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Montenegro

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Montenegro liegt in Südeuropa. Angrenzende Länder sind Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Albanien.

Lage
Karte von Südosteuropa mit hervorgehobener Lage von Montenegro
Flagge
Flagge von Montenegro
Kurzdaten
Hauptstadt Podgorica
Staatsform Republik
Währung Euro
Fläche 13.812 km²
Bevölkerung 621.000
Sprachen Serbisch
Stromnetz 220 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl +382
Internet TLD .me
Zeitzone MEZ

Regionen[Bearbeiten]

Karte

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Fünf Gebiete haben in Montenegro den Status eines Nationalparks: Lovćen, Durmitor, Biogradska gora, Skadarsko jezero, Prokletije.

Die Beiträge für Natur und Kultur werden in Besucherzentren vorgestellt, und Möglichkeiten für den aktiven Urlaub sind zahlreich. Es gibt markierte und ausgeschilderte Spazier- und Wanderwege, Fahrradwege und MTB-Trails, und in den Parks findet man jede Menge thematische und Lehrpfade, im Süden auch Weinrouten. Das Angebot beinhaltet auch Sportfischen, Kreuzfahrten, Camping, Abenteuerparks, Mieten von Bungalows ...

Gipfel erobern, Aussichtsplätze besuchen, den Reichtum der Tier- und Pflanzenwelt bestaunen, die Heilkräfte der Quellen und Kräuter, der Nationalküche erleben... es bieten sich unzählige Gründe für den Besuch der Nationalparks.

Im Nordosten liegt der Nationalpark Durmitor, ein bis zu 2522 m hoher Gebirgsstock. Er wurde in den 1950ern zum Nationalpark erklärt. Das Gebiet, zu dem auch zahlreiche Gebirgsseen gehören, ist Refugium für viele Tierarten, wie Bären, Hirsche, Wölfe und Marder. Hier windet sich auch der Fluss Tara, einer der letzten wilden Flüsse in Europa, durch einen Canyon, der zu den tiefsten Schluchten Europas zählt. Der Skadarsee (Skadarsko Jezero) im Süden des Landes verdankt seine Popularität nicht nur seiner bis nach Albanien reichenden Größe, sondern auch seinem einzigartigen Fischreichtum (bspw. Karpfen, Zander, Lachsforellen, Hechte) und seiner Vogelvielfalt (bspw. Pelikane, Reiher, Kormorane).

Hintergrund[Bearbeiten]

Am 21. Mai 2006 entschied sich die Bevölkerung Montenegros in einem Referendum für die Loslösung aus dem bisherigen Staatenbund mit Serbien.

Anreise[Bearbeiten]

Bürger der EU oder EFTA benötigen für die Einreise einen gültigen Reisepaß. Ein Visum wird jedoch nicht benötigt. Personalausweise europäischer Staaten oder die schweizerische Identitätskarte reichen für bis zu 30 Tage ebenfalls aus. Der Reisepass wird bei der Einreise nur noch selten gestempelt. Kinderpässe müssen auch für Kinder unter 6 Jahren mit Photo versehen sein. Als Ausländer muss man sich auch innerhalb von 24 Stunden bei der lokalen Polizeistelle anmelden; Hotels erledigen normalerweise die Meldepflicht für ihre Gäste. Das Versäumen der Anmeldung hat normalerweise keine Konsequenzen.

Es gelten die international üblichen Zollfreimengen für Alkohol (2 Liter) bzw. Tabak (200 Zigaretten oder 50 Zigarren).

