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Kroatien

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Lage
Karte von Europa mit eingezeichneter Lage von Kroatien
Flagge
Flagge von Kroatien
Kurzdaten
Hauptstadt Zagreb
Staatsform Parlamentarische Demokratie
Währung Kuna (HRK)
Fläche 56.500 km²
Bevölkerung 4,5 Mio
Sprachen Kroatisch 96 %, andere 4 % (Italienisch, Ungarisch, Tschechisch, Slowakisch)
Religionen Römisch-Katholisch 87,8 %, Orthodox 4,4 %, Muslimisch 1,3 %
Stromnetz 230 V/50 Hz
Telefonvorwahl +385
Internet TLD .hr
Zeitzone ME(S)Z

Kroatien liegt in Europa. Angrenzende Länder sind Slowenien, Ungarn, Serbien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina.

Regionen[Bearbeiten]

Urlaubsregionen Kroatiens. Mittelkroatien (hellbraun) und Kvarner-Bucht (blau) werden in diesem Reiseführer zu einer Region zusammengefasst

Touristische Regionen von Nord nach Süd:

  • Slawonien – Ostteil Kroatiens zwischen den Flüssen Save und Drau.
  • Istrien - Die Halbinsel Istrien im nördlichen Teil mit einer Küste mit einsamen Buchten, Felsen-, Kies- und Sandstränden und mittelalterlichen Städten.
  • Mittelkroatien – mit der Hauptstadt Zagreb im Osten und der Kvarner-Bucht im Westen.
  • Dalmatien - an der Adria im Süden und Südosten Kroatiens von Dubrovnik bis zu dem nördlichen Zadar mit heimeligen Buchten und romantischen Inseln

Außerdem ist Kroatien in 20 regionale Selbstverwaltungseinheiten, kroatisch županija, deutsch Gespanschaften oder Komitate eingeteilt:

Städte[Bearbeiten]

Karte von Kroatien
  • Dubrovnik – Weltkulturerbe, Perle der Adria, Ziel vieler Kreuzfahrten.
  • Karlovac – wichtigste Stadt Mittelkroatiens.
  • Makarska
  • Opatija - Seebad an der Kvarner Bucht
  • Osijek - Wichtigste Stadt Slawoniens
  • Pula – südlichste Stadt Istriens, römisches Kolosseum.
  • Poreč – wichtigste Touristenstadt und Weltkulturerbe: Euphrasius-Basilika.
  • Rijeka – drittgrößte Stadt des Landes.
  • Rovinj - In Istrien
  • Split – zweitgrößte und eine der schönsten Städte des Landes (Weltkulturerbe: Diokletianspalast).
  • Zagreb – Hauptstadt.
  • Zadar
  • Šibenik
  • Trogir – Weltkulturerbe und vermeintlich schönste Stadt des Landes.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Plitvická jezera
  • Plitvicer Seen – weltberühmter Nationalpark mit wunderschönen Wasserfällen.
  • Krka-Nationalpark

Inseln[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Artikel der englischen Wikipedia zur Geographie.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Es fliegen zahlreiche namhafte Fluggesellschaften aus aller Welt sowie die nationale Fluggesellschaft Croatia Airlines nach Kroatien.

Hauptanflughäfen sind Zagreb, Dubrovnik und Split, sowie besonders in den Sommermonaten Zadar, Pula, Rijeka und Osijek.

Von einigen dieser Flughäfen fliegen die European Coastal Airlines mit Wasserflugzeugen zu weiteren kleinen Zielen an der Küste.

Deutschland:

Von Deutschland aus fliegen große Fluggesellschaften wie z.B. Lufthansa sowie die nationale Fluggesellschaft Croatia Airlines nach Kroatien sowie Billiglinien wie Germanwings, TuiFly, Aero Flight und die SunAdria, vornehmlich nach Split, Dubrovnik und Zadar (Sunadria auch nach Zagreb). Low-Cost-Carrier Flüge werden im Sommer beispielsweise von Frankfurt-Hahn nach Pula und Zadar angeboten.

