Internet-web-browser.svg
Unesco-Welterbestätten in Europa
Brauchbarer Artikel

Florenz

Aus Wikivoyage
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick vom Piazzale Michelangelo auf den Ponte Vecchio und die Altstadt von Florenz
Blick vom Piazzale Michelangelo auf den Ponte Vecchio und die Altstadt von Florenz
Firenze
Region Toskana
Einwohner
382.808 (2015)
Höhe
50 m, 55 m
Tourist-Info Web Webseite der Gemeinde Florenz
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Toskana

Florenz (italienisch: Firenze) ist eine Stadt in Mittelitalien und Hauptstadt der Toskana sowie der Provinz Florenz. Sie ist eine der bedeutendsten Kulturmetropolen Europas und beherbergt zahlreiche Bauwerke, Museen und Gemäldegalerien von Weltgeltung. Zudem war sie Heimat bzw. Wirkungsstätte zahlreicher Künstler, Philosophen und Wissenschaftler, wie z. B. Dante Alighieri, Nicolo Machiavelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Sandro Botticelli, Galileo Galilei, um nur einige wenige Persönlichkeiten zu nennen, deren Namen wohl jedermann geläufig sind. Das Geschlecht der Medici, das Florenz über etwa drei Jahrhunderte beherrschte, gilt als Begründer des Bank- und Versicherungswesens in Europa.

Geschichte[Bearbeiten]

In den nördlich des Arno gelegenen Hügeln konnte bereits eine erste etruskische Ansiedlung aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert archäologisch nachgewiesen werden, die Gründung der damaligen römischen Kolonie mit Namen Florentia (römische Göttin der Blumen) am Fuße des Hügels, auf dem die noch ältere etruskische Stadt Fiesole steht, datiert jedoch erst aus dem Jahr 59 v. Chr. Von Fiesole aus kontrollierten die Etrusker den Übergang über die Furt des Arnos und das Wegnetz des Apennin, wurden aber durch die vordrängenden Römer in der Schlacht bei Veio 509 v. Chr. besiegt und verloren dadurch die Herrschaft über Mittelitalien.

Florentia wurde im typisch römischen Stil einer Castra mit zwei Straßenachsen (heute: Battistero-Via Roma-Via Calimala und Via del Corso-Via degli Speziali-Via degli Strozzi) und aus strategisch-defensiven Gründen am Zusammenfluss von Arno und Mugnone angelegt. Auf der heutigen Piazza della Repubblica, dem Kreuzungspunkt der beiden Achsen, stand einst das Forum Urbis und später die Kurie und der Tempel der Trias (Jupiter, Juno und Minerva). Die erste Stadtmauer verlief entlang der heutigen Via del Proconsolo, der Via de Cerretani und der Via de Tornabuoni und mündete im Süden in die Piazza Santa Trinità bis hin zum Palazzo Vecchio. Noch heute sind im ältesten Stadtteil die Ursprünge der einstigen cäsarianischen Kolonie erkennbar, so zum Beispiel die Bäder von Capaccio, das Abwassersystem und der Tempel der Isis. Da der Arno damals auf seiner gesamten Länge bis zur Mündung in den Affricano schiffbar war, besaß Florenz einen eigenen Hafen, wenn auch außerhalb der Stadtmauern. Die erste Brücke über den Fluss wurde etwas oberhalb der Ponte Vecchio gebaut. Die Kolonie bestand typischerweise aus eben diesem Castrum und den ausserhalb davon liegenden Ansiedlungen, der Lex Julia gemäß, mit Parzellen beschenkter Veteranen.

Unter dem Einfluss der hervorragenden Infrastruktur und der wichtigen geografischen Lage am Kreuzungspunkt der nach Rom führenden Via Cassia, der von Volterra herführenden Volterana und der nach Pisa gehenden Pisana, entwickelte sich die Stadt sehr schnell und wurde durch den römischen Kaiser w:Diokletian anstelle von Arezzo zur Hauptstadt der Siebenten Region (Toskana und Umbrien) ernannt. Der Umgang mit griechischen und syrischen Händlern und der Kult um den Diakon Lorenzo und den heiligen Märtyrer Felicità waren unter anderem die Gründe für den Einzug der christlichen Religion, und als Folge davon wurden die ersten florentinischen Kirchen gegründet, so zum Beispiel San Lorenzo als erste Diözese im Jahre 393 n. Chr. und Santa Felicità im 4. und 5. Jahrhundert.

Zur Zeit der Völkerwanderungen wurde die Stadt ihrer strategischen Lage wegen von den Goten und Byzantinern hart umkämpft und dabei fast vollständig zerstört. Gegen Ende dieses Zeitalters ließen sich dann die Langobarden in der Toskana nieder und nahmen auch Florenz unter ihre Herrschaft, was der Stadt einen bescheidenen Aufschwung verlieh. Da jedoch die langobardischen Herzöge in Lucca und Pisa residierten, konnte Florenz bis ins 12. Jahrhundert nicht mehr an die Größe und den Einfluss von vor den Völkerwanderungen anknüpfen. Ab dem Jahr 1000 begann der Wiederaufstieg durch die Verlegung des Amtssitzes des von den Karolingern eingesetzten Markgrafen Hugo in die Stadt. Der demografische und wirtschaftliche Aufschwung setzte endgültig mit dem Aufkommen des Feudalismus und der Autonomie als freier Kommune im Jahre 1115 ein. Daraus erfolgte der Aufstieg der ansässigen Kaufleute und Unternehmer und somit der Arti genannten Handwerkszünfte.

Bald darauf begannen die blutigen Auseinandersetzungen zwischen den kaisertreuen Ghibellinen und den später siegreichen Guelfen. Trotzdem konnte Florenz seine wirtschaftliche Vormachtsstellung behaupten und sogar ausbauen. Nach dem Sieg der Guelfen über die Ghibellinen im Jahr 1250 gelang es der siegreichen Partei, über 20 Jahre lang auch andere Städte der Toskana zu regieren. In dieser Zeit wurde Florenz von sogenannten Prioren geführt, die in zweimonatigen Abständen von Vertretern der einflussreichsten Zünfte gewählt wurden. Hieraus entstanden die Herrschaften, Signoria genannt, die dann 1299 den Bau des gleichnamigen Palazzo della Signoria, später Palazzo Vecchio genannt, veranlassten.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Florenz verfügt über den kleinen Flughafen Amerigo Vespucci, etwa 5 Kilometer vom Zentrum entfernt. Von Frankfurt am Main ist Florenz mit der Lufthansa zu erreichen, von München mit der Air Dolomiti, von Stuttgart und Düsseldorf mit Air Berlin, von Hamburg und Berlin mit Vueling, von Zürich mit Swiss, von Genf mit Darwin Airline und von Wien mit Austrian und Niki. Direktflüge sind mitunter teurer als Zubringer- und Anschlussflüge, z.B. mit Air France via Paris.

Ein Shuttlebus verbindet den Flughafen im Halbstundentakt mit dem Hauptbahnhof Santa Maria Novella (6 Euro). Die Fahrt dauert wie mit dem Taxi etwa 15 Minuten. Eine billigere Alternative ist der Stadtbus (Linien 29 und 30), der für 1,20 Euro durch den Vorort Peretola auch an die Westseite des Bahnhofs fährt, von dort kann man in alle Richtungen umsteigen. Um den Bus zu finden, läuft man in 5 Minuten unter den Bahnlinie hindurch durch eine kleine Straße auf einen Tabakladen zu, der auch Fahrscheine verkauft. Die Haltestelle ist in der Via Francesco Barraca.

Als günstige Alternative bietet sich der Flughafen Pisa an, der bis vor einigen Jahren auch der Flughafen für Florenz war. Er wird von diversen Fluggesellschaften angeflogen, z.B. mit Ryanair ab Weeze, Nürnberg, Leipzig und Hahn, mit Easyjet ab Berlin, mit Germanwings ab Köln, mit Lufthansa/Air Dolomiti ab München. Vom Flughafen Pisa braucht ein Zug rund eine Stunde bis zum Hauptbahnhof Santa Maria Novella.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Ohne Umsteigen ist Florenz von Wien (über Villach) und München (über Innsbruck) nur mit dem Nachtzug zu erreichen. Von Zürich aus muss mindestens einmal umgestiegen werden, entweder in Innsbruck oder in Mailand. Auf den Verbindungen tagsüber muss man mindestens einmal umsteigen. In Italien verkehren Hochgeschwindigkeitszüge häufig im Halbstundentakt. Zwischen Bologna und Florenz benötigen die schnellsten Züge nur mehr 37 Minuten, diese Strecke führt fast ausschließlich durch Tunnel. Von Florenz weiter nach Rom dauert es nur mehr etwa 1,5 Stunden. Fahrplaninformationen erhält man am besten auf auf oebb.at oder bahn.de.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto erreicht man Florenz über die Autobahn A1 (Autostrada del Sole). Florenz hat mehrere Ausfahrten, will man in den Norden der Stadt oder nach Fiesole, so empfiehlt sich unter Umständen die Ausfahrt Barberino und die Fahrt über die historische und landschaftlich sehr schöne Via Faentina. Man erspart sich dann die Durchfahrt durch die Stadt. Die Autobahngebühren von der Grenze bis Florenz betragen über € 30.

Die Anfahrt nach Florenz mit dem Auto ist nur sinnvoll, wenn man sein Quartier außerhalb der Stadt hat und wenn sich der Aufenthalt nicht nur auf Florenz beschränkt.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit dem eigenen Auto Florenz zu erkunden, ist nicht zu empfehlen. Die Einfahrt in das historische Zentrum ist Ortsfremden verboten, auch sonst ist der Straßenverkehr hektisch, Parkplätze sind rar, zeitlich begrenzt und teuer. Am Besten ist es, außerhalb zu parken und einen der vielen Busse ins Zentrum zu nehmen.

In der Innenstadt bewegt man sich am besten zu Fuß fort. Vereinzelt gibt es Radwege.

Ansonsten gibt es ein gut ausgebautes Busnetz und eine Straßenbahn. Wichtige Verkehrsknoten sind der Hauptbahnhof und die Station San Marco. Die Fahrscheine sind im Vorverkauf in zahlreichen Trafiken, Zeitungsgeschäften und Bars erhältlich, erkennbar am Schriftzug ataf an der Eingangstür. Sie kosten € 1.20 und gelten eineinhalb Stunden ab Entwertung. Fahrscheine sind auch beim Fahrer, keine Garantie!, für € 2 (ggf. ohne passendes Rückgeld) erhältlich. Achtung, auch diese sind im Bus noch zu entwerten, sonst fährt man schwarz, und das kann teuer werden! Es gibt auch günstige Ein- und Mehrtageskarten. Einen Plan für die öffentlichen Verkehrsmittel erhält man u. a. in den Touristen-Informationen gegenüber dem Hauptbahnhof oder am Flughafen. Die Buslinie 7 erschließt auch den Nachbarort Fiesole.

Überblick über die Fahrkartenkategorien und -preise:

Kategorie Preis
90-Minuten Ticket im Vorverkauf 1,20 €
90-Minuten Ticket im Bus 2,00 €
4 x 90 Minuten 4,70 €
Tagesticket 5,00 €
3-Tagesticket 12,00 €
Wochenticket 18,00 €
(Kalender-)Monatsticket 35,00 €

Die Firenze-Card für € 72 ermöglicht für 72 Stunden neben freiem Eintritt in viele Museen auch die freie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Centro Storico
Centro Storico

Es ist kaum möglich, alle Sehenswürdigkeiten der Stadt aufzuzählen. Die bedeutendsten sind:

Kirchen[Bearbeiten]

Der von Giotto gestaltete Campanile
  • Santa Maria Del Fiore - Der Dom aus dem 13. Jahrhundert ist die viertgrößte Kirche Europas und bildet mit der im Jahre 1436 fertiggestellten Kuppel von w:Filippo Brunelleschi an der Piazza del Duomo zusammen mit dem von w:Giotto di Bondone entworfenen und begonnenen, jedoch erst 1359 (nach Giottos Tod 1337) durch w:Andrea Pisano und w:Francesco Talenti fertiggestellten Glockenturm (w:Campanile) eine Einheit. Die - von manchen als etwas kitschig empfundene - Fassade wurde erst 1887 fertiggestellt. Am bemerkenswertesten ist die Kuppel, die eine außergewöhnliche architektonische Leistung darstellt und zum schon von Weitem zu sehenden Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Man kann sie im obersten Teil zwischen der Innen- und der Aussenschale der Kuppel besteigen und ihre Bauweise studieren. Der Ausblick ist überwältigend, allerdings müssen über 400 Stufen überwunden werden. Für 10 Euro erhält man eine Kombikarte, die auch den Besuch der Krypta, des Glockenturms und des Baptisteriums beinhaltet. Die Schlange der besteigungswilligen Touristen ist zu allen Zeiten lang. Für 15 Euro erhält man eine Karte, die das oft stundenlange Anstellen zur Besteigung und auch zur anschließenden Besichtigung des Dominneren - für die Mehrgebühr darf man einen speziellen Eingang benützen - erspart. Im Inneren des Domes ist der Marmorboden betrachtenswert.
  • w:Baptisterium San Giovanni - Taufkirche des Doms an der Piazza San Giovanni. Die Enstehungszeit dieses oktagonalen Bauwerks ist umstritten und bis ins 18. und 19. Jahrhundert hinein glaubte man an einen römischen Marstempel aus augustinischer Zeit. Grabungen Ende des 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts widerlegten diese Theorie weitgehend. Sicher ist jedoch, dass sie im 11. Jahrhundert geweiht wurde. Unter anderem erwähnenswert sind die drei künstlerisch bedeutsamen Bronzeportale, 1330 bis 1452 von den Kunst- und Goldschmieden w:Lorenzo Ghiberti und w:Andrea Pisano geschaffen.
  • Die romanische Basilika w:San Miniato al Monte aus dem 11. Jahrhundert, oberhalb vom Aussichtspunkt Piazzale Michelangelo

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Lorenzo di Magnifico besucht König Ferdinand von Aragon in Neapel, Deckenfresco von Giorgio Vasari im Palazzo Vecchio

Bauwerke[Bearbeiten]

  • w:Ponte Vecchio - Die älteste und bekannteste Brücke in Florenz wurde im Jahre 1345 von einem Schüler Giottos entworfen. Die mittelalterlichen Häuser, die sie säumen, ragen über die Ränder der Brücke hinaus. Ursprünglich waren sie Werkstätten, heute sind dort meist Goldschmiedegeschäfte, die vom Touristenstrom profitieren können.

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Die Geburt der Venus von Sandro Botticelli (1483/85) – eines der bekanntesten Gemälde in den Uffizien

In Florenz gibt es eine Unzahl größerer und kleinerer Museen, nicht wenige davon haben Weltgeltung. Die Eintrittsgebühren sind vergleichsweise hoch, die Warteschlangen am Eingang sind mancherorts - zu allen Jahreszeiten - lang. Für die Kunstinteressenten empfiehlt es sich, den Besuch exakt zu planen und Eintrittskarten im Voraus für einen bestimmten Tag und eine bestimmte Zeit zu buchen. Das kostet zwar extra, erspart aber viel Zeit, da man das Warten in der Schlange vermeidet. Neuerdings gibt es die Firenze-Card, die für 72 Stunden gilt und den (jeweils einmaligen) Eintritt in die wichtigsten staatlichen Museen sowie freie Fahrt auf den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Florenz beinhaltet. Sie kostet 72 €, EU Bürger können zudem 2 Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gratis mitnehmen. Sie ist in der Touristeninformation gegenüber dem Hauptbahnhof und bei einigen Museen erhältlich. Sie kann auch im Internet vorbestellt und mit Kreditkarte bezahlt werden. Man erhält dann einen Gutschein, mit dem man seine Firenze-Card bei einer der Ausgabestellen abholen kann. Die Firenze-Card ist besonders für diejenigen zu empfehlen, die sich einmal einen Überblick verschaffen wollen. Will man sich auf ein bestimmtes Museum konzentrieren, alleine in den Uffizien könnte man ja Tage verbringen, so ist man mit Einzelkarten möglicherweise besser dran.

