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Triest

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Triest (Trieste)
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Triest (italienisch Trieste, slowenisch/kroatisch Trst) ist eine Stadt in Italien. Sie ist die Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien. Die florierende Hafenstadt gehörte jahrhundertelang zur österreichischen Habsburgermonarchie. Das spiegelt sich in der typischen k.u.k.-Architektur und einem reichen kulturellen Erbe am Schnittpunkt des mediterranen italienischen und slawischen (slowenisch/kroatischen) sowie des deutsch-österreichischen Kulturraums.

Hintergrund[Bearbeiten]

Hafen von Triest 1885

Geschichte[Bearbeiten]

Triest gehörte bis 1918 zum Kaisertum Österreich und war dessen wichtigster Hafen. Unter anderem war die österreichische Kriegsmarine hier stationiert. Innerhalb der Habsburgermonarchie hatte Triest den Status einer Reichsunmittelbaren Stadt. Die Stadt war in dieser Zeit stark multikulturell geprägt: Hier lebten Italiener, Slowenen und Deutsche; Christen und Juden. Die Amtssprache war Deutsch, die meisten Einwohner der Stadt selbst sprachen Italienisch, in den Vororten und im Umland Slowenisch. Das Stadtbild ist bis heute von Prachtbauten im k.u.k.-Stil geprägt, ähnlich denen an der Wiener Ringstraße. Triest war eine sehr wohlhabende Stadt: Im Jahr 1906 lag das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen hier sechsmal so hoch wie in Wien. Triest galt auch als eine der wichtigsten Literaturstädte Mitteleuropas; unter anderem lebte James Joyce hier von 1905 bis 1915.

Ehemaliger Grenzübergang zwischen Italien und dem Freien Territorium Triest

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Triest mitsamt seinem istrischen Hinterland zu Italien. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt von jugoslawischen Partisanen besetzt. Von 1947 bis 1954 bildete das Freie Territorium Triest (zu dem auch die heute slowenischen Städte Koper und Piran gehörten) unter Aufsicht der Alliierten einen autonomen Staat mit eigener Währung, Banken, Postwesen, Briefmarken, Autokennzeichen, Staatsymbolen und Parlament. Angesichts des beginnenden Kalten Kriegs brachen aber Konflikte zwischen den Schutzmächten – das kommunistisch regierte Jugoslawien auf der einen, die Westalliierten USA und Großbritannien auf der anderen Seite – sowie den unterschiedlichen Volksgruppen (Italiener sowie Slowenen und Kroaten) aus. Schließlich wurde das Territorium aufgeteilt und teils an Italien, teils an Jugoslawien übergeben. Seither bildet Triest einen italienischen Zipfel, der nur durch einen schmalen Landstreifen mit dem Kernland verbunden ist, während das südliche und östliche Umland schon zu Slowenien gehört (vom Stadtzentrum bis zur Grenze sind es nur etwa 10 km).

Infolge dieser wechselhaften Geschichte zwischen verschiedenen Staaten und Nationalitäten beschreibt der Regisseur Giuseppe Tornatore Triest als „die unitalienischste aller italienischen beziehungsweise die italienischste aller nichtitalienischen Städte“ («la più straniera delle citta italiane, e la più italiana delle citta straniere»). In Triest spielen auch Tornatores Filme Die Unbekannte (2006) und The Best Offer – Das höchste Gebot (2013).

Triest und der Kaffee[Bearbeiten]

Alte Werbetafel für Kaffee aus Triest

Triest kann sich mit einigem Recht Italiens Kaffeemetropole nennen. Ein Großteil des nach Italien importierten Rohkaffees wird in Triest entladen: 2,5 Millionen Säcke pro Jahr. Auch trinken die Triester im Schnitt fast doppelt so viel Kaffee wie im Rest des Landes. Hermann Hausbrandt, ein ehemaliger österreichischer Marineoffizier, gründete 1892 seine gleichnamige Kaffeerösterei, die als eine der ersten die typische Espressoröstung entwickelte. Das Unternehmen existiert bis heute, ist aber nicht mehr im Besitz der Familie Hausbrandt, sondern wurde von Segafredo Zanetti übernommen und röstet auch nicht mehr in Triest. Seit seiner Gründung im Jahr 1933 bis heute hat aber das nach wie vor familiengeführte Kaffeeunternehmen Illy seinen Sitz in Triest. Der Gründer Francesco Illy (eigentlich Illy Ferenc) kam übrigens aus Timișoara und hatte einen ungarischen Vater und eine deutsche Mutter. Er entwickelte die Haltbarmachung von Röstkaffee in sauerstofffreien Blechdosen sowie die Illeta, Vorläuferin aller heute üblichen Espressomaschinen. Bis heute hat Triest eine einzigartige Kaffeehauskultur. Cafés dienen nicht nur dem Konsum des Heißgetränks, sondern sind auch wichtige soziale Treffpunkte. Hier spielt sich ein Großteil des öffentlichen Lebens ab.

Es gibt in Triest auch besondere Begriffe, um Kaffee zu bestellen: Ein Espresso heißt hier nero („Schwarzer“), capo ist ein Espresso mit einem Schuss Milch, deca (kurz für decaffeinato) heißt entkoffeiniert. Will man den Kaffee in einem Gläschen serviert haben, fügt man in bí (von bicchiere=„Glas“) hinzu. Diese Begriffe kann man auch untereinander kombinieren: Capo deca in bí ist also ein entkoffeinierter Espresso mit einem Schuss Milch im Glas. Hinter goccia (wörtlich „Tropfen“) verbirgt sich ein Espresso mit einem Klecks Milchschaum. Ein caffèlatte entspricht ungefähr einem Cappuccino (und nicht einem Kaffee mit viel Milch wie im Rest Italiens). Diese spezielle „Kaffeesprache“ gilt ausschließlich in Triest, schon im 30 km entfernten Monfalcone versteht man unter nero einen Rotwein!

Anreise[Bearbeiten]

Karte von Triest

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der 1 Aeroporto Trieste – Friuli Venezia Giulia Aeroporto Trieste – Friuli Venezia Giulia in der Enzyklopädie Wikipedia Aeroporto Trieste – Friuli Venezia Giulia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAeroporto Trieste – Friuli Venezia Giulia (Q893154) in der Datenbank Wikidata (IATA CodeTRS) liegt 30 km von Triest entfernt. Es gibt Direktverbindungen mit Lufthansa von München sowie mit TUI fly von Hamburg und Hannover. Zudem gibt es Umsteigeverbindungen mit Alitalia via Rom oder Mailand sowie mit Adria via Ljubljana (letztere nicht mit Anschlussflug sondern Bustransfer nach Triest).

Vom Flughafen fahren mehrmals pro Stunde Züge zum Hauptbahnhof, die Fahrt dauert eine halbe Stunde.

Wenn ein Flug direkt nach Triest nicht möglich ist, kann man stattdessen nach Ljubljana (115 km entfernt), Venedig oder Treviso (jeweils 150 km) fliegen. Vom Flughafen Ljubljana bietet GoOpti Shuttledienste nach Triest an. Vom Flughafen Venedig gibt es eine Busverbindung mit Flixbus.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Aus Österreich kann man mit dem RailJet von Wien, Wr. Neustadt, Klagenfurt oder Villach nach Udine fahren und dort auf einen Regionalzug nach Triest umsteigen. So braucht man von Wien nach Triest 7:15 Std., von Klagenfurt 3½ Stunden. Von München oder Salzburg kann man über Nacht mit dem NightJet nach Udine fahren, wo dann morgens wiederum Anschluss nach Triest besteht.

Innerhalb Italiens erreicht man Triest zweimal pro Tag mit dem Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa von Mailand in 4½ Stunden, von Verona in gut drei Stunden. Von Venedig fahren annähernd stündlich Regionalexpress-Züge nach Triest, die Fahrt dauert gut zwei Stunden. Regionalexpress-Verbindungen bestehen auch zweistündlich mit Treviso (2½ Std.) und Pordenone (1:45). Von Udine (gut 1 Std.) und Gorizia (45 min) fahren Regionalzüge etwa stündlich. Zudem gibt es eine Nachtzug-Verbindung von Rom nach Triest.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Flixbus fährt ab Deutschland bzw. Österreich mehrmals wöchentlich nach Triest.

Arriva bietet Busverbindungen mit dem benachbarten Slowenien an: neunmal pro Tag von/nach Koper (Fahrtzeit 45 min), je zweimal täglich von/nach Piran (1½ Std.) und Ljubljana (1:40 Std).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Castello di Miramare

Die klassische Straßenanfahrt führt natürlich über die Triester Straße, die in Wien am Matzleinsdorfer Platz beginnt und über Semmering, Graz und Laibach direkt nach Triest führt. Sie verband in der Monarchiezeit die Residenzstadt mit der wichtigsten Hafenstadt des Reiches. Doch die Triester Straße hat heute ihre Verkehrsbedeutung verloren und lebt hauptsächlich als Straßenname der durchquerten Ortschaften weiter.

  • Aus Ostösterreich bzw. dem Norden Sloweniens verläuft die beste Anfahrt heute über Graz und Ljubljana, weiter über die slowenische A1 bis Divača, wo man auf die A3 wechselt. Man verlässt entweder die slowenische A3 bereits in Sežana, überquert die Grenze nach Italien in Fernetti und folgt der alten Triester Reichsstraße, die in Italien den Namen "Strada per Vienna" trägt, über Opicina. Kurz nach Opicina biegt man rechts auf die Via Bonomea ab und folgt dieser bis zum Ende im Stadtteil Gretta; etwa drei Kilometer nördlich der Altstadt. Alternativ kann man die Grenze auch auf der Autobahn überqueren, folgt dann der Autobahnumfahrung ri. Koper und umkurvt die gesamte Stadt im Süden, bis man auf der Uferschnellstraße herauskommt, die direkt ins Stadtzentrum bzw. zum alten Hafen führt.
  • Aus Mittel- und Westösterreich sowie dem übrigen deutschsprachigen Raum erfolgt die Anfahrt am besten über die italienische A4, die man entweder über Villach-Udine oder über Brenner-Verona erreicht.
  • Ab Istrien fährt man über Koper nach Triest. Auf dieser Route muss man beachten, dass man auch für die kurze Strecke durch Slowenien eine Autobahnvignette benötigt. Mautfreie Anfahrten nach Triest sind möglich, aber mangels guter Ausschilderung nur schwer zu finden. Eine gute Möglichkeit ist es, von Umag am Nordende des Istrischen Ypsilon über die slowenische Nationalstraße 11 nach Koper zu fahren, wo man nicht auf die Schnellstraße auffährt sondern im ersten Kreisverkehr nach der Autobahnauffahrt rechts abbiegt auf die Ankaranska Cesta. Dieser folgt man am Hafen vorbei bis ans Ende. Man biegt nach links ab auf die Regionalstraße 406. Diese fährt man immer geradeaus über Ankaran und über die Grenze bei Lazzaretto und erreicht Triest über die SP 406.
  • Ab Rijeka folgt man der A7 bis zur Ausfahrt Rupa, fährt über die D8 und die slowenische Nationalstraße 7 immer geradeaus bis zur Grenze bei Pesek und erreicht Triest über die SS 14. Mautfrei in Slowenien.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Schiffsverkehr von Muggia, Schloss Miramar und der Insel Grado. Etwa 30 bis 40 Mal wird Triest von Kreuzfahrtschiffen angelaufen, die an der Molo dei Bersaglieri anlegen.

Mobilität[Bearbeiten]

Straßenbahn Triest–Opicina

Innerhalb der Innenstadt sind di meisten Attraktionen nicht mehr als einen Kilometer voneinander entfernt. Hier bewegt man sich am besten zu Fuß.

Der öffentliche Nahverkehr wird von Trieste Trasporti betrieben. Dabei kommen hauptsächlich Busse zum Einsatz.

Eine Besonderheit ist die meterspurige Überlandstraßenbahn, die das Zentrum von Triest mit dem 5 km nördlich gelegenen Vorort Opicina verbindet. Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von 340 Metern. Streckenweise beträgt die Neigung 26 Prozent – dort wird die Straßenbahn von einer Standseilbahn bergauf gezogen bzw. bergab gebremst. Die Fahrzeuge stammen noch aus den 1930er- und 40er-Jahren. Startpunkt ist an der 2 Piazza Guglielmo Oberdan.

Trieste Trasporti betreibt außerdem zwei Schifffahrtslinien: Triest–Muggia (ganzjährig; fährt ungefähr aller 70 Minuten; die Überfahrt dauert eine halbe Stunde; Hin- und Rückfahrt 8,15 €) und Triest–Barcola–Grignano–Sistiana (nur im Sommer; fährt viermal pro Tag; die Fahrt nach Barcola dauert 15 Minuten, nach Grignano 40 Minuten, nach Sistiana 1:20 Std; komplette Strecke 7 €). Der Anleger in Triest ist an der Molo dei Bersaglieri.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kathedrale San Giusto

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Cattedrale di San Giusto (Kathedrale von Triest). Cattedrale di San Giusto in der Enzyklopädie Wikipedia Cattedrale di San Giusto im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCattedrale di San Giusto (Q1736225) in der Datenbank Wikidata. Romanische Bischofskirche aus dem frühen 14. Jahrhundert. An dieser Stelle stand bereits ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. ein römisches Propylon, dann eine heidnische Basilika und ein kapitolinischer Tempel und schließlich ab dem 5. Jahrhundert eine primitive, frühchristliche Basilika. Überreste der Vorgängerbauten, z. B. ein Mosaik, wurden in den heutigen Kathedralenbau übernommen.
  • 2 Chiesa Sant’Antonio Taumaturgo (Sant’Antonio Nuovo). Chiesa Sant’Antonio Taumaturgo in der Enzyklopädie Wikipedia Chiesa Sant’Antonio Taumaturgo im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsChiesa Sant’Antonio Taumaturgo (Q1469351) in der Datenbank Wikidata. Die größte Kirche in der Stadt, in der Nähe des Canal Grande (Wasserstraße). 1825–49 erbaut, klassizistisch
  • 3 Chiesa Santa Maria Maggiore. Chiesa Santa Maria Maggiore in der Enzyklopädie Wikipedia Chiesa Santa Maria Maggiore im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsChiesa Santa Maria Maggiore (Q1226408) in der Datenbank Wikidata. 1627–1682 erbaut, barock.
  • 4 Santuario mariano di Monte Grisa (Wallfahrtskirche Monte Grisa). Santuario mariano di Monte Grisa in der Enzyklopädie Wikipedia Santuario mariano di Monte Grisa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSantuario mariano di Monte Grisa (Q3949586) in der Datenbank Wikidata. Monumentaler Sichtbetonbau im Stil des Brutalismus, erbaut 1963–65. Das Heiligtum wurde aus Dank dafür gestiftet, dass Triest im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb.
  • 5 Chiesa di San Nicolò dei Greci (Griechisch-orthodoxe Kirche von St. Nikolaus). Chiesa di San Nicolò dei Greci in der Enzyklopädie Wikipedia Chiesa di San Nicolò dei Greci im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsChiesa di San Nicolò dei Greci (Q2219848) in der Datenbank Wikidata. 1784–95 erbaut, klassizistisch.
  • 6 Serbisch-Orthodoxe Kirche von St. Spyridon (Tempio serbo-ortodosso della Santissima Trinità e di San Spiridione). Serbisch-Orthodoxe Kirche von St. Spyridon in der Enzyklopädie Wikipedia Serbisch-Orthodoxe Kirche von St. Spyridon im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSerbisch-Orthodoxe Kirche von St. Spyridon (Q1273657) in der Datenbank Wikidata. 1868–85 erbaut im neobyzantischen Stil. Hauptfassade mit wertvollen Mosaiken.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Castello di San Giusto
  • 7 Castello di San Giusto, Piazza della Cattedrale 3. Tel.: +39 040 309362. Castello di San Giusto in der Enzyklopädie Wikipedia Castello di San Giusto im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCastello di San Giusto (Q1048860) in der Datenbank Wikidata. Festung aus dem 15. Jahrhundert. Sie befindet sich auf dem gleichnamigen Hügel, der bereits in der Antike das Zentrum der Römerkolonie Tergeste war. Heute beherbergt die Anlage ein Burgmuseum mit einer Sammlung historischer Waffen.
  • 8 Schloss Miramar (Castello di Miramare), Viale Miramare, 34014 Grignano. Tel.: +39 040 224143, Fax: +39 040 224220, E-Mail: . Schloss Miramar in der Enzyklopädie Wikipedia Schloss Miramar im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSchloss Miramar (Q165069) in der Datenbank Wikidata. 1856–60 erbautes Schloss des österreichischen Erzherzogs Ferdinand Maximilian, der seinerzeit Generalgouverneur von Lombardo-Venetien war. Es ist ein typisches Märchenschloss, das eine romantisierte Vorstellung von mittelalterlichen Architekturstilen widerspiegelt. Miramare bedeutet „Blick aufs Meer“, was auch sehr passend ist. Maximilian wurde 1863 zum Kaiser von Mexiko ernannt, die Krönung fand in Miramar statt. Die Kaiserkrone brachte ihm jedoch kein Glück und er wurde vier Jahre später hingerichtet. Anschließend nutzten Mitglieder der habsburgischen Kaiserfamilie Miramar als Sommerresidenz. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier die Militärzentrale der Alliierten; seit 1955 ist es Museum. Das Schloss ist von einer weitläufigen, sehr schönen Gartenanlage umgeben.

Bauwerke[Bearbeiten]

Palazzo del Lloyd Triestino
  • 9 Palazzo Carciotti, Riva Tre Novembre, 13. Palazzo Carciotti in der Enzyklopädie Wikipedia Palazzo Carciotti im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalazzo Carciotti (Q16586050) in der Datenbank Wikidata. 1798–1805 erbaut, klassizistisch; mit Blick auf den Hafen.
  • 10 Palazzo del Tergesteo, Piazza della Borsa. Palazzo del Tergesteo in der Enzyklopädie Wikipedia Palazzo del Tergesteo im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalazzo del Tergesteo (Q3891364) in der Datenbank Wikidata. 1840–1842 erbaut.
  • 11 Palazzo del Lloyd Triestino, Piazza Unità d’Italia. Palazzo del Lloyd Triestino in der Enzyklopädie Wikipedia Palazzo del Lloyd Triestino im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalazzo del Lloyd Triestino (Q25295801) in der Datenbank Wikidata. 1880–1883 erbaut im ekklektizistischen Stil („k.u.k-Stil“). Ehemaliger Hauptsitz der gleichnamigen Versicherungsgesellschaft, heute Regierungsgebäude der Region Friaul-Julisch Venetien.
  • 12 Palazzo del Governo, Piazza Unità d’Italia. Palazzo del Governo in der Enzyklopädie Wikipedia Palazzo del Governo im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalazzo del Governo (Q25296984) in der Datenbank Wikidata. 1901–1905 erbaut als Palast des österreichischen Statthalters; heute Präfektur der Provinz Triest. Ein großer Ballsaal dient für öffentliche Veranstaltungen. Ein besonderes Appartement wird für Besuche des italienischen Staatspräsidenten in Triest bereitgehalten.
  • 13 Palazzo delle Poste, Piazza Vittorio Veneto, 1. Palazzo delle Poste in der Enzyklopädie WikipediaPalazzo delle Poste (Q25295776) in der Datenbank Wikidata. Ehemaliges k.k. Hauptpostamt; 1890–1894 erbaut im Neobarockstil. Es dient heute als Filiale der italienischen Post und beherbergt das Mitteleuropäische Post- und Telegraphiemuseum (Museo postale e telegrafico della Mitteleuropa).

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Gedenkstätte KZ Risiera di San Sabba
  • Museo commerciale (Handelskammer-Museum), Via San Nicolò 7 (I-34100 Trieste). Geöffnet: Mo – Fr 10.00 – 13.00 Uhr. Preis: frei.
  • 17 Risiera di San Sabba, Via Giovanni Palatucci 5. Tel.: +39 040 826202, Fax: 040 8330974. Risiera di San Sabba in der Enzyklopädie Wikipedia Risiera di San Sabba im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRisiera di San Sabba (Q426164) in der Datenbank Wikidata. Gedenkstätte in einem ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslager, in dem 1943 bis 1945 während der deutschen Besatzung Juden, Partisanen und Antifaschisten interniert, ermordet oder in die Vernichtungslager weitertransportiert wurden.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Piazza Unità d’Italia, in der Mitte das Rathaus (Palazzo Comunale)
  • 18 Piazza Unità d’Italia Piazza Unità d’Italia in der Enzyklopädie Wikipedia Piazza Unità d’Italia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPiazza Unità d’Italia (Q1645600) in der Datenbank Wikidata (auch Piazza Grande, früher Piazza Francesco Giuseppe) – Hauptplatz der Stadt. Eine Besonderheit ist, dass er auf einer Seite zum Meer offen ist. Die anderen drei Seiten sind von Prachtbauten aus der k.u.k.-Zeit (1870er- bis 1900er-Jahre) gesäumt, ähnlich denen an der Wiener Ringstraße. Dazu gehören das Rathaus (Palazzo Comunale) an der Stirnseite (dem Hafen gegenüber), der Palazzo del Lloyd Triestino und das Grand Hotel Duchi d’Aosta auf der einen Längsseite sowie der Palazzo del Governo (ehemals Palast des österreichischen Statthalters) und der klassizistische Palazzo Stratti (mit dem namhaften Kaffeehaus Caffè degli Specchi) auf der anderen. Auf dem Platz befinden sich der spätbarocke „Brunnen der Vier Kontinente“ (Australien war noch nicht entdeckt) und eine Statue Kaiser Karls VI. aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
  • 19 Piazza della Borsa Piazza della Borsa (Q2517705) in der Datenbank Wikidata – Ein weiterer zentraler Platz mit repräsentativen Gebäuden, vor allem der namengebenden Börse im klassizistischen Stil (heute Sitz der Industrie- und Handelskammer).

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Hafen von Triest
  • 20 Hafen Triest Hafen Triest in der Enzyklopädie WikipediaHafen Triest (Q1567848) in der Datenbank Wikidata – Freihafen und größter Seehafen der oberen Adria. Sehenswert ist insbesondere der innenstadtnahe Alter Hafen (Punto Franco Vecchio)
  • 21 Il Quadrilatero Il Quadrilatero in der Enzyklopädie WikipediaIl Quadrilatero (Q2171290) in der Datenbank Wikidata (ATER) – 1969–83 als Sozialwohnungsbau errichteter Komplex mit 468 Wohnungen für 2.500 Bewohner im Stadtteil Rozzol Melara. Die modernistische Architektur orientiert sich an Konzepten Le Corbusiers. Aufgrund des festungsartigen Erscheinungsbilds trägt die rechteckig geformte Anlage auch den Beinamen Alcatraz.
  • 22 Barcola Barcola in der Enzyklopädie Wikipedia Barcola im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBarcola (Q807970) in der Datenbank Wikidata – Nördlicher Vorort mit überwiegend slowenischsprachiger Bevölkerung (4 km vom Stadtzentrum; ungefähr auf halber Strecke nach Miramare). Mit seinem freien Meerzugang hat er eine hohen Lebensqualität. Die 5 km lange Uferpromenade dient als Naherholungsgebiet.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Zuschauerraum des Teatro Verdi
  • 1 Teatro Verdi, Riva Tre Novembre 1/Piazza Giuseppe Verdi. Teatro Verdi in der Enzyklopädie Wikipedia Teatro Verdi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTeatro Verdi (Q2294135) in der Datenbank Wikidata. In dem 1801 eröffneten klassizistischen Theater mit 1300 Zuschauerplätzen sind nicht nur Opern zu sehen und zu hören, sondern auch Operetten, Ballettprogramme und Sinfoniekonzerte.
  • Sport : In der Umgebung von Triest (vor allem im Karst und Val Rosandra), kann man verschiedene Aktivitäten wie Rad fahren, Paragleiten, Drachenfliegen, Klettern, Höhlenforschung, Tennis, Reiten, Golf (Padriciano), Bowling (Duino) wählen.

Barcola (in der Nähe vom Schloss Miramare) ist der ideale Ort zum Schwimmen, Segeln, Windsurfen, Kanu und Tauchen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Antico Caffè San Marco

In Triest treffen die italienisch-mediterrane und die österreichische Küchentradition aufeinander, oder – in den Worten des in Triest lebenden Schriftstellers Veit Heinichen – „hier trennt sich die Welt in Butter und Olivenöl“. Man isst hier Cornetti, aber auch Krapfen oder Apfelstrudel; Semmelknödel oder Sauerkraut und Bier ebenso wie Kalamari mit Polenta oder Ravioli und Wein. Eine wichtige Rolle spielen dank der Lage an der Adria frischer Fisch und Meeresfrüchte.

  • 1 Antica Trattoria Le Barettine, Via del Bastione, 3 Trieste. Tel.: +39 040 3229528, E-Mail: . Meeresfrüchte-Restaurant, eine große Auswahl an Weinen. Im historischen Zentrum von Triest Geöffnet: Mo-Di 12.30–15.00 Uhr, Do-So 12.30–15.00 und 19.30–23.00 Uhr. Mittwoch geschlossen. Preis: €30 - €50.
  • 2 Trattoria da Giovanni, 14, v. S. Lazzaro - Trieste. Tel.: +39 040 639396. Triestiner Küche, wie Kutteln, Gersten-Bohnen-Eintopf, Stockfischmus baccalà mantecato, Tintenfische mit Polenta usw. Geöffnet: Mo-Sa 8.30–15.00 und von 16.30–22.30, Sonntag ist Ruhetag.
  • 3 Kapuziner Keller, Via Pozzo del Mare 1, 34121 Trieste. Tel.: +39 040 307997. Wer der italienischen Küche überdrüssig ist, der ist hier richtig, oder man will italienischen Freunden mal bayerische Köstlichkeiten näher bringen. Geöffnet: Mo-Sa 12–15 und 19–1 Uhr, Sonntag ist Ruhetag.
  • 4 Antica Ghiacceretta, Via dei Fornelli,2, 34122 Trieste. Tel.: +39 040 3220307. Ein Fischrestaurant in der Innenstadt von Triest, mit traditioneller, authentische Küche. Geöffnet: Mo-Sa 12.30–14.30 und 19.30–23.00 Uhr, Sonntag ist Ruhetag. Preis: Menü ab 45 € inklusive Wein.
  • 5 Arcoriccardo Ristorante, Via del Trionfo 3/a, Trieste. Tel.: +39 040 2401446. Geöffnet: 12.00–14.30 und 19.00–23.30 Uhr, im Winter Mo-Mi geschlossen, im Sommer ist nur am Montag Ruhetag. Preis: Menü mit Getränken zwischen 35 und 45 €.

Cafés[Bearbeiten]

  • 6 Antico Caffè San Marco, Via Cesare Battisti 18. Antico Caffè San Marco in der Enzyklopädie Wikipedia Antico Caffè San Marco im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAntico Caffè San Marco (Q1025550) in der Datenbank Wikidata. Das berühmteste Café der Stadt, 1914 gegründet. Traditioneller Treffpunkt der Intellektuellen und Künstler, u. a. waren die Schriftsteller Italo Svevo, James Joyce, Umberto Saba und Claudio Magris hier Stammgäste.
  • 7 Pasticceria Caffè Pirona, Largo della Barriera Vecchia 12. Pasticceria Caffè Pirona in der Enzyklopädie WikipediaPasticceria Caffè Pirona (Q3649595) in der Datenbank Wikidata. 1900 gegründetes Café und Konditorei. Italo Svevo, James Joyce und Umberto Saba waren hier zu Gast.
  • 9 Caffè Tommaseo, Piazza Nicolò Tommaseo 4, Piazza Niccolò Tommaseo 4, 34122 Trieste. Caffè Tommaseo in der Enzyklopädie WikipediaCaffè Tommaseo (Q1025549) in der Datenbank Wikidata. 1830 gegründet, ist es das älteste noch betriebene Kaffeehaus der Stadt. Treffpunkt von Kaufleuten, Künstlern und anderen Intellektuellen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Ostello della gioventù, Viale Miramare (Autobus n. 36 da piazza Oberdan o lato stazione in direzione Grignano).

Mittel[Bearbeiten]

Cattedrale di San Giusto

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Canal Grande, Borgo Teresiano, Triest

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Grotta Gigante
Castello di Duino
  • 23 Grotta Gigante, Borgo Grotta Gigante, Sgonico (TS) (10 km nördlich). Tel.: +39 040 327312, Fax: +39 040 368550. Grotta Gigante in der Enzyklopädie Wikipedia Grotta Gigante im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGrotta Gigante (Q1547628) in der Datenbank Wikidata. Tropfsteinhöhle.
  • Muggia. 10 km südlich; 30 min mit der Fähre. Die nördlichste Stadt Istriens und die einzige, die nach 1947 bei Italien verblieben ist; gotischer Dom und Burg.
  • 25 Rosandratal (Val Rosandra), San Dorligo della Valle (12 km östlich). Rosandratal im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Rosandratal in der Enzyklopädie Wikipedia Rosandratal im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRosandratal (Q1539916) in der Datenbank Wikidata. Naturpark: Das Flüsschen Rosandra hat sich hier tief in den Triestiner Karst geschnitten.
  • Duino-Aurisina. Ca. 20 km nordwestlich, mit dem Monte Ermada, Villaggio del Pescatore (Fundort von Dinosaurierknochen) und dem Mithräum (Tempel des antiken Mithras-Kultes) von Duino.
  • 26 Castello di Duino. Castello di Duino in der Enzyklopädie Wikipedia Castello di Duino im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCastello di Duino (Q2276731) in der Datenbank Wikidata. Spektakulär über dem Meer ragendes Schloss. Es war ab dem 16. Jahrhundert im Besitz der Familie Thurn-Hofer und Valsassina bzw. Thurn und Taxis. Prominente Gäste, die sich hier zeitweilig aufhielten waren u. a. das österreichische Kaiserpaar Franz Joseph I. und Elisabeth („Sissi“), die Schriftsteller Victor Hugo und Mark Twain, der Komponist Johann Strauß, Erzherzog Maximilian von Österreich (der sich anschließend das nahegelegene Schloss Miramar bauen ließ und später Kaiser von Mexiko wurde) sowie der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand. Der Dichter Rainer Maria Rilke war hier 1912 zu Gast bei der Gräfin Marie von Thurn und Taxis-Hohenlohe und schrieb seine Duineser Elegien.
  • Monfalcone. 30 km nordwestlich. Hafenstadt an der nördlichsten Spitze der Adria; spätmittelalterliche Festung (rocca) aus der Ostgoten-Zeit.
  • Gorizia. Görz; 45 km nordwestlich.
  • Udine. 75 km nordwestlich.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Bilder von Triest
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