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Schweiz

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Blick auf die Berge des Waldemmentals in der Schweiz
Blick auf die Berge des Waldemmentals in der Schweiz
Lage
Karte von Europa mit hervorgehobener Lage der Schweiz
Flagge
SchweizFlagge Schweiz
Kurzdaten
Hauptstadt de jure: keine
de facto: Bundesstadt Bern
Staatsform föderale Republik
Währung Schweizer Franken (CHF/SFr.)
Fläche 41'285 km²
Bevölkerung 8,01 Mio.
Sprachen Deutsch (65.6 %), Französisch (22.8 %), Italienisch (8.4 %), Rätoromanisch (0.6 %)
Religionen 80 % Christen, 10 % Keine, 5.5 % Andere, 4 % Muslime, 0.25 % Juden, 0.25 % Buddhisten
Stromnetz 230 V/50 Hz (Stecker-Typ J, kompatibel mit Euroflach, nicht aber mit Schuko)
Telefonvorwahl +41 / 0041
Internet TLD .ch
Zeitzone ME(S)Z / UTC + 1

Die Schweiz (frz. Suisse, ita. Svizzera, rät. Svizra; amtlich Schweizerische Eidgenossenschaft) ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Sie ist nicht Mitglied der Europäischen Union, ist jedoch am 1. November 2008 dem Schengener Abkommen beigetreten. Nachbarländer sind Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien und Liechtenstein. Die Schweiz ist in 26 Kantone unterteilt, davon 6 Halbkantone.

Die Alpen spielen für die Schweizer Identität und Kultur sowie den Tourismus und die Kommunikation eine wichtige Rolle. Die Schweizer Alpen machen ungefähr 60 % der Landesfläche aus. Das Mittelland, wo alle grossen Städte (ausser Basel) liegen, macht rund 30 % aus. Es ist dicht besiedelt, aber auch von Landwirtschaft und Industrie geprägt. Die restlichen 10 % belegt der Schweizer Jura, eine Gebirgskette, die sich von Genf bis Schaffhausen erstreckt.

Eine Besonderheit ist die Schweizerische Eidgenossenschaft auch ihrer weltweit einzigartigen direkten Demokratie und Vielfalt an Landessprachen wegen. Gemäss Artikel 70, Absatz 1 der Verfassung sind Deutsch, Französisch und Italienisch gleichberechtigte Amtssprachen, wobei Rätoromanisch im Verkehr mit Rätoromanisch sprechenden Personen auch Amtssprache ist.

Regionen[Bearbeiten]

Schweizer Verwaltungsgliederung

Die Schweiz kann grob in die Regionen Mittelland, Jura, Alpen und Südschweiz eingeteilt werden. All diese Regionen haben ganz klare Unterschiede. So sind die Alpen und der Jura gebirgig, während das Mittelland mehrheitlich hügelig ist. Die Südschweiz hat eine grosse Zahl von Alpenausläufern, ist vor allem bekannt für ihre Seen, die geographisch zur oberitalienischen Seenplatte gehören. Feiner unterschieden werden können z. B. die folgenden Regionen, die sich teilweise auch überschneiden:

  • Südschweiz: Der italienischsprachige Teil der Schweiz besteht im Wesentlichen aus dem Kanton Tessin sowie drei Tälern des Kantons Graubünden: dem Misox, dem Puschlav und dem Bergell.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Schweizerische Eidgenossenschaft ging aus den Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden hervor. Als Gründungsdokument gilt der Bundesbrief von 1291. Der heutige republikanische Bundesstaat besteht seit 1848.

Kantone[Bearbeiten]

Die Schweiz setzt sich aus sechsundzwanzig Kantonen zusammen. Davon gelten sechs, nämlich Appenzell Ausserrhoden/Appenzell Innerrhoden, Basel-Stadt/Basel-Landschaft und Nidwalden/Obwalden als Halbkantone.

Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Bern, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Uri, Waadt, Wallis, Zug, Zürich

Städte[Bearbeiten]

Die grössten Städte der Schweiz sind die Zürich, Genf, Basel, Lausanne, die Bundesstadt Bern und Winterthur. Beliebte Touristenziele sind Luzern, Lugano, Montreux und Interlaken.

Neben den grossen Städten sind auch viele kleinere einen Besuch wert. Eine (nicht abschliessende) Aufzählung beinhaltet Appenzell, Ascona, Bellinzona, Biel, Chur, Estavayer, Freiburg, Locarno, Martigny, Rapperswil-Jona, Neuenburg, St. Gallen, Thun, Winterthur, Schaffhausen, Schwyz.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Neben den Hochalpen im Berner Oberland, im Wallis und dem Engadin sind die Gebiete um die Seen beliebte Urlaubsziele. Dazu zählen inbesondere der Genfersee (Lac Léman), der Bodensee, der Zürichsee, der Thunersee und der Vierwaldstättersee. Das Gebiet rund um Bieler-, Murten- und Neuenburgersee bilden zusammen das Seeland und ist bekannt als der «Gemüsegarten der Schweiz».

Weniger touristische, aber für das Land typische Regionen finden sich in den Voralpen und der voralpinen Hügelzone; hier sind insbesondere das Appenzell, das Emmental oder die Freiburger Alpen (Greyerz) einen Abstecher wert.

Einreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen sind beim Bundesamt für Migration (BFM) einsehbar. Für Bürger der Europäischen Union reicht der nationale Identitätsausweis (Personalausweis) oder Pass zur visumsfreien Einreise als Tourist. Seit dem 1. November 2008 gehört die Schweiz zum Schengen-Raum, womit die Einreise, trotz Zollkontrolle, meist ohne Vorzeigen eines Ausweises möglich ist.

Da die Schweiz nicht zum EU-Raum gehört, können an den Grenzen Warenkontrollen durchgeführt werden. Vor allem für im Land hergestellte Lebensmittel (Milchprodukte, Fleisch, alkoholische Getränke) sind die Grenzwerte niedrig und die Überschreitung kann happige Strafzölle zur Folge haben. Pro Person können Waren bis zu einem Grenzwert von 300.- Fr. frei eingeführt werden, teurere Neuwaren müssen bei der Einfuhr angemeldet werden, woraufhin die Mehrwertsteuer zu entrichten ist. Ebenfalls unterliegen grössere Devisenbeträge der Anmeldepflicht.