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flugverkehr wird durch zwei internationale Flughäfen geleitet, die sich in Tivat und der Hauptstadt Podgorica befinden. Ganzjährig regelmäßige Fluglinien werden bis jetzt nur durch die Fluggesellschaft Montenegro Airlines angeboten. In Deutschland ist der Abflug von Frankfurt aus möglich. Zudem fliegt die Fluggesellschaft Wizz Air den Flughafen Podgorica ab Memmingen an. Weitere Ziele sind Wien, Zürich, Belgrad, Budapest, Ljubljana und Rom. In der Sommersaison werden zudem Charterflüge u.a. aus Düsseldorf eingesetzt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es gibt Zugverbindungen nach Belgrad in Serbien. Aktuelle Zugfahrzeiten und -Preise innerhalb Montenegros sind auf der Website der montenegrinischen Staatsbahn.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es gibt regelmäßige Busverbindungen von allen Nachbarländern in die wichtigen Städte von Montenegro. Siehe auch: Aktuelle Verbindungen von der Hauptstadt Podgorica.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto gibt es von Mitteleuropa mehrere Anreisemöglichkeiten:

  • über die adriatische Küstenstraße (Jadranska Magistrala) durch Kroatien, die inzwischen bis Ploče als Autobahn ausgebaut ist, weiter durch den Korridor von Neum (Bosnien-Herzegowina) und Dubrovnik zum Grenzübergang bei Herceg Novi an der Bucht von Kotor
  • Über Zagreb oder Budapest nach Belgrad und von dort über Valjevo oder Novi Pazar und die Berge in den Nordosten von Montenegro
  • Durch Bosnien und Herzegowina und von Sarajevo über Foća. Von dort weiter über den Grenzübergang Šćepan Polje nach Nikšić oder nach Pljevlja und zum Nationalpark Dumitor.

Es gibt zahlreiche - auch lokale - Grenzübergänge mit Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Albanien, Kosovo.

Bei einem Transit durchs Kosovo muss man beachten, dass dies theoretisch von Serbien als unerlaubter Grenzübertritt betrachtet werden kann. Insbesondere gab es vor wenigen Jahren Probleme, wenn man vom Kosovo weiter nach Kern-Serbien fuhr und bei der anschließenden Wiederausreise keinen regulären Einreisestempel nachweisen konnte. 2016 sieht man das entspannter, lediglich Kosovaren werden noch spezielle Papiere beim Transit abverlangt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Nach Bar gibt es Fährverbindungen von Bari und Ancona in Italien.

Mobilität[Bearbeiten]

Es gibt in Montenegro keine Autobahnen. Überlandstraßen sind in der Regel in gutem Zustand, jedoch wegen der Berge meist kurvenreich und mit größeren Steigungen. Insbesondere an der Küste gibt es viele Ortsdurchfahrten. Fahrzeiten sind entsprechend länger zu kalkulieren, als in Mitteleuropa. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 50 km/h ist kaum zu schaffen.

Im ganzen Land gibt es regelmäßige Busverbindungen. Zugverbindungen gibt es nur entlang der Bahnstrecke Belgrad-Bar, die jedoch meist abseits von den Siedlungen verläuft (nur Bijelo Polje, Podgorica, Bar sind angeschlossen), sowie entlang der Zweigstrecke von Podgorica nach Nikšić.

Trampen funktioniert in Montenegro besonders gut. An vielbefahrenen Straßen muss man selten lange warten.

Sprache[Bearbeiten]

Die offizielle Sprache ist Montenegrinisch, was jedoch dem Serbischen, Bosnischen und Kroatischen sehr ähnelt. Wer eine der Sprachen lernt, kann sich in allen vier Ländern problemlos verständigen. Im Süden wird teilweise auch albanisch gesprochen. Kyrillische Schrift ist wenig verbreitet, aber existent.

Kaufen[Bearbeiten]

Die offizielle Währung in Montenegro ist der Euro. Das macht es für viele Europäer einfacher, allerdings auch teurer als die Nachbarländer. Die Durchschnittspreise sind noch niedriger als in Deutschland.

Geldautomaten findet man in jeder Stadt genug. Manche akzeptieren jedoch nur VISA und keine MasterCard, Maestro- oder ec-Karte. Am besten immer auf die Logos achten.