Einige nützliche Links:

  • Die Uffizien (Galleria degli Uffizi) sind gewiss das bekannteste Museum von Florenz. Es ist eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt mit Werken vor allem aus der Renaissance, u.a. findet sich dort "Die Geburt der Venus" von Sandro Botticelli.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • w: Piazzale Michelangelo - Ein großer Platz oberhalb des Stadtzentrums von Florenz, der einen phantastischen Blick über die Stadt bietet. Er wurde anlässlich der Umbauten der Stadtmauern im Jahre 1871 durch den Architekten Poggi entworfen und spiegelt den Baustil des 19. Jahrhunderts wieder. Er ist Michelangelo Buonarotti gewidmet und beinhaltete einige seiner Werke. Auch das an den Platz anschliessende Gebäude, das heute ein Restaurant beherbergt und früher ein Michelangelo-Museum war, wurde nach Fertigstellung der Piazzale durch Poggi nach seinen Plänen gebaut.
Piazza della Signoria
  • Piazza della Signoria - Dieser zentrale Platz ist einer der Hauptmagneten für Touristen in Florenz. Er befindet sich im Centro Storico - dem alten Stadtzentrum -, wird im Südosten vom Palazzo Vecchio beherrscht und bildet einen Zugangspunkt zur Galeria degli Uffizi. Erreichbar ist der Platz z. B. über die Einkaufsmeile Via dei Calzaiuoli. Eine lebensgroße Kopie von Michelangelos David steht vor dem Eingang des Palazzos.
  • Piazza della Repubblica - Verströmt nicht den sonst allgegenwärtigen mittelalterlichen Charme von Florenz. Dieser Platz wurde erst 1890-1895 angelegt.
  • Piazza Santa Croce - Einer der größten Plätze der Stadt Florenz, wird von der Kirche und dem Konvent Santa Croce sowie schönen mittelalterlichen Häusern gesäumt. Abends ist dieser Platz oft Treffpunkt der Jugend. Das Trommelspielen, Rauchen und Weintrinken am Fuße der Kirchentreppe hat für Kontroversen gesorgt.

Parks[Bearbeiten]

  • Giardini di Boboli - großer Park hinter dem Palazzo Pitti

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

In gewissen Stadtteilen werden täglich Freiluftmärkte für z. B. Lederwaren (Via del Canto de' Nelli bei der Kirche San Lorenzo) abgehalten. Hier sei empfohlen, sich nicht mit den wilden Straßenhändlern, die beim Herannahen der w:Guardia di Finanza unglaublich schnell verschwinden, einzulassen. Andererseits wird man bei den offiziellen Ständen oft einige Meter weiter zum entsprechenden Ladengeschäft geführt, wo man freundlich und teilweise etwas aufdringlich bedient wird. Die Preise bewegen sich der meist hochwertigen Ware entsprechend im oberen Segment, das Herunterhandeln wird jedoch in den meisten Fällen erwartet. Das Bezahlen mit Kreditkarten funktioniert im Allgemeinen problemlos.

Eine kleine Einkaufstour in der Altstadt lohnt sich immer, denn hier entdeckt man die kleinen Quartierläden mit ihrem typisch italienischen Angebot an Lebensmitteln. Vom zähfließenden, dreißigjährigen, 70 Euro teuren Balsamico über Bio-Pasta bis zum Edel-Chianti wird alles angeboten, was das Herz (und der Gaumen) begehrt, und die freundliche Bedienung lädt zum Geldausgeben ein.

Der Mercato Centrale in der Nähe des Hauptbahnhofes ist ein großer Markt für Lebensmittel, der, auch wenn man nichts kaufen will, einen Besuch wert ist.

In den Außenquartieren sind selbstverständlich alle großen Lebensmittel- und Kaufhausketten vertreten, wo auch die Preispolitik etwas moderater gestaltet ist.

Küche[Bearbeiten]

Eine Besonderheit der florentinischen Küche ist das Brot, das als Beilage zum Mittag- oder Abendessen (jedoch nicht am Morgen!) gereicht wird: es ist völlig salzlos und daher für den Nichtflorentiner möglicherweise gewöhnungsbedürftig. Sein Vorteil ist der, dass es den Eigengeschmack der mit ihm gegessenen Speisen hervorhebt. Auch die hervorragenden Wurstwaren sind weit weniger gesalzen als in Mitteleuropa üblich.

Die typischen Gerichte bestehen aus saisonal frischen Produkten und sind eher einfach in der Zubereitung. Die Kosten sind je nach Lage und Kategorie des Lokals natürlich unterschiedlich. Im Durchschnitt muss aber für zwei Personen und ein komplettes Menü (Vorspeise, erster Gang, zweiter Gang, Dessert, Hauswein, Espresso) mit etwa € 70.-- gerechnet werden. Als Faustregel kann gelten: Dort, wo die Einheimischen auch essen, ist die Qualität der Speisen sehr gut und das Preis-/Leistungsverhältnis angemessen.

