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Lissabon

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Die bunte Metropole Lissabon (portugiesisch: Lisboa) ist die Hauptstadt Portugals. Nicht nur in ihrer Architektur, auch in ihrer Kultur und in ihren Menschen spiegelt sich die Vielfalt ihrer Geschichte wider. Nahezu die Hälfte aller Ausländer Portugals ist hier zu Hause. Im alten Lissabon ist das maurische Erbe spürbar, die jüngere Geschichte brachte afrikanische und südamerikanische Einflüsse. Reichtum und Armut verschmelzen im Herzen der Stadt in Baixo und Chiado. Nur hier, so meint man, konnte die traurig schöne Musik des Fado entstehen. Leise tönt das portugiesische Äquivalent zum Blues in den Bars und lässt das Lebensgefühl der Portugiesen, die Lust am süßen Schmerz (Saudade), in das Herz fließen. Daneben schreit sie aufdringlich einem aus den Lautsprechern der CD-Geschäfte unterhalb des Elevador Santa Justa entgegen, während sie 30 m höher auf dem Übergang des Elevador die Hintergrundmusik zur Stadtkulisse bildet. Unten balgen sich streunende Hunde, und der Besitzer eines anderen hebt dessen Geschäft mit einer Plastiktüte auf. Lissabon lebt unter der Patina des vergangenen Ruhms der Entdeckerzeit und brach mit seinem neuen Stadtviertel Parque das Nações in das neue Jahrtausend auf.

Stadtteile[Bearbeiten]

Hier werden vor allem die touristisch relevanten Stadtteile beschrieben. Administrativ ist Lissabon in 4 Bezirke, die sogenannten Bairros, und 53 Stadtgemeinden, die Freguesias, aufgeteilt.

Baixa[Bearbeiten]

Die Unterstadt Baixa ist das wirtschaftliche Herz der Stadt, die nach dem Erdbeben von 1755 schachbrettartig neu angelegt wurde, mit breiten Prachtstraßen und großzügigen Plätzen, das ganze flankiert von neoklassizistischen Prachtbauten.

Die Unterstadt liegt zwischen den hügeligen westlichen Altstadtvierteln Bairro Alto u. Chiado und dem östlichen alten maurischen Viertel Alfama und der Festung Castelo Sao Jorge. Die nördliche Begrenzung ist der Platz Praça Dom Pedro IV (Rossio) und die südliche zum Rio Tejo der Praça do Comércio mit seinen Arkaden und dem imposanten Torbogen als Eingang zur Rua Augusta, die als Fußgängerzone die Einkaufsmeile bildet. Von Straßenmalereien (von schön bis maximalem Touristennepp) über Bekleidung und Lebensmittel ist hier alles zu finden. Auf der Westseite der Baixa steht an der Rua Aurea Lissabons berühmter Aufzug Elevador da Santa Justa. Mit ihm gelangt man bequem in den Stadtteil Chiado.

Zentrale Knotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs sind der Bahnhof Rossio / Metro Restauradores, Metro Rossio, Metro Baixa-Chiado und Tram Praça do Comércio. Am Hafen befindet sich die Metrostation Terreiro do Pao.

Alfama[Bearbeiten]

Die Alfama ist das noch ursprünglichste Stadtviertel der Stadt. Es hatte das große Erdbeben fast unbeschadet überstanden. Westlich des Baixo gelegen besticht dieses alte Viertel durch seine engen und verwinkelten Gassen. Hier findet man zahlreiche kleinste Cafés und Geschäfte. Der Fado ist hier zu Hause, was auch durch das Fado Museum (Casa de Fado) in eindrücklicher Weise dargestellt wird. Zum Baixo hin befindet sich die Kathedrale Santa Maria Maior da Sé, die im 12. Jahrhundert als romanische dreischiffige Basilika an Stelle einer wohl fünfschiffigen Moschee erbaut wurde. Unmittelbar unterhalb davon befindet sich am Largo de Santo Antonio (wenige Schritte bergab vom Haupteingang) eine barocke Kapelle an der Stelle des Geburtshauses des heiligen Antonius. Über dem Stadtteil thront das Castelo Sao Jorge, Lissabons Festung. In dessen Nähe befindet sich als Kuriosum ein altes öffentliches 1 Urinal.

Bairro Alto[Bearbeiten]

Das Bairro Alto hat zwei Gesichter. Tagsüber sind die engen Gassen dieses Altstadtviertels fast verlassen und ruhig. Kinder spielen auf den Straßen. Der allgemeine Autoverkehr ist ausgesperrt, nur Anwohner und Lieferanten dürfen hinein. Erst am Nachmittag öffnen trendige Boutiquen, Plattenläden und Shops für allerhand nützliche und unnütze Designartikel. Nachts ist es kaum wieder zuerkennen. Dann öffnen sich in den Straßen zwischen der Rua do Norte und der Rua da Rosa die schweren, am Tag verschlossenen Holztüren. Musik dringt nach außen. Das Bairro Alto erwacht. Das Bairro Alto ist das Ausgehviertel Lissabons. Hier gibt es alles vom Fado-Lokal bis zur trendigen Disko und von der einfachen Tasca, wo die traditionelle Caldo Verde (eine Art Kohlsuppe) serviert wird, bis zum Edelrestaurant.

Restaurants[Bearbeiten]
  • Pap'Açorda, R. da Atalaia 37, 213464811, Mo-Sa. Sicherlich eines der besten Restaurants der Stadt. Neue portugiesische Küche, die allerdings auch ihren Preis hat. Hauptgerichte ab 25,00 €.
  • Sinal Vermelho, R. das Gáveas 89, 213431281, Mo-Sa. Gute traditionelle portugiesische Küche zu akzeptablen Preisen. Hauptgerichte 8-12 €.
Tanzen[Bearbeiten]
  • Fragil, R. da Atalaia/ Ecke Tv. da Queimada, Mi-Sa, 22-4 Uhr. Trendige Disko und seit Jahren der Dauerbrenner. Am Wochenende (Fr-Sa) Eintritt/ Mindestverzehr 6,00 €. Wasser, Cola, Bier 3,00 €. Teilweise Livekonzerte. Sehr gemischtes Publikum von 20-50 Jahren. Vor allem am Wochenende viele Homosexuelle.

Chiado[Bearbeiten]

Das Stadtviertel Chiado liegt zwischen der Baixa und dem Bairro Alto. Es ist bequem mit der Metro (Station Baixa-Chiado) zu erreichen. Bei einem Brand im Jahre 1989 wurde ein Teil der Gebäude, vor allem an der Rua do Carmo, zerstört. Die historischen Fassaden blieben jedoch zum Glück erhalten und wurden später saniert. Innen wurden die Gebäude nach Plänen des portugiesischen Architekten Siza Vieira vollkommen neu und modern gestaltet. Hauptschlagader des Chiado-Viertels ist die Rua Garrett, teilweise Fußgängerzone. Diese ist eine der teuersten Einkaufsstraßen Portugals. Neben internationalen Modegeschäften findet man hier auch Geschäfte portugiesischer Silberschmiede. Eine Besonderheit in der Rua do Carmo ist das wohl kleinste Modegeschäft Lissabons. Auf nur wenigen Quadratmetern werden dort Handschuhe verkauft. Chiado war um die vorletzte Jahrhundertwende das Viertel der reichen Lissboneten und Bohémiens. Einige Handlungen der Romane des Schriftstellers Eça de Queiroz sind hier angesiedelt.

Cafés[Bearbeiten]
  • A Brasileira, R. Garrett 120-122, tägl. 8-2 Uhr. Eins der noch erhaltenen Kaffeehäuser Lissabons. Im Keller befindet sich ein Restaurant. Innen hat sich seit der Renovierung in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht viel geändert. Angeblich war A Brasileira der Lieblingsplatz von Fernando Pessoa. Ihm wurde auf der Terrasse vor dem Café ein Bronzedenkmal errichtet. Es gibt drei verschiedene Preise je nach dem wo man sein Getränk zu sich nimmt. Am billigsten ist es im Stehen am Tresen und am teuersten auf der Terrasse. So variiert der Preis für eine Bica (Espresso) zwischen 0,50 € und 1,00 €.
  • Mar Adentro Café, Rua do Alecrim 35, Mo.-Sa 10.00-23.00 Uhr. Modern gestaltetes Szene-Café in dem auch kleine Gerichte serviert werden. Es beeindruckt durch seine interessante Bar-Architektur. Die Preise sind moderat (Espresso 0,80 €, Salat 4,20 €). Der einzige Treffpunkt für Schwule und Lesben, der auch tagsüber geöffnet hat.

Belém[Bearbeiten]

Im Westen Lissabons gelegen wird der Stadtteil beherrscht von dem Gebäudekomplex der Mosteiro dos Jerónimos und dem Praca do Imperio. Am Tejo ist das aus den 1960er Jahren stammende Monument Padro dos Descobrimentos aufgestellt und etwas westlich davon der Torre de Belém, die mittlerweile nahezu verlandete Anlage, die ursprünglich im Fluss stand. Stadteinwärts an der Rua de Belém laden zahlreiche Bars, Cafés bzw. Restaurants ein. Mit der Straßenbahn 15E oder dem Bus 714 gelangt man innerhalb von 20 - 30 Minuten nach Baixa zum Praça do Comércio.

Parque das Nações[Bearbeiten]

Aus dem ehemaligen Ausstellungsgelände der Expo 98 ist der Parque das Nações (Park der Nationen) geworden. Er ist heute ein Freizeitpark.

  • Oceanário de Lisboa − das größte Aquarium Europas − Geöffnet: 10 - 20 Uhr, im Winter bis 19 Uhr, Eintritt (ohne Sonderausstellung): 13,00 €, Kinder (4-12 J.): 9 €, über 65 Jahre: 9,00 €, Familien: 34 €
  • Pavilhao de Conhecimento (Pavillon des Wissens) − Geöffnet: Di. - Fr.: 10 - 18 Uhr, am Wochende 11 - 19 Uhr, Eintritt: 7 €, Kinder 3-6 J.: 3 €, Kinder 7-17 J. u. Senioren: 4 €
  • Uferpromenade
  • Teleférico (Gondelbahn), Erwachsene 3,95 €, Kinder 2,00 €
  • Torre Vasco da Gama − mit 145 m Lissabons höchstes Gebäude mit Aussichtsplattform.
  • Ponte Vasco da Gama − mit 17 km, die längste Brücke Europas.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geographie und Klima[Bearbeiten]

Lissabon liegt am Nordufers des Tejo an dessen Flussmündung in den Atlantischen Ozean. Lissabon selbst hat rund eine halbe Million Einwohner. Im Großraum Lissabon leben jedoch mehr als 2,5 Millionen Menschen. Lissabon ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Portugals. Das Klima ist atlantisch. Die Sommer sind trocken und selten heiß, da eine stetige Abkühlung vom Atlantik her erfolgt. Im Winter fallen die Temperaturen so gut wie nie unter den Gefrierpunkt. Die regenreichsten Monate sind November bis April.

Geschichte[Bearbeiten]

Lissabon ist ähnlich wie Rom auf sieben Hügeln erbaut, wenngleich es sich weit darüber hinaus ausgebreitet hat. Der Legende nach soll Odysseus die Stadt gegründet haben, so behauptet zumindest Plinius der Ältere. Sicher ist, dass bereits die Phönizier und Karthager diesen Hafen genutzt haben. Die Römer nannten die Stadt ab dem 2. vorchristlichen Jahrhundert Olispio und um 48 v. Chr. wurde sie durch Julius Caesar als Felicitas Julia Hauptstadt der Provinz Lusitania. Knapp 800 Jahre später um 719 eroberten die Mauren die Stadt, deren Einflüsse vor allem in der Alfama noch zu spüren sind. Unter den Mauren erblühte Lissabon.

Unter dem König Dom Alfonso Henriques wird die Stadt 1147 zurückerobert. In den folgenden 300 Jahren entwickelt sich Lissabon zu einer Metropole der damaligen Zeit. Vasco da Gama brach 1497 auf, um Afrika zu umsegeln und so den Seeweg nach Indien zu finden. Bei seiner Rückkehr im September 1499 wurde ihm ein großer Empfang bereitet und es folgten zahlreiche Ehrungen. In Folge der Vormachtstellung der Portugiesen auf diesem Seeweg blüht der Handel mit den Kolonien weiter auf und neue werden gegründet. Infolgedessen gilt das reiche Lissabon zu Beginn des 16. Jahrhunderts als größte Stadt der Welt (zumindest der bekannten). Im Jahr 1506 kam es im Zuge einer Dürreperiode und einer Pestepedemie zu einem Massaker an den Juden Lissabons, die 1497 zwangschristianisiert wurden. Vor allem am Rossio wurden zahlreiche Frauen, Kinder und Männer abgeschlachtet oder lebendig verbrannt. Zahlreiche Juden verließen in der Folge die Stadt (vor allem Alfama), um beispielsweise in Istanbul Asyl zu bekommen.

