stadt der Walachei
  • Brăila
  • Craiova – geschichtsträchtige Stadt, Verkehrsknoten und wichtigste Stadt der „kleinen Walachei“
  • Pitești
  • Ploiești
  • Târgoviște war bis ins 17. Jahrhundert die Hauptstadt des historischen Fürstentums Walachei. Hier befinden sich noch heute die Ruinen des Fürstenhofs.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Landschaft im Nationalpark Cozia

Hintergrund[Bearbeiten]

Wappen der Walachei

Bezeichnung[Bearbeiten]

Die Walachei gilt als das historische Kernland Rumäniens. „Walache“ bzw. „walachisch“ und „Rumäne“ bzw. „rumänisch“ wurden früher als Synonyme verwendet. Der Begriff „Walache“ stammt aus der gleichen Wurzel wie „welsch“, womit die Germanen ihre nicht-germanischen Nachbarn bezeichneten (zunächst Kelten, später auch Romanen) und von der z. B. auch die Bezeichnungen Wales oder Wallonien abgeleitet sind. Die Walachen selbst nannten sich hingegen stets Români und ihren Landstrich als Țara Românească („rumänisches Land“).

In der deutschen Umgangssprache wird mit „Walachei“ im übertragenen Sinne auch allgemein eine abgelegene Gegend bezeichnet.

Antike und Mittelalter[Bearbeiten]

In römischer Zeit war hier die Provinz Moesia inferior eingerichtet. Während der Völkerwanderung wurde die Gegend von verschiedenen Stammesverbänden durchzogen: Goten, Hunnen, Gepiden, Awaren, Slawen, verschiedene Turkvölker. Im 13. und 14. Jahrhundert stand die Region unter Herrschaft der Tataren. Es gab nur eine dünne sesshafte Besiedelung, die vermutlich vor allem slawisch geprägt war. Die eigentlichen Walachen (sprich Rumänen) sind schriftlich erst ab dem frühen 13. Jahrhundert mit Sicherheit belegt.

Portrait des Fürsten Vlad III. Țepeș

Das Fürstentum Walachei wurde Anfang des 14. Jahrhunderts von Basarab I. gegründet. Die ursprüngliche ungarische Oberherrschaft konnte 1330 abgeschüttelt werden. Stattdessen geriet die Walachei nach verlorenen Schlachten gegen die Türken gegen Ende des 14. Jahrhunderts in ein Abhängigkeitsverhältnis zum Osmanischen Reich. Die Walachei musste Tribut an die osmanischen Herrscher entrichten, behielt dafür aber Autonomie in inneren Angelegenheiten und wurde nicht annektiert oder islamisiert. Der wohl bekannteste Herrscher der Walachei war Fürst Vlad III. mit den Beinamen Drăculea („Sohn des Drachen“) und Țepeș („Pfähler“), der Mitte des 15. Jahrhunderts regierte. Ihm gelang es, die Osmanen zurückzudrängen und das Herrschaftsgebiet der Walachei auszudehnen. Deshalb wird er in Rumänien eher als Held denn als Schreckensfigur erinnert. Die Vampirfigur in Bram Stokers Roman Dracula hat mit dem historischen Vorbild ohnehin außer dem Namen nichts gemein.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Ruinen des Fürstenhofs in der alten Hauptstadt Târgoviște

Nach dem Sturz Vlads III. vertiefte sich die Abhängigkeit zum Osmanischen Reich noch. Die Walachei musste anschließend nicht nur Tribut zahlen, sondern auch Heerfolge leisten, war also faktisch ein Vasallenstaat. Das wurde begünstigt durch interne Streitigkeiten zwischen den einheimischen Adligen (Bojaren) und schwache Herrscher. Eine Ausnahme hiervon war Fürst Mihai Viteazul (Michael der Tapfere), der um 1600 die Walachei, Siebenbürgen und Moldau unter seiner Herrschaft vereinte und damit erstmals (kurzzeitig) die drei Hauptbestandteile des heutigen Rumäniens zusammenfügte.

Ebenfalls hervorzuheben ist Fürst Constantin Brâncoveanu, der 1688–1714 regierte und in dieser Zeit zahlreiche Kirchen und Klöster errichten ließ. Deren Architekturmix aus italienisch-venezianischen und orientalischen Elemente wird nach ihm als Brâncoveanu-Stil bezeichnet. Zwischen 1715 und 1821 wurde die Walachei zumeist von Phanarioten (reichen griechischen Händler- und Beamtenfamilien aus Konstantinopel) regiert, die in dieser Zeit die Elite des Landes bildeten und die einheimischen Bojaren von der Macht verdrängten. Während des Russisch-Türkischen Kriegs von 1768–1774 marschierten russische Truppen in der Walachei ein. Anschließend blieb das Fürstentum zwar formell Vasall des Osmanischen Reichs, die Tributzahlungen wurden aber reduziert und Russland übernahm offiziell die Rolle als Schutzmacht der orthodoxen Christen.