Hervorragend aber auch teuer ist das "Gelato", das Speiseeis! Wenn man vor Überraschungen gefeit sein will, sollte man allerdings vor dem Kauf genau nach dem Preis fragen. Ein kleiner Becher kostet je nach Lage der Eisdiele zwischen 1.50 € und 5 €, eine größere Portion für 15 € ist aber durchaus möglich.

Günstig[Bearbeiten]

Wer sich möglichst günstig verpflegen möchte, kann dies auch mit Pizzaschnitten und Panini (belegte Brötchen) und ähnlichem tun. Auch Pizzen (ab etwa € 5.--) können von durchaus akzeptabler Qualität sein. Cafe oder Cappuccino trinkt man billiger stehend an der Bar. Setzt man sich nieder, so kostet er zumeist einen Euro mehr. Mittags fungieren viele Snack Bars oder Pasticcerias als Kantinenersatz, dementsprechend kommen auch Touristen in den Genuss preiswerten Essens.

  • All'Antico Vinaio, Via dei Neri 65. Dick belegte, dönerartige Sandwiches für 8-10€. Seit einer Hervorhebung auf Tripadvisor zu jeder Tageszeit lange Schlangen.
  • de Pucci in der gleichnamigen Straße (100m nördlich vom Dom). Die Snack-Bar bietet tagsüber einfache Gerichte für 5-7€, teilweise als "Menu" mit Wasser oder Wein und Kaffee angeboten.
  • Il Ritrovo de Maestri, Borgo degli Albizi 68. Im Kunsthandwerksladen Maestri di Fabbrica. Mittags von 12:30 bis 14 Uhr gibt es ein Buffet für 7€. Gegenüber im La Loggia gibt es Tellergerichte für 5-6€.
  • Ristorante Ashoka, Via Pisana 86. Indisches Essen südlich des Arno bei der Porta San Frediano für unter 10€.
  • Trattoria da Guido, Via Faenza 34. Bei Touristen sehr beliebt, große Portionen guten Essens für relativ wenig Geld: Pasta, Risotto oder Gnocchi für 7-8€, Secondi etwas teurer.

Mittel[Bearbeiten]

  • O Munaciello, Via Maffia 31. Kunstvoll, teilweise surrealistisch gestaltetes Interieur. Pizza, primi platti, secondi platti. Mittleres Preisniveau.

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • Joshua Tree Irish Pub - Ein Irish Pub in der Via della Scala nahe der Stazione di Santa Maria Novella.

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • SkyLounge - Rooftopbar auf dem Hotel Continentale mit Blick auf den Arno und den (nachts beleuchteten) Palazzo Vecchio. Vicolo Dell Oro 6r, Zugang etwas versteckt in einem Hinterhof nahe der Kreuzung Ponte Vecchio/Lungarno degli Acciaiuoli. Cocktails ab 15€, Barfood gratis.

Unterkunft[Bearbeiten]

Camping[Bearbeiten]

43.7618111.268321 Camping Michelangelo. Idealer Ausgangspunkt für Stadtbesichtigungen. Auf dem terrassenartig angelegten Gelände stehen Olivenbäumen. Die einzelnen Stellplätze sind verhältnismäßig klein, so dass z. B. ein Tandemachser-Caravan nur schwer eine angemessene Parzelle findet. Andrerseits werden auch spezielle Plätze fürs Aufstellen von Zelten angeboten. Der Komfort ist durchschnittlich, die Sauberkeit gut und die Preise der florentinischen Umgebung angemessen. Direkt an der Rezeption gibt es Bushaltestellen der Ataf in beide Richtungen. Einige Schritte die Viale Michelangelo hoch befindet sich die Piazzale Michelangelo, die dank der leicht erhöhten Lage diesseits des Arno die schönste und photogenste Aussicht auf Florenz bietet. Hier befindet sich auch der Start- und Endpunkt der doppelstöckigen Sightseeing-Busse nebst weiterer Ataf-Haltestellen.