Zwei weitere Katastrophen suchten die Stadt in den folgenden 200 Jahren heim. Zum einen die Pestepidemie von 1569, die geschätzte 60.000 Menschenleben forderte, und zum anderen das Große Beben von 1755, das nahezu die gesamte Stadt zerstörte. Eine Ausnahme bildeten Teile der Alfama, in der heute noch ein Hauch des alten Lissabon weht. Im Zuge des Wiederaufbaus entstand die Unterstadt, die Baixa, mit ihrer barocken, rechtwinkligen Anlage.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der internationale Flughafen Lissabon-Portela liegt ca. 6 km nördlich des Stadtzentrums. Der Flughafen wird von allen großen Linienfluggesellschaften angeflogen (Lufthansa, TAP etc.). Angebote von und nach Deutschland bieten Air Berlin (teilweise über Palma de Mallorca), Germanwings (nach Köln/ Bonn und Stuttgart) und easyJet (ab Berlin-Schönefeld). Auch Lufthansa und andere bieten günstige Angebote ab ca. 100,- € (Komplettpreis) hin und zurück an. Ein Preisvergleich lohnt sich in jedem Fall.

Am Flughafen hat die Tourismusgesellschaft Lissabons Tourismo de Lisboa einen eigenen Schalter, an dem man erstes Infomaterial und Taxigutscheine bekommen kann. Dieser Schalter ist täglich von 07:00 bis 24:00 Uhr geöffnet.

Die Innenstadt erreicht man am schnellsten mit der Metro (seit 17.7.2012), dem AeroBus (Linie 91) des städtischen Verkehrsunternehmens Carris oder mit der Buslinie 44 zum Rossio. Nachts zwischen 01:00 und 06:00 Uhr fährt der Nachtbus 208 in die Innenstadt (1,75 €). Fahrkarten erhält man in der Post (CTT) im Flughafen (nach dem Verlassen der Gepäckausgabe nach rechts in den ersten Stock) bzw. in der Metrostation am Flughafen. Dort gibt es es mehrere Automaten bzw. Schalter. Hier ist auch das 7 colinas Ticket erhältlich.

Die Fahrt mit dem Taxi kostet (Stand 05/2015) je nach Ziel zwischen 10,00 und 20,00 € (abgerechnet mit Taxameter). Vor der Abflughalle gibt es einen Taxistand, vor dem sich eventuell eine lange Schlange bildet, die jedoch zügig abgefertigt wird. Der Grundpreis für die Fahrt liegt bei 3,80 € und für Gepäckstücke kommen nochmal 1,80 € hinzu (einmalig, nicht pro Gepäckstück).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Reise mit der Bahn von Deutschland aus dauert über 25 Stunden. Die Züge aus Richtung Spanien erreichen Lissabon in den Bahnhöfen Oriente und Santa Apolónia. Vom beiden Bahnhöfen erreicht man die Innenstadt mit der Metro. Zu beachten ist, dass es von Lissabon täglich nur einen grenzüberschreitenden Hotelzug (Trenhotel/ EN) gibt: Je ein Zugteil fährt nach Hendaye (Frankreich) (Anschluss nach Paris) und nach Madrid. Der Zug startet/endet am Santa Apolónia. Hier gibt es in der internationalen Ankunftshalle einen Schalter der Tourismusgesellschaft der mittwochs bis samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet ist.

Von Porto aus benötigt man mit der schnellsten Verbindung 2 Stunden und 45 Minuten bis zum Bahnhof Santa Apolónia. Die Fahrt kostet in der ersten Klasse 42 € und in der 2. Klasse 30 €, wobei jeweils die Sitzplatzreservierung eingeschlossen ist. Der einzige Vorteil bei der 1. Klasse sind die breiteren Sitze, von daher kann man bedenkenlos die 2. Klasse buchen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Internationale Linienbusse kommen am zentralen Omnibusbahnhof am Bahnhof Oriente an. Von hier aus bestehen Anschlüsse zum portugiesischen Linienbusnetz. Die Innenstadt erreicht man von hier aus mit der Metro.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Lissabon ist gut über das Fernstraßennetz erreichbar. So erreicht man Lissabon relativ bequem über die E 90 via Barcelona und Madrid. Bis Barcelona ist man über die E 15 via Lyon und Montpellier am bequemsten unterwegs.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Lissabon

Das Stadtzentrum ist relativ überschaubar, weswegen die eigenen Füße das bevorzugte Fortbewegungsmittel sein können. Für denjenigen, der es etwas bequemer fortkommen möchten, steht ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung. 78 Buslinien, 5 Straßenbahnlinien (Eléctricos), 3 Standseilbahnen (Ascensor) und der Aufzug (Elevador de Santa Justa) werden von dem städtischen Unternehmen Carris betrieben. Daneben gibt es die Metro, die Transtejofähren (s.u.) und die Vorortzüge der CP.

Vom Tourismusverband Lissabon wird die überteuerte Lisboa Card zu 17,50 € für einen Tag angeboten, die auch freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet. Daneben gibt es das kombinierte 24-Stunden-Ticket zu 6,00 € für Bus, Tram, Aufzug, Standseilbahnen und Metro, das auf eine 7 Colinas oder Via-Viagem-Karte geladen werden muss (s.u.). Die Einzelfahrt ohne Umsteigen kostet im Bus 1,75 €, in der Straßenbahn 2,85 € und bei den Standseilbahnen 3,60 € (Fahrkarte beim Fahrer).

Günstiger sind die Chipkarten sete (7) colinas und Via Viagem (die beiden Karten sind trotz unterschiedlicher Bezeichnung von der Funktion her völlig identisch), die man mit Einzelfahrscheinen (für Carris, Metro, Transtejofähren oder die Vorortzüge der CP), 2-15 € Guthaben ("Zapping", nutzbar für Carris, Metro und Transtejofähren) oder einem 24-Stundenticket für 6 € (Carris und Metro, nicht für die Vorortzüge oder Transtejofähren) aufladen kann. Die Karten selbst kosten 0,50 € und können an allen Fahrkartenverkaufsstellen und Automaten von Carris, Metro und CP (z.B. an den Automaten in den Metrostationen und Bahnhöfen, am Elevador Santa Justa oder in der Rua Aurea (Baixa)), nicht jedoch in den Straßenbahnen und Bussen erworben werden. Die 0,50 € für eine Karte bekommt man erstattet, wenn man die leere Karte sowie die Originalquittung (aufbewahren!) innerhalb von 5 Tagen an einer Fahrkartenverkaufsstelle zurückgibt. Achtung: auf eine 7 Colinas oder Via-Viagem-Karte können gleichzeitig nur entweder Einzeltickets, Guthaben oder 24-Stundentickets geladen werden, d.h. wer z.B. eine Karte mit einem 24-Stunden-Ticket für Carris und Metro hat, benötigt eine weitere Chipkarte, wenn er ein Einzelticket für einen Vorortzug nach Belém aufladen möchte. Bei Carris kosten Einzeltickets auf der Chipkarte 1,25 € (gültig für zwei Zonen, d.h. im ganzen Lissabonner Stadtgebiet), mit Zappingguthaben kostet die einfache Fahrt 1,15 €. Wer größere Guthabenbeträge auflädt, bekommt zudem zusätzliches Guthaben geschenkt: 0,15 € bei 5 bis 6,99 €, 0,35 € bei 7 bis 9,99 €, 0,75 € bei 10 bis 14,99 € und 1,15 € bei 15 €.

Aktuelle Infos gibt es auf der Homepage von Carris (Portugiesisch und Englisch).

Das eigene Fahrzeug, zumindest das mehrspurige, ist nicht zu empfehlen.

Metro[Bearbeiten]

Metrokarte von Lissabon

Die Metro verfügt zur Zeit über vier Linien. Der Einzelfahrschein kostet 1,25 €, bzw. mit einer sete (7) colinas- oder Via Viagem-Karte 1,15 €. Mit den Einzelfahrscheinen ist ein Umstieg zu den Trambahnen und Bussen nicht möglich. Fahrradmitnahme

Autobusse[Bearbeiten]

Einzelfahrscheine (Umsteigen nicht möglich) können zum Preis von 1,75 € (Stand 2011) beim Fahrer gekauft werden. Inhaber der Karte "sete colinas" oder "Via Viagem" halten diese gegen ein Lesegerät beim Fahrer, bis ein kurzer Piepton ertönt und ein grünes Licht aufleuchtet. Busse verkehren nachts bis ca. 1.00 Uhr, danach besteht auf einigen Linien besonderer Nachtverkehr. Wenn man auf einen Bus wartet, gibt man diesem ein Handsignal, um ihn anzuhalten. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Bus, der sehr voll ist, einige Meter vor der Haltestelle stehen bleibt, um Fahrgäste aussteigen zu lassen, und dann weiter fährt. Aufgrund des schnellen Taktes ist das meist kein Problem, dann nimmt man halt den nächsten.

Eléctrico (Tram)[Bearbeiten]

Die alten gelben Fahrzeuge der Eléctrico gehören zu Lissabon wie Fado und Alfama. Teilweise sind sie über hundert Jahre alt, wurden aber in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts technisch überholt. Auf der Linie nach Belém / Algés verkehren moderne Bahnen. Es gelten dieselben Tarife wie im Bus. Einzelfahrscheine können in den alten Bahnen beim Fahrer zu 2,85 €, in den modernen am Automaten gekauft werden. Besonders empfehlenswert ist die Linie 28E (Prazeres-Martim Moniz). Für den Preis eines Einzelfahrscheins hat man eine Stadtrundfahrt durch das historische Lissabon.

Elevador und Ascensor[Bearbeiten]

Elevador da Santa Justa

Lissabon verfügt über einen historischen Aufzug und drei Kabelbahnen (Ascensor). Alle vier sind seit 2002 Nationaldenkmäler. Der Aufzug Santa Justa kostet für rauf und runter: 5,- €. Die Kabelbahnen kosten beim Fahrer für Hin- und Rückfahrt: 3,60 € für je 1-2 Minuten Fahrt. Wer eine Tageskarte zu 6 € besitzt, kann diese uneingeschränkt auch hier nutzen. (Stand 2013)

Der Ascensor da Glória verbindet die Unterstadt (Baixa) mit dem Bairro Alto und dem Viertel Prinçipe Real. Die "Talstation" dieses Schrägaufzugs befindet sich gleich rechts neben der Touristeninformation an der Praça dos Restauradores in der Calçada da Glória. Wer vom Bairro Alto aus abfahren möchte, findet die "Bergstation" an der Rua de São Pedro de Alcântara.

Ebenfalls ins Bairro Alto fährt der Ascensor da Bica. Dieser Elevador hat sogar ein eigenes kleines Gebäude für die Talstation an der Rua de São Paulo in der Nähe der Metrostation Cais der Sodré.

Wer sich bislang unter einem Aufzug etwas anderes vorgestellt hat, kann mit dem Elevador da Santa Justa versöhnt werden. Dieser von einem Schüler Gustave Eiffels erbaute Aufzug ist der einzige Vertikalaufzug Lissabons. Der untere Eingang liegt kurz hinter dem Rossio an der Rua Aurea (andere Bezeichnung für die gleiche Straße auch Rua do Ouro). Von der Aussichtsplattform (mit Café) hat man einen schönen Blick über die Baixa zum Castello und über den Tejo. Der obere Zugang liegt am Largo do Carmo. Wer nur den Ausblick genießen will, kann die Aussichtsplattform auch von hier aus erreichen.

Der einzige nicht ins Bairro Alto führende Aufzug ist der Ascensor do Lavra. Er liegt etwas versteckt in der Rua das Portas de Santo Antão, einer Parallelstraße zur Avenida da Liberdade, und führt hinauf zum Campo Sant´Ana. Derjenige, der die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Campo dos Mártires da Pátria, 38) aufsuchen muss, kann sich den Fußweg durch Benutzung des Elevadors erleichtern.

