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Essen und Trinken in Griechenland

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Die griechische Küche ist vielen aus Urlauben in Griechenland bekannt, in den meisten Städtchen in den deutschsprachigen Ländern hat sich aber in den letzten das Jahren das eine oder andere griechische Restaurant etabliert, so dass man in geringer Distanz vom heimischen Herd "beim Griechen" essen und die Ferienerinnerungen auffrischen kann.

Hintergrund[Bearbeiten]

Taverna auf Naxos

An sich ist die griechische eine mediterrane Küche, im Gegensatz zur italienischen Küche haben Salat und Gemüse einen höheren Stellenwert. Unterschiede ergeben sich durch die geographischen Gegebenheiten: der hohe Gebirgsanteil von 80 % der Fläche Griechenlands, in dem die Zucht von Schafen und Ziegen eine grosse Rolle spielt, schlägt sich in der häufigen Verwendung von gegrilltem Lamm- und Ziegenfleisch und Ziegenkäse (Feta) nieder. Zum anderen hat das Land mit seiner langen Küstenlinie und der grossen Anzahl von Inseln eine Tradition des Fischfangs und der Verarbeitung von Meeresfrüchten.

Im Land angebaute Oliven, Tomaten und Gurken wie Auberginen und Zuchini finden sich in zahlreichen Gerichten, im Norden Griechenlands wird eigener Reis angebaut und in der bergigen Landschaft wachsen zahlreiche Wildkräuter und Wildgemüse, denen von alters her eine große Bedeutung in der griechischen Küche zukommt.

Es existieren auch verschiedene Regionalküchen, in denen die Einflüsse der Kost der geographischen Nachbarn und Handelspartner spürbar sind: im Norden sind Einflüsse der Küche des Balkans spürbar, über Konstantinopel kamen Gerichte und Gewürze aus der osmanisch - türkischen Küche und der Levante ins Land, über die See Gewürze und Gerichte aus dem arabischen Raum. Beispiele sind die Pita, das Hackfleisch oder die Gewürze Kreuzkümmel und Zimt.

Im Zusammenhang mit den in orthodoxen Kirchen längeren und zumeist auch strenger befolgten Fastenzeiten sind gewisse Eigenarten der griechischen Küche wie die Beliebtheit von Meeresfrüchten oder Tintenfischen, Taramosalata (Fischrogenpaste) aber auch von Süßigkeiten wie Halva die vom Fastengebot ausgenommen sind, zu verstehen.

Zutaten und Zubereitung[Bearbeiten]

Als mediterrane Küche ist die griechische Küche geprägt von reichlich Salat und Gemüse, Ziegenkäse, Lamm- und Ziegenfleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Oliven, oftr gewürzt mit den für diese Region typischen Kräutern und Gewürzen wie Rigani (griech.: ρίγανη, Oregano), Minze, Thymian, Salbei, Zimt und Paprika.

Die typisch griechische Küche bevorzugt Hauptgerichte vom Grill oder solche, die im Backofen zubereitet werden und entweder dort warm gehalten oder ohnehin nur lauwarm verzehrt werden. Zu allen Gerichten wird Brot, meistens griechisches Weißbrot, gegessen.

Mahlzeiten im Tagesablauf[Bearbeiten]

Ouzerie

Das Frühstück fällt in Griechenland in der Regel wie in anderen Ländern im Mittelmeerraum bescheiden aus, es bleibt meist bei einem Kaffee und einem Biscuit...

Zum Mittagessen werden Snacks gegessen, das Angebot reicht von Sandwiches und Salaten bis zu typisch griechischen Angeboten von Schnellverpflegungsstätten, Gyros oder Souvlaki. Der Gyros, aufeinandergeschichtete Schnitzel, mit Olivenöl und Kräutern gewürzt, werden (ähnlich wie der Döner Kebab, in der türkischen Variante allerdings mit Hackfleisch) am Drehspiess gegrillt und die äussersten Schichten in Form von Schnitzeln abgeschnitten. Fleischspiesschen ("Souvlaki") werden auch als Zwischenverpflegung angeboten, in diesem Fall gleich wie der Gyros in einem gerösteten runden Pita-Brot mit Zwiebeln, Gemüse, Tzaziki-Sauce und einigen Pommes Frites (Patates).

Die Hauptmahlzeit nehmen die Griechen am Abend ein, in den heissen Sommermonaten beginnt die Mahlzeit oft erst um 21 oder 22 Uhr, zuvor am Essen sitzende Gäste sind unschwer als ausländische Touristen zu identifizieren; aus diesem Grund wird ausser in touristischen Orten die warme Küche erst um 19.30 h eröffnet.

Gaststätten[Bearbeiten]

Traditionsgaststätte in Athen

Die in Mitteleuropa übliche Sitte, dass sich jeder ein eigenes Hauptgericht mit Beilagen auf einem eigenen Teller bestellt, ist in Griechenland eher unüblich.

Üblicherweise lässt man sich vom Kellner nach dem Betreten eines Lokals einen Tisch zuweisen (oder fragt zumindest nach, ob der gewünschte Tisch frei ist; Tische schön an der Sonne werden von den Griechen ohnehin gemieden...) und erhält dann eine grosse Karaffe mit gekühltem Wasser und ein Körbchen mit Brot; dann nimmt der Kellner die Getränkebestellung auf und bringt die Karte. Diese ist meist zweisprachig ausgeführt, in Touristendestinationen auch mit Bildern. Dort stehen auch in den belebtesten Gassen vor den Kneipen Ständer mit der Speisekarte zum Durchblättern und "Abschlepper", die versuchen, Passanten ins Lokal zu lotsen.

In einer griechischen Gaststätte ist es typisch, dass derjenige, der zum Essen einlädt, alle Gerichte bestellt, zumeist in überreicher Menge. Zu Beginn der Speisenfolge werden meistens eine Reihe von Vorspeisentellern in der Mitte des Tisches serviert, von denen sich jeder nach Belieben seinen eigenen Teller zusammenstellt. Wird Gegrilltes als Hauptspeise serviert, z. B. Lammrippchen, so stellt der Kellner die Platte mit dem Fleisch für alle in die Mitte, jeder bedient sich davon nach Belieben. Ebenfalls kommen die Teller mit Salat und Gemüse resp. Patates (griech. Form der Pommes) auf den Tisch und jeder bedienst sich davon nach Hunger. Der Wein wird in Griechenland nicht selten mit Wasser verdünnt, die Trinksitten lassen es nicht zu, dass man über den Durst trinkt, kein Grieche verlässt stark alkoholisiert und schwankend eine Lokalität, an solchem Verhalten sind Touristen aus dem Nordwesten Europas sofort erkennbar...

Das Essen wird mit einem Café abgeschlossen, unaufgefordert wird meist ein kleines Dessert dazu gereicht; wenn man nicht einen Nachtisch zum Kaffee bestellt hat.

Ein gemeinsames Essen hat in Griechenland als gesellschaftlicher Anlass einen grossen Stellenwert und kann sich stundenlang in die Nacht hineinziehen, neben den Speisen ist der gesellschaftliche Austausch und Diskussionen über Gott und die Welt bis hin zur Politik wichtiger Teil des Abends.

  • in der Bar (μπαρ, das griechische μπ (MP) steht für den Buchstaben B, das griechische β hingegen wird als weiches V ausgesprochen) bekommt man alle Arten von Kaffee, Tee und Alkoholika; meist werden neben abgepackten Chips und Crackern auch kleine warme Snacks angeboten.
  • als Taverna (ταβέρνα) wird ein normales Restaurant bezeichnet, in der Fischtaverne (ψαροταβέρνα, der erste griechische Buchstabe ψ erinnert als Eselsbrücke an den Dreizack des Meeresgottes Poseidon als Hinweis, dass hier Meeresfrüchte angeboten werden) wird auch Fisch angeboten.
  • ein Speiserestaurant, welches gehobenen Ansprüchen gerecht werden kann, wird als εστιατόριο bezeichnet.
  • im Kafeneion (Καφενεῖον), dem griechischen Kaffeehaus, sitzen die Rentner beim Kaffee und am Tafli (τάβλι), am Backgammonbrett, und diskutieren bis in die Nacht hinein über alles, was es in dieser Welt zu diskutieren gibt. Früher war der Besuch eines griechischen Kafeneion für Frauen ein absolutes Tabu, in männlicher Begleitung oder als Touristinnen klar erkennbar, sind auch Frauen in diesem Rückzugsort der griechischen Männerwelt zunehmend wilkommen.

