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Zagori

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Kipi-Brücke
Zagori
StaatGriechenland
Einwohner
3.724 (2011), 3.724 (2011)
Höheunbekannt
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keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Griechenland
Reddot.svg
Zagori

Zagori liegt in Griechenland.

Karte von Zagori

Regionen[Bearbeiten]

Zagori, auch Zagohoria genannt, ist eine Gemeinde in der nordwestgriechischen Region Epirus. Es hat eine Fläche von rund 1.000 Quadratkilometern und umfasst 46 Dörfer. Am meisten entwickelt mit touristischer Infrastruktur ist der westliche Teil, aber auch der Besuch des östlichen Zagori, der im touristischen Sinn weit weniger entwickelt ist, ist lohnend und ebenso beeindruckend. Teile des Gebietes liegen im Vikos-Aoos-Nationalpark.

Orte[Bearbeiten]

Vikos Schlucht
Monodendri
Steinbrücke bei Kipi
Wanderpfad bei Monodendri
Alte Steinbrücke bei Kipi
Dragonlake
Papigo
Μοnodendri
Voidomatis Fluß
Stone Forest
Old church,Mikro Papingo
Kipoi
osmanische Steinbrücke
Vikos
  • 1 Tsepelovo. Ein traditionelles Dorf (1.080 m Höhe) mit einem malerischen kopfsteingepflasterten Dorfplatz. Ein Besuch Kirche von Aghios Nikolaos (18. Jahrhundert) ist lohnenswert.
  • 2 Monodendri. ist eines der schönsten Dörfer der Gegend (1.060 m), komplett im traditionellen Stil gebaut mit Steinhäusern mit Steindächern und sogar Straßen mit Steinpflaster. Es ist eine Hauptattraktion der Gegend und ein guter Platz, um Unterkunft in einem der traditionellen Hotels zu suchen. Mehrere Restaurants und Bäckereien bieten ihren Service an. Es gibt kein wirkliches Nachtleben, außer den Restaurants und Hotelbars. Während des Tages ist der zentrale Platz ein schöner Ort, um sich in einem der Cafés auszuruhen und die Architektur und das Straßenleben im Sommer zu genießen. Im Winter hat Monodendri viele griechische Touristen, die aus den Großstätten kommend dort romantische Wintertage und Abende am Kamin verbringen. Viele Hotelzimmer haben einen Kamin in den Zimmern. Ausländische Touristen bevorzugen Monodendri im Sommer als Ausgangspunkt für Wanderungen und Besichtigungen. Man sollte unbedingt auch durch die kleinen Nebenstraßen im Dorf zu gehen, um das besondere der Flair zu genießen. Vom Hauptplatz neben der Agios Athanathios Kirche führt ein gepflasterter Weg 800 m bergab zum Kloster Agia Paraskevi (15. Jh.). Die kleine Kirche liegt eingebettet zwischen Felsen in fantastischer Natur am Rande der Vikos-Schlucht. Vikos wird vom Guinness Buch der Rekorde als die tiefste Schlucht der Welt mit einer Länge von etwa 20 km, einer Tiefe von 120 bis 490 m und einer Breite von 400 m bis zu einigen Metern an der schmalsten Stelle aufgeführt. Die Aussicht über die Berglandschaft vom Kloster aus ist ein Erlebniß. Nicht versäumen sollte man auch den Weg entlang zu gehen, der oberhalb der Kirche beginnt. Der Weg führt ohne Geländer direkt am steilen Felshang entlang. Es braucht Nerven und keine Höhenangst, dafür befindet man sich inmitten einer unvergleichlichen Berglandschaft. Folgt man dem Weg, gelangt man zu weiteren wunderbaren Aussichtspunkten. Verläßt man Monodendri auf der Westseite, führt eine Straße nach ca. 5km zu dem sogenannten Stone Forest. Dort liegen Steineplatten natürlich horizontal übereinander geschichtet und bilden so eine sehenswerte Gruppe von Steinsäulen. Nach weiteren 2 km erreicht man den Aussichtspunkt „Oxia“, wo man einen wunderbaren Blick in den Vikos Canyon hat und den man nicht missen sollte.
  • 3 Kipi. Das sehr beliebte traditionelle Dorf (Höhe 800 m) ist besonders sehenswert und der Ausgangspunkt zur Besichtigung der mehr als 5 spektakulären alten Steinbrücken mit 1 bis 3 Bögen. Die Brücken sind ausgeschildert und nahe der Straße und eine Hauptattraktion der Gegend, die man auf keinen Fall auslassen sollte.
  • 4 Koukouli. Ein Dorf im traditionellen Stiel mit großen alten Villen und Brunnen von außergewöhnlicher schöner Architektur
  • 5 Dilofo. Das Dorf (Höhe 880 m) ist am Fuße von zwei Hügeln amphitheatralischen gebaut. Das bekannte Hotel "Arhontiko Makropoulou" ist der Ausgangspunkt für Wanderungen zu den malerischen Kapellen des Dorfes
  • 6 Papingo. Das Dorf Papingo (960 m ü M) und das oberhalb gelegene Mikro Papingo sind sehr beliebte typische Zagoridörfer in einer fantastischen Berglandschaft. Beide haben schöne traditionelle Tavernen, Hotels und Pensionen. Die Grundschule in Papigo beherbergt das Natur- und Kulturinformationszentrum Zagori. Die beste Aussicht auf die Vikos-Schlucht bietet sich von der Taxiaches-Kirche in Mikro Papingo. Bevor man die Dörfer über eine enge Serpentinenstraße erreicht, überquert man einen Gebirgsfluss. Der Voidomatis Fluß ist sogar im Hochsommer so kalt, dass man nur wenige Sekunden darin schwimmen kann. Von einem Parkplatz an der Brücke lohnt es sich an das Flußufer zu gehen und dort zu entspannen oder ein Picknick in der wunderschönen Umgebung zu machen. Dies ist der perfekte Ort, um sich an heißen Sommertagen auszuruhen. Eine weitere Attraktion sind die Papingo Rock Pools, die zwischen den beiden Papigo Dörfern liegen. Im Frühsommer laden sie zum baden ein, während sie im Spätsommer oft kein Wasser mehr führen, abhängig vom Niederschlag.
  • 7 Vikos. Das kleine traditionelle Dorf (Höhe 770 m) wird oft u.a. wegen seines guten Aussichtspunktes besucht, von dem man einen der besten Ausblicke auf die Vikos-Schlucht hat. Empfehlenswert ist auch eine Wanderung zu den Quellen des Flusses Voidomatis, die man vom Dorf aus in 30 Minuten entlang eines Wanderweges erreichen kann.
  • 8 Aristi. Die Hauptattraktion des Dorfes ist das *Kloster Panagia Spileotisas (16. Jahrhundert). Es liegt in wunderbarer Lage Nahe einer alten Steinbrücke aus osmanischer Zeit am Fluss Voidomati. Nahe der Kirche ist der Eingangs zu einer interessanten Höhle.
  • 9 Kaloutas. Das traditionelle Dorf ist bekannt für seine alten Kirchen, eine "must see" alte Steinbrücke mit drei Bögen und die Despotis-Quelle, die sich in der Nähe befindet. Auch das Kloster von Vivikou, 4,5 km N von Kaloutas. ist einen Besuch wert
  • 10 Vrisohori. Ein traditionelles Dorf (940 m ü.M.) mit zahlreichen Quellen und Bächen, die durch das Dorf fließen
  • 11 Tristeno. ein wunderschönes Bergdorf (940 m ü.M) mit zahlreichen Wasserläufen, Quellen und einer Wassermühle aus dem 19. Jahrhundert: Sehenswert ist auch die Agios Georgios Kirche.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Ein Muß für jeden Besucher des Zagori sollte ein Ausflug nach Ioannina sein und Dodoni. Es ist empfehlenswert wenigstens eine Übernachtung dort einzuplanen. Auch Metsovo lohnt einen Besuch

Hintergrund[Bearbeiten]

Zagori ist der Name einer Region von Epirus nördlich von Ioannina, mit einer Vielzahl von Dörfern im traditionellen Stil. Die eindrucksvolle Landschaft mit hohen Bergen, dichten, kaum bewohnten Wäldern und beeindruckenden Schluchten und der wilden Schönheit der Bergdörfer von Zagoria beeindruckt jeden Besucher. Die Häuser und Straßen der kleinen traditionellen Bergdörfer sind komplett aus Stein gebaut. Gleiches gilt für die vielen Klöster und Kirchen. Eine weitere Attraktion sind die Steinbogenbrücken, wahre Meisterwerke des traditionellen Brückenbaus. Sie alle stammen aus der osmanischen Zeit. Dier Gegend ist ein besonders lohnenswertes Ziel für Öko-Tourismus-Liebhaber.

Jede der vier Jahreszeiten eignet sich für einen Besuch in der Region Zagori. Im Winter, niederschlagsreich und kalt, kann man den Anblick der einsamen verschneiten Dörfer genießen, der ihnen eine märchenhafte Atmosphäre und den Eindruck von Zeitlosigkeit verleiht. Geht man in dieser Zeit durch die Gassen der Dörfer, riecht man überall den typischen Geruch von Holzfeuern aus den Kaminen der Häusern und Tavernen, wo sich die Einheimischen und die wenigen Touristen treffen, um sich gesellig bei Wein und Tsipuro aufzuwärmen. Bereits Ende Februar beginnt der Schnee zu schmelzen. Besonders erlebnissreich sind dann Spaziergänge entlang der Hochwasser führenden Flüsse und Bächen, in denen das Wasser mit Eisschollen ungestüm fließt. Der Sommer ist, wie überall in Europa, ist die Jahreszeit, in der die meisten Touristen die Gegend besuchen. Das Wetter ist stabiler und warm genug für ein Bad in Flüssen oder Seen. Schließlich ist der Herbst auch eine gute Jahreszeit für einen Besuch. Das bunte Laub mit seinen leuchtende Farben gibt der Landschaft eine bezaubernde Atmosphäre. Mit dem Vorrücken des Herbstes fallen die Blätter und bedecken die Wanderpfade mit einem dicken bunten Teppich

Sprache[Bearbeiten]

Mit Englisch und oft auch Deutsch kommt man problemlos in allen touristischen Orten zurecht. In abgelegenen Dörfern sprechen zumindest die Jugendlichen etwas Englisch.

Anreise[Bearbeiten]

Die meisten Besucher kommen mit dem Auto, da man nur so problemlos auch die etwas abgelegeneren Dörfer besuchen kann. Die beste Auswahl an Mietwagen hat man in Ioannina. Es gibt aber auch regelmäßige Busverbindungen von Ioannina [1] nach Zagori.

Mobilität[Bearbeiten]

Zwar gibt es auch öffentlichen Nahverkehr und ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen, dann braucht man allerdings viel Zeit, um die Gegend zu erkunden. Ein Mietwagen ist ein Muss, wenn man viel in kurzer Zeit sehen möchte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • 2 Denkmal der Frauen von Zagori. Das Denkmal ist den Frauen des Pindos in Erinnerung an ihre Hilfe im Kampf gegen die einfallenden italienischen Truppen im Herbst 1940 gewidmet. Die Statue wurde 1993 errichtet und hat eine Höhe von 6. Frauen von Zagoria nahmen in den 40iger Jahrenaktiv am Krieg teil, sowohl im Kampf, als auch an der Versorgung der griechischen Streitkräfte im Kampf gegen die faschistische Invasion, die versuchte, Metsovo durch das Aoos-Tal zu erreichen.
  • 3 Wasserfall von Iliohore. Ein steiler, 2 km langer Pfad führt vom Dorf hinunter zum Wasserfall. Ein lohnender Weg, der wunderbaren Natur wegen und im Sommer um im eiskalten Wasser zu baden.
  • 4 Drakolimni. Es ist ein wunderschöner Alpensee auf 2100m Höhe, der durch eine anspruchsvolle Wanderung von Papingo aus erreichbar ist. Der Weg dauert ca. 3h vom Dorf bis zur Astraka-Hütte und weitere 1.30 Std. zum See. Der Weg zum See ist etwas einfacher als zur Hütte. Da es für einen Tag eine ziemlich lange Wanderung ist, ist es empfehlenswert, über Nacht in der Hütte zu bleiben. Die Aussicht an jedem Punkt des Weges ist atemberaubend.
  • 1 Skalopatia Vradeto. Ein moderater Wanderweg von führt in sehr sehenswerter Umgebung 3 km vom Dorf Kapesovo hinauf bis zum Dorf Vradeto und 1 km weiter bis zum Aussichtspunkt Beloi. Wer die vielen Treppen und den felsigen Pfad nicht gehen will, kann von der Spitze des Berges in Vradeto aus nur einen Blick auf den ganzen Weg haben

Aktivitäten[Bearbeiten]

Hiking. Typ ist Gruppenbezeichnung

Rafting. Typ ist Gruppenbezeichnung

Touring Ski. Typ ist Gruppenbezeichnung

Reiten. Typ ist Gruppenbezeichnung

Mountain biking. Typ ist Gruppenbezeichnung

Canyoning. Typ ist Gruppenbezeichnung

Küche[Bearbeiten]

Eine Spezialität der Gegend sind die Pittas (Pasteten), gefüllt mit Käse (Tiropita), Spinat (Spanakopita), Wildgemüse (Hortopita), Kürbis (Kolokothopita - süß oder salzig) oder Spinat und Fetakäse (Tirospanakopita). Besonders schmackhaft ist das Ziegen- und Schafsfleisch der Gegend, da die Tiere frei weiden und viele verschiedene Gräser und Kräuter fressen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Etwas Nachleben gibt es nur in den größeren, von Touristen mehr frequentierten Dörfern, wie Monodendri, Papingo, Kipi. Aber auch hier bedeutet Nachtleben mehr oder weniger ein gutes Essen in einem Restaurant oder Hotel zu genießen oder in einem Kafeneion (einfache Dorfschänke) die Weine aus der Region und den Zipouro, einen Tresterschnaps zu probieren. Während der Weinproduktion fällt der Trester nach dem Pressen der Trauben als Abfallprodukt an, der dann fermentiert und destilliert wird. Je öfter destilliert wird, desto besser ist der Schnaps. Standard ist eine 2-fache Destillation. Dies nennt sich dann Zipouro (auch Raki oder Tsikoudia). Wenn der Destillation Anis oder Fenchel hinzugefügt wird, schmeckt der Zipouro wie Ouzo. In der Zagori Region wird normalerweise kein Anis hinzugefügt und der Geschmack ist rein. In Italien nennt man diesen Tresterbrand Grappa.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Gegend ist sehr sicher in Bezug auf Kriminalität und die einzige wirkliche Gefahr ist die wilde Natur mit steilen Abhängen, einsamen Wälder, in denen ein verletzter Wanderer nicht sofort gefunden werden kann. Es ist empfehlenswert, jemanden darüber zu informieren, wenn man einen abgelegenen Wanderweg gehen will. Nicht überall ist der Empfang des Mobilfunknetzes so gut, um Hilfe zu holen.

Klima[Bearbeiten]

Ein Problem für den Tourismus sind die unsicheren Wetterverhältnisse. Aufgrund des Gebirgsklimas muß man öfter mit Regen und niedrigen Temperaturen rechnen. Viele Besucher, die Griechenland nur von den heißen sonnigen Stränden kennen, erwarten das nicht. Die regensicherste Zeit ist von Ende Juni bis Mitte August. Dann sind die Temperaturen auch hoch genug für sommerliche Kleidung.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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