Internet-web-browser.svg
Vollständiger Artikel

Ruhrgebiet

Aus Wikivoyage
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ruhrgebietspanorama wie im Klischee und wie es auch heute noch an manchen Stellen besonders in der nördlichen Hälfte aktuell ist, mit rauchenden Schloten und Abraumhalden.
Auch das ist Ruhrgebiet: Große Waldgebiete und Grünflächen in einem Umfang, wie es sie in nur wenigen anderen Großstädten gibt. Der Baldeneysee im Süden Essens.
Lage des Ruhrgebiets in Deutschland bzw. NRW

Das Ruhrgebiet liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen und ist mit 5,2 Millionen Einwohnern das größte geschlossene Siedlungsgebiet in Deutschland. Mitten im zentralen europäischen Wirtschaftsraum gelegen, ist es nach Moskau, London, Paris, Madrid und Mailand der fünftgrößte Ballungsraum Europas und gilt als die am besten erschlossene europäische Region.

Das Ruhrgebiet, oft auch als Ruhrpott oder Revier bezeichnet, ist zwischen etwa 1840 und 1900 zu einer riesigen Industrieregion zusammengewachsen. Die einzelnen Städte liegen teilweise so direkt nebeneinander, dass nur das Ortsschild verrät, dass man in eine andere Stadt gelangt ist, weshalb es Vorschläge gibt, sie insgesamt als „Ruhrstadt“ oder als Metropole Ruhr zu bezeichnen. Begrenzt wird die Region im wesentlichen nördlich durch die Lippe und südlich durch die Ruhr. Beide Flüsse fließen Richtung Westen in den Rhein. Von West nach Ost bilden vier Städte mit je rund einer halben Million Einwohner das Rückgrat: Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund. Dazwischen und vor allem nördlich dieser vier Städte befinden sich mittelgroße und kleinere Städte wie Oberhausen oder Gelsenkirchen.

Die Schwerindustrie, aus der das Ruhrgebiet gewachsen ist, spielt mittlerweile nicht mehr die Hauptrolle. Ehemalige Industrieanlagen, wie Zechen, Gasometer und Stahlwerke sind heute häufig Sehenswürdigkeiten in der Region, gut zu erkunden über die Route der Industriekultur. Überhaupt prägt nicht zuletzt das industrielle Erbe, das heute oftmals für kulturelle Zwecke genutzt wird, die Stadtbilder.

Im Jahr 2010 war die „Metropole Ruhr“ mit dem Zentrum Essen Kulturhauptstadt Europas. Das Ruhrgebiet hat sich innerhalb von wenigen Jahren zu einem beliebten Reiseziel entwickelt und hat nicht nur für seine Einwohner, sondern auch für Besucher von außerhalb viel zu bieten. Typisch für die Region ist die enge Verzahnung von Industrie, Wohngebieten und Naturflächen: Auch weidende Kühe vor Industriekulisse gehören zum Ruhrgebiet. Zahlreiche Freiflächen, Parks, Radwege, Wälder und Halden ermöglichen ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm im Freien.

Den Besucher erwartet daher eine Mischung aus Industriekultur, Kreativität, Strukturwandel, Bildung und technischen Innovationen sowie zahlreiche Freizeitangebote. Daneben hat die Region aber auch mit den typischen Problemen einer Metropole zu kämpfen: demografischer Wandel, schrumpfende Städte, Arbeitslosigkeit oder Kirchturmdenken.

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

Städte und Kreise im Ruhrgebiet

Zum Ruhrgebiet zählen:

Auch der übrige Teil des Kreises Wesel (mit Städten wie Moers, Wesel, Kamp-Lintfort und Xanten) gehört zum Regionalverband Ruhrgebiet, wird in diesem Reiseführer aber der Region Niederrhein zugeordnet. Ebenso verhält es sich mit dem ländlichen Norden des Kreises Recklinghausen (Haltern am See), der bereits zum Münsterland gehört, und dem Süden des Ennepe-Ruhr-Kreises, der dem Sauerland zugeordnet wird.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Weitere grüne Seite des Ruhrgebietes: Ruhrauen bei Duisburg
Bochumer Innenstadt: Massenberg Boulevard

Ein wichtiges Erholungsgebiet sind die sechs Ruhrstauseen (von Ost nach West):

Hintergrund[Bearbeiten]

Die wirtschaftliche Stärke der einzelnen Städte hatte während des Kohlebooms die Bildung einer kommunalen Verwaltungseinheit verhindert. Die Eingemeindungswellen in den 1920er- und in den 1970er-Jahren waren folgerichtig in der Regel mit dem Niedergang der Kohleförderung in den kleineren Gemeinden verbunden. Allerdings war eine Zersplitterung und das Entsagen des Stadt-Status ursprünglich politisch gewollt gewesen: Die Arbeiterstädte wählten eher links, und eine vereinigte Ruhr-Stadt wäre von einem großen politischen Gewicht gewesen.

Die Kleinteiligkeit der Region beflügelt bis heute einen lebhaften Wettbewerb - aber auch ungesundes Konkurrenzdenken - zwischen den Städten. Die Zersplitterung der Geldmittel der Region auf viele gleichberechtigte Entscheidungsträger sorgte für das dichteste Kultur-, Sport- und Naherholungsangebot in Deutschland, behinderte allerdings auch die Schaffung überregional bekannter Attraktionen und wirkte sich nachteilig auf den ÖPNV aus. Gerade dies bedingt aber auch die Einzigartigkeit des Ruhrgebiets: Trotz seiner immensen Größe wirkt das Ruhrgebiet oft nicht wie eine Großstadt; die regionale, fast schon kleinstädtische Prägung ist überall deutlich zu sehen. Für viele Menschen von außerhalb ist es auch verwirrend, eine Stadt zu verlassen, dieses jedoch nur am Ortsausgangsschild zu erkennen, welches gleichzeitig das Ortseingangsschild einer anderen Stadt ist. Diese ungewöhnliche Struktur - zahlreiche Groß-, Mittel- und Kleinstädte ohne eine überstrahlende Millionenstadt in der Mitte bilden gemeinsam eine große Millionen-Metropole - gibt es auf dem Planeten so kein zweites Mal. Die fehlende Augenhöhe zu anderen Metropolen wirkt sich nachteilig auf die Wahrnehmung von außen aus.

Die Industriebrachen, die durch Stilllegung von Stahlwerken und Zechen entstanden, wurden von den verschiedenen Kommunen unterschiedlich genutzt. Viele haben aber große Grünflächen geschaffen, Parks und Naherholungsgebiete, die Außenstehende überraschen, die noch die alten Klischees vom Ruhrgebiet im Kopf haben. Bis in die 1960er-Jahre musste man bei Regen schnell die Wäsche von der Leine holen, sonst musste man sie wegen des Drecks in der Luft erneut waschen. Doch bereits in den 1970er-Jahren wurde der politisch gewollte "Blaue Himmel über der Ruhr" Realität, und die Luftqualität unterscheidet sich bereits seit Jahrzehnten nicht mehr von der anderer Ballungsgebiete.

Obwohl sich nach dem Ende der Kohle- und Stahlepoche zahlreiche Firmen aller Branchen im Ruhrgebiet niedergelassen haben, ist die Arbeitslosigkeit hier höher als in anderen westdeutschen Regionen. Dieses hat mehrere Gründe. Zum einen halten viele Einwandererfamilien an den Lebens- und Bildungsidealen ihrer Herkunftsländer fest. Zum anderen sind die Bewohner aller Nationen sehr bodenständig, da sie in der Regel in starke informelle soziale Netzwerke eingebunden sind, die die schlimmsten Folgen der Arbeitslosigkeit abmildern. Zudem ist qualitativ guter Wohnraum im Ruhrgebiet sehr preiswert. Die Abwanderungsbereitschaft ist dementsprechend niedrig. Und viele der neugeschaffenen Jobs liegen im Hightech-Bereich und können nicht einfach mit freigestellten Arbeitskräften aus der Produktion besetzt werden.

