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Essen und Trinken in der Schweiz

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Die schweizerische Küche verfügt, bedingt durch die Landesteile mit verschiedener Sprache und Kultur, über Einflüsse der italienischen, deutschen und französischen Küche. In den unterschiedlichen Regionen hat sich eine herrliche Vielfalt an lokalen Speisen erhalten. Bekannte Spezialitäten sind Raclette, Käsefondue, Zürcher Geschnetzeltes, Rösti und weitere Gerichte. Im Süden sind Polenta und Risotto populär. Auch für die vielfältigen Käse- und Schokoladensorten ist die Schweiz bekannt.

Käse[Bearbeiten]

Käsegerichte[Bearbeiten]

  • Raclette ist ein typisches Winteressen der Bergregionen. Käse wird geschmolzen und mit Pellkartoffeln, sauren Gurken, Essigzwiebeln, Senffrüchte usw. gereicht.
  • Käsefondue ist ein Gericht aus geschmolzenem Käse, in den Brotstücke eingetaucht werden. Als Grundzutaten werden Käse, Weißwein, etwas Kirschwasser und Maisstärke zum Eindicken, Knoblauch, etwas Muskatnuss und Pfeffer verwendet, wobei sich der Charakter des Fondues durch die verwendeten Käsesorten bestimmt wird.
    • Moitié-moitié (französisch für halb-halb) besteht aus je zur Hälfte Vacherin und Greyerzer.
    • Das Appenzeller Fondue wird nur aus Appenzeller Käse zubereitet.
    • Fondue fribourgeois im Kanton Freiburg wird mit der Käsesorte Freiburger Vacherin hergestellt, manchmal auch aus Vacherin und Greyerzer zu gleichen Teilen.
    • Eine Mischung aus zwei Teilen Greyerzer und einem Teil Raclettekäse ist in Genf üblich.
    • In der Ostschweiz wird eine Mischung aus gleichen Teilen Greyerzer, Appenzeller sowie Tilsiter bevorzugt.
    • Um Basel ist eine Mischung aus gleichen Teilen Greyerzer, Vacherin und Appenzeller verbreitet.
  • Bei einer Käseschnitte (Chässchnitte) wird eine Brotscheibe mit einer Mischung aus geriebenem Käse, Mehl, Milch oder Sahne und Eigelb bestrichen und dann in Öl oder Butter gebraten, oder auch im Backofen zubereitet. Das Gericht wird meist mit Salat oder Spiegelei serviert.
  • Käsefladen ist eine Hefeteig mit einem Belag aus geriebenem Käse, Eiern und gehackten Zwiebeln, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Muskat.
    • Der Appenzeller Käsefladen, Chäsflade, wird entweder mit Brotteig oder Hefeteig gemacht und der Belag besteht natürlich aus Appenzeller Käse
  • Chäsgatschäder bestehen aus Käse und Brot und ist im Prättigau beliebt. Das Brot wird mit Zwiebeln angebraten, mit Milch aufgekocht, der Käse darin aufgelöst und cremig gerührt.

Schweizer Käse[Bearbeiten]

Man könnte durch die Schweiz nur von Käserei zu Käserei reisen. In jeder Landesgegend, in jeder Region gibt es eigene Käsesorten, eine unglaublich Vielfalt aus einem einzigen Grundprodukt.

  • Der würzige Appenzeller ist ein Rohmilchkäse
  • Der weltberühmte Greyerzer, Gruyère, ist ein halbharter bis harter Hartkäse aus Rohmilch mit geschützter Ursprungsbezeichnung (AOP). Deshalb darf er nur in den Kantonen Waadt, Neuenburg, Freiburg und Jura, den Amtsbezirken Courtelary, La Neuveville, Moutier und einigen bernischen Gemeinden hergestellt werden.
  • Der löcherige Emmentaler stammt ursprünglich aus der Schweiz, wird aber mittlerweile weltweit hergestellt. Typisch für ihn sind die großen Löcher. Die Blasen entstehen durch Bakterien, die Kohlenstoffdioxid freisetzen. Als Auslöser für die Gasbildung dient die Zugabe von Heustaub.
  • Der Sbrinz ist ein Hartkäse, der mit zu den ältesten Käsesorten Europas zählt. Er wird nach traditioneller Methode in Handarbeit in Kupferkesseln in den Kantonen Luzern, Obwalden und Nidwalden hergestellt
  • Der schmelzend-weiche Vacherin Mont-d’Or ist ein Weichkäse aus Kuhmilch, der aus dem Schweizer Jura, der Gegend um den Lac de Joux und dem Waadtländer Jura stammt.
  • Vacherin fribourgeois ist ein Halbhartkäse aus dem Kanton Freiburg, der gerne für Käsefondue verwendet wird.
  • Der zu dekorativen Rosetten geschabte Tête de Moine wird im Berner Jura und im Kanton Jura aus unbehandelter Kuhmilch hergestellt. Das spezielle Werkzeug dazu, ein kurbelähnlicher Käsehobel, wird Girolle genannt.

