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Tallinn

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Vistas panorámicas desde la iglesia de San Olaf, Tallinn, Estonia, 2012-08-05, DD 01.JPG
Tallinn
Provinzunbekannt
unbekannte Verwaltungseinheit: Q21583365 (edit)
Einwohner
430.805 (2018)
Höheunbekannt
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Lage
Lagekarte von Estland
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Tallinn

Tallinn (früherer deutscher Name: Reval) ist die Hauptstadt von Estland und hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Gelegen am Finnischen Meerbusen, ist sie nur 80 Kilometer von Helsinki entfernt.

Karte von Tallinn

Hintergrund[Bearbeiten]

Im Herzen der Stadt liegt der historische Stadtteil Toompea (Domberg), die so genannte Oberstadt, erbaut im frühen Mittelalter und heute noch weitgehend urtümlich erhalten. In der Unterstadt sind heute noch die mächtigen Mauern der Wehranlagen zu sehen.

Leider zeigt sich außerhalb der Altstadt schon bald die Tristesse der Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Das moderne Zentrum der Stadt ist am Platz der Freiheit (Vabaduse väljäk) entstanden, am Ende der Altstadt und in der Nähe des Sokos Hotell Viru mit seinem großen Einkaufszentrum. Im Viru sollen sich übrigens in Zeiten des Kalten Krieges die Geheimagenten die Klinke in die Hand gegeben haben. Das Viru diente als Interhotel. In ihm waren vornehmlich Gäste aus dem nicht-sozialistischen Ausland untergebracht, insbesondere finnische Touristen. Zu den prominenten Übernachtungsgästen gehörten Schah Mohammad Reza Pahlavi mit seiner Gattin, der erste Mensch auf dem Mond Neil Armstrong, die erste Kosmonautin der Welt Walentina Tereschkowa, Hollywood-Star Elizabeth Taylor und die russisch-sowjetische Sängerin und Komponistin Alla Pugatschowa. Von der Zeit als Interhotel zeugen die Abhöranlagen, die der KGB im Hotel installiert hatte. Dadurch konnten zahlreiche Zimmer akustisch und visuell überwacht werden. Die außer Betrieb gesetzte Überwachungszentrale des sowjetischen Geheimdienstes ist heute noch im 23. Stock des Hotels zu besichtigen

Tallinn lebt zu einem großen Teil vom Tourismus. Vor allem in den Sommermonaten schätzen die benachbarten Finnen das Land als Kurzreiseziel. Heute gibt sich die mittelalterliche Stadt als äußerst modern. Fast jedes Cafe und jedes Hotel verfügt über einen Internetanschluss für seine Gäste, meist als Wireless-LAN und oft kostenlos. 99 Prozent der Esten haben ein Mobiltelefon. Bustickets werden mobil bestellt und bezahlt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

1 Flughafen Tallinn (est.: Lennart Meri Tallinna Lennujaam, IATA: TLL). Flughafen Tallinn in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Tallinn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Tallinn (Q630524) in der Datenbank Wikidata. Praktisch alle internationalen Flüge nach Estland landen hier (IATA CodeTLL). Die Website des Flughafens ist auch auf Englisch verfügbar, ein Real-time Flugplan hier.

Mit der Straßenbahnlinie 4 (Haltestelle nahe des Terminals) erreicht man die Innenstadt in 15 - 17', sie ist täglich von morgens bis gegen Mitternacht für späte Ankünfte in Betrieb. Eine Einzelfahrt kostet 2 €, Tickets sind beim Fahrer erhältlich. Die Buslinie 2 nach Mõigu verbindet das Terminal A mit der Innenstadt und allen Fährterminals und verkehrt drei Mal stündlich. Bus 65 nach Lasnamäe verkehrt etwa alle 40 Minuten. Die Einzelfahrt kostet jeweils 2 €.

Auf dem “Kiss & Fly”-Parkplatz darf man mit einem Fahrzeug 15 Minuten kostenlos halten.

Mehr Infos zu Flügen nach Estland stehen hier im Abschnitt Anreise

Erhält man nach Tallinn kurzfristig keine direkte Buchung, kann es sinnvoll sein, nach Helsinki zu fliegen und dann die Fähre zu nehmen.

Neben der Möglichkeit, die Flüge der Fluggesellschaften einfach zu kombinieren, bieten viele Reisebüros Baltikum-Rundreisen an, bei denen der Rückflug entfällt. Sie beginnen z. B. in Tallinn und enden in Riga, Palanga oder Vilnius.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

2 Hauptbahnhof (Balti jaam, deutsch: Baltischer Bahnhof), 37 Toompuiestee St., Tallinn. Hauptbahnhof in der Enzyklopädie Wikipedia Hauptbahnhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHauptbahnhof (Q805683) in der Datenbank Wikidata. Hier enden Nahverkehrzüge aus der Region und Fernzüge aus Moskau (über Sankt Petersburg, Fahrplan). Im renovierten Bahnhof sind ein Supermarkt und ein Postamt. Die Gepäckaufbewahrung besorgt das Pfandhaus (geöffnet nur 9:00-18:00 Uhr mit Pausen). Direkte Zugverbindungen mit weiteren Ländern bestehen nicht. Nach Riga ist an der Grenze in Valga umzusteigen und eine neue Fahrkarte zu kaufen. Die geplante Baltic Corridor-Route nach Warschau wird wohl frühestens 2020 fertig.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Südöstlich der historischen Innenstadt befindet sich der zentrale Busbahnhof, der unter anderem von den internationalen Fernbussen der Ecolines und Eurolines angefahren wird.