Typische Gerichte[Bearbeiten]

Vorspeisen (Orektiká)[Bearbeiten]

Tzatziki
Ouzo und gegrillter Oktopus zum Apéritif
Pikilia, kleine Vorspeisenplatte
Choriatiki, Bauernsalat
Oliven und Schafskäse

Die diversen Vorspeisen werden meistens, aber nicht nur, kalt serviert und mit oder ohne Brot gegessen. Dazu gehört vor allem:

  • Tsatsiki, eine Joghurtcrème mit Gurke, Knoblauch und Olivenöl
  • Taramosalata, eine Fischrogencrème
  • Tirosalata oder Chtipiti, eine Creme aus Feta-Käse
  • Melitzanosalata, Auberginensalat aus pikant angerichtetem Mus von gegrillten Auberginen
  • Skordalia, Knoblauchpaste
  • Fava, ein gut gewürztes Erbsenpüree mit Kapern, Zwiebeln und Olivenöl
  • Dakos, gehackte Tomaten, Olivenöl und Feta auf Zwieback
  • Griechischer Salat oder auch Bauernsalat (griech.: horiatiki salata), ein Salat aus Tomaten, Gurke, Paprika, Oliven und Feta- (Schafs)-käse.
  • Chorta, Salat aus je nach Jahreszeit unterschiedlichen Wildgemüsen, mit Zitrone überträufelt, kalt gegessen (Lattich, Löwenzahn, Brennnessel, Sauerampfer, Kresse, Gänseblümchen, uva.)
  • Dolmadakia, mit Reis, Gewürzen und Zwiebeln gefüllte Weinblätter
  • Chtapodosalata, Krakensalat

Ebenfalls beliebt sind Mezes, kleine Appetithäppchen, die häufig zum Ouzo serviert werden:

  • Soupia tiganiti / psiti Sepien in der Pfanne gebraten oder gegrillt
  • Kalamaria tiganita/psiti Kalmare in der Pfanne gebraten oder gegrillt
  • Chtapodi scharas, frische Krakenarme vom Grill, mit Olivenöl und/oder Essig
  • Gavros, Sardellen frittiert, als Saganaki mit Soße aus Olivenöl und Senf, oder einfach am Grill gebraten.
  • Atherines tiganites, frittierter Ährenfisch
  • Sardeles scharas, Sprotte vom Grill
  • Saganaki, ein Stück gebratener Käse
  • Sehr beliebt ist in Olivenöl gebratenes Gemüse: Melitzanes tiganites Auberginenscheiben, Kolokithakia tiganita, Zucchinischeiben, Piperies tiganites Süße oder Scharfe Peperoni
  • Gigantes, große, weiße im Ofen gebackene Bohnen in Tomatensoße

Suppen (Soupes) und Eintopfgerichte[Bearbeiten]

Fasolada (Bohnensuppe)
Patsas Suppe

Heiße Suppen werden im Winter gegessen. Im Sommer serviert man eher lauwarme bis kalte Suppen.

  • Chortosoupa und Soupa Lachanikon sind Gemüsesuppen
  • Trachanas, die griechische Variante von Tarhana.
  • (Tanomenos) Sorvas auch Pontische Suppe genannt, ist eine Pontische Suppe die mit Grütze oder Reis, Joghurt und Minze gekocht wird
  • Fasolada, die griechische Bohnensuppe, welche auch als das griechische Nationalgericht bezeichnet wird.
  • Fakes, meistens ein griechischer Linseneintopf
  • Revithosoupa, eine Suppe aus Kichererbsen
  • Fava soupa, Erbsensuppe
  • Psarosoupa, Fischsuppen in verschiedenen Variationen je nach Fischart. Meistens mit Avgolemono zubereitet. Die Kakavia ist die traditionelle Fischermannssuppe
  • Yiouvarlakia mit Fleischklößchen aus Rinderhackfleisch und Reis
  • Kotosoupa, die griechische Hühnersuppe, mit Reis, Olivenöl, Zwiebel, und Avgolemono (mit Ei geschlagener Zitronensaft)
  • Kreatosoupa Rindfleischsuppe mit Kartoffeln, Karotten und Sellerie
  • Patsas, eine Kuttelsuppe
  • Schließlich sei hier noch die an Ostern konsumierte Magiritsa genannt. Diese mit Zitronen gesäuerte Suppe mit Leber und anderen Schafsinnereien als Einlage wird hauptsächlich in der Osternacht und am darauf folgenden Tag von allen gemeinsam gegessen.

Hauptgerichte (Kyria Piata)[Bearbeiten]

Pastitsio
  • Gemista, mit Reis gefülltes Gemüse, meistens Tomaten, Paprikaschoten, Auberginen oder Zucchini, aber auch Kartoffeln
  • Fasolakia, Stangenbohnen in Tomatensoße
  • Bamies, Okra in Tomatensoße
  • Briam, Auberginen, Zucchini und Paprika im Ofen
  • Imam Baildi, geschmorte Auberginen mit reichlich Knoblauch
  • Giouvetsi, ein Eintopf mit Kritharaki (griechischen Nudeln in Reisform) und Lammfleisch
  • Moussaka, ein Auflauf mit frittierten Kartoffelscheiben, Hackfleisch, in Olivenöl gebratenen Auberginen und Zwischenlagen von Béchamelsauce
  • Pastitsio, ein Nudelauflauf aus Hackfleisch und Makkaroni
  • Gyros ist ein nach traditioneller griechischer Art gewürztes Schweinefleisch (gelegentlich auch Huhn) vom vertikalen Drehgrill, das in Schnmitzelform abgeschnitten wird. Gyros wird als einfaches schnelles Gericht nur an Imbissständen oder kleineren Grillrestaurants (ψησταριά, psistariá) zubereitet, wo es im Pitabrot serviert wird. Restaurants servieren in Griechenland in der Regel kein Gyros, ausser wenn das Restaurant über eine Imbisstheke verfügt, dann steht oft Gyros auf dem Teller mit Pommes (Patates) und Salatbeilage auf der Karte.
  • Souvlaki, Fleischspieße unterschiedlicher Größe, entweder mit Lamm- oder Schweinefleisch, werden fast ausschließlich in Imbissen und in (Ausflugs-)Gaststätten serviert, die mit einem Holzkohlegrill (sta Karvouna) ausgestattet sind. Die kleinen Lammfleischspieße haben eine lange Tradition in der ländlichen Bevölkerung.
  • Kontosouvli, der große Bruder des Souvlaki-Spießes mit eingelegtem Schweine- oder Hammelfleisch
  • Stifado, ein Schmortopf aus Kalb- oder Lammfleisch, vielen kleinen Zwiebeln und Zimtstangen. Sehr häufig auch aus Kaninchenfleisch, seltener aus Oktopus.
  • Bifteki, Frikadellen aus Rinderhackfleisch

Zu allen Hauptgerichten werden oft Pommes frites (die griechischen πατάτες sind nur einmal fritiert und von Hand geschnitten), Reis oder Kritharaki (kleine Nudeln in Reiskornformat) angeboten. Auch variiert die Gemüsebeilage, wobei grüne Bohnen, Auberginen und auch Okra häufig anzutreffen sind.
In der griechischen Küche wird viel Lamm- und Ziegenfleisch verwendet. Fisch gehört zu den begehrtesten Hauptgerichten, sei es in Suppen, Aufläufen oder marinierten Gerichten, wobei bei größeren, edlen Fischen die Zubereitung am Grill überwiegt. Auch Huhn (κοτόπουλο, kotopoulo) und Kaninchen (κουνέλι, kouneli) in vielen Variationen bereichern den Speiseplan der griechischen Küche.

Nachspeise (Epidorpio)[Bearbeiten]

Loukoumades
Galaktoboureko

Traditionell wird nach dem Essen Obst der Saison oder hausgemachtes Speiseeis als Dessert gereicht. Süße Nachspeisen wurden eher zu einem nachmittäglichen Kaffee gereicht, haben sich jedoch auch als Nachspeise eingebürgert. Diese „süßen“ Nachspeisen sind in ähnlicher Form auch in der türkischen oder nahöstlichen Küche zu finden und sind vermutlich byzantinischen Ursprungs. Sie sind sehr süß und schwer und oft mit Honigsirup getränkt. Dazu zählen

  • Baklavas (μπακλαβάς)
  • Galaktobureko (γαλακτομπούρεκο), ein Grieß-Auflauf
  • Kadaifi (κανταΐφι)
  • Loukoumades (λουκουμάδες), in Öl ausgebackene Küchlein in Honigsirup
  • Moustalevria (μουσταλεβριά), ein Traubenmostpudding

oder verschiedene Kuchen, die je nach Region unterschiedlich sind.

  • Auch das aus Zimt, Honig und Süßholz sowie Sesam zubereitete Halva (χαλβά) gehört dazu.
  • Joghurt wird mit Honig und Walnüssen vermischt ebenfalls gern als Dessert gereicht, dabei wird der als griechischer Joghurt bekannte Sahnejoghurt verwendet.

Im Sommer werden statt Süßspeisen auch Früchte gereicht, beispielsweise Melonen, Honigmelonen und Äpfel.

Oster- und Weihnachtsgebäck[Bearbeiten]

Bemalte Ostereier

Zum kirchlichen Hochfest Ostern gibt es eine Vielzahl regionaler Backwaren. Besonders Hefezöpfe werden zu dieser Zeit in verschiedenen Größen gebacken. Hierbei werden zur Verzierung auch bemalte Eier eingesetzt, die jedoch nicht verzehrt werden.

In der Vorweihnachtszeit werden Plätzchen gebacken, mit Abstand am beliebtesten sind Melomakarona (Plätzchen in verdünntem Honig getränkt) und Kourampiedes (Mandelplätzchen in Puderzucker eingelegt).

Getränke[Bearbeiten]

Grundsätzlich wird beim Essen immer Wasser in der Karaffe oder Wasserflasche und Wassergläser auf den Tisch gestellt.

Retsina Malamatina
  • stiles Wasser (νερό, nero) wird im Sommer in vielen Restaurants und Tavernen fast selbstverständlich in Form einer Karaffe oder Flasche Wasser ohne Kohlensäure an den Tisch geliefert. Stilles Wasser ist in Griechenland viel beliebter als Sprudel, dieses Soda genannte Wasser wird meist zur Verdauung nach dem Essen bestellt.
  • Portokalada: Orangenlimonaden werden Portokalada genannt; für den (oft frischgepressten) Orangensaft hat sich der Begriff χυμός πορτοκαλιού eingebürgertt. In Griechenland hat Fanta einen hohen Anteil an Orangensaft und wird mit oder ohne Kohlensäure angeboten.
  • Zitronenlimonade heißt Lemonada und wird nur mit Kohlensäure angeboten.
  • Orgeat wird traditionell als süßes nicht-alkoholisches Getränk getrunken, auf den Inseln Chios und Nisyros ist dieses unter dem Namen Soumada und auf Kefalonia als Orzata bekannt.
  • Von großer Bedeutung ist der griechische Wein, welcher, wenn nicht nur in der Flasche, sondern in Kupfer- oder Glaskannen als Viertel, Halb, oder Liter in Tavernen bestellt wird. Bis spät ins 20. Jahrhundert waren die Fässer im Gastraum und der Gast wählte aus numerierten Fässern.
  • In einigen Regionen wird der Retsina, ein trockener Weißwein mit Harz, konsumiert.
  • Der beliebteste Schaumwein ist der Cair aus Rhodos, mit diesem wird für gewöhnlich zu Neujahr angestoßen.
  • Bier (μπύρα, Bira) ist in Griechenland ebenfalls beliebt. Bis in die 1960er Jahre wurde der Markt durch die traditionsreiche Brauerei Fix dominiert, die bayerische Wurzeln hat. Später wurden auch die Marken Amstel, Heineken, Löwenbräu und [Henninger in Griechenland gebraut. Mittlerweile gibt es auch neue griechische Marken, darunter Mythos und Alfa. Bier wird meist als Flaschenbier verkauft und ist ein Saisongetränk.
  • An Spirituosen ist der Ouzo mit ausgeprägtem Anisaroma bekannt, der oft als Aperitif getrunken wird und in Tavernen mit einigen Mezedes, meist Oktopus oder Muscheln bestellt oder in der Wartezeit auf dem Hauptgang unaufgefordert serviert wird. Bekannt für ihren Ouzo ist die Insel Lesbos, auf Kreta und in Nordgriechenland werden traditionell andere Spirituosen erzeugt und konsumiert. Ähnlich wie beim italienischen Grappa gibt es beim Ouzo ein Zwischenprodukt aus dem Ablauf der Destillation. Es wird als Souma bezeichnet und ist ein gewöhnungsbedürftiges Destillat mit erdigem Charakter, das noch in kleinen Fischerdörfern und kleinen Bars und Restaurants angeboten wird.
  • Auf Kreta wird die Rolle des Ouzo als Aperitif vom Tsikoudia übernommen.
  • Liköre, sowie Aperitifs im Allgemeinen wurden traditionell in Patras erzeugt, sofern man den Aperitifwein Mavrodaphne dazuzählt, hat sich dieser (neben der Tentoura) als einziger auf dem Markt gehalten. Bereits seit den 1930er Jahren fand ein Verdrängungswettbewerb zumeist italienischer Hersteller in Griechenland statt.
  • Tsipouro ist ein Tresterbrand, der auch mit Anisaroma angereichert sein kann; er wird hauptsächlich in Makedonien, Epirus und Thessalien gebrannt und hat meistens einen etwas höheren Alkoholgehalt.
  • Metaxa ist der beliebteste griechische Weinbrand und enthält neben dem Destillat auch eine Reihe von Kräutern.

Kaffee ist weit vor Tee das beliebteste nichtalkoholische Getränk.

  • Griechischer Kaffee (Ελληνικός καφές, Kafes oder explizit als greek coffee zu bestellen) wird wie der Mokka mit dem Kaffeepulver aufgekocht. Er wird je nach Wunsch mit oder ohne Zucker zubereitet. Bei der Bestellung wird angegeben, ob man einen einfachen oder doppelten (double greek) und ob bzw. wie stark der Kaffee gesüßt werden soll: gar nicht (sketos), etwas gezuckert (me oligi) oder stark gezuckert (βαρύγλυκο varigliko). Die Bestellung eines Tourkikos oder "Turkish Coffee" gilt seit der Besetzung von Nordzypern durch die Türken im Jahre 1974 als Fauxpas. Kaffeeröstereien sind immer noch üblich, wo auch Kundenwünsche in Bezug auf die Mischung erfüllt werden.
  • Café frappé ist eine griechische Erfindung, die in den Sommermonaten oft dem griechischen Kaffee vorgezogen wird. In einem Plastikbecher mit Trinkhalm werden Nescafé, Eiswürfel und Wasser mit oder ohne Milch und Zucker mit dem Stabmixer aufgeschäumt und das ganze zu jeder Gelegenheit am Strand oder auch im Gehen und beim Warten genossen.
  • Neskafé (Νεσκαφέ) spielt die Rolle, die in Deutschland der Filterkaffee innehat
  • Tee: Teetrinker in Griechenland bevorzugen den einheimischen Bergtee. Auf Kreta ist weiterhin der Diptam-Dost verbreitet.
  • Milch: Frischmilch darf aufgrund eines älteren Gesetzes nur wenige Tage verkauft werden, unabhängig von der Art, wie sie behandelt wurde. Folglich ist Frischmilch relativ teuer.
  • Kondensmilch wird ungesüsst oder meist gezuckert verkauft und hat einen grossen Stellenwert und ist im Gegensatz zu Milchpulver in Griechenland überall erhältlich. Für Selbstversorger empfiehlt es sich, das an der Sommerhitze nicht verderbliche Milchpulver aus dem Heimatland selbst mizubringen, um auf dem Zeltplatz nicht mit dem Problem der angebrochenen klebrigen Kondensmilchdosen konfrontiert zu sein.

Lebensmittel[Bearbeiten]

Selbstversorger finden in den griechischen Krämerläden fast in jedem Dorf eine reichhaltige Auswahl an Lebensmitteln; man staunt, welches Sortiment in einem winzig kleinen Krämerladen (παντοπωλείων, Pantopoleion) vorrätig ist. Lokale Früchte und Gemüse findet man eher auf den Märkten und an Verkaufsständen am Strassenrand, als im städtischen Supermarkt.

  • das Angebot an Früchten und Gemüsen variiert saisonal, Tomaten, Gurken, Auberginen und Zuchini sind fast immer erhätlich. Erdbeeren und Kirschen gibt es ab Mai, Äpfel und Aprikosen wenig später, im Herbst Tafeltrauben und die im Norden grossflächtig angebauten Kiwis und Orangen in den Wintermonaten; im Frühling sind die Orangen einmalig süss.
  • Olivenöl gibt es in Flaschen und Kanistern in unterschiedlichen Qualitäten; für Salate wird die Sauce oft mit Zitronensaft oder mildem griechischem Weinessig (ξύδι, Xydi), Salz und Pfeffer am Tisch selbst zubereitet. Zunehmend sind auch Balsamico-Crème - Zubereitungen aus Traubenmost oder Granatapfelsaft erhältlich.
  • in Griechenland ist milder Sahnejoghurt verbreitet (und nicht gangz billig zu bekommen).
  • Fetakäse, der für jeden griechischen Salat unerlässliche in Salzlake aufbewahrte Schafskäse ist abgepackt oder offen an der Theke (in Metallkanistern) erhältlich; dass Angebot an Hartkäsen ähnlich dem Gouda löst wenig Begeisterund aus.
  • Fleisch gibt es in Metzgereien, die an der ziemlich leeren Vitrine und dem grossen Hackstock erkenntlich sind, das Fleisch (Huhn, κοτόπουλο resp. Kotopoulo), Schwein und Lamm, teils auch fertige Spiesschen (Souvlaki) und Kacksteaks (Bifteki) wird im Kühlraum aufbewahrt und nach Kundenwunsch hervorgeholt. Die griechische Bauernwurst wird nach Kundenwunsch an Gewicht abgeschnitten.
  • in den Bäckereien (αρτοποιείο) wird morgens das ofenwarme griechische Weissbrot verkauft, dazu sind Teigschnecken oder dreieckige Teigtaschen mit Spinat - oder Fetafüllung beliebte Verpflegung für Tagestouren. Gewisse Trockenkekse sind in den Bäckereien im Angebot, um den volen Genuss er erleben, muss man aber die Zuckerbäckerei resp. Konditorei aufsuchen.
  • beim Zuckerbäcker (ζαχαροπλαστικής) gibt es Konditoreiwaren, die Auge und Gaumen erfreuen: neben einer oft riesigen Auswahl verschiedenen Kuchen, Blechkuchen, selber hergestellten Getreideriegeln gibt es auch Eis. Die klassischen griechischen Eisstengel (kleine Vanilleeis am Stiel mit Schokoladenüberzug) werden oft noch lokal gefertigt und werden aus dem Tiefkühler offen nach Gewicht gekauft. Natürlich gibt es auch die wesentlich teureren konfektionierten Eiscornets an jedem Kiosk.

Kulinarischer Kalender[Bearbeiten]

Kulinarische Genüsse sind häufig saisonal. Obst und Gemüse sind schmackhafter wenn sie reif geerntet werden, auch Fleisch und Fisch unterliegen saisonalen Einflüssen. Zu jeder Jahreszeit werden Feste gefeiert, die den Genuss allgemein zum Thema haben oder bestimmte Nahrungsmittel in den Vordergrund stellen. Es gibt auch Trink- und Essgewohnheiten im Jahreslauf, die aus religiösen Traditionen, wie Fastenzeiten, entstanden sind.

Januar[Bearbeiten]

Februar[Bearbeiten]

März[Bearbeiten]

April[Bearbeiten]

Mai[Bearbeiten]

  • Im Mai kommen mit Erdbeeren, Kirschen und Aprikosen die ersten frischen Früchte auf den Markt.

Juni[Bearbeiten]

Juli[Bearbeiten]

August[Bearbeiten]

September[Bearbeiten]

Oktober[Bearbeiten]

November[Bearbeiten]

Dezember[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Rezepte[Bearbeiten]

Wer Lust hat, auch einmal zuhause Griechische Küche zu genießen, der findet die entsprechenden Rezepte im Koch-Wiki unter Kategorie:Griechische Küche. Viel Spaß beim Nachkochen.

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.