Fähren[Bearbeiten]

Den Rio Tejo überqueren zahlreiche Fähren, die mittlerweile ebenfalls dem sete colinas-Verbund angehören. Damit sind diese ebenfalls problemlos mit diesem bzw. dem Via Viagem-Ticket benutzbar. Fähranleger sind unter anderem in Belém und unweit des Praça do Comércio (flussaufwärts). Die Fahrradmitnahme ist kostenlos. Weitere Informationen bietet die Gesellschaft Transtejo.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Kostenfreie Parkplätze sind im Stadtzentrum Mangelware. Strafzettel zeigen häufig wenig Wirkung, weshalb schneller als z.B. in Deutschland Parkkrallen angebracht werden oder im schlimmsten Fall das Fahrzeug abgeschleppt wird. Für kurzzeitiges Parken stehen Parkhäuser zur Verfügung (pro Stunde ca. 1,00 €). So ist in Baixa am Praca Figueira ein 24 Stunden geöffnetes Parkhaus zu finden. Außerdem ist das Fahren für Ortsunkundige auf Grund der vielen Einbahnstraßen nicht ganz einfach. Wer also mit dem eigenen Auto oder mit einem Mietwagen anreist, sollte sein Fahrzeug am besten außerhalb in der Nähe einer Metrostation abstellen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren. Ausreichend kostenlose Parkplätze gibt es in Belém am Tejo zwischen Torre de Belém und dem Monument Padro dos Descobrimentos. Hier finden auch Wohnmobile Platz (ohne entsprechende Infrastruktur).

Motorrad[Bearbeiten]

Das Motorrad ist deutlich besser geeignet, da man relativ einfach durch den Verkehr kommt und zudem keine solchen Parkplatzprobleme hat. So gibt es neben dem "einfach abstellen" extra ausgewiesene Motorradparkplätze, beispielesweise am Largo Chiado am Metroausgang vis-à-vis des A Brasileira.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Fahrradfahren ist in Lissabon auf Grund der Topographie schwierig und auf Grund des vielen Kopfsteinpflasters anstrengend. Wenn man sich jedoch an die großen Straßen hält und die Stadt ein wenig besser kennt, kann man dem Großteil der Hügel ausweichen.

Autofahrer sind an die wenigen Fahrräder nicht gewohnt, man sollte daher mit großer Aufmerksamkeit durch die Stadt fahren. Fahrradfahrer werden von einheimischen Autofahrern beim Rechtsabbiegen regelmäßig übersehen. Abstellplätze sind so gut wie nicht vorhanden. Auf den Fähren über den Tejo ist die Fahrradmitnahme kostenlos möglich.

Bike-Bus

Wer Abend essen und sein Fahrrad selbst reparieren möchte, kann Mittwoch abends in die Cicloficina gehen, in der es eine Mahlzeit zum Selbstkostenpreis und eine Werkstatt mit Werkzeug und hilfsbereiten Menschen gibt.

Cicloficina dos Anjos

Außerdem gibt es auch am letzten Freitag jeden Monats eine Critical Mass.

Massa Crítica

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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Das Wahrzeichen der Stadt im Stadtteil Belém, Weltkulturerbe der UNESCO
Mosteiro dos Jerónimos
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Klosteranlage in Belém, Weltkulturerbe der UNESCO und Startkulisse für die Rallye Dakar seit 2006.
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Das wie der Bug einer Karavelle geformte Denkmal der Entdeckungen von 1940 in Belém. Auf dem Boden des Vorplatzes sind auf einer Weltkarte die ehemaligen Kolonien Portugals dargestellt. Von oben gute Aussicht u. a. auf das Hieronymuskloster.
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Die Festungsanlage steht über der Stadt mit den Resten bzw. die in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wiederaufgebauten Mauern der Burg. Die Burg wurde von den Mauren gebaut, die sie 1147 an Alfons den Eroberer verloren. Sie wurde danach jahrhundertelang als Königsburg genutzt. Ein Besuch lohnt sich schon wegen der hervorragenden Aussicht.
  • Miradouros (Aussichtspunkte) - Neben dem Blick von der Burg (Castelo) bieten die folgenden Aussichtspunkte eine lohnende Perspektive:
    • 1 Miradouro São Pedro de Alcântara im Bairro Alto - Blick über die Unterstadt zur Burg
    • 2 Convento Nossa Senhora da Graça - Blick nach Westen über die Stadt (Sonnenuntergang!).
    • 3 Miradouro de Monte Aguro - Kleiner Garten mit Café. Blick nach Südwesten über die Stadt.
    • 4 Miradouro de Santa Luzia - Blick über den Stadtteil Alfama und den Tejo zum anderen Flussufer.
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  • Parque Eduardo VII − Park mit Ausblick von der oberen Terrasse über die Avenida da Liberdade bis hinunter zum Rio Tejo.

Museen[Bearbeiten]

Zahlreiche Museen locken den Besucher. Häufig ist am Sonntag bis jeweils 14:00 Uhr freier Eintritt, unter anderem im Ethnologischen Museum in der Av. Ilha de Madeira oberhalb des Mosteiro dos Geronimos, die Sammlungen des Mosteiro und einige mehr.

  • Museu Calouste Gulbenkian − Rund 6000 Kunstwerke, die von mesopotamischen Skulpturen bis hin zu Gemälden französischer Impressionisten reichen, präsentiert die Sammlung des milliardenschweren Armeniers Gulbenkian. − Geöffnet: Di. - So. von 10 - 17.45 Uhr, Eintritt: 4 € − Metro: S. Sebastião or Praça de Espanha stations
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  • Casa-Museu - Dr. Anastácio Gonçalves
  • Museu da Música
  • Museu Nacional de Arqueologia
  • Museu Nacional dos Coches
  • Museu Nacional de Etnologia
  • Museu Nacional do Teatro e Museu Nacional do Traje e da Moda
  • Museu da Carries − Straßenbahnmuseum

Aktivitäten[Bearbeiten]

Führungen und Touren[Bearbeiten]

Praca da Figueira
  • Stadtrundfahrt mit der Eléctrico 28 (Straßenbahnlinie 28E). Für 2,85 € hat man eine wunderbare Stadtrundfahrt mit dem historischen (aber technisch runderneuerten) Gefährt. Die Linie verkehrt durch die Altstadtviertel, über Hügel in steilen Kurven und durch unglaublich enge Gassen auf und ab, vorbei an wichtigen Sehenswürdigkeiten. Auf dem Weg geht es durch das Viertel Graça, durch die engen Gassen der Alfama vorbei am Miradouro Santa Luzia und der Kathedrale. Weiter durch das Zentrum (Baixa) und den Berg hinauf ins Chiado-Viertel. Von hier aus fährt die Linie Richtung Parlament und der Basilica da Estrela. Sie ist eine Sehenswürdigkeit an sich. Häufig sind die Bahnen gut gefüllt, es empfiehlt sich, die Morgenstunden wegen des geringeren Andrangs zu nutzen.