Mobilität[Bearbeiten]

SBB InterCity Neigezug

Das öffentliche Verkehrssystem in der Schweiz ist sehr gut ausgebaut. Die meisten Orte sind im Halbstundentakt mit der nächstgrösseren Stadt verbunden, selbst abgelegene Dörfer können meist mit der Bahn oder dem Postauto erreicht werden. Die grösseren Städte mit ihren Agglomerationen verfügen über ein dichtes öffentliches Verkehrsnetz. Der Fahrplan lässt sich bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) online abrufen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Von Deutschland aus gibt es direkte Züge von Zürich und Basel nach Frankfurt am Main, Hamburg oder beispielsweise auch Berlin. Nachtzüge bedienen Städte wie beispielsweise Prag, Dresden, Hamburg, Berlin, Kopenhagen oder Amsterdam. Von Zürich gibt es IC-Verbindungen nach Stuttgart und SBB-Busse nach München.

Von Zürich gibt es indes auch Züge nach Österreich, wie beispielsweise Innsbruck, Salzburg oder Wien. Nachtzüge fahren nach Wien und manchmal auch weiter nach Budapest.

TGV-Verbindungen aus Frankreich bestehen von Basel, Bern, Neuenburg, Lausanne und Genf nach Paris, von Basel und Genf nach Lyon und von Basel und Lausanne nach Dijon. Daneben gibt es auch TER-Züge von Basel nach Strasbourg.

Von Zürich, Bern, Basel und dem Wallis/Tessin gibt es direkte Züge nach Mailand.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bieten für Reisende aus dem Ausland diverse Pauschalangebote an. Mit dem Swiss Travel Pass etwa erhalten Reisende während 3, 4, 8 oder 15 Tagen freie Fahrt auf den meisten Bahn-, Postauto- und Schifffahrtslinien. Davon ausgenommen sind allerdings viele Bergbahnen. Gültig sind auch Interrail-Tickets.

Wer einen Tagesausflug plant, findet vielleicht bei Railaway ein vergünstigtes Angebot.

Günstige Tageskarten gibt es auch bei fast allen Gemeinden in der Schweiz, die unpersönliche Generalabonnements zur Verfügung stellen (CHF 30.00 bis 45.00 pro Tageskarte). Dazu braucht man kein Halbtaxabo. Hier die Liste der angeschlossenen Gemeinden: Tageskarten Gemeinde

Die meisten grösseren Städte sind im Halbstunden-Takt miteinander verbunden.

Bahnfahren in der Schweiz ist, sofern man nicht die oben genannten Pauschalangebote oder Interrail nutzt, im europäischen Vergleich, relativ teuer. Hinzu kommt, dass die Züge in den Stosszeiten auf den Hauptverkehrsachsen (abseits der Touristenstrecken) überfüllt sind. Die Schweiz hat viele touristisch interessante Strecken, bei denen eine Bahnfahrt sich lohnt (z. B. Glacier-Express, Gotthardstrecke, verschiedene Bergbahnen usw.).

Es ist in der Schweiz darauf zu achten, dass man nicht ohne gültiges Billett (Bahnticket) in einen Zug einsteigt. Im Zweifelsfalle kann am Bahnschalter Rückfrage gemacht werden oder der Kondukteur (Schaffner) vor dem Einsteigen gefragt werden. Die Strafgebühren sind sonst hoch (üblicherweise 100 Franken).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es verkehren auch diverse Fernbuslinien in die Schweiz. Vor allem aus/nach Deutschland, den osteuropäischen Ländern, dem Baltikum und dem Balkan sowie Spanien und Portugal besteht ein breites Angebot. Angesteuert werden vor allem die Städte Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Lausanne und Genf. Nationale Fernbuslinien hingegen sind wegen des dichten Bahnnetzes bis auf die PostAuto-Linien ChurBellinzona (praktisch stündlich) und St. MoritzLugano (verkehrt selten) keine vorhanden.

Auf einigen touristischen PostAuto-Linien ist eine Reservation obligatorisch. Reservationen sind kostenlos und können bis zu einer Stunde vor Abfahrt getätigt werden, jedoch gibt es auch Linien, auf denen ein Zuschlag erhoben wird.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Die meisten an die Schweizer Grenze führenden Autobahnen haben einen Autobahngrenzübergang oder zumindest eine hochwertige weiterführende Strasse. Von Deutschland aus sind die Hauptrouten ab Frankfurt/Main dem Rhein entlang nach Basel, ab Stuttgart über Singen nach Schaffhausen, ab München über Bregenz zum Grenzübergang Lustenau bei St. Margarethen, welcher auch bei Anreise von Österreich über den Arlberg verwendet wird. Von Südfrankreich kommend ist der Übergang bei Genf der wichtigste, vom Elsass fährt man über Basel. Von Italien via Mailand wird meist der Übergang Chiasso oder der Simplonpass benutzt.

Verkehrsregeln[Bearbeiten]