3 Zentraler Busbahnhof (Tallinna Bussijaam), Lastekodu 46, 10144 Tallinn. Zentraler Busbahnhof in der Enzyklopädie Wikipedia Zentraler Busbahnhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZentraler Busbahnhof (Q2118677) in der Datenbank Wikidata. Geöffnet: Ticketverkauf: Mo.–Sa. 6:30 bis 21:00 Uhr, So. 6:45 bis 21:00 Uhr.

Strecken- und Fahrplanübersicht innerestnischer Regionalbusse.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Entfernungen
Riga310 km
Narva210 km
Tartu187 km
Kohtla-Järve157 km
Pärnu128 km
Helsinki85 km

Mit dem PKW ist die Reise eher beschwerlich. Dafür ist die Fahrt mit dem Camper sicherlich ein Highlight. „Unendliche Weiten“, schnurgerade Straßen - kein Grund, deswegen nach Amerika zu fliegen. Als Fahrtzeit sollte man allerdings aufgrund der Straßenbedingungen mindestens 20 Stunden einplanen. Legt man Wert auf Geschwindigkeit, sollte man die russische Exklave Kaliningradskaja Oblast wegen der entfallenden Grenzkontrollen umfahren.
Die optimale Route führt ohnehin an der Oblast Kaliningrad vorbei: Berlin E30 - Warschau E67 (bis Tallinn) - Białystok - Suwalki - Kaunas - Riga - Tallinn (1.565 km, ca. 20 Std. ohne Pausen)

Alternativ gibt es auch vermehrt verlässliche Autovermieter vor Ort.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Fähre der Tallink-Line zwischen Tallinn und Helsinki
Schnellfähre nach Helsinki

Zwischen Tallinn und Helsinki operieren drei langsame (3-3,5 Stunden) und günstige (Eckerö Line, Tallink Silja und Viking Line) und vier schnelle (ca. 1,5 Stunden) und teure Fährlinien (Linda Line Express (engl.) und Tallink Silja Auto Express). Tallink fährt seit April 2016 zum zentraleren Olympia Terminal in Helsinki.

Die billigste der langsamen Verbindungen ist Viking Line (einfache Fahrt 17 € bzw. 21 € am Wochenende, ermäßigt z.B. für Studenten 12 € bzw. 16 €). Bei den schnellen Linien ist Linda Line Express am günstigsten (einfache Fahrt 27 €, Studentenermäßigung 10 %). Im Hochsommer sind die Überfahrten teurer.

Von zunehmender Relevanz sind die Ostseekreuzfahrten der Kreuzfahrtreedereien.

Der etwa 20 km entfernte 6 Containerhafen Muuga ist ein beliebtes Ziel von Frachtschiffreisen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

In Tallinn kreuzen sich die beiden Radfernwege EuroVelo EV11 (nord-südliche Richtung) und der EV10 (Ostseeküsten-Route).

Mobilität[Bearbeiten]

Zu Fuß[Bearbeiten]

Das Stadtzentrum von Tallinn kann man sehr gut zu Fuß erkunden. Von Stöckelschuhen wird allerdings abgeraten!

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Außerhalb der historischen Stadtmauern fahren Busse, O-Busse und Straßenbahnen. Streckennetzkarte (pdf) und Linienfahrpläne

Die Einzelfahrkarte beim Fahrer kostet € 2. Wiederaufladbare Chipkarten, Ühiskaart (€ 2 Kaution) erhält man u.a. in Postämtern, R-Kiosk, oder im Bürgerbüro der Stadtverwaltung, die auch übergebliebenes Guthaben zurückerstattet. Mit der Karte, die bei jedem Einsteigen an den orangen Leser gehalten werden muss, kostet eine Fahrt € 1,10, 24-Stunden € 3 und 72-Stunden € 5, wobei das System angeblich immer den günstigen Tarif auswählt. Schwarzfahren kostet €40.[1]

Fahrrad[Bearbeiten]

Fahrräder und passende Ausrüstung wie Anhänger, Kindersitze und GPS-Geräte kann man sich z.B. bei City Bikes in der Altstadt leihen (Straße: Uus). Angeboten werden unterschiedliche Fahrradtypen wie Stadträder, Mountainbikes und Trekkingräder. Die wirklich guten Räder sind recht neu und haben leichtgängige Schaltungen. Für 24 Stunden zahlt man wie bei anderen Anbietern pro Rad knapp 20 €, im Wochentarif ab 10 € pro Tag. Dafür gibt es noch eine Rad-Karte der Umgebung und gute Tipps. Der schöne Pirita-Strand lässt sich in einer halben Stunde erreichen.

Segways[Bearbeiten]

Ein neuer Trend sind Segways, für die es in der Straße Vene mehrere Anbieter gibt.

Taxis[Bearbeiten]

Es ist zu empfehlen, Taxis nicht am Straßenrand anzuhalten, sondern durch Hotel- oder Restaurantpersonal rufen zu lassen (Siehe auch: Sicherheit). Sie sind teuer, der Anfangspreis (2016) ist € 5,50, jeder Kilometer € 1,10, Wartezeit € 24/h. Dazu kommen Nachtzuschläge 23:00-6:00 Uhr. Konzessionierte Fahrer müssen einen weißen Ausweis sichtbar angebracht haben. Alternativ zu klassichen Taxis bieten die Dienste taxify (estonischer Anbieter) und uber eine Vermittlung per App.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mittelalterliche Stadtmauer von Tallinn.

Die Oberstadt „Toompea“ (deutsch: Domberg) war jahrhundertelang das Symbol der Macht von Tallinn. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und befindet sich 50 Meter über dem Meeresniveau. Weit zu sehen ist der 48 m hohe Turm „Pikk Hermann“ (deutsch: Langer Herrmann).

