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Sarajevo

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"Der Taubenbrunnen"
Sarajevo
ProvinzSarajevo
Einwohner
275.524 (2013)
Höhe
518 m
Tourist-Info Webhttp://www.sarajevo.ba
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Lage
Lagekarte von Bosnien und Herzegowina
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Sarajevo

Sarajevo (Bos. Sarajevo / Türk. Saraybosna) ist die Hauptstadt und Regierungssitz Bosnien-Herzegowinas und der Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH) und liegt in Südeuropa.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über einen internationalen Flughafen, der 2001 erneuert wurde. Aus dem deutschprachigen Raum gibt es (Stand Sommer 2017) Direktflüge mit Austrian Airlines aus Wien (zweimal täglich), mit Lufthansa aus München (täglich), mit Eurowings aus Köln/Bonn (dreimal pro Woche) und Stuttgart (samstags) sowie mit Swiss aus Zürich.

In den Wintermonaten fallen gelegentlich Flüge von und nach Sarajevo wegen dichten Bodennebels aus.

Vom Flughafen fahren Taxis zu 15 KM in die Altstadt. Etwas günstiger fährt, wer aus dem Flughafengelände hinaus zur Hauptstraße geht und dort ein Taxi stoppt (Der Fahrpreis beträgt ca. 10-15 Euro). Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltet sich die An- und Abreise schwierig.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren gibt es wieder eine Bahnverbindung zwischen der kroatischen Hauptstadt Zagreb und Sarajevo. Sie verläuft durch Banja Luka. Eine sehr schöne Verbindung ist von Ploče an der kroatischen Adriaküste über Mostar nach Sarajevo. Sie beginnt im Neretva-Delta und verläuft durch wunderschöne Berglandschaften bis nach Sarajevo. Von Mostar fährt jeden Morgen um 6 Uhr 30 ein Zug nach Sarajevo, sehr schöne Streckenführung.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

In der Hauptsaison (Sommer) fahren täglich Busse von vielen europäischen Städten nach Sarajevo, z.B. von Dortmund, Wien, Zürich...uvm (für Deutschland siehe auch Touring.de.) Desweiteren ist Sarajevo natürlich problemlos aus Serbien und Kroatien zu erreichen.

Heißer Tipp: Flug mit WizzAir nach Tuzla! Von dort ein Taxi für 4 € nach Zivinice nehmen (Zivinice Bus Station). Dort fahren stündlich Reisebusse nach Sarajevo für 15 KM (Stand: Juni 2018). Auf diesem Weg erspart man sich das unsägliche Tuzla.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Aus Südwesten erreicht man Sarajevo über die Europastraße E 73, die bei Ploče in Kroatien von der an der Küste entlangführenden E65 abzweigt und via Mostar nach Sarajevo führt. Aus Norden gelangt man ebenfalls über die E73 via Zenica oder die E 661 über Banja-Luka nach Sarajevo. Die beiden letztgenannten Straßen kommen ebenfalls aus Kroatien. Nach Osten in Richtung Serbien erstreckt sich die E 761 via Višegrad.

Mobilität[Bearbeiten]

Straßenbahn von Sarajevo: Teilweise fahren alte Garnituren, die die Stadt Wien nach dem Krieg gespendet hat.
Karte von Sarajevo

In der Stadt gibt es ein gut ausgebautes Netz von Straßenbahnen, Bussen und Elektrobussen, betrieben von KJKP GRAS d.d.. Eine Einzel-Fahrkarte kostet beim Fahrer 1,80 KM (~0,9 €), am Kiosk 1,60 KM (~0,8 €). Des weiteren gibt es am Kiosk Mehrfahrtenkarten für 2 (3,00 KM ~1,5 €), 5 (7,10 KM ~3,5 €) und 10 (12,80 KM ~5 €) Fahrten (Preisliste auf Bosnisch vom 10.01.2011, abgerufen im Oktober 2013).

