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Arosa

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Arosa
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Arosa ist eine für den Winter- und zunehmend auch den Sommertourismus bekannte Gemeinde in Kanton Graubünden. Sie liegt zuhinterst im Schanfigg, dem Tal, das von der Plessur durchflossen wird und sich bis hinab nach Maladers bei Chur erstreckt. Die Gemeinde Arosa hat 2013 mit zahlreichen kleinen Nachbargemeinden fusioniert. Seit Calfreisen, Castiel, Langwies, Lüen, Molinis, Peist und St. Peter-Pagig zum Gemeindegebiet von Arosa gehören, ist Arosa die flächenmässig grösste Gemeinde in der 2016 entstandenen politischen Region Plessur

Hintergrund[Bearbeiten]

Arosa vor 1900
Seehof, Arosa

Das Schanfigg, das Tal der Plessur, wurde 756 als "Scanavico" erstmals urkundlich erwähnt, oberhalb von Langwies war das Gebiet allerdings nur ein kaum zugängliches Wald- und Jagdgebiet. Die Besiedelung des Gebiets des heutigen Arosa begann erst im 12./13. Jhdt. Ab ca. 1300 wanderten Walser von der Walserkolonie in Davos über den 1 Strelapass von Davos her ins Tal des hinteren Schannfigg ein und gründeten in Fondei, Sapün, Medergen, Langwies und in Arosa Siedlungen. 1384 wurde in 2 Langwies eine Kirche zur Versorgung der verstreut lebenden Bewohnerschaft des Tals gebaut. In den Bündner Wirren wurden die meisten Dörfer im Schanfigg niedergebrannt und mussten neu aufgebaut werden. Dank der Walser Herkunft war das Tal von Arosa stets deutschsprachig, 1530 wurde die Reformation eingeführt.

Arosa blieb lange ein wenig bedeutender Weiler, der zum Gemeindegebiet von Davos gehörte und nur über den Strela- oder Durana-Pass erreicht werden konnte. Die Situation veränderte sich, als 1875 eine Strassenverbindung von Chur nach Langwies fertiggestellt wurde, die Strasse wurde 1890 bis Arosa weitergeführt. 1877 wurde in Arosa eine erste Pension eingerichtet, mit dem Bau eines Sanatoriums durch den deutschen Arzt Dr. Otto Herwig im Jahr 1888 begann der Aufschwung von Arosa als Höhenkurort. Mit dem Bau der über kühne Viadukte führenden Linie der Rhätischen Bahn nach Arosa erlebte der Ort starkes Wachstum.

Noch vor dem 2. Weltkrieg begann der Niedergang des Kurtourismus, der mit der Eröffnung der ersten Skilifte noch vor den Kriegsjahren, dem Bau des Hörnli-Skilifts als längstem Schlepplift der Schweiz und der Umnutzung von Kur- und Sporthotels in der Nachkriegszeit fortgesetzt werden konnte. Mit dem Bau der Seilbahn aufs Aroser Weisshorn 1956/57 wurde das Skigebiet erweitert, 1963 wurde die kombiniert als SKilift und Sesselbahn nutzbare Anlage aufs Hörnli durch eine Gondelbahn ersetzt. Ein Skilift von Langwies - Fondei war aufgrund der schlechten Zugänglichkeit ein kommerzieller Fehlschlag, dafür konnte endlich 1984 das Skigebiet am Hochwang eröffnet werden. Mit der Verbindung mit dem Skigebiet Lenzerheide stieg die Zahl der nutzbaren Anlagen und Pistenkilometer ab 2013 nochmals stark an.

Die wiederholt diskutierten Pläne, die Stadtbahnstrecke in Chur unterirdisch in einen Tunnel zu verlegen, konnte bis heute noch nicht angegangen werden.

Anreise[Bearbeiten]

RhB 482 Arosa.jpg

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der 1 Bahnhof Arosa wird von der meterspurigen Arosa-Bahn der Rhätischen Bahn von Chur aus angefahren. In Chur besteht Anschluss ans Fernverkehrsnetz der SBB.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto gelangt man auf der Autobahn A13 A13 nach Chur, verlässt diese beim Anschluss Symbol: AS Chur Süd und gelangt über die Südumfahrung Chur, Plessurquai, St.Luzistrasse auf die Arosastrassem. Auf der Kantonsstrasse 740 nach Arosa ist im Winter auf den teils kurvigen Strassenkilometern Winterausrüstung vorgeschrieben und es kann auch zu Sperrungen kommen.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Arosa