Schweiz:

Von der Schweiz aus fliegt Croatia Airlines (Codesharing mit Swiss) von Zürich nach Zagreb, saisonal auch nach Dubrovnik, Split und Zadar. Edelweiss Air verbindet saisonal Zürich mit Split. Von Genf und Basel-Mülhausen aus gibt es eine saisonale Verbindung mit Split, jeweils durchgeführt von Easyjet.

Croatia Airlines:

Die nationale Fluggesellschaft Croatia Airlines ist Teil der Star Alliance und verfügt über die meisten Verbindungen. Sie fliegt innerhalb Kroatiens Dubrovnik, Pula, Osijek, Split, Zadar, Rijeka, Bol und Zagreb an. Darüber hinaus werden auch internationale Ziele wie Rom, Paris, London, Amsterdam, Brüssel, Kopenhagen, München, Istanbul angeflogen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Deutsche Bahn und die Kroatischen Bahnen arbeiten zusammen, gegenseitige Ticketkäufe sind über die Portale der Deutschen Bahn, der Kroatischen Bahn sowie über Marktportale wie rail.cc möglich.

Von Deutschland und der Schweiz aus verkehren durchgehende Züge in die Hauptstadt Zagreb via Villach und Ljubljana, auch zur Küstenstadt Split ist die Fahrt (via Zagreb) möglich. Zur Hafenstadt Rijeka kann man aus dem Ausland Bahnverbindungen von Ljubljana oder Venedig aus nutzen.

Außerdem kann man neuerdings den Nachtfernbus der Bahn („IC Bus“) von München nach Zagreb nutzen. Der Vorteil dabei ist, dass man einen durchgängigen Fahrschein von z. B.: Frankfurt nach Zagreb kaufen kann. Und dabei bekommt man noch Bahncard Ermäßigung. http://www.bahn.de/p/view/angebot/fernverkehrsmittel/ic-bus.shtml

Wenige internationale Fernverbindungen führen über die nordöstliche Tiefebene Slawonien von und nach Serbien, z.B. Belgrad, auf dem Weg sind auch Züge von Bosnien und Herzegowina erreichbar.

Die Fernverbindungen in die Nachbarländer des Westbalkans sind in der Regel nicht so stark frequentiert wie Busse und erfahren auch aufgrund der hohen Instandhaltungskosten nicht die gleiche Beachtung wie im regelmäßigeren Verkehr nach Mitteleuropa. Bei Qualität und Nachfrage müssen hier daher Abstriche gemacht werden.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Busverkehr ist in Kroatien in der Regel bestens ausgebaut und hat trotz einiger still gelegter Linien ein weitläufiges Netz. Es gibt Kurzstreckenbusse in Kroatien und zwar sowohl in den Städten, als auch auf dem Land, von wo aus man in die regionalen Zentren fahren kann. Die Langstreckenbusse sind in der Regel komfortabler und schneller als die Bahn.

Seit dem Autobahnbau in den Süden (A1) kann man bei bestimmten Strecken wählen, ob man die langsamere Verbindung, z.B. über die Küstenstraße nimmt, oder die schnellere via Autobahn. Der Zeitunterschied für die Strecke Zadar-Split beträgt so z.B. ca. 1,5 Stunden.

Die Omnibusbahnhöfe befinden sich in der Regel in der Innenstadt. In den Sommermonaten muss mit mehr Verkehrsaufkommen, ggf. auch bis zum Busbahnhof selbst gerechnet werden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anreise mit dem eigenen Auto lohnt eigentlich schon wegen der Flexibilität. Man sollte jedoch bedenken, dass in den Sommermonaten an der Küste und Küstennähe ein realtiv hohes Verkehrsaufkommen herrscht. Außerdem ist mit relativ hohen Temperaturen zu rechnen (bis zu 40 Grad im Schatten sind keine Seltenheit). Eine Anreise mit einem Auto mit Klimaanlage ist daher empfehlenswert. Autos mit deutschen und österreichischen Kennzeichen müssen, sofern es sich um ein Euro-Kennzeichen handelt, den Nationalzeichen-Aufkleber nicht anbringen. Bei Autos mit Schweizer oder Liechtensteiner Nummernschildern dagegen ist das Anbringen des Klebers Pflicht.