Küche[Bearbeiten]

Montenegrinische Spezialitäten sind unter anderem Kacamak (Polenta auf montenegrinische Art) und geräucherter Karpfen. Meeresfrüchte werden traditionell mit Olivenöl und vielen Gewürzen serviert. Die Nachspeisen sind meist Lokum (türkischer Honig) und Alva (zerstoßene Nüsse in Honig).

Sehr verbreitet ist hier außerdem italienische Küche.

Unterkunft[Bearbeiten]

Die Unterkünfte in Montenegro sind recht günstig. Im größeren Ferienorten, wie Budva ist das Bewohnen von Apartments in familiengeführten Häusern sehr beliebt und auch oft geräumiger, moderner sowie günstiger als in Hotels. Luxuriöse Hotels wurden erst seit einigen Jahren gebaut und können internationalen Ansprüchen voll gerecht werden. Sie sind in ihrer Preisklasse dementsprechend nicht niedriger als an anderen Urlaubsorten am Mittelmeer. Unterkunftspreise besonders an der Küste können sich im Juli und August im Vergleich zur Nebensaison verdoppeln.

Für ganz exklusive Ansprüche ist die ehemalige Pirateninsel Sveti Stefan der Anhaltspunkt an der montenegrinischen Küste, die von luxuriösen Apartmenthäusern und einem einmaligen Panorama geprägt ist.

Feiertage[Bearbeiten]

1. Januar: Neujahr

6. Januar: Orthodoxes Weihnachten (24. Dezember)

7. Januar: Orthodoxer Christtag (25. Dezember)

14. Januar: Orthodoxes Neujahr

1. Mai: Tag der Arbeit

21. Mai: Unabhängigkeitstag 2006

13. Juli: Tag der Eigenstaatlichkeit 1888

Sicherheit[Bearbeiten]

Trotz des negativen Rufs aufgrund der früheren Balkankriege ist man in Montenegro sicher. Beachtet man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen wie geschlossene Taschen, besteht also kein erhöhtes Risiko für Touristen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt auch in Montenegro, bietet aber nur die gesetzlichen Grundleistungen. Manchmal wird auch Barzahlung verlangt, die zu Hause erstattet wird. Es ist möglich, daß der ausländische Rechnungsbetrag den deutschen Vertragssatz übersteigt. Der dadurch entstehende Restbetrag ist dann vom Versicherten zu tragen. Österreicher sollten sich vor Reiseantritt einen Auslandsbetreuungsschein besorgen.

Der Verzehr von Leitungswasser ist nicht empfehlenswert, da in vielen Orten, in denen noch keine Wasserversorgung vorhanden ist, Regenwasser in Zisternen gesammelt wird. Diesen Zisternen werden Chemikalien zugesetzt.

In Waldgebieten sind Zecken verbreitet, FSME-Schutzimpfung empfohlen. Es gibt in Montenegro Giftschlangen.

Klima[Bearbeiten]

An der Küste ist das Klima subtropisch mit heißen Sommern und milden Wintern ohne Schnee. Die Durchschnittstemperaturen an der Adria erreichen im Juli/ August ihre Höhepunkte mit 31 °C sowie elf Sonnenstunden am Tag. In den Gebirgen, bis 50 km landeinwärts, herrscht submediterranes Klima mit sehr heißen Sommern und kalten Wintern. Im restlichen Land herrscht ein gemäßigtes Klima, ähnlich dem in Mitteleuropa.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bickel, Markus; Montenegro …; Ostfildern ³2013; ISBN 9783829725477
  • Šćepanović, Božo; Montenegro: die blaue Adria und die Nationalparks; Belgrad 2007; ISBN 9788677222345
  • Stöckl, Marcus; Montenegro: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen; 50 ausgewählte Wanderungen im „Schwarzen Gebirge“ Ottobrunn 2008; ISBN 9783763343584
  • Wigand, Achim; Montenegro; Erlangen ³2013 (Müller); ISBN 9783899538106
  • Plesnik, Marko: Montenegro entdecken, Trescher Reihe Reisen, 2004, ISBN 3897940272

Weblinks[Bearbeiten]


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