Autobahnvignette
Höchstgeschwindigkeiten
grün: Autobahn
blau: Hauptstrasse
Ortsendeschild
Autobahnvignette
Um Autobahnen und Autostrassen benutzen zu dürfen, muss eine Vignette für 40 Franken gekauft werden. Man kann sie an der Grenze, in jeder Poststelle oder Tankstellen erwerben, sie gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb eines Kalenderjahres (von 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres). Im Gegensatz zu anderen Alpenländern werden keine gesonderten Abgaben für Strassentunnels (z. B. Gotthardtunnel) fällig.
Geschwindigkeitsbeschränkungen
120 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Autostrassen, 80 km/h auf Hauptstrassen, 50 km/h innerorts, sofern keine andere Geschwindigkeit signalisiert ist. In vielen Dörfern bestehen auch Tempo-30-Zonen. Es empfiehlt sich, diese Grenzen einzuhalten, die Strafen können empfindlich teuer werden (bei 61 km/h statt 50 km/h: 250 Franken). Ab 65 km/h innerorts, 100 km/h aussserorts bzw. 145 km/h auf Autobahnen kann nebst einer vom Einkommen abhängige empfindliche Busse der Fahrausweis entzogen werden, bei weiteren 5 km/h mehr ist dies meist zwingend (für Ausländer: nebst der Busse zumindest der Entzug der Fahrberechtigung in der Schweiz). Bei massiven Geschwindigkeitsübertretungen (70 km/h auf Tempo-30-Zonen, 100 km/h innerorts, 140 km/h ausserorts bzw. 200 km/h auf Autobahnen) liegt die Mindeststrafe bei einem Jahr Freiheitsstrafe, zudem wird das Fahrzeug beschlagnahmt.
Kennfarben der Wegweisung
Autobahnen werden mit grünen Wegweisern und Distanztafeln angezeigt (die Autobahnnumerierung in rot), Hauptstrassen mit blauen Wegweisern und Ortsschildern, Nebenstrassen mit weissen Schildern. Auf der Rückseite der Ortsschilder (beim Verlassen des Orts) wird zuoberst in kleiner Schrift über der Trennlinie die nächste Ortschaft angezeigt, unten in grösserer Schrift das nächste wichtige Streckenziel (meist mit Distanzangabe). Umleitungen werden in oranger Farbe signalisiert, gelbe Schilder dienen dem militärischen Verkehr. Die Strassennumerierung ist praktisch nur bei den Autobahnen von Bedeutung.
Alkohol und Drogen
In der Schweiz gilt ein Blutalkoholgrenzwert im Strassenverkehr von 0,5 ‰. Wird man mit einem tieferen Alkoholkonsum in einem Unfall verwickelt, so kann das dennoch zivilrechtliche Folgen nach sich ziehen. Bei illegalen Drogen (auch Marihuana etc.) gilt eine absolute Nulltoleranz. Daher sollte generell bei Konsum von Alkohol das Auto stehengelassen, der öffentliche Verkehr genutzt oder ein Taxi gerufen werden.
Navigationsgeräte
Achtung, das Mitführen von gespeicherten «Blitzern» ist verboten und wird mit dem Einziehen des Gerätes und bis zu 3000 Franken Strafe geahndet. Navigationsgeräte jüngeren Datums deaktivieren daher an Hand des aktuellen Standorts die Radar-Funktionen von sich aus. Bei älteren Geräten muss darauf geachtet werden, dass keine Blitzer in den Points of Interest im Gerät gespeichert sind, auch wenn diese mit dem Gerät mitgeliefert worden sind. Das schlichte «Abstellen» von solchen Points of Interests genügt nicht. Navigationsgeräte dürfen nicht an der Frontscheibe angebracht werden, wenn sie das Sichtfeld versperren.
Sonstige Unterschiede zu Deutschland und Österreich
In der Schweiz haben die Ortstafeln keinen Einfluss auf die erlaubte Geschwindigkeit. Die Innerortsgeschwindigkeit gilt dort ab dem Signal «50 generell» und hört beim Signal «Ende 50 generell» auf. Bei idealen Bedingungen darf auf Autobahnen nicht langsamer als 80 km/h gefahren werden. Rechtsüberholen an mehrspurigen Strassen ist innerorts, ähnlich wie auf Autobahnen, ebenfalls verboten, falls die einzelnen Fahrstrassen nicht in unterschiedliche Richtungen führen. Rechtsüberholen führt in der Regel zum Ausweisentzug. Seit Jahresbeginn 2014 wird tagsüber mit Licht gefahren (Tagfahrlicht bzw. in Ermangelung eines solchen mit Abblendlicht).

Alpenstrassen[Bearbeiten]

Postauto auf dem Grimselpass

Tipps für den Strassenverkehr in den Bergen:

  1. Die gelben Postautos (Busse) geniessen auf Bergpoststrassen – gekennzeichnet mit einem goldenen Posthorn auf blauem Grund – Vorfahrt. Vor unübersichtlichen Kurven kann der Postautolenker mit dem typischen Dreiklanghorn warnen. Der Postautolenker hat gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern das Recht, zwingende Anweisungen zu geben.
  2. Das talfahrende Fahrzeug lässt dem bergfahrenden den Vortritt und setzt auf schmalen Strassen zurück. Lastwagen und Busse, nicht aber Kleinbusse oder Wohnmobile (da sie rechtlich Personenwagen sind), haben aber auf jedem Fall Vortritt vor Personenwagen.
  3. Kleinere Bergstrassen sind oft kurvenreich und können anstrengend zu fahren sein, da stets Platz für Gegenverkehr frei gemacht werden muss.
  4. Auf kleinen Strassen eventuell vor sehr unübersichtlichen Kurven hupen, vor allem auf Passstrassen (Der Fahrer outet sich damit aber als Ausländer und kann hämische Blicke ernten).
  5. Nicht so schnell wie die Einheimischen fahren oder überholen, diese kennen die Strecke besser. Vor allem in Berggebieten wird es von den Einheimischen geschätzt, wenn ortsunkundige Fahrer und Wohnmobile kurz rechts ausstellen und die folgenden Fahrzeuge passieren lassen.
  6. Im Winter auf eine entsprechende Ausrüstung achten (Winterreifen, Schneeketten), ungenügende Bereifung kann mit Bussen geahndet werden. Wenn ein entsprechendes Obligatorium signalisiert ist, muss die Winterausrüstung zwingend mitgeführt werden.

