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Griechenland

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Lage
noframe
Flagge
Flagge von Griechenland
Kurzdaten
Hauptstadt Athen
Staatsform Parlamentarische Republik
Währung Euro (EUR)
Fläche 132 000 km²
Bevölkerung 11,2 Mio. (Schätzung von 2007)
Sprachen Griechisch 99 % (offiziell), Englisch, Französisch
Religionen Griechisch-Orthodoxe 98 %, Muslime 1,3 %, andere 0,7 %
Stromnetz 220 V / 50 Hz
Telefonvorwahl +30 / 0030
Internet TLD .gr
Zeitzone MEZ + 1 / UTC + 2

Griechenland (Griechisch Ελλάς, Hellas) ist ein Land im Südosten Europas. Es hat ausgedehnte Küstenlinien zum Ägäischen, Ionischen und zum Mittelmeer und grenzt an Albanien, Mazedonien, Bulgarien und die Türkei. Das alte Griechenland hat entscheidend die Kunst, Sprachen, die Philosophie, die Politik und den Sport der westlichen Kultur geformt. Weiterhin ist Griechenland ein attraktives Reiseziel mit einem gebirgigen Inland und idyllischen Stränden und Inseln.

Regionen[Bearbeiten]

Die traditionelle Einteilung Griechenlands erfolgt in 10 Regionen:

Peloponnes Attika Mittelgriechenland Thessalien Makedonien Thrakien (Griechenland) Epirus Ionische Inseln Kreta Kykladen Dodekanes Nördliche Sporaden Nordägäische Inseln Albanien Bulgarien Mazedonien Türkei Montenegro Griechenland
Geograph. Regionen von Griechenland
Ägäische Inseln mit den Sporaden, den Kykladen und der Dodekanes.
Attika - die Hauptstadtregion um Athen.
Epirus
Ionische Inseln
Kreta - die größte griechische Insel.
Makedonien - hier befindet sich die zweitgrößte Stadt Thessaloniki
und die Halbinsel Chalkidiki mit dem Berg Athos.
Mittelgriechenland
Peloponnes - durch den Kanal von Korinth wurde diese Halbinsel 1893 zur Insel.
Thessalien - hier befindet sich u.a. die Halbinsel Pilion.
Thrakien - der nordöstlichste Zipfel im Dreiländereck mit Türkei und Bulgarien

Städte[Bearbeiten]

Die größten und touristisch bedeutsamsten Städte:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Karte von Griechenland

Griechenland ist bekannt für seine antiken und mittelalterlichen Städte. Zu den antiken Städten gehören Delphi im südlichen Mittelgriechenland sowie Epidaurus, Mykene, Olympia, Alt-Korinth auf dem Peloponnes. Dort liegt ebenfalls die byzantische Ruinenstadt Mystras (Mistra). In Mittelgriechenland liegen die Meteora-Klöster.

Hintergrund[Bearbeiten]

Griechenland erreichte seine Unabhängigkeit im Jahre 1830 vom Osmanischen Reich, das ungefähr ein halbes Jahrtausend lang das Land besetzte. Nach der politischen Reorganisation wurden die Präfekturen im Jahre 2011 durch 13 Regionen (Periféria, Περιφέρεια) ersetzt, in die das gesamte Land aufgeteilt wurde. Diese Regionen gliedern sich wiederum in Regionalbezirke (Periferiaki Enotita, Περιφερειακή Ενότητα), die in der Größe in etwa den früheren Präfekturen entsprechen.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Auch für Kinder ist ein eigenes Ausweisdokument erforderlich. Griechenland gehört zum Schengen-Raum. Von den aus Richtung Mitteleuropa sinnvollen Transitländern aus betrifft das jedoch nur Italien, an den Grenzen zu Makedonien finden penible Grenzkontrollen statt. Bulgarien ist EU-Mitglied, doch (noch) kein Schengen-Staat, allerdings erfolgen die Grenzkontrollen zwischen Griechenland und Bulgarien gemeinsam.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die wichtigsten Flughäfen für den Linienverkehr sind Athen (IATA CodeATH), Thessaloniki (IATA CodeSKG) auf dem Festland. Dazu kommen die mehr für den Urlaubsverkehr ausgelegten Flughäfen von Korfu (IATA CodeCFU), Kreta mit den Flughäfen von Heraklion (IATA CodeHER) und von Chaniá (IATA CodeCHQ), der Flughafen von Kós (IATA CodeKGS) und der Flughafen Rhodos Diagoras (IATA CodeRHO).

Athen wird täglich angeflogen. Vom Athener Flughafen fahren Busse sowie U-Bahn-Linien zum Hafen von Piräus und ins Athener Stadtzentrum (Omónia- und Sýntagma-Platz). Ebenso die S-Bahn-Proastiakos. Der Bus braucht länger, ist aber wesentlich günstiger.

Thessaloníki wird von Deutschland und Österreich täglich angeflogen. In Stundenabständen verbinden Linienbusse den Flughafen mit dem Stadtzentrum.

Von Athen aus sind alle griechische Städte mit einem Flughafen gut erreichbar. Im Sommerhalbjahr bestehen von deutschsprachigten Ländern aus preiswerte Charterflüge nach Áraxos, Athen, Kalamáta, Kaválla, Préveza und Thessaloníki, ab Wien auch nach Vólos.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Ein Schnellzug in Griechenland

Nachdem als Folge der Finanzkrise alle internationalen Zugverbindungen im Februar 2011 eingestellt wurden, verkehrt seit Mai 2014 wieder je ein Zugpaar ab Belgrad (über Nacht) und Sofia (ab ca 15.30, Fahrzeit ca. 6h50') nach Thessaloniki. Die problemlose Platzreservierung von Mitteleuropa aus ist noch nicht wieder möglich.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Europabusse verbinden Deutschland einmal wöchentlich mit Thessaloníki und Athen. In Griechenland selbst verkehren Überlandbusse der KTEL-Genossenschaften.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Straßenverbindungen bestehen nach Albanien, Mazedonien, Bulgarien und der Türkei. Inzwischen ist die einst gefürchtete Autoput-Route durch Ex-Jugoslawien (Kroatien, Serbien, Mazedonien) wieder sicher und problemlos zu befahren (Grüne Versicherungskarte ist notwendig). Üblicher ist eine Anreise über Italien mit der Fähre. Bei der Einreise mit dem eigenen Fahrzeug müssen der nationale Führerschein und der Kraftfahrzeugschein mitgeführt werden. Die Internationale Grüne Versicherungskarte ist in Griechenland nicht vorgeschrieben, aber ebenso wie Zusatzversicherungen empfehlenswert.

Die Autobahnen in Griechenland sind zum Teil staatlich aber auch zum Teil privat. Sie sind auch mautpflichtig. Die Maut wird an Maut-Stationen kassiert. Diese stehen z.T. in nur wenigen Kilometern Abstand mitten auf der Autobahn, nicht wie z.B. in Italien an den Ausfahrten.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Blauer Himmel über der Kirche in Oia, Santorin

Autofähren verbinden Triest, Venedig, Ancona, Bari und Brindisi ganzjährig mit Igoumenitsa nahe der albanischen Grenze und mit Patras auf dem Peloponnes.

Korfu wird von Ancona, Bari und Brindisi aus angelaufen.

Die Inseln Kefalonia und Zakynthos können über Kyllini, etwa 50 km südlich von Patras auf dem Pelopennes mehrmals täglich mit Schiffen von Ionian Ferries erreicht werden. Im Sommer gibt es auch direkte Verbindungen von den süditalienischen Häfen.

Die Inseln der Ägäis werden von verschiedenen Reedereien von Piräus und Rafina angefahren.

Eine Übersicht der nationalen und internationalen Fährverbindungen befindet sich auf www.ferries.gr

Buchungen von Fähren sind direkt bei den Fährgesellschaften oder die große Anzahl von Vermittlern und Agenturen im Internet möglich.

Mobilität[Bearbeiten]

Oft sieht man einen mahnenden Bildstock am Straßenrand
  • In Griechenland herrscht Rechtsverkehr
  • Es gelten die international üblichen Verkehrsschilder.
  • Geschwindigkeitsvorschriften:
  • PKW: Innerorts = 50 km/h, Landstraße = 90 km/h, Autobahn = 130 km/h.
  • Gespann: Innerorts = 50 km/h, Landstraße = 80 km/h, Autobahn = 80 km/h
  • Motorrad: Innerorts = 40 km/h, Landstraße = 70 km/h, Autobahn = 90 km/h.
  • Wohmobil bis 3,5 t: Innerorts = 50 km/h, Landstraße = 90 km/h, Autobahn = 130 km/h.
  • Wohnmobil über 3,5 t: Innerorts = 40 km/h, Landstraße = 80 km/h, Autobahn = 80 km/h.
  • Oft wird die Geschwindigkeit davon abweichend durch Schilder geregelt.
  • Auf Schnellstraßen werden die Standspuren allgemein als Fahrspuren genutzt.
  • Die Promillegrenze liegt bei 0,5 ‰ . Für Fahranfänger mit Führerschein neuer als zwei Jahre und Motorradfahrer 0,2 ‰.
  • Neben Pannendreieck und Verbandskasten ist in Griechenland das Mitführen eines Feuerlöschers vorgeschrieben. Die Mitführpflicht eines Feuerlöschers gilt allerdings nur für in Griechenland zugelassene Fahrzeuge.
  • Die Straßenverhältnisse sind gut, doch ist einige Vorsicht geboten: Viele Griechen schneiden gern die Kurven und überholen an unübersichtlichen Stellen. Eine äußerst defensive Fahrweise am äußerst rechten Rand ist angebracht. Auch auf guten Straßen muss man aufpassen: tiefe Schlaglöcher treten oft unvermutet auf, Baustellen sind meist nur unzureichend gesichert. Der Fahrbahnbelag wird in den warmen Monaten schnell schmierig und rutschig.

Es empfiehlt sich gerade in abgelegenen Gebieten, das griechische Alphabet einigermaßen zu beherrschen, da dort nicht immer (wie an großen Straßen üblich) eine Beschilderung auch in lateinischen Buchstaben gegeben ist.

Sehr empfehlenswert sind die Karten von Travel Bookstore - am besten direkt in Griechenland besorgen. Es gibt verschiedenste Auflösungen und Regionen (bis zu Wanderkarten).

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Landessprache ist (Neu-)Griechisch. Englisch und Deutsch sind verbreitet, besonders in touristischen Gegenden. Weiterhin wird Albanisch von den albanischen Gastarbeitern und Türkisch von der an der Grenze zur Türkei lebenden muslimischen Minderheit gesprochen. Es empfiehlt sich, das griechische Alphabet einigermaßen zu beherrschen, um z. B. Straßenschilder lesen zu können.

Kaufen[Bearbeiten]

Ein Kiosk in Griechenland

Griechenland liegt in der Eurozone. Außerhalb der Touristenorte und abgesehen von den großen Supermärkten ist eine lange Mittagspause etwa von 14:00 bis 17:00 Uhr üblich. Danach öffnen die Geschäfte wieder bis 20:00 und teilweise noch länger.

Griechenland hat eine relativ große Textilindustrie und orientiert sich von der Mode her stark an Italien, das durch die häufigen Fährverbindungen als Nachbarland betrachtet werden kann. In den Städten gibt es eine Vielzahl an kleinen Boutiquen mit relativ niedrigen Preisen. Kunstvolle Handarbeit hat eine Jahrtausende alte Tradition, es empfiehlt sich jedoch die ausgetretenen Touristenpfade zu verlassen und besonders auf den Inseln einige Kilometer ins Landesinnere zu fahren, um gute Ware zu guten Preisen zu erhalten.

In den Städten gibt es an jeder Straßenecke Zeitungsstände (Períptero), wo neben Zeitungen und Zeitschriften gekühlte Getränke, Süßwaren, Knabbereien, Tabakwaren und Eis gekauft werden können.

Ein Fischstand auf einem griechischen Markt

In den Städten und Ortschaften Griechenlands finden mindestens einmal die Woche Bauernmärkte (Laikí Agorá) statt. Hier werden die Produkte der Region aber auch die Dinge des täglichen Lebens angeboten. Sicher kennt man das auch aus anderen Ländern. Hier hat es aber ein ganz besonderes Flair, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Auf den großen Märkten werben die Standbesitzer lautstark um ihre Produkte, auf den kleinen Märkten auf dem Land ist es vergleichsweise ruhig. Man wird nur selten von den Verkäufern angesprochen.

Neben den landwirtschaftlichen Produkten aus der Gegend kann man auch frischen Fisch bekommen. Hier kann man sich mit Fisch eindecken, den man noch nie vorher gesehen hat. Auch Meeresfrüchte werden angeboten. Auch hier kann man zum Beispiel einen ganzen Tintenfisch kaufen, um ihn dann später zuzubereiten. Das ist auf jeden Fall eine spannende Geschichte, anders, als bei den Märkten in Deutschland, wo alles schon mit Technik ausgestattet ist. Hier liegen die Fische auf Eis auf einem Marktstand.

Man kann auf den Märkten aber auch noch viel anderes entdecken. Zum Beispiel Oliven. Stände bieten die ganze Auswahl an eingelegten Oliven an, die es in Griechenland gibt. Man ist auch nicht böse, wenn man mal probiert. Im Gegenteil, man wünscht es so.

Auch sehr schön sind die Stände, die Nüsse anbieten. Alles was Griechenland an Knabbereien anzubieten hat, kann man hier kaufen. Weit ab von den Chips-Tüten die man aus dem Supermarkt kennt. Auch hier ist probieren erlaubt und gewünscht.

Dazu kommt natürlich auch ein Teil, der Kleidung, Schuhe, Stoffe und Schmuck anbietet. Hier bekommt man die bekannten Plagiate, aber auch Produkte aus Griechenland.

Küche[Bearbeiten]

Ein griechischer Bauernsalat

Die Einheimischen essen zu Mittag um 14 Uhr, denn dann schließen die Geschäfte und Büros bis ca. 17 Uhr, aufgrund der Hitze oft nur kleine Snacks oder vegetarische Gerichte und nehmen die Hauptmahlzeit des Tages abends gegen 20 Uhr ein.

Es ist immer noch üblich, vor der Bestellung die Küche zu besuchen, um sich selbst ein Bild von der Sauberkeit zu machen und das Speiseangebot zu erfahren. Auch frischen Fisch sollte man sich unbedingt in der Küche selbst aussuchen und die Größe auswählen. Fisch ist in Griechenland in den Tavernen nicht billig, daher empfiehlt es sich unbedingt, vorher beim Wirt den Kilopreis zu erfragen! Die Griechen legen im allgemeinen großen Wert auf Frische und Geschmack der Speisen, deshalb ist es empfehlenswert, bei der Auswahl des Restaurants in den Touristengebieten darauf zu achten, wo viele Einheimische ihr Essen einnehmen.

Dieser Rat gilt natürlich allgemein und überall auf der Welt. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte vor allem in Touristengebieten bei nur aufgewärmten bzw. warmgehaltenen Gerichten wie Moussaka, Pastitsio, Saganaki, Stifado etc. vorsichtig sein. Empfehlenswerter sind dann frisch zubereitete Gerichte wie Salate oder Grill-Spezialitäten. Im Allgemeinen wird das Essen in Griechenland lauwarm gereicht und ist für den deutschen Geschmack zu kalt.

Im Sommer sollte man die „Touristenmeilen“ meiden, wenn man zum Essen ausgeht. Dort finden sich oftmals reine Saison-Tavernen, die Jahr für Jahr von wechselnden Betreibern geführt werden. Suchen sollte man stattdessen im Ortskern und den umgebenden Gassen, dort finden sich meistens die Lokale, welche die einheimische Bevölkerung bevorzugt. Bitte beachten: In Griechenland geht man im Sommer kaum früher als 21 bis 22 Uhr zum Essen.

Wer Lust hat auch mal zu hause griechische Küche genießen zu wollen, der findet die entsprechenden Rezepte unter diesem Link: Griechische Küche. Viel Spaß beim Nachkochen.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Griechenland geht man abends in die Taverne. Hier wird gegessen, hier werden die Neuigkeiten aus dem Ort ausgetauscht, hier wird geschwätzt und geplaudert. Das ist oftmals viel lauter als man es von Deutschland kennt. Wenn sich Griechen in der Taverne streiten, kann es sich um ganz banale Themen handeln. Sie haben viel mehr Temperament. Man sitzt an der Straße, auch wenn es laut ist, so lange das Wetter gut ist. Jeder griechische Ort hat diese Tavernen.

Wenn man als Reisender in diese Tavernen kommt, dann bekommt man die ganze griechische Gastfreundschaft zu spüren. Man ist sofort mittendrin. Wenn es etwas zu feiern gibt, dann ist man herzlich eingeladen. Man kommt dann auch nicht mehr so einfach weg, man gehört dazu. Es wird Musik gemacht, es wird Sirtaki getanzt.

In den Touristenorten gibt es auch Discotheken, natürlich auch in den Großstädten. Aber auch die jungen Griechen mögen es, am Wochenende in die Touristenorte zu fahren um an den Parties dort teilzunehmen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Wie in anderen europäischen Reiseländern gibt es die verschiedensten Kategorien an Übernachtungsmöglichkeiten, wobei das Preis-Leistungs-Verhältnis gut ist. Abseits der stark besuchten Touristenzentren findet man noch herzliche Gastfreundschaft.

Was die Hotels betrifft, so gibt es in den Touristengegenden oftmals noch Betonbauten aus den 60er Jahren. Seit den 80er Jahren sind Hotels meist einfallsreicher und passen sich der Umwelt an. Teurere Hotels verfügen über ausgebildetes Personal und wesentlich besseren Service. Die Xenía-Kette wurde in den 50er Jahren gegründet; bessere Ausstattung und Service zeigen neuere Ketten wie Chandrís und Divani, die im Raum Athen präsent sind. Es gibt zahlreiche 5-Sterne-Hotels mit luxuriöser Ausstattung, die ab 90 € pro Nacht zu bekommen sind. Zahlreiche 3- und 4-Sterne-Hotels sind bereits ab 40 € pro Nacht zu haben.

Neben Pensionen machen Gästezimmer oder domátia einen Großteil der Übernachtungsmöglichkeiten aus. Die Zimmer liegen in der Regel in einem separaten, modernen Zweckbau. Im Vergleich zu Hotels der selben Kategorie bekommt man mehr für sein Geld. Oft verfügen die Zimmer über ein eigenes Bad und auch über eine Küche, die Gäste benutzen dürfen.

Auf den Inseln werden für kostenbewusste Touristen Studios, Apartments und Villen angeboten, die kleine Kochecken oder vollwertige Küchen und damit die Möglichkeit der Selbstverpflegung und auch größeren Familien ausreichend Platz bieten.

Auf dem griechischen Festland gibt es acht Jugendherbergen, die von der IYHF anerkannt wurden. Inoffizielle Herbergen sind meist genausogut. Oftmals jedoch sind Jugendherbergern so teuer, dass für zwei Personen ein Gästezimmer günstiger kommt. Hilfreich sind Hotelführer und Hotelbewertungsseiten auf denen man von ehemaligen Gästen erfährt, wie das Hotel wirklich ist. Auch die aktuellen Fotos auf diesen Seiten sind meist hilfreich, außerdem gibt es hier einen Preisvergleich, wo man sich dann den günstigsten Anbieter aussuchen kann.

Kategorien: Die Einstufung der Hotels und Gästezimmer werden vom EOT vorgenommen. Vor einigen Jahren wurde die Kategorisierung den internationalen Richtlinien und der Einteilung von null bis fünf Sterne angepasst. Damit wurden die griechischen Hotels international direkt vergleichbar.

In vielen Teilen Griechenlands gibt es Campingplätze. Man findet sie nicht in den Touristenorten, sondern meist etwas versteckt beispielsweise an kleinen Stränden. Das Suchen lohnt sich aber immer, denn diese Campingplätze bieten einen recht guten Standard ohne viel Trubel. Sie laden auch ein, mehrere Tage zu bleiben. Tatsächlich haben hier viele Griechen auch einen Dauercampingplatz oder machen hier ihren kompletten Urlaub. Auch mit dem Wohnmobil kann man diese Campingplätze anfahren. Problematisch ist Camping auf einigen der Inseln, auch auf größeren und bekannten wie Ródos oder Sámos gibt es keinen Zeltplatz.

Lernen[Bearbeiten]

In Griechenland ist es weit verbreitet, die Kinder zum Nachhilfeunterricht zu schicken. Viele angehende Lehrer arbeiten in diesem veritablen Wirtschaftszweig.

Die griechischen Schulen haben nur einmal große Ferien im Jahr und bei wichtigen Tagen wie Ostern bekommen sie auch ein paar Tage frei.

Arbeiten[Bearbeiten]

Will man in Griechenland arbeiten, hat man als erstes eine Chance in den Tourismuszentren. Hier sind vor allem Leute gefragt, die mehrere Sprachen sprechen, insbesondere die, die in der Gegend oft gesprochen wird. Man kann hier als Hotelpersonal unterkommen und, wenn man sich entsprechend verhält, auch gut aufsteigen. Allerdings hat man sich da auch einen Knüppeljob geangelt. Kaum Freizeit, lange Schichten. Viele Griechen in diesem Job arbeiten im Sommer im Hotel, im Winter in der Landwirtschaft. Man muss also seinen Winter planen. An vielen Stellen macht Griechenland im Winter halt zu.

Feiertage[Bearbeiten]

Nächster Termin Name Bedeutung
Montag, 1. Januar 2018 Protochroniá Neujahr
Samstag, 6. Januar 2018 Theofánia/Fóta Heilige Drei Könige
Montag, 19. Februar 2018 Kathari Deftéra Rosenmontag (orthodox), Beginn der Fastenzeit bis Ostern
Sonntag, 25. März 2018 Evangelismoú Mariä Verkündigung, Nationalfeiertag (Unabhängigkeit 1821)
Freitag, 6. April 2018 Megáli Paraskeví Karfreitag (orthodox), Gedenken an die Kreuzigung Christi
Montag, 9. April 2018 Deftéra tou Páscha Ostermontag (orthodox), Gedenken an die Auferstehung Christi
Dienstag, 1. Mai 2018 Protomaiá Tag der Arbeit
Mittwoch, 15. August 2018 Kímisi tis Thetókou Mariä Himmelfahrt
Samstag, 28. Oktober 2017 Epétios tou Ochi Ochi-Tag, Nationalfeiertag (1940)
Montag, 25. Dezember 2017 Christoúgena Christi Geburt, 1. Weihnachtstag
Dienstag, 26. Dezember 2017 Synaxis Theotokou 2. Weihnachtstag

Sicherheit[Bearbeiten]

Eine Polizeistation in Griechenland

Griechenland gilt in Europa als eines der kriminalitätsärmsten Länder. Das hat zu einem die Ursache, dass es tatsächlich so ist, Kriminalität ist hier eine Randerscheinung. Sie wurde mit dem Tourismus auch ein wenig importiert, aber auch das ist nicht weiter nennenswert. Wer sich an die normalen Hinweise hält, die für die ganze Welt gelten, der hat hier nicht viel zu befürchten. Man kann hier schöne Ferien verbringen.

Man darf aber nicht denken, dass die Polizei hier genauso arbeitet wie die Polizei in Deutschland. Es gibt zwar eine sogenannte Touristen-Polizei, in die man als Polizist nur hinein kommt, wenn man besondere Voraussetzungen (zum Beispiel eine Fremdsprache) erfüllt. Aber auch die können einem vielfach nicht weiterhelfen. Dazu sehen es die Polizisten oft etwas lockerer mit ihren Anzeigen. Die lückenlose Erfassung, wie sie in Deutschland üblich ist, hat sich hier noch nicht durchgesetzt. Dabei muss man zwischen den Städten und den ländlichen Regionen unterscheiden. In den Städten ist man da schon mehr auf einem guten Weg, in den ländlichen Regionen krankt es noch, aber das ist in Deutschland ja genau so.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Abstandsangabe μm kann verwirren

Schrift und Sprache[Bearbeiten]

So lange man auf internationalen Straßen unterwegs ist, hat man mit normalem Kartenmaterial keine Probleme. Hier sind alle Routen zweisprachig ausgeschildert. Kommt man von diesen Straßen ab, so gelangt man schnell in Gegenden, wo die Schilder nur noch in griechisch geschrieben sind. Das muss man sich bei diesen Touren vorher klar machen und sich mit dem Kartenmaterial vorher auseinandersetzen, dass man weiß, wo man langfahren muss.

In Griechenland wird fast überall Englisch und oft auch Deutsch gesprochen. Viele Griechen haben in den 60er Jahren in Deutschland gearbeitet und sind wieder nach Griechenland zurück gekehrt. Mit Englisch und Deutsch kommt man eigentlich überall weiter. Deutsche haben einen guten Ruf in Griechenland. Man sollte (wie überall anders auch) nicht überheblich sein. Dann ist einem die Gastfreundschaft gewiss.

Botschaften[Bearbeiten]

Verwilderte Katzen

Deutsche Botschaft in Athen, Karaoli & Dimitriou 3, 106 75 Athen - Kolonaki, Tel. 0030 / 210 - 72 85 111 (E-Mail: boathens@internet.gr, Fax: 0030 / 210 - 72 51 205). Öffnungszeiten Mo-Fr 9.00-12.00.

Liste der Schweizer Vertretungen in Griechenland, Embassy of Switzerland, Iassiou 2, 115 21 Athen, Tel. 0030 210 723 03 64 / 65 / 66, Tel. 0030 210 729 94 71 / 72 / 74, eMail: ath.vertretung@eda.admin.ch, Fax: 0030 210 724 92 09, Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10.00-12.00, Sa & So: geschlossen.

Verwilderte Haustiere[Bearbeiten]

Ob neben einer Autobahn-Raststätte, am Eingang zu einem byzantinischen Kloster oder neben dem Museum einer Ausgrabungsstätte: hungrige Hunde oder Katzen warten beinahe überall und ohne Scheu auf die Besucher. Über die Gesundheit dieser Tiere kann man nur spekulieren. Etwas Wasser und etwas Futter hilft momentan, löst jedoch nicht das Problem. Manche Griechen wären dafür, durch Kastration die Zahl der Tiere langsam zu senken, wenn man sie erst mal eingefangen hätte.

Toiletten[Bearbeiten]

In Griechenland sind öffentliche Toiletten nicht an jedem Ort verfügbar. In vielen dieser Häuschen soll man benutztes Toilettenpapier nicht hinunterspülen, sondern in einen Abfalleimer werfen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Besondere Schutzimpfungen sind für die Einreise nach Griechenland nicht erforderlich. Mitnehmen sollte man vorbeugende und schmerzlindernde Mittel gegen Mückenstiche. Da griechische Ärzte meist schon bei kleinen Beschwerden Antibiotika verschreiben, empfiehlt sich die Mitnahme von Hausmittelns gegen Erkältungen und Halsentzündungen. Aspirin kann man in Griechenland an Kiosken und Apotheken kaufen. Notfallbehandlungen sind in staatlichen Krankhäusern und Gesundheitszentren kostenlos. Apotheken sind zahlreich; über Nacht und an Wochenenden dienstbereite Apotheken sind jeweils per Aushang an Tür oder Schaufenster angezeigt.

Klima[Bearbeiten]

In Griechenland herrscht weitgehend mediterranes Klima (trockene Sommer und feucht-kühle Winter). Dabei gibt es im Winter manchmal reichlich Regen. An den Küsten ist das Wetter trotzdem mild, es gibt praktisch keinen Frost. Im Sommer gibt es fast keinen Regen, die Temperaturen sind hoch, im Hochsommer sehr heiß. Die Luftfeuchtigkeit ist immer recht hoch.

Klimadaten von Patras Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 14 15 17 20 24 28 30 30 28 24 19 18 Ø 22.3
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C 6 6 8 10 14 18 20 20 18 14 10 8 Ø 12.7
Mittlere Wassertemperatur in °C 14 14 14 16 18 22 24 25 23 22 19 16 Ø 18.9
Regentage im Monat 11 10 8 7 4 2 1 1 3 7 9 12 Σ 75
Sonnenscheindauer pro Tag 4 5 6 8 9 10 12 11 9 7 5 4 Ø 7.5
Quelle: Dumontreise

Respekt[Bearbeiten]

Winken nur mit aneinanderliegenden Fingern; gespreizte Finger, insbesondere kombiniert mit einer wegdrückenden Bewegung, heißen "Verzieh' dich". Zeigegesten gehen in Ordnung.

In vielen Klostern und Kirchen wird von den Touristen verlangt, dass sie sich bis unter die Knie verhüllen, keine nackten Schultern und keinen freien Bauch zeigen. Dies betrifft vor allem die Frauen, doch auch Männer im Trägershirt und kurzen Hosen. Manchmal kann man in einem solchen Fall eine Art Rock ausleihen. Günstigerweise wählt man aber die Kleidung so aus, dass man ohne gegen diese Vorschriften zu verstossen bequem Kirchen und Kloster besichtigen kann.

Besonders in ländlichen Gebieten haben viele Griechen ein Problem damit, fotografiert zu werden. Man sollte also immer fragen, ob man von jemandem ein Foto machen darf. Insbesondere Frauen mögen das freie Fotografieren nicht gern. Es kann zu heftigen Auseinandersetzungen kommen, wenn man eine Frau in ihrem Stolz verletzt. Darauf sollte man achten und diesen Anspruch der Leute auch respektieren.

FKK: Nacktheit ist in der griechischen Öffentlichkeit nicht so verbreitet. In den Touristenregionen gibt es immer mehr offizielle FKK-Strände, doch außerhalb ist es gesetzlich verboten. Auch Oben Ohne ist außerhalb der Touristengebiete nicht akzeptiert. Trotzdem gibt es an allen Küsten des Festlands und auf den meisten Inseln FKK-Strände, wo es geduldet wird.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Die Post von Griechenland nach Deutschland dauert zwei bis drei Tage. Die Zeiten, dass die Postkarte von Griechenland nach Deutschland Wochen unterwegs ist, sind vorbei.

In der mobilen Telekommunikation in Griechenland findet man heute ähnliche Verhältnisse wie in allen anderen EU-Staaten vor. Wenn man auf dem Flughafen sein Handy einschaltet, bekommt man sicher fast sofort eine Meldung von einem griechischen Anbieter, mit dem man nach Deutschland telefonieren kann. Das ist von Anbieter zu Anbieter zu Anbieter sicher unterschiedlich teuer, aber möglich. Auch in der Fläche ist das griechische Handynetz gut ausgebaut. Zwar sicher nicht so gut wie in Deutschland, aber eigentlich macht es keine Probleme. Die Preise halten sich aber in Grenzen. Inlandsgespräche: Für öffentliche Fernsprecher sind Telefonkarten in Supermärkten, Kiosken und in Büros der Telefongesellschaft O.T.E. erhältlich. Bei Ortsgesprächen muss die Vorwahl mitgewählt werden. Ein Anruf nach Deutschland ist aus Postämtern nicht möglich. Von Deutschland nach Griechenland: 0030 + Ortsvorwahl ohne Null + Teilnehmernummer; Von Griechenland nach Deutschland: 0049 + Ortsvorwahl ohne Null + Teilnehmernummer.

Viele Hotels bieten W-LAN-Hotspots an. Die sind zum Teil aber gewöhnungsbedürftig langsam. Manche kosten Geld, manche sind im Preis enthalten. Meist ist es so, dass es nur Bereiche gibt, in denen man W-LAN bekommen kann. Zur Not tut es das Internet-Café, das sich auch in Griechenland etabliert hat und das man in jeder größeren Ortschaft auch finden kann.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Bötig: Griechenland Festland und Peloponnes. DuMont Reiseverlag, 2008 (2. aktualisierte. Auflage), ISBN 9783770176083, S. 416. 24,95 €
  • Griechenland. Verlag Karl Baedeker, 2008 (16. Auflage), ISBN 9783829711111, S. 548. 25,95 €
  • Werner van Gent, Paul L. Walser: Zimt in der Suppe. Zürich : Rotpunktverlag, 2010, 4. aktualisierte Auflage, ISBN 3-85869-283-2; 290. 24,00 €

Weblinks[Bearbeiten]


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