Herberge[Bearbeiten]

43.76811.245212 JH Ostello «Santa Monaca», Via Santa Monaca 6, Firenze, IT-50124. Tel.: +39 (0)55 268338, Fax: +39 (0)55 280185, E-Mail: . Google Plus. Herberge in einem ehem. Kloster aus dem 15. Jh. Preis: MZ 15,20 - 19,00 EUR pPpN.

Hotel[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

  • 43.7758211.256414 Hotel Casci, Via Cavour 13. Dieses kleine Hotel befindet sich im Herzen der Stadt Florenz in einem Gebäude des 15. Jahrhunderts mit originalen Freskodecken. Zwischen 1851 und 1855 war es auch Heim des Belcanto-Komponisten Gioachino Antonio Rossini Preis: DZ ~60€ (Februar).
  • Hotel Monica, Via Faenza 66, 50123 Florenz. Tel.: +39 055 283804, Fax: +39 055 281706. Preis: DZ ~40€ (Februar).
  • Hotel San Giovanni, Via Cerretani 2, 50123 Florenz. Tel.: +39 055 288385, Fax: +39 055 213580. Preis: DZ 55€ (Februar).. Man kann hier in einem typischen Hotel verweilen, das einfach, aber gemütlich ist und sich genau an einer Seite des prächtigen Domplatzes befindet, den man von vielen Zimmern aus sieht. Eine spektakuläre Aussicht auf die Kathedrale, das Baptisterium und den Glockenturm des Giotto.
  • Calcio Storico B&B, Via di Monte Oliveto 2 (Ecke Via Pisana, südlich des Arno) hat 6 ruhige neu gemachte Zimmer mit Bad im ersten Stock eines Hauses außerhalb der Touristenströme, DZ 52€ (Februar)

Mittel[Bearbeiten]

  • Hotel De La Pace, Via A. Lamarmora 28, 50121 Florenz. Tel.: +39 055 577343, Fax: +39 055 577576. Ein herrschaftliches Gebäude aus dem Ende des 19. Jahrhunderts im antiken und ruhigen Herzen von Florenz, in einer der vornehmsten und faszinierendsten Straßen..
  • Hotel Silla, Via de' Renai 5, 50100 Florenz (direkt am Ufer des Arno). Tel.: +39 055 2342888, Fax: +39 055 2341437.

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

  • ABC Schule (Italienisches Sprach-und Kulturzentrum in Florenz), Via dei Rustici 7. Tel.: +39 055 212001, E-Mail: . Seit 1982 bietet die im Zentrum der Stadt gelegene Sprachschule italienische Sprachkurse und Kulturunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene an.
  • Centro Machiavelli italienische Sprachschule, Piazza S. Spirito 4, 50125 Florenz. Tel. +39 055 2396966, Fax +39 055 280800, E-Mail: school@centromachiavelli.it
  • Centro Italiano Firenze Schule für italienische Sprache, Kunst, Fotographie und Multimedia, Piazza d'Azeglio 20, 50121 Florenz. Tel. +39 055 0118558, Fax +39 055 0118559, E-Mail: info@centroitalianofirenze.it
  • Istituto Michelangelo (Italienisch Sprach-und Kulturschule in Florenz), Via Ghibellina 88. Tel.: +39 055 240975, E-Mail: . Die Sprachschule Michelangelo wurde 1975 gegründet und veranstaltet Italienisch Sprachkurse für ausländische Studenten, Kochkurse der Italienischen Küche, Kunstgeschichtskurse, Malerei und Zeichnen- Bildhauerei- und Fotografiekurse.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

In Florenz tritt das Gefühl der Unsicherheit höchst selten bis gar nie auf. Die regelmäßigen Patrouillen der Carabinieri und der Guardia di finanza, die weithin sichtbare, große Präsenz der Ordnungshüter auf dem gesamten Stadtgebiet (sollen) beruhigen. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, vor allem im dichten Gewühl, sollten allerdings wie überall auf der Welt gewahrt werden.