Arosa verfügt über zwei Buslinien, die alle Ortsteile regelmässig miteinander verbinden. Ein Nachtbus-Angebot besteht ebenfalls. Darüberhinaus stehen ausreichend örtliche Taxis zur Verfügung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Arosa mit dem See
Bergkirchli
Dorfkirche Arosa
Kirche Tschiertschen
  • 1 Bergkirchli , das erste Gotteshaus in Arosa wurde 1493 errichtet und diente bis zu Beginn des 20. Jhdt. als Pfarrkirche, heute wird es für Konzerte, Hochzeiten und nur an hohen Feiertagen für Gottesdienste genutzt.
  • die 2 Dorfkirche Arosa
  • die 3 kathol. Kirche Maria Himmelfahrt wurde 1936 gebaut, nachdem die katholische Wohnbevökerung in Arosa stark zugenommen hatte.
  • 4 Heimatmuseum Schanfigg
  • der 1 Eichhörnchenweg mit seinen Eichhörnchen, die von den Besuchern gefüttert wurden und heute handzahm sind, wird auch mit Kindern gern besucht. Er beginnt beim Waldhotel resp. dem Tomeliweg und führt durch den Wald bis zu einem Spielplatz bei der Bushaltestelle Maran.
  • 5 Arosa Bärenland ("Das erste Schweizer Bärenschutzzentrum"), Dorfstrasse / SKZA, CH-7050 Arosa. Tel.: +41 81 378 70 20, E-Mail: . Befindet sich unterhalb der Mittelstation der Weisshorn-Bahn in Arosa und kann ausschließlich zu Fuss oder mit der Seilbahn erreicht werden. Das ca. 3 ha umfassende Gelände des Bärenschutzzentrums bietet bis zu fünf Bären Platz. Das Arosa Bärenland ist täglich von 9 Uhr bis 17.40 Uhr geöffnet. Von einer Plattform aus können Besucher die Bären beobachten.

Langwies[Bearbeiten]

  • 6 Reformierte Kirche : die reformierte Kirche in Langwies wurde um 1475 gebaut, nachdem sich Langwies von der Talschaftskirche St. Peter gelöst hatte, auf einer Vorgängerbaute aus dem 14. Jhdt. errichtet und erhielt gegen Ende des 14. Jhdt. sein spätgotisches Gewölbe im Kirchenschiff.
  • von einem 7 Aussichtspunkt gibt sich ein schöner Ausblick auf das Langwieser Viadukt der Chur-Arosa - Bahn.

St. Peter[Bearbeiten]

  • die 8 Ref. Kirche St. Peter diente lange als Talschaftskirche des Schanfigg. Der Kirchturm stammt aus dem 11./12. Jhdt., im Chor fanden sich Fresken aus der Zeit um 1500, die Holzdecke mit Flachschnitzereien ist hochgotisch.

Lüen[Bearbeiten]

  • In der 9 Kirche Lüen , einem romanischen Bau aus dem Jahr 1026, wurden 1926 Fresken des Waltensburger Meisters freigelegt, die im Zusammenhang mit dem Bilderverbot in der Reformation im 16. Jhdt. übertüncht worden waren.

Castiel[Bearbeiten]

Kirche Castiel

Die 10 Kirche Castiel wurde auf einem mittelalterlichen Burghügel errichtet. Der gotische Bau stammt aus dem Jahr 1510, die Holzkanzel aus der Zeit nach den Bündner Wirren aus 1656.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Winter[Bearbeiten]

  • Das Skigebiet Arosa - Lenzerheide 2 Lenzerheide umfasst insgesamt 43 Liftanlagen (allein schon auf der Aroser Seite 13 Liftanlagen) und rund 225 Kilometer Pisten.
Name Telefon Höhenlage Anzahl Klein- und GroßkabinenbahnenAnzahl Klein- und Großkabinenbahnen Anzahl SessellifteAnzahl Sessellifte Anzahl SchlepplifteAnzahl Schlepplifte Pistenkilometer leichtPistenkilometer leicht Pistenkilometer mittelPistenkilometer mittel Pistenkilometer schwerPistenkilometer schwer Σ
Skigebiet Arosa - Lenzerheide +41 (0)81 385 57 00 1.230 - 2.865 m 8 18 17 110 87 28 225 km
  • In Arosa ist der Skiclub Arosa, aus dem einige bekannte Skifahrer hervorgingen, der Eishockeyclub Arosa (EHC Arosa) und der Curling Club beheimatet. Arosa war Austragungsort verschiedener Ski- und Snowboard - Meisterschaften.

Im Sommer[Bearbeiten]

Rund um Arosa ergeben sich zahllose Möglichkeiten zum Wandern oder Mountainbike fahren.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Im Restaurant Peking gleich nebenan gibt es authentische Küche aus China. Feine Spezialitäten, gute Weine und ein warmes Ambiente findet man im Restaurant Gspan in Inner-Arosa.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Die Gemeinde bietet rund 4'500 Gästebetten in Hotels und weitere 8'000 Gästebetten in Ferienwohnungen.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Weisshorn Weisshorn (2653,2 m ü. M.), Panoramablick, Gipfelrestaurant. Seilbahn (Talstation) vom Bahnhof aus

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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