Fundgrube für Käsespezialitäten sind die Verkaufsstände der Bauern und Käsehändler auf den Wochenmärkten. Der Käse kommt oft direkt von der Alp. Auch die vielen Schaukäsereien und Alpkäsekeller im Land sind ein Abstecher oder Ausflug wert.

Fleisch (Floisch und Floischgrichd)[Bearbeiten]

  • Zürcher Geschnetzeltes (Züri-Gschnätzlets, fr. émincé de veau zurichoise oder émincé à la zurichoise) besteht aus Kalbfleisch, Kalbsnieren und Champignons mit einer Rahmsoße, dazu gibt es Rösti, aber auch Nudeln, Reis, oder Kartoffelstock (Kartoffelpüree)
  • Fleischvögel werden in Deutschland als Rouladen, in der Romandie Paupiettes, im Tessin Involtini (Eingewickeltes) oder Uccellini (Vögelchen) bezeichnet. Dünne Scheiben vom Rind oder Kalb werden mit Speck, Zwiebeln oder auch anderen Zutaten belegt, zusammen gerollt und dann gebraten.
  • Prättigauer Chnödli sind würzige Fleischbällchen aus dem Prättigau, die mit Soße und verschiedenen Beilagen, oft auch mit Gemüse serviert werden.
Anekdote Bündnerfleisch - Ausführungen von Bundesrat H.-R.Merz
Einen legendären Auftritt hatte Bundesrat Hans-Rudolf Merz im Jahre 2010 mit seinen Ausführungen zur zollamtlichen Bearbeitung des Bündnerfleischs vor dem Parlament - der Lachanfall des Magistraten war über Wochen ein Renner in youtube
  • Bündner Fleisch ist eine Spezialität und eingetragene Marke in Graubünden. Von Sehnen und Fett befreites Rindfleisch wird mit Salz, Salpeter und Gewürzen einige Wochen nahe dem Gefrierpunkt gepökelt und danach 3-6 Monate lang an der Luft getrocknet. Während der Trocknung wird das Fleisch mehrmals gepresst, dadurch erhält es auch seine rechteckige Form. Während dieses Prozesses verliert das Fleisch die Hälfte seines Gewichtes- Das Ergebnis ist ein würziger Schinken, der in sehr dünne Scheiben geschnitten auf der Zunge zergeht. Das Bündnerfleisch wird meist mit Brot gegessen, dient aber auch in feine Streifen oder Würfel geschnitten für Capuns (siehe unten) oder als Suppeneinlage.
    • 1 Jörg Brügger & Co - Traditionsreiche Fleischtrocknerei, wo das beliebte Bünderfleisch noch heute in traditioneller Handarbeit entsteht. Im Erdgeschoss des Bauernhauses findet man das «Lädali» mit vielen Spezialitäten
  • Salsiz sind kleine Salami aus Graubünden
  • Die St. Galler Bratwurst trägt auch den Namen OLMA-Bratwurst nach der alljährlich statt findenden OLMA (Ostschweizer Land- und Milchwirtschaftsausstellung). Sie ist eine feine, weiße Bratwurst, der bayerischen Weißwurst in Farbe, Größe und Konsistenz ähnlich. Sie wird jedoch nicht wie die Weißwurst im Wasser erhitzt, sondern ausschließlich gebraten. Die Bratwurst besteht aus mindestens 24% Kalbfleisch, maximal 20% Schweinefleisch sowie Milch oder Milchpulver und Milcheiweiß und verschiedenen Gewürzen. Sie ist als geschützte geografische Angabe (GGA) eintragen und darf nur in einem bestimmten Gebiet in und um St. Gallen produziert werden. Die kleine Bratwurst wiegt 115 Gramm, die OLMA-Bratwurst 165 Gramm und die St.Galler Kinderfestbratwurst ist mit 220 Gramm das Schwergewicht. Im Sommer wird eine 500-900 Gramm schwere, schneckenförmig aufgerollte Bratwurst hergestellt, die als Schnägg bezeichnet wird. Sie wird mit einem traditionellen Brötchen, dem St.Galler Bürli, gegessen, das separat dazu serviert wird. Die St. Galler Bratwurst wird ohne Senf oder andere Soßen serviert. Sie mit Senf zu essen gilt als großes Tabu. Wer es trotzdem tut, zeigt, dass er kein Einheimischer ist.
  • Die Tessiner Luganighetta ist eine rohe Bratwurst aus Schweinefleisch. Sie wird zu einer Schnecke gedreht und von einem Spieß in Form gehalten. Sie kann gebraten werden oder mit anderen Gerichte, wie Risotto kombiniert werden.