Stahl, aber auch erstaunlicherweise Handel brachten im Ruhrgebiet immer wieder einige der reichsten Menschen der Welt hervor, beispielsweise Hugo Stinnes, August Thyssen, Erivan Haub (Tengelmann-Gruppe), Otto Beisheim (Metro-Gruppe) oder die Albrecht-Brüder (Aldi).

Sprache[Bearbeiten]

Offen zutage tretendes Kohleflöz im Muttental
Theater im industriellen Ambiente: Colosseum Theater in Essen.

Im Ruhrgebiet spricht man in der Regel Hochdeutsch mit einer bestimmten nordwestdeutschen Färbung. Der Dialekt des Ruhrgebiets, auch Ruhrdeutsch genannt, entstand um 1900 im Übergang vom Nieder- zum Hochdeutschen, vergleichbar mit anderen Städten. Einflüsse aus dem Polnischen beschränken sich auf sehr wenige Ausdrücke und sollten daher nicht übertrieben dargestellt werden; am bekanntesten ist wohl der Mottek, der Hammer oder Bergmannshammer. Erkennbar sind zusammengewachsene Wörter wie weiße oder has(t)e (für "weißt du" oder "hast du"), das an Sätze angehängte Fragewort ist meistens "ne" und im Osten "woll".

Das Ruhrdeutsch wird vor allem mit der Unterschicht in Verbindung gebracht, anders als in Süddeutschland oder auch in Köln scheut sich ein Bürgermeister wohl eher, seinen lokalen Dialekt allzu oft in der Öffentlichkeit zu verwenden. Außerhalb der Region dürfte das Ruhrdeutsch wohl am ehesten durch Kabarettisten und anderen Humor-Arbeitern bekannt sein. Lange Jahre war dies Jürgen Manger in seiner Rolle des Adolf Tegtmeier, in jüngerer Zeit Herbert Knebel, Dr. Stratmann und Atze Schröder.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Relevante Flughäfen sind der Flughafen Dortmund (DTM), die südlich des Ruhrgebiets gelegenen großen Flughäfen Düsseldorf (DUS) und Köln-Bonn (CGN) sowie der vorwiegend von Ryanair genutzte Flughafen Weeze am Niederrhein westlich des Ruhrgebiets. Der Flughafen Essen/Mülheim (ESS) im Zentrum des Ruhrgebiets kann nicht im Linienverkehr genutzt werden, hier starten lediglich Luftschiffe und Flüge zur Pilotenausbildung.

Der Flughafen Dortmund ist per Nonstop-Shuttlebus mit dem Dortmunder Hauptbahnhof und dem Bahnhof Holzwickede verbunden, an denen Anschluss mit Regionalzügen in die übrigen Ruhrgebietsstädte besteht (z. B. dreiviertel Stunde nach Bochum; eine Stunde nach Essen). Die Flughäfen Düsseldorf und Köln verfügen über eigene Fern- und Regionalbahnhöfe. Vom Terminal in Düsseldorf braucht man mit Skytrain und RE unter 20 Minuten zum Hauptbahnhof Duisburg, eine halbe Stunde nach Essen. Von Flughafenbahnhof Köln/Bonn braucht die Bahnverbindung nach Duisburg oder Essen rund eine Stunde. Vom Flughafen Weeze gibt es regelmäßige Shuttlefahrten nach Duisburg und Essen.

An der Peripherie des Ruhrgebiets finden sich 12 Landeplätze, die regelmäßig von Teilnehmern der Mitflugzentrale angeflogen werden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mehrere Städte des Ruhrgebiets werden von ICE angefahren (Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Hamm, Oberhausen). So kommt man beispielsweise von Frankfurt am Main in rund zwei Stunden, von Brüssel in 2:45 Stunden, von Hamburg oder Stuttgart in rund drei, von Berlin in 3½ Stunden, von Amsterdam in vier, von Basel in 4½, von München in gut fünf Stunden ins Ruhrgebiet. IC-Bahnhöfe gibt es zusätzlich auch in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Wanne-Eickel.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Das Ruhrgebiet stellt einen der dichtesten Knoten im deutschen Autobahnnetz dar. Aus allen Teilen Mitteleuropas gibt es mithin gut ausgebaute Straßenverbindungen hierher.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der Rhein, Teile der Ruhr und das westdeutsche Kanalnetz sind für Schiffe des Binnenverkehrs und Sportboote befahrbar. Anlegemöglichkeiten sind vorhanden.

Mobilität[Bearbeiten]

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Basis des ÖPNV ist das seit der Autowelle und dem Niedergang der Montanindustrie stark vernachlässigte Schienennetz der Deutschen Bahn. Deren Verbindungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die beiden Ost-West-Achsen Duisburg - Essen - Dortmund und Duisburg - Oberhausen - Gelsenkirchen - Dortmund sowie der Nord-Süd-Achse Essen - Gelsenkirchen - Münster. Querverbindungen werden historisch bedingt meist langsamer und seltener befahren. Außerdem gibt es sechs S-Bahn-Linien, deren Taktfrequenzen zwischen 20 und 60 Minuten variieren. Viele Bahnhöfe und Züge sind im schlechtem Zustand, Verspätungen auf den Hauptstrecken sind die Regel. Ergänzt wird dieses Netz durch ein erst in Fragmenten fertiggestelltes Stadtbahn-System (endgültige Fertigstellung auf unbestimmte Zeit verschoben) sowie den Überresten eines einst weit verzweigten Straßenbahnsystems. Auch heute ist es allerdings noch möglich, mit Straßen- und Stadtbahnen von Krefeld mit mehrmaligem Umsteigen bis nach Witten zu fahren. Darüber hinaus gibt es Schnellbuslinien sowie zahlreiche herkömmliche Buslinien. An den Wochenenden wird auf den Hauptachsen ein Nachtnetz angeboten.

In den Innenstadtbereichen sowie tagsüber an Werktagen werden die Linien meist relativ häufig bedient, während sie in den Randgebieten des Ruhrgebiets für Verhältnisse einer Metropolregion überraschend selten verkehren. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Linien an den Stadtgrenzen enden und ein direkter Anschluss an Linien der Nachbarstädte mittlerweile längst nicht mehr in allen Fällen gewährleistet ist. Die Unzulänglichkeit des Systems, welche auf die knapper werdenden öffentlichen Mittel zurückzuführen ist, führte schon an einigen Orten zur Einführung von Bürgerbuslinien.

Die Reisezeit mit dem ÖPNV hängt sehr davon ab, ob es eine schnelle Direktverbindung gibt. Gerade zur Stoßzeit kann sie im Vergleich zum Auto konkurrenzfähig sein, oft ist man aber auch deutlich länger unterwegs. Einzelfahrten sind im Vergleich zu anderen Regionen vor allem für kurze Strecken sehr teuer, durch Tages- oder Gruppentickets kann man diesen Nachteil abmildern. In den öffentlichen Verkehrsmitteln des Ruhrgebiets gilt mit Ausnahme von einigen Randgebieten der Tarif des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR).

Eine reizvolle Alternative zum klassischen ÖPNV sind die Schiffslinien auf der Ruhr und die Museumsbahnen entlang derselben. Ein Kuriosum stellt die auf dem Gelände der Dortmunder Universität verkehrende H-Bahn dar, ein baugleiches System namens Skytrain verbindet den Düsseldorfer Flughafen mit dem etwa einem Kilometer entfernt liegenden Fernbahnhof Düsseldorf Flughafen. Für die Benutzung des Skytrain benötigt man einen Fahrschein des VRR oder ein Flugticket, es gibt aber keine Kontrolle am Eingang.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die mitunter recht großen Entfernungen lassen den Wunsch aufkommen, die Ziele mit dem Auto anzusteuern. Das kann man durchaus auch tun, der Ausbau des Straßennetzes ist durchweg gut. Allerdings sollten sie möglichst die Rushhour vermeiden, dann ist Stau vor allem auf den Fernstrecken absehbar. Bis 2010 wurde die A40 zwischen Bochum und Gelsenkirchen ausgebaut.

Das Ruhrgebiet hat seit 2012 eine einheitliche Umweltzone. Deren Bestimmungen verschärfen sich immer mehr. Seit dem 1.1.2012 dürfen nur noch Autos mit Plaketten in die Zone fahren, seit Anfang 2013 nur noch solche mit gelber oder grüner Plakette und seit Juli 2014 sind nur noch die mit grünen Plaketten zugelassen. Ausgenommen sind die Autobahnen, die als Transitstraßen weiter von allen Fahrzeugen genutzt werden können.

Taxi[Bearbeiten]

Abgesehen von Spitzenzeiten ist die Versorgung mit Taxen kein Problem. Die Preise für ein Taxi unterscheiden sich deutlich von Kommune zu Kommune.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Bei schönen Wetter und etwas Zeit sollte man im Ruhrgebiet seine Ziele durchaus per Fahrrad oder Roller über Stadt- und Nebenstraßen anfahren. Die Vielfalt in dieser Metropole ist überwältigend. Aber immer daran denken, selbst das Kernruhrgebiet ist 50 Kilometer lang und die Sehenswürdigkeiten verteilen sich, anders als in klassischen Metropolen, über das gesamte Gebiet.

Das Ruhrgebiet ist kein besonders gutes Revier für Radfahrer, im Norden ist die Situation vielleicht wegen der Nähe des Münsterlandes etwas besser als in der Südhälfte, die recht bergig ist. Aber es gibt auch Ausnahmen. Der Regionalverband-Ruhr kauft stillgelegte Industriebahntrassen auf und wandelt sie zu Radwegen um. Hier sind die Erzbahntrasse von Bochum nach Gelsenkirchen, die Kray-Wanner-Trasse von Bochum-Wattenscheid nach Essen/Zollverein, der Emscher-Radweg und der Ruhrtal-Radweg zu nennen. Wenn Ihre Ziele in der Nähe dieser Linien liegen oder über Nebenstraßen zu erreichen sind, ist bei schönem Wetter das Rad durchaus eine Alternative.

Radstation von Metropolrad Ruhr.

Es gibt mehrere Verleih-Systeme für Fahrräder. Die Radstationen wenden sich eher an Tagesausflügler, Metropolrad Ruhr an Leute, die nur eine Besorgung machen wollen. Allerdings kann auch hier das Rad den ganzen Tag ausgeliehen werden.

  • Statt eines eigenen Fahrrads kann man auch metropolradruhr nutzen. Zehn Ruhrgebietsstädte richten ein Netz von Selbstbedienungs-Radstationen ein, betrieben von der Firma Nextbike. Im Ruhrgebiet sind die Städte Bottrop, Dortmund, Hamm, Herne, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Mülheim, Oberhausen und Duisburg mit dabei, weitere Städte überlegen, beizutreten. Der Ausbau ist in den verschiedenen Städten unterschiedlich weit. Nach einer Registrierung per Telefon, Internet oder in Tourist-Infos können die Räder per Handy oder mit einer speziellen Radkarte des Unternehmens an einer beliebigen Station im Ruhrgebiet stunden- oder tageweise ausgeliehen und wahlweise an der selben oder einer anderen Station zurückgegeben werden. Viele der Stationen sind mit einem Terminal versehen, Registrierung und Ausleihe kann dort direkt erfolgen. Nur an diesen Stationen funktioniert die Ausleihe oder Rückgabe per Radkarte. Für die anderen Stationen benötigt man ein Handy, dass man dafür immer dabei haben sollte. Den Code für das Fahrradschloss erhält man angesagt und zusätzlich per SMS, und er wird bei Buchung am Terminal der Radstation angezeigt.
Da die Räder frei herumstehen und auch bei mehreren Ausleihen nur maximal einmal täglich von einem fahrenden Techniker überprüft werden, sollten vor jeder Ausleihe die Klingel, die Reifen, der Sattel und die Gangschaltung kurz auf korrekte Funktion geprüft werden. Für Kunden des ÖPNV der beteiligten Städte gibt es für die Radausleihe deutliche Rabatte - auch bei einer Ausleihe in den anderen Städten des Netzes. Im Internet kann man überprüfen, wo sich die Stationen befinden, wie viele Räder und ggf. freie Abstellplätze dort sind und es können auch Räder z.B. für Gruppen oder Familien reserviert werden. Die Räder sind einfache, mittelschwere 3-Gang-Räder mit Einkaufskorb, teilweise mit niedrigem Einstieg.
Wichtig: Das Computersystem der Betreiberfirma Nextbike ist nicht fehlerfrei. Eine nachträgliche Prüfung des Kontos im Internet ist ratsam. Reklamationen werden meist anstandslos bearbeitet.
  • Wie in weiten Teilen NRWs gibt es im Ruhrgebiet in nahezu allen Städten sogenannte Radstationen. Sie bieten sichere Aufbewahrung und kleinere Reparaturen von eigenen Rädern oder auch Leihräder an. Neben Ausleihe und Rückgabe an den Radstationen selbst kann man auch ein Revierrad nutzen und an einer von 21 Stationen ausleihen und an einer anderen zurückgeben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Um sich über die industriekulturelle Vergangenheit und Gegenwart des Ruhrgebietes einen Überblick zu verschaffen, begibt man sich am besten auf die Route der Industriekultur (RIK). Der Entdecker Pass der RIK vermittelt einen guten Überblick über die Route und kann als pdf-Datei hier heruntergeladen werden.

Zahlreiche Tipps rund um Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten und Freizeittipps in den 53 Städten der Metropole Ruhr bietet die Ruhr Tourismus GmbH auf ihrer Website.

Charakteristisch für das Ruhrgebiet sind die Arbeitersiedlungen und Bergehalden.

Die Einwohnerzahl des Ruhrgebietes hatte sich zwischen 1850 und 1935 etwa verfünfzigfacht. Für private Investoren und die öffentliche Hand wäre es unmöglich gewesen, Wohnraum in ausreichender Menge und Infrastruktur bereitzustellen. Hier sprang die Industrie ein, die Werkssiedlungen, Konsumanstalten (heute würde man Supermarkt sagen) und Gemeinschaftseinrichtungen für ihre Arbeiter und Angestellten gleich neben der Fabrik errichtete. Auch wenn die jeweiligen Firmen damit ihre eigenen Interessen zu verbinden wussten, war es eine soziale Besonderheit. Das durchschnittliche Einkommen eines Bergarbeiters lag im 19. Jahrhundert an der Existenzgrenze, und ohne die Einrichtungen hätten Armut und Leben in Elendsvierteln für viele Menschen gedroht. Diese Siedlungen wurden meist als Gartenstadt mit ländlichem Charakter angelegt und gehören jetzt, renoviert und heutigen Bedürfnissen angepasst, zu begehrten Wohnobjekten. Die interessantesten Siedlungen dieser Art sind:

Arbeitersiedlungen[Bearbeiten]

Bergarbeiter Siedlung Dahlhauser Heide
  • Eisenheim in Oberhausen entstand ab 1846 für die Beschäftigten der späteren Gutehoffnungshütte. Die heute noch stehenden 38 Häuser bilden die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebietes.
  • Margarethenhöhe in Essen ist die bekannteste und gilt als die schönste Siedlung des Ruhrgebietes. Die Siedlung entstand als Stiftung Margarethe Krupps als Gartenstadt nach den Plänen Georgs Metzendorfs.
  • Dahlhauser Heide in Bochum-Hordel, für die Musterzeche des Krupp-Konzerns, die Zeche Hannover, wurde zwischen 1907 und 1915 eine Mustersiedlung errichtet, ebenfalls in Stil einer Gartenstadt.
  • Siedlung Teutoburgia in Herne-Börnig, eine der schönsten Gartenstadt-Siedlungen an der Ruhr. Bestehend aus nur 4 unterschiedlichen Haustypen ergibt sich ein sehr abwechslungsreiches Gesamtbild. Erbaut wurde die Siedlung zwischen 1909 und 1923 für die Beschäftigten der Zeche Teutoburgia.

Bergehalden[Bearbeiten]

Ein Hügel inmitten flacher Landschaft mit Kunst obendrauf - Rheinpreußen in Moers ist eine typische Halde des Ruhrpotts

Die Bergehalden, bestehend aus taubem Gestein, das mit der Kohle ans Tageslicht gefördert wurde, sind zum größten Teil aufgeforstet und der Öffentlichkeit zugänglich. Sie werden genutzt von Mountain-Bikern (Hoppenbruch), Drachenfliegern oder Spaziergängern. Fast alle bieten einen großartigen Ausblick auf die Landschaft des Ruhrgebietes ringsum:

  • Halde Haniel in Bottrop trägt eine Installation des spanischen Bildhauers Agustin Ibarrola, außerdem gibt es einen Kreuzweg und ein Amphitheater.
  • Halde Beckstraße der Zeche Prosper in Bottrop, ca. 60 Meter, mit dem Tetraeder, einem begehbaren Stahlgerüst von 50 Meter Höhe. Hier erfahren Sie ob sie wirklich schwindelfrei sind. Nachts ist der Tetraeder beleuchtet und bildet ein weithin sichtbares Lichtzeichen.
  • Hoppenbruch in Herten, Höhe ca. 70 Meter, schon seit einigen Jahren aufgeforstet ermöglicht Hoppenbruch Spaziergänge sowohl auf breiten Wegen als auch auf schmalen Pfaden zwischen dichter Vegetation. Auf dem Nordgipfel steht ein Windrad sowie etliche Hinweistafeln. Anfahrtsplan
  • Hoheward in Herten/Recklinghausen, Höhe ca. 70 Meter, in direkter Nachbarschaft zu Hoppenbruch. Zusammen bilden beide Halden eine der größten Haldenlandschaften Europas. Auf dem Haldenplateau steht eine riesige Sonnenuhr mit einem 9 Meter hohen Obelisk als Zeiger sowie das Horizontobservatorium.
  • Großes Holz in Kamen mit vielfältiger Gestaltung der Bepflanzung sowie verschiedenen Leuchtkörpern.

Industriekultur[Bearbeiten]

Marina Duisburg, Freizeit, Arbeiten und Wohnen am Wasser
Zeche Zollverein in Essen – Ikone des Ruhrgebiets und UNESCO-Weltkulturerbe

Die Route der Industriekultur stellt als Ferienstraße besondere Industriedenkmäler, Parks, Museen, Siedlungen, Flussläufe, usw. in Form von Straßenrouten für Kraftfahrtzeuge und auch für das Fahrrad vor. Neben den 25 größeren Ankerpunkten, die das Rückgrat der Route bilden, vermitteln die Themenrouten immer ein spezielles Themengebiet, einen lokalen Bereich oder eine Besonderheit in der Geschichte des Ruhrgebiets.

  • Dortmunder Hafen: In dem größten Kanalhafen Europas werden heute vor allem Baustoffe, Kohlen, Mineralöle, etc. umgeschlagen.
  • Innenhafen Duisburg, Duisburg, Philosophenweg 19 (Im Hafenforum). Tel.: (0)203 3055-0, Fax: (0)203 3055-104, Email: . Das Hafenforum war der erste Umbau im Innenhafen nach dem Masterplan von Foster + Partners, seitdem ist dort auch die Entwicklungsgesellschaft für den Innenhafen Duisburg (IDE) untergebracht, es gibt Infos zur Stadt Duisburg, zum Masterplan und zur Route der Industriekultur. Aus dem ehemaligen Innenhafen ist ein moderner Stadtteil entstanden mit Büros, Wohnungen, Cafés, Restaurants, Kunstausstellungen und Wassersport-Einrichtungen.
  • Zeche Hannover - Malakowturm Bochum
  • Zeche Zollverein, 45309 Essen, Gelsenkirchener Straße 181 (Straßenbahn 107 bis "Kapitelwiese", "Zollverein" oder "Abzweig Katernberg", Parkplätze A1 und A2, Navi: Ernst-Schupp-Allee). Tel.: (0)201 246810, Fax: (0)201 2468242, Email: . 2001 zum Weltkulturerbe erklärte, bekannte Ikone des früheren Bergbaus; Anlagen größtenteils erhalten und mit modernen Neubauten ergänzt, verschiedene Veranstaltungs- und Ausstellungshallen, Standort von Ruhrmuseum und red dot design museum, Denkmalpfad, Erich-Brost-Pavillon, RevierRad Station, Café Kohlenwäsche, Casino Zollverein. Geöffnet: Gelände ist ganzjährig frei zugänglich. Preis: Buchung von Führungen (4 € - 15 €, je nach Umfang) und Infomaterial im Besucherzentrum Ruhr.
  • Gasometer in Oberhausen – Das Gasometer wurde 1929 als Scheibengasometer errichtet und war mit einem Speichervolumen von 350.000 Kubikmetern der größte Gasbehälter Europas und der zweitgrößte der Welt. Er ist ein Industriedenkmal und Wahrzeichen der Stadt Oberhausen. Das Innere dient heute für wechselnde Ausstellungen, außerdem kann man das Gasometer besteigen, um die Aussicht zu genießen.
  • Schiffshebewerk Henrichenburg (LWL-Industriemuseum), 45731 Waltrop-Oberwiese, Am Hebewerk 2. Tel.: (0)2363 9707-0, Fax: (0)2363 9707-12, Email: . Ein historischer Aufzug für Schiffe (1899 erbaut, 1969 stillgelegt), heute zum Museum ausgebaut, viele Besichtigungsmöglichkeiten mit alten Schiffen im Ober- und Unterwasser, Ausstellungen und dem begehbaren Hebewerk selbst. Gastrobus auf dem Gelände. Zugang mit Rollstühlen nur teilweise mit Aufzug/Rampe möglich (Wendeltreppen). Geöffnet: Mo Ruhetag, Di-So 10:00-18:00 Uhr. Preis: Erw. 4 €, erm. 2,50 €, Kinder bis 17 J. 2 €, Familien 9 €, es gibt auch eintrittsfreie Tage!. Tipp: der gesamte Schleusenpark Waltrop bzw. das Dattelner Meer sind einen Ausflug wert!
  • Zeche Zollern, 44388 Dortmund-Bövinghausen, Grubenweg 5. Tel.: (0)2361 6961111, Email: . Die Zeche wird aufgrund ihrer schmucken Ecktürmchen und Zinnen auch "Schloss der Arbeit" genannt, berühmt ist die Maschinenhalle mit Jugendstilportal und der Kampf der Bürger für den Erhalt dieses Industriedenkmals Ende der 1960er Jahre. Heute betreibt der LWL auf dem Gelände ein umfangreiches Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus (Markenkontrolle, Kaue, Geleucht, Rettungswesen, Arbeitsunfälle, Ausbildung, ..) aber auch das Wandern auf dem Gelände und in den Gebäuden lohnt sich. Achtung: Wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten ist die Maschinenhalle derzeit nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Geöffnet: Mo geschl., Di-So und feiertags 10:00-18:00 Uhr. Preis: Erw. 4 €, ermäßigt 2.50 €, Kinder&Jugendliche 2 €, Familien 9 €.
  • Jahrhunderthalle, 44793 Bochum, An der Jahrhunderthalle 1 (im Westpark) (Straßenbahn 302/310 bis "Bochumer Verein/Jahrhunderthalle", zu Fuß am Jahrhunderthaus vorbei 300m bis zur Halle). Tel.: (0)234 3693111 (Besucherzentrum), (0)234 3693100 (Halle), Fax: (0)234 3693200, Email: . Ursprünglich als Ausstellungshalle erbaut (1902), anschließend als Gebläsehalle für die Hochöfen im Bochumer Verein genutzt, 1993 saniert, inzwischen Spielstätte der RuhrTriennale u.v.a.m.; umliegender Westpark ist ebenfalls spannend. Geöffnet: Okt.-März: Di-Fr 12:00-17:00 Uhr, Sa+So 11:00-18:00; April-Sep. Di-So 11:00-18:00 Uhr. Preis: Führungen in Halle, Westpark, Kraftanlagen, unterirdisch und Abends möglich, Kosten 5 €-15 €.
  • Henrichshütte (Westf. Landesmuseum für Industriekultur), 45527 Hattingen, Werksstraße 31-33. Tel.: +49 (0)2324 9247140, Email: . 1987 wurde der letzte Hochofen ausgeblasen, heute ist er das Kernstück des Industriemuseums mit tollem Ausblick. Von April bis Oktober sind die Schaubetriebe aktiv, u.a. eine Schaugießerei. Viele Themenwege: Eisen, Stahl, Ratte (für Kinder), grüner Weg (Industrienatur). Außerdem Infos über die Menschen, die hier arbeiteten und auch sich gegen die Schließung zur Wehr setzten. Gebläsehalle wird für Veranstaltungen genutzt.
  • Chemiepark Marl, 45770 Marl, Paul-Baumann-Straße 01 (direkt an der BAB 52 gelegen, Buslinie 202 + 204 "Chemiepark Tor 3"). In den 30er Jahren als Chemische Werke Hüls (daher die Abkürzung CHW) gegründet, diente das Werk zunächst der Buna-Produktion für die Rohstoffunabhängigkeit des Deutschen Reichs bis 1945. Anschließend entwickelte sich die spätere Hüls AG zu einem der größten Verbundstandorte der chemischen Industrie der Welt und sorgte durch den raschen wirtschaftlichen Aufstieg auch zum Wachsen der Stadt Marl. Heute arbeiten im Chemiepark rund 10.000 Menschen in rund 30 Unternehmen - Hauptbetreiber und Eigentümer ist die EVONIK Industires AG. Der Chemiepark gilt als "Chemiebaukasten der Superlative", es werden regelmäßig spannende Bustouren durch die Anlagen angeboten, auf denen die Besucher einen einmaligen Blick in solch riesige Produktionshallen und -Prozesse bekommen. Das Werk ist der einzig aktive Punkt der Route der Industriekultur.

Museen[Bearbeiten]

Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum
  • Kulturliebhaber zieht es in der außergewöhnlich dichten Museumslandschaft der Metropole Ruhr in die 20 RuhrKunstMuseen, in denen imposante Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst präsentiert werden.
  • Was Sie schon immer über Bergbau wissen wollten, hier können Sie es erfahren. Attraktionen: Schaubergwerk unter Tage, Fahrt auf den Förderturm. Es handelt sich übrigens nicht um eine stillgelegte Zeche, sondern war von Anfang an als Museum geplant: Deutsches Bergbau-Museum, 44791 Bochum, Am Bergbaumuseum 28 (Besuchereingang: Europaplatz) (U 35 von Bochum Hbf in Richtung Herne bis "Deutsches Bergbau-Museum"). Tel.: (0)234 58770, Fax: (0)234 5877-111, Email: . Anschauungsbergwerk (~12°C - Jacke mitnehmen), Aussichtsplattform auf dem Fördergerüst (71,40m), Dauerausstellung zu allen Themen des Bergbaus, Sonderausstellungen im "Schwarzen Diamant" (Anbau), Montanhistorisches Dokumentationszentrum für eigene Recherchen frei zugänglich, Museums-Shop, Cafeteria "Grubengold". Geöffnet: Mo geschl, Di - Fr 8.30 - 17.00 Uhr, Sa+So, feiertags 10.00 - 17.00 Uhr, Anbau bis 16.45 Uhr. Preis: Erw. 6,50 €, ermäßigt/Jugendliche 3,00 €, Familien 14,00 €.
  • Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen [1], 44879 Bochum, Dr.-C.-Otto-Straße 191. Tel.: +49 (0)234 492516, Fax: +49 (0)234 94428730, Email: . Größtes, privat betriebenes Eisenbahnmuseum Deutschlands auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes. Lebendiges Museum mit sehr vielen, historischen Fahrzeugen und echtem Dampfbetrieb (Mitfahrten auf dem Führerstand möglich), Lokomotivschuppen mit 20-Meter-Drehscheibe, Wasserturm/-kran, Werkstätten, Bekohlungsanlage und Sandturm, Haltestelle der Ruhrtalbahn Geöffnet: Mo/Sa geschl., Di-Fr/So/Fe 10:00-17:00 Uhr. Preis: Erw. 7 €, Kind 4 €, Familie 18 €, Sonderpreise an Museumstagen.
  • Ruhr Museum, 45309 Essen, Gelsenkirchener Straße 181 (Zollverein A 14 (Schacht XII, Kohlenwäsche)). Tel.: (0)201 24681-444, Fax: (0)201 24681-460, Email: . Das Regionalmuseum hat zahlreiche Sammlungen zur Geologie und Archäologie, Geschichte und Fotografie, die es in seiner Dauerausstellung (gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets) und in Sonderausstellungen (auch Themen außerhalb des Ruhrgebiets) zeigt. Geöffnet: Mo-So 10:00-18:00 Uhr. Preis: Dauer- oder Sonderausstellung: Erw. 6 €, ermäßigt 4 €, Kind 2 €, Familienticket klein/groß 6 €/12 €; Galerieausstellung: Erw. 2 €, ermäßigt 1 €, Kind 0,50 €, Familienticket klein/groß 2 €/4 €; Kombi- und Jahrestickets erhältlich.
  • Ikonenmuseum Recklinghausen, 45768 Recklinghausen, Kirchplatz 2A. Tel.: (0)2361-501941, Email: . Bedeutendstes Museum seiner Art in der westlichen Welt. Die Dauerausstellung umfasst ca. 3.500 Ikonen, Goldstickereien, Miniaturen, Holz- und Metallarbeiten aus Russland, Griechenland und den Balkanländern. Dabei reichen die Werke der qualitativ hochwertigen Sammlung vom 13. bis ins 20. Jahrhundert Geöffnet: Di-So 11:00 bis 18:00 Uhr. Preis: Erw. 6 €, ermäßigt 3 €, Kinder unter 14 Jahren frei.
  • red dot design museum, 45309 Essen, Gelsenkirchener Straße 181. Tel.: (0)201 30104-25, Fax: (0)201 3010440, Email: . 2.000 ganz alltägliche Gegenstände, die der Besucher vielleicht auch selbst Zuhause hat (spannend was man da so alles wiedererkennt), vom Löffel bis zum Auto, von Küche über Kleidung bis zu Kameras. Sie sind besonders formschön, innovativ und vor allem ausgezeichnet designed - mit dem red dot design award. Geöffnet: Di-So 11:00 bis 18:00 Uhr. Preis: Erw. 6 €, ermäßigt 4 €, Kinder unter 12 Jahren frei, Familien 16 €.
  • Archäologischer Park in Xanten, Ausgrabung einer 2000 Jahre alten römischen Stadt
  • Deutsche ArbeitsSchutz Ausstellung in Dortmund, lassen Sie sich durch den uninteressant klingenden Namen nicht täuschen, die Ausstellung Mensch - Arbeit - Technik beschäftigt sich mit der Frage, wie unsere Zukunft angesichts des Wandels in der Arbeitswelt aussehen sollte - mit vielen Möglichkeiten zum Ausprobieren und zum Mitmachen: DASA (DASA Arbeitswelt Ausstellung), 44149 Dortmund, Friedrich-Henkel-Weg 1-25. Tel.: (0)231 9071-2479, Fax: (0)231 9071-2267. Ausstellung über Arbeitssicherheit und -schutz zum Anfassen, Entdecken und Mitmachen, u.a. zu den Themen: Bildschirmarbeit, Takt der Maschine, Baugewerbe, Gesundheitswesen, Elektrizität, Gefahrstoffe. Lohnenswert sind die vielen unterschiedlichen Führungen und Vorführungen sowie der LKW-Simulator, das Dasa-Drom (eine Art Geisterbahn, bei Kindern beliebt), der Bergbau-Tunnel und die Bagger im Innenhof. Geöffnet: Mo geschl., Di-Fr 9:00-17:00, Sa-So 10:00-18:00 Uhr. Preis: Erw. 5 €, ermäßigt 3 €, Familie 10 €.
Zeche Jupiter im Muttental, eine der ältesten des Ruhrgebiets, erstmals erwähnt 1768
  • Muttental bei Witten, die Wiege des Ruhrbergbaus - entlang eines Wanderweges durch die landschaftlich schöne Umgebung finden sich zahlreiche Relikte des frühen Bergbaus wie Stollenmundlöcher, Pingen, Schächte und alte Zechen, freier Eintritt
  • Top Secret. Ausstellung über die Welt der Spionage in Oberhausen. Gezeigt wird auch viel Original-Ausrüstung von Agenten, besonders aus dem Kalten Krieg. Die Ausstellung ist auch für Kinder und Jugendliche geeignet. Man benötigt je nach Interesse ein bis vier Stunden für den Besuch.
  • Umspannwerk Recklinghausen mit Museum Strom und Leben – das 1927/1928 erbaute Umspannwerk ist bis heute in Betrieb, bietet aber auch als Museum vielfältige Einblicke zum Thema Elektrizität

Kirchen/Tempel[Bearbeiten]

Die alte Synagoge in Essen
  • Essener Münster; die mittelalterliche Stiftskirche gehört heute zum Bistum Essen und ist eine der wirklich bemerkenswerten Kirchen im Ruhrgebiet
  • Synagoge Essen
  • Tamilischer Tempel Sri Kamadchi Ampal in Hamm

Burgen/Villen/Schlösser[Bearbeiten]

Villa Hügel in Essen – die quasi-feudale Residenz der Familie Krupp
  • Schloss Beck in Bottrop – gut erhaltenes barockes Wasserschloss mit großem Park, zahlreiche Attraktionen für (kleinere) Kinder wie Karussells, Boote, Trampoline, Seilbahnen usw.
  • Schloss Bladenhorst in Castrop-Rauxel
  • Haus Hartenfels in Duisburg
  • Villa Hügel – das ehemalige Wohn- und Repräsentationshaus der Industriellenfamilie Krupp im Essener Stadtteil Bredeney. Die Bezeichnung „Villa“ ist fast schon untertrieben für die 1870–73 im neoklassizistischen Stil errichtete hochherrschaftliche Residenz mit 269 Zimmern auf 8.100 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche. Dazu gehört der weitläufige Hügelpark.
  • Schloss Wittringen in Gladbeck
  • Schloss Herten in Herten
  • Schloss Westerholt in Herten
  • Schloss Broich in Mülheim an der Ruhr
  • Engelsburg in Recklinghausen

Parks und Gärten[Bearbeiten]

Im Grugapark Essen

Das Klischeebild des Ruhrgebiets stellt immer noch eine graue Stadtlandschaft dar. Die Realität kann aber ganz anders aussehen: Das Ruhrgebiet ist erstaunlich grün und von zahlreichen Parks und Gärten durchzogen.

  • Sea Life Oberhausen - Deutschlands größtes Süß- und Meerwasseraquarium
  • ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen − umgestalteter ehemaliger Ruhr-Zoo. Besucher- und kinderfreundlich gestalteter Erlebnis-Zoo. Die vier Themenbereiche sind: Alaska (zwischen Eisbergen und Küstenregenwald, Afrika (Zauber von Weite und Wildnis), Asien (die "Grüne Hölle" Asiens) und dem Streichelzoo Grimberger Hof.
  • Zoo Dortmund - gepflegter Zoo am Rombergpark, Regenwaldhaus "Rumah hutan", Amazonashaus, Zuchterfolge südamerikanischer Tierarten
  • Zoo Duisburg - bekannt für seine Beluga-Wale und interessant für Freunde von Delfinvorführungen
  • Westfalenpark - Park am Florian (Fernsehturm) in Dortmund
  • Grugapark in Essen - bedeutendster Botanischer Garten im Ruhrgebiet, besonders schön zur Rhododendronblüte; zugleich Tierpark und Naherholungsgebiet; lässt sich gut mit einer Radtour von Essen-Steele nach Mülheim verbinden
  • Nordsternpark (Bundesgartenschau 1997) in Gelsenkirchen, freier Eintritt, Freizeitpark mit Kinderspielplatz, großer Modelleisenbahnanlage (kostenpflichtig)
  • Landschaftspark Duisburg-Nord in Duisburg, freier Eintritt, die ehemalige Meidericher Eisenhütte als Park mit Industrie zum Anfassen
  • Botanischer Garten der RUB in Bochum, freier Eintritt
  • Chinesischer Garten Qian Yuan, freier Eintritt, einziger Garten im südchinesischen Stil in Deutschland, Teil des Botanischen Gartens
  • Tierpark Herne - kleiner Minizoo im Revierpark Gysenberg mit heimischen Tieren. Kostenlos, für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Eishalle und Therme in der Nähe.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Tiger and Turtle bei Nacht
Slinky springs to fame
  • Die Sternwarte Bochum im Stadtteil Bochum-Sundern ist mit ihrer 40 Kilometer hohen Antennenkuppel schon von weitem zu sehen. Ausstellung zur Geschichte der Raumfahrt.
  • Tiger and Turtle - Magic Mountain ist eine große Landschaftsskulptur im Angerpark im Süden Duisburgs. Sie sieht aus wie eine Achterbahn, auf ihr fahren aber keine Schienenwagen, sondern Fußgänger können sie auf Treppen begehen. Besonders eindrucksvoll ist die Anlage am Abend oder bei Nacht, wenn sie beleuchtet wird. Sie ist rund um die Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
  • Brückenskulptur „Slinky springs to fame“ in Oberhausen – die 460 Meter lange Spannbandbrücke über den Rhein-Herne-Kanal zwischen dem Kaisergarten am Schloss Oberhausen und der Emscherinsel sieht mit ihren Spiralen und bunten Farben aus wie ein Spielzeug aus Schraubenfedern. Abends wird sie mit LED-Feldern in 16 Farben beleuchtet. Auch der Zugang zu diesem Kunstwerk ist kostenfrei.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Das Ruhrgebiet ist als Reiseziel aufgrund seiner vielseitigen Freizeitmöglichkeiten besonders für Familien geeignet. Die Ruhr.Topcard bietet dabei bei Freizeit- und Erlebniswelten im Ruhrgebiet, im Sauerland und am Niederrhein ein ganzes Jahr lang einmalig kostenfreien (über 90 Stellen) oder kostenreduzierten (über 40 Stellen) Eintritt sowie weitere interessante Vergünstigungen. Sie lohnt sich vor allem für Menschen, die mehrfach im Jahr zu Besuch kommen oder im Umfeld wohnen. Der Preis in 2013 betrug für Erwachsene knapp 50 €, für Kinder knapp 34 €.

Freizeit- und Revierparks[Bearbeiten]

Movie Park
  • In Bottrop gibt es den Movie Park Germany, einen Freizeitpark mit zahlreichen Fahrgeschäften und Shows besonders für Kinder, Jugendliche und Actionfans. Da der Park einst von Warner betrieben wurde, gibt es bis heute einige Bezüge zum Thema Film. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Filmmuseum.
  • Freizeitzentrum Xanten, Adresse: Karthaus 2, 46509 Xanten
    • Saunalandschaft, Solarien
    • Strandbadelandschaft - 1000 m Sandstrand, FKK- und Familienstrand, Wasserski-Seilbahn
    • Xantener Südsee mit 2 Bootshäfen, Segeln, Surfen, Tauchen, Angeln, Kanu-Touren, Party-Floßfahrten
    • Das Nibelungenbad ist seit 2008 geschlossen!
  • Revierpark Mattlerbusch, Anschrift: Wehofer Straße 42, 47169 Duisburg
    • Sole- und Saunalandschaft, separate Damen- und Herrensauna, große gemischte Saunaanlage
    • Dampfbad, Biosaunarien, Trockensaunen, Hot-Whirlpools
    • ganzjährig geöffnete Außenanlage
    • Solarien, Römerbar, mediterraner Palmengarten
    • Bäder- und Massagepraxis, Fango, Unterwassermassage
  • Revierpark Vonderort, Adresse: Bottroper Straße 322, 46117 Oberhausen
    • Aktivarium: Solbad mit Frei- und Wellenbad, Spielanlagen für Mutter und Kind, Saunabereich mit Dampfbad und Solarien, drei Biobäder, finnische Blockbohlensauna
    • Freizeithaus: Italienisches Restaurant mit internationaler Küche, Geselligkeitsräume
    • Eislaufhalle: 1800 qm Eislauffläche von Oktober - März, im Sommer Mehrzweckhalle
    • Park: Jedermannsportbereich für Fußball, Handball, Tischtennis, Spielplätzen, Bocciabahnen, Wasserspielplatz, Teiche mit Ruder- und Tretbooten
  • Revierpark Nienhausen. Der Revierpark befindet sich an der Stadtgrenze zwischen Essen und Gelsenkirchen und bietet:
    • ein Solebad activarium mit Soleaußenbecken, Sauna, Solarien, Restaurant, etc.
    • Freibad mit integriertem Sport-, Wellen- und Nichtschwimmerbecken sowie Kleinkindbereich und großen Rasenflächen
    • Parkbereich, 30 ha großer Sport- und Spielbereich. Großzügige Wiesen, alter Baumbestand, verschiedene Kinderspielplätze, Tennisplätze, Schachfelder (der Schlüssel ist am Kiosk zu holen), Tischtennisplatten, Anlagen für Ball-, Kugel- und Wurfspiele stehen zur freien Verfügung. Im Zuge der Sparmaßnahmen wird auf viele Aktivitäten Eintritt erhoben.
    • Kinderspielpark mit Elektrobooten und -autos, Kindereisenbahn, Karussel und Minigolfanlage.
    • Forum Nienhausen, ein Kultur- und Begegnungszentrum für Veranstaltungen wie Konzerte, Theater, Ausstellungen, Kleinkunst/Kabarett, Parkfest, Tage des deutschen Puppenspiels, ökumenischer Arbeitskreis.
    • Veranstaltungen, wie z.B. Live-Musik, Kindertheater
  • Revierpark Gysenberg, Adresse: Am Revierpark 40, 44627 Herne
    • LAGO-Therme:überdachtes Wellenbecken, Warmbecken, Schwimmer- und Spaßbecken, Solebecken, Riesenrutsche, Fitnessbereich
    • Sport und Fitness: Sporthalle mit 8 Bundeskegelbahnen, Grünflächen mit Hart- und Rasensportfeldern, Tennis, Beach-Volleyball, Minigolf, Streetbasketball, Fußball
    • Freizeithaus: Mehrzwecksaal, Tagesräume
    • Kinderspielhaus: Geselligkeitszone mit Promenade, Kinderspielplätzen, Tischtennis, Bereich für Go-Kart, Parkgolf, Kinderautos
  • Freizeitzentrum Kemnade, Adresse: Querenburger Straße 29 "Luhns Mühle", 58455 Witten
    • Schwerpunkt Heveney: Bootsverleih, Segelschule, Ausflugsdampfer
    • Freizeitbad Heveney: Innen- und Außen-SoleschwimmbeckenHor-Whirlpool, Massagedüsen, Holz- und Dampfsauna, Sonnen- und Saunagarten, Fitnessräume
    • Schwerpunkt Oveney: Boot- und Surfbrettverleih, Radverleih, Inline-Scater Verleih, Spielplätze
    • Schwerpunkt Herbede: ruhige Sport- und Spielangebote für die Familie, Ökologie-Parcours
    • Haus Herbede: Mittelalterliche Burg mit Atelier, Standesamt der Stadt Witten, Ausstellungen bildender Künstler und Gastronomie im spätgotischen Rittergewölbe, Konzerte im Rittersaal
    • Wasserburg Haus Kemnade: Heimatmuseum mit historischer Musikinstrumentensammlung
Klettergarten im Revierpark Wischlingen
  • Revierpark Wischlingen, Adresse: Höfkerstraße 12, 44149 Dortmund
    • Solebad: Termalbad, Solebecken, Sprudelbecken, Massagedüsen, Schwall- und Nackenduschen, UV-durchlässiges Sonnendach
    • Saunalandschaft: Schwitzbad, Dampfbad, Whirlpool, gemütlicher Innenbereich
    • Freibad: Wellen- Springer- und Kinderplanschbecken, Liege- und Spielwiese
    • Eislaufhalle: geöffnet von Ende September bis zum letzten Freitag vor der Karwoche, zwei durch Rampen verbundene Eislaufflächen, Pistenbar, Lightshow und Disco
    • Park: Bootsverleih, Minigolf, Tennis, Spiel- und Sportflächen, kindgerechte Spielanlagen, Wasserspielplatz, Hochseilklettergarten

Sport[Bearbeiten]

Sport zum Zuschauen[Bearbeiten]

Fußball
  • Borussia Dortmund (der Signal Iduna Park ist mit 80.645 Plätzen das größte Stadion Deutschlands. Allein die Südtribüne, die größte Stehplatztribüne Europas, bietet 24.454 Fans Platz.)
  • FC Schalke 04 (Die Veltins Arena kann auch besichtigt werden und beherbergt ein Museum.)
  • MSV Duisburg
  • Rot-Weiss Essen
  • VfL Bochum

Highlights[Bearbeiten]

  • Ruhrmarathon Nach ein paar Jahren ohne den Marathon findet er 2013 mit neuem Sponsor wieder statt, Start in Gelsenkirchen, Strecke über Essen, Bottrop und Gladbeck
  • Rhein-Ruhr-Marathon findet in Duisburg statt
  • SparkassenGiro Bochum, Straßenrennen der Radprofis am 1. Wochenende nach der Tour de France und Jedermann-Giro am Vortag
  • 2013 findet auf der Regattabahn Wedau im Sportpark Duisburg die Kanu WM wieder statt (war schon 1979 dort). Die Strecke wird auch für zahlreiche andere Veranstaltungen genutzt.
  • in den Westfalenhallen in Dortmund gibt es immer wieder große Sport-Events, 2013 u.a. Ecco indoor trail, Springreiten und Freestyle Extremsport.
  • die RWE Rhein-Ruhr-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr ist auch so eine Halle mit wichtigen Sportereignissen, 2013 u.a. mit der offenen Deutschen Meisterschaft im Badminton

Aktiv[Bearbeiten]

  • In Bottrop gibt es das Alpincenter, es ist eine Skihalle die an 365 Tagen im Jahr geöffnet hat. Sie besitzt eine 640m Länge und 30m Breite Abfahrt und ist somit die längste Skihalle der Welt.
  • Das Ruhrgebiet lockt mit zahlreichen Kletterhallen, Klettergärten und Hochseilgärten.
  • Auch Eislaufhallen sind in ausreichender Zahl vorhanden.
  • Indoor Beachsport Center in Witten
  • Motorsport in Form von Go-Kart-Bahnen findet man viele in Ruhrgebiet (z.B. die Monza Indoor Kart Bahn in Herne); hier steht mehr der Spaß als die sportliche Herausforderung im Vordergrund.
Radfahren/Joggen
  • Die Erzbahntrasse ist ein 9 km langer Rad- und Gehweg vom Westpark bis zum Hafen Grimberg in Gelsenkirchen und ab Oktober 2008 mit Anschluss an den Emscher-Radweg. Keine nennenswerten Steigungen, tolle Aussicht auf Industrieanlagen und Siedlungen, bis auf eine wenig befahrene Straße kreuzungsfrei, auch für Kinder geeignet. Ideale Verbindung von Bochum zum ZOOM Gelsenkirchen.
  • Die Kray-Wanner Trasse führt von der Erzbahntrasse ca. 5 km hinter dem Westpark ab zum Zeche Zollverein in Essen. Leider 4 ebenerdige, vielbefahrene Straßenkreuzungen, Länge ca. 10 km. Führt direkt an der Halde Rhein-Elbe vorbei, einfacher aber lohnender Aufstieg mit Blick auf das mittlere Ruhrgebiet.
  • Die Trasse zwischen Hattingen und Wuppertal-Nord über Sprockhövel, ca. 10 km, die vielleicht landschaftlich schönste Strecke, Anfangspunkt bei Hattingen ist schwer zu finden, keine Parkplätze vorhanden. Am besten Sie beginnen mittig in Sprockhövel.
  • Der Rheinische Esel ist eine alte Bahntrasse, die heute Bochum, Dortmund und Witten als Radweg verbindet. Die 13 km lange Strecke beginnt in Bochum Langendreer hinter einer Wohnsiedlung, in der Nähe des S-Bahnhofs.
Radfahren / Joggen / Inlineskaten
  • Rundweg Kemnader See, ca 9 km (kleine Runde) oder 11 km
  • Rundweg Baldeney See, ca 15 km
  • Ruhrtal-Radweg, ca. 230 km Radreisen in natürlicher Landschaft
  • Emscher-Radweg, ca. 225 km Radreisen vor Industriekulisse
Radsport

Für ambitionierte Radsportler bietet sich die Elfringhauser Schweiz an, ein Bergland südlich von Witten/Hattingen mit Nebenstraßen und wenig Autoverkehr.

Das Münsterland nördlich des Ruhrgebietes ist flach und ideal für weite Touren.

Wassersport
  • Segeln auf dem Kemnader See. Bootsverleih in Heveney, Segelschein ist erforderlich, keine privaten Boote.
  • Surfen auf dem Kenmader See
  • Tretboot und Ruderboot Verleih in Heveney und Oveney am Kemnader See.
Hochseil-Klettergärten

Theater/Musical[Bearbeiten]

Darsteller des Musicals Starlight Express
Musical
Deutsche Oper am Rhein in Duisburg
„Hochkultur“
  • Schauspielhaus Bochum Eine der bekanntesten Bühnen Deutschlands, geprägt durch Intendanten wie Peter Zadek, Claus Peymann oder Leander Haußmann. Talentschmiede zahlreicher späterer Film- und Fernsehstars.
  • Theater Dortmund
  • Deutsche Oper am Rhein, auch kurz Rheinoper genannt. Gemeinsam betrieben von den Städten Düsseldorf und Duisburg und aktiv an beiden Standorten.
  • Aalto-Theater in Essen
  • Musiktheater Gelsenkirchen
  • Theater Marl Überregional bekanntes und bedeutendes Theaterhaus im nördlichen Revier. Ist unter anderem auch Austragungsort der Verleihung des Grimme-Preises.
  • Theater an der Ruhr Seit Jahrzehnten bundesweit renommiertes Theater in Mülheim an der Ruhr unter der Leitung von Roberto Ciulli.
  • Theater Oberhausen
  • Stücke Die Mülheimer Theatertage zeigen in jedem Frühjahr die besten Aufführungen des deutschsprachigen Raums und verleiht den Dramatikerpreis. Es ist zusammen mit dem Berliner Theatertreffen das bedeutendste Theaterfestival in Deutschland.
  • Philharmonie in Essen

Festivals und Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Bunt erleuchtete Zeche Ewald in Herten während der Extraschicht
Recklinghausen leuchtet: Rathaus
Juicy Beats in Dortmund
  • ExtraSchicht - Die Nacht der Industriekultur zeigt an 50 alten und neuen Kulissen (Zechen, Abwasserkanälen, Museen, Berg- und Klärwerke, Schlösser und Hütten, Parks und Seen, Brauereien und Brücken, ...) atmosphärisch dichte 450 Veranstaltungen mit über 2.000 Künstlern u.a. Musik, Theater, Besichtigungen, Lichtkunst und -projektionen, Poetry-Slam. Selbst die Straßenbahnen oder Fahrgastschiffe werden Orte für Shows und Performance. Termine: 6. Juli 2013, 28. Juni 2014 und 20. Juni 2015.
  • Bochum Total - Das Ruhrgebietsfestival ist ein jährliches, mehrtägiges Musikfestival in Bochum. Bochum Total startet immer am Donnerstag nach dem Sommerferienbeginn in NRW und ist mittlerweile das größte "für umsonst" Musikfestival Europas.
  • Recklinghausen leuchtet - Lichtspektakel der besonderen Art. Für zwei Wochen werden bekannte und historische Gebäude der recklinghäuser Altstadt durch Lichteffekte angestrahlt. Bei Einheimischen und Besuchern besonders beliebt sind die Lichtshows am historischen Rathaus.
  • Juicy Beats - Festival im Dortmunder Westfalenpark
  • Fiege Kino Open Air, 44787 Bochum, Scharnhorststraße 21-25 (Innenhof der Privatbrauerei, unweit des Hauptbahