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Paris

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Der Eiffelturm
Paris
Region Île-de-France
Einwohner 2.211.000 (Stadt), 10.355.000 (Ballungsraum) · (Stand Jan. 2008)
anderer Wert für Einwohner auf Wikidata: 2243739 Einwohner in Wikidata aktualisieren Eintrag aus der Quickbar entfernen und Wikidata benutzen
Höhe
28 m
Tourist-Info Web de.parisinfo.com
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Lage
Lagekarte von Frankreich
Reddot.svg
Paris

Paris ist die Hauptstadt Frankreichs und hat 2,2 Millionen Einwohner. Mit der städtischen Siedlungszone (Unité urbaine) hat die Metropolenregion 11,8 Millionen Einwohner und ist damit eine der größten Stadtregionen Europas. Als Lutetia auf einer Seineinsel vor mehr als 2000 Jahren gegründet, ist die Stadt zu einer der angesagtesten Metropolen Europas und der Welt geworden. Paris lockt mit Mode, Kunst und Kultur. Der folgende Artikel gibt eine Einführung in die Stadt. Weitere Informationen finden sich in den Artikeln zu den einzelnen Arrondissements und dem Reiseführer Eine Woche Paris.

Stadtteile[Bearbeiten]

Lage der 20 Pariser Arrondissements

Die Pariser Innenstadt besteht aus 20 Stadtgebieten - den sogenannte Arrondissements. Diese sind von 1 bis 20 nummeriert und spiralförmig im Uhrzeigersinn um das Zentrum angelegt. Ein Arrondissement besteht aus einer Anzahl von Untervierteln, den Quartiers.

Eine Besonderheit ist die Île de la Cité, die den ältesten Teil und die „Keimzelle“ der Stadt darstellt, sie gehört teils zum 1., teils zum 4. Arrondissement.

Rund um den Kern der Stadt befinden sich die Vorstädte (banlieue). Im Westen von Paris liegen die reichen Vorstädte (Neuilly, Boulogne, Saint Cloud, Levallois), während im Nordosten die ärmeren Immigrantenviertel liegen.

La Défense, im Westen, schon außerhalb der Stadt, ist das architektonisch spektakuläre Büroviertel mit der ungewöhnlichen Skyline.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Paris ist eine sehr alte Stadt, denn hier auf einer Insel der Seine (die heutige Île de la Cité), lag schon im dritten Jahrhundert vor Christus eine Siedlung namens Lutetia des keltischen Stammes Parisii. Erstmals wird Lutetia 53 v. Chr. in einem römischen Bericht schriftlich erwähnt. Nach dem Sieg der Römer im Jahr 52 vor Christus, ließen sie die Kelten wieder auf der Insel siedeln und legten am linken Ufer der Seine in dominanter Lage eine neue römische Stadt an (heute Montagne Sainte-Geneviève im Quartier Latin, 5. Arrondissement). Sie nannten ihre Stadt Civitas Parisiorum (auch die Abkürzung Parisia wurde verwendet). Sie blieb im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.

Nach dem Untergang der Römer wurde Paris im Jahre 508 Hauptstadt des Merowingerreiches und später, unter der Karolingerherrschaft, Hauptstadt des fränkischen Teilkönigreich Paris. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Philipp II. Augustus befestigte die Stadt und sicherte ab 1190 das rechte Ufer der Seine durch eine Mauer, an deren westlichem Ende der Louvre entstand. Um 1210 wurde das linke Ufer von einem Wall umgeben. Paris war zu dieser Zeit vor allem ein Handelszentrum. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt.

Während den Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 war Paris immer katholisch. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 wurde an den Hugenotten ein Verbrechen verübt, als Tausende von ihnen ermordet wurden. Unter Ludwigs XIV. (1638–1715) wurden Straßenbeleuchtungen angebracht und die Wasserversorgung modernisiert. Auch die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière wurden auf seine Veranlassung erbaut. Zu dieser Zeit ist auch die Residenz des Königs nach Versailles verlegt worden. Die Französische Revolution 1789 brach am heftigsten in Paris aus und ebnete den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik.

Nach dem Niedergang des Zweiten Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen 1871 wurde die politische Ordnung in der Stadt übereinander geworfen. Es bildete sich die genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, welche der konservativen provisorischen Regierung der Republik gegenüberstand. Diese politische Situation schadete der Stadt aber keinesfalls, sondern sie erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der "Belle époque". Während dieser Zeit wurden viele Gebäude erbaut für welche die Stadt noch heute berühmt ist. Der Bau der ersten U-Bahn, genannt Metro, fällt in diese Zeit.

Im Jahr 1921 erreichte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte. Seit dieser Zeit ist das Bevölkerungswachstum vor allem in den Vororten zu beobachten, während in Paris die Bevölkerung abnimmt und sich inzwischen stabilisiert hat.

Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 bis zum 25. August 1944 von der deutschen Wehrmacht besetzt.

Paris war Veranstaltungsort von sieben Weltausstellungen, die in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900, 1937 und 1947 stattfanden. Diese Veranstaltungen unterstreichen die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt für die Welt. Im Jahr 1900 war Paris Austragungsort der II. Olympischen Spiele der Neuzeit. Schon 1924 war sie erneut Austragungsort der VIII. Olympischen Spiele.

Detaillierte Informationen über die Stadt und ihre Geschichte sind bei Wikipedia unter Paris zu finden.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die zwei großen Pariser Flughäfen werden von der Gesellschaft Aeroports de Paris verwaltet, deren ausführliche Website Antwort auf viele Fragen hat.

Vom Flughafen Charles de Gaulle starten die meisten Fernstreckenflüge, während der Flughafen Orly im Süden überwiegend nationale und europäische Ziele bedient (viele Billigfluggesellschaften). Vor dem Abflug sollte man sicherstellen, von welchem Flughafen der Flug startet.

Der Flughafen Charles de Gaulle hat eine direkte Anbindung der Terminals 1 und 2 mit dem RER B (Vorortbahn) ins Zentrum (Preis: 9,75 €; Stand: Januar 2014). Die Züge verkehren tagsüber in kurzen Intervallen und sind in der Regel ein sehr schnelles und praktisches Verkehrsmittel. Die Fahrt bis ins Stadtzentrum (Chatelet les Halles) beträgt ca. 45 Minuten. Ab Opéra fährt Roissybus für 10 €. Wegen des hohen Touristenaufkommens sind die Flughäfen sehr groß, erhebliche Lauf- und Suchzeiten müssen eingeplant werden. In Roissy gibt es zwei sehr weit auseinander liegende Terminals. Man sollte sich daher vor der Abreise bei der Fluggesellschaft über das richtige Terminal informieren und dementsprechende Laufwege einplanen.

Für den Flughafen Orly fährt man mit dem RER B Richtung Süden bis Antony und steigt dort in den Orlyval um. Dieser fährt direkt zu den Terminals (Preis: 11,30 € Paris-Orly, nur Orlyval 8,70 €). Die Fahrt bis zum Hauptumsteigeplatz Les Halles beträgt mindestens 30 Minuten. Alternativ kann man die RER C bis Pont de Rungis nutzen, ab dort fährt ein Pendelbus (Preis: 2,50 €) zu den Terminals.

Außerdem gibt es nach Orly eine Busverbindung ab/nach Denfert-Rochereau (Orlybus) für 7,20 €.

AirFrance bietet auch einen Shuttle-Service zwischen beiden Flughäfen und ins Stadtzentrum an.

Außerdem:

  • Beauvais, hier landen viele Billigflieger (Blue Air, Ryanair, Wizz Air). Der Flughafen befindet sich ca. 80 km nördlich vom Pariser Stadtzentrum. Ab Porte Maillot gibt es einen Shuttle-Bus für 16 Euro (Stand: 27.1.2013), der in 1h15 zum Flughafen fährt. Der Flughafenbetreiber empfiehlt 3h15 vor dem eigentlichen Abflug den Shuttle-Bus zu nehmen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Gare du Nord

Paris ist der zentrale Eisenbahnknotenpunkt Frankreichs. Insgesamt sieben große Bahnhöfe nehmen den Bahnverkehr aus allen Himmelsrichtungen entgegen. Die Vielfalt bringt einige Besonderheiten mit sich. Wer die deutschen Hauptbahnhöfe gewohnt ist, wo man problemlos zwischen den Fernverkehrszügen umsteigen kann, muss in Paris umdenken. Hier enden die Züge an einem der Kopfbahnhöfe, welche jeweils die Züge in eine Richtung bündeln. Zum Umsteigen muss man mit der Metro zum anderen Bahnhof fahren. Da einige der Bahnhöfe sehr weit verzweigt sind, muss man möglicherweise lange Laufwege von 20 Minuten oder mehr einkalkulieren.

Radreisende, die von einem Bahnhof zum anderen wechseln wollen, finden eine detaillierte Beschreibung aller Möglichkeiten inclusive Streckenbeschreibungen und GPS-Tracks für die Fahrt von einem Bahnhof zum anderen im Radreise-Wiki.

Bahnhöfe[Bearbeiten]

Für Reisende aus Deutschland und der Schweiz sind die Bahnhöfe Gare du Nord und Gare de l'Est von besonderer Bedeutung. Hier verkehren unter anderem die Hochgeschwindigkeitszüge ICE und TGV.

  • 1 Gare du Nord,18 Rue de Dunkerque, 75010 Paris : Nordfrankreich, Verbindungen aus Belgien, England, Westdeutschland (Köln)
  • 2 Gare de l'Est, Rue du Faubourg Saint-Martin75010 Paris : Ostfrankreich, Süddeutschland (München, Ulm und Stuttgart), Frankfurt sowie Luxemburg
  • 3 Gare de Lyon, Allée de Bercy, 75012 Paris : Südfrankreich, Schweiz, Richtung Genf aber auch Richtung Basel.
  • 4 Gare de Bercy, Boulevard de Bercy, 75012 Paris : Ausweichbahnhof der Gare de Lyon. Dort werden die Autos verladen.
  • 5 Gare d'Austerlitz, 75013 Paris  : Zentral- und Südfrankreich, Spanien, Portugal, kein TGV
  • 6 Gare Montparnasse, Place des Cinq Martyrs, 75015 Paris : West- und Südwestfrankreich, Richtung Nantes
  • 7 Gare Saint-Lazare, Rue de Rome 75008 Paris : Normandie

Paris ist zentraler Anlaufpunkt verschiedener europäischer Hochgeschwindigkeitszüge, Thalys aus Holland, Belgien und Deutschland, Eurostar aus England. Seit Juni 2007 gibt es von Frankfurt am Main über Mannheim und Saarbrücken täglich 2 ICE-Verbindungen (3 h 49 min, ab Saarbrücken 1 h 50 min) und 3 TGV-Verbindungen (3 h 50 min), sowie eine TGV-Verbindung von München und vier von Stuttgart (3 h 40 min) über Karlsruhe nach Paris Est.

Wer von einem Pariser Bahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren möchte, kann die Fahrkarten für den Pariser Nahverkehr (Métro, Bus, RER) bereits im TGV erwerben. Es gilt derselbe Preis wie vor Ort. Dieses Angebot ist nicht in den ICE auf dieser Strecke erhältlich.

Am Gare de l'Est befindet sich eine Gepäckaufbewahrungsstation im Untergeschoss. Das Gepäck wird ähnlich einer Flughafenkontrolle durchleuchtet. Das größte Schließfach fasst bequem zwei große Koffer und kostet 9,50 Euro/24 Stunden (Stand 06/2015). Es ist nur die Zahlung mit Münzen möglich, doch ist am Ausgang ein Geldwechselautomat aufgestellt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Touring - Eurolines Germany bietet regelmäßige Linienbusverbindungen zu Niedrigpreisen nach Paris an, mit Start in Aachen, Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bochum, Braunschweig, Bremen, Darmstadt, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Flensburg, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe, Kiel, Köln, Lübeck, Mannheim, München, Nürnberg, Saarbrücken, Stuttgart und Ulm (Eurolines bedient, mit Ziel Paris viele weitere, außerhalb Deutschlands gelegene Städte). Fahrplan und Preise sind über das eingangs verlinkte Formular abrufbar.

Flixbus/MeinFernbus bietet tägliche (Nacht)-Verbindungen von Berlin über Hannover, München über Stuttgart nach Paris und zurück an.

Der Berlin Linien Bus fährt ebenfalls regelmäßig und günstig nach Paris. Der Start ist möglich in Berlin, Bielefeld, Braunschweig und Hannover. Fahrplan und Preise sind über die vorstehend verlinkte Website in Erfahrung zu bringen.