Auffallend im Straßenbild sind zahlreiche Nordafrikaner und Schwarzafrikaner (zumeist Boat People), die auf improvisierten Verkaufsständen allerhand Dinge an den Mann zu bringen versuchen. Beim Herannahen uniformierter Ordnungshüter ziehen sie sich kurz zurück, um unmittelbar darauf ihr Geschäft wieder aufzunehmen. Hüten Sie sich in diesem Zusammenhang vor dem Kauf gefälschter Markenware (Rolex Uhren, vermeintliche Marken-Textilien etc.), der Erwerb (!) solcher Waren ist streng verboten und zieht exorbitant hohe Strafen nach sich! Werden Sie bei einem solchen Geschäft erwischt, so rettet Sie weder eine Ausrede noch der gefinkeltste Rechtsanwalt! Plagt Sie Ihr soziales Gewissen, so stecken Sie dem armen Teufel, der sich seinen Lebensunterhalt auf eine derart prekäre Art und Weise verdienen muss, lieber ein paar Euro ohne Gegenleistung zu.

Daneben prägen nicht wenige Bettler, zumeist vor Kirchen, das Straßenbild.

Gesundheit[Bearbeiten]

Besondere medizinische Vorkehrungen für einen Florenz-Aufenthalt sind nicht notwendig. Leitungswasser kann bedenkenlos getrunken werden, der medizinische Standard entspricht dem Mitteleuropas, zahlreiche Ärzte sprechen englisch oder auch deutsch. Apotheken (Farmacia) gibt es ausreichend.

Im Sommer kann es drückend heiß werden, besonders Menschen mit Kreislaufproblemen sollten dies beachten und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die Florentiner sind stolz auf Ihre Stadt, temperamentvoll, freundlich und hilfsbereit. Perfekte Fremdsprachen-Beherrscher sind sie nicht, jedoch klappt die Kommunikation meist auch auch so. Ein paar Brocken Italienisch schaden nie und freuen das Gegenüber.

Gewohnheitsbedürftig ist der Straßenverkehr: Italiener halten sich weniger stur an die Verkehrsregeln, sondern nützen die Möglichkeiten des Augenblicks, um schneller voranzukommen. Dabei beherrschen sie ihr jeweiliges Fahrzeug perfekt und steuern es zentimetergenau an jedem Hindernis vorbei. Wollen Sie als Fußgänger über einen Zebrastreifen gehen, so müssen Sie schon auf die Fahrbahn treten, sonst wird niemand freiwillig stehen bleiben. Geschwindigkeitbegrenzungen haben eher den Charakter von Empfehlungen ja nicht langsamer zu fahren. Radarboxen gibt es viele, meistens sind sie nicht "scharf". Die Strafen für Verkehrsvergehen sind allerdings hoch!

Häufig hört man noch, dass für die Besichtigung von Kirchen "angemessene" Bekleidung notwendig ist. Aktuell versteht man darunter, dass bei Frauen und Männern die Schultern bedeckt sein müssen. Gegebenenfalls erhält man beim Eingang touristisch besonders frequentierter Kirchen dünne Einweg-Überwürfe, die zwar kaum etwas verhüllen, der Pietät aber offensichtlich genüge tun. Kurze Hosen sind, bei Männern wie bei Frauen, kein Problem mehr.

Es gibt noch verhältnismäßig viele öffentliche Festnetz-Telefone, für die man allerdings eine Telefonwertkarte benötigt, die man in Tabaktrafiken, bei Zeitungsständen und in manchen Bars bekommt. Mobiles telefonieren ist flächendeckend möglich.

Kleinere Postämter gibt es noch da und dort, auch in manchen bedeutenden Museen, die Hauptpost ist in der Via Pellicceria in unmittelbarer Nähe der Piazza della Repùbblica.

Ausflüge[Bearbeiten]

innerhalb der Toskana[Bearbeiten]

Emilia Romagna[Bearbeiten]

  • Direkt vom florentischen Hauptbahnhof in Richtung Faenza findet man Brisighella als Geheimtipp.
  • Bologna - 1 Stunde entfernt und Regionshauptstadt
  • Ravenna

Umbrien[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dan Brown: Inferno. Bastei Lübbe, 2013, ISBN 978-3-7857-2480-4. Geschildert wird eine wilde Jagd durch die Stadt, bei der die Stadt im Rahmen der Handlung beschrieben wird. Touristen können sich nach der Lektüre vor Ort die Szenerie besser vorstellen.

Weblinks[Bearbeiten]


Brauchbarer Artikel Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.