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Chur

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Chur
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Chur ist die Hauptstadt des Kantons Graubünden in den Schweizer Alpen. Chur ist gleichzeitig auch die grösste Siedlung im Kanton und Knotenpunkt für viele Verkehrsverbindungen in weitere Regionen von Graubünden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Chur ist die Hauptstadt von Graubünden. Die Stadt gilt als älteste durchgehend bewohnte Stadt der Schweiz. Sie ist auch Sitz des Bischofs des Bistums Chur.

Die Stadt wurde durch die Römer gegründet, und zwar als Curia Raetorum, an der Stelle einer schon vorhandenen keltischen Siedlung. In Chur wurde das erste Bistum nördlich der Alpen eingerichtet, in dessen Funktion als Bischofssitz wird sie 452 erstmals erwähnt. Die römische Siedlung befand sich an der Stelle des heutigen Welschdörfli am linken Plessurufer, dort sind auch einige Ausgrabungen zu besichtigen. Die Kathedrale und der Bischofssitz entstanden auf dem Hof, also dem Hügel auf der anderen Flussseite, dem rechten Plessurufer. Um sie herum entstand die mittelalterliche Stadt, das heutige Stadtzentrum. Die Stadtmauer wurde im 13. Jahrhundert errichtet, eine Stadtgründung im eigentlichen Sinn gab es nie, denn die Bürger selber entmachteten den bisherigen Stadtherrn, den Bischof, schrittweise. Der Bischof versuchte die vollständigen Stadtrechte zu verhindern oder zumindest zu beschneiden, so erhielt 1489 Chur zwar die hohe Gerichtsbarkeit, der angestrebte Status einer Freien Reichsstadt blieb ihr dennoch verwehrt. Diese Differenzen mit dem Bischof führten dazu, dass sich die Stadt ab 1523 der Reformation anschloss, obwohl sie einen katholischen Bischofssitz besaß. Dieser Zustand, reformierte Stadt mit Sitz eines katholischen Bistums, hält bis heute an. Mit der 1820 in Kraft getretenen Kantonsverfassung wurde Chur offiziell Hauptstadt des Kantons Graubünden, wobei sie schon immer die wichtigste Stadt der Drei Bünde war. Mit der Eröffnung der Eisenbahn 1858 und dem Abbruch der Stadtbefestigung im 19. Jahrhundert begann das bis heute anhaltende Wachstum der Stadt in die Fläche des Rheintals.

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Vom Bodensee her, das Rheintal hinauf, führt die Autobahn A13 (Europastraße 43) über Chur weiter in Richtung San Bernadino. Von Zürich her mündet die Walensee - Autobahn A3 bei Sargans in die A13.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Am 1 Bahnhof Chur Bahnhof Chur in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Chur im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Chur (Q663869) in der Datenbank Wikidata enden die Normalspurstrecken der SBB. Es bestehen sehr gute Verbindungen mit Zürich. Ebenfalls Verbindungen über die Rheintalstrecke St.Margrethen - Buchs.

Weiter ins Kantonsgebiet führt die schmalspurige Rhätische Bahn, welche die Verbindungen in die meisten touristisch erschlossenen Orte Graubündens sicherstellt. Nicht nur Eisenbahnfreunde schätzen die Bahnverbindungen nach Tirano (I) (Bernina Express) und Zermatt (Glacier Express).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von Bellinzona im Tessin über den San Bernadino gibt es stündlich eine Postautoverbindung nach Chur. Die Busse fahren vom Busbahnhof auf der Ebene über den Gleisen des Bahnhofs ab.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Chur