Distanzen[Bearbeiten]

Entfernungen
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Aarau - 55 77 163 71 109 223 161 217 49 77 198 124 210 46
Basel 55 - 94 201 41 127 238 177 262 95 97 216 159 227 84
Bern 77 94 - 227 83 33 153 90 231 89 151 124 197 135 119
Chur 163 201 227 - 233 258 340 301 139 143 152 210 92 201 117
Delémont 71 41 83 233 - 100 197 144 271 105 129 204 191 216 116
Fribourg 109 127 33 258 100 - 131 60 262 121 183 123 229 167 155
Genf 223 238 153 340 197 131 - 60 307 242 298 132 344 209 266
Lausanne 161 177 90 301 144 60 60 - 270 180 237 93 282 170 205
Lugano 217 262 231 139 271 262 307 270 - 168 251 179 235 170 201
Luzern 49 95 89 143 105 121 242 180 168 - 97 172 120 180 49
Schaffhausen 77 97 151 152 129 183 298 237 251 97 - 323 83 290 52
Sion 198 216 124 210 204 123 132 90 179 172 323 - 357 80 276
St. Gallen 124 159 197 92 191 229 344 282 235 120 83 357 - 324 86
Zermatt 210 227 135 201 216 167 209 170 170 180 290 80 324 - 231
Zürich 46 84 119 117 116 155 266 205 201 49 52 276 86 231 -

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der grösste Flughafen der Schweiz ist der Flughafen Zürich (IATA CodeZRH). Die meisten Linienflüge gehen ab Zürich, Genf-Cointrin (IATA CodeGVA) und dem EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg (IATA CodeBSL, MLH, EAP). Weitere, allerdings kleinere, Flughäfen sind Lugano-Agno (IATA CodeLUG), Bern-Belp (IATA CodeBRN) und St.Gallen-Altenrhein.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Obwohl die Schweiz ein Binnenland ist, kann sie mit dem Schiff erreicht werden.

Für die Einreise am bedeutendsten ist die Bodensee-Fähre Friedrichshafen–Romanshorn als Zubringer des Flughafen Friedrichshafen (Transfer Flughafen–See vorhanden). Von Romanshorn aus kann mit der Bahn weitergefahren werden.

Für die Einreise weniger bedeutend sind andere grenzüberschreitende Verbindungen, touristisch gesehen sind sie aber lohnend. Möglich wären hier eine Flusskreuzfahrt auf dem Rhein oder eine Seefahrt über den italienischen Teil des Langensees (Lago Maggiore) oder den Lago di Lugano. Am Genfersee gibt es sogar vier Schiffahrtslinien, die entweder in Lausanne oder in Nyon anlegen.

Die vielen Seen sind für Schiffsausflüge lohnend; nicht nur am Boden- oder dem Genfersee. Der Vierwaldstättersee mit einer der grössten Raddampferflotten Europas oder eine Drei-Seen-Rundfahrt (Neuenburger-, Murten-, Bielersee) im westlichen Mittelland haben ebenfalls ihren Reiz.

Fahrrad (Velo)[Bearbeiten]

siehe auch: Veloland Schweiz

Auch Fahrradreisen (in der Schweiz nennt man sie Velotouren) sind beliebt und haben ihren besonderen Reiz. In Verlängerung des Rheinradweges oder im Rahmen einer Bodenseeumrundung lässt sich die Schweiz bequem erreichen. Innerhalb der Schweiz gibt es ein gut konzipiertes und hervorragend beschildertes Fernradwegenetz mit 9 Radfernrouten und 52 Regionalrouten. Darüber hinaus bieten die diversen Alpenpässe Herausforderungen für sportliche Insider. In fast allen Zügen und Postautos können Velos für 18 CHF (ermäßigt 12 CHF) mitgenommen werden (Velobillett), bzw. zum zusätzlichen Preis einer Fahrkarte. Einige Postautos nehmen Fahrräder nur nach vorheriger Anmeldung mit.

In diversen grösseren Städten gibt es Bikesharing-Angebote, wo man (teils kostenlos, teils kostenpflichtig) kurzfristig ein Fahrrad ausleihen kann; entsprechende Angebote findet man über Suisse roule.

Zu Fuss[Bearbeiten]

Die Schweiz verfügt über ein dichtes, gut ausgebautes und markiertes Netz von Wanderwegen mit in der ganzen Schweiz einheitlichen gelben Wegweisern, die Richtung, Zeitbedarf und Zwischenziele angeben.

Rot-weiss-rot markierte Bergwege und blau-weiss-blaue alpine Routen sind anspruchsvoll, erfordern gutes Schuhwerk und Trittsicherheit und dürfen keinesfalls unterschätzt werden.

Eine Wanderbrücke im Schweizer Nationalpark

Die Schweizer Landkarten gelten ebenfalls als ausgezeichnet, für Wanderungen empfehlen sich die Ausgaben im Massstab 1:25 000 oder die speziellen Wanderkarten 1:50 000 Schweizerische Landestopografie: Kartenindex.

Wandervorschläge für Weitwanderungen, Mehrtagestouren und kurze Wanderungen findet man bei SchweizMobil.

Sprache[Bearbeiten]

In der Schweiz werden vier Landessprachen gesprochen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Etwa 66 Prozent der Bevölkerung sind deutscher Muttersprache. Gut 23 Prozent sprechen Französisch, 8 Prozent Italienisch, knapp ein Prozent spricht Rätoromanisch. Viersprachig sind also die allerwenigsten Schweizer und Schweizerinnen, viele sprechen zwei oder drei Landessprachen.

Man sollte deshalb nicht erwarten, dass in den romanischsprechenden Regionen Deutsch verstanden wird, dies betrifft vor allem den französischsprachigen Teil der Schweiz. In der italienischsprachigen Schweiz dagegen ist eine Verständigung auf Deutsch oft möglich, zumindest in den touristisch geprägten Orten. In der rätoromanischen Schweiz beherrschen alle Einheimischen Deutsch oder Italienisch. Die meisten Schweizer - außer französischsprachige Schweizer, diese sprechen meist ausschließlich Französisch - beherrschen etwas Englisch, so dass eine Verständigung auf Englisch meistens möglich ist. Sofern man also selber keine entsprechenden Kenntnisse einer der Landessprachen besitzt, dürfte es hilfreich sein, sich auf Englisch zu verständigen.

Es gibt drei zweisprachige Kantone, Freiburg, das Wallis, und Bern. In all diesen Kantonen wird französisch und deutsch gesprochen, wobei das Französische in den beiden Erstgenannten deutlich überwiegt. Einziger dreisprachiger Kanton ist Graubünden, wo deutsch, italienisch und rätoromanisch gesprochen wird. In einigen zweisprachigen Städten wird deutsch und französisch gesprochen. Beispiele dafür sind Biel/Bienne, Freiburg im Üechtland/Fribourg und Murten/Morat.