Die Straßenbahn (Tram) in Sarajeo hat ihre Tücken. Für Ausländer ist es sehr schwierig zu erkennen, wie das System funktioniert. Nicht selten werden unabsichtliche Schwarzfahrer erwischt. Es wimmelt von Kontrolleuren. Billetautomaten gibt es nicht. Dafür können Tickets bei kiosk-ähnlichen Ständen gekauft werden und dann im 1. Wagon abgegolten werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Magnetstreifenkarte vom Automaten ganz eingezogen wird (Abbildungen und Beschreibungen des Entwertungsvorgangs auf Bosnisch).

Die Innenstadt kann gut zu Fuß erkundet werden, die Außenbezirke befinden sich jedoch auf einem steilen Berghang.

Überall in der Innenstadt trifft man auf Taxis, die auf Fahrgäste warten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sarajevos Altstadt - in der Mitte die Nationalbibliothek
Blick über die Stadt

Sarajevo hat einige Sehenswürdigkeiten, z.B. alte Moscheen oder Kirchen. In Sarajevo befindet sich die älteste erhaltene (renovierte) Moschee des Landes (also Serbien, BiH, Kroatien usw.) Ein Besuch ist sie wert! Auch für Nicht-Muslime!

Kirchen[Bearbeiten]

In der Altstadt befinden sich mehrere sehenswerte Kirchen.

Sarajevo verfügt nach Prag über den größten jüdischen Friedhof Europas. Der älteste Grabstein stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Gelände liegt an einem steilen Hang und ist für gehbehinderte Menschen kaum zu besichtigen.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • "Yellow Fortress". In der Nähe der Altstadt gibt es die kleine Burg "Yellow Fortress" Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick in alle Richtungen auf Sarajevo. In der Nähe befindet sich zwei alte Stadttore mit verbindender Mauer. In einem der Tore befindet sich das Museum für Ilije Izetbegovic.

Bauwerke[Bearbeiten]

In der Altstadt befindet sich der rund 30 Meter hohe Uhrenturm. Das Gebäude ist nur von außen zu besichtigen. Fußläufig entfernt befindet sich auf einem Platz der als Postkartenmotiv beliebte Sebilj, ein Brunnen aus osmanischer Zeit.

Die Gebäude der Universität und insbesondere der Hauptpost am Flussufer sind sehenswert. Die Hauptpost ist von außen wenig eindrucksvoll, verfügt jedoch über eine große, Glas überdachte und edel hergerichtete Schalterhalle.

Die alte Markthalle, Markale genannt, ist noch heute in Betrieb. Während des Bosnienkrieges in den 1990er Jahren kamen hier zahlreiche Menschen gewaltsam zu Tode. Eine Gedenktafel in der Nähe erinnert daran.

Denkmäler[Bearbeiten]

Die ehemalige Nationalgalerie wurde zu einer Gedenkstätte umgebaut. Ein Besuch ist in jedem Fall lohnenswert.

Museen[Bearbeiten]

  • Tunnelmuseum ("Tunnel of hope"). Das Tunnelmuseum ist einen Besuch wert. Es liegt ein wenig versteckt in der Nähe des Flughafens im Ortsteil Butmir. Zu sehen und zu begehen ist ein (sehr) kurzes Stück des Tunnels, der während der Belagerung von Sarajevo im Bosnienkrieg die einzige (geheime) Landverbindung zur Außenwelt darstellte. In einem ehemaligen Wohnhaus befindet sich ein kleines, gut eingerichtetes Museum mit zahlreichen Gegenständen und Fotos. Für Besucher zeigt man einen kurzen Film, der ohne große Erläuterungen sehr eindrücklich und beklemmend das Kriegsgeschehen in der Stadt und den Tunnelbau sowie dessen Benutzung darstellt. Hinweis für körperlich beeinträchtigte Menschen: Museum und Tunnel sind nicht barrierefrei.
  • Historisches Museum von Bosnien und Herzegowina. Das Historische Museum lohnt ebenfalls sehr einen Besuch. Es befindet sich gegenüber der amerikanischen Botschaft und dem aus Kriegstagen sehr bekannten Holiday Inn-Hotel. In einem baufälligen Gebäude werden in zwei Abteilungen verschiedene Epochen der Geschichte des Landes dargestellt. Eine Abteilung enthält zahlreiche Gegenstände, Dokumente und Fotos aus Sarajevo zur Zeit des Bosnienkrieges in den 1990er Jahren. Die Ausstellung will weitgehend auf eine historische Einordnung verzichten, sondern stellt Alltag und Kriegsgeschehen sehr greifbar und eindrücklich aus Sicht der einfachen Menschen dar. Die zweite Abteilung befasst sich mit der älteren Landesgeschichte bis hin zum 2. Weltkrieg. Darüber hinaus gibt es eine Fotoausstellung mit Kriegsbildern, die wiederum ihren klaren Fokus auf einzelne Menschen legt.
  • Museum of contemporary Art Sarajevo. Exponate bekannter internationaler Künstler zeigt dieses Museum mit seiner Ausstellung Ars Aevi. Es befindet sich in einem Gebäude, welches zum Olympia Sportkomplex "Skenderija" gehört. Die Idee für die Sammlung wurde während der Belagerung im Bosnienkrieg geboren und kann auf eine breite Unterstützung u.a. der UNESCO verweisen. Die Ausstellung befindet sich nach wie vor im Aufbau, kann aber schon jetzt Werke von über 100 namhaften Künstlern präsentieren, darunter Beuys, Tony Cragg u.a. Ein Museumsneubau an anderer Stelle wurde von Renzo Piano entworfen, aber noch nicht begonnen.
  • Jüdisches Museum Bosnien-Herzegowinas. In der alten Synagoge befindet sich diese Museum. Die relativ kleine aber eindrucksvolle Ausstellung ist sehenswert. Sie widmet sich religiösen Gegenständen, der jüdischen Geschichte Sarajevos und der Verfolgung während des zweiten Weltkrieges.
  • Museum für Ilije Izetbegovic. In der Nähe des Yellow Fortress befindet sich in einem alten Stadttor dieses kleine Museum für Ilije Izetbegovic, dessen Grabmal sich auf einem Friedhof etwas bergab befindet.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Lateinerbrücke (latin bridge, Latinska ćuprija). Die Lateinerbrücke ist weithin bekannt dafür, dass an dieser Stelle der österreich-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand mit seiner Gemahlin Sophie am 28. Juni 1914 getötet wurde. Das Attentat gilt als einer der Auslöser des ersten Weltkrieges. Die Architektur der Brücke ist einen Blick wert, nebenan befindet sich ein Museum, welches an das Attentat erinnert.

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Soweit es die Reiseplanung zulässt, sollte man zum Sonnenuntergang eine Aussichtsplattform oberhalb der Stadt aufsuchen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Jährlich im Juli oder August findet das Sarajevo Film Festival statt. Es ist weithin bekannt und das größte Filmfestival in Süd-Ost-Europa. Während des Bosnienkrieges wurde das Festival nicht ausgesetzt, sondern fand in der belagerten und stark zerstörten Stadt trotz der widrigen Umstände als Symbol für den ungebrochenen Willen der Bevölkerung statt.

Es gibt zahlreiche weitere kulturelle Veranstaltungen.

Den Trebevic Berg hinaufwandern. Es gibt sowohl offizielle Wanderwege (ca. 1,5 h vom Zentrum aus bis zur Seilbahnstation) als auch Pfade, die in maps.me eingezeichnet sind und sehr gut funktionieren. Dabei unbedingt auf den Wegen bleiben, angeblich gibt es noch Minen! Wundervolle Natur. Nach ca. Anderthalb Stunden finden sich Überbleibsel der Bobbahnen von 1984, in denen man komplett frei herumklettern kann. Empfehlung!

Einkaufen[Bearbeiten]

Im muslimischen Viertel Baščaršija findet man etliche kleinere Schmuckläden, in denen man Gold- und Silberschmuck von ausgezeichneter Qualität bekommt . Dort sind auch alle erdenklichen Souvenirs zu kaufen.

Shopping in gehobener Umgebung ist im BBI Center möglich, welches sich in der Nähe des Präsidentenpalasts befindet.

Küche[Bearbeiten]

Typische Gerichte sind z.B. Cevapcici (gebratene Fleischröllchen) und Burek (überbackener Blätterteig), gefüllt mit Fleisch, Käse, Spinat oder Kartoffeln). Die Auswahl an vegetarischen Gerichten ist in vielen Restaurants äußerst beschränkt. In vielen Restaurants reicht man zum Essen ohne Nachfrage Brot, das separat zu bezahlen ist. Typisch bosnische Restaurants erkennt man an der Bezeichnung Aščinica, hier wählt man von einem Buffet, dessen Speisen zum Teil an die türkische Küche erinnern.

Günstig[Bearbeiten]

An jeder Ecke erhält man Burek, das traditionell nach Gewicht verkauft wird (ca. 8 - 10 KM pro kg), etwas weniger verbreitet ist Pizza (überwiegend Pizza Margherita).

Für eine günstige Mahlzeit bezahlt man in der Regel nicht mehr als 6 KM (3 Euro), zB Cevapcici mit Brot.

Mittel[Bearbeiten]

In der Innenstadt gibt es mittlerweile viele (zum Teil internationale) Restaurants. Für eine durchschnittliche Mahlzeit mit Getränk bezahlt man ca 10 - 20 KM (5 - 10 Euro). Hinweis für Vegetarier: Das vermutlich einzige vegetarische Restaurant der Stadt "Vegehana" befindet sich unmittelbar neben der alten Synagoge. Es bietet sehr schmackhafte Gerichte.

Gehoben[Bearbeiten]

Besonders zu empfehlen ist das Restaurant der "Sarajevsko Pivo" Brauerei, hier bekommt man fast jede erdenkliche Fleischspezialität des Landes. Außerdem bekommt man nur hier einige exzellente Biersorten, die nicht für die Flaschenabfüllung bestimmt sind.

Für eine gehobene Mahlzeit mit Getränken kann man gut 50 KM (25 Euro) ausgeben.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Sarajevo gibt es seit einigen Jahren ein reges Nachtleben. Empfehlenswert ist der SA Club nahe dem Holiday Inn, eventuell wird man nur auf Einladung eingelassen, diese werden in den Bars der Innenstadt von jungen Leuten nach Sympathie verteilt.

Clubben sollte man eher in anderen Städten. Einzige Empfehlung ist das Silver & Smoke, wo von Do- Sa-Abend Elektro gespielt wird. Nicht vor 1 Uhr hingehen! Leider nicht vergleichbar mit deutschen Techno-Standards. Einziger Pluspunkt: Günstige Drinks und ein 24h Burger-Laden direkt über dem Schuppen.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sarajevo verfügt über einige Hotels.

Günstig[Bearbeiten]

In Sarajevo gibt es ein Studentenwohnheim, einige Low-Budget Herbergen und private Pensionen. der Preis pro Übernachtung liegt bei ca. 20-30 KM (10 -15 Euro) pro Person und Nacht (oftmals muss Bettwäsche extra bezahlt werden).

Haris Youth Hostel in Sarajevo Central bietet standard dorm-rooms zu moderaten Preisen. Empfehlenswert, weil es eine tolle Terasse mit Blick über die ganze Stadt gibt und Haris selber immer Schnaps in der Kellerbar bereit hält!

  • Sarajevo Accomodation. Die erste und beste Adresse für jede Art günstiger Unterkunft, geführt von Mersad Bronja, besser bekannt als 'Miki'. Er arrangiert Übernachtungen in Privatzimmern ebenso wie in Pensionen und Hotels in Sarajevo und Umgebung.

Mittel[Bearbeiten]

Es gibt viele Hotels mittlerer Güte (2 bis 3 Sterne). Hier kostet eine Übernachtung mit Frühstück und Bettwäsche ca. 50 MK (25 Euro) pro Person und Nacht.

Gehoben[Bearbeiten]

Es gibt zwei 4-Sterne-Hotels in Sarajevo:

  • 1 Holiday Inn, Zmaja od Bosne 4; 71000 Sarajevo. Tel.: +387 33 288000, Fax: +387 33 663862. Wird 2006 zu einem 5-Sterne Hotel ausgebaut und zu einem der größten und modernsten Hotelanlagen Europas zählen.
  • 2 Hotel Villa Orient, Oprkanj 6. 71000 Sarajevo. Tel.: +387 33 232 754. Am zentralsten gelegen (Basčarsija). Preis: ein Doppelzimmer für 2 Personen kostet etwa 100 €/Nacht inkl. Frühstück.

Lernen[Bearbeiten]

Sarajevo verfügt über einige Universitäten u.a. Universitäten für Medizin, Elektrotechnik, Jura, Pharmazie, Tiermedizin, Naturwissenschaften (Chemie, Physik, Biologie), u.a.

Arbeiten[Bearbeiten]

Es gibt durchaus Möglichkeiten, in Sarajevo zu arbeiten. Internationale (und deutsche) Firmen sind mittlerweile dort ansässig (Becks, McKinsey, Merkur Versicherung, Volksbank etc.). Allerdings ist es, aufgrund der doch recht hohen Arbeitslosigkeit, schwierig einen Fuß in die Tür zu bekommen. Die meisten Stellen werden von Einheimischen besetzt, die u.U. gutes Deutsch sprechen bzw. Englisch. Ohne Beziehungen geht gar nichts! Des weiteren sollte man gute bis sehr gute Bosnisch-Kenntnisse haben. Ein weiteres Plus. Am besten bzw. einfachsten ist es jedoch, wenn man von Deutschland aus "versetzt" wird oder in den dortigen Organisationen (EURFOR, NATO etc.) eine Stelle ergattert. Diese sind aber - wie gesagt - auch bei den Einheimischen sehr begehrt und gehen meist "unter der Hand" weg. Beziehungen sind in Bosnien, wie auch in Serbien etc., ein "Muss" in allen Lebensbereichen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die hygienischen Bedingungen in Sarajevo sind sehr zufriedenstellend, vereinzelt treten jedoch noch Mängel in kleineren Gaststätten und Cafés auf z.B. unreines Geschirr und Besteck.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Einwohner der Stadt sind (besonders Deutschen gegenüber) sehr fremdenfreundlich, viele Menschen sprechen recht gut Deutsch, da sie einige Jahre in Deutschland verbracht haben (allerdings sind diese Menschen geflohen und mussten meist Angehörige zurücklassen. Daher sollte man mit dem Thema "Krieg" oder "Vertreibung" sehr sensibel umgehen). Wer kein gutes Englisch spricht kommt mit Deutsch definitiv weiter! Auch wenn es sich komisch anfühlt, sollte man die Menschen im Zweifel einfach auf Deutsch anreden.

In Sarajevo wird man mit Sicherheit bettelnden Kindern begegnen; es liegt in eigenem Ermessen, ob man etwas gibt oder nicht. Man sollte jedoch bedenken, dass es sich hier meist um "organisiertes" Betteln und somit eine Form von Kinderarbeit handelt. Des weiteren ist Betteln verboten und wird geahndet.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheit gewährleisten die EUFOR und andere Polizeieinheiten. Die Stadt ist somit relativ sicher. Die Hauptgefahr geht von Minen aus. Man sollte sich deshalb nicht in abgelegene Straßen begeben. Die größte Zahl von Minen gibt es im Stadtteil Dobrinja. Weiterhin gibt es viele baufällige und einsturzgefährdete Gebäude, die mit roten oder gelben Warnschildern gekennzeichnet sind.

In Sarajevo spricht man hauptsächlich Bosnisch, besonders in den von Touristen frequentierten Stadtvierteln aber auch Deutsch und Englisch.

Ausflüge[Bearbeiten]

Ein sehr lohnenswerter Ausflug führt zur Quelle der Bosna ("Vrelo Bosne") in einiger Entfernung stadtauswärts vom Flughafen. Die Quelle befindet sich in einem sehr idyllischen Park mit vielen Gewässern, kleinen Brücken, alten Bäumen und natürlich Gastronomie, Spielplätzen u.v.m. Die Gegend ist ein beliebtes Ausflugsziel auch bei Einheimischen.

Sehr beliebt ist ebenfalls der Wasserfall Skakavac, der ca. 12 km von der Innenstadt entfernt ist. Man erreicht ihn mit einem PKW/Taxi. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine mehrstündige Wanderung mit erheblichem Höhenunterschied ab der Endhaltestelle des Busses in Nahorevo zu absolvieren (Achtung: ausreichend Wasser und Verpflegung mitnehmen).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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