In der Stadt selber gibt es ein dichtes Busnetz. Die Altstadt ist auch problemlos zu Fuss zu erkunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Kathedrale St. Maria Himmelfahrt Kathedrale St. Maria Himmelfahrt in der Enzyklopädie Wikipedia Kathedrale St. Maria Himmelfahrt im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKathedrale St. Maria Himmelfahrt (Q684506) in der Datenbank Wikidata
  • 2 Martinskirche Martinskirche in der Enzyklopädie Wikipedia Martinskirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMartinskirche (Q1421539) in der Datenbank Wikidata
  • 3 Regulakirche Regulakirche in der Enzyklopädie Wikipedia Regulakirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRegulakirche (Q1539054) in der Datenbank Wikidata
  • 4 St. Luziuskirche St. Luziuskirche in der Enzyklopädie Wikipedia St. Luziuskirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSt. Luziuskirche (Q1481870) in der Datenbank Wikidata
  • 5 Kirche Comander Kirche Comander in der Enzyklopädie Wikipedia Kirche Comander im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKirche Comander (Q1113300) in der Datenbank Wikidata

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • 6 Bischöfliches Schloss Bischöfliches Schloss in der Enzyklopädie Wikipedia Bischöfliches Schloss im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBischöfliches Schloss (Q866255) in der Datenbank Wikidata

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 7 Neues Gebäu Neues Gebäu in der Enzyklopädie Wikipedia Neues Gebäu im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeues Gebäu (Q1980318) in der Datenbank Wikidata, der Regierungssitz
  • 8 Rathaus Rathaus in der Enzyklopädie Wikipedia Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRathaus (Q2132409) in der Datenbank Wikidata
  • Obertor
  • 9 Hoftorturm

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Vazerol Denkmal
  • 10 Fontana Denkmal

Museen[Bearbeiten]

  • 11 Rhätisches Museum Rhätisches Museum in der Enzyklopädie Wikipedia Rhätisches Museum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRhätisches Museum (Q2178552) in der Datenbank Wikidata Das barocke Patrizierhaus, in dem das Museum untergebracht ist, wurde 1675 von Paul von Buol-Strassberg erbaut.
  • 12 Bündner Naturmuseum, Masanserstrasse 31, 7000 Chur. Bündner Naturmuseum in der Enzyklopädie Wikipedia Bündner Naturmuseum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBündner Naturmuseum (Q1020808) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: Di-So 10-17. Preis: 6 CHF.
  • 13 Bündner Kunstmuseum, Bahnhofstrasse 35, 7000 Chur. Tel.: +41 81 257 28 70. Bündner Kunstmuseum in der Enzyklopädie Wikipedia Bündner Kunstmuseum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBündner Kunstmuseum (Q1020806) in der Datenbank Wikidata. Werke von Angelika Kauffmann, Giovanni Segantini, Ernst Ludwig Kirchner und der Künstlerfamilie Giacometti. Geöffnet: Di-So 10-17 (Do bis 20 Uhr. Preis: 15 CHF.
  • 14 Weinbaumuseum, Neubruchstrasse 31, 7000 Chur. Tel.: +41 81 254 42 73.
  • Domschatz (in der Kathedrale)

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • 15 Postplatz Postplatz in der Enzyklopädie WikipediaPostplatz (Q2106242) in der Datenbank Wikidata

Parks[Bearbeiten]

  • Stadtgarten
  • Fontana Park

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • 16 Ausgrabungsgelände der römischen Siedlung

Aktivitäten[Bearbeiten]

Chur ist das städtische Zentrum Graubündens und dementsprechend groß ist das Angebot.

