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Unesco-Welterbestätten in Europa
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Tallinn

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Vistas panorámicas desde la iglesia de San Olaf, Tallinn, Estonia, 2012-08-05, DD 01.JPG
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Tallinn
Provinz unbekannt
unbekannte Verwaltungseinheit: Q189672 (edit)
Einwohner 413.782 (2015)
Höhe 9 m
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Lage
Lagekarte von Estland
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Tallinn

Tallinn (früherer deutscher Name: Reval) ist die Hauptstadt von Estland und hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Gelegen am Finnischen Meerbusen ist sie nur 80 Kilometer von Helsinki entfernt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Im Herzen der Stadt liegt der historische Stadtteil Toompea (Domberg), die so genannte Oberstadt, erbaut im frühen Mittelalter und heute noch weitgehend urtümlich erhalten. In der Unterstadt sind heute noch die mächtigen Mauern der Wehranlagen zu sehen.

Leider zeigt sich außerhalb der Altstadt schon bald die Tristesse ehemaliger Staaten der Sowjetunion. Das moderne Center der Stadt ist am Platz der Freiheit (Vabaduse väljäk) entstanden, am Ende der Altstadt und in der Nähe des Hotels Viru mit seinem großen Einkaufszentrum. Im Hotel Viru sollen sich übrigens in Zeiten des Kalten Krieges die Geheimagenten die Klinke in die Hand gegeben haben.

Tallinn lebt zu einem großen Teil vom Tourismus. Vor allem in den Sommermonaten schätzen die benachbarten Finnen das Land als Kurzreiseziel. Heute gibt sich die mittelalterliche Stadt als äußerst modern. Fast jedes Cafe und jedes Hotel verfügt über einen Internetanschluss für seine Gäste, meist als Wireless-LAN, und oft kostenlos. 99 Prozent der Esten haben ein Mobiltelefon. Bustickets werden mobil bestellt und bezahlt.

Anreise[Bearbeiten]

Generell ist es empfehlenswert, die Anreise vorab zu planen! Tallinn als Hansestadt hat bis heute die „besseren“ Beziehungen zu den anderen Hansestädten.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Real-time Abflugplan (engl.)

Die Fluganreise ist sicher die üblichste Anreise nach Tallinn von Mitteleuropa. 59.41647224.7992971 Flughafen Tallinn (est.: Lennart Meri Tallinna Lennujaam). IATA CodeTLL. Die nationale estnische Nordica kooperiert mit Adria Airways und fliegt u.a. nach Wien, Berlin, Düsseldorf, Bremen. Direkt ab München fliegen Adria Airways bzw. Lufthansa in 2 h 20. Andere Fluggesellschaften wie LOT, KLM oder AirBaltic sind dank nötigem Umsteigens 5 bis 9 Stunden unterwegs. Holzbankklasse kann von Bremen fliegen.

Es kann durchaus sinnvoll sein, erhält man kurzfristig keine Buchung, nach Helsinki zu fliegen und dann die Fähre zu nehmen.

Neben der Möglichkeit, die Flüge der Fluggesellschaften einfach zu kombinieren, bieten viele Reisebüros Baltikum-Rundreisen an, bei denen die Rückfahrt entfällt. Sie beginnen z. B. in Tallinn und enden in Riga, Palanga oder Vilnius.

Die Buslinie 2 nach Mõigu verbindet Terminal A mit der Innenstadt und allen Fährterminals, drei Mal stündlich. Bus 65 nach Lasnamäe verkehrt etwa alle 40 Minuten. Die Einzelfahrt kostet jeweils € 160. Am “Kiss & Fly”-Parkplatz darf man 15 Minuten kostenlos stehen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Nahverkehrzüge aus der Region und Fernzüge aus Russland d.h. Moskau über Sankt Petersburg (Fahrplan) enden am 59.44056124.7379762 Hauptbahnhof (Balti jaam, deutsch: Baltischer Bahnhof). Im renovierten Bahnhof ist ein Supermarkt und Postamt. Die Gepäckaufbewahrung besorgt das Pfandhaus, geöffnet nur 9.00-18.00 Uhr mit Pausen! . Direkte Zugverbindungen mit weiteren Ländern bestehen nicht. Nach Riga ist an der Grenze in Valga umzusteigen und eine neue Fahrkarte zu kaufen. Die geplante Baltic Corridor-Route nach Warschau wird wohl frühestens 2020 fertig.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Südöstlich der historischen Innenstadt befindet sich der zentrale Busbahnhof, der unter anderem von den internationalen Fernbussen der Ecolines und Eurolines angefahren wird.

59.42751124.7739613 Zentraler Busbahnhof (Tallinna Bussijaam), Lastekodu 46, 10144 Tallinn. Geöffnet: Ticketverkauf: Mo.–Sa. 6:30 bis 21:00 Uhr, So. 6:45 bis 21:00 Uhr.

Strecken- und Fahrplanübersicht innerestnischer Regionalbusse.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Entfernungen
Riga 310 km
Narva 210 km
Tartu 187 km
Kohtla-Järve 157 km
Pärnu 128 km
Helsinki 85 km

Mit dem PKW ist die Reise eher beschwerlich. Dafür ist die Fahrt mit dem Camper sicherlich ein Highlight. „Unendliche Weiten“, schnurgerade Straßen - kein Grund, deswegen nach Amerika zu fliegen. Als Fahrtzeit sollte man allerdings aufgrund der Straßenbedingungen mindestens 20 Stunden einplanen. Dabei sollte man die russische Exklave Kaliningradskaja Oblast umfahren, dies ist Dank der entfallenden Grenzkontrollen meist deutlich schneller!
Die optimale Route führt ohnehin an der Oblast Kaliningrad vorbei: Berlin E30 - Warschau E67 (bis Tallinn) - Białystok - Suwalki - Kaunas - Riga - Tallinn (1.565 km, ca. 20 Std. ohne Pausen)

Alternativ gibt es auch vermehrt verlässliche Autovermieter vor Ort.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Fähre nach der Tallink-Line zwischen Tallinn und Helsinki
Schnellfähre nach Helsinki

Zwischen Tallinn und Helsinki operieren drei langsame (3-3,5 Stunden) und günstige (Eckerö Line, Tallink Silja und Viking Line) und vier schnelle (ca. 1,5 Stunden) und teure Fährlinien (Linda Line Express und Tallink Silja Auto Express). Tallink fährt seit April 2016 zum zentraleren Olympia Terminal in Helsinki.

Die billigste der langsamen Verbindungen ist Viking Line (einfache Fahrt 17 € bzw. 21 € am Wochenende, ermäßigt z.B. für Studenten 12 € bzw. 16 €). Bei den schnellen Linien ist Linda Line Express am günstigsten (einfache Fahrt 27 €, Studentenermäßigung 10 %). Im Hochsommer sind die Überfahrten teurer.

Von zunehmender Relevanz sind die Ostseekreuzfahrten der Kreuzfahrtreedereien.

  • Fährterminal der 59.44502224.7616014 Viking Line.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Stadtzentrum von Tallinn kann man sehr gut zu Fuß erkunden. Außerhalb der historischen Stadtmauern fahren auch Busse, O-Busse und Straßenbahnen. Streckennetzkarte (pdf) und Linienfahrpläne

Die Einzelfahrkarte beim Fahrer kostet € 2. Wiederaufladbare Chipkarten, Ühiskaart (€ 2 Kaution) erhält man u.a. in Postämtern, R-Kiosk, oder im Bürgerbüro der Stadtverwaltung, die auch übergebliebenes Guthaben zurückerstattet. Mit der Karte, die bei jedem Einsteigen an den orangen Leser gehalten werden muß, kostet eine Fahrt € 1,10, 24-Stunden € 3 und 72-Stunden € 5, wobei das System angeblich immer den günstigen Tarif auswählt. Schwarzfahren kostet € 40.[1]

Fahrräder kann man sich z.B. bei City Bikes in der Altstadt leihen (Straße: Uus). Die wirklich guten Räder sind recht neu und haben eine leichtgängige Kettenschaltung. Für 24 Stunden zahlt man auch bei anderen Firmen pro Rad knapp 20 Euro. Dafür gibt es noch eine Rad-Karte der Umgebung und gute Tipps. Der schöne Pirita-Strand lässt sich in einer halben Stunde erreichen. Ein neuer Trend sind Segways, für die es in der Straße Vene mehrere Anbieter gibt.

Taxis[Bearbeiten]

Es ist zu empfehlen, Taxis nicht am Straßenrand anzuhalten, sondern durch Hotel- oder Restaurantpersonal rufen zu lassen. (Siehe auch: Sicherheit). Sie sind teuer, der Anfangspreis (2016) ist € 5,50, jeder Kilometer € 1,10, Wartezeit € 24/h. Dazu kommen Nachtzuschläge 23.00-6.00 Uhr. Konzessionierte Fahrer müssen einen weißen Ausweis sichtbar angebracht haben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mittelalterliche Stadtmauer von Tallinn.

Die Oberstadt „Toompea“ (deutsch: Domberg) war jahrhundertelang das Symbol der Macht von Tallinn. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und befindet sich 50 Meter über dem Meeresniveau. Weit zu sehen ist der 48 m hohe Turm „Pikk Hermann“ (deutsch: Langer Herrmann).

Die Unterstadt „All-linn“ dagegen bildete im Mittelalter das wirtschaftliche Zentrum der Stadt. Beide Stadtteile bilden heute gemeinsam den Innenstadtbezirk „Vanalinn“.

Tallinn ist überschaubar, aber dennoch interessant für Kultur-Fans. Wer es bequem haben möchte, bucht eine der Bustouren. Sie dauern 2 bis 2,5 Stunden. Eine Stunde lang wird durch die Stadt gegondelt, eine weitere dann per Pedes zurückgelegt. Der Bus startet täglich um 10:00 und um 12:30 Uhr am Fährterminal A und jeweils eine halbe Stunde später am Hotel Viru. Die Tour wird in englisch und finnisch angeboten.

Eine reine Stadtwanderung startet täglich um 11:30 Uhr und um 14:00 Uhr im Stadtteil Toompea an der Komandandi Straße und gibt einen guten Überblick über die Geschichte der Stadt.

Kirchen[Bearbeiten]

Alexander-Newski-Kathedrale
  • 59.43594424.7426061 St. Nikolai (est.: Niguliste kirik). – „St. Nikolai“ im Süden der Altstadt ist eine der bedeutenden Kirchen der Stadt. Sie enthält den Altar von Herman Rode aus dem 15. Jahrhundert sowie den Marienaltar (Ende 15. Jahrhundert). Außerdem ist dort ein Fragment des „Lübecker Totentanzes“ von Bernt Notke zu sehen. Heutzutage geht man davon aus, dass es sich nicht um einen Teil des originalen Gemäldes handelt, sondern dass für Tallinn eine Replik angefertigt wurde, von der das in der Nikolaikirche ausgestellte Fragment das einzig verbliebene ist.
  • 59.44132824.7478632 St. Olai (est.: Oleviste kirik). – Am nördlichen Ende der Altstadt liegt die Kirche „St. Olai“ (St. Olav), deren Turm großartige Aussichten über die Altstadt bietet.
  • 59.43571424.739143 Alexander-Newski-Kathedrale. – Gegenüber des Schlosses ist die mächtige russisch-orthodoxe „Alexander-Newski-Kathedrale“, ein klares Zeichen der russischen Präsenz.
  • 59.43705724.7389154 Tallinner Dom. – Die schlichte protestantische Dom ist die Hauptpredigtkirche des Erzbischofs der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Burg Tallinn, Sitz des estnischen Parlaments
  • 59.43561124.7379765 Burg Tallinn (est.: Toompea loss). – Auf dem Domberg, gegenüber der Alexander-Newski-Kathedrale, befindet sich das Schloss, in dem die russischen Gouverneure residierten. Heute ist es Sitz des estnischen Parlaments.

Bauwerke[Bearbeiten]

„Reval Raeapteek“, die älteste Apotheke Europas

Berühmt ist Tallinn für seine Altstadt. Die ältesten Gebäude und Gassen stammen aus dem 11. Jahrhundert. Herausragendes Gebäude ist das alte gotische Rathaus und der zugehörige Vorplatz.

80 Prozent der Altstadt sind im Mittelalter erbaut - und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Abgesehen von einem russischen Bombenangriff im zweiten Weltkrieg blieb die Stadt vor größeren Zerstörungen verschont, sodass der mittelalterliche Stadtkern in weiten Teilen erhalten ist.

  • 59.43774524.7459371 Ratsapotheke (est.: Reval Raeapteek), Raekoja plats 11. – In Tallinn steht die älteste Apotheke Europas. Man muss auf das Schild „Raeapteek“ achten. Gegründet wurde sie 1422.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • 59.44335724.7939866 Russalka-Denkmal. – Das monumentale „Russalka-Denkmal“ erinnert an den Untergang des Marineschiffs Rusalka im Jahr 1893.

Museen[Bearbeiten]

Das Kunstmuseum KUMU war im Jahr 2008 das „Europäische Museum des Jahres“
Das historische Rathaus am Rathausplatz
  • 59.43649524.7969267 KUMU Art Museum (est.: Eesti Kunstimuuseum), Weizenbergi 34. Tel.: +372 602 6000, Fax: +372 602 6002, Email: . Geöffnet: Mi. 11:00 bis 20:00; Do. bis So. 11:00 bis 18:00 (Mo. und Di. geschlossen). Preis: Eintritt: 5,50 €; ermäßigt: 3,20 €. .
Das Museum im Kadriorg-Park ist das modernste und größte Kunstmuseum in den baltischen Staaten. Sein Bestand umfasst estnische Kunst seit dem 18. Jahrhundert.
  • Interessant ist das Marinemuseum, von dessen Dach man einen schönen Überblick über die Sadt hat.
Das „Okkupationsmuseum“ wurde im Jahr 2003 eröffnet und beschäftigt sich thematisch mit den verschiedenen Phasen der Fremdherrschaft, die die Esten im 20. Jahrhundert erdulden mussten (russische und deutsche Besatzungen zwischen 1939 und 1991). Neben einigen Videopräsentationen, in denen Zeitzeugen der Besatzung zu Wort kommen und die historischen Hintergründe dargestellt werden, finden sich eine Menge teils skurriler Exponate aus der Besatzungszeit - angefangen von militärischer Ausrüstung und Waffen der Besetzer bis hin zu Bronzestatuen sowjetrussischer Parteigrößen.
  • Im 1246 errichteten Gebäude des ehemaligen Dominikanerklosters befindet sich ein kleines Museum, das hauptsächlich Relikte mittelalterlicher Baukunst zeigt. Es gibt nicht sehr viel zu sehen, aber das Ambiente im Kreuzgang und dem Klostergarten sucht seinesgleichen.
  • Patarei. Eigentlich kein richtiges Museum. Ursprünglich als Seefestung gebaut diente es jahrelang als Gefängnis und bietet jetzt einen makaberen Einblick in den Gefängnisalltag zur Sowjetzeit. Geöffnet von Juni bis September. Mittwoch bis Sonntag 12:00 – 18:00. Eintritt Erw. 3 €.
  • Estnisches Freilandmuseum.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • 59.43735724.7451548 Rathausplatz (est.: Raekoja Plats). Der Rathausplatz bildet das Zentrum des ehemaligen Reval. Das Gebäudeensemble des Platzes gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmalen der Stadt. An ihm befinden sich u. A. das historische Rathaus und die Ratsapotheke.

Parks[Bearbeiten]

Schloss Kadriorg im Kadriorg-Park
  • 59.43749824.7909189 Kadriorg-Park – Der Kadriorg-Park bildet die größte Grünanlage der estnischen Hauptstadt. In ihm befinden sich Schloss Kadriorg mit dem Museum für ausländische Kunst, das ehemalige Wohnhaus Zar Peter des Großen, das Kunstmuseum KUMU und die Residenz des estnischen Staatspräsidenten.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • 59.46523324.824076 Olympiazentrum. Der „Yachhafen Pirita“,etwa 5km nordöstlich der Altstadt, war Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe der Sommerspiele 1980.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 59.43957124.7512911 Kalev Spa Waterpark, Aia 18, 10111 Tallinn. Tel.: +372 649 3370, Email: . modernes Hallenschwimmbad im Stadtzentrum mit 50-Meter-Becken (Wassertemperatur 27°C), 25-Meter-Becken (30°C) und mehrere Kinderbecken (30 bis 35 °C). Außerdem gibt es drei Wasserruschen, verschiedene Saunen und Massagebecken.
  • Nahe Tallinn gibt es einen offiziellen FKK-Strand.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • 59.43629524.7555881 Viru Keskus. am Hotel Viru (erbaut 2004
  • 59.42680124.7242382 Kristiine Keskus. Das ältere der beiden Kaufhäuser
  • Am Flughafen und am Tallinn-Zoo sind weitere Shoppingsmalls entstanden.
  • 59.4367424.7484263 Viru Entlang der Viru-Straße zwischen Hotel Viru und Rathaus finden sich ebenfalls viele Shopping-Möglichkeiten. Schwerpunkt der Geschäfte ist der Handel mit Blumen, Bernsteinschmuck und Strickwaren.
  • 59.44099524.7365174 Markt – Wer eine aufregende Alternative sucht, sollte einen Blick in den Markt direkt hinter dem Bahnhof werfen. Dort finden sich neben Lebensmittelständen auch Buden mit alten Rote Armee- und Wehrmachtsreliquien und viele weitere Überraschungen …

Küche[Bearbeiten]

Typisch estnisch ist ein fast schon deutsches Gericht: Blutwurst und Sauerkraut.

Vana Tallinn Likör ist ebenfalls typisch estnisch - zumindest wird er seit 50 Jahren produziert und gerne von Touristen gekauft. Man kann ihn zu Kaffee oder auf Eis trinken und als Eiscremecocktail genießen.

Kama ist eine Mischung aus Hülsenfrüchten und Körnern und schon ein altes Gericht. Man mischt es mit Buttermilch und würzt das Ganze mit Salz oder Zucker. Im Sommer kalt ein erfrischender Genuss.

Die Kalev Schokolade ist berühmt für Tallinn - weil sie besonders süß ist. Genossen wird sie am Block oder als Getränk. Wahlspruch der Schokofabrik Kalev ist "Denkst Du noch an die Zeit als die Frauen runder und die Schokolade süßer war?" Seit 1806 produziert Kalev das exquisite Süßzeug.

Was auch in den baltischen Staaten nicht fehlen darf, ist Vodka. Den gibt es natürlich auch in einer estnischen Variante, Viru Valge und Saarema gelten als bekannte Marken.

Günstig[Bearbeiten]

Auf dem Markt hinter dem Bahnhof kann man an einigen Ständen sehr günstig, frisch zubereitet und üppig einfache Speisen ordern.

  • 59.43753524.7496841 Kohvik Sinilind, Müürivahe 50. Charmantes Restaurant mit einem Mobiliar im Retrostil der sowjetischen Zeit und einer bemerkenswert vielfältigen Lampensammlung. Geöffnet: täglich ab 12:00 bis 02:00 Uhr. .
Inmitten der Altstadt liegt dieses alternative Restaurant, das aus einem großen Gastraum besteht. Es wird hauptsächlich von jungen Einheimischen besucht, ist inzwischen mitunter von Touristen überlaufen. Es bietet vor allem zwei sehr leckere Gerichte: Für rund 1 Euro gibt es eine Sauerkrautsuppe, die typisch für Estland ist. Mit verschiedenen Gemüsesorten und einem Klecks Sauerrahm eine gute Grundlage für Gericht Nr. 2: Pfannkuchen… Diese sind entweder süß oder pikant zubereitet. Es gibt sie z. B. mit Hühnchen gefüllt, Champignons, Äpfeln etc. Sie sind riesengroß und danach ist man wirklich satt. Kosten ca. 4 bis 5 Euro. Ansonsten gibt es natürlich Bier, Kaffee, Wodka etc. Alles zu günstigen Preisen.
  • 59.43532724.7471823 Must Puudel, Müürivahe 20. Tel.: +372 505 6258. frische Küche und die Atmosphäre eines sowjetischen Wohnzimmers. Geöffnet: Mo., Di., So. 09:00 bis 23:00 Uhr; Mi. 09:00 bis 01:00 Uhr; Do., Fr., Sa., 09:00 bis 02:00 Uhr. .

Mittel[Bearbeiten]

  • 59.43667724.7460344 Olde Hansa, Vana Turg 1. Tel.: +372 627 9020. bietet in der Altstadt (Unterstadt) Tallinns mittelalterliche Speisen zu einem guten Preis an. Obwohl das Restaurant in der Nähe des Rathausplatzes gelegen ist und einen eher touristischen Eindruck macht, sind die Speisen hervorragend und das mittelalterlich gekleidete Personal immer gut gelaunt. Speisekarten sind in vielen Sprachen (auch deutsch) vorhanden. Bemerkt die Bedienung, dass man deutschsprachig ist, kommt bei Anwesenheit deutschsprachige Bedienung. .
Ist die „Olde Hansa“ voll, ist dies kein Beinbruch - direkt gegenüber liegt der Peppersack, der sich nur unwesentlich vom Konzept der Olde Hanse unterscheidet.
  • 59.43717424.7428346 Von Krahli Baar, Rataskaevu 10/12. Tel.: +372 626 9096, Email: . In der Altstadt gelegen, hat das innovative und junge „Von Krahli Teater“ mit seiner Bar auch eine gute und günstige Küche. Die Auswahl der Speisen ist nicht gerade üppig, aber das Essen ist sehr lecker und auch das Ambiente ist hier recht geschmackvoll. Es ist kein reines Restaurant, eher Kneipe + Café, abends häufig Livemusik. Hier trifft sich junges Publikum meist in Begleitung von Notebook. Es versteht sich von selbst, dass sich dieses Lokal zu einem Künstlertreffpunkt entwickelt hat. Geöffnet: So. bis Do.u 12:00 bis 01:00 Uhr, Fr. u. Sa. 12:00 bis 03:00 Uhr.
  • 59.43733924.7472417 Café Chocolaterie de Pierre, Vene 6. Tel.: +372 641 8291, Email: . Empfehlenswert ist ein Besuch in dem liebevoll im französischen Stil eingerichteten „Café Chocolaterie de Pierre“, etwas östlich vom Rathaus in der Altstadt gelegen.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 59.43775824.7473328 Restaurant Tchaikovsky, Vene 9. Tel.: +372 6000 610, Email: . das renommierte und ausgezeichnete Restaurant des hübschen Hotel Telegraaf, gilt mit seiner russisch-französisch inspirierten Küche als eines der besten Restaurants in Estland. Direkt in der Altstadt. Für Freunde von kulinarischen Genüssen ist ein Besuch ein Muss. Achtung: Tischreservierungen sind auf jeden Fall empfehlenswert! Geöffnet: Mo. bis Fr. 12:00 bis 15:00 Uhr u. 18:00 bis 23:00 Sa. u. So. 13:00 bis 23:00 Uhr.

Nachtleben[Bearbeiten]

In der Innenstadt gibt es jede Menge Cafes, Restaurant und Bars. Treffpunkt für junge Leute ist das „Cafe Moskwa“. Sehr stylish ist die „Lounge Stereo“. Wer tanzen will, sollte in den „Club Privee“ gehen. Etwas außerhalb der Altstadt, in der Nähe des Hafens, befindet sich der sehr trendige „Club Bonbon“.

Der „Venus-Club“ befindet sich gleich Eingangs der Altstadt und ist auch unter der Woche gut gefüllt. Der „Club Hollywood“ befindet sich in Mitte der Altstadt, besonders am Wochenende heisst es dort jedoch Schlange stehen

Insbesondere an den Wochenenden sollte man die direkte Umgebung des Hafens meiden! Hier sind vor allem Finnen unterwegs, die den aus ihrer Sicht günstigen Alkohol in Unmassen konsumieren! Ähnlich auffällig sind englische Gruppen, die auch in Tallinn gern ihren Junggesellenabschied mehr feucht als fröhlich feiern.

  • 59.43757524.7439951 DM Bar, Voorimehe 4. Email: . kurios und nicht nur für Fans der Band. In dieser weiß getünchten Kellerbar dreht sich alles um die britische Elektroband. Es laufen ausschließlich Lieder und Videos von Depeche Mode, an den Wänden hängen Poster und Autogramme. Selbst die Cocktails sind nach Songs der Gruppe benannt. Cocktailpreise ab 3 Euro.
  • 59.43893624.7284112 Pudel, Telliskivi 60a. Tel.: +372 5866 4496, Email: . befindet sich in der Telliskivi Creative City (Telliskivi Loomelinnak), einem ehemaligen Industriegelände nordwestlich des Bahnhofs. Die karg eingerichtete Bar bietet dem Gast eine enorme Auswahl an Biersorten mit Alkoholgehalten bis zu 12 Vol.-%. Hier ist man stolz darauf, das Bier einer estnischen Großbrauerei nicht zu führen.
  • 59.43830424.7520153 Red Emperor Bar, Aia 10. Tel.: +372 608 7387, Email: . ein sehr skurriler Pub mit ebenso skurrilem Publikum. Vom etwas verborgen liegenden Innenhofeingang führt eine Treppe zur verschlossenen Bartür in der ersten Etage. Der Barkeeper öffnet nach dem Klingeln. Nicht erschrecken: wer abgedrehte Typen sehen will, der sieht sie hier.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

In der gesamten Innenstadt finden sich günstige Hostels mit Schlafsaalpreisen zwischen 10 und 20€:

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • 59.43769324.7471634 Hotel Telegraaf, Vene 9. Tel.: +372 6000 600, Fax: +372 6000 601, Email: . . Das ehemalige Telegrafenamt wurde 2007 kernsaniert und als Fünfsterne-Hotel eröffnet. Es besticht durch seine zentrale Lage in der Altstadt und bietet 86 luxuriös ausgestattete Zimmer und Suiten in unterschiedlichen Kategorien an sowie einen kleinen Spa-Bereich mit zwei Kabinen für Massagen und kosmetische Behandlungen, Schwimmbad und Saunen, das renommierte und ausgezeichnete Restaurant Tchaikovsky, die Symphony Lounge (auch als kleiner Veranstaltungsraum nutzbar) und im Sommer eine charmante Sommerterrasse.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Das Büro der kommunalen Touristinformation warnt vor Taxi-Unternehmen, die erheblich überhöhte Preise verlangen. Man erkenne die betreffenden Unternehmen daran, dass die Tarife nicht von außen sichtbar an den Fahrzeugen angebracht seien. Diese Praktik sei nicht illegal, aber für Fahrgäste unangenehm. Es wird daher empfohlen, ein „sicheres“ Taxi durch das jeweilige Hotel- oder Restaurantpersonal rufen zu lassen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Esten sind ein kleines Volk, daher sehr patriotisch.

Generell eher „nordisch zurückhaltend“, wird vor allem von jüngeren die internationale Gepflogenheit schnell den Vornamen zu verwenden angenommen. Es empfiehlt sich hier aber immer eigene Zurückhaltung, die vorschnelle Verwendung des Vornamens kann auch als Affront aufgefasst werden.

Ein Gastgeber erhält typischerweise Blumen, selbst andere (deutsche?) Geschenke sollten eine Blume ins Schleifenband gesteckt bekommen.

Geld-Tipp: Seit Januar 2011 ist die Landeswährung Euro. Das Wechseln in andere Währungen ist in den Wechselstuben, die überall in Tallinn zu finden sind, mit Gebühren möglich. Besser sind Banken, die oft ohne Kommission wechseln.

Das gesamte Baltikum bietet üblicherweise modernste Mobiltechnologien an. So kann mit dem Handy auch bspw. das Taxi bezahlt werden (für Deutsche sehr ungewohnt und ohne Hilfe nicht zu empfehlen!). Wie immer ist es wichtig, vorab zu klären, über welchen Anbieter man sich einloggen sollte.

Telefonate im Festnetz (also aus dem Hotel oder von öffentlichen Fernsprechern) nach Europa sind nur nach Klärung der Kosten zu empfehlen!

Zudem ist in Tallinn (und Estland) überall freier WLAN-Zugang möglich, egal ob auf dem Rathausplatz, im Hotel, im Cafe. Selbst im Sommer am Strand war die "Erreichbarkeit" per Internet absolut problemlos. In der Hauptpost gibt es kostenpflichtige, aber billige Internetcomputer.

Sehr verbreitet hier ist auch die Internettelefonie per Skype. Zwischenzeitlich zum Microsoft-Konzern gehörend wurde die Technologie ursprünglich in Estland entwickelt.

Ausflüge[Bearbeiten]

Lohnend ist ein Ausflug mit der Fähre nach Helsinki der Hauptstadt Finnlands. Von Tallinn aus fahren mehrere Fährlinien nach Helsinki. Die schnellste Verbindung benötigt dazu 95 Minuten und kostet circa 30-40 Euro je Richtung (plus 5 Euro Treibstoffzuschlag je Richtung).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]


Vollständiger Artikel Dies ist ein vollständiger Artikel, wie ihn sich die Community vorstellt. Doch es gibt immer etwas zu verbessern und vor allem zu aktualisieren. Wenn du neue Informationen hast, sei mutig und ergänze und aktualisiere sie.
  1. [1] (Stand 1.1.16)