Die Unterstadt „All-linn“ dagegen bildete im Mittelalter das wirtschaftliche Zentrum der Stadt. Beide Stadtteile bilden heute gemeinsam den Innenstadtbezirk „Vanalinn“ (deutsch: Altstadt).

Tallinn ist überschaubar, aber dennoch interessant für Kultur-Fans. Wer es bequem haben möchte, bucht eine der Bustouren. Sie dauern 2 bis 2,5 Stunden. Eine Stunde lang wird durch die Stadt gefahren, eine weitere dann zu Fuß zurückgelegt. Der Bus startet täglich um 10:00 und um 12:30 Uhr am Fährterminal A und jeweils eine halbe Stunde später am Hotel Viru. Die Tour wird in englisch und finnisch angeboten.

Eine reine Stadtwanderung startet täglich um 11:30 Uhr und um 14:00 Uhr im Stadtteil Toompea an der Komandandi Straße und gibt einen guten Überblick über die Geschichte der Stadt.

Kirchen[Bearbeiten]

Alexander-Newski-Kathedrale
  • 1 St. Nikolai (est.: Niguliste kirik). Die Kirche im Süden der Altstadt ist eine der bedeutenden Kirchen der Stadt. Sie enthält den Altar von Herman Rode aus dem 15. Jahrhundert sowie den Marienaltar (Ende 15. Jahrhundert). Außerdem ist dort ein Fragment des „Lübecker Totentanzes“ von Bernt Notke zu sehen. Heutzutage geht man davon aus, dass es sich nicht um einen Teil des originalen Gemäldes handelt, sondern dass für Tallinn eine Replik angefertigt wurde, von der das in der Nikolaikirche ausgestellte Fragment das einzig verbliebene ist. Nach schwerer Zerstörung durch einen Bombenangriff im Jahre 1944 ist die Kirche heute Museum und Konzertsaal.
  • 2 St. Olai (est.: Oleviste kirik). Am nördlichen Ende der Altstadt liegt die Kirche „St. Olai“ (St. Olav), deren Turm großartige Aussichten über die Altstadt bietet.
  • 3 Alexander-Newski-Kathedrale. Gegenüber des Schlosses ist die mächtige russisch-orthodoxe „Alexander-Newski-Kathedrale“, ein klares Zeichen der russischen Präsenz.
  • 4 Tallinner Dom (ést.: Tallinna Piiskoplik Toomkirik). Der schlichte protestantische Dom #ist die Hauptpredigtkirche des Erzbischofs der Estnisch-Evangelisch-Lutherischen Kirche.
  • 5 Heiliggeistkirche (est.: Püha Vaimu kirik).

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Burg Tallinn, Sitz des estnischen Parlaments
  • 6 Burg Tallinn (est.: Toompea loss). Auf dem Domberg, gegenüber der Alexander-Newski-Kathedrale, befindet sich das Schloss, in dem die russischen Gouverneure residierten. Heute ist es Sitz des estnischen Parlaments.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten]

„Reval Raeapteek“, die älteste Apotheke Europas

Tallinn ist berühmt für seine Altstadt, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die ältesten Gebäude und Gassen stammen aus dem 11. Jahrhundert. Herausragendes Gebäude ist das gotische Rathaus und der zugehörige Vorplatz. 80 Prozent der Altstadt sind im Mittelalter erbaut.

Abgesehen von einem russischen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt vor größeren Zerstörungen verschont, so dass der mittelalterliche Stadtkern in weiten Teilen erhalten ist.

  • 7 Kiek in de Kök und Bastionsgänge (est.: Kiek in de Kök ("Schau in die Küche") ja Bastioni käigud). Unbedingt zu besuchen von Interessenten von Mauern, Türme, Kanonen und dergleichen. Ein Museum über die Verteidigungsanlagen. Der massive Turm ist 38 m hoch, so hoch, dass die mittelalterlichen Wachen darüber scherzten, dass sie in die Schornsteine und Küchen der Häuser unterhalb des Turmes sehen konnten. Der Turm ist auch Startpunkt für das faszinierende System der versteckten Tunnel (Bastionsgänge), die unter den alten Bastionen des Dombergs verlaufen. Vom Café im obersten Stock hat man sehr schöne Ausblicke auf die Altstadt. Kiek in de Kök wurde ursprünglich in den 1470er Jahren gebaut, aber schnell erweitert und verstärkt, so dass die Wände heute vier Meter dick sind. Die Investition lohnte sich: Während des Livländischen Krieges im späten 16. Jh. gelang es den Soldaten Ivan des Schrecklichen, ein riesiges Loch in die obere Etage zu schießen, aber der Turm hielt dem Angriff stand. Im Zuge der Reparaturen der Nachkriegszeit wurde eine Reihe von vier Kanonenkugeln in die neue Mauer als Denkmal gesetzt. Sie können sie immer noch auf der Südostseite des Turmes sehen.
  • 8 Große Strandpforte und Dicke Margarethe (est.: Suur Rannavärav ja Paks Margareeta). Die Große Strandpforte und die Dicke Margarethe wurden errichtet, um die Stadt vor Angriffen von See aus zu schützen, und um den von See kommenden Gästen Eindruck zu machen. Die mit der Stadtmauer gleichzeitig gebaute Große Strandpforte liegt im nördlichen Teil der Altstadt in unmittelbarer Nähe des Hafens. Während der Rekonstruktionsarbeiten der Pforte Anfang des 16. Jahrhunderts wurde in der Nähe auch der Geschützturm "Dicke Margarethe" errichtet, in der sich heute das Estnische Meeresmuseum befindet.
  • 1 Rathausapotheke (est.: Reval Raeapteek), Raekoja plats 11. In Tallinn steht die älteste Apotheke Europas. Man muss auf das Schild „Raeapteek“ achten. Gegründet wurde sie 1422.
  • 9 Haus der Schwarzhäupter-Bruderschaft (est.: Mustpeade maja). Das Haus ist so ziemlich das einzige erhalten gebliebene Renaissance-Gebäude der Stadt. Die Bruderschaft entstand 1399. Sie vereinigte junge, unverheiratete Kaufleute, bevor diese als Mitglieder der Großen Gilde akzeptiert wurden. Auch ausländische Kaufleute, die sich für längere Zeit hier aufhielten, aber nicht permanent hier lebten, konnten der Bruderschaft beitreten.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • 10 Russalka-Denkmal. Das monumentale „Russalka-Denkmal“ erinnert an den Untergang des Marineschiffs Russalka im Jahr 1893.

Museen[Bearbeiten]

Das Kunstmuseum KUMU war im Jahr 2008 das „Europäische Museum des Jahres“
Das historische Rathaus am Rathausplatz
  • 11 Estnisches Historisches Museum im Haus der Großen Gilde (est.: Eesti Ajaloomuuseum - Suurgildi hoone). Das Museum ist im Haus der Großen Gilde, das selbst ein Prunkstück aus dem 15. Jh. ist. Es ist keine Überraschung, dass die Giebelhalle mit ihrer riesigen Terrasse und den Türklopfern in Löwenkopfform zur Großen Gilde gehörte. Die Mitglieder, die verheiratete deutsche Kaufleute sein mussten, kontrollierten den Stadtrat. Filme und Displays zeigen, wie die Menschen in den letzten 11.000 Jahren kämpften und überlebten. Das Münzkabinett mit dem Titel „Das schnelle Geld“ zeigt verschiedene Zahlungsmittel aus der estnischen Geschichte. Der Kellerraum „Macht der Elite“ zeigt die Geschichte des Museumsgebäudes selbst. Die Waffenkammer beherbergt Waffen aus allen Epochen, wobei Simulatoren das Geräusch der jeweiligen Waffe imitieren. Das Museum arbeitet mit dem taktischen Schießzentrum (Kopli 103)zusammen, das das Ausprobieren historischer Waffen ermöglicht.
  • 12 Estnisches Naturkundemuseum (est.: Eeest Loodusmuuseum). Das Museum möchte den Besuchern die Natur näher bringen und die Geheimnisse von Flora und Fauna zeigen. Im EG sind Wandelausstellungen, im 1. OG werden die „Bewohner“ der Ostsee vorgestellt mit den Küsten, Flüssen und Sümpfen mit ihren diversen Kreaturen. Zu sehen sind ein riesiger Wels, Eisbären und Pinguine. Das 2. OG widmet sich auch der Artenvielfalt in Estland mit seinen unzähligen Wäldern und Wiesen. Die große Ausstellung an Säugetieren, Vögeln und Insekten gibt einen guten Überblick über deren Aktivitäten und verrät ihre Geheimnisse. Die ständigen Ausstellungen bieten einen faszinierenden Einblick in Estlands Landschaften und ihre Bewohner und versuchen die Rolle des Menschen zu ergründen.
  • 13 Tallinner Stadtmuseum (est.: Tallinna Linnamuuseum). in einem mittelalterlichen Kaufmannshaus, in dem lebhaft das Tallinner Leben sowohl durch Bilder, Klangeffekte als auch durch Gegenstände aus verschiedenen Zeiten dargestellt wird. Es stellt die Geschichte der Stadt vom 13. Jahrhundert bis zum heutigen Tag vor.
  • 14 KUMU Art Museum (est.: Eesti Kunstimuuseum), Weizenbergi 34. Tel.: +372 602 6000, Fax: +372 602 6002, E-Mail: . Das Museum im Kadriorg-Park ist das modernste und größte Kunstmuseum in den baltischen Staaten. Sein Bestand umfasst estnische Kunst seit dem 18. Jahrhundert. Geöffnet: Mi. 11:00 bis 20:00; Do. bis So. 11:00 bis 18:00 (Mo. und Di. geschlossen). Preis: Eintritt: 5,50 €; ermäßigt: 3,20 €.
  • 15 Marinemuseum (est.: Eesti Meeremuuseum). Interessant ist das Marinemuseum, von dessen Dach man einen schönen Überblick über die Stadt hat.
  • 16 Okkupationsmuseum (est.: Okupatioonide Muuseum), Toompea 8. Tel.: +372 668 0250. Das „Okkupationsmuseum“ wurde im Jahr 2003 eröffnet und beschäftigt sich thematisch mit den verschiedenen Phasen der Fremdherrschaft, die die Esten im 20. Jahrhundert erdulden mussten (russische und deutsche Besatzungen zwischen 1939 und 1991). Neben einigen Videopräsentationen, in denen Zeitzeugen der Besatzung zu Wort kommen und die historischen Hintergründe dargestellt werden, finden sich eine Menge teils skurriler Exponate aus der Besatzungszeit - angefangen von militärischer Ausrüstung und Waffen der Besetzer bis hin zu Bronzestatuen sowjetrussischer Parteigrößen.
  • 17 St. Katharinen-Kloster. Im 1246 errichteten Gebäude des ehemaligen Dominikanerklosters befindet sich ein kleines Museum, das hauptsächlich Relikte mittelalterlicher Baukunst zeigt. Es gibt nicht sehr viel zu sehen, aber das Ambiente im Kreuzgang und dem Klostergarten sucht seinesgleichen.
  • 18 Patarei. Eigentlich kein richtiges Museum. Ursprünglich als Seefestung gebaut, diente es jahrelang als Gefängnis und bietet jetzt einen makabren Einblick in den Gefängnisalltag zur Sowjetzeit. Geöffnet: Leider mittlerweile komplett für Besucher geschlossen. Preis: Eintritt Erw. 3 €.
  • 19 Estnisches Freilichtmuseum (est.: (Eesti Vabaõhumuuseum), Vabaõhumuuseumi tee 12, 13521 Tallinn. Tel.: +372 654 9101. Die 14 Bauernhäuser des Museums geben einen Überblick darüber, wie vom 18. bis zum 20. Jahrhundert Familien mit unterschiedlich großem Vermögen und verschiedenen Tätigkeitsfeldern gelebt haben. Geöffnet: 23.04.–28.09. von 10 bis 20 Uhr. Preis: Erw. ab 9 €, Kinder frei.
  • 20 Estnisches Museum für das Gesundheitswesen (est.: Eesti Tervishoiummuuseum). Die Dauerausstellung „Offen und ehrlich über Ihren Körper“ befindet sich in zwei mittelalterlichen Gebäuden in der Altstadt. Die Ausstellungsräume sind thematisch ausgerichtet und nehmen den menschlichen Körper sprichwörtlich auseinander, indem sie alle Organe näher untersuchen.
  • 21 Steinreliefmuseum (est.: Raidkivimuuseum). In einem Tunnelteil der Inger-Bastion aus dem späten 17. Jh., wo wertvolle dekorative und spannende Tallinner Steinrelieffragmente ausgestellt sind: Portale, dekorative Säulen, Familienabzeichen, Terrassensteine mit Symbolen sowie Fensterrahmen mit Reliefs aus dem 15. Jh.
  • 22 Wasserflughafen (est.: Lennusadam). Maritimes Museum mit interessanten Exponaten aus Gegenwart und Vergangenheit
  • 23 Estnisches Historisches Museum im Schloss Maarjamäe (est.: Eesti Ajaloomuuseum - Maarjamäe Loss). Das in der Nähe der Pirita-Promenade befindliche Schloss wurde jüngst renoviert, wobei der alte Sommersaal und das Café ein neues Aussehen erhielten. Vom imposanten Schlossturm haben Sie einen schönen Ausblick auf die Tallinner Bucht. Im Komplex des Schlosses Maarjamäe befinden sich auch das kürzlich eröffnete Estnische Filmmuseum, spannende Außenausstellungen, Ruhebereiche und ein Kinderspielplatz.

Straßen, Plätze und Parks[Bearbeiten]

  • 24 Rathausplatz (est.: Raekoja Plats). Der Rathausplatz bildet das Zentrum des ehemaligen Reval. Das Gebäudeensemble des Platzes gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmalen der Stadt. An ihm befinden sich u. A. das historische Rathaus und die Rathausapotheke.
  • 25 Meisterhof (est.: Meistrite Hoov). Versteckt in einem ruhigen Hinterhof der Altstadt liegt der den Meisterhandwerkern gewidmete Platz. Besucher können hier Kunsthandwerk und Schmuck kaufen, Kunstausstellungen besuchen und die ausgezeichnet schmeckenden Süßigkeiten des beliebten Chocolaterie-Cafés ausprobieren.
  • 1 Aussichtsplattform (est.: Patkuli Vaateplatvorm). Sehr schöne Aussicht über den Nordwesten und Westen der Stadt
  • 2 Aussichtsplattform (est.: Kohtuotsa Vaateplatvorm). Sehr schöne Aussicht über die Altstadt und den Ost der Stadt und den Hafen.
  • 26 Garten des dänischen Königs (est.: Taani Kuninga aed). Etwas abseits gelegener ruhiger Park. Jedes Jahr am 15. Juni wird im Garten der Tag der dänischen Flagge - Danebrog - gefeiert.
Schloss Kadriorg im Kadriorg-Park
  • 27 Kadriorg-Park. Der Kadriorg-Park bildet die größte Grünanlage der estnischen Hauptstadt. In ihm befinden sich Schloss Kadriorg mit dem Museum für ausländische Kunst, das ehemalige Wohnhaus Zar Peter des Großen, das Kunstmuseum KUMU und die Residenz des estnischen Staatspräsidenten.
  • 28 Freiheitsplatz (est.: Vabaduse väljak). Der Freiheitsplatz wurde 2009 fertiggestellt und ist eines der Symbole der Stadt und ein beliebter Treffpunkt.
  • 29 Sängerfestwiese (est.: Lauluväljak). Hier wird alle 5 Jahre das berühmte Sänger- und Tanzfest veranstaltet – ein unvergessliches Erlebnis mit bis zu 34.000 aktiven Mitwirkenden und 200.000 Zuschauern. Neben der Konzertarena steht der 42 m hohe Leuchtturm, der renoviert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Vor jedem Gesangsfest wird oben auf dem Turm ein Feuer entfacht.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • 7 Olympiazentrum. Der „Yachthafen Pirita“, etwa 5 km nordöstlich der Altstadt, war Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe der Sommerspiele 1980.
  • 1 Kreativzentrum (est.: Kultuurikatel). Bei dem Zentrum handelt es sich um einen alternativen Ort, der Menschen gleicher Interessen zusammenbringt.
  • 2 Energie-Entdeckungszentrum (est.: Energia avastuskeskus). Das Entdeckungszentrum Tallinn bietet eine in Nordeuropa einzigartige tägliche Blitzshow, Vorführungen mit statischer Elektrizität sowie mehr als 100 interaktive Exponate und Planetariumsvorführungen.
  • 30 TV-Turm (est.: Teletorn). Der Fernsehturm ist mit 314 m Höhe das höchste Bauwerk in Tallinn und ganz Estland. Der TV-Tower ist ein erlebnisreiches Tourismus-, Kultur- und Freizeitzentrum. Panoramablick in der Höhe von 170 m; das Brasserierestaurant und die Außenterrasse im 22. Stock; Estland und Tallinn vorstellende interaktive Multimedienlösungen; ein Blick durch den gläsernen Fußboden der Plattform direkt auf den Erdboden; ein fantastisches Innenmilieu; Attraktionen für Kinder; das Mini-TV-Studio; der Souvenirladen.
  • 31 Botanischer Garten (est.: Tallinna Botaanikaaed). Mit über 4.500 Pflanzenarten und 123 ha Fläche ist der Garten ein familienfreundlicher Komplex für Sommerpicknicks und gelegentliche Freilichtkonzerte. Im Sommer ist ein Spaziergang durch den Rosengarten ein Muss, aber die großen, üppigen Gewächshäuser ermöglichen einen interessanten Besuch das ganze Jahr. Audioführer (auf Englisch und Russisch) sind ein unverzichtbares Hilfsmittel beim Erkunden der Flora und sind im Eintrittspreis enthalten. Thematische Touren sind das ganze Jahr im Angebot, die beliebtesten die Aromatour in der Sommernacht und die Rosentage.
  • 32 Ruinen des Brigittenklosters (est.: Pirita Kloostri varemed). Ruinen des im 15. Jahrhundert errichteten Klosters des Brigittenordens. Heute sehenswerte Begegnungsstätte.
  • 33 Zoo (est.: Loomaaed). Derzeit werden etwa 4400 Tiere in über 400 Arten auf einem 88,6 ha großen Gelände gehalten.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 3 Kalev Spa Waterpark, Aia 18, 10111 Tallinn. Tel.: +372 649 3370, E-Mail: . modernes Hallenschwimmbad im Stadtzentrum mit 50-Meter-Becken (Wassertemperatur 27°C), 25-Meter-Becken (30°C) und mehrere Kinderbecken (30 bis 35 °C). Außerdem gibt es drei Wasserrutschen, verschiedene Saunen und Massagebecken.
  • Nahe Tallinn, im Stadtteil 4 Pirita, gibt es einen langen Strand mit offiziellem FKK-Strandabschnitt.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • 1 Viru Keskus. am Hotel Viru (erbaut 2004)
  • 2 Kristiine Keskus. Das ältere der beiden Kaufhäuser
  • 3 Ülemiste Keskus. etwas außerhalb des Zentrums Richtung Flughafen am großen See (järv) Ülemiste gelegen; hier gibt es auch Geschäfte abseits des Mainstream z.B. mit Wanderutensilien
  • Am Flughafen und am Tallinn-Zoo sind weitere Einkaufsmöglichkeiten entstanden.
  • 4 Viru. Entlang der Viru-Straße zwischen Hotel Viru und Rathaus finden sich ebenfalls viele Geschäfte. Schwerpunkt der Geschäfte ist der Handel mit Blumen, Bernsteinschmuck und Strickwaren.
  • 5 Markt. Wer eine aufregende Alternative sucht, sollte einen Blick in den Markt direkt hinter dem Bahnhof werfen. Dort finden sich neben Lebensmittelständen auch Buden mit alten Rote Armee- und Wehrmachtsreliquien und viele weitere Überraschungen
  • 6 Rotermannviertel (est.: Rotermanni keskus). Ein Einkaufserlebnis der besonderen Art bietet das Rotermann-Viertel am Rand der Altstadt, wo vor nur zehn Jahren eine Ansammlung von verfallenen Gebäuden war. Heute ist hier ein mit Leben erfülltes Kommerz- und Kulturzentrum, dessen Avantgarde-Architektur ein beeindruckendes Symbol der Entwicklung Tallinns in den vergangenen Jahren ist. Dieser hervorragend restaurierte ehemalige Fabrikenkomplex beherbergt eine Reihe von Läden und Restaurants und bietet eine aktive Kulturszene. Der Hauptplatz wird oft für Festivals und Open-Air-Veranstaltungen genutzt.

Küche[Bearbeiten]

Typisch estnisch ist ein fast schon deutsches Gericht: Blutwurst und Sauerkraut.

Vana Tallinn Likör ist ebenfalls typisch estnisch - zumindest wird er seit 50 Jahren produziert und gerne von Touristen gekauft. Man kann ihn zu Kaffee oder auf Eis trinken und als Eiscremecocktail genießen.

Kama ist eine Mischung aus Hülsenfrüchten und Körnern und schon ein altes Gericht. Man mischt es mit Buttermilch und würzt das Ganze mit Salz oder Zucker. Im Sommer kalt ein erfrischender Genuss.

Die Kalev Schokolade ist berühmt für Tallinn - weil sie besonders süß ist. Genossen wird sie am Block oder als Getränk. Wahlspruch der Schokofabrik Kalev ist "Denkst Du noch an die Zeit als die Frauen runder und die Schokolade süßer war?" Seit 1806 produziert Kalev das exquisite Süßzeug.

Was auch in den baltischen Staaten nicht fehlen darf, ist Vodka. Den gibt es natürlich auch in einer estnischen Variante, Viru Valge und Saarema gelten als bekannte Marken.

Günstig[Bearbeiten]

Auf dem Markt hinter dem Bahnhof kann man an einigen Ständen sehr günstig, frisch zubereitet und üppig einfache Speisen ordern.

  • 1 Kohvik Sinilind, Müürivahe 50. Charmantes Restaurant mit einem Mobiliar im Retrostil der sowjetischen Zeit und einer bemerkenswert vielfältigen Lampensammlung. Geöffnet: täglich ab 12:00 bis 02:00 Uhr.
  • 2 Kompressor, Rataskaevu 3. Tel.: +372 646 4210, E-Mail: . Inmitten der Altstadt liegt dieses alternative Restaurant, das aus einem großen Gastraum besteht. Es wird hauptsächlich von jungen Einheimischen besucht, ist inzwischen mitunter von Touristen überlaufen. Es bietet vor allem zwei sehr leckere Gerichte: Für rund 1 Euro gibt es eine Sauerkrautsuppe, die typisch für Estland ist. Mit verschiedenen Gemüsesorten und einem Klecks Sauerrahm eine gute Grundlage für Gericht Nr. 2: Pfannkuchen… Diese sind entweder süß oder pikant zubereitet. Es gibt sie z. B. mit Hühnchen gefüllt, Champignons, Äpfeln etc. Sie sind riesengroß und danach ist man wirklich satt. Kosten ca. 4 bis 5 Euro. Ansonsten gibt es natürlich Bier, Kaffee, Wodka etc. Alles zu günstigen Preisen. Geöffnet: täglich ab 11:00 Uhr.
  • 3 Must Puudel, Müürivahe 20. Tel.: +372 505 6258. frische Küche und die Atmosphäre eines sowjetischen Wohnzimmers. Geöffnet: Mo., Di., So. 09:00 bis 23:00 Uhr; Mi. 09:00 bis 01:00 Uhr; Do., Fr., Sa., 09:00 bis 02:00 Uhr.

Mittel[Bearbeiten]

  • 4 Olde Hansa, Vana Turg 1. Tel.: +372 627 9020. bietet in der Altstadt (Unterstadt) Tallinns mittelalterliche Speisen zu einem guten Preis an. Obwohl das Restaurant in der Nähe des Rathausplatzes gelegen ist und einen eher touristischen Eindruck macht, sind die Speisen hervorragend und das mittelalterlich gekleidete Personal immer gut gelaunt. Speisekarten sind in vielen Sprachen (auch deutsch) vorhanden. Bemerkt die Bedienung, dass man deutschsprachig ist, kommt bei Anwesenheit deutschsprachige Bedienung.
  • 5 Peppersack, Viru 2 / Vana turg 6. Tel.: +372 6 466 800, E-Mail: . Ist die „Olde Hansa“ voll, ist dies kein Beinbruch - direkt gegenüber liegt der Peppersack, der sich nur unwesentlich vom Konzept der Olde Hanse unterscheidet. Geöffnet: Mo. bis Sa.: 8:00 bis 24:00 Uhr, So.: 9:00 bis 23:00 Uhr.
  • 6 Von Krahli Baar, Rataskaevu 10/12. Tel.: +372 626 9096, E-Mail: . In der Altstadt gelegen, hat das innovative und junge „Von Krahli Teater“ mit seiner Bar auch eine gute und günstige Küche. Die Auswahl der Speisen ist nicht gerade üppig, aber das Essen ist sehr lecker und auch das Ambiente ist hier recht geschmackvoll. Es ist kein reines Restaurant, eher Kneipe + Café, abends häufig Livemusik. Hier trifft sich junges Publikum meist in Begleitung von Notebook. Es versteht sich von selbst, dass sich dieses Lokal zu einem Künstlertreffpunkt entwickelt hat. Geöffnet: So. bis Do.u 12:00 bis 01:00 Uhr, Fr. u. Sa. 12:00 bis 03:00 Uhr.

Gehoben[Bearbeiten]

  • 8 Restaurant Tchaikovsky, Vene 9. Tel.: +372 6000 610, E-Mail: . das renommierte und ausgezeichnete Restaurant des hübschen Hotel Telegraaf, gilt mit seiner russisch-französisch inspirierten Küche als eines der besten Restaurants in Estland. Direkt in der Altstadt. Für Freunde von kulinarischen Genüssen ist ein Besuch ein Muss. Achtung: Tischreservierungen sind auf jeden Fall empfehlenswert! Geöffnet: Mo. bis Fr. 12:00 bis 15:00 Uhr u. 18:00 bis 23:00 Sa. u. So. 13:00 bis 23:00 Uhr.

Nachtleben[Bearbeiten]

In der Innenstadt gibt es jede Menge Cafes, Restaurant und Bars. Treffpunkt für junge Leute ist das „Cafe Moskwa“. Sehr stylish ist die „Lounge Stereo“. Wer tanzen will, sollte in den „Club Privee“ gehen. Etwas außerhalb der Altstadt, in der Nähe des Hafens, befindet sich der sehr trendige „Club Bonbon“.

Der „Venus-Club“ befindet sich gleich Eingangs der Altstadt und ist auch unter der Woche gut gefüllt. Der „Club Hollywood“ befindet sich in Mitte der Altstadt, besonders am Wochenende heisst es dort jedoch Schlange stehen

Insbesondere an den Wochenenden sollte man die direkte Umgebung des Hafens meiden! Hier sind vor allem Finnen unterwegs, die den aus ihrer Sicht günstigen Alkohol in Unmassen konsumieren! Ähnlich auffällig sind englische Gruppen, die auch in Tallinn gern ihren Junggesellenabschied mehr feucht als fröhlich feiern.