Für Kinder[Bearbeiten]

In den Parks von Belém, gegenüber dem Hieronymus-Kloster, ist Platz zum Spielen und Toben. Hier ist auch ein Spielplatz mit modernem Spielgerät (im Parkteil links des Springbrunnenteils).

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Haupteinkaufsmeile ist sicherlich die 1 Rua Augusta vom 5 Praça do Comércio (auch Terreiro do Paço genannt) zu den Restauradores. Hier in der Fußgängerzone ist von Nepp bis Top alles vertreten. Generell gilt Baixa als der beste Einkaufsbezirk der Stadt.

In Belém findet sonntags ein Flohmarkt im Park gegenüber dem Kloster statt. Hier werden allerlei Antiquitäten und Keramiken angeboten.

Küche[Bearbeiten]

Kaffee und Café[Bearbeiten]

Obwohl eine portugiesische Prinzessin aus dem Hause Bragança den Engländern das Teetrinken beigebracht hat, wird in Portugal heutzutage eher Kaffee getrunken. Filterkaffee ist eher unbekannt. Kaffee ist in Portugal günstig. Ein Café kostet am Tresen zwischen 0,50 € und 0,70 €. Für einen Milchkaffee im Stehen bezahlt man selten mehr als 1,00 €. In Cafés mit Bedienung am Platz oder auf einer Terrasse ist alles ein bisschen teurer. Bestellt der Portugiese einen Café, erwartet er einen Espresso. Der traditionelle Ausdruck Bica verschwindet mehr und mehr aus dem Sprachgebrauch, insbesondere bei jungen Leuten.

  • Café oder Bica : etwa zu 3/4 mit Espresso gefüllte Espressotasse
  • Café curto oder Italiano : etwa zur Hälfte mit Espresso gefüllte Espressotasse
  • Café cheio oder Carioca : volle (Espresso-)Tasse
  • Café pingado : kleiner Milchkaffee (Espressotasse)
  • Meia de leite (de máquina) : normale Kaffeetasse mit Espresso und heißer Milch. Häufig ist der Zusatz "de máquina" empfehlenswert, da einige Cafés sonst statt Espresso löslichen Kaffee (Nescafé) verwenden.
  • Galão (de máquina) : Milchkaffee im Glas

In einfachen Cafés gibt es meist keine Speisekarte. Es lohnt sich auch nicht, da es in (fast) jedem Café das Gleiche gibt. Zum Café gehören aber Pastelari, wie die Pasteis de Nata, die kleinen gefüllten süßen Blätterteigteilchen. Man bekommt diese und auch eine herzhafte Variante in jedem Café. Die wohl besten findet man bei Pasteis de Belém, siehe unten.

Essen[Bearbeiten]

Restaurants und kleinere Bars sind zahlreich und in allen Preislagen zu finden. Für den Hunger zwischendurch kann bieten sich die Imbisse an. Omelette und andere Kleinigkeiten wie Sandas (belegtes Baguette) oder Sopas (Suppen) wie Caldo verde und andere gehören zum festen Bestandteil der schnellen Küche. Die Preise liegen zwischen 0,90 und 1,50 € für die Suppe und etwa 3 bis 4 € für ein Sanda.

In den Restaurants werden zahlreiche Fisch- und Fleischgerichte angeboten. Der Fisch ist frisch und von sehr guter Qualität. Die Preise variieren stark. Für ein einfaches Fischgericht zahlt man etwa 6 €, für ein gehobeneres Menu 18 bis 20 € pro Person. An den Docas an der Brücke des 25. April sind auch mal 87 € für ein Kilogramm Hummer möglich. Apropos Fisch, ein Nationalgericht ist getrockneter Kabeljau (Bacalau). Für Freunde der internationalen amerikanischen Küche ist ebenfalls gesorgt (u.a. am Rossio und in Belém).

  • Faca & Garfo (Rua da Condessa 2, Mo - Sa mittags & abends): Gemütliches und sehr günstiges (Hauptgerichte 6 - 8 €) Restaurant, das leckere portugiesische Grillspezialitäten (Fleisch und Fisch) anbietet.
  • Casa do Alentejo (Rua das Portas de Santo Antão 58, 12.00 Uhr - 15.00 Uhr + 19.00 Uhr - 22.30 Uhr): Restaurant mit Spezialitäten aus dem Alentejo, untergebracht im beeindruckenden Alvercapalast aus dem 17. Jh. Die Hauptgerichte um die 15 € sind in Ordnung, aber teilweise kalt. Der Service allenfalls durchschnittlich. Es gibt bessere Restaurants (vor allem in der Preisklasse).
  • Refeições Rápidas Tascardoso (Rua Dom Pedro V 137, Mo - Fr bis 20.00 Uhr): Stehrestaurant mit einfachen und sehr günstigen (um die 3 €) portugiesischen Gerichten (z.B. gegrillte Sardinen). Toilette vorhanden.
  • Pastéis de Belém (Rua de Belém 84-92, 8,00 Uhr - 23.00 Uhr): Die verführerischen, überall in Portugal erhältlichen pastéis de nata wurden hier 1837 erfunden und schmecken mit Zimt und Puderzucker immer noch ganz vorzüglich. Dafür lohnt sich das Schlangestehen. Stückpreis 1,05 €. Andere Leckereien gibt es natürlich auch (im Zentrum von Belém, vom Kloster aus den Straßenbahnschienen stadteinwärts folgen, hier auf der linken Seite).
  • Mercado da Ribeira (Avenida 24 de Julho 50, So - Mi 10 bis 0 Uhr, Do - Sa 10 bis 2 Uhr), ist eine Markthalle, wo seit dem 19. Jahrhundert frischer Fisch, Gemüse und Obst verkauft wird. Sie ist erreichbar mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln der Carris über den Knoten Cais do Sodré. Im Jahr 2014 wurde der Westflügel der Markthalle völlig neu gestaltet. In diesem finden Fast Food, Nouvelle Cuisine sowie traditionelle portugiesische Küche mit 35 Food-Ständen. Angeboten werden vor allem regionale Produkte wie Schafskäse, Schinkenplatten, Fisch und Puddingtartes.

Kastanien[Bearbeiten]

Kastanienröster in Baixo

In der Wintersaison tauchen überall in Lissabon die Verkäufer von gerösteten Esskastanien mit ihren mobilen Röstmaschinen auf. Erkennbar sind sie an dem aufsteigenden, sich teilweise dicht in die Straßen legenden Rauch des Holzkohlefeuers. Diese hart erarbeitete Köstlichkeit, deren Tradition einige hundert Jahre zurückreicht, gehört zur Stadt wie der Tejo.

Nachtleben[Bearbeiten]

Lissabon bietet eine große Bandbreite für ein ausgedehntes Nachtleben. Vom traditionellen Fado Lokal bis zum Techno-Club. Die meisten Bars und Fado-Restaurants befinden sich im Stadtviertel Bairro Alto. Die Bars sind meist recht klein, weshalb das eigentliche Nachtleben eher auf der - für den normalen Autoverkehr gesperrten - Straße davor stattfindet. Die meisten Bars füllen sich, besonders am Wochenende, meist nicht vor 22.00 Uhr. Und in die Disko geht der/die "Lisboeta" gerne erst um 2.00 Uhr oder 3.00 Uhr am Morgen. Es wird also empfohlen, lieber einen ausgedehnten Nachmittagsschlaf zu halten, um für das Nachtleben fit zu sein.

  • Bars im Bairro Alto

Die meisten Bars befinden sich zwischen der Rua do Norte und der Rua da Rosa. Hier findet man sowohl das Fado-Lokal als auch die Studentenkneipe, wo das kleine Bier (genannt Imperial) schon für 1 € zu haben ist. Zu erreichen ist das Bairro Alto am besten mit der Metro (Station Baixa-Chiado. Wenn man sich den Aufstieg zu Fuß ersparen will, sollte man den Ausgang Chiado benutzen und mit der Rolltreppe nach oben fahren). Wer tanzen (House) will geht ins Fragil (nicht zu verwechseln mit dem Lux-Fragil s.u.), Rua da Atalaia (Ecke Tv. da Queimada). Das Rock & Nubbe (Rua do Diário de Notícias 34, 20.00 Uhr - 3.00 Uhr) ist eine gemütliche Rock- und Metalbar.

  • Bars Docas de Alcântara

In den ehemaligen Lagergebäuden ist Mitte der 1990er Jahre ein neues Ausgehviertel herangewachsen. Die Lage direkt am Tejo und unterhalb der Tejo-Brücke (Brücke des 25. April) entschädigen für die zumeist sehr konventionell gestalteten und häufig als Franchising betriebenen Bars und Restaurants.

  • Tanzen

Der angesagteste Club Lissabons (und vielleicht ganz Portugals) ist seit Jahren das Lux-Fragil *http://www.luxfragil.com. Es gibt zwei Etagen mit unterschiedlicher Musik und eine Dachterrasse mit Blick über die Altstadt und den Tejo. Es befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Santa Apolónia direkt am Tejo. Geöffnet ist von Mi. bis Sa. ab 22.00 Uhr. Der Eintritt/Mindestverzehr ist im europäischen Maßstab mit 12 € noch eher günstig. Wasser und Bier kosten 3 €, für Longdrinks zahlt man 6 €. Teilweise internationale DJs (House) und Livekonzerte. Vor 2.00 Uhr ist es meist noch sehr ruhig. Geschlossen wird um 7.00 Uhr.

Wer es etwas härter - sowohl im Umgangston als auch in der Musik - mag geht lieber ins Kremlin, Escadinhas da Praia 5, Stadtteil Santos. Die Preise sind ähnlich wie im Lux-Fragil. Gleich nebenan ist das Plateau und an der nahen Av. 24 Julho liegt das Kapital.

Unterkunft[Bearbeiten]

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  • Down Town Guest House, Rua 1° de Dezembro 33, Tel. 213462325: Recht schickes und zentral gelegenes Hostel mit sauberen, modernen Zimmern. Die Zimmer nach hinten raus kriegen kaum Tageslicht ab, sind aber dafür ruhig. Internetnutzung inklusive. Das Personal spricht englisch. DZ mit Bad 49,95 €.
  • Jugendherbergen Lissabon hat mehrere Jugendherbergen pousadas juventude die Übernachtungen von 16 bis 30 € anbieten.
  • Hostels die unabhängigen Hostels sind ebenfalls zahlreich und mit teilweisen sehr gutem Komfort vertreten. Z.B. Lisbon Lounge Hostel, Lisbon Easy Hostel in der R. Sao Nicolau. Die Unterkunft im Mehrbettzimmer liegt bei 18 € in der Nebensaison, kostenloser Internetzugang inclusive.
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Lernen[Bearbeiten]

Lissabon ist eine Universitätsstadt. Die älteste Universität der Stadt und eine der ältesten in Europa ist die Universidade de Lisboa, die 1290 gegründet und 1911 per Dekret neugegründet wurde. Mit insgesamt ca. 20.000 Studenten ist sie eine sehr große Universität.

Daneben gibt es die Universidade Técnica de Lisboa, die 1973 gegründete Universidade Nova de Lisboa sowie die Universidade Católica Portuguesa der katholischen Kirche, die private Universität Lusíada Lissabon sowie die ebenfalls private Internationale Universität Lissabon.

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminalität gibt es wie in anderen europäischen Großstädten natürlich auch. Dennoch ist Lissabon bislang noch verhältnismäßig sicher. Allgemeine Vorsichtregeln sind jedoch auch hier angebracht. Des öfteren wurde von Taschendiebstählen in den öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere in überfüllten Metros oder in der bei Touristen beliebten Trambahnlinie 28, berichtet. Ebenfalls beliebte Reviere sind die Buslinien 44 und 45 vom Flughafen. Einigen Reisenden ist hier alles abhanden gekommen.

In solchen Fällen ist es hilfreich, sich an die Polizeistation am Rossio zu wenden. Die sogenannte Touristenpolizei ist zum einen mehrsprachig besetzt und solche Fälle gewöhnt.

Wenn man nachts allein unterwegs ist, sollte man dunkle Ecken im Bairro Alto und die Gebiete um die Metrostationen Intendente und Martim Moniz meiden. Die Polizeipräsenz ist recht hoch, trotzdem wird man in zum Beispiel Baixo auf der Rua Augusta regelmäßig von Verkäufern bewusstseinserweiternder Kräuter angesprochen.

Lissabon hat auch sehr arme Seiten und Bettler sind ein gewohntes Bild. Einige sind extrem aufdringlich und fordernd (man gibt beispielsweise 50 Cent und derjenige verlangt einen Euro).