Fisch[Bearbeiten]

  • Egli (Flussbarsch, Perca fluviatilis) wird auf der deutschen Seite des Bodensees auch der Kretzer genannt. Die Filets werden am besten gedämpft oder zart angebraten und mir unterschiedlichen Beilagen gereicht. Bei Egli Knusperli werden die Fischfilets im Bierteig ausgebackenen und mit Salzkartoffeln und Sauce Tatar serviert.

Suppen[Bearbeiten]

  • Bündner Gerstensuppe: In einer klaren Brühe kocht man Rollgerste (schweizerisch für Graupen) mit Kartoffeln, Knollensellerie und anderem Wurzelgemüse, dann wird Bündnerfleisch, Schinken, Speck oder Wurst zugegeben.
  • Bei der Heusuppe wird erst mit Heu eine Brühe gekocht, dann abgeseiht, darin Gemüse weich gegart, püriert und zum Schluss mit Sahne (Vollrahm) verfeinert.

Beilagen[Bearbeiten]

  • Die Rösti ist ein flacher, in der Pfanne ausgebackener Fladen aus geriebenen gekochten oder rohen Kartoffeln oder einem Gemisch. Um Zürich werden die rohen Kartoffeln bevorzugt, im Westen um Bern und in der Romandie sind es die gekochten. Bei der veganen Version werden die Kartoffeln nur durch die enthaltene Stärke gebunden. Die Emmentaler Rösti kann mit Speck angereichert sein, die Berner Rösti wird mit etwas Milch übergossen und dann nochmals gebraten.
  • Gschwellti werden auf schweizerdeutsch die Pellkartoffeln genannt.
  • Polenta ist ein meist aus Maisgrieß hergestellter fester Brei, der meist im italienischsprachigen Teil serviert wird. Bramata ist eine Variante mit grobem Maisgrieß in Graubünden.

Weitere Gerichte[Bearbeiten]

  • Capuns ist ein Päckchen aus Spätzleteig, daas mit Mangold-, Lattich- oder Spinatblättern umwickelt wird. Das traditionelle Gericht aus dem Kanton Graubünden wird mit klein geschnittenem Salsiz oder Bündnerfleisch angereichert. Capuns werden in Milchwasser gekocht und je nach Rezept noch mit Bergkäse überbacken. Dazu wird eine Sauce aus dem Milchwasser (halb Bouillon und Milch) gereicht.
  • Älplermagronen sind eine Art Gratin aus dem schweizer Alpengebiet, der aus Kartoffeln, Makkaroni, Käse, Sahne und Zwiebeln besteht. Als Beilage gibt es Apfelmus dazu.
  • Pizokel sind eine Spezialität aus Graubünden. Die Teigwaren erinnern an Spätzle, sie werden aus geriebenen Kartoffeln, Weizenmehl, Eier und Milch hergestellt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie sie auf den Tisch kommen. Sie werden mit zerlassener Butter, geröstetem Paniermehl, gratiniert, oder mit gebratenem Speck, Zwiebeln und geriebenem Käse, oder mit Gemüsen wie Wirsing, Spinat, Mangold serviert.
  • Birchermüesli wurde um 1900 vom Aargauer Arzt Bircher-Brenner entwickelt, aus Haferflocken, Zitronensaft, gezuckerter Kondensmilch, geriebenen Äpfeln, Mandeln oder Haselnüssen. Heute dürfte es kaum auf einem Frühstücksbüffet in einem Hotel fehlen.

Gebäck[Bearbeiten]

  • Der Vully-Kuchen (Gâteau du Vully, Wistenlacher Kuchen) ist ein Kuchen aus Hefeteig aus der französischsprachigen Schweiz, den es in einer süßen und salzigen Variante gibt. Die süsse Variante wird mit Creme Gruyere (Crème double, Doppelrahm) überzogen, die salzige mit Speck und Kümmel gewürzt. Der Kuchen wird auf Dorf- und Winzerfesten verkauft.

Süßes[Bearbeiten]

  • Die Rüeblitorte ist ein Karottenkuchen aus dem Aargau. Die Biskuitmasse mit Karotten und Nüssen wird üblicherweise mit kleine Marzipan-Karotten und gehackten Haselnüssen oder Mandeln um den Rand dekoriert.
  • Die Zuger Kirschtorte besteht aus zwei Japonaisböden (Baiser) und zwei Biskuitböden mit Kirschsirup und einer Füllung aus Kirschtortencrème. Die Torte wird mit Puderzucker bestäubt und der Rand mit gerösteten Mandelscheiben verziert. Die Torte ist gesetzlich geschützt, sie darf nur im Kanton Zug mit Zuger Kirschen oder Rigi Kirschen hergestellt werden.
    • 1 Das Zuger Kirschtorten Museum zeigt über 200 originale Exponate, Dokumente, Bilder aus der 100-jährigen Geschichte der Zuger Kirschtorte. Die Zuger Kirschtorten Meile im Neustadt-Quartier zeigt mit 5 drehbaren Bildstationen die Geschichte der Zuger Kirschen, des Zuger Kirschwassers und der Zuger Kirschtorte.
  • Vermicelles ist eine Tessiner Süßspeise aus gekochten und pürierten Esskastanien, die mit Butter, Läuterzucker, Vanillezucker und Kirschwasser verfeinert und mit Schlagsahne gegessen wird. Die Maronenmasse wird durch ein Lochblech gepresst, so entstehen etwa 15 cm lange "Würmer". Die Maronen-Würmer kann man in der Tube auch als Souvenir mit nach Hause nehmen.
  • Nidelzeltli sind Rahmkaramels
  • Appenzeller Biber ist ein Lebkuchengebäck mit Mandelmarzipanfüllung. Es wird als rundes Biberli als Z'Vieri gegessen, grössere Biber mit geprägten Darstellungen sind eher Mitbringsel, Geburtstags- oder Weihnachtspräsente.
  • Birebrot mit einer dunklen Füllung aus getrockneten Birnen und Nüssen gehören zu den typischen Appenzeller Backwaren.
  • Das Bündner Birnbrot besteht aus Hefeteig mit einer Füllung aus gedörrten Birnen, Sultaninen, Nüssen, oft auch Feigen oder gedörrten Äpfeln. Traditionell gab es das Birnbrot in Graubünden zum Jahreswechsel, inzwischen ist es das ganze Jahre erhältlich.

Schweizer Schokolade[Bearbeiten]

Schokolade kam im 16. Jahrhundert nach Europa, spätestens im 17. Jahrhundert auch in die Schweiz. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Ruf der Schweizer Schokolade im Ausland. Damit einher geht die Erfindung der Milchschokolade 1875 durch Daniel Peter und des Conchierens 1879 durch Rodolphe Lindt. Mehr zur Schweizer Schokolade erfährt man auf der Website des Verband Schweizerischer Schokoladefabrikanten.

Zutaten (Zuadada)[Bearbeiten]

  • Blaue St. Galler ist eine neu gezüchteten Kartoffelsorte aus der Schweiz mit blauvioletten Fleisch. Die Farbe bleibt beim Kochen und Frittieren erhalten, was diese Kartoffelsorte so besonders macht. Die Supermärkte von Migros und Coop verkaufen die Kartoffeln und haben auch blaue Kartoffelchips im Angebot.
  • Die Kastanie war früher ein Armeleuteessen und zwischenzeitlich verpönt. Heute feiert sie vor allem im Tessin ein Comeback in vielen Bereichen, von Marmelade, Honig, Torten über Brot, Püree, Pasta bis zu Bier und Grappa. Kandierte Kastanien, marrons glacés, sind eine gute Nachspeise.

Getränke[Bearbeiten]

Wein[Bearbeiten]

Schweizer Weine sind außerhalb des Landes schwer zu bekommen, der Großteil wird direkt in der Schweiz getrunken; nur ein sehr kleiner Teil wird exportiert. Die Nachfrage übersteigt die Menge des angebauten Weines, was zu hohen Preisen führt. Es werden ca. verschiedene 200 Rebsorten angebaut,viele sind international bekannt, es existieren aber auch autochthone Sorten, die nur lokal vertreten sind, z.B. Humagne Blanc aus dem Kanton Wallis. Die wohl bekannteste Weißweinsorte ist der Müller-Thurgau. Die Weinneuzüchtung wurde 1882 von dem Schweizer Hermann Müller-Thurgau aus dem Kanton Thurgau an der Forschungsanstalt Geisenheim im Rheingau gezüchtet. Vom Originalrebstock ist noch ein Exemplar in Wädenswil am Zürichsee erhalten geblieben.

Offizielle Weinregionen sind die Kantone Wallis, Waadt, Genf, Tessin und das Drei-Seen-Land (Teile der Kantone Bern, Freiburg und Neuenburg) in der Westschweiz und die Kantone Zürich, Schaffhausen, Aargau, Luzern, sowie der Thunersee und die Bündner Herrschaft.

In der Schweizer Weinverordnung gibt es drei Kategorien :

  • Kategorie I ist die höchste Stufe. Es sind kontrollierte Appellationen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung. Die Bezeichnung lautet AOC gefolgt vom Namen der Region. Für einige Gemeinden ist in dieser Kategorie die Bezeichnung Grand Cru zugelassen.
  • Kategorie II ist ein Landwein, Vin de Pays, mit Herkunftsbezeichnung
  • Kategorie III sind Tafelweine ohne Herkunftsbezeichnung
  • 2 Das Weinmuseum im Schloss Boudry ist, wie der Name schon sagt, dem Wein gewidmet.

Bier[Bearbeiten]

Die Feldschlösschen Brauerei hat in der Schweiz einen Marktanteil von über 40 Prozent und ist somit die unangefochtene Nummer Eins, sie ist in Besitz der dänischen Carlsberg. Danach folgt der holländische Heineken Konzern, der einen Marktanteil von etwa 20 Prozent hält. Damit sind schon über 60 Prozent am schweizerischen Biermarkt vergeben. Zusätzlich gibt es noch ein Dutzend mittelgroße Brauereien. Die letzten 4 Prozent des Marktes teilen sich etwa 600 kleinere, lokale Brauereien, die für den Touristen die Interessantesten sind.

  • 3 Im Besucherzentrum Brauquöll der Brauerei Locher in Appenzell gibt es Interessantes über die Braukunst und den Säntis Malt Whisky zu sehen. Im historischen Hopfenkeller gibt eine kurze Filmvorführung Einblicke in die Brauerei, und ein kleines Museum zeigt die alte Zeiten. Im Shop gibt es Bier und diverse Fan-Artikel zu erwerben.

Biergläßer und Biermaße[Bearbeiten]

Bezeichnung Größe in Liter Gegend Anmerkung
Becher 0,3 deutschsprachige Schweiz für Lagerbier
Canette 0,5 Westschweiz, besonders Freiburg Angabe für Bier im Glas
Chope 0,5 französischsprachige Schweiz im Glasbierkrug
Chübel 0,5 deutschsprachige Schweiz westlich von Zürich
Chübeli 0,3 deutschsprachige Schweiz
Flasche 0,58 Ostschweiz für Lagerbier in der Halbliter- bzw. 58-cl-Flasche
Flûte 0,2 Kanton Wallis
Galopin 0,2 Genf
Gambrinus 0,4 deutschsprachige Schweiz
Herrgöttli 0,2 deutschsprachige Schweiz
Hülse 0,5 deutschsprachige Schweiz für Bier in der Flasche, insbesondere auch für Halb-Liter-Büchsen benutzt
Humpe 0,5 deutschsprachige Schweiz im Glasbierkrug
Kleines 0,3 deutschsprachige Schweiz war ursprünglich ein Drittelliter, heute auch nur noch 0,2 Liter, insbesondere in der Gastronomie zur Unterscheidung vom Großen Bier
Krug 1,0 deutschsprachige Schweiz
Kübel 0,5 westliche deutschsprachige Schweiz, Innerschweiz und Bern
Maß 1,0 deutschsprachige Schweiz
Mini 0,2 Schweiz, im Besonderen im Wallis
Rugeli 0,3 Basel und Umgebung in einem bauchigen Glas mit Henkel
Spezli 0,33 Ostschweiz steht sowohl für die Form, als Maß aber auch für den Inhalt der Flasche „Spezialbier“
Stange 0,3 deutschsprachige Schweiz állgemein für Lagerbier im Glas