Trampen[Bearbeiten]

Trampen bzw. Autostopp nach Kroatien ist gut möglich. Man sollte von Norden kommend lieber den „Umweg“ über Ljubljana wählen, als das kurze Eck über Italien. In Kroatien selbst ist das Trampen allerdings illegal und deshalb etwas schwieriger und zeitraubend, im Hinterland wesentlich besser als an der Küste. Frauen sollten wie überall nie alleine trampen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Von vielen Orten fahren mehrmals am Tag Fähren zu den Inseln, die vor der Küste liegen, sowie (seltener) zwischen Küstenstädten (z.B. Split und Rijeka) und relativ häufig zwischen Kroatien und Italien (z.B. Split - Ancona - Split). Die Verbindungen haben während der Urlaubssaison eine hohe Dichte. Man unterscheidet normale Fährverbindungen, Schnellboot- und Katamaranverbindungen sowie private Taxiboote. Die Dauer der Überfahrt variiert erheblich. So benötigt eine normale Passagier- und Autofähre ca. 10 Stunden, um von Split nach Ancona zu kommen. Der PKW-Katamaran SNAV dagegen nur 6,5 Stunden. Eine Fähre nach Hvar benötigt von Split aus 2,5 Stunden, Schnellboot oder Katamaran, je nach Anlegestelle, in etwa 50 Minuten. Die Überfahrten sind für relativ billig, etwa 1,5 bis 10 € pro Fahrt. Mit Fahrzeug ist der Preis erheblich höher, wobei die Fahrzeuge nach Typ und Länge preislich eingestuft werden.
Wichtigste Anbieter im Personen-Schiffsverkehr:

  • Jadrolinija (Inland; Kroatien-Italien-Kroatien)
  • BlueLine (Kroatien-Italien-Kroatien)
  • SNAV (Italien-Kroatien-Italien)

Mobilität[Bearbeiten]

In Kroatien ist man besonders mit Autos, Bussen und Booten mobil. Die Bahn steht nach wie vor im Hintergrund und entwickelt sich langsamer als der Straßenverkehr.

Bahn & Co.[Bearbeiten]

Der Ausbau der Bahn wurde in Kroatien vor allem in der jugoslawischen Ära zugunsten von Querverbindungen in die heutigen Westbalkan-Länder Serbien und Bosnien-Herzegowina vernachlässigt. So entstand das weit verzweigte Busnetz. Die Bahnverbindungen zwischen Nordwesten und Osten sind schneller und komfortabler als die Route nach Dalmatien. In letzter Zeit verkehren auf der Route nach Split moderne Züge mit Neigetechnik, welche die Reisezeit erheblich reduziert haben. Ein Schnellzug mit dieser Technik benötigt für die Strecke allerdings immer noch 5,5 Stunden, wohingegen der klassische Schnellzug mit 9 Stunden einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand bedeutet, der allerdings für Nostalgiker gut geeignet sein könnte. Die Strecke Zagreb-Split enthält viele sehenswerte Abschnitte und führt mitten durchs "Winnetou-Land". Der Ausbau einer Schnellzug-Trasse ist für die nächsten Jahre geplant.

Auto & Co.[Bearbeiten]

Wenn man viel vom Land sehen will, ist es sinnvoll mit dem eigenen Auto zu fahren oder ein solches zu mieten. Die Gegenden sind meist sehr weitläufig und man ist ungebunden. Die meisten Fernstraßen, besonders im Süden, sind erneuert oder ganz neu, auf den Dörfern und in Großstädten finden sich noch Reste von Schlagloch-Rampen. Vorsicht ist beim Überholen und bei Regen geboten. Hier kann man auch bei neuen Straßen ins Schleudern kommen, oft, weil salzhaltige Luft und Rußpartikel von Dieselfahrzeugen einen Film bilden.