  • 1 DM Bar, Voorimehe 4. E-Mail: . kurios und nicht nur für Fans der Band. In dieser weiß getünchten Kellerbar dreht sich alles um die britische Elektroband. Es laufen ausschließlich Lieder und Videos von Depeche Mode, an den Wänden hängen Poster und Autogramme. Selbst die Cocktails sind nach Songs der Gruppe benannt. Cocktailpreise ab 3 Euro.
  • 2 Pudel, Telliskivi 60a. Tel.: +372 5866 4496, E-Mail: . befindet sich in der Telliskivi Creative City (Telliskivi Loomelinnak), einem ehemaligen Industriegelände nordwestlich des Bahnhofs. Die karg eingerichtete Bar bietet dem Gast eine enorme Auswahl an Biersorten mit Alkoholgehalten bis zu 12 Vol.-%. Hier ist man stolz darauf, das Bier einer estnischen Großbrauerei nicht zu führen.
  • 3 Red Emperor Bar, Aia 10. Tel.: +372 608 7387, E-Mail: . ein sehr skurriler Pub mit ebenso skurrilem Publikum. Vom etwas verborgen liegenden Innenhofeingang führt eine Treppe zur verschlossenen Bartür in der ersten Etage. Der Barkeeper öffnet nach dem Klingeln. Nicht erschrecken: wer abgedrehte Typen sehen will, der sieht sie hier.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

In der gesamten Innenstadt finden sich günstige Hostels mit Schlafsaalpreisen zwischen 10 und 20€:

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

  • 4 Hotel Cru, Viru 8. Tel.: 6117600. Boutiquehotel, liebevoll ausgestattet, erbaut im 14. Jh., zum Haus gehören zwei Saunen, ein Jacuzzi und ein rustikaler Weinkeller. Der Küchenchef des Restaurant Cru mit moderner estnischer Küche, Dmitri Haljukov, vertrat sein Land 2015 in Lyon bei der Bocuse d'Or-Koch-Olympiade.
  • 5 Hotel Telegraaf, Vene 9. Tel.: +372 6000 600, Fax: +372 6000 601, E-Mail: . Das 1878 errichtete, ehemalige Telegrafenamt wurde 2007 kernsaniert und als *****Hotel eröffnet. Es besticht durch seine zentrale Lage in der Altstadt und bietet 86 luxuriös ausgestattete Zimmer und Suiten in unterschiedlichen Kategorien an sowie einen kleinen Spa-Bereich mit zwei Kabinen für Massagen und kosmetische Behandlungen, Schwimmbad und Saunen, das renommierte und ausgezeichnete russische Restaurant Tchaikovsky, die Symphony Lounge (auch als kleiner Veranstaltungsraum nutzbar) und im Sommer eine charmante Sommerterrasse. Preis: DZ ab 165 €, Suite ab 355 €uro.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Für digitale Nomaden bieten sich die mehreren Coworking Spaces (zum Beispiel Spring Hub, Lift99) oder ein Besuch der Nationalbibliothek an, letztere ermöglicht in den großzügigen Räumlichkeiten mit offenem Internet während der Öffnungszeiten auch ein unkompliziertes Arbeiten.

Sicherheit[Bearbeiten]

Das Büro der kommunalen Touristinformation warnt vor Taxi-Unternehmen, die erheblich überhöhte Preise verlangen. Man erkenne die betreffenden Unternehmen daran, dass die Tarife nicht von außen sichtbar an den Fahrzeugen angebracht seien. Diese Praktik sei nicht illegal, aber für Fahrgäste unangenehm. Es wird daher empfohlen, ein „sicheres“ Taxi durch das jeweilige Hotel- oder Restaurantpersonal rufen zu lassen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

2 Tallinner Touristeninformationszentrum, Niguliste 2. Tel.: + 372 645 7777, E-Mail: .

Esten sind ein kleines Volk, daher sehr patriotisch.

Generell eher „nordisch zurückhaltend“, wird vor allem von jüngeren die internationale Gepflogenheit schnell den Vornamen zu verwenden angenommen. Es empfiehlt sich hier aber immer eigene Zurückhaltung, die vorschnelle Verwendung des Vornamens kann auch als Affront aufgefasst werden.

Ein Gastgeber erhält typischerweise Blumen, selbst andere (deutsche?) Geschenke sollten eine Blume ins Schleifenband gesteckt bekommen.

Geld-Tipp: Seit Januar 2011 ist die Landeswährung Euro. Das Wechseln in andere Währungen ist in den Wechselstuben, die überall in Tallinn zu finden sind, mit Gebühren möglich. Besser sind Banken, die oft ohne Kommission wechseln.

Das gesamte Baltikum bietet üblicherweise modernste Mobiltechnologien an. So kann mit dem Handy auch bspw. das Taxi bezahlt werden (für Deutsche sehr ungewohnt und ohne Hilfe nicht zu empfehlen!). Wie immer ist es wichtig, vorab zu klären, über welchen Anbieter man sich einloggen sollte.

Telefonate im Festnetz (also aus dem Hotel oder von öffentlichen Fernsprechern) nach Europa sind nur nach Klärung der Kosten zu empfehlen!

Zudem ist in Tallinn (und Estland) überall freier WLAN-Zugang möglich, egal ob auf dem Rathausplatz, im Hotel, im Cafe. Selbst im Sommer am Strand war die "Erreichbarkeit" per Internet absolut problemlos. In der Hauptpost gibt es kostenpflichtige, aber billige Internetcomputer.

Sehr verbreitet hier ist auch die Internettelefonie per Skype. Zwischenzeitlich zum Microsoft-Konzern gehörend, wurde die Technologie ursprünglich in Estland entwickelt.

Ausflüge[Bearbeiten]

Lohnend ist ein Ausflug mit der Fähre nach Helsinki der Hauptstadt Finnlands. Von Tallinn aus fahren mehrere Fährlinien nach Helsinki. Die schnellste Verbindung benötigt dazu 95 Minuten und kostet circa 30-40 Euro je Richtung (plus 5 Euro Treibstoffzuschlag je Richtung), sie fahren nur im Sommer. Die günstigeren Verbindungen dauern meist ca. 2 Stunden und kosten um die 20 Euro, sie kommen in der Regel im Helsinki Westhafen an, mit der direkten Trambahnlinie dauert die Fahrt in die Innenmstadt ca. 30 Minuten.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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  1. [1] (Stand 1.1.16)