In der Deutschschweiz gibt es eine Vielzahl regional unterschiedlicher Dialekte. Die Hochsprache lernen die Kinder erst in der Schule. Die Unterrichtssprache in den deutschsprachigen Kantonen ist Hochdeutsch. Anders als in der bundesdeutschen Schrift wird das Eszett «ß» in der Schweiz nicht verwendet. Daneben bestehen zahlreiche weitere abweichende Rechtschreibregeln und Helvetismen.

Für die regional und sogar von Ort zu Ort variierenden Dialekte gibt es keine einheitliche Schreibweise. Dialekt wird grundsätzlich so geschrieben, wie er gesprochen wird, und dies auch nur im privaten Bereich. Nebst der deutschen Hochsprache wird zumindest eine Fremdsprache unterrichtet. In den meisten Kantonen ist die erste Fremdsprache eine andere Landessprache, in einigen Kantonen dagegen Englisch. Derzeit bestehen insbesondere in der Ostschweiz Bestrebungen, Englisch zur ersten Fremdspache in den Schulen zu machen.

Reisekosten[Bearbeiten]

Die Schweiz ist generell kein billiges Reiseland und gerade die Preise für die touristische Infrastruktur sind deutlich höher als im €-Raum. Die tatsächlichen Reisekosten hängen aber stark vom Wechselkurs des € zum Sfr. ab. Ein Imbiss ( bspw. Bratwurst kostet um die 6,- Sfr.) ein Hauptgericht in einem Restaurant ist selten unter 25,- Sfr. zu bekommen und auch einfache Unterkünfte liegen selten bei einem Übernachtungspreis von unter 80,- Sfr. Ebenso sieht es mit den Fahrpreisen für Busse und Bahnen aus. Für diejenigen, die mehr im Land herumreisen möchten, kann die "Halbtax" (eine Art Bahncard) nützlich sein, die auch in den ÖPNV in den einzelnen Rabatte um die 50% einschliesst.

Einkaufen[Bearbeiten]

Die in der Schweiz verwendete Währung ist der Schweizer Franken, abgekürzt «Fr.» bzw. «CHF», in der französischen Schweiz oft «frs». Werte unter einem Franken werden in der Deutschschweiz «Rappen» (Rp.), in der Romandie «Centimes» und im Tessin «Centesimi» genannt. Ein Franken entspricht dabei 100 Rappen. Rappenbeträge werden, da der «Fünfräppler» die kleinste Münzeinheit ist, immer auf 5 Rappen genau gerundet.

Der Euro wird in vielen Läden und Dienstleistungsbetrieben (Post, Bahn usw.) als Zahlungsmittel akzeptiert, allerdings nur Banknoten, keine Münzen. Viele Automaten akzeptieren ebenfalls Euros. Das Wechselgeld wird aber in der Regel in Schweizer Franken bezahlt. Wegen des Wechselkursverlustes ist die Verwendung von Euro als Zahlungsmittel aber nur im Einzelfall (z. B. auf der Durchreise) sinnvoll. Geld gewechselt wird von der SBB (Wechselstuben in den grösseren Bahnhöfen), den Banken und grösseren Poststellen (letztere allerdings nur Euro). Orte, an denen man mit Euro bezahlen kann, sind oft mit einem €-Zeichen markiert, wie beispielsweise Telefonzellen, Kioske etc.

In den Grossverteilern (Migros, Coop) kann meist ohne Probleme mit Euro-Scheinen zum günstigen Wechselkurs ohne Gebühren bezahlt werden, und man erhält das Wechselgeld in Schweizer Franken zurück. Grössere Bahnhöfe haben meist einen Supermarkt, wo dieser Geldwechsel möglich ist.

Die üblichen, traditionellen Öffnungszeiten dauern von 8:00 bis 18:30 Uhr. Kleinere Läden schliessen über Mittag (12:00 bis 13:30 Uhr). Grössere Läden (Migros, Coop etc.) können am Abend je nach Kanton etwas länger offen haben, schliessen meist gegen 20 Uhr. Ausgenommen davon ist der sogenannte Abendverkauf, der einmal in der Woche stattfindet und je nach Ort an einem unterschiedlichem Tag stattfindet (in St. Gallen beispielsweise donnerstags bis 21 Uhr). Am Samstag sind die meisten Geschäfte nur bis 17:00 Uhr geöffnet und sonntags geschlossen.

Shops an Tankstellen und Bahnhöfen haben meist sehr lange Öffnungszeiten (täglich, 06:00 bis 22:00 oder 23:00 Uhr, je nach Kanton, sonntags teilweise früher)

Küche[Bearbeiten]

Die schweizerische Küche verfügt, bedingt durch die Landesteile mit verschiedener Sprache und Kultur, über Einflüsse der italienischen, deutschen und französischen Küche. Bekannte Spezialitäten sind Raclette, Käsefondue, Älplermagronen (Käsemakkaroni), Zürcher Geschnetzeltes, Rösti und weitere Gerichte. In der Südschweiz sind Polenta und Risotto populär. Auch für die vielfältigen Käse- und Schokoladensorten ist die Schweiz bekannt. Indes gibt es auch sehr gute Schweizer Weine.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Schweizer Nachtleben bietet eine breite Auswahl an Veranstaltungen für jeden Geschmack. Besonders in den Grossstädten finden auch werktags zahlreiche Parties statt, auch unter der Woche haben Clubs und Bars bis in die frühen Morgenstunden geöffnet.

Für normale Restaurants und Gastwirtschaften gelten je nach Kanton noch Regelungen über die "Polizeistunde", an Werktagen wird jeweils um 23.00 oder 24.00 geschlossen. Allerdings sind die Zeiten vorbei, in denen der Dorfpolizist die Runde machte, und von den "Überhöcklern" ein "Nötli" kassierte - in manchen Kantonen wurde die Polizeistunde ganz abgeschafft, was zu Klagen der Anwohner wegen Lärmbelästigungen führte. "Verlängerungen" für Bars und Nachtlokale und auch im Falle von Volksfesten und anderen Grossanlässen sind allerdings in allen Kantonen üblich, bei speziellen Grossanlässen wird eine "Freinacht" bewilligt.

Das Mindestalter für den Einlass in die Clubs beträgt meistens zwischen 18 und 21 Jahren. Harter Alkohol wird ab 18 Jahren, Bier und Wein ab 16 Jahren ausgeschenkt. Die Kontrollen sind teils recht restriktiv; oftmals wird aus Gründen der Gleichbehandlung von sämtlichen Kunden (so sie nicht schon grauhaarig sind) ein Ausweis verlangt. Gewisse Verkaufsstellen, die auch am Abend lange geöffnet haben, sind dazu übergegangen, Alkohol nur noch an Personen über 20 oder sogar 21 Jahren zu verkaufen. Gewisse Läden verkaufen auch nach einer bestimmten Zeit überhaupt keine Alkoholika mehr, wobei diese Zeit je nach Standort variiert.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Viele Schweizerinnen und Schweizer treiben regelmässig Sport: Fussball, Fahrradfahren (Velo), Wandern, Schneesport und viele weitere Sportarten sind beliebt. Touristen staunen immer wieder, wie an einem Sonntag morgen die Zürcher Bahnhofhalle im Sommer von Leuten mit Rucksäcken, im Winter von Skifahrern und Snowboardern bevölkert ist.

Siehe auch: Skigebiete in der Schweiz und Veloland Schweiz

Unterkunft[Bearbeiten]

Betreffend Schlafmöglichkeiten gibt es in der Schweiz, wie auch in den meisten Europäischen Ländern, ein sehr breites Angebot. Dies beginnt bei 5-Sterne-Hotels und geht bis hin zum Campingplatz, zur Jugendherberge oder einer Übernachtungsgelegenheit in einer Scheune im Stroh. Preislich gesehen sind Übernachtungen in der Schweiz eher dem oberen Preissegment zuzuordnen.

Als Faustregeln kann man sich an folgenden Richtpreisen orientieren:

  • 5-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 350 pro Person und Nacht
  • 4-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 180 pro Person und Nacht
  • 3-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 120 pro Person und Nacht
  • 2-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 80 pro Person und Nacht
  • Herbergen: ab ca. CHF 30 pro Person und Nacht.

Die Hotelsterne in der Schweiz richten sich nach der Hotelklassifikation des Verbandes hotelleriesuisse. Alle Hotelmitglieder von hotelleriesuisse stellen sich regelmässigen Qualitätsprüfungen, um mit den entsprechenden Hotelsternen ausgezeichnet zu werden. Auf swisshoteldata.ch finden sich Informationen zu Hotelsternen, Infrastruktur und Spezialisierungen.

Die Preise der Schweizer Jugendherbergen befinden sich auf dem in Europa üblichen Niveau. Die Unterbringung ist etwas einfacher als in Deutschland, dafür sind Frühstück und Abendessen meist besser.

Für Gruppenunterkünfte gibt es in der Schweiz die zentrale Vermittlungsstelle CONTACT groups.ch, Hotels und Ferienhäuser für Gruppen. Die Vermittlung ist gratis und unverbindlich. Auf dem Portal lassen sich 650 Unterkünfte nach eigenen Kriterien auswählen und mittels einer Sammelanfrage direkt anschreiben. Die Belegungspläne sind online und aktuell.

In allen Dienstleistungsbetrieben ist das Trinkgeld inbegriffen. Für spezielle Leistungen ist ein kleines Trinkgeld, meist in Form von Aufrunden des Betrags, jederzeit willkommen.

Ausführungen zu den Buchungsmöglichkeiten im Internet siehe auch im Themenartikel Hotelportale im entsprechenden Abschnitt zur Schweiz.

Lernen[Bearbeiten]

In der Schweiz besteht eine Anzahl von Universitäten:

Des weiteren gibt es in allen Regionen Fachhochschulen für die verschiedensten Berufsausbildungen. Erwachsenbildende Kurse erteilt z. B. die Migros Klubschule.

Arbeiten[Bearbeiten]

Für die meisten Stellen im Dienstleistungssektor werden gute Kenntnisse der lokalen sowie einer zweiten Landessprache oder Englisch vorausgesetzt. Mit Deutschkenntnissen und den nötigen Qualifikationen ist in der Deutschschweiz rasch eine Stelle gefunden. Mit der Personenfreizügigkeit ist es ausserdem sehr einfach für EU-Ausländer eine Niederlassungsbewilligung zu bekommen. Dafür nötig ist ein Arbeitsvertrag oder genügend finanzielle Mittel, um sich den Lebensunterhalt selbst zu finanziern.

In der Arbeitswelt herschen in der Regel flache Hirachien und die Mitarbeitenden partizipieren bei wichtigen Fragen mit ihren direkten Vorgesetzten. Nur der kleinste Teil der Arbeitenden ist gewerkschaftlich organisiert, Streiks sind selten und stossen praktisch immer auf Ablehnung. Denoch existiert eine ausgewogene Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmenden. 2012 lehnten zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung in einer Volksabstimmung eine Erhöhung des gesetzliche Ferienanspruches von 20 auf 30 Tage ab.

Feiertage[Bearbeiten]

Nächster Termin Name Bedeutung
Sonntag, 1. Januar 2017 Neujahr Neujahrstag
Sonntag, 16. April 2017 Ostersonntag
Donnerstag, 25. Mai 2017 Auffahrt 40 Tage nach Ostern, Gedenken an die Himmelfahrt Christi
Sonntag, 4. Juni 2017 Pfingstsonntag
Montag, 1. August 2016 Bundesfeier Nationalfeiertag
Sonntag, 25. Dezember 2016 Weihnachten
Nationalfeiertag 1. August

In der Schweiz gibt es die o.g. sechs Feiertage, die im gesamten Land arbeitsfrei sind.

In weiten Teilen der Schweiz werden ausserdem Karfreitag (Freitag, 14. April 2017), Ostermontag (Montag, 17. April 2017), Pfingstmontag (Montag, 5. Juni 2017), eidg. Buss- und Bettag (18. September 2016), Stephanstag (Montag, 26. Dezember 2016) und Berchtoldstag (Montag, 2. Januar 2017) begangen.

Fallen diese Feiertage auf einen Werktag, verkehrt der öffentliche Fernverkehr (SBB usw.) wie an einem Sonntag (Fahrplanvermerk; † = Sonn- und Feiertage), wobei die Unterschiede oft nur minimal sind. Dies gilt nicht für die städtischen Verkehrsbetriebe. Diese beachten die regionalen Feiertage und haben dementsprechend stark unterschiedliche Fahrpläne.

Der Bundesfeiertag ist der einzige bundesrechtliche Feiertag. Alle anderen Feiertage werden durch die 26 Kantone festgelegt, so dass es von Kanton zu Kanton erhebliche Unterschiede gibt. Weiterhin wird an bestimmten traditionellen Festtagen nicht oder nur eingeschränkt bzw. verkürzt gearbeitet, obwohl diese Tage nicht als gesetzliche Feiertage anerkannt sind. Nicht selten betreffen solche Ereignisse nur bestimmte Bezirke eines Kantons oder sogar nur einzelne Gemeinden.

Der Nationalfeiertag am 1. August wird jeweils mit Höhenfeuern, Feuerwerk und auch Reden und Musikvorträgen begangen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Kriminalitätsrate in der Schweiz ist niedrig. In den Städten besteht ein leicht erhöhtes Risiko, Opfer von Taschendieben zu werden. Fahrräder z. B. sollten immer abgeschlossen werden, wenn sie aus den Augen gelassen werden. In grösseren Städten ist auch bei älteren Fahrrädern ein gutes Schloss empfehlenswert.

Die Schweiz ist als neutrales Land keinem Bündnis angeschossen, unterhält jedoch eine eigene Armee.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Die Schweiz bietet einen der höchsten Standards in der Gesundheitsversorgung weltweit, es gilt ein Krankenkassen-Obligatorium mit einer garantierten Grundversorgung.
Jede grössere Stadt verfügt über ein oder mehrere Spitäler, zunehmend werden an den Spitälern hausärztliche Notfallpraxen geführt, welche ähnliche wie die rund um die Uhr geöffneten "Permanencen" in grossen Städten bei gesundheitlichen Problemen direkte Anlaufstellen sind. In den grösseren Spitälern sind die Formulare und das Personal auch mehrsprachig.Die Dichte an Ärzten ist eine der höchsten weltweit, der hausärztliche Notfalldienst ist flächendeckend organisiert.
Das Rettungswesen ist vorbildlich und die verschiedenen Blaulichtorganisationen untereinander vernetzt, der Sanitätsnotruf (144) ist schweizweit eingeführt. Jeder Punkt in der Schweiz kann von der nichtstaatlichen REGA (Notruf 1414) innerhalb kürzester Zeit per Helikopter erreicht werden. Die Gönnermitgliedschaft bei der REGA ist sehr zu empfehlen. Im Wallis ist die Air Glaciers (Notruf 1415) für die Luftrettung zuständig.

Das Leitungswasser, aber auch das Wasser in den meisten Brunnen in der Schweiz, ist, soweit nicht anders angeschrieben, grundsätzlich trinkbar und qualitativ oft sogar Mineralwasser überlegen.

In vielen Gebieten vor allem im nordöstlichen Mittelland (Thurgau, Schaffhausen, Zürich, nördlicher Kanton St. Gallen sowie Raum Aarau/Olten), in der Drei-Seen-Region (Neuenburgersee) sowie im südlichen Thunersee-Gebiet (Region Spiez-Niedersimmental) (Stand: 2012) herrscht die erhöhte Gefahr von Ansteckungen mit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), die durch Zeckenbiss übertragen wird. Bei Ausflügen in den Wald wird empfohlen, die notwendigen Schutzvorkehrungen zu treffen (lange Kleider, Zeckenspray etc.). Bei längeren Aufenthalten in der Region mit Tätigkeiten im Wald wird die Schutzimpfung empfohlen.

Klima[Bearbeiten]

Die den Kurort St. Moritz umgebenden Berge und der See von St. Moritz

Erhebliche Unterschiede sind bedingt durch die Höhenlage und die Richtung der Gebirge. In den Alpen bleibt ab ungefähr 2800 m der Schnee an allen Stellen liegen, wo er haften kann; daher die Firnmeere der hohen Bergcolouirs, während schroffe Felswände, auch wenn sie über der Schneegrenze liegen, das nackte Gestein zeigen. Der grössere Teil des Landes, das gesamte Rheingebiet, ist nach Norden ausgerichtet; umgekehrt die Südseite des Gebirges, z. B. das Tessin. Daher der grosse Unterschied beider alpiner Seiten nach Klima und Organismen. Die mittlere Jahreswärme der Hochebene beträgt 8–10 °C, in Lugano 11,6 °C. Auch das untere Rhônetal zeichnet sich durch eine hohe Sommerwärme und geringe sommerliche Niederschläge aus. In St. Gallen, am Eingang in das Voralpenland, erreicht das Jahresmittel bloss 7,4 °C, in dem hohen, von Schnee- und Gletschermassen umgebenen Zermatt nur 3,5°C. Man zählt im Süden ca. 120, im Norden 145 bis 165 jährliche Regentage. Die Regenmenge (der Schnee in Wasser verwandelt) bewegt sich zwischen 700 und 2'000 mm; sie beträgt z. B. in Sion (Wallis) 598, in Bern 1'028, in Neuenburg 932, in Einsiedeln 1'753 und in Lugano 1'545 mm. Höhere Alpengegenden besitzen einen beträchtlichen Schneefall. Bei dem Hospiz des St. Bernhard z. B. beträgt er oft in einem Monat weit über 2 m, und um Bevers (Oberengadin) liegt, bei einem Gesamtschneefall von über 3 m, die weisse Decke nicht selten fünf bis sechs Monate lang auf der Talfläche. Nebel sind im Mittelland häufig, besonders in Sumpf- und Wassergegenden, z. B. im Seeland. Ein eigentümlicher Wind ist der warme Fallwind Föhn.

Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Grundsätzlich gelten in der Schweiz ähnliche Regeln des Anstandes und des gegenseitigen Respekts wie in anderen westeuropäischen Ländern auch. Dennoch sind einige kleine Unterschiede erwähnenswert:

  • Es gilt ein unausgesprochenes Understatement. Bescheidenheit wird als angenehm empfunden.
  • Beim Anstossen mit einem Glas Bier oder Wein ist mit dem Partner Augenkontakt herzustellen. Die französische Art, sich bereits der nächsten Person zuzuwenden, gilt als unhöflich.
  • Enge Freunde und gute Bekannte geben sich drei Küsse auf die Wangen – links, rechts, links.
  • Das in Deutschland gebräuchliche «Hallo» bei der Begrüssung wird in der Schweiz ausschliesslich für Freunde und Kollegen genutzt. Personen, die man nicht kennt oder mit denen man per Sie ist, werden mit «Grüezi» oder «Guten Tag» begrüsst.
  • Das in Deutschland übliche "Tschüss" zur Verabschiedung wird von Schweizern als kollegial/vertraulich empfunden und ausschliesslich gegenüber Personen benutzt, mit denen man per Du verkehrt. Personen, mit denen man per Sie ist, können neutral mit «Auf Wiedersehen» (bzw. «Auf Wiederhören») oder mit «Adieu» verabschiedet werden.
  • Pünktlich wie eine Schweizer Uhr ist nicht nur eine Floskel. Zu frühes oder all zu spätes Erscheinen zu einer Einladung mit festem Zeitpunkt wird nicht gerne gesehen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Telefon und Mobilfunk[Bearbeiten]

Die Internationale Vorwahl lautet: +41 bzw. 0041. Wird diese internationale Vorwahl verwendet, so fällt die führende Null bei den Nummern weg. Aus 044 123 45 67 wird also 0041 44 123 45 67. Auch bei Gesprächen vom Festnetz innerhalb derselben Ortsvorwahl ist diese mitzuwählen. Schweizintern ist die normalen Telefonnummer zehnstellig (044 999 99 99) und auch so zu wählen. Bei internationalen Gesprachen in die Schweiz ist die Null wegzulassen (+41 44 999 99 99). Will man aus der Schweiz ein internationales Gespräch führen, ist vor der Länderzähl eine Doppelnull zu wählen. Beispiel: Deutschland 0049 + nationale Rufnummer.

Es gibt drei Mobilnetzanbieter, die jeweils ein eigenes Netz betreiben: Swisscom, Salt und Sunrise. Daneben gibt es mehr als ein Dutzend Serviceprovider, die SIM-Karten für Privatkunden anbieten. Die Unterschiede betreffend Kosten und Empfangsleistung sind vernachlässigbar klein. Ein Vergleich bietet sich aber an, besonders bei den Tarifen für den Internetzugang. Wer selten telefoniert oder kaum mobiles Internet braucht, sollte ein Prepaid-Angebot in Erwägung ziehen. Etwa von Lebara Mobile, deren SIM-Karten unkompliziert bei Postfilialen gekauft werden kann. Für den Preis von knapp 15 CHF bekommt man eine Karte mit 30 CHF Guthaben; bei den Migros-Supermärkten sind Angebote von M Budget erhältlich. SIM-Karten werden nur gegen Vorlage eines Personalausweises & teils Identitätsprüfung ausgegeben.

Die Abdeckung ist auch in ländlichen Gebieten bei allen Anbietern vorbildhaft. Funklöcher trifft man selbst in den Alpen nur selten an. Besonders in Skigebieten ist die Abdeckung hervorragend.

Mobiltelefone werden in der Schweiz nicht Handy, sondern Natel genannt. Dieser Begriff bedeutete ursprünglich Nationales Autotelefonnetz und hat sich dann auf die verwendeten Geräte übertragen.

Postnetz[Bearbeiten]

Poststelle

In der Schweiz besteht ein dichtes Postnetz der Schweizerischen Post, die Schalter größerer Poststellen haben meisten Montag bis Freitag von 8 bis 18.30 Uhr geöffnet und meist auch am Samstag Vormittag geöffnet (kleinere Poststellen haben oft sehr eingeschränkte Öffnungszeiten). Bei den gelben Briefkästen ist die Leerungszeit zu beachten, sie werden auf dem Land nur einmal am Tag geleert. In einer Anzahl von kleineren Orten wurde die Poststelle aufgehoben und durch eine Filiale im Dorfladen ersetzt.

Porto Tarife (National/International) (Stand: November 2012) für einen Standardbrief oder eine Ansichtskarte (B5 bis 20 g):

Ziel Versendungsform Zustelldauer Preis
Schweizweit A-Post / PRIORITY nächster Werktag 1.00 CHF
B-Post / ECONOMY 2–3 Tage 0.85 CHF
Europa Luftpost / PRIORITY 2–4 Tage 1.40 CHF
ECONOMY 6–12 Tage 1.30 CHF
übrige Länder Luftpost / PRIORITY 3–7 Tage 1.90 CHF
ECONOMY 7–15 Tage 1.60 CHF

Auslandsvertretungen[Bearbeiten]

Eine Übersicht aller Botschaften in der Schweiz findet man auf der Internetseite des EDA. Die Schweizerischen Vertretungen im Ausland findet man auf der Internetseite des Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Die meisten Botschaften befinden sich in der Hauptstadt Bern. Die grösseren Länder haben zusätzlich in Genf oder Zürich, teilweise auch in Lugano, Konsulate.

Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten]

Deutsche Botschaft Bern, Willadingweg 83, 3006 Bern, Tel.: +41 031 359 43 43, Mobil: +41 0041 79 357 93 73 (nur Notfälle), Fax: +41 031 359 44 70. Mo-Do nachmittags; Mo, Di, Do, Fr vormittags

Generalkonsulat in Genf; Honorarkonsulate in Basel, Lugano und Zürich

Republik Österreich[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Karten der Schweizerischen Landestopographie können von der Website www.schweizmobil.ch nicht nur eingesehen sondern auch (über den Weg als speicherbares PDF) ausgedruckt werden - ideal zur Planung von Wanderungen, vor allem wenn sie Blattgrenzen überschreiten.
  • Verkehrsregeln Schweiz Die wichtigsten Unterschiede der Verkehrsregeln in der Schweiz zu Deutschland.

Belege[Bearbeiten]


Brauchbarer Artikel Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.