  • Das 1 Skigebiet Chur - Brambrüesch umfasst 4 Liftanlagen und rund 20 Kilometer Pisten und kann direkt von der Stadt aus erreicht werden. Die nächsten grösseren Skigebiete mit noch mehr Herausforderungen und Pistenkilometern sind diejenigen von Lenzerheide - Arosa und Flims / Laax.
Name Telefon Höhenlage Anzahl Klein- und GroßkabinenbahnenAnzahl Klein- und Großkabinenbahnen Anzahl SessellifteAnzahl Sessellifte Anzahl SchlepplifteAnzahl Schlepplifte Pistenkilometer leichtPistenkilometer leicht Pistenkilometer mittelPistenkilometer mittel Pistenkilometer schwerPistenkilometer schwer Σ
Skigebiet Chur - Brambrüesch +41 (0)81 250 55 90 1.170 - 2.160 m 2 1 1 8 8 4 20 km
  • Scubalino (Tauchschule in Chur, PADI IDC Centre), 
Kasernenstrasse 95, 7007 Chur. Tel.: +41 (0)81 253 11 12. Scubalino ist eine Tauchschule mit einem Angebot für Einsteiger oder Tauchprofi; für alle Facetten des Tauchsports werden Kurse, Material, Service, Reisen angeboten. Geöffnet: 09.00 - 11.45, 13.30 - 18.30.

Einkaufen[Bearbeiten]

Um den Postplatz und entlang der Oberen Gasse finden sich die meisten Einkaufsmöglichkeiten.

Küche[Bearbeiten]

Die Stadt Chur ist dafür bekannt, dass sie die höchste Dichte an Beizen und Bars in der Schweiz hat. Man findet dort von Gourmetrestaurant bis zu urchigen Stammbeizen. Gerne isst man vorallem die Bündner Spezialitäten wie Capuns oder Maluns. Bei Capuns handelt es sich um in Mangoldblätter, typischerweise wird Schnittmangold verwendet, oder Lattichblätter gewickelte Päckchen aus Spätzleteig, der mit Kräutern und in kleine Stücke geschnittenem Salsiz oder Bündnerfleisch angereichert ist. Maluns hingegen ist ein Kartoffelgericht, wobei diese gerieben und mit Mehl vermischt langsam in Butter geröstet werden.

Da in den Bündner Bergen zur Herbstzeit gejagt wird, sind auch Fleischgerichte wie zum Beispiel Hirschpfeffer oder Rehpfeffer zur Saison sehr beliebt. Dies wird zusammen mit Rosenkohl, karamellisierten Marronis und verschiedene Arten von Spätzli serviert.

  • Der Likör Churer Röteli. Röteli in der Enzyklopädie Wikipedia Röteli im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRöteli (Q2202868) in der Datenbank Wikidata. ist eine alte Spezialität, die Drogistenfamilie Ullius stellt ihn in der fünften Generation her. Er soll seinen Ursprung im Jahr 1012 haben. Es kann auch vorkommen, dass der Likör ausverkauft ist, er wird traditionell in Handarbeit hergestellt.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Im Welschdörfli sind viele Discos und Clubs zu finden.
  • Chur hat prozentual schweizweit am meisten Pubs, Restaurants, Bars und Discos.
  • 1 Giger-Bar Kalchbühl, Comercialstrasse 23, 7000 Chur. Tel.: +41 81 253 75 06. Giger-Bar Kalchbühl in der Enzyklopädie Wikipedia Giger-Bar Kalchbühl im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGiger-Bar Kalchbühl (Q8503302) in der Datenbank Wikidata. Die Giger Bar wurde vom Churer Künstler und Oscar-Preisträger H.R.Giger geschaffen, dem Schöpfer des Alien. Wer seinen Drink mit Fantasiegeschöpfen und Skeletten einnehmen möchte ist hier genau richtig. Außer in der Heimatstadt des Künstlers gibt es noch ähnliche Bars in Gruyères, Tokyo und New York City. Geöffnet: Mo bis Fr 8:00 - 20:00, Sa 8:00 - 18:00 Uhr.

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

  • das 1 Kantonsspital Chur verfügt über eine Notfallstation und stellt als Zentrumsspital auch die Versorgung in Spezialdisziplinen sicher. Patienten mit komplexeren Erkankungen und Unfallfolgen, die in den umliegenden Regionalspitälern nicht behandelt werden können, werden nach Chur verlegt, nicht selten mit den Hubschraubern der REGA.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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