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Thessaloniki

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Thessaloniki
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Thessaloniki, griech. "Θεσσαλονίκη", ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Die Stadt ist kultureller Mittelpunkt und Hauptstadt der Region Makedonien. Auch an Sehenswürdigkeiten hat Thessaloniki viel zu bieten. Ihre Bauwerke aus frühchristlicher und byzantinischer Zeit gehören seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Zum städtischen Raum gehören noch Triandra, Ampelokipoi, Menemeni, Eleftherio-Kordelio, Evosmos, Agios Pavlos, Neapoli, Pefka, Sykies, Nea Efkarpia, Polichni, Stavroupoli, Pylaia.

Thessaloniki ist mit über ca. 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Damit ist sie nach Athen die zweite Großstadt Griechenlands, im Großraum Thessaloniki leben 1,4 Millionen Menschen. Auch die Bezeichnung "Saloniki", die auf den Namen "Selanik" der Stadt unter osmanischer Herrschaft zurückgeht, wird in Deutschland noch oft benutzt.

Karte von Thessaloniki

Hintergrund[Bearbeiten]

Salonichi, 1688

Die Stadt wurde 315 v. Chr. vom König Kassandros von Makedonien gegründet, indem 26 kleine Siedlungen am Thermäischen Golf zu einer Stadt zusammengelegt wurden; den Namen bekam die Stadt zu Ehren von Thessalonikē, der Schwester Alexanders des Grossen. Mit der Niederlage des mazedonischen Königs Philipp V. gegen das römische Heer im Jahr 168 v.Chr. ging die Zeit des mazedonischen Königreichs zu Ende und die Region wurde ab 146 v. Chr. zur römischen Provinz "Macedonia", Thessaloniki wurde ihre Hauptstadt.

Die Stadt an der Via Egnatia und der nach Norden führenden Balkanstrasse wurde zu einem bedeutenden Handelszentrum; Cicero wurde 58 v.Chr. hierher verbannt und um 49 v.Chr. flohen die römischen Konsuln nach Thessaloniki. Um 49/50 n.Chr. besuchte der Apostel Paulus (Apg 17,1-4 EU) die Stadt und es kam zur Gründung der zweiten christlichen Gemeinde (nach derjenigen von Philippi). Um 300 n. Chr. wurde Thessaloniki zu einer Residenzstadt des römischen Kaisers Galerius, zu seiner Zeit wurde ein Kaiserpalast, das Hippodrom, der Galeriusbogen und die Rotunde errichtet; um 322 wurde vom römischzen Kaiser Konstantin I. ein künstliches Hafenbecken angelegt.

Nachdem 330 Byzanz resp. Konstantinopel zur östlichen Kaiserresidenz des römischen Reichs geworden war, verlor Thessaloniki an Bedeutung, nach der Reichsteilung in das west- und oströmische Reich wurde die Stadt zum oströmischen Reich geschlagen. Den slawischen Eroberungszügen der Awaren und Slawen aus dem Norden leistete die Stadt im 6./7. Jahrhundert als römische Reichsstadt erfolgreich Widerstand; dennoch kam es immer wieder zu Angriffen, so plünderten die Sarazenen die Stadt im Jahre 904. Im Rahmen des ersten Kreuzzugs wurde Thessaloniki um 1185 von den römisch - katholischen Normannen erobert und verwüstet, seit dieser Zeit versteht sich die griechisch - orthodox geprägte Stadt als Opfer der römisch - katholischen Aggression. Um 1204 wurde Thessaloniki Hauptstadt eines kurzlebigen frankischen Kreuzfahrerstaats. Nach Zeiten unter den Epiroten und dem König von Bulgarien gelangte die Stadt wieder zum byzantinischen Reich, sie erlebte eine Blütezeit mit neuen Kirchen- und Hafenbauten und die Venezianer und Genuesen prägten die Stadt mit eigenen Vierteln.

Nach ersten türkischen Angriffen im 14. Jhdt. wurde Thessaloniki im Jahre 1430 von Sultan Murad II. belagert und danach ins Osmanische Reich eingegliedert. Als Selânik prägte in den nächsten vierhundert Jahren die osmanisch - islamische Kultur die Stadt; als 1821/22 im Süden das Königreich Griechenland gegründet wurden, vermochten die osmanischen Truppen ihre Herrschaft zu sichern. im 19. Jhdt. hatte die Stadt einen massiven Aufschwung, sie war von osmanisch - muslimischen, jüdischen und euroäischen Bevölkerungsgruppen bewohnt; die Stadt wurde an das europäische Eisenbahnnetz angeschlossen. Bei einem Grossbrand 1890 brannten die byzantinische und die Metropolitenkirche, das europäische Viertel und zahlreiche Synagogen in der Innenstadt nieder und vor allem 20'000 Juden wurden obdachlos.

1881 wurde in Thessaloniki der Begründer der modernen Türkei Kemal Atatürk geboren, die Stadt wurde 1896 mit einer Eisenbahnlinie mit der Hauptstadt des osmanischen Reichs Istanbul verbunden. Im November 1912 erklärten im ersten Balkankrieg Montenegro, Serbien, Bulgarien und Griechenland dem osmanischen Reich den Krieg und die Stadt wurde von griechisch - bulgarischen Truppen belagert und vom osmanischen Kommandeur kampflos überlassen. Mit dem Frieden von Bukarest gelangte Mazedonien mit seiner Hauptstadt Thessaloniki im August 2013 zu Griechenland. Unter dem griechischen Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos landeten 1915 alliierte Truppen in Saloniki um gegen die Truppen der Mittelmächte (Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und Türkei) zu kämpfen. Im Nachgang kam es 1919/22 zum griechisch - türkischen Krieg, dieser endete in der sog. kleinasiatischen Katastrophe, die griechischstämmige Bevölkerung wurde aus der Türkei und die muslimisch - türkischstämmige aus Mazedonien vertrieben. In der Umgebung wurden von griechischstämmigen Immgranten viele Ortschaften mit Namen wie "Nea xxxxxx" gegründet. 1917 hatte ein Grossbrand die südlichen Stadtteile von Thessaloniki verwüstet und es erfolgte ein moderner Wiederaufbau.

Bereits seit neutestamentlicher Zeit hatte Thessaloniki eine jüdische Bevölkerung und galt als "Jerusalem des Balkans", im 15. Jhdt. waren viele sephardische Juden dazugekommen. David Ben Gurion studierte um 1910 in Thessaloniki die türkische Sprache, vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt 40 Synagogen und eine jüdische Bevölkerung von 56'000 Menschen. Mit der deutschen Besetzung April 1941 - Oktober 1943 wurde der jüdischen Bevölkerung eine Schutzgeldzahlung von der horrenden Summe von 3 Milliarden Drachmen auferlegt, da das Naziregime diese Summe dennoch als ungenügend erachtete, wurde der jüdische Friedhof beschlagnahme und die Steine als Baumaterial vergeben. Praktisch die gesamte jüdische Bevölkerung von Thessaloniki wurde unter Aloins Brunner deportiert und in Auschwitz und Bergen - Belsen in die Gaskammern geschickt, lediglich 2'000 der Thessalonicher Juden überlebten den Holocaust. 1949 begann der Wiederaufbau der Stadt, deren Einwohner sich als Gegenpol der griechischen Hauptstadt Athen erleben. 1997 wurde die Stadt Kulturhauptstadt Europas.

Thessaloniki mit dem Olympmassiv

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Thessaloniki Airport vom Vorfeld

Der 1 Flughafen Thessaloniki Flughafen Thessaloniki in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Thessaloniki im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Thessaloniki (Q127958) in der Datenbank Wikidata (IATA CodeSKG) bietet Verbindungen von/nach Athen, Mailand, Rom, Basel-Mulhouse-Freiburg, Berlin, Düsseldorf, München, Frankfurt am Main, Dortmund Badenairpark Karlsruhe (easyJet hat die Strecke gestrichen, jetzt - 2017 - fliegt Ryanair), Moskau, London, Paris, Wien, Larnaca, Prag, Budapest und Bukarest. Da es sich um einen Militär-Flughafen handelt, ist das Fotografieren verboten. Ein Ticket für einen Hinflug aus Athen kostet etwa 80 € - wenn man jedoch frühzeitig bucht, kann man den Preis auf bis zu 19 € (ohne Steuern) drücken. Die Fluggesellschaft Aegean Airlines bietet dabei besonders viele Ziele in Griechenland und Europa an. Von Deutschland aus fliegt auch TUIfly, allerdings nur im Sommerflugplan, im Winterflugplan ist es schon schwieriger.

Der Flughafen hat nur einen Terminal. Wie üblich ist die Ankunft unten und der Abflug oben. Er verfügt nicht über Fluggastbrücken, sondern das Ein- und Aussteigen wird mit Bussen organisiert. Das Flugzeug fährt auf seine Parkposition, von der es aus eigener Kraft wieder zur Startbahn rollen kann, man wird von Bussen abgeholt und zum Terminal gebracht. Es gibt nur vier Gepäckbänder bei der Ankunft. Je nach Auslastung sind aber nicht alle in Betrieb; weil die Anzeigen auf den Bildschirmen nicht immer aktuell sind, wird der eigene Flug zum Teil gar nicht angezeigt.

Beim Abflug gibt es zwei Eingangsbereiche, A und B, die miteinander verbunden sind. Es ist kein Problem, den entsprechenden Check-In-Schalter zu finden. Nach dem Check in muss man mit seinem Koffer noch zur Luftsicherheitskontrolle und muss dort seine Bordkarte bereit halten.

Die Luftsicherheitskontrolle beim Betreten des Warteraums entspricht europäischem Standard, die Mitarbeiter können sich in der Regel mindestens in Englisch, viele auch in Deutsch verständigen. Im Warteraum ist es recht laut. Die Abflugtafeln sind verhältnismäßig klein, die Durchsagen oft schwer verständlich. Der Warteraum ist zwar für die Größe des Flughafens klein, bietet aber alles was man braucht.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Blick vom Trigonios-Turm bei der Zitadelle über die Stadt

Zum 2 Bahnhof Thessaloniki Bahnhof Thessaloniki in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof Thessaloniki im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof Thessaloniki (Q15116556) in der Datenbank Wikidata dauert die Fahrt mit dem Nachtzug von Athen (Bahnhof Larissa) etwa sechs Stunden. Der Fahrpreis liegt zwischen 20 und 31 € (abhängig von der Zuggattung), oder bei etwa 50 €, wenn man ein eigenes Schlafabteil haben möchte. Die Tagesverbindungen von Athen benötigen 4 Stunden 15 Minuten (Intercity-Züge) oder 6 Stunden (Normalzüge) und kosten in der ersten Klasse ungefähr 50 €. Eine sehr gute Option stellen die Züge 501/502/503, die ungefähr 14 € (11 € für Studenten und Leute bis zu 26) kosten und immerhin nur 5 Stunden 45 Minuten benötigen. Bis auf wenige Ausnahmen ist in den Zügen das Rauchen nicht gestattet. Der letzte Nachtzug fährt um 01.50 Uhr ab. Wenn man unter 26 ist, bekommt man für die meisten Züge einen Nachlass von 26 %.

Für die zwei Direktverbindungen von/nach Skopje zahlt man mit Juniorrabatt 20 € und ohne 20 % mehr. Die Züge fahren in Skopje um 03.10 Uhr und um 16.00 Uhr ab. Die Rückfahrt in Thessaloniki beginnt jeweils um 09.00 Uhr und um 19.00 Uhr. Beide Züge benötigen etwa vier Stunden.

Weiterhin gibt es Direktverbindungen von Sofia (etwa 5 Stunden), Belgrad (12 Stunden) sowie Budapest. Aber aufgepasst: Die Züge erreichen Thessaloniki aufgrund von Zeitverschiebung eine Stunde später. Zusätzlich kann es zu Verspätungen kommen.

Im internationalen Büro des Bahnhofs kann man Balkan FlexiPass-Tickets erwerben.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Thessaloniki ist gut mit Überlandbussen an andere Städte und Länder angebunden, die vom Busbahnhof 3 KTEL Macedonia KTEL Macedonia in der Enzyklopädie WikipediaKTEL Macedonia (Q24910419) in der Datenbank Wikidata an- und abfahren.

Das innerstädtische Busnetz um Thessaloniki ist recht gut ausgebaut. Allerdings muss man dabei in kauf nehmen, das die Busse nicht so fahren, wie man es aus Deutschland kennt, sondern oftmals oder fast immer Verspätung haben. Der Bus hält auch nicht, wenn man einfach nur an der Haltestelle sitzt, man muss winken, damit er anhält. Die Preise sind sehr niedrig, dafür ist der Komfort nicht sehr besonders. Die Busse sind oftmals überfüllt und es ist doch sehr eng. Wer nach Thessaloniki hinein will ist mit dem Bus besser beraten, als mit dem Auto. Der Verkehr ist grausam, Parkplätze gibt es ganz wenige und wenn man einen gefunden hat, ist er sehr teuer. Für einen Ausflug nach Thessaloniki sollte man besser den Bus nehmen. Eine gute Idee ist es, das Auto in der Nähe von Thessaloniki abzustellen und dann mit dem Bus in die Stadt zu fahren.

Die Buslinie 01X verbindet den Flughafen mit der Innenstadt. Vom Flughafen bis zur Innenstadt, hier: Platia Aristotelou, fährt man - je nach Verkehrsaufkommen - ca. 40 Minuten und bis zum Busbahnhof KTEL 60 min. Die Bushaltestelle am Flughafen befindet sich direkt am Ausgang. Tickets bekommt man am Schalterhäuschen an der Haltestelle oder am Automaten im Bus. Die Tickets müssen im Bus entwertet werden. Eine Fahrt in die Innenstadt kostet 2 € für Erwachsene bzw. 1 € für Kinder, Studenten und EU-Bürger ab 65. (Stand: März 2018).

Der Bau der Metro Thessaloniki wurde in einem zweiten Anlauf 2006 wieder aufgenommen, eine Indienststellung ist noch nicht absehbar, für das angepeilte Jahr 2020 wird es mit Sicherheit nicht reichen, es ist nun von 2023 die Rede.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Athen benötigt man etwa 5 Stunden (Autobahn), von Istanbul etwa 8 Stunden und von Belgrad etwa 7 Stunden. Die Autobahn A2 umfährt Thessaloniki mit einem Autobahnring, sie setzt sich in Richtung Istanbul fort; Die Autobahn A24 setzt sich in südlicher Richtung zur Chalkidiki fort und erreicht im Süden der Stadt den Flughafen. Ein zweiter Schnellstrassenring umrundet die nördlichen Quartiere der Stadt.

Besucher aus Westen her gelangen auf der Autobahn A1 in die Stadt, man fährt an der Ausfahrt "Ring Road" vorbei und hält sich dann Richtung Hafen, dieser und der Bahnhof werden nördlich umfahren. Danach führen die in östlicher Richtung führenden Spuren als Leof. Nikis (Nike Bvd) direkt am Hafenbecken vorbei, in ost-westlicher Richtung führt die Tsipsiski Road einen Häuserblock nördlich in der Gegenrichtung. Die Via Egnatia durchquert das Stadtzentrum mit zahlreichen Ampeln in West-Ost-Richtung im Gegenverkehr.

Für Besucher und Einwohner gleichermaßen, ist die Suche nach einem Parkplatz. Parkmöglichkeiten finden sich in Hafennähe oder in der Nähe der Museen, in Gehdistanz zum Stadtzentrum ist das 4 Parkhaus bei der Stadtverwaltung resp. beim Byzantinischen Museum zu empfehlen (ab 4 €/3 Stunden). Die Altstadt kann besser zu Fuss oder mit dem Bus / Taxi erkundet werden, die Strassen sind hier wie in griechischen Innenstädten üblich schmal und verwinkelt und der Verkehr intensiv.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Thessaloniki hat einen internationalen 5 Hafen Hafen in der Enzyklopädie Wikipedia Hafen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHafen (Q7231282) in der Datenbank Wikidata , der aber hauptsächlich darauf ausgelegt ist, Waren umzuschlagen.
Der 6 Fährhafen Fährhafen (Q25166597) in der Datenbank Wikidata liegt etwas abseits des Zentrums, im Südwesten der Stadt. Der Fährverkehr ist aber auch ein wichtiger Zweig. Es gibt Verbindungen in die ganze Ägäis und regelmäßige Verbindungen nach Athen. Es ist der wichtigste Fährhafen zu den ägäischen Inseln.

Mobilität[Bearbeiten]

Blick vom weissen Turm nach Westen zum Hafen

Thessaloniki ist eine eng gebaute Stadt. Die Häuser im Stadtkern, stehen recht eng beieinander und dementsprechend sind die Straßen schmal. Wer Mut hat, kann sich an die Fahrweise der Einwohner anpassen, Motorradfahrer schlängeln sich überall durch, die Hupe ist ein oft gebrauchtes Instrument.

Man kann ein recht gut ausgebautes Linienbussystem in Thessaloniki nutzen, aber auch mit diesem dauert es oftmals sehr lange um von A nach B zu kommen. Die Bushaltestellen sind oft nicht einfach zu erkennen. Wenn man mit der Eisenbahn oder mit dem Bus nach Thessaloniki anreist, kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit etwas Geduld zu Fuß erreichen; der Busbahnhof und der Bahnhof liegen nicht weit vom Stadtzentrum entfernt.

Man hofft auf Entlastung durch die sich im Bau befindende Metro. Weil man immer wieder auf antike Funde stößt, die dann erst gewichert werden müssenund wegen Wassereinbrüchen bei Bauarbeiten nahe am Meeresspiegel, wird die U-Bahn erst in einigen Jahren den Betrieb aufnehmen können, vorsichtige Schätzungen sprechen von 2023.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Der weiße Turm
  • 1 Weißer Turm (Λευκός Πύργος). Weißer Turm in der Enzyklopädie Wikipedia Weißer Turm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWeißer Turm (Q550576) in der Datenbank Wikidata. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Weiße Turm, der an der Uferpromenade Thessalonikis steht und Teil der Stadtbefestigung war. Ob er von den Venezianern um 1430 oder einhundert Jahre später von den Türken erbaut wurde, ist eine ungelöster Streitfrage. Fest steht, dass er in osmanischer Zeit als Gefängnis benutzt wurde, damals war er wegen der Hinrichtungen als "Blutturm" bekannt. Später wurde der Turm mit weißem Kalk überzogen. Heute sieht man jedoch nur noch die helle Farbe des Natursteins. Der Turm hat eine Höhe von 33 m und ist 7 Stockwerke hoch. In den unteren 6 Geschossen zeigt das byzantinische Museum eine Ausstellung zur Geschichte und Entwicklung der Stadt, zuoberst befindet sich eine Aussichtsplattform mit einer hervorragenden Aussicht über die Uferpromenade bis zum Hafen. Am weißen Turm treffen sich auch die Ausflugsbusse aus Chalkidiki und Piera; der weiße Turm ist zu Fuß etwa eine Viertelstunde von der Innenstadt entfernt. Der besuch ist kostenpflichtig, aus Sicherheitsgründen dürfen immer nur max. 70 Personen gleichzeitig den Turm besuchen, mehrsprachige Audioguides.
  • 4 Stadtmauer (Βυζαντινά τείχη της Θεσσαλονίκης). Stadtmauer in der Enzyklopädie Wikipedia Stadtmauer im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStadtmauer (Q7963249) in der Datenbank Wikidata. Die Stadtmauern von Thessaloniki sind noch zum Teil erhalten, z.B. an der Burg und beim 2 Trigoniou Turm oder der 12-Apostel Kirche. Die Befestigungen stammen aus der Zeit der byzantinischen Herrschaft und sollten die Stadt vor den türkischen Invasoren schützen. Die Mauern sind zu einem Teil vollständig erhalten, viele Abschnitte wurden zugunsten der Stadtentwicklung abgerissen. Da die Mauer im Laufe der Zeit immer wieder verändert und ausgebaut wurde, sind die verschiedenen Bauepochen erkennbar. Eine weitere Mauerlinie befindet sich im nördlichen Teil der Akropolis und wird 3 Eptapyrgio ("Sieben Türme") genannt. Dieser Abschnitt bildete die letzte Verteidigungslinie, sollte der Feind die äußere Festung durchbrochen haben. Es wurde um 1423-1430 von den Venezianern gebaut, um der türkischen Bedrohung zu widerstehen. Das Eptapyrgio besteht aus einer umgebenden Mauer , welche sieben Türmen umschliesst. Der mittlere und größte Turm wurde von Tsaous Bey, dem ersten türkischen Gouverneur der Stadt, gebaut. So wurde das Eptapyrgio auf Türkisch "Yedi Kule" (sieben Türme) genannt, ein Name, der dem Monument bis heute folgt. Das Eptapyrgio beherbergte vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1988 das Gefängnis der Stadt und ist heute ein kulturelles Zentrum. Die Stadtbefestigungen finden sich auf der Anhöhe im Osten der Altstadt. Unesco-Welterbestätten in Europa

Bauwerke aus griechisch - römischer Zeit[Bearbeiten]

Galerius - Bogen
  • 5 Galerius-Palast (Ανάκτορα του Γαλέριου). Galerius-Palast in der Enzyklopädie Wikipedia Galerius-Palast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGalerius-Palast (Q3891634) in der Datenbank Wikidata. Galerius gestaltete zwischen 297-307 die Stadt auf römische Art um mit imposanten Gebäuden und Befestigungsanlagen. Zusammen mit den östlichen Mauern entstand eine große Palastanlage - der Galeriuspalast. Ein Großteil der Anlagen und Gebäude wurden in späterer Zeit als Steinbruch benutzt oder überbaut, so daß heute nur noch ein Bruchteil der damaligen römischen Stadt zu sehen ist.
  • 6 Galeriusbogen (Αψίδα Γαλερίου), Εγνατία. Galeriusbogen in der Enzyklopädie Wikipedia Galeriusbogen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGaleriusbogen (Q1258082) in der Datenbank Wikidata. Der Triumphbogen stammt aus der römischen Zeit und geht auf Kaiser Galerius zurück, unter dem er etwa 300 n.Chr. errichtet wurde. Die Abbildungen zeigen Szenen aus dem Krieg gegen die Perser. Unesco-Welterbestätten in Europa
Rotunda
  • 7 Rotunda Agios Georgios (Ροτόντα). Rotunda Agios Georgios in der Enzyklopädie Wikipedia Rotunda Agios Georgios im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRotunda Agios Georgios (Q1584841) in der Datenbank Wikidata. Das ursprünglich von den Römern im frühen 4. Jhdt. als Mausoleum errichtete Gebäude wurde in christlicher Zeit im 4.-6. Jhdt. mit einem Propylon erweitert und als Kirche genutzt, unter osmanischer Herrschaft wurde es zur Moschee umgenutzt. Heute ist in der Rotunda ein Museum. Geöffnet: Mo, Mi-Fr 08.00-19.45 h; Sa, So 09.00-16.45 h; Di geschlossen.
Forum Romanum
  • 8 Forum Romanum (Ρωμαϊκή Αγορά της Θεσσαλονίκης). Forum Romanum in der Enzyklopädie Wikipedia Forum Romanum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsForum Romanum (Q16932289) in der Datenbank Wikidata. Der antike römische Markt (oder Agora ) befindet sich auf der oberen Seite des Aristoteles-Platzes. Das Gelände ist ein großes zwei-terrassiges Forum mit zweistöckigen Stoas, zwei römischen Bädern, von denen eines ausgegraben wurde, während das andere unter der Stadt begraben ist, und einem kleinen Theater, das auch für Gladiatorenspiele genutzt wurde . Obwohl der ursprüngliche Komplex vor römischer Zeit erbaut wurde, wurde er im 2. Jahrhundert weitgehend renoviert. Es wird angenommen, dass das Forum und das Theater mindestens bis zum 6. Jahrhundert genutzt wurden.
  • 9 Ausgrabungen am Dioikitiriou-Platz. Jüngste Ausgrabungen für die Schaffung einer Tiefgarage auf dem Platz vor dem Ministerium von Makedonien und Thrakien (Dioikitirio) enthüllten eine ganze Reihe von Ruinen antiker Gebäude (3. Jahrhundert v. Chr.) und frühchristliche bis post-byzantinische Denkmäler wie öffentliche Gebäude , Bäder; es fanden sioh ein Marmorkopf der Aphrodite, eine Bronzebüste der Athena. usw.

Bauwerke aus der osmanischen Zeit[Bearbeiten]

  • 10 Bey Hamam. Bey Hamam in der Enzyklopädie Wikipedia Bey Hamam im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBey Hamam (Q852960) in der Datenbank Wikidata. Das bedeutendste türkische Bad der Stadt, erbaut um 1440. Es war unter dem Namen "Paradiesbad" (Loutra Paradisou) bis 1968 in Betrieb. Heute ist es eine Veranstaltungshalle.
  • 11 Geni Hamam. Im 16. Jahrhundert erbaut, beherbergt das Gebäude das Restaurant Aigli, das auch eine Live-Musikbühne hat
  • 12 Pasha Hamam (Πασά Χαμάμ). Pasha Hamam in der Enzyklopädie WikipediaPasha Hamam (Q12290081) in der Datenbank Wikidata. Diese türkischen Bäder waren bis vor kurzem unter dem Namen "Phoenix" in Betrieb. Sie wurden in 1520-1530 gebaut.
  • 13 Pazar Hamam (Yahoudi Hamam). Das Gebäude der ehemaligen türkischen Bäder beherbergt heute einen bezaubernden Blumenmarkt ("Louloudadika"). Es wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut und wird derzeit restauriert.
  • 14 Bezesteni. Ehemaliger Stoffmarkt, Gebäude mit 6 Kuppeln. Dieser überdachte Marktplatz wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und bildete für viele Jahre das Zentrum des Handelslebens von Thessaloniki.
  • 15 Hamza-Bey-Moschee. Sie wurde 1467 erbaut. Zur Zeit wird sie restauriert, da geplant ist sie in eine U-Bahnstation umzugestalten.
  • 16 Geburtshaus von Kemal Atatürk (Μουσείο Ατατούρκ Θεσσαλονίκης). Geburtshaus von Kemal Atatürk in der Enzyklopädie Wikipedia Geburtshaus von Kemal Atatürk im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGeburtshaus von Kemal Atatürk (Q753756) in der Datenbank Wikidata. Heute ein Museum. Es steht auf dem Gelände des türkischen Generalkonsulats.

Moderne Bauwerke[Bearbeiten]

  • 17 OTE-Fernsehturm. OTE-Fernsehturm in der Enzyklopädie Wikipedia OTE-Fernsehturm im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsOTE-Fernsehturm (Q383061) in der Datenbank Wikidata. Der 75 m hohe Turm steht auf dem Messegelände der Stadt. In seiner Aussichtsplattform ist ein Drehrestaurant.

Kirchen, Klöster, Moscheen[Bearbeiten]

Agios Demetrios Basilika
Moni Latomou, Hosios David - Kirche

In der Stadt Thessaloniki gibt es zahlreiche Kirchen, auch an Plätzen, wo man überhaupt nicht damit rechnet. Viele der antiken Kirchen sind sehr klein, meistens haben sie die typische Bauform der Kreuzkuppelkirche. Viele der Kirchen wurden in der Zeit der osmanischen Besatzung zu Moscheen umfunktioniert, deshalb und nach Zerstörungen durch Stadtbrände sind in vielen Fällen einige Teile der Kirchen nicht mehr original. Unter den orthodoxen Christen gilt Thessaloniki als ein bedeutender Ort. Einige der Gotteshäuser zählen zum Welterbe:

  • 18 Hagios Demetrios (Ιερός Ναός Αγίου Δημητρίου Θεσσαλονίκης), Αγίου Δημητρίου 83. Hagios Demetrios in der Enzyklopädie Wikipedia Hagios Demetrios im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHagios Demetrios (Q730019) in der Datenbank Wikidata. Die Kirche des heiligen Demetrios geweiht und ist die Hauptkirche von Thessaloniki. Die fünfschiffige griechisch - orthodoxe Kirche liegt ganz in der Nähe der Innenstadt. Eine Besichtigung der Hagios Demetrios Kirche lohnt sich auf jeden Fall. Es empfiehlt sich zum besseren Verständnis vor der Besichtigung in der Literatur über die Kirche zu informieren, um besser verstehen zu können, welcher Teil aus welcher Zeit stammt. Die verschiedenen Fresken der Kirche sollte man sich erklären lassen. Der interessanteste Teil der Kirche ist sicherlich die Krypta, wo der heilige Demetrios sein Märtyrium erlebt haben soll, die frei zu besichtigen ist. Nur der Altarraum ist, wie in griechisch orthodoxen Gotteshäusern üblich, selbstverständlich gesperrt. Die Kirche kann frei besucht werden, Photographien sind auch mit Blitz zugelassen. Unesco-Welterbestätten in Europa
  • 19 Agia Sophia. Agia Sophia in der Enzyklopädie Wikipedia Agia Sophia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAgia Sophia (Q1568660) in der Datenbank Wikidata. Die aus dem 8./9. Jhdt. stammende Kirche gehört zu den beeindruckensten von Thessaloniki. Direkt neben der Kirche vor der beliebten "Iktinou" Str. in fast 5 Meter unter dem Straßenniveau liegen das antike Kloster und die Katakomben des Heiligen Johannes. Es wird vermutet, dass die Tunnel Teil eines erweiterten Aquäduktsystems waren, das von den Römern gebaut wurde, bevor sie von den ersten Christen als religiöse Stätte genutzt wurden. Viele archäologische Funde deuten auf eine noch frühere Verwendung als heidnischer Tempel hin. Unesco-Welterbestätten in Europa
  • 20 Agios Panteleimonas. Agios Panteleimonas in der Enzyklopädie Wikipedia Agios Panteleimonas im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAgios Panteleimonas (Q150460) in der Datenbank Wikidata. Byzantinische Kreuzkuppel - Kirche aus dem späten 13. / 14. Jhdt mit sehenswerten Fresken.
  • 21 Panagia Archeiropoietos. Panagia Archeiropoietos in der Enzyklopädie Wikipedia Panagia Archeiropoietos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPanagia Archeiropoietos (Q1584774) in der Datenbank Wikidata. Aus dem 5. Jhdt., in osmanischer Zeit Moschee, seit 1930 wieder als Kirche genutzt. Unesco-Welterbestätten in Europa
  • 22 Panagia Chalkeon. Panagia Chalkeon in der Enzyklopädie Wikipedia Panagia Chalkeon im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPanagia Chalkeon (Q1650229) in der Datenbank Wikidata. Aus dem 11. Jhdt. Unesco-Welterbestätten in Europa
  • 23 Latomou Kloster (Osios David Kirche). Die kleine Kreuzkuppelkirche, das Katholikon des Latomou-Klosters, wurde im späten 5. Jhdt. erbaut und gilt als eine der ältesten byzantinischen Kirchen. Das Mosaik des sitzenden Christus stammt aus dem 5. Jhdt, die Fresken aus dem 12. Jhdt. Preis: Freier Eintritt.
  • 24 12 Apostel Kirche (Ναός Αγίων Αποστόλων Θεσσαλονίκης). 12 Apostel Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia 12 Apostel Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia Commons12 Apostel Kirche (Q1742795) in der Datenbank Wikidata. Eine schöne byzantinische Kirche, welche zum UNESCO - Welterbe gehörtt. Es gibt in unmittelbarer Nachbarschaft ein Café und ein Restaurant, Teile der Stadtmauer laden zur Besichtigung ein. Unesco-Welterbestätten in Europa
  • 25 Alatza Imaret (Αλατζά Ιμαρέτ). Alatza Imaret in der Enzyklopädie Wikipedia Alatza Imaret im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAlatza Imaret (Q12271333) in der Datenbank Wikidata. Sehenswerte Moschee, restauriert, für Ausstellungen genutzt. Einer der größten und am besten erhaltenen osmanischen Moscheen von Thessaloniki.
  • 26 Hamza Bey Camii (Αλκαζάρ - Χαμζά μπέη τζαμί), Εγνατία, Θεσσαλονίκη 546 31. Hamza Bey Camii in der Enzyklopädie Wikipedia Hamza Bey Camii im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHamza Bey Camii (Q12297917) in der Datenbank Wikidata. Sehenswerte Moschee, restauriert, für Ausstellungen genutzt

Museen[Bearbeiten]

Thessaloniki hat zwei wichtige Museen. Im Archäologischen Museum, das sich in der Nähe des weißen Turmes befindet, wird aufgrund von Funden von Ausgrabungen in Makedonien die Frühgeschichte der Stadt bis zur Zeit der Römerherrschaft aufgezeigt. Das zweite wichtige Museum ist das byzantinische Museum, das einen Überblick über die Geschichte der Stadt ab der christlich geprägten byzantinische Zeit gibt. Dazu gibt es natürlich noch viele andere kleine Museen zu verschiedenen Themen.

Mazedonische Goldkrone
  • 27 Archäologisches Museum (Αρχαιολογικό Μουσείο Θεσσαλονίκης). Tel.: +30 231 083 05 38. Archäologisches Museum in der Enzyklopädie Wikipedia Archäologisches Museum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArchäologisches Museum (Q2658285) in der Datenbank Wikidata. Zum Besuch dieses Museums sollte man einige Zeit mitbringen, ca. 2 Stunden ist für einen Besuch mit intensiverem Studium einzuberechnen. Neben verschiedenen Sonderausstellungen gibt es eine Dauerausstellung mit einer Rundreise durch die Geschichte Griechenlands und Mazedoniens, alles unterlegt mit Exponaten, die in der Umgebung von Thessaloniki gefunden wurden. Es ist erlaubt zu fotografieren, allerdings nur ohne Benutzung des Blitzes.
  • 28 Byzantinisches Museum (Μουσείο Βυζαντινού Πολιτισμού Θεσσαλονίκης, Museum für byzantinische Kultur), Λεωφόρος Στρατού. Byzantinisches Museum in der Enzyklopädie Wikipedia Byzantinisches Museum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsByzantinisches Museum (Q3563158) in der Datenbank Wikidata. Neben dem Archäologischen Museum gelegen, die Exponate beleuchten die Geschichte Mazedoniens über die Zeit des Christentums von 300 n.Chr. bis 1430, dem Beginn der Osmanischen Herrschaft. Ausgestellt werden Fresken, Gebäudeteile, Grabbeigaben, Münzen etc. Im Jahr 2005 wurde das Byzantinische Museum zum "Museum des Jahres" in Europa erklärt.
  • 29 Noesis (Κέντρο Διάδοσης Επιστημών & Μουσείο Τεχνολογίας). Noesis in der Enzyklopädie Wikipedia Noesis im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNoesis (Q1271635) in der Datenbank Wikidata. Wissenschafts- und Technikmuseum im Vorort Thermi.
  • 30 Jüdisches Museum (Κέντρο Ιστορικής Διαδρομής Εβραϊσμού Θεσσαλονίκης). Jüdisches Museum in der Enzyklopädie Wikipedia Jüdisches Museum im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsJüdisches Museum (Q643773) in der Datenbank Wikidata. Geschichte der Juden, insbesondere der Sephardischen Juden, die nach 1492 aus Spanien eingewandert sind.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Am Aristoteles-Platz

Das Zentrum befindet sich rund um den 31 Aristoteles-Platz mit der Fußgängerzone der Aristotelesstraße. Hier kann man shoppen gehen, essen und Kaffee trinken. Aber es gibt hier auch noch den traditionellen griechischen Markt. Da ist es teilweise sehr eng und sehr voll, die Marktschreier geben ihr bestes. Hier kann man so ziemlich alles kaufen, was man für das tägliche Leben so benötigt.

Der Aristotelesplatz ist ein bedeutender Zugang zur Innenstadt von Thessaloniki, das wichtigste moderne Thessaloniki ist um die Aristotelesstraße versammelt. Die Aristotelesstraße ist eine Fußgängerzone, die die Innenstadt von Süd nach Nord quert. Hier finden sich Restaurants und Cafés, es ist die Strasse um in Thessaloniki "sehen und gesehen zu werden". Viele geschäfte finden sich in den Parallelstrassen zu beiden Seiten der Aristotelesstraße.

Kommt man vom Meer, erreicht man auch den berühmten 1 Markt von Thessaloniki. Hier werden alle Waren angeboten, die man im griechischen Haushalt zum Leben so braucht. Der Besuch dieses Markts ist auf jeden Fall lohnenawert. Er hat nichts mit den bekannten Touristenmärkten zu tun, sondern entspricht eher den hiesigen Wochenmärkten. In den Gassen drängen sich die Marktstände und es werden Fisch, Fleisch und Gemüse aus heimischer Produktion angeboten.

Parks[Bearbeiten]

Geht man vom Weissen Turm Richtung Süden entlang der Promenade kommt man an einigen kleinen Parkanlagen vorbei

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Die Altstadt liegt oberhalb des weißen Turmes, nördlich. Hier ist noch ein großer Teil der Stadtmauer erhalten. Es gibt aber noch sehr viele Häuser alter Bausubstanz, die zu einem Teil auch restauriert sind. Hier kann man sich wirklich lange aufhalten, weil die alten und die neuen Bauten irgendwie zusammen gewachsen sind.
  • An der Uferpromenade kann man sehr schön spazieren gehen. Sie ist einige Kilometer lang und an der sich dahinter befindlichen Straße gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars. Man hat von der Uferpromenade auch einen schönen Blick auf den Hafen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Wer shoppen gehen möchte, der ist in Thessaloniki richtig. In der Innenstadt gibt es alles, was das Herz begehrt, vom billigsten Fummel bis zum sündhaft teuren Kleid, vom Modeschmuck aus Plastik bis zu echtem Goldschmuck mit Edelsteinen. Die Stadt ist die Metropole, in die Menschen aus halb Nordgriechenland / Mazedonien zum Einkaufen fahren.

Eine Seitenstraße im Zentrum von Thessaloniki

Die Innenstadt mit all diesen Geschäften befindet sich rund um den Aristotelesplatz und entlang der Aristotelesstraße, die als Fußgängerzone verkehrsbefrei ist. Eine Menge Geschäfte finden sich auch in den benachbarten Strassenzügen, beinahe jede Modemarke, die etwas auf sich hält, betreibt hier ein Geschäft. Ganz in der Nähe vom Aristotelesplatz befindet sich auch ein Einkaufszentrum.

Die Aristotelesstraße

Wenn man sich auf der Aristotelesstraße Richtung Norden bewegt, gelangt man zu den traditionellen Märkten der Stadt. Hier werden die Waren aus der einheimischen Produktion angeboten: Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Stoffe und viel anderer andere Kram... Hier versorgen sich die Einwohner von Thessaloniki viel lieber, als im grossen Einkaufszentrum.

Küche[Bearbeiten]

Neben der typischen griechischen Küche findet man in Thessaloniki alle großen Fast-Food-Ketten, reichlich internationale Küche, dabei viele italienische Restaurants, die schnelle Gerichte wie Pizza und Pasta bieten. Gehobene Speiserestaurants findet man eher in den Außenbezirken, um unter den vielen Tavernen eine gemütliche zu finden, muss man schon Glück haben.

Bougatsa ist ein Blätterteiggebäck, das rund um Thessaloniki gerne gegessen wird. Es wird sowohl mit Creme oder Grießpudding als Süßspeise, aber auch auch herzhaft mit Käse-, Hackfleisch- oder Spinatfüllung angeboten. Die jeweilige Füllung kommt zwischen die Schichten des Blätterteigs, der danach im Backofen gebacken wird.

Bougatsa mit Käsefüllung

Nachtleben[Bearbeiten]

Die Taverne gehört zu Griechenland wie die Kirche, dabei macht auch Thessaloniki keine Ausnahme. Tavernen sind überall in der Stadt zu finden; hier trifft man sich abends zum Essen, zum Reden. Hier werden die neuesten Geschichten des Viertels ausgetauscht. Dazu trinkt man griechischen Wein und natürlich Ouzo. In den Tavernen kann man auch die griechische Gastfreundschaft erleben. Man fühlt sich rasch willkommen, die Menschen sind neugierig, woher man denn kommt, was man macht und warum man hier ist. Die Sitzplätze sind natürlich natürlich draußen auf der Straße, auch wenn es durch den nie endenden Straßenverkehr immer sehr laut ist.

Die Hauptbezirke des Nachtlebens sind: Valaoritou, Ladadika & Hafen, Entlang der Promenade zwischen Hafen und Weißem Turm

Unterkunft[Bearbeiten]

Die Uferpromenade mit den Hotels

Es ist nicht schwer, in Thessaloniki ein Zimmer zu bekommen. Viele Hotels befinden sich rund um die Innenstadt. Gerade an der Uferpromenade haben sich viele Hotels angesiedelt. Vom einfachen Zimmer bis zum Luxus-Appartement ist alles zu finden.

Lernen[Bearbeiten]

Bekannt ist Thessaloniki für seine Universität. Die wichtigste Universität Griechenlands liegt etwas östlich vom Zentrum der Stadt. Hier studieren nicht nur Griechen, sondern auch Studenten aus der ganzen Welt.

Arbeiten[Bearbeiten]

Denkmal Alexanders des Großen

Wie in ganz Griechenland ist das Stichwort Arbeitslosigkeit auch in Thessaloniki ein großes Thema. Gerade Gelegenheitsjobs sind bei Griechen oft sehr nachgefragt. Für Ausländer ist es äusserst schwierig, hier einen Job zu bekommen; die griechischen Einheimischen müssen vom Einkommen im Gegensatz zu einem Reisenden ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das Lohnniveau ist wesentlich niedriger, als zum Beispiel in Deutschland.

Sicherheit[Bearbeiten]

Wie in ganz Griechenland, ist der Begriff Kriminalität auch in Thessaloniki kein Thema. Gewaltkriminalität gibt es beinahe gar nicht, Diebstähle sind selten. Dennoch sollte man natürlich auch hier die üblichen Regeln beachten, also niemanden zum Diebstahl einladen. Die Polizei zeigt nur mässig Präsenz.

Gesundheit[Bearbeiten]

Für medizinische Notfälle gibt es Krankenhäuser mit Notfallstationen, die zwar nicht dem deutschenKomfort - Standard entsprechen, aber medizinisch auf dem aktuellen Stand sind. In der Stadt finden sich zahlreiche Apotheken, wo man sich mit Medikamenten gegen Bagatellerkrankungen eindecken kann, diese sind in der Regel viel günstiger als in Deutschland.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Das Stadtzentrum mit der Rotunda

In Thessaloniki findet man sich recht einfach zurecht. Zwar wirkt die Innenstadt mit ihren schmalen Straßen manchmal recht unübersichtlich, doch wirklich verlaufen kann man sich eigentlich nicht. Als Orientierung dient immer das Meer und die Aristotelesstraße. Von der Uferpromenade verläuft sie nach Norden. Geht man östlicher Richtung, wird die Innenstadt vom archäologischen Museum, der internationalen Messe und der Universität begrenzt.

In der Stadt ist die Mobiltelephonabdeckung problemlos, man findet in Thessaloniki auch noch Münztelefone. Im Bereich der Innenstadt finden sich Internetcafés, in denen man bei einer Tasse Kaffee seine E-Mails durchsehen kann. Die Post nach Deutschland benötigt zwei bis drei Tage. Briefkästen sind auch zu finden, schwieriger ist es, eine Poststelle zu finden, die Briefmarken verkauft. Nicht jeder Laden, der Postkarten verkauft, bietet auch Briefmarken dazu an.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Ab Thessaloniki gibt es verschiedene Flüge zu den Ägäischen und Ionischen Inseln.
  • Als Tagestouren von Thessaloniki ist der Besuch von Kavala und dem antiken Philippi empfehlenswert. Ebenfalls kann man die Insel Thasos in einer Tagesfahrt erkunden, es lohnt, sich dafür etwas mehr Zeit zu nehmen, da sie zu den landschaftlich schönsten Inseln Griechenlands gehört.
  • die Halbinsel Chalkidiki mit ihren drei "Fingern" ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Thessalonicher, Kassandra ist touristisch sehr gut versorgt und bietet die besten Badestrände. Sithonia wurde erst später touristisch erschlossen, die Mönchsrepublik Athos ist nur für Männer, die eines der wenigen Pilgervisa bekommen, zu bereisen und mit seinen Klöster ein Pilger- und kein Reiseziel.

Klima[Bearbeiten]

Thessaloniki Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere Lufttemperatur in °C 7 10 12 18 22 25 28 28 24 19 12 8 Ø 17.8
Mittlere Wassertemperatur in °C 12 12 13 14 18 22 24 25 23 20 16 14 Ø 17.8
Regentage im Monat 6 6 7 7 6 6 4 3 4 6 7 8 Σ 70

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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