Schnäpse und Liköre[Bearbeiten]

  • Träsch ist ein beliebter Apfelbrand
  • Bätziwasser ist ein klarer Schnaps aus gedörrten Apfelschnitzen mit einen Alkoholgehalt von 40 % vol., der vor allem im Kanton Obwalden hergestellt und konsumiert wird.
  • Der Alpenbitter ist ein dunkler Bitter aus Kräutern mit einem Alkoholgehalt von rund 30 % vol,. Er wird im Appenzellerland und in der Region um Luzern hergestellt. Der bekannteste ist der Appenzeller Alpenbitter.
    • 4 Die Produktion des Appenzeller Alpenbitters kann ohne Voranmeldung besichtigt werden, jeden Mittwoch, von April bis Oktober, um 10.00 Uhr in Deutsch, die Dauer ist ca. 1.5 Stunden.

Alkoholfreie Getränke[Bearbeiten]

  • Rivella ist ein alkoholfreies, kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk mit 35 % Molke, das in Rothrist im Aargau hergestellt wird. Das Nationalgetränk ist Nummer 2 nach Coca-Cola in der Schweiz und wird inzwischen auch in anderen Ländern verkauft. Es gibt verschiedene Sorten, Rivella Rot, Blau (Rivella light), Grün (mit Grüntee-Extrakt), Pfirsich, Rhabarber und Mango Tropical.
  • Orangenmost ist ein kohlensäurehaltiges, alkoholfreies Getränk aus Orangen- und Apfelsaft, das in der Ostschweiz und Beckenried/NW als Spezialität mit Tradition gilt. Bekannt ist der Beckenrieder Orangenmost .
  • Gassosa (Gasosa, Gazosa oder Gazzosa) heißt auf italinisch "die Gashaltige". Es handelt sich um eine alkoholfreie, klare, gesüßte, kohlensäurehaltige Zitronenlimonade aus dem Kanton Tessin oder auch Italien. Es gibt auch die Geschmacksrichtungen caffè (Kaffee, dunkle Färbung), mandarino (Mandarine, orangefarben) und lampone (Himbeere, rosafarben).

Kaffee[Bearbeiten]

  • als Café crème wird der in der deutschsprachigen Schwaeiz am meisten servierte Kaffee in der Tasse bezeichnet, der analog eines Espresso mit Dampf zubereitet wird. Er wird mit Kaffeerahm (resp. Sahne) serviert, als Café doppel crème mit zwei Portionen Kaffeerahm. In der Regel wird der Kaffee in der Tasse und nicht im Kännchen serviert, die Preise liegen um 3.00 - 5.00 Fr.
  • der in der Kolbenkaffeemaschine gebrühte Espresso hat seinen Siegeszug auch durch die Deutschschweiz absolviert, er wird gern nach dem Essen genossen.
  • der Capuccino, ein Espresso mit geschäumter Milch, ist in der Schweiz inzwischen ebenso beliebt wie in Italien, oft wird der Milchschaum mit Cacaopulver bestäubt.
  • Café mélange ist ein Kaffee mit Schlagsahne, die häufig separat in einem Schälchen serviert wird
  • Schale ist ein Milchkaffee
  • als Café complet / Kafi complet wird ein Milchkaffee, Brot, Konfitüre, Käse, und Charcuterie (Aufschnitt) bezeichnet, der als Frühstück oder Abendessen serviert wird.
  • Kaffee Träsch, Luzerner Kafi, Kafi Luz, Kafi Zwetschgen, Kaffee fertig sind die Bezeichnungen für dünnen Kaffee mit Schnaps (Träsch, Kräuterschnaps, Zwetschgen-, oder Kirschwasser) und Zucker, im Kaffeeglas serviert.
  • Kafi GT, oder kurz GT, ist ein Kaffee mit Schnaps und Kaffeesahne
  • Schümli Pflümli ist ein dünner Kaffee mit Schnaps, Zucker und einer Haube Schlagsahne, im Kaffeeglas serviert.
Anekdote der Weg zum Café Luz
Klassisch wird der Kafi Luz in der Innterschweiz so zubereitet, dass man langsam Kaffee in ein Glas schüttet, bis man dadurch die Zeitung nicht mehr lesen kann, dann wird mit Schnaps (Träsch) aufgefüllt, bis man die Zeitung durch den Kaffee wieder lesen kann. Ist das Mischverhältnis so klar?

Kulinarischer Kalender[Bearbeiten]

Kulinarische Genüsse sind häufig saisonal. Obst und Gemüse sind schmackhafter wenn sie reif geerntet werden, auch Fleisch und Fisch unterliegen saisonalen Einflüssen. Zu jeder Jahreszeit werden Feste gefeiert, die den Genuss allgemein zum Thema haben oder bestimmte Nahrungsmittel in den Vordergrund stellen. Es gibt auch Trink- und Essgewohnheiten im Jahreslauf, die aus religiösen Traditionen, wie Fastenzeiten, entstanden sind.

Januar[Bearbeiten]

Februar[Bearbeiten]

  • Am Dienstag vor Aschermittwoch findet die Risottata di Carnevale im Tessin statt. Früher gab es einen wohltätigen Hintergrund, der ist heute verschwunden. Die Tradition, im Freien in grossen Kesseln Speisen zuzubereiten und an Teilnehmer des Festes zu verteilen, ist geblieben. Je nach Ort handelt es sich traditionell um Risotto oder auch um Gnocchi oder Polenta mit den einheimischen Würsten Luganighe.

März[Bearbeiten]

April[Bearbeiten]

  • Die Spargelsaison beginnt je nach Bodentemperatur Anfang bis Mitte April

Mai[Bearbeiten]

  • Spargelsaison
  • Anfang Mai findet Caseifici Aperti , die Tage der offenen Käsereien im Tessin statt. Bei 19 Käsereien aus allen Teilen des Kantons können Tessiner Käsesorten degustiert und Einblicke in die Käseherstellung genommen werden. Darüber hinaus gibt es Mittagessen mit Käse und regionalen Spezialitäten wie Polenta oder Tessiner Luganighetta.
  • Ende Mai findet Cantine Aperte, der Tag der offenen Weinkeller im Tessin statt. Auf 50 Weingütern können die Keller und Weinberge besichtigt, und die Weine verkostet werden. Darüber hinaus gibt es in einigen auch Mittag- und Abendessen, Unterhaltung, Musik und Ausstellungen.

Juni[Bearbeiten]

  • Die Spargelsaison endet am Johannistag, dem 24. Juni.

Juli[Bearbeiten]

  • Das nur alle 25 Jahre stattfindende Winzerfest Fête des Vignerons in Vevey ist natürlich ein Großanlass der Superlative. Das nächste Fest soll vom 26. Juli bis 11. August 2019 abgehalten werden.[veraltet]
  • Tavolata St. Moritz findet am letzten Juli-Wochenende in St. Moritz statt. Ein 400 Meter lange Tisch schlängelt sich quer durch die Fussgängerzone, Am Freitag ist Food Market, am Samstag Street BBQ und am Sonntag zeigen die Engadiner Küchenbrigaden und Gastronomen was sie können.

August[Bearbeiten]

  • Das Swiss Food Festival wird an einem Wochenende im August veranstaltet. Zermatter Spitzenköche bereiten an verschiedenen Stationen saisonale und regionale Köstlichkeiten zu. Schweizer und Walliser Produzenten bieten von Freitag bis Sonntag in der Bahnhofstrasse regionale Produkte zum Probieren und zum Kauf an.

September[Bearbeiten]

Oktober[Bearbeiten]

November[Bearbeiten]

Dezember[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Wein[Bearbeiten]

Rezepte[Bearbeiten]

Wer Lust hat, auch einmal zuhause Schweizer Küche zu genießen, der findet die entsprechenden Rezepte im Koch-Wiki unter Kategorie:Schweizer Küche. Viel Spaß beim Nachkochen.

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.