Moderne[Bearbeiten]

Anfang des 19. Jahrhunderts begann – wie bei vielen anderen Völkern Europas – das „nationale Erwachen“ der Rumänen. In einer Reihe von Aufständen versuchte man die osmanische Oberherrschaft abzuschütteln. Nach dem Russisch-Türkischen Krieg 1828–29 bestand die Vasallenstellung nur noch pro forma, faktisch war die Walachei so gut wie unabhängig bzw. unter russischem Protektorat. Die Sklaverei wurde erst während der 1840er- und 50er-Jahre schrittweise abgeschafft. Bis dahin lebten vor allem Roma oft in persönlicher Unfreiheit.

1859 wurden Walachei und Moldau zu den „Vereinten Fürstentümern“ zusammengefügt, damit schlug die Geburtsstunde des heutigen einheitlichen Staats Rumänien. Bukarest wurde 1862 zur einzigen Hauptstadt gekürt; ab 1866 wurden die Vereinten Fürstentümer einfach nur noch als „Rumänien“ bezeichnet. Die Vasallenstellung gegenüber dem Osmanischen Reich endete 1877 auch offiziell endgültig. Die (Große) Walachei mit der Hauptstadt Bukarest wurde in der Folgezeit zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Schwerpunkt des rumänischen Einheitsstaats. Das setzte sich auch nach dem Anschluss Transsilvaniens, Bessarabiens und der Bukowina an (Groß-)Rumänien 1918 fort.

Daten und Fakten[Bearbeiten]

orthodoxe Fürstenkirche in Curtea de Argeș

Die Walachei umfasst eine Fläche von rund 77.000 km², das entspricht etwa einem Drittel der Gesamtfläche Rumäniens. Hier leben etwa 8,3 Millionen Menschen, gut 40 % der rumänischen Gesamtbevölkerung. Die Bevölkerung besteht ganz überwiegend aus ethnischen Rumänen (97 %), zweitgrößte Gruppe sind die Roma (2,5 %). Die Walachei ist der Landesteil mit dem höchsten Anteil rumänisch-orthodoxer Christen, in den meisten Gemeinden gehören über 90 % der Einwohner der orthodoxen Kirche an. Die katholische und die protestantischen Kirchen spielen – anders als in Siebenbürgen – kaum eine Rolle. Die Walachei trägt fast die Hälfte der Wirtschaftsleistung Rumäniens, wobei ein massiver Schwerpunkt im Großraum Bukarest liegt. Die Wirtschaftskraft der ländlichen Walachei ist dagegen eher unterdurchschnittlich.

Sprache[Bearbeiten]

Rumänisch

Anreise[Bearbeiten]

In der Walachei liegt der größte internationale Flughafen Rumäniens: der Flughafen Bukarest-Otopeni „Henri Coandă“ (IATA CodeOTP). Weitaus kleiner ist der Flughafen Craiova (CRA), der nur für die Kleine (westliche) Walachei Bedeutung hat. Er hat aber seit 2013 deutlich an Passagieren und Verbindungen zugelegt (u. a. Direktflüge mit Wizzair von Köln/Bonn).

Mit dem Zug aus Mitteleuropa kommend, erreicht man die Walachei mit dem Euronight-Nachtzug Wien–Budapest–Bukarest, dem Intercity Budapest–Timișoara–Craiova–Bukarest oder Budapest–Arad–Brașov–Bukarest. Im Inland gibt es zahlreiche D-Zug- oder Interregio-Verbindungen aus anderen Regionen in die Walachei. Aus dem benachbarten Bulgarien fährt nur je einmal am Tag ein Zug von Vidin nach Craiova bzw. von Russe über Videle nach Bukarest.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kloster Horezu
Schloss Peleș
  • Zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Bukarest, das einst als „Paris des Balkans“ galt, in weiten Teilen aber während der Herrschaft Nicolae Ceaușescu in einem real-sozialistischen Protzstil umgestaltet (u. a. Parlamentsgebäude, eines der größtflächigen Gebäude der Welt)
  • Kloster Horezu, bedeutendes orthodoxes Nonnenkloster in den Karpaten. Als Musterbeispiel für den Brâncoveanu-Stil des späten 17. Jahrhunderts zum UNESCO-Weltkulturerbe
  • Kathedrale, Fürstenkirche St. Nikolaus und weitere Kirchen in Curtea de Argeș im byzantischen und nachbyzantinischen Stil
  • diverse Cule, d. h. halbbefestigte Bojaren- (Landadels-)Sitze in der Kleinen Walachei
  • Monumentale Skulpturen von Constantin Brâncuși in Târgu Jiu: die „Endlose Säule“, das „Tor des Kusses“ und der „Tisch des Schweigens“, sie erinnern an die im Ersten Weltkrieg gefallenen rumänischen Soldaten
  • Überreste des walachischen Fürstenhofs und Fürstenkirche in Târgoviște
  • Schloss Peleș bei Sinaia, Sommerresidenz des rumänischen Königs Carol I. im Stile eines romantischen Märchenschlosses aus dem 19. Jahrhundert

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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