Der Busbahnhof Gare routière internationale de Paris-Galliéni, Avenue du Général de Gaulle, F 93170 Bagnolet, Tel. (+33) 01 41 86 24 21 oder 08 92 89 90 91, Metrostation Galliéni ist Zielort der beiden Busgesellschaften. Er liegt direkt an der von der Ringautobahn (Boulevard Périphérique) gebildeten Stadtgrenze im Vorort Bagnolet und wird von einer Taxistation und der Metrolinie 3 bedient. Letztere durchquert Paris vom Osten zum Nordwesten mit Umsteigemöglichkeiten in die Trambahn, zahlreiche Metrolinien und die S-Bahn Linien RER A, C und E.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Paris ist auch für das Fernstraßennetz ein zentraler Knotenpunkt. Die Autobahnen in Frankreich sind mautpflichtig, die Preise relativ hoch, was sich aber andererseits auch in einer guten Fahrbahnqualität sowie mäßigen Verkehrsverhältnissen zeigt. Aus Osten stellt die E 50 die wichtigste Anbindung an das deutsche Fernstraßennetz dar (via Saarbrücken oder Strasbourg und die A4). Paris selbst ist von zwei Autobahnringen umgeben, der äußeren A85 und dem inneren Boulevard periphérique.

Die Straßen in Paris sind notorisch verstopft, und umso mehr seit dem Bürgermeister Delanoë im Einklang mit dem Polizeipräfekten die "Grands Boulevards" auf eine Spur (plus Linienbusspur) in jeder Richtung reduzieren lässt. Auch in Kreuzungen, auf denen sich nichts mehr bewegt, fährt der Franzose erstmal hinein, der Rest wird sich schon finden. Die französische Parkweise (bei einem zu kleinen Parkplatz schiebt man einfach vorne und hinten kurz an, dann geht es schon) hat sich zwar in den letzten Jahren leicht gebessert, trotzdem empfiehlt es sich bei Neuwagen, vorsichtig zu sein. Kratzer und kleine Beulen sind gerade bei lackierten Stoßstangen häufig. Und nur weil es sich um einen Porsche oder Ferrari handelt, machen die Franzosen keine Ausnahme.

Es empfiehlt sich daher nicht, mit dem Auto direkt in die Stadt hineinzufahren, es sei denn, das Hotel hat einen Parkplatz, was äußerst selten ist. Besser ist es, ein bewachtes Parkhaus anzusteuern. Die meisten liegen im Untergrund. Am Stadtrand sind sie günstiger. Im Zentrum bietet sich das Parkhaus des Forum des Halles am Louvre an, die Tageskarte (24h) kostet 36 € (Stand 2012). Eine Gesamtübersicht bietet die Webseite q.park. Letztere ist auf französisch, aber es lässt sich die Suchfunktion einfach bedienen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Wer mit dem eigenen Schiff nach Paris zu kommen gedenkt, sollte die Öffnungszeiten der Schleusen im Kopf haben und seinen Liegeplatz sehr lange im Voraus reservieren. Es stehen ihm zwei, im Auftrag der Stadt Paris von Fayolle Marine unter der Bezeichnung Ports de Plaisance de Paris verwaltete Yachthäfen zur Verfügung:

  • Der 8 Port de Plaisance Paris Bastille, zentral zwischen dem gleichnamigen Platz und der Seine im 4. Arrondissement gelegen, bietet trotz engstem Raum begrünte und beblümte Quais, einen Kinderspielplatz und ein Restaurant. Die Infrastruktur umfasst ein geflutetes Becken mit 170 Ankerplätzen für eine maximale Schiffslänge von 25 m. Auskünfte und Wetterberichte liefert das Hafenbüro (capitainerie). Erwähnenswert und löblich sind die Bemühungen des Yacht Club Paris Bastille um die internationale Verständigung. Mit diesem Ziel veranstaltet der Club, unter anderem, jeden ersten Donnerstag im Monat ein Grillfest für die vor Ort vor Anker liegenden Yacheigner aus aller Welt.
  • Die 9 Halte Nautique de la Villette am großzügiger gestalteten Bassin de la Villette im 19. Arrondissement liegt unweit des Parc de La Villette und der Cité des Sciences, ist aber von der Seine aus nur über einen der städtischen Kanäle und zahlreiche Schleusen zu erreichen. Das als Ausweichhafen für Aufenthalte kürzerer Dauer konzipierte geflutete Becken verfügt über 24 Liegeplätze für eine maximale Schiffslänge von 15 m. Auch dort steht ein eigenes Hafenbüro zur Verfügung.

Beide Häfen verfügen über alle üblichen Annehmlichkeiten, bzw. Anschlüsse (Wasser- und Stromanschluss an allen Liegeplätzen, sanitäre Einrichtungen, naheliegende Metro- und Bushaltestellen, usw.). Siehe auch: Ports en Île-de-France mit Adressen weiterer Yachthäfen im Umkreis von Paris.

Wer nicht glücklicher Besitzer einer eigenen Yacht ist, muss nicht auf das Vergnügen verzichten, Paris auf dem Wasserweg zu erreichen. Er kann die Stadt von Le Havre aus mit einem Seinekreuzfahrtschiff erreichen. Siehe: Seine Flusskreuzfahrten.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Sehenswürdigkeiten in Paris sind über eine große Fläche verteilt und die Innenstadt ist chronisch mit Autos verstopft. Allerdings lassen sich viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Das eigene Auto lässt man besser zu Haus oder vor der Stadt. Metro und RER sind die Verkehrsmittel, mit denen es in Paris am schnellsten voran geht.

Metro[Bearbeiten]

Metroeingang Palais Royal Musée de Louvre
Metroplan mit Tram Dez. 2012

Innerhalb von Paris kommt man mit der Metro sehr schnell voran. Es gibt 16 Linien, die häufig und regelmäßig fahren (ca. alle vier bis acht Minuten ein Zug). Außer den von 1 - 14 nummerierten M-Linien gibt es auch noch die Schnellbahnen RER A-E, die weiter ins Umland fahren, innerhalb von Paris aber mit demselben Fahrschein wie die Metrobahnen benutzt werden können. Die Metro verkehrt täglich zwischen 5:20 Uhr und 1:20 Uhr, an Samstagen verkehrt die Metro 1 Stunde länger.

Tickets werden an den Stationen einzeln für 1,80 € oder günstiger im 10er Pack Carnet für 14,40 € (Kinder 6,85 €) verkauft. Werden Tickets direkt beim Busfahrer gekauft (2,00€), gelten diese nur für eine Fahrt ohne Umsteigen. Auch Tages-, Mehrtages-, Wochen- und Monatstickets werden angeboten. Das Ticket muss bei jedem Zusteigen in einen Bus oder in die Straßenbahn entwertet werden bzw. sind beim Betreten des Metro-Bereiches einzulesen, damit die Zugangssperre öffnet. Umsteigen ist mit dem selben Fahrschein zwischen Metro und RER innerhalb der Zone 1 möglich oder zwischen Bus und Tram, nicht aber zwischen Bus bzw. Tram und Metro bzw. RER. Mit diesem Fahrschein kann das gesamte Metro-Netz genutzt werden, auch nach La Défense. Mit der RER ist der Fahrschein nur innerhalb der Zone 1 gültig, die innerhalb der Périphérique liegt (Stand 03-2015). · Flyer Plan und Infos

Fährt man mit der RER außerhalb Paris, wird es teurer. La Défense liegt in der Zone 3, die Fahrkarte Zone 1-3 kostet 2,45 €, als Tageskarte (Mobilis): 8,55 €. Schloss Versailles liegt in der Zone 4: 3,20 €, Mobiles: 10,55 €, Disneyland liegt in der Zone 5: 7,- €, Mobiles: 15,20 €. Eine Fahrt aus der Innenstadt zum Flughafen Orly kostet dagegen mit dem Orly-Bus 7,- € und mit der RER und Orlyval 10,90 €, zum Flughafen Charles de Gaulle mit RER: 9,25 €. Weitere Preise und Linienpläne finden Sie bei www.ratp.fr.

Für längere Aufenthalte bietet sich die Navigo-Karte an (Passbild mitbringen). Dabei handelt es sich um eine Karte im Kreditkartenformat, mit der man berührungslos an den Eingangsschranken vorbeikommt und die für jene, die nicht in Paris ihren Wohnsitz haben, 5 Euro Grundpreis kostet. Die Karte kann am Automaten beispielsweise für die Zonen 1-2 für den wöchentlichen (18,35 €), sowie für den monatlichen (60,40 €) Gebrauch aufgeladen werden (Stand 07-2010). Die wöchentliche ist von Montag 0:00 Uhr bis Sonntag 24:00 gültig, die monatliche vom ersten bis letzten Tag des Kalendermonats. Die Navigo ersetzt die frühere Card Orange, die 2009 aus dem Verkehr gezogen wurde. Sie ist in sechs Zonen unterteilt und in fünf Abstufungen erhältlich: 1.-2. Zone bis 1.-6. Zone.

Das für Touristen gedachte Ticket "Paris Visite" gibt es für einen Zeitbereich von einem Tag (24 Stunden nach dem ersten Fahrtantritt) bis zu fünf Tagen, entweder für die Nutzung von der 1.-3. oder 1.-6. Zone. So kostet z.B. ein Ticket für einen Tag im Bereich der 1.-3. Zone 11,15 €, Kinder 5,55 €, für 3 Tage 24,80 €, bzw. 12,40 € (Stand 03-2015) . Zusätzlich enthält das Ticket einige mehr oder weniger nützliche Gutscheine. Dieses Ticket lohnt nur, wenn man sehr häufig mit der Metro oder den Schnellbahnlinien unterwegs ist. Bei wenigen Fahrten sollte man besser ein „Carnet“ (Fahrscheinblock für 10 Fahrten) oder die „Mobilis“-Tageskarte zu 6,60 € kaufen, auch wenn Letztere, aus welchem Grund auch immer, ungern an Touristen verkauft werden.

Zentrales Verkehrskarussel des öffentlichen Pariser Personenverkehrs ist die Station Châtelet-Les Halles. Die unendlich langen Gänge zwischen den unterschiedlichen Metro- und RER-Linien sind mit Rollbahnen versehen. Fast die Hälfte der Bahnen passiert diese riesige unterirdische Station zu der auch ein großes Einkaufszentrum gehört. Wenn man an die Oberfläche gekommen ist, befindet man sich mitten in Paris nur ca. fünf Gehminuten von der Seine entfernt. Das Rathaus, das Kaufhaus BHV, das Centre-Pompidou, das Palais de la Cité sind nur einige Schritte entfernt. Schnell zu erreichen sind von dort auch die Kathedrale Notre-Dame und der Louvre.

Die Züge verkehren regelmäßig und pünktlich. Sie sind zu den Stoßzeiten (7:00 Uhr - 8:00 Uhr, 16:00 Uhr - 18:00 Uhr), wenn viele Pendler aus den Vororten unterwegs sind, etwas voll, aber man findet eigentlich immer zumindest einen Stehplatz. Die Züge werden regelmäßig kontrolliert und sind auch recht sauber. Übrigens sind sowohl die Züge als auch die unterirdischen Stationen ungewohnt warm.

In Paris läuft man nicht, um eine Metro zu erreichen. Sie fahren in einem sehr engen Takt. Ist die eine Bahn weg, dann nimmt man halt die nächste, die in wenigen Minuten auch kommt.

Die Stationen sind oftmals sehr unübersichtlich, das gilt besonders für Stationen, wo sich zwei oder mehrere Linien kreuzen. Das liegt daran, dass die Metro nicht vollständig unterirdisch verläuft, sondern auch zum Teil auf Viadukten oberhalb der Straßen fährt. Die Stationen liegen da schon eine gute Strecke auseinander und man muss schon wissen, zu welcher Linie man muss.

Metrostationen haben häufig zahlreiche Treppen und keine Aufzüge oder Rolltreppen. Dieses kann bei eingeschränkter Mobilität oder bei der Mitnahme eines Kinderwagens zu erheblichen Mühen führen.

Zu bedenken ist, dass die Stationen häufig über mehrere Ausgänge verfügen. Es empfiehlt sich für Touristen grundsätzlich, einen Blick auf die aushängenden Stationspläne zu werfen und den richtigen Ausgang zu wählen.

In den Innenstadtbereichen der Metro bieten die zahlreichen Straßenmusiker und Straßenkünstler ihre Show für eine Spende an. Sie kommen teilweise auch mit in die Züge und machen ihre Späße. Wenn man verweilt und dem Künstler zuschaut, dann ist eine kleine Spende angemessen. Sie freuen sich in der Regel auch über wenig Geld.

In den wichtigsten und vor allen in den hoch-frequentierten Stationen sind allerdings auch Kriminelle unterwegs. Zwar sind in der Metro auch Polizisten unterwegs, aber für Taschendiebe ist es ein schönes Gelände um Geld zu machen. Brustbeutel schützen vor Taschendiebstahl.

Aus den Metro-Zügen, die oberirdisch fahren hat man einen perfekten Blick auf die Stadt, die man als Normaltourist nie erreichen wird. Leider gibt es davon im Innenstadtbereich nicht so viele.

Da für deutsche Verkehrsteilnehmer der Verkehr in Paris sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist es sehr sinnvoll auf die Metro umzusteigen, wenn man in Paris unterwegs ist. Die gesamten öffentlichen Verkehrsmittel sind verzahnt und es gibt keine Probleme alles zu sehen, was sehenswert ist. Lieber das Auto an einem geschützten Platz stehen lassen und mit der Metro fahren. Ein Hotel in der Nähe einer Metro-Station ist die halbe Miete für eine gelungene Städtereise nach Paris.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Das Bussystem in Paris ist sehr gut organisiert und ergänzt das Metro-Netz. Die Metro-Fahrkarten können zwar genutzt werden, man kann aber damit nicht in die Metro oder RER umsteigen, jedoch in andere Busse oder Tramways · Fahrkarte im Bus: 1,80 € ohne Umsteigen.

Die Touristik-Busse der Rapt sind mit einem Ticket t+ (Metro/Bus-Fahrschein) benutzbar:

  • Montmartrobus – Er fährt ab dem Place Pigalle (Metro 2 u. 12) das ganze Jahr über den Butte (Hügel) und bedient alle wichtigen Punkte des Montmartre bis zur Metro 12 „Jules Joffrin“.
  • Balabus – Er fährt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zwischen dem Bahnhof Gare de Lyon und La Defense ab. Er verkehrt zwischen April und September, an den Nachmittagen von Sonn- und Feiertagen.
  • Archi-Bus – Erkundung der Zeitgenössischen Architektur in Paris, mehrere Linien.

Nachtbusse[Bearbeiten]

Neben zahlreichen Linien, die quer durch die Stadt in kurzen Intervallen unterwegs sind, gibt es auch den sogenannten "Noctambus/ Noctilien", ein Nachtlinienverkehr, der zu bestimmten Zeiten die ganze Nacht durchgehend auf vorgegebenen Strecken, die jenen des Tages ähneln, fährt. Informationen und Fahrpläne findet man bei ratp Nachtbusse.

Tramway[Bearbeiten]

Bisher gibt es 4 Straßenbahnlinien, die außerhalb des Zentrums fahren. Die T4 im Westen von Paris wird von der SNCF als Tram-Train betrieben. 4 weitere Trams sind bis 2014 im Bau.

Taxi[Bearbeiten]

In Paris ein Taxi zu finden ist nicht so schwer (Außer am Wochenende, dann kann es mitunter über eine Stunde dauern, bis man ein freies Taxi findet!). Man sollte auf die Beleuchtung des Taxi-Schildes achten. Ein weißes Leuchten bedeutet, dass das Taxi frei ist, während ein gelbliches bedeutet, dass es besetzt ist. In Frankreich ist es normal, dass vorne außer dem Fahrer niemand sitzt (Ausnahmen für Vier-Personen Fahren sind trotzdem möglich). Zu den Preisen muss ich sagen, dass statistisch gesehen die Taxipreise in Paris verglichen mit den anderen (Alten) EU-Hauptstädten die zweitbilligsten sind. Somit kann man schon für wenig Geld nachts die ganze Stadt durchqueren. Trotzdem ist es halt so, wie in anderen Städten auch, dass manche Taxifahrer die ahnungslosen Touristen zu betrügen versuchen und höhere Preise als normal verlangen. Es hilft (sofern man französisch spricht oder der Taxifahrer der englischen Sprache mächtig ist) sich mit dem Taxifahrer zu unterhalten. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dieser keinen überzogenen Tarif einstellt.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Paris hat bereits das Radwegnetz ausgebaut und arbeitet weiter daran, die Stadt fahrradfreundlicher zu gestalten. An Sonntagen sind einige Straßen (z.B. entlang der Seine) komplett für den Autoverkehr gesperrt und können von unmotorisiertem Verkehr in beiden Richtungen genutzt werden. Auf der Homepage von Paris gibt es auch eine Karte mit allen Radwegen und einen Routenplaner.

Es hat sich außerdem mit Velib ein Fahrradverleih etabliert, der ein engmaschiges Netz an Verleihstellen besitzt. Mit einer Tagesgebühr von 1,70 € oder einem Wochenticket 8€ ist es sehr günstig. Dabei gilt zu beachten, dass nur die ersten 30 Minuten kostenlos sind. Danach steigen die Gebühren an (1. zusätzlichen 30 Min: 1€, 2. 2€, 3. und mehr: 4 €!). Nach dem Abstellen des Rades kann nach wenigen Minuten erneut ein Fahrrad geliehen werden ohne das weitere Gebühren anfallen (Tages- bzw. Wochengebühr). Solange man für maximal 30 Minuten ein Rad nutzt, fallen neben der Tagespauschale keine weiteren Kosten an.

Die Stationen sind vollautomatisch, d.h. man schließt ein Abonnement mit einer Kreditkarte ab. Anschließend erhält man eine Abonummer mit Passwort zum Ausleihen oder man verbindet das Abo mit seinem Pass Navigo, dann nähert man sich mit dem Pass Navigo dem Radständer, dieser öffnet sich, man fährt mit dem Rad an sein Ziel und stellt dort das Rad bei einem dem Verleihservice gehörenden Fahrradständer wieder ab. Bei kaputten Fahrrädern wird häufig der Sattel nach hinten gedreht, das erleichtert die Suche nach einem funktionierenden Rad. Nähere Infos gibt es bei Velib.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Es herrscht typischer Großstadtverkehr mit Parkplatznot. Langsames bummelfahren, um einen Parkplatz zu suchen kann mit Hupen quittiert werden. Das alte Klischee vom verbeulten Auto nach versehentlichem Anziehen der Handbremse hat, wenngleich auch etwas eingeschränkt, weiter seine Gültigkeit. Wo wenig Platz ist, verschafft man sich welchen. Zu beachten ist, das am Arc de Triomphe rechts vor links gilt, d. h. hier wird im Kreis angehalten.

Der Verkehr in Paris hat seine eigenen Regeln. In der Nacht fahren die Autos oft nicht mit Abblendlicht, sondern nur mit Begrenzungsleuchten, die Spuren werden in der Regel missachtet. Auf einer Straße mit zwei Spuren fahren drei Fahrzeuge nebeneinander, ist der Parkplatz zu klein für das Auto, wird er größer gemacht.

Es gibt zwei verschiedene Sorten von Ampeln. Wichtige und unwichtige. Die wichtigen werden beachtet, die unwichtigen zum Teil nicht. Man sollte sich nicht als Fußgänger auf das grüne Männchen nicht unbedingt vertrauen und doch nach rechts und links schauen. Das erleichtert das Leben enorm.

Der Verkehr in Paris ist schon recht gewöhnungsbedürftig. Insbesondere an den großen Verknüpfungen hat sich eine besondere Art eingebürgert. Der gesamte Boulevard périphérique, die Autobahnumgehung um die Innenstadt von Paris herum ist die erste Herausforderung an den an deutsche Verhältnisse gewöhnte Autofahrer. Offensives Fahrverhalten ist hier die Regel. Dazu kommen die beiden echten Herausforderungen in Paris, der Place de la Concorde und der Kreisel Place de Charles de Gaulle. Schon so manch einer ist in diesen Kreisel hineingefahren und erst nach mehreren Runden wieder heraus gekommen, wenn auch nicht da, wo er wollte.

Einem Bürger von Paris bedeutet in der Regel eine Beule an seinem Auto nichts. Sie haben sicher auch einen aus Deutschland bekannten Besitzerstolz, der ist aber lange nicht so ausgeprägt. Wer auf sein Auto wert legt, parkt es an einem sicheren Platz und nimmt dann die öffentlichen Verkehrsmittel.

Motorrad und Motorroller[Bearbeiten]

Wer die bekannten Joe Bar Comics kennt, bekommt einen recht guten Eindruck vom motorisierten Zweiradverkehr in Paris. Illegale Rennen auf dem Autobahnring, rasantes Fortbewegen im Stadtverkehr gehören durchaus noch zum Alltag. Unbestritten ist, dass man mit einem solchen Gefährt dem Auto absolut überlegen ist und Parkplatzsorgen kaum kennt.

Fußgänger[Bearbeiten]

Ulrich Wickerts berühmte Reportage, wie man in Paris über eine belebte Straße kommt, ist mittlerweile ein Vierteljahrhundert alt, hat aber bis heute Gültigkeit. Der französische Autofahrer entscheidet über die Vorfahrt gegenüber Fußgängern durch ein Kriterium: Wenn der Fußgänger beim Überqueren der Straße todesverachtend weder nach links noch nach rechts schaut, hält der Autofahrer an. Achtet der Fußgänger hingegen auf den Verkehr, braucht es ja der Autofahrer nicht mehr, sagt sich der Franzose.[1] Wenn Sie also mitten auf der Straße die Nerven verlieren und plötzlich nach den Autos sehen: Viel Glück!

Dazu gilt auch hier die oben beschriebene Regel für Ampeln: Wichtige und Unwichtige. Fußgängerampeln zählen zu den Unwichtigen und werden in der Regel auch bei Rot überfahren. Wenn man über eine Fußgängerampel geht, sollte man trotz grünem Zeichen vorsichtig sein. Umgekehrt ist allerdings auch völlig normal, eine rote Ampel zu ignorieren wenn der Autoverkehr es zulässt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Vorbemerkung[Bearbeiten]

Paris bietet genug große und kleine Sehenswürdigkeiten, um ein Menschenleben mit deren Erkundung zu verbringen. Da nicht jeder dafür die notwendige Zeit und die notwendigen Mittel hat, gilt es gut zu planen. Eine kleine Hilfe für einen Parisaufenthalt bietet der Artikel Eine Woche Paris.

Viele Sehenswürdigkeiten schließen bereits um 17 Uhr und der letzte Einlass ist entsprechend früher. Der Tag sollte also gut geplant und früh begonnen werden. Die Räumung durch Sicherheitspersonal kann bei entlegenen Abteilungen und oberen Etagen bereits eine Stunde vor Schließung beginnen. Dinge, die einem wichtig sind, sollte man daher nicht bis zuletzt aufschieben. Museen und historische Orte werden in Frankreich gerne und oft umgebaut, auch wegen der alten Bausubstanz. Ein Blick ins Internet ist also kurz vor der Reise hilfreich, wenn man nicht vor verschlossenen Türen stehen will.

Da an vielen Attraktionen Besucher aus Sicherheitsgründen durchsucht werden, muss teilweise mit langen Schlangen gerechnet werden. Und wenn man einen Begriff aus der französischen Sprache mit nach Hause nimmt, dann ist es nicht Merci oder Baguette, Merde oder Metro, es ist "No flash" oder "pas de flash" (kein Blitzlicht). Ist diese ständige Ermahnung von Sicherheitsleuten bei Gemälden wegen der verblassenden Farben noch sinnvoll, so zweifelt man bei Kristallen, Steinstatuen, Tiermodellen aus billigem Plastik oder erläuternden Texttafeln durchaus an der zugrunde liegenden Logik. Allerdings begegnet einem diese in vielen Museen der Welt.

Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angerissen. Da dieser so viele sind, werden weitere Sehenswürdigkeiten in den jeweiligen Arrondissements beschrieben.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 1 Eiffelturm (La Tour Eiffel) ist eines der Wahrzeichen von Paris. Erbaut wurde er von Alexandre Gustave Eiffel 1889 zur damaligen Weltausstellung (Historische Aufnahmen). Eigentlich sollte der 324 m hohe Turm nach 20 Jahren wieder abgerissen werden, blieb aber wegen seiner technischen Bedeutung (z.B. als Radiosender) erhalten. Jährlich steigen 7 Millionen Besucher auf. Auf dem Turm befinden sich drei Aussichtsplattformen in 57, 115 und 274 Meter Höhe. · Öffnungszeiten u. letzter Aufzug bis 3. Plattform: 9:30 Uhr - 22:30 Uhr, 13. Juni - 29. Aug.: 9 Uhr - 23 Uhr, bis 2. Plattform: 24 Uhr. · Eintritt zu Fuß zur 1. und 2. Plattform: 5,- €, mit Aufzug zur 1. u. 2. Plattform 9,00 €, zur 3. Plattform 15,00 €, Kinder 4-11 Jahre: 3,- € / 4,50 € / 10,50 €. (Stand Sept 2014). · 7. Arr. · Metro: Bir-Hakeim, Trocadero, Ecole Militaire oder RER C: Champs de Mars - Tour Eiffel.
  • 2 Tour Montparnasse - ein 209 Meter hoher Wolkenkratzer, der weithin sichtbar den Stadtteil Montparnasse überragt. In der 56. Etage in 196 Meter Höhe befinden sich eine Aussichtsplattform mit Restaurant und Bar mit hervorragenden Blick über Paris. Von hier ist es möglich über eine Treppe auf eine offene Dachterrasse zu gelangen. · Öffnungszeiten: im Sommer 9:30 Uhr - 23:30 Uhr, im Winter 9:30 Uhr - 22:30 Uhr. · Tel.: 01 45 38 52 56. · Metro: Montparnasse - Bienvenue.
  • 3 Pantheon − Frankreichs Nationale Ruhmeshalle, die aber als Kirche der Hl. Genoveva gebaut wurde. Die Führern der französischen Revolution widmeten den imposanten Kuppelbau zur Ruhmeshalle und Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten um.
    Die Front der zwischen 1764 und 1790 errichteten Abtei-Kirche erinnert an einen griechischen Tempel und folgte einer Mode jener Zeit. Überragt wird die Kirche von einer mächtigen Kuppel. Das Pantheon dient auch als letzte Ruhestätte berühmter Persönlichkeiten - u.a. Victor Hugo, Jean-Jacques Rousseau und Emile Zola. · 5. Arr. · Geöffnet: Apr.-Sept.: täglich von 9:30 - 18:30 Uhr, sonst bis 18 Uhr · Eintritt: 8,- €, EU-Bürger bis 25 Jahre frei. · Metro: Cardinal Lemoine, Jussieu.
Invalidendom
  • 4 Hôtel des Invalides (Invalidenheim) − Denkmal der französischen Armee
    • Garnisonskirche - Kathedrale St. Louis des Invalides
    • Invalidendom - Église du Dôme mit dem Grabmal Napoleons (Tombeau de Napoléon)
    • In den ehemaligen Werkstätten sind heute untergebracht: Musée de l'Armée, Musée des Plans-Reliefs, Musée de l'Ordre de la Libération und Historial Charles-de-Gaulle.
Geöffnet: Juli-Aug. 10-19 Uhr; Apr.-Juni und Sept. 10-18 Uhr; Okt.-März 10-17 Uhr. 1. Mo im Monat geschlossen, Eintritt: 9,- €, EU-Bürger bis 25 J. frei.
  • 5 Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt − 1875 eröffnet, sie liegt am rechten Seineufer im 9. Arr.. Das Haus kann täglich von 10 - 17 Uhr besichtigt werden. · Métro: Opéra, lignes n° 3 , 7, 8, · RER A: Station Auber

Kirchen[Bearbeiten]

Notre Dame de Paris
  • 6 Notre Dame de Paris. Geöffnet: Geöffnet: tägl. 8:00 - 18:45 Uhr. Preis: Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos. − Die Kirche auf der Île de la Cité ist eines der Wahrzeichen von Paris und zieht zu jeder Zeit im Jahr viele Besucher an. Der Grundstein wurde 1163 von Papst Alexander III. gelegt und in den folgenden 170 Jahren als gotischer Prachtbau errichtet. Beeindruckend sind die Ausmaße des Hauptschiffes und die mittelalterlichen Fensterrosetten in den Querschiffen. Kostenlose Führungen durch die Kirche auf deutsch werden Fr. um 14 Uhr und Sa. um 14:30 Uhr angeboten (Dauer 1 ½ Std.).
    Turmbesteigung: 8,50 €, EU-Bürger bis 25 J. frei
    Crypte archéologique: 4,- €, Kinder bis 12 J. frei.
    · 4. Arr. · Metro 4: „Cité“, 1, 11: „Hôtel de Ville“, RER B, C: „Saint-Michel“.
Sacré-Cœur
  • 7Sacré-Cœur · liegt auf dem Hügel Montmartre und von ihren Treppen hat man einen schönen Blick über Paris. Die Kirche wurde zwischen 1875 und 1914 errichtet und ist dem Heiligen Herze Jesus geweiht. Im Inneren beeindruckt ein riesiges Mosaik von Jesus Christus. · Kein Eintritt.
    Wenn man sich schon die Mühe macht Sacré-Cœur zu besuchen und den Hügel hinaufsteigt, sollte man auf alle Fälle dem Künstlerviertel daneben einen Besuch abstatten. Dort kann man nicht nur nett essen gehen und die verschiedensten Bilder von Künstlern kaufen und in Läden einkaufen, es ist auch ein sehr hübsches Viertel mit buntem Treiben auf der Straße.
    18. Arr. · Metro 2: Anvers, Montmartrobus (Pigalle - Jules Joffrin), Funiculaire de Montmartre (Schrägaufzug).
  • 8 Sainte-Chapelle · ist ein Juwel der Hochgotik. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert durch König Louis IX. auf der Seineinsel Île de la Cité erbaut, um Reliquien von Jesus' Kreuz und die Dornenkrone aufzunehmen. Die Kirche besteht aus zwei Stockwerken. Das obere Stockwerk beeindruckt durch riesige bunte Glasfenster, die den ganzen Raum praktisch umgeben. · Geöffnet: März - Okt.: 9:30 - 18 Uhr, Nov. - Febr.: 9 - 17 Uhr · Eintritt: 8,- €, EU-Bürger bis 25 J. frei. · 1. Arr. · Metro 4: „Cité“
  • 9 Kathedrale von Saint-Denis − Die Basilique-Cathédrale de Saint-Denis, nördlich von Paris, ist die letzte Ruhestätte französischer Könige seit dem siebten Jahrhundert. Insgesamt befinden sich über 70 aufwendig gestaltete Grabstätten in der Kirche (u.a. Katharina di Medici, Louis XVI.). 1144 wurde die Kirche zu einem Meisterwerk der Gotik umgestaltet. · Geöffnet: April - Sept.: Mo-Sa 10:00 - 18:15 Uhr, So 12:00 - 18:15 Uhr. Okt.-März: Mo-Sa 10:00 - 17:15 Uhr, So 12:00 - 18:15 Uhr. · Eintritt: 7,- €, EU-Bürger bis 25 J. frei. · Metro 13: Basilique de Saint-Denis.

Museen[Bearbeiten]

In Frankreich sind die meisten staatlichen Museen (Ausnahme ist insbesondere der Louvre in den Sommermonaten) am 1. Sonntag im Monat kostenlos geöffnet. Minderjährigen und teilweise auch Jugendlichen unter 25 wird in allen staatlichen Museen freier Eintritt gewährt. Die ständigen Sammlungen der zahlreichen städtischen Museen sind kostenlos (außer z. B. Catacombes und Maison Europénne de la Photographie). Viele Museen haben montags oder dienstags geschlossen. Einmal im Jahr, in der Regel im Mai, bleiben rund 900 französische Museen für die Lange Nacht der Museen bis 1.00 Uhr morgens geöffnet.[2]

  • Louvre − Das bekannteste und größte Museum der Welt mit den Attraktionen Mona Lisa (auf Französisch La Joconde), Venus von Milo und Nike von Samothrake. Der deutsche Audioguide ist auf magere 350 Kunstwerke begrenzt. Dienstags ist geschlossen, Mi. u. Fr. ist bis 21:45 Uhr geöffnet, sonst 9 - 18 Uhr. Der Eintritt kostet 15,- € pro Person, EU-Bürger bis 25 Jahre haben freien Eintritt. Im Louvre kann man mehrere Tage verbringen. · 1. Arr.
  • Musée d'Orsay − Herausragendes Museum über alle Kunstrichtungen des Zeitraums zwischen 1848 und 1914 im ehemaligen Belle-Époque-Bahnhof. Eine dermaßen komplette Dokumentation einer Epoche findet man auf dieser Welt kaum ein zweites Mal. Einige der bekanntesten Werke von van Gogh, Rodin und den zahlreichen französischen Impressionisten von Weltgeltung dieser Zeit sind hier aus nächster Nähe zu besichtigen. Der Bau war ein Bahnhof für eine Weltausstellung in den 1930er Jahren und ist selbst sehenswert. Der deutsche Audioguide ist sehr gut und eine sehr lohnende Investition. Auch die Sicherheitsmaßnahmen sind etwas entspannter, so dass das Musée d'Orsay verglichen mit dem Louvre den höheren Spaßfaktor hat. Angemessene Dauer: ein Tag. · Geöffnet 9:30 − 18 Uhr, Do. bis 21:45 Uhr · Eintritt: 9,- €, EU-Bürger bis 25 J.: frei, Audioführer: 5,- €. · 7. Arr.
  • Musée Picasso - Das im ehemaligen „Hôtel Salé“ gelegene Museum besitzt circa 250 Werke Picassos sowie zahlreiche Kunstwerke aus dessen Privatsammlung (unter anderem von Georges Braque, Paul Cézanne, Henri Matisse, Joan Miró und Amedeo Modigliani). · Das Museum ist wegen Renovierung bis zum Frühjahr 2014 geschlossen. (Stand November 2013) · 3. Arr.
  • 10 Centre Pompidou, 19 Rue Beaubourg (Paris m 11 jms.svg Rambouteau/Paris m 1 jms.svg Hôtel de Ville. Geöffnet: Täglich 11:00–21:00 Uhr, Do 11–23:00 Uhr, Di geschlossen. Preis: 2,- €, Jugendliche unter 18 Jahre frei. · Panorama-Ticket für die 6. Etage: 3,- €, EU-Bürger unter 26 Jahre frei. – an der Architektur des Kunst- und Kulturzentrums mit dem Museums für moderne und zeitgenössische Kunst scheiden sich die Geister. Der Prestigebau aus Glas wird durch Röhren umgeben in denen Rolltreppen verlaufen. Alles was notwendig zur Versorgung des Gebäudes (Rolltreppen, Wasser, etc.) ist, ist an der Außenfassade untergebracht. Innen können dadurch Wände beliebig verschoben werden. Im Inneren finden sich Kunst von 1905 bis heute, z.B. Werke von Matisse, Picasso, Dalí, Kandinsky und Warhol. Daneben beherbergt der Bau verschiedene Bibliotheken und ein Zentrum für Industriedesign. 4. Arr.
  • 11 Musée Rodin, 79, rue de Varenne (Paris m 13 jms.svg Varenne). Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17:45 Uhr, donnerstags bis 20:45 Uhr. Preis: 9,00 € Erwachsene; frei für Personen unter 18 Jahren, ebenso für EU-Bürger unter 26 Jahren. 10,00 € Familienpass. Audioguide deutsch (für Museum, Wechselausstellungen und Garten): 6,00 €. – Das in unmittelbarer Nachbarschaft des Invalidendoms gelegene Rodinmuseum befindet sich im Hôtel Biron, einer von 1728 bis 1731 vom Architekten Jean Aubert erbauten Stadtvilla, in Auftrag gegeben von Abraham Peyrenc de Moras. Dieser zu großem Reichtum gekommene Perückenmacher hatte jedoch nicht lange Freude an seinem Palast – er starb kurz nach dessen Fertigstellung. Allerdings hinterließ er ein Meisterwerk des französischen Rokoko: Die schmückenden Stuckornamente im Innern, die Gestaltung der Fassaden und nicht zuletzt die Südterrasse zeugen davon. Seine Witwe vermietete das Haus an die Herzogin du Maine, eine Nichte Ludwigs XIV. Nach deren Tod 1753 wurde der Besitz an den Marschall Biron verkauft, dessen Namen es heute noch trägt.
Als Militär hatte Biron zwar viele Schlachtfelder verwüstet, mit seinem Besitz ging er jedoch ganz anders um: die heutige Gestalt des drei Hektar großen Gartens ist hauptsächlich sein Verdienst. Schon zu seinen Zeiten gehörte der Garten zu den feinsten der Stadt. Der spätere Zar Paul I. kam 1782 inkognito zu Besuch. Ihm hatte es die Kunstfertigkeit des Gartens mit seinen vielen Blumenrabatten, verschlungenen Pfaden, Arkaden, Grotten, beschnittenen Hecken, Blütendächern und chinesischen Pavillons besonders angetan.
Der Marschall vererbte die schlossähnliche Villa samt Garten an seinen Neffen, den Herzog von Lauzun, der allerdings 1793, in der Zeit des Revolutionsterrors guillotiniert wurde. Damals fanden öffentliche Bälle im Hôtel Biron statt, gelegentlich auch Privatpartys aller Art. Zeitweise war das Gelände ein Handels- und Messeplatz. Auf die einstige Pracht der Gartenkunst wurde dabei kein gesteigerter Wert gelegt. Im ersten Kaiserreich befanden sich hier nacheinander die Botschaften des Heiligen Stuhls und des russischen Zaren.
1820 ging der Besitz an die Gesellschaft vom Heiligen Herzen Jesu. Ihr diente er als Stätte der Bildung für höhere Töchter und Blaublüterinnen. Mutter Sophie Barat verbannte allen Luxus aus den Räumen – nicht einmal eine Heizung gab es. Unter ihrer Ägide wurden auch sämtliche Stuckelemente, Bemalungen, Dekore etc. entfernt. Auch wenn während dieser Jahre die neogotische Kapelle auf dem Gelände gebaut wurde – es war die dunkelste Periode des Hôtels Biron. Sie war erst mit der staatlichen Konfiszierung 1905 beendet. Da allerdings glich das Haus eher einer leeren Muschelschale und der einst kunstvoll gestaltete Garten war vollkommen verwildert.
Im 20. Jahrhundert ging es wieder aufwärts. Der mit staatlichen Aufträgen überhäufte Rodin entdeckte diesen Platz 1908 und richtete eines seiner Ateliers hier ein. (Bereits andere Künstler lebten und arbeiteten hier: Isadora Duncan, Henri Matisse and Jean Cocteau.) 1910 erwarb der Staat die Domäne dann offiziell. 1919 öffnete das Rodinmuseum seine Pforten für die Öffentlichkeit, der 1917 verstorbene Künstler hatte sein gesamtes Werk der Republik Frankreich vermacht.
Zum Garten: Nach Anpflanzung von über 8000 holländischen Rosenstöcken entstand der Garten Ende der 1920-er Jahre im Sinne Birons wieder neu, dabei folgte man der ästhetischen Tradition des 18. Jahrhunderts. Gartenarchitekt Jacques Sgard erhielt 1993 den Auftrag, den Garten neu zu gestalten. Verschwiegenere Wegführung, thematische Pflanzungen, plätschernde Fontänen, sanfte Moosteppiche und Rasenflächen sowie letztlich die Aufstellung von Skulpturen des literarisch (u. a. von Dante und Baudelaire) beeinflussten Rodin erzeugen ein harmonisches Bild von Poetik und Ästhetik. Mme. Chaban-Delmas, die Witwe des ehemaligen Verteidigungsministers von Frankreich, taufte im Juni 2005 eine Rosenneuzüchtung auf den Namen RODIN Var. Meigadraz. 700 Stöcke dieser Art blühen seitdem hier im Garten. Ein Picknick auf den Bänken in diesem wunderschönen kleinen Park ist ohne Probleme möglich. Ein Kinderspielplatz sowie eine Caféteria gehören zu den moderneren Aspekten der Gestaltung und werden von den Besuchern ebenso gern angenommen. Der Eintritt (gerade einmal 1 Euro!) ist unabhängig vom Museumsgebäude und wird an einem Automaten entrichtet.
Zur Ausstellung der Kunstwerke von Auguste Rodin: Bereits auf dem Bahnsteig der nächstgelegenen Metrostation Varenne (Linie 13) empfangen den Besucher des Museums zwei originalgetreue Kopien von riesenhaften und ausdrucksstarken Skulpturen des Meisterbildhauers. Zum Einen ist es „Der Denker”, vollendet 1882. Modell gesessen hat im übrigen kein muskulöser Philosoph sondern der Profiboxer Jean Baud.
Die Figurengruppe „Die Bürger von Calais” beeindruckt besonders durch die für Rodin typische „Rundumbildhauerei”. Die kräftig gearbeiteten Gliedmaßen, Hände und Füße, die traurigen aber entschlossenen Gesichter der Figuren vermitteln einen direkten Eindruck von den Geschehnissen während der Belagerung Calais’ im Hundertjährigen Krieg.
„Das Höllentor“ – Rodins Meisterwerk. 37 Jahre hat er daran gearbeitet. Ursprünglich war es als Auftragsarbeit für das neue Portal des Musée des Arts et Décoratifs gedacht. Dargestellt sind literarische Figuren und Szenen, unter anderem aus Dante Alighieris „Göttlicher Komödie“. Viele der Figuren hat der Künstler während der Schaffensperiode als Einzelfiguren geschaffen, so auch den „Denker”. Zum besseren Betrachten der Details ist in circa 20 Meter Entfernung vor dem Tor ein Fernrohr (kostenpflichtig) aufgestellt.
Die im Gebäude gezeigte ständige Ausstellung umfasst neben weiteren Skulpturen auch Zeichnungen, Drucke und Stiche, desweiteren Fotografien des Künstlers. Weniger bekannt dürfte sein, dass Rodin auch als Sammler in Erscheinung getreten ist. So finden sich hier zum Beispiel Werke seiner malenden Kollegen Van Gogh, Renoir, Carrière und anderer.
In der dem Museum angeschlossenen kleinen Boutique werden neben Postkarten, Bildbänden und DVD auch Schals, Kaffeetassen, Hocker und Buntstifte mit Rodinmotiven sowie verkleinerte Kopien seiner Kunstwerke verkauft.
  • 12 Cité des sciences et de l'industrie (cité des sciences et de l'industrie), 30 Avenue Corentin Cariou (Paris m 7 jms.svg Porte de la Villette). Wikipedia-Artikel zu dieser Einrichtung Wikimedia Commons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien zu dieser EinrichtungWikidata – Daten zu dieser Einrichtung Facebook. Geöffnet: Di–So: 10:00−18:00. Preis: 8 EUR (Erwachsener). – Größtes naturwissenschaftliches Museum in Europa.
  • Musée Marmottan Monet − Es beherbergt die größte Sammlung mit Werken des Malers Claude Monet · Métro: „La Muette“ · 16. Arr.
  • Musée de Cluny (offizieller Name Musée National du Moyen Age) beherbergt eine einzigartige Sammlung von mittelalterlicher Kunst. Das Gebäude ist ein mittelalterlicher Palais, der auf den Ruinen einer römischen Thermenanlage von 200 erbaut wurde, und eine Sehenswürdigkeit für sich. Metro: Cluny, St. Michel, Odéon.
  • Musée Carnavalet (Museum der Stadt Paris) ist ein sehr interessantes Museum mit vielen Ausstellungsstücken, die einem die Geschichte und Entwicklung von Paris näherbringen. Ganzjährig kostenloser Eintritt. Metro St. Paul, Linie 1
  • Musée Baccarat Museum oder besser zwei Ausstellungsräume in Wohnzimmergröße des Glasherstellers. Abgesehen von drei oder vier wirklich beeindruckenden Kron- und Stehleuchtern gibt es einige Vitrinen mit weit weniger beeindruckenden Gläsern und Vasen. Wenn man sich alles genau ansieht, braucht man etwa 20 Minuten und berappt dafür sieben Euro.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Champs Elysees − Die Prachtstraße im 8. Arrondissement hat leider ihre beste Zeit hinter sich. Heute gibt es dort vor allem teure Restaurants, Burgerläden (McDonald's) für Touristen und einige Geschäfte. Trotzdem hat die Straße immer noch ihren Charme. Noch ein Tipp, wenn man sich über die Champs Elysees dem Arc de Triomphe nähert ist auf der rechten Seite der Straße eine Unterführung, welche einen unter den Kreisverkehr hindurch direkt zum Arc de Triomphe bringt. Der Fußmarsch vom Louvre über die Champs Elysees hinauf bis zum Arc de Triomphe dauert je nach Tempo ca. 30 - 45 Minuten. · 8. Arr.
  • Place de la Concorde, sehenswerter Platz mit großen Brunnen im Herzen von Paris. Hier stand die berühmte Guillotine, die Ludwig XVI. und Marie-Antoinette und andere bekannte Leute einen Kopf kürzer machte. · 8. Arr. · Métro: „Concorde“.
Arc de Triomphe
  • Place Charles de Gaulle, sehenswerter Platz, auf dem der Arc de Triomphe steht. Man kann auch auf den Arc de Triomphe zwischen 10 und 22.30 Uhr hinauf. Der Eintritt kostet 9,50 €, für EU-Bürger bis 25 J. frei. Durch eine schmale Wendeltreppe geht es dann hinauf (man braucht ein wenig Kondition. Einer älteren oder kranken Person sollte man davon abraten. Es ist stickig und so eng, dass man nur schwer anhalten kann, um etwas auszuruhen ohne den ganzen Verkehr zum Erliegen zu bringen) in das oberste Geschoss direkt unter dem Dach. Dort befindet sich ein kleines Museum zur Geschichte des Arc de Triomphe. Dann kann man durch eine weitere enge Treppe auf das Dach des Arc de Triomphe und hat einen wunderbaren Ausblick über die Champs Elysees aber auch zum Eiffelturm. · 8. Arr. · Métro + RER A: „Charles de Gaulle Étoile“.
  • Place du Tertre · im „Künstlerviertel“ auf dem Montmartre im 18. Arr. · Montmartrobus
  • Place Vendôme · zwischen Oper und Seine im 1. Arr. - einer der nobelsten Plätze der Stadt ganz im Zeichen des gehobenen Luxus (Juweliere) und Stammsitz des legendären Hotel Ritz.
  • Place des Victoires · 500 m nördlich des Louvre · 1. Arr. / 2. Arr.
  • Place des Vosges - wunderschöner Platz im Marais, der durch seine gleichmäßige Bebauung von 1612 besticht. Rund um das grüne Zentrum verlaufen Arkaden in denen sich kleine Geschäfte, Galerien und Restaurants (insbesondere das sehr teure Ambroisie) befinden, bei schlechtem Wetter allerdings auch schon mal einen Clochard. · 4. Arr. · Métro: „Bastille“.
  • Place de la Bastille – Hier stand bis zum Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 das berüchtigte und gefürchtete Staatsgefängnis der königlichen Willkürherrschaft. Noch am gleichen Tag wurde vom erzürnten Volk die mittelalterliche Festung nahezu vollständig zerstört. Heute findet man in einer der Nebenstraßen am Rand des Platzes die Umrisse des Gefängnisses im Straßenpflaster. · 4. Arr. / 12. Arr. · Métro: „Bastille“.
    • Östlich des Platzes befindet sich die 1989 eröffnete Bastille-Oper von Carlos Ott.

Parks und Friedhöfe[Bearbeiten]

  • Jardin des Tuileries, großer Park zwischen dem Louvre und dem Place de la Concorde
  • Jardin du Luxembourg - der Park liegt im Quartier Luxembourg und grenzt an den Palais du Luxemborg. Die Gartenanlage ist die grüne Lunge des Viertels. Sein großer oktogonaler Teich ist im Sommer oft durch Heerscharen von Spielzeugbooten befahren. Metro: Luxembourg (RER), Notre-Dame-des-Champs oder Odéon.
  • Jardin des Plantes
  • Champ de Mars (Marsfeld) - flankiert vom Eiffelturm im Nordwesten und der Ecole Militaire im Südosten.
  • Parc Monceau wird der aufgrund seiner Lage wohl vornehmste Park der Stadt genannt. Hier können Sie aus dem Umfeld noch Gouvernanten mit den ihnen anvertrauten Kleinen sehen.
  • Parc des Buttes Chaumont ist ein größerer Park im 19. Arrd., von dessen kleinem Tempel auf einer künstlichen Anhöhe sich ein wunderschöner Rundblick auf die Pariser Silhouette bietet. Restaurants, Seen, Wasserfälle und Grotten runden das Bild ab.
  • Bois de Boulogne – im Westen der Stadt, einer der beiden großen Parks. Hier finden sich viele Freizeiteinrichtungen wie Laufstrecken Reitanlagen usw. und Spielplätze. Außerdem das Schloss Bagatelle mit seinem sehenswerten Park und Rosarium · 16. Arrd.
  • Bois de Vincennes – im Osten der Stadt, einer der beiden großen Parks. Hier finden sich viele Freizeiteinrichtungen wie Laufstrecken Reitanlagen usw. und Spielplätze. Außerdem das Schloss Vincennes.
  • Jardins du Trocadéro auf der gegenüberliegenden Seine-Seite des Eiffelturms. Riesige Wasserspiele sowie ein topmodernes Aquarium stellen hier zwei von vielen Sehenswürdigkeiten dar.
  • Cimetière de Montmartre, 20 Avenue Rachel, 20. Arrd.
  • Cimetière de Montparnasse, 3 Boulevard Edgar-Quinet, 14. Arrd.
  • Cimetière du Père-Lachaise, 16 rue du Repos, 20. Arrd..

Aktivitäten[Bearbeiten]

Stadtrundfahrten[Bearbeiten]

Klassische non-stop Busrundfahrten in mehreren Sprachen werden angeboten von

  • PARISCityVISION (Zusammenschluss der ehemaligen Unternehmen Cityrama und Parisvision), 2 rue des Pyramides, 1er arr., Tel. 01 44 55 60 00. Ständig überbucht, so dass eine Anmeldung zwingend erforderlich ist und man sich besser 15 Minuten vor der Abfahrtszeit am genannten Treffpunkt einfindet.

Hop-and-stop Doppeldeckerbusse, in denen jeder Gast mit einem Audiophone ausgestattet wird und die Fahrt je nach gewähltem Fahrschein einen oder mehrere Tage lang nach gutdünken unterbrechen und mit einem der nächsten Busse wieder aufnehmen kann, sind an ihrer auffälligen gelben oder roten Lackierung zu erkennen. Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, der Fahrschein kann beim Einstieg gekauft werden. Route und Haltestellen sind ersichtlich unter

Kommentierte Fahrradtouren organisiert auf gesonderte Anfrage der pariser Fahrradspezialist Allovélo, 2 rue Beauregard, 2. arr., Tel.: 01 40 35 36 36. Die gute Nachricht: regelmässig (jeden Donnerstagabend) startet mit maximal 15 Radlern die dreistündige höchst gesellige Paris-by- night-Tour "Allovélo aime la nuit" (Allovélo liebt die Nacht), zu der man sich individuell anmelden kann. Beworben wird die Miniveranstaltung mit dem Slogan Fahrrad, Gästeführer, Keks, Getränke, Assistenz und ... Lächeln. In der Tat alles enthalten (misamt (Reparaturset und Regencape für alle Fälle) auf dieser ausgefallenen und poetischen Reise durch das romantisch beleuchtete Paris, die durch schummerige Gässchen, in versteckte Innenhöfe und Gärten, vorbei an Brunnen und Statuen zu mehreren im Glanz der Lichter erstrahlenden Monumenten führt. Ça c'est Paris, Ville lumière!.

Wer die Kosten dafür einsparen möchte, kann - freilich ohne Kommentar und besser ausserhalb der rush-hour - eine Sightseeing-Tour im Linienbus unternehmen, für die nur der entsprechende, für Bus und Metro gültige Fahrschein erforderlich ist (siehe oben). Lohnende Stecken mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, aber auch unbekannteren Ecken sind

  • Buslinie N° 20: Gare Saint-Lazare - Opéra Garnier - Börse - Marais-Viertel mit Place des Vosges, Bastille samt Neuer Oper - Gare de Lyon
  • Buslinie N° 27: Opér Garnier - Palais-Royal - Musée du Louvre - Pont du Carrousel - Pont des Arts - Pont-Neuf - Pont Saint-Michel - Luxembourg
  • Buslinie N° 73: Musée d'Orsay - Assemblée Nationale - Place de la Concorde - Grand Palais - Petit Palais - Champs-Élysées - Arc de Triomphe - La Défense
  • Buslinie N° 21: Gare Saint-Lazare - Opéra Garnier - Palais-Royal - Théâtre Français - Palais du Louvre - Pont-Neuf - Palais de la Cité - Palais du Luxembourg - Parc Montsouris - Stade Charléty
  • Buslinie N° 82: Palais du Luxembourg - Montparnasse - Hôtel des Invalides - École Militaire - Champ de Mars - Eiffelturm - Avenue Foch - Porte Maillot
  • Buslinie N° 63 ist weniger ergiebig aber nicht uninteressant. Sie fährt vom Trocadéro über den Quai d'Orsay an den Brücken der Seine vorbei zur Assemblée Nationale, dann über den Boulevard Saint-Germain mit der gleichnamigen Kirche bis zum Institut du Monde Arabe und darüber hinaus bis zum Jardin des Plantes und bedient in entgegengesetzter Fahrtrichtung das Hôtel de Cluny (Museum des Mittelalters) und die Kirche Saint-Sulpice.

Kunst und Kulturzentren[Bearbeiten]

Die Stadt der Künste zieht nach wie vor junge Künstler der Avantgarde, Designer und Talente aus aller Welt an. Ihr Aufenthalt wird von der Stadt Paris gefördert, die eine Reihe von "cités d'artistes" oder Künstlerkolonien unterhält, aber auch von verschiedenen, in Paris angesiedelten ausländischen Kulturzentren, die größtenteils dem Forum des instituts culturels étrangers à Paris (FICEP) angeschlossen sind. Das Goethe-Institut unterhält zwei deutsch-französische Begegnungsstätten. Der Eintritt in die Ausstellungen und Aufführungen dieser Kulturzentren ist weitgehend frei.

Weitere Treffpunkte der Kunst- und Kulturszene sind "La Maison des Métallos" im 11. Arr., "Le 104" im 19. Arr., "Les Docks en Seine" im 13. Arr. und das vor den Toren der Stadt angesiedelte, aber leicht erreichbare alternative Künstlerkollektiv "La Générale en Manufacture" in der früheren Keramikschule in Sèvres (Hauts-de-Seine).

Die Montmartrerunde, auch Les Montmartrois de Paris ist eine private Initiative mit dem Ziel, Künstlern, Förderern und Kunstinteressierten die Begegnung und den Austausch mit Gleichgesinnten in Paris zu erleichtern. Wo? Am Montmartre natürlich.

Mehrere Vereinigungen von Kunstgaleristen und Antiquitätenhändlern organisieren regelmäßig Vernissagen. Zu den besonderen Events zählen beispielsweise die nachfolgend aufgeführten, kollektiv veranstalteten Vernissagen und Ausstellungen:

  • in Saint-Germain-des-Prés. Rund 100 Galeristen, Kunstverlage und Antiquitätenhändler veranstalten alljährlich, in der Regel im Mai oder Juni, das Art Saint-Germain-des-Prés-Festival. Die 18. Auflage findet vom 28. bis 31 Mai 2016 statt. Kunst, Design, kostbare Bücher, Stiche, Fotografien und vieles mehr zum Bestaunen.
  • im Fauboug Saint-Germain, zwischen rue des Saints-Pères, rue de l'Université, rue du Bac und Quai Voltaire laden alljährlich im Frühjahr die seit 1978 in der Vereinigung Carré Rive Gauche zusammengeschlossenen 120 Galeristen und Antiquitätenhändler 5 Tage lang dazu ein, ihre unermesslichen Schätze zu entdecken und verleihen bei dieser Gelegenheit den Prix Carré Rive gauche des écoles d'art.
  • im Umfeld der Champs-Elysées kündigen 80 Galeristen ihre 20. Auflage der Nocturne Rive Droite für den 1. Juni 2016 von 17.00-23.00 Uhr an. Die einmalige Gelegenheit, in einem der schicksten Viertel von Paris des abends mit einem Glas Champagner von einer Galerie zur anderen zu bummeln.

Theater[Bearbeiten]

Paris hat etwa 150 Theater, von denen hier nur die wichtigsten aufgeführt werden. Mehr Informationen finden sich demnächst in den Stadtteilartikeln.

  • Opéra National de Paris (Pariser Opernhäuser)
    • Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt − alte Oper, das größte Theater der Welt, 1875 eröffnet
    • Opéra Bastille − am Place de la Bastille, 1989 eingeweiht
  • Comédie-Française
  • Théâtre des Champs-Élysées
  • Théâtre du Châtelet
  • Théâtre des Bouffes-Parisiens
  • Moulin Rouge
  • Lido

Zoos und Tiergärten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

  • Golfclubs gibt es im 16. arr. und am Stadtrand in Saint-Cloud im Département Hauts-de-Seine (siehe dort).
  • Die Pferderennbahnen, die alle drei auf eine über hundertjährige Vergangenheit zurückblicken, befinden sich in den beiden Stadtwäldern, dem Bois de Boulogne (16. arrd.) und dem Bois de Vincennes (12. arrd.) (siehe dort). Weitere Pferderennbahnen gibt es im Umkreis von Paris in Saint-Cloud, Maisons-Laffitte, Enghien, Chantilly und Evry.
  • Eine überdachte Schlittschuhbahn ist im 12. arr. zu finden (siehe dort). In den Wintermonaten werden ausserdem seit mehreren Jahren Schlittschuhbahnen im Freien eingerichtet, meistens vor dem Rathaus (Hôtel de Ville, 1. arrd.) und vor dem Montparnasse-Bahnhof (14. arrd.).
  • Das 13 Prinzenpark-Stadion (Parc des Princes) hat eine Kapazität von rund 50.000 Zuschauern.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Salon de coiffure Djélani Maachi, 40 rue Coquillière, 1. arr., Tel.: 01 42 33 57 47, Metrostation Pont Neuf. Nur nach Termin. Der irre Tipp für Mondsüchtige: Djélani Maachi, Figaro seines Standes und Visagist, macht sich die alte Weisheit zu eigen, dass der Haarschnitt in der Vollmondnacht Wachstum und Fülle der Haarpracht fördert und öffnet seinen Frisörsalon bei Vollmond von 22.00 Uhr bis zum Morgengrauen. Ca, c'est Paris!

Einkaufen[Bearbeiten]

Paris ist eine der bekanntesten Shopping-Städte auf diesem Planeten, alle Weltmarken sind hier vertreten. Es gilt: "Kein Luxus ist zu viel, kein Preis ist zu hoch." Viele dieser Luxusmarken finden sich weniger am Champs Elysèes, sondern an der davon abzweigenden Avenue Montaigne, die auch einen kurzen Spaziergang wert ist.

Abgesehen von den grossen Warenhäusern (siehe unten) ist Frankreich ein Land der kleinen Läden. Dementsprechend sind die Preise. Und leider auch manchmal die hygienischen Verhältnisse. Die Stadregierung gibt die Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte mit 61.800 an (Stand 2007/2008). Sie privilegiert die familiär geführten Läden, weswegen Supermärkte eher selten sind. Sie befinden sich fast immer in Nebenstraßen abseits der Boulevards. Wenn man mal einen gefunden hat, sollte man ihn sich besser merken.

Öffnungszeiten der meisten Läden:

  • Montag-Samstag: 10:00 Uhr - 19:00 Uhr
  • Sonntag: kleine Lebensmittelläden haben häufig auch sonntags geöffnet, dafür am Montag geschlossen. Man sollte sich also rechtzeitig eindecken.

Lebensmittel[Bearbeiten]

An den Lebensmitteln merkt man den Unterschied zu Deutschland deutlich: Wenn man die richtigen Adressen kennt, stellt man schnell fest, dass Lebensmittel dieser erstklassigen Güte einfach nicht nach Deutschland geliefert werden. Selbst wenn man in Feinkost- oder Bioläden geht und viel Geld ausgibt, diese Qualität gibt es in Deutschland einfach nicht. Dabei haben Franzosen sicher nicht mehr Geld als Deutsche.

Wochenmärkte gibt es in jedem Viertel (siehe Artikel zu den entsprechenden Arrondissements). Die maraichers, die erstklassige Produkte aus der eigenen Obstplantage und frisches, selbstgezogenes Gemüse auf die Pariser Märkte bringen, erkennt man daran, dass sie die Spuren der morgens umgewälzten Erde unter den Fingernägeln tragen.

Käse brachte Charles de Gaulle zum Verzweifeln. "Comment voulez-vous gouverner un pays où il existe 246 varietés de fromage?" ("Wie wollen sie ein Land regieren, in dem es 246 verschiedene Sorten Käse gibt?") sprach der mediengewandte Staatschef. Sprich, in Frankreich geht kein Weg am Käse vorbei. Entweder isst man ihn in Paris irgendwann, oder man war eben doch noch nicht in Frankreich. Die mitunter sehr aromatischen und stark duftenden Sorten sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber probiert haben sollte man sie doch.

Schokolade verkaufen in Paris einige hervorragende chocolatiers, die ihre schwarzglänzenden Köstlichkeiten noch selbst herstellen. Und wenn es noch so teuer ist: La Maison du Chocolat dürfte beim Rennen um die besten Pralinen der Welt kaum zu schlagen sein. Auch wenn die deutlich billigere Tafelschokolade (4,50 Euro / 100 Gramm) als Kompromiss lockt, sollte man lieber die Pralinen wählen. Man darf sie probieren, wir empfehlen die Sorte Caramel.

Bücher[Bearbeiten]

Der Buchladen im Centre Pompidou bietet neben Werken zu moderner Kunst auch Reiseführer, z.B. den Reise- und Einkaufsführer "Paris Pas Cher" und ein umfangreiches Angebot an Postkarten.

Viele kleine und charmante Buchläden befinden sich am Fuße der Sacré-Coeur in Montmartre, vor allem in der Nähe der Métro-Station Abbesses.

Gebrauchte Bücher kauft (und verkauft) man bei den Bouquinisten an den Ufern der Seine, zwischen der Île de la Cité und dem Pont-Neuf, bei Shakespeare & Compagnie, 37 Rue de la Bûcherie oder bei Gibert Jeune am Quai Saint-Michel (beide 5. Arrdt.), wertvolle antiquarische Bücher in Saint-Germain-des-Prés im Umkreis des Odéon-Theaters (6. Arrdt.). Ein Markt für antiquarische und alte Bücher findet jedes Wochenende im Parc Georges Brassens, 104 rue Brancion (15. Arrdt.), Metrostation Porte de Vanves statt. Sa+So von 9-18.00 Uhr.

Deutsche Bücher gibt es bei

  • Librairie Buchladen, 3 rue Burq (18. Arrdt.), Tel. 01 4 55 42 13, Metrostation Blanche oder Abbesses, Di-So 11-19.30 Uhr. Auf dem Montmartrehügel.
  • Librairie Marisssal Bücher, 42 rue Rambuteau (3. Arrdt.), Tel. 01 42 74 04 37 47, Metrostation Rambuteau oder Hôtel de Ville, Mo bis Sa 10.30-19.30 Uhr. Neben dem Centre Pompidou.

Warenhäuser[Bearbeiten]

Die bekanntesten der großen Luxuskaufhäuser sind die Galeries Lafayette und Le Printemps (beide Metrostation Opera oder Auber), die wegen ihrer pompösen Buntglaskuppeln, die an Kathedralen erinnern, einen Besuch wert sind. Das Sortiment in den Haupthäusern ist stark auf Damenwünsche ausgerichtet: Parfum, Mode und Accessoires. Daneben gibt es noch ein Haus mit Herrenmode und Delikatessen und ein weiteres für Haushaltswaren.

In der Nähe des Hotel de Ville (Rathaus) an der Rue de Rivoli gibt es das BHV mit einem sehr großen Sortiment.

Flohmarkt[Bearbeiten]

Der grösste Pariser Flohmarkt ist jener von Saint-Ouen (Metro Linie 4, Porte de Clignancourt). Er ist in zwei Teile aufgeteilt und besteht einerseits - noch im Pariser Stadtgebiet - aus einem Strassenmarkt für mehr oder weniger echte Markenartikel sowie Souvenirs und Kitsch, andererseits - jenseits des Boulevard Périphérique im Vorort Saint-Ouen - erstreckt sich ein Antiquitätenparadies über mehrere km², das keine Wünsche offen lässt.

Küche[Bearbeiten]

Nachdem die adligen Herren in der Revolution einen Kopf kürzer gemacht wurden, waren viele französische Spitzenköche gezwungen, ihr eigenes Restaurant zu eröffnen. Bis heute gilt Paris als die Heimat der Spitzengastronomie. Die Preise pro Mahlzeit/ Person können jenseits der 200 Euro liegen. Allerdings sollte man sich vorher informieren, nicht jedes superteure Restaurant ist diesen Preis wert.

Aufgrund der kolonialen Vergangenheit gibt es auch zahlreiche arabische oder afrikanische Einflüsse. Für ca. 10 Euro bekommt man einen Couscous. Im Marais nahe dem Place de la Bastille gibt es auch ein kleines jüdisches Viertel.

Allgemein muss man sagen, dass man bei der Hygiene Abstriche machen muss. Man sollte die Gaststätten mit offenen Augen betrachten und auswählen (oder auch abwählen).

FastFood-Restaurants sind etwas seltener als in anderen Weltstädten, es gibt in erster Linie McDonald's und QuickBurger. BurgerKing und Pizza-Hut gibt es kaum. Die Sandwich-Kette Subway setzt sich erst ganz langsam durch. Nicht überrascht sein: die Burgerrezepturen bei McDonald's unterscheiden sich von denen in Deutschland.

Wenn man fein zu Mittag Essen will, dann geht man in Gebiete, wo sich kaum oder am besten keine Touristen aufhalten. Das System ist dann nämlich auf die Einheimischen und deren Geldbeutel gestrickt. Es gibt Mittags Menüs mit zwischen drei und vier Gängen für wenig Geld. Dafür bekommt vielleicht nur einen Apfel als Nachspeise. Dafür sind die anderen Speisen sehr gut und sehr lecker. Dabei ist die Küche international. Asiatische und einheimische Küche wechseln sich ab. Es gibt zwar McDonald's und seine Gefährten, es ist aber nicht so schlimm, weil man einen nahen Ausweg hat.

Zur Pariser Kultur gehören auch die zahlreichen Bistros an den Boulevards. Hier kann man den ganzen Tag Kaffee genießen, manchmal gibt es auch ein Baguette dazu. Der brummende Verkehr spielt keine Rolle, der ist einfach da. Aber man entspannt sehr schön.

In den Bistros gelten verschiedene Preise. Trinkt man seinen Kaffee an der Theke ist es am billigsten. Ein Kaffee im Bistro mit Sitzplatz ist schon etwas teurer, und die Spitze bildet der Kaffee auf der Straße, der am teuersten ist (Preisbeispiel vom Juni 2015: Tasse Café (das ist ein Espresso nach deutschem Verständnis) im Außenbereich eines Bistros am Montmartre 1,80 Euro, an der Theke 1,00 Euro). Aber den Kaffee auf der Straße sollte man auf jeden Fall probieren. Man kann da wirkliche Pariser Luft einatmen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Paris ist bekannterweise ein teures Pflaster. Dies gilt insbesondere für das Bier am Abend. Ein paar Beispiele: Bier (0,5 "une Pinte") in einer normalen Kneipe: ca. 7 Euro, Eintritt in eine Disko mit "conso" (Freigetränk) ca. 15-20 Euro. Jedoch kann man in den meisten Kneipen eine gute Flasche Wein schon für 12 Euro bekommen. Schade ist in Paris, dass um halb zwei alle Kneipen schließen und - will man den Abend noch nicht beenden - man in einen Club ausweichen muss. Um ein paar Tipps zu geben:

  1. Le Tryptique ein für Paris relativ alternativer Club der lediglich 5-10 Euro Eintritt verlangt und manchmal sogar freien Eintritt hat. Im 2. arr., rue Montmartre
  2. Das batofar, Club, ein stillgelegtes Feuerwehrschiff, in dem so ziemlich alles läuft von Reggae bis Techno. Im 13. arr., gegenüber der BNF Francois Mitterrand, direkt in der Seine.
  3. Rex Club, 5 Bd. Poissonnière, 2. arr., Metrostation Bonne Nouvelle, Tel. 01 42 36 10 96. Mi-So 23.30 Uhr bis zum Morgengrauen. Techno-Tempel mit Spitzen-DJs im Untergeschoss des Kinos "Grand Rex".
  4. Events und Insider-Tipps

Geheimtipps: Hier einige günstige Bars, die vor allem von einheimischen Studenten frequentiert werden:

  1. Bistrot des Artistes, rue des Anglais, Metro Place St. Michel, alternative Bar mit Vernissage und manchmal auch Live-Musik
  2. Le Hide-Out, rue du pot de fer (quartier Latin), Metro Place Monge, in der Happy Hour kostet ein Bier (0,5l) nur die Hälfte
  3. Le café Tribal, cours des petits ecuries, Metro Chateau d'Eau, Geheimtipp: Wer Mi-Sa um 21 Uhr ein Getränk bestellt, bekommt ein Couscous oder Moules frites (Muscheln mit Pommes Frites) gratis! Dazu noch äußerst günstige Getränkepreise.

Um sich eine Überblick über die Musikszene von Paris zu machen, lohnt sich außerdem der Blick in das Magazin "Lylo", das unentgeltlich in Touristenbüros erhältlich ist. Nach Tagen und Stadtteilen sortiert, werden hier alle Events aufgelistet. Weitere Informationen wie Eintrittspreise, Stilrichtung und einen Übersicht von Bars und Diskotheken machen Lylo zur perfekten Basis für die Abendplanung.

Wer einen Film sehen möchte, muss nicht unbedingt französisch sprechen. In Frankreich werden oft untertitelte Originalversionen gezeigt. Vorausgesetzt, es sind noch Kinos frei für Hollywoodfilme bei all den französischen Filmen.

Das Pariser Nachtleben ist unüberschaubar. Unzählige Kneipen, Bistros, Diskotheken und andere Attraktionen bieten ihre Dienste an. Das Angebot ist wie die Stadt riesig und man muss schauen, was in der Gegend, wo man sein Hotel oder seine Unterkunft hat etwas Schönes findet. Dass man etwas findet, ist aber sehr wahrscheinlich.

Man sollte es sich nicht entgehen lassen, an einem Boulevard abends zu sitzen und mit jemanden, den man sehr gerne mag ein Glas maximal mittelmäßigen Rotwein zu trinken. Hier kann man Pariser Flair erleben, wie sonst kaum wo anders. Der Verkehr von Paris kommt nie zum erliegen, man sitzt im Bistrobereich auf der Strasse. Würde dies in Hannover gar nicht gehen, geht es in Paris schon. Da ist alles entspannter.

Es ist schwierig einen Platz in den Bistros, die am Nachmittag noch Kaffee verkauft haben, einen Platz zu bekommen. Komischerweise stört die Straßenkulisse im Feierabendverkehr gar nicht. Die Bedienung ist zurückhaltend. Man wird nicht mit Bestellungen bedroht.

Unterkunft[Bearbeiten]

Zu den einzelnen Betrieben siehe die jeweiligen Abschnitte bei den Stadtteilen.

Hotels sind in Paris, je nach Nähe zum Zentrum, relativ teuer. Empfehlenswert sind Hotels in Zentrumsnähe (Beispiel: 13., 14., 15. Arr.) mit Metroanschluß. Ein 2-Sterne-Hotel, das diese Sterne auch verdient hat, kostet pro Einzelzimmer etwa 80 Euro, alles was darunter liegt, hat üblicherweise einen Haken.

Familien mit Kindern sind im Großraum Paris etwas besser dran als in anderen europäischen Großstädten, die Accor-Kette betreibt dort 16 Hotels mit vollständig eingerichteten Wohnungen, die nicht einmal übertrieben teuer sind. In den Apartments können bis zu 6 Personen wohnen.

Wegen der verkehrsgünstigen Lage an der westlichen Endstation der Metro M1 ist das benachbarte Geschäftsviertel La Défense mit seinen modernen Businesshotels insbesondere an Wochenenden eine durchaus überlegenswerte Alternative.

Luxusklasse: Die Schickeria vergeudet einen Teil ihrer Millionen in den unerschwinglichen Luxusherbergen der 5-Sterne-Kategorie, die nach strengsten Auswahlkriterien als Palaces qualifiziert sind. Von den insgesamt acht Etablissements, die in Frankreich dieses Label der "excellence à la française" im Jahr 2011 verliehen bekamen, haben vier ihren Standort in der Hauptstadt. Pariser Liebespaare sparen für die Hochzeitsnacht darauf. Der entsprechend stilvoll-romantische Heiratsantrag schickt sich in einem ihrer Restaurants. Im Bristol, gleich neben dem Elyséepalast, wohnen deutsche Politiker auf Staatsbesuch.

Die vier Pariser Palaces sind: Le Meurice (1. Arrd.), Le Park Hyatt Paris-Vendôme (2. Arrd.), Le Bristol (8. Arrd.) und Le Plaza Athénée (8. Arrd.)

Weitere renommierte Luxushotels, die wegen bevorstehender Restaurierungskampagnen oder aus anderen Gründen von der Teilnahme an dem Wettbewerb Abstand nahmen, oder die Kriterien nicht erfüllten, sind Le Ritz (1. Arrd.) – bis 2014 wegen Renovierung geschlossen, Le Crillon (8. Arrd.), Le Georges V. (8. Arrd.) und Le Fouquet's Barrière (8. Arrd.).

Paris verfügt über keine offiziellen Wohnmobilstellplätze. Der einzige Campingplatz befindet sich im 16. Arrondissement am Rande des Stadtparks Bois de Boulogne.

Lernen[Bearbeiten]

Universitäten und Grandes Écoles[Bearbeiten]

Universitäten gibt es in Paris seit der Universitätsreform von 1970 dreizehn an der Zahl, von denen knapp die Hälfte im 5. Bezirk, dem traditionnellen Studentenviertel Quartier Latin, eine im angrenzenden 13. Bezirk, eine im 16. Bezirk und die restlichen ausserhalb der Stadtgrenzen angesiedelt sind. Die Aktivitäten der meisten Universitäten verteilen sich auf verschiedene Gebäude. In der nachfolgenden Liste ist in Klammern der Ort des jeweiligen Hauptsitzes angegeben:

Grandes Écoles werden in Frankreich die spezialisierten Elite-Hochschulen genannt, die nur über ein selektives Auswahlverfahren zugänglich sind. Folgende dieser Schulen sind in und um Paris angesiedelt:

  • die École normale supérieure (ENS) der rue d'Ulm (5. Arrd.)
  • die École nationale des chartes (5. Arrd.)
  • die École nationale supérieure des Mines (6. Arrd.)
  • die École Spéciale des Travaux Publics (5. Arrd.)
  • die École supérieure de physique et de chimie industrielles de la Ville de Paris (5. Arrd.)
  • das Institut d'études politiques de Paris, kurz Sciences-Po (7. Arrd.)
  • die École centrale Paris (Chatenay-Malabry)
  • die École polytechnique (Palaiseau)
  • die École des hautes études commerciales de Paris, kurz HEC Paris (17. Arrd. und Jouy-en-Josas)
  • die École supérieure des sciences économiques et commerciales, kurz ESSEC (Cergy und La Défense)

Bibliotheken[Bearbeiten]

Bibliotheken sind in allen Arrondissements zu finden. Die renommierteste ist die über mehrere Standorte verteilte Bibliothèque Nationale de France. In dem historischen Gebäude der BNF (Site Richelieu 2. Arrd. werden wertvolle Manuskripte, Medaillen und Pläne mehr oder weniger unter Verschluss gehalten. De bekannteste Abteilung ist die neue BNF oder Bibliothèque François-Mitterrand (Site Tolbiac, 13. Arrd.). Beide verstehen sich, so wie die drei weiteren Abteilungen als Forscherbibliotheken, mit einer schwindend geringen Zahl an Leseplätzen für Nichtforscher.

Der Bibliothèque Sainte-Geneviève neben dem Panthéon (5. Arrdt.) und der BPI - Bibliothèque publique d'information im Centre Pompidou (4. Arrdt.) mangelt es ebenfalls an einer ausreichenden Kapazität, so dass man Gefahr läuft, für einen Leseplatz anstehen zu müssen.

Nicht zu verachten sind die 55 kleineren aber gut sortierten Bibiothèques municipales (städtische Bibliotheken), die in allen Arrondissements zu finden sind und - jenen Glücklichen, die eine feste Adresse in Paris haben - ihre Bücher auch ausleihen. Die Liste ist im Hotel de Ville und in jedem Bezirksbürgermeisteramt erhältlich. Einige sind unter den Links der Arrondissements zu finden.

Deutsche Bibliotheken unterhalten folgende Institutionen:

Arbeiten[Bearbeiten]

Ausländer, die in Frankreich einer Berufstätigkeit nachgehen wollen, müssen im Besitz einer gültigen Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung sein. Bürger der europäischen Mitgliedsstaaten sind von dieser Verpflichtung befreit. Ausserdem muss der Anwärter auf ein Angestelltenverhältnis eine Registrierung bei der zentralen Sozialkasse beantragen, wobei der Arbeitgeber meistens behilflich ist. Letzterer ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der ausländische Arbeitnehmer sich innerhalb einer bestimmten Frist der obligaten medizinischen Untersuchung durch die medecine du travail unterzieht, und muss für die entsprechenden Kosten aufkommen.

Ferienjobs vermitteln verschiedene Organisationen. Für Jobsuchende aus Deutschland ist die bekannteste und wohl effizienteste Anlaufstelle das Deutsch-französische Jugendwerk, das auch in anderen Bereichen des deutsch-französischen Austauschs Hilfestellung leistet.

Sicherheit[Bearbeiten]

Alles in allem kann man sagen, dass die Innenstadt von Paris sicher ist. Auch die Rotlicht-Gegenden können fast problemlos nachts durchlaufen werden. Man sollte jedoch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Taschendiebe sind natürlich allgegenwärtig. Außerdem ist es zu empfehlen, einige Vorstädte (frz.: Banlieues) im Norden und Süden zu meiden, da diese soziale Brennpunkte sind.

An Touristenorten (vor allem Sacre Coeur) warten gutaussehende afrikanische Einwanderer, die gerne mit den Damen flirten (die das genießen und sich davon auch nicht vom danebenstehenden Freund/ Mann abhalten lassen), ihnen ein Stück Garn um den Arm binden und etwas von "Glück bringen" und "Hakuna Matata" reden und anschließend von den verdutzten Männern 10 Euro verlangen.(Das kann natürlich auch Männern und Kindern/ Jugendlichen passieren, die sich darauf einlassen.) Am besten ist es die Hände in die Taschen zu stecken und einfach weiterzugehen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Paris verfügt über Ärzte und Krankenhäuser aller Fachrichtungen. Das Notarztsystem ist hervorragend ausgebaut.

Apotheken, die täglich rund um die Uhr geöffnet sind, werden nachstehend aufgeführt. Weitere spät abends geöffnete Apotheken werden in die entsprechende Rubrik des jeweiligen Bezirkes eingefügt. Es empfiehlt sich, diese nach bestem Wissen und dem gegenwärtigen Stand (2009) gemachten Angaben bei Bedarf vorsichtshalber telefonisch nachzuprüfen.

  • Pharmacie Dhery, 84 Avenue des Champs-Elysées, Galeries des Champs-Elysées im 8. arrd., Tel. 01 45 62 02 41. Metrostation George V.
  • Pharmacie Perrault, 6 Place de Clichy im 9. arrd., Tel. 01 48 74 65 18. Metrostation Place de Clichy.
  • Grande Pharmacie Daumesnil, 6 Place Felix Eboué im 12. arrd., Tel. 01 43 43 19 03. Metrostation Daumesnil.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Zu Unrecht sind Franzosen für ihre fehlenden Fremdsprachen-Kenntnisse bekannt. Franzosen sind sehr stolz auf ihre Art und Sprache. In Paris kann der Tourist davon ausgehen, dass eine Verständigung in englischer Sprache überall möglich ist. Im Servicebereich wird nicht selten auch Deutsch gesprochen. Somit sollte es fast keine Probleme geben sich zu verständigen, solange man sich bei den bekannten Sehenswürdigkeiten aufhält.

Wenn man als Besucher auf das Budget achten muss, empfiehlt sich außerdem die Anschaffung des Einkaufsführers "Paris Pas Cher". Hier werden nach verschiedenen Kategorien die günstigsten Anbieter in Paris nach Kategorien sortiert. Beiträge gibt es u.a. zu den Themen "Restaurants", "Bars", "Hotels", aber auch "Kleidung" und "Unterhaltungselektronik". Der Guide kostet 16 €, erscheint jährlich und ist nur in französischer Sprache erhältlich.

Presse: Ein internationaler Zeitungskiosk vor dem Fouquet's, 99 Avenue des Champs-Elysées, 8. arr. hat die Presse der gesamten Welt auf Lager, mit Ausnahme der indischen, kurioserweise.

Toiletten: Die alten französischen Stehtoiletten wird man in Paris kaum noch finden, die Kloschüssel hat in den letzten 20 Jahren auch hier Einzug gehalten. An zahlreichen Stellen findet man mittlerweile öffentliche Toilettenhäuschen, deren Bedienung sich nicht immer sofort erschließt. Öffentlichen Toiletten fehlt oft Papier und Seife, hier sollte man einen Notvorrat dabei haben.

Postämter sind an dem gelben Schild La Poste zu erkennen, in sämtlichen Quartiers zu finden und in der Regel von Mo-Fr von 08.00-19.00 Uhr, Sa bis 12.00 Uhr geöffnet. Das Hauptpostamt (siehe unten) ist täglich durchgehend geöffnet. Briefmarken bekommt man nicht nur auf dem Postamt, sie sollten auch in den als "Tabac" ausgeschilderten Bistros und Läden verfügbar sein. Bekommt man dort eine abschlägige Antwort, wirkt die Frage nach der dazugehörigen Postkarte Wunder. Wobei zu berücksichtigen ist, dass der Verkauf von Briefmarken insbesondere in Gegenden mit hohem Touristenaufkommen eine hohe Investition ohne jeglichen Gewinn bedeutet. In der Regel kann man in den "Tabacs" auch telefonieren.

Internetcafés sind seltener als in vergleichbaren Großstädten. Auf etwas Suchen muss man sich einstellen.

  • Hauptpostamt 52 rue du Louvre, 1. Arrd., Tel. 01 40 28 20 00. Täglich 24 Stunden rund um die Uhr. Befördert Eilpost auch mitten in der Nacht und ist vor allem Nützlich, wenn man alles verloren hat und sich per Postmandat auf dem schnellsten Wege Bargeld aus dem Ausland schicken lassen möchte.

Ausflüge[Bearbeiten]

Das Land um Paris ist die Wiege des gotischen Kathedralenbaus: das erste Kreuzrippengewölbe der Welt entstand im Jahr 1142 vor den Toren der Stadt in der Basilika St. Denis, die den französischen Königen als Grablege diente.

Wem Paris nicht hoch genug ist, der besucht das Hochhausviertel La Défense westlich von Paris mit der Grande Arche.

Wer die Besucherschlangen des stets überlaufenen Schlosses Versailles (22 km westlich) nicht in Kauf nehmen will, kann auf die Gärten, das Gartenschloss Grand Trianon und die Domäne der Marie-Antoinette mit dem Petit Trianon und dem Weiler der Königin ausweichen, die einen Tagesausflug wert sind. Gute Alternativen sind Ausflüge zu dem direkt am östlichen Stadtrand gelegenen und mit der Metro erreichbaren Bergfried der Burg von Vincennes, oder zu den Schlössern Malmaison in Rueil-Malmaison (15 km westlich), Maisons in Maisons-Lafitte und Saint-Germain-en Laye (30 km westlich). Die drei letztgenannten lassen sich mit dem Auto leicht kombinieren. Sehr sehenswert ist das hübsche Rokoko-Schloss der Madame de Pompadour in Champs-sur-Marne (24 km östlich). In südlicher Richtung liegt unweit der Stadt Fontainebleau (60 km) mit dem bekannten Schloss auch Vaux-le-Vicomte, das Kleinod unter den Schlössern der Île-de-France, in südwestlicher Richtung das schöne, nach Plänen von Jules Hardouin Mansart errichtete Schloss Dampierre (35 km).

Abgesehen von einer Kathedralen- oder einer Schlösserrundfahrt bieten sich Ausflüge zu den zahlreichen Ortschaften der Île-de-France an, in denen Maler lebten und wirkten wie die Maler der Schule von Barbizon oder die Impressionisten. Die Île des Impressionistes in Chatou, Auvers-sur-Oise, Sterbeort Vincent Van Goghs, Pontoise und das bereits in der Normandie gelegene Haus des Malers Claude Monet in Giverny sind lohnende Ziele.

Wer schließlich sich des Drängelns der Kinder nicht zu erwehren vermag: der Disneyland Park des Disneyland Resort Paris liegt eine halbe Zugstunde von Paris entfernt. Bei mehreren Personen kann es allerdings ein sehr teurer Tag werden. Verblüffend ist das Schlangenmanagement: Vor der jeweiligen Attraktion steht eine nicht allzu lange Schlange, wo man sich gerne anstellt. Kommt man ins Gebäude hinein, sieht man um eine Gangbiegung weitere 10 Meter Schlange, die man dann auch noch aushält. Nur hinter der nächsten Biegung sind wieder einige Meter Schlange und ein halbes Dutzend Biegungen später verflucht man den Moment, an dem man sich angestellt hat. Faustregel: Wenn Leute schon draußen stehen, ist die Schlange lang.

Die gute Alternative zu dem amerikanischen Vergnügungsrummel ist der Besuch der Cité des Sciences, ein gigantisches, ganz und gar nicht langweiliges, sondern spektakuläres, anregendes und bereicherndes Museum der Technik und der Wissenschaften im Pariser Parc de la Villette (19. Arrd.), zu dem neben einem echten U-Boot, das bestiegen werden kann, unter anderem auch ein Flugsimulator und ein Planetarium gehören.

Literatur[Bearbeiten]

  • Edmund White: Gebrauchsanweisung für Paris. Piper, 2007 (4. Auflage), ISBN 978-3492275217; 192. 14.99 €

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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