Gesundheit[Bearbeiten]

Lissabon hat mehrere Krankenhäuser über das Stadtgebiet verteilt. Apotheken Farmacia sind ebenfalls zahlreich im Stadtgebiet zu finden. Der Notdienst der Krankenhäuser sollte nur in echten Notfällen in Anspruch genommen werden. Für EU-Bürger reicht der Ausweis zur Legitimation einer Behandlung. Eine Auslandskrankenversicherung ist jedoch hilfreich.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Touristeninformation[Bearbeiten]

Die Tourismusgesellschaft Lissabons hat neben dem Schalter am Flughafen mehrere Kioske im gesamten Stadtgebiet. Diese sogenannten Ask me Lisboa-Schalter bieten Informationen zum Nahverkehr, zu Unterkunft und Sehenswürdigkeiten. Eine Übersicht über die aktuellen Kioske findet man auf Englisch unter www.askmelisboa.com. Derzeit gibt es sie am Flughafen (Ankunftshalle 7.00 Uhr - 0.00 Uhr), am Praca Comercio (Lisboa Welcome Center 9.00 Uhr - 20.00 Uhr), am Sta. Apolónia Bahnhof (Internacional Hall Mittwoch bis Samstag 8.00 Uhr - 13.00 Uhr), in der R. Augusta (Kiosk Augusta 10.00 Uhr - 13.00 Uhr und 14.00 Uhr - 18.00 Uhr), im Palacio Foz (Pr. Restauradores 9.00 Uhr - 20.00 Uhr), am Artesenato do Tejo (R. Arsenal 10.00 Uhr - 18.00 Uhr) sowie im Stadtteil Belém am Mosteiro dos Jerónimos (Kiosk Belém Dienstag bis Samstag von 10.00 Uhr - 13.00 Uhr und von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr).

Lisboa Card[Bearbeiten]

Mit der vom Tourismusverband Lissabons angebotenen Lisboa-Card hat man freie Fahrt in allen Bussen, Straßenbahnen und Aufzügen sowie der Metro. Weiterhin ist der Eintritt in 25 Museen und andere Sehenswürdigkeiten enthalten. Mit dieser Karte erhält man bis zu 50 % Ermäßigung auf den Eintrittspreis anderer touristisch und kulturell interessanter Einrichtungen.

Die Lisboa-Card kostet für 24 Stunden für Erwachsene 17 €, für Kinder 10 €. Man kann die Karte auch für 2 oder 3 Tage erwerben, dann kostet sie für Erwachsene 28,50 bzw. 35 €. Die Lisboa-Card ist unter anderem bei den Touristeninformationen (u.a. am Flughafen) und in Hotels erhältlich.

Ob es sich lohnt muss jeder selbst entscheiden. Um sie voll auszunutzen, ist sicherlich ein gutes Maß an Interesse und Geduld erforderlich.

Deutsche Botschaft[Bearbeiten]

Campo dos Mártires da Pátria, 38 · 1169-043 Lisboa · Portugal

Telefon: 0035 1 21 881 02 10 · Telefax: 0035 1 21 885 38 46

Neue E-Mail Adresse: info@lissabon.diplo.de

Sonstiges[Bearbeiten]

Im gesamten Innenstadtbereich kann man Internetcafés finden, direkt am Rossio z.B. von PT Portugal Telecom. Dort kann man ebenfalls telefonieren. An Kiosken und in Zeitschriftenläden erhält man internationale Telefonkarten. So kann man für eine Karte mit 5 Euro Guthaben etwa 150 Minuten nach Deutschland telefonieren (Stand 01/08). Öffentliche Fernsprecher sind an allen Plätzen und Bahnhöfen zahlreich vorhanden.

Wer länger in Lissabon oder Portugal ist und erreichbar sein will, erhält bei den drei Mobilfunkanbietern TMN, Optimus oder Vodafone günstig Prepaid-Karten.

Postkarten und Briefe kann man an den roten und blauen Briefkastensäulen einwerfen. Die Roten sind für die reguläre und die Blauen für Expresspost.

Ausflüge[Bearbeiten]

Westküste[Bearbeiten]

  • Cabo da Roca − der westlichsten Punkt des europäischen Festlandes.
  • Die Boca do Inferno (dt.: Höllenmund) ist eine Schlucht in den Küstenklippen nahe der portugiesischen Stadt Cascais.

Westliche Vororte[Bearbeiten]

  • Die Stadt Sintra mit ihrer zum Weltkulturerbe der Unesco gehörenden Kulturlandschaft liegt gerade mal 28 km westlich entfernt und ist leicht mit dem Zug zu erreichen. Das Ticket kostet hin- und zurück 3 € (01/08). Die Züge fahren sowohl vom Bahnhof Rossio als auch von der Station Jardim Zoológico an der gleichnamigen Metrostation der blauen Linie ab.
  • In der Stadt Queluz westlich von Lissabon liegt eine der größten Rokoko-Schlossanlagen Europas: Palácio Nacional de Queluz, der Nationalpalast von Queluz und die Portugiesische Schule der Reitkunst Escola Portuguesa de Arte Equestre.

Mit S-Bahn vom Endbahnhof Cais do Sodré sind die beide Badeorte gut erreichbar:

  • Cascais − an der Costa do Estoril
  • Estoril − an der Costa do Estoril

Südlich von Lissabon[Bearbeiten]

Wer der Stadt für einen (halben) Tag entfliehen möchte, kann mit der Fähre auf die andere Seite des Tejo fahren.

im fernen Norden Lissabon[Bearbeiten]

  • Mafra − Kleinstadt 40 km nördlich mit barocker Kloster- und Palastanlage (Convento de Mafra)
  • Nördlich des 130 km entfernten Wallfahrtsortes Fátima, liegen drei Baudenkmäler, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden: Das Kloster von Alcobaça, das Kloster von Batalha und das Christuskonvent, das einst Sitz des Templerordens war.
  • Das mittelalterliche Städtchen Óbidos sowie die Stadt Santarém am Tejo stellen ein lohnendes Ausflugsziel dar, nicht nur wegen ihrer Architektur, sondern auch wegen der hier traditionellen Stier- und Pferdezucht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon. Btb, Mai 2006, ISBN 3442734363; 496 (Deutsch). Broschierte Taschenbuchausgabe - gehört unbedingt ins Reisegepäck

Weblinks[Bearbeiten]

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