Die rigorosen Strafen für Verkehrssünder haben in Kroatien zu einer erheblichen Verbesserung des Fahrverhaltens beigetragen. Einheimische fahren hier und da trotzdem zügig bis schnell, dazu kommen Touristen aus aller Herren Länder mit ganz verschiedenen Fahrweisen. Es ist also nützlich, hier und da die Augen offen zu halten und Gelassenheit walten zu lassen. In den Städten, besonders im Süden, sind viele mit Rollern und Motorrädern unterwegs. Auch hier Acht geben auf Verkehr und Nässe.

Mietwagen[Bearbeiten]

Es gibt zudem eine hohe Anzahl von Autovermietern, die im Land oder aus dem Land heraus tätig ist. Nahezu alle weltweiten Großanbieter wie Avis, Herz, Thrifty, Europcar oder auch Sixt sind in Kroatien aktiv. Daneben gibt es noch inländische Großanbieter wie Fleet, Last Minute Car oder Kompas. Portale wie billiger-mietwagen.de oder vergleichbare Anbieter locken mit günstigen und oft auch guten Preisen (auf eigene Bewertung innerhalb der Portale achten), allerdings lassen sich diese, einmal abgeschlossen, nicht mehr verändern und werden über Agenturen organisiert. Diese zahlen bei Stornierungen (in der Regel nur bis 36 Stunden vor Mietbeginn) den von der Kreditkarte einbehaltenen Betrag oft erst nach 14 Tagen wieder zurück.

Die Preise bei so gut wie allen Autovermietern steigen zur Sommersaison und bei kurzfristigen Buchungen erheblich. So kann ein Fahrzeug der VW Golf-Klasse im April 19 Euro und im August 50 Euro am Tag kosten. Rechtzeitige Buchung schmälert diesen Kurs nicht immer, so verlangte 2015 beispielsweise der deutsche Anbieter SIXT einen Saisonzuschlag von 230 Euro, nachdem ein Fahrzeug für knapp 30 Euro pro Tag im August angemietet wurde. Empfehlenswert sind daher nicht nur rechtzeitige Buchungen, sondern ggf. rechtzeitige Verhandlungen mit dem Vermieter, Nutzung von Komplettangeboten eines Veranstalters, Vergleichsportals oder einer Fluggesellschaft.

In Kroatien empfiehlt es sich, den Selbstbehalt trotz höherer Kosten auszuschließen. Bei Fahrten nach Bosnien und Herzegowina ist eine Versicherung, wenn ausdrücklich nötig, abzuschließen. Einige Autovermieter verlangen keine extra Versicherung für Bosnien-Herzegowina, soweit man nur auf dem Weg nach Dubrovnik durch die Enklave Neum fährt.

Bei jeglichem Unfall oder Schaden unbedingt immer die Polizei benachrichtigen und ein Protokoll anfertigen lassen.

Sonstiges: Fähren, Busse, Roller etc.[Bearbeiten]

Ansonsten gibt es Fähren, Schnellboote, Taxiboote, öffentliche Busse und Minibusse, die Flughäfen, Städte, größere Sehenswürdigkeiten oder Adventure-Ziele anfahren. Es ist möglich Fahrräder, Roller, Autos und auch Boote zu leihen.

Vorsicht ist ganz prinzipiell bei den Versicherungsleistungen geboten sowie bei Anmietung von Fahrrädern und manchmal auch Automobilen insbesondere auf Inseln, da diese nicht immer gleich gut gewartet werden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Neben dem hoteleigenen Programm kann man, je nachdem wo man ist, Wasserski fahren, Rundfahrten buchen oder einfach nahegelegene Inseln mit der Fähre erkunden. Das kommt allerdings immer auf den Ort an. Am besten im Vorfeld informieren.

Klettern ist in Kroatien sehr beliebt. In einem der Nationalparks erkunden stets viele Einheimische und erfahrene Kletterer die steilen Felswände (http://www.np-paklenica.hr/de/). Der Nationalpark Krka bietet traumhafte Wasserfälle und eine grüne Natur die man über Wege und Stege erkunden kann (http://www.nationalpark-krka.de). Darüber bieten die klaren Flüsse zwischen den Bergen Abenteuer-Urlaubern die Möglichkeit Canyoning (zB auf dem Fluss Cetina http://www.splitadventure.com/canyoning-on-cetina-river.asp) oder Rafting Touren mit zu machen.

Sprache[Bearbeiten]

Die junge Generation spricht fast ausnahmslos ziemlich gutes Englisch. Die ältere Garde kann dafür noch oft Deutsch. In der Schule lernen viele Kroaten noch heute Deutsch als dritte Fremdsprache nach Englisch. In Hotels mit deutschen Reiseführern kommt man schon oft mit Deutsch zurecht. Englisch ist in manchen Gegenden recht geläufig, aber nicht in allen. Vor allem in kleineren Orten bekommt man schnell Sprachprobleme. Ein paar Brocken Kroatisch sind sinnvoll. Durch einen kleinen Reiseguide lernt man schnell das Wichtigste.

Einkaufen[Bearbeiten]

Zahlungsmittel ist die Kuna. Für 1 Euro bekommt man ungefähr 7,50 Kuna, für 1 Franken ungefähr 6,5 Kuna (Stand: Dezember 2017).

Souvenirs sind günstig zu erwerben. Für bis zu 100 Kuna bekommt man schon das ein oder andere Mitbringsel wie Sonnenbrillen, Tücher, Uhren, Gürtel, Badeschlappen, Taucherbrillen etc.! Henna-Tattoos sind dort auch sehr beliebt und ebenfalls für umgerechnet 75 Kuna zu erhalten.

Die Preise für die meisten Produkte liegen in etwa auf deutschem Niveau. Allerdings gilt in Kroatien ein Mehrwertsteuersatz von 25 % (Stand Dezember 2013), was bei bestimmten Produkten schon einen etwas höheren Preis bewirkt. In Kroatien haben sich viele internationale Hypermärkte niedergelassen, unter anderem Billa und Konzum (dessen österreichische Muttergesellschaft nicht mehr existiert) aus Österreich oder Kaufland aus Deutschland. Auch Lidl hat in Kroatien seine Kette eröffnet und es wird mit einem größeren Preiskampf gerechnet. In den größeren Städten gibt es kleinere spezialisierte Läden, in denen man das eine oder andere Schnäppchen machen kann, Preisvergleich vorausgesetzt.

In Kroatien kauft man seine Lebensmittel am besten auf den lokalen Märkten. Dort gibt es erstklassige Qualität zu vernünftigen Preisen. Wer einmal in Kroatien Tomaten gegessen hat, will nie wieder die Retortenprodukte in Deutschland essen. Das Gemüse und die Früchte werden nicht in großen Kulturen angebaut und nicht auf Ertrag optimiert. Es gibt noch viele alte Sorten, die in Deutschland nicht oder nur für sehr viel Geld zu bekommen sind.

Die Auswahl an Lebensmitteln in den Supermärkten ist nicht so groß wie in den deutschsprachigen Ländern, jedenfalls in den kleineren Orten. Von deutschsprachigen Ländern importierten Produkte sind erhältlich, kosten aber dementsprechend mehr. In den großen Supermärkten ist die Auswahl an Produkten größer als in mitteleuropäischen Ländern, da es sowohl einheimische, importierte und viele andere Produkte gibt, die in Mitteleuropa seltener angeboten werden, z. B. Süßigkeiten aus der Türkei, Slowenien oder Italien. Die Preise sind eher höher als in Deutschland/Österreich. Aufgrund der hohen Mehrwertsteuer von 25 % ist es oft preiswerter, in Restaurants zu essen, da die Löhne relativ niedrig sind.

Allgemein gibt es kaum Probleme wegen der Öffnungszeiten. In Touristenorten sind Geschäfte oft auch sonntags geöffnet.

Flaschenpfand wird auch in Kroatien erhoben. Diesen bekommt man oft allerdings nur zurück, wenn man die Einkaufsquittung vorweisen kann oder neue Getränke in Pfandflaschen kauft.

Küche[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Sternehotels haben in der Regel auch gute Küche. Günstige Hotels sparen am Essen.

Konobas[Bearbeiten]

Das sind kleine traditionelle Wirtschaften mit einfachen mediterranen (dalmatinischen) Gerichten. Dort wird auch häufig hausgemachter Wein angeboten. Cevapcicis und Pljeskavicas kann man günstig bei den einheimischen Albanern genießen.

Typisch kroatische Spezialitäten[Bearbeiten]

Nord-Kroatien
  • Purica s Mlincima (gebackener Truthahn mit Mazen)
  • Krvavice (Gebratene Blutwurst)
  • Bucnica (salziger Kürbiskuchen mit Frischkäse)
  • Strukli (salziger Strudelteigkuchen mit Frischkäse)
  • Pecenice (Bratwürste)
  • Odojak (Spanferkel)
Dalmatien
  • Pasticada (eine mediterrane Variante des Gulaschs auf Nudeln oder Njoki)
  • Bijeli/Crni Rizot (Dalmatinische Risottos teils mit der „Tinte“ vom Calamar eingefärbt)
  • Salata od Hobotnice (Oktopussalat)
  • Brudet (Der dalmatinische Fischeintopf)
  • Skarpina, Zubatac, Orada pod Pekom (Drachenkopf, Zahnbrasse, Goldbrasse (Dorade) unter einer Tonglocke gebacken)
  • Dalmatinski Prsut (Dalmatinischer Schinken, der durch die trockene, kalte Bora getrocknet eine ganz individuelle Note bekommt; der Schinken ist dem italienischen Prosciutto vergleichbar, daher der Name, aber Achtung: Im Gegensatz zu den Italienern gelingt es den Kroaten nur sehr selten, den Schinken in hauchdünne Scheiben zu schneiden. Diese sind oft bis zu einem Millimeter dick und dann kaum mehr essbar)
  • Paski Sir (eine der weltbesten Käsesorten, auf der Insel Pag (daher der Name) aus Schafsmilch hergestellt und von der Bora getrocknet)
Slawonien
  • Kulen (edle fast kugelförmige Salami aus reinem Muskelfleisch mit Paprika gewürzt)
  • Fispaprikas (feuriger Süßwasserfischeintopf)

Auswärts essen gehen kann man sehr gut. Es ist reichlich und vergleichsweise günstig. In den Touristengebieten sind die Speisekarten in der Regel sehr vielfältig, so dass jeder etwas für seinen Geschmack findet.

Restaurants[Bearbeiten]

Die Gastronomiepreise sind in Kroatien relativ hoch, was in Anbetracht der günstigen Preise auf den Märkten überrascht. Gerade an der dalmatinischen Küste haben Restaurants das Preisniveau Italiens erreicht und es kann durchaus schwierig werden günstige Restaurants mit qualitativ guten Speisen zu finden.

Trinkgeld kann man, bei guter Bedienung, genauso wie man es in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gewohnt ist, geben. Als Faustregel haben sich 10% des Rechnungspreises etabliert.Man lässt, wie in Süd- und Westeuropa üblich, das Trinkgeld auf dem Tisch liegen.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Kroatien gibt es viele Möglichkeiten auszugehen. Im Sommer gibt es zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, von Konzerten über Ritterspiele zu Theaterstücken auf offenen Bühnen, hierzu werden auch internationale Künstler eingeladen. Es gibt überall eine Vielzahl an Kaffees und Bars, die Abends auch zum kleinen Club mutieren können. Die großen DJs werden aber meistens nur in den größeren Touristenzentren und in Zagreb gebucht. Regelmäßige Gäste in kroatischen Clubs sind Sven Väth, Carl Cox, Steve Bug, John Aquaviva, Jeff Mills und andere weltbekannte DJs. Die bekanntesten Clubs sind: The Best (Zagreb), Aquarius (Zagreb bzw. Novalja Pag), Aurora (Primosten), La Hacienda (Vodice).

Für Jugendliche sind zwei Locations in Kroatien sehr attraktiv. Das „kroatische Ibiza“ (Zrce bei Novalja auf der Insel Pag), sowie Hvar auf der Insel Hvar. Aber auch in unzähligen anderen Orten kann man in Kroatien ordentlich Spaß haben.

Es gibt jedoch auch Orte, die einen ruhigen Tourismus bevorzugen und strikt um 1:00 Uhr die Kneipen und Bars schließen lassen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Da es in den südlichen Regionen sehr heiß ist, kühlt es auch nachts nur wenig ab. Ohne Klimaanlage wird es für den einen oder anderen zur Qual. Des weiteren sind viele Mücken vorhanden. Schutz empfiehlt sich auch bei kürzeren Aufenthalten. Die Betten sind im Allgemeinen in Ordnung.

Zunehmend können Sie Anzeigen für Appartements und Ferienwohnungen online finden. Diese sind oft teurer als jene, die Sie direkt an der Fähre oder dem Busbahnhof finden könnten, aber sie sind gewöhnlich netter und gemütlicher. Wenn Sie planen, länger zu bleiben und die Plage der Unterkunftsuche vor Ort und Stelle vermeiden möchten, können sie ein gutes Angebot sein. Zum Beispiel hat Adriagate.com (adriatica.net Gruppe, Kroatien und kroatien24.eu) ein riesiges Angebot an Privatunterkünften, Hotelunterkünften, Adria-Kreuzfahrten und authentischen Unterkünften, welche charakteristisch für Kroatien sind, wie Natursteinhäuser, Leuchttürme und entlegene Robinsonhäuser auf Inseln. So können Sie Ihre Unterkunft finden und online buchen.

Gegen Abend stehen vor den Orten der Küstenstraße sehr oft Hausfrauen mit Pappschildern in der Hand um auf ihre Privatpensionen aufmerksam zu machen. Es empfiehlt sich die Zimmer vor der Zusage anzusehen.

Lernen[Bearbeiten]

Besonders in den Sommermonaten ist Kroatien ein beliebtes Ziel für verschiedene Lerngruppen und Workshopteilnehmer. Segelkurse und Tauchschulen findet man in fast jedem Ort entlang der Küste und auf den Inseln. Desweiteren ist z.B. das istrische Städchen Grožnjan ein beliebter Treffpunkt für Künstler und Musiker aus aller Welt. Besonders beliebt sind Mal- und Zeichenkurse. Auf der Insel Rab findet in regelmäßigen Abständen ein Masterkurs für Gesangstechnik und Operninterpretation statt.

Arbeiten[Bearbeiten]

Das Arbeiten in den heißen Sommermonaten von Mai bis Oktober stellen Menschen überall in Südeuropa vor schwierige Herausforderungen. Die Mär vom lockeren bis faulen Dalmatiner sollte deshalb mit Vorsicht genossen werden. Nicht jeder kurzsilbige Kellner ist faul und nicht jede volle Mülltonne hat hierin ihren besonderen Grund. Oft ist auch nur das Aufkommen zu groß. Es genügt oft, sich in Dalmatien einfach umzuschauen: Kulturhistorische Bauten, Gärten und Anlagen sowie die harte Landwirtschaft hat nicht irgendjemand ausladen lassen, sondern haben die Menschen vor Ort entstehen lassen.

Die manches Mal zitierte "etwas andere Mentalität" als etwa in Nordkroatien hat eigene Ursprünge. Deshalb lief zu jugoslawischen Zeiten die Kernarbeitszeit, anders als etwa auch in Deutschland, bei Angestellten von 7 bis 12 Uhr und von 15 bis 20 Uhr.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1. Januar Nova godina Neujahr
6. Januar Sveta tri kralja Heilige drei Könige
2. April 2018 Uskrsni ponedjeljak Ostermontag
1. Mai Praznik rada Tag der Arbeit
31. Mai 2018 Tijelovo Fronleichnam – 60 Tage nach Ostern.
22. Juni Dan antifašističke borbe Tag des antifaschistischen Kampfes
25. Juni Dan državnosti Tag der Staatlichkeit
5. August Dan domovinske zahvalnosti Tag der heimatlichen Dankbarkeit
15. August Velika gospa Mariä Himmelfahrt
8. Oktober Dan neovisnosti Unabhängigkeitstag – erinnert an den 8. Oktober 1991, als das kroatische Parlament die Unabhängigkeit von Jugoslawien erklärte.
1. November Svi sveti Allerheiligen
25. Dezember Božić 1. Weihnachtstag
26. Dezember 2. Weihnachtstag

Sicherheit[Bearbeiten]

Kroatien ist eines der sichersten Urlaubsziele der Welt. Die Kriminalitätsrate ist sehr niedrig und mit (statistischen Werten in) Ländern wie Spanien oder Italien nicht zu vergleichen. Überfallen oder ausgeraubt zu werden ist keinesfalls Alltag. Kleinere Gaunereien, bei denen Touristen betrogen werden, können allerdings (wie auch in Deutschland) immer vorkommen. Eigenverantwortung ist auch hier nützlich: z.B. Wechselgeld überprüfen und sich vorher über Wechselkurse und Zahlungsmethoden informieren. Auch die Nutzung von Prepaid-Kreditkarten und die Nutzung öffenlticher Stellen, die in jedem offiziellen Prospekt und im Internet zu finden sind, empfiehlt sich von selbst.

Mit höherem Touristenaufkommen muss klar gesagt werden, dass es natürlich mit der Masse zur Änderung der alltäglichen Verhältnisse kommen kann.

Man sollte unbedingt in einigen Gebieten (Ostslawonien, Westslawonien und im Grenzgebiet zu Bosnien und Herzegowina) Straßen und Wege nicht verlassen, da dort eine Gefährdung durch Landminen auftreten kann. Verminte Gebiete sind dabei nur teilweise gekennzeichnet (Warnschilder, Absperrbänder), teilweise fehlt eine solche Kennzeichnung auch.

Gesundheit[Bearbeiten]

Impfungen für eine Reise nach Kroatien sind prinzipiell nicht notwendig.

Vor allem am Abend und in der Nacht kann es schwierig werden, einen Arzt zu finden. Teilweise müssen große Strecken ins nächste Spital zurückgelegt werden, um eine ausreichende Behandlung zu erhalten.

Klima[Bearbeiten]

Kroatien wird durch mehrere Klimazonen eingeteilt. Im Norden und Osten herrscht kontinentales, zentraleuropäisches Klima, mit wenigen Niederschlägen, kalten Wintern und warmen Sommern. Die Übergangsjahreszeiten sind ziemlich stark ausgeprägt. In Dalmatien herrscht mildes mediterranes Klima, mit sehr heißen Sommern und milden Wintern. [1]

Respekt[Bearbeiten]

Einige Worte lernt man schnell. In den Touristengebieten kommt man aber durchaus mit Deutsch oder Englisch weiter.

Falls man in den touristischen Zentren auf eine mürrische Bedienung trifft, hat dass nichts Persönliches zu bedeuten, es könnte einfach ein nicht ausgeschlafener Kater sein.

Urlaubern wird Freundlichkeit entgegengebracht. Die Verhältnisse außerhalb der Hotels sind im Allgemeinen natürlich nicht so hoch wie man es in den deutschsprachigen Ländern gewöhnt ist, aber durchaus mit anderen südeuropäischen Ländern zu vergleichen. Das Land hat viel durchgemacht und es ist eine positive Stimmung festzustellen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Die Laufzeit von Briefen kann ca. 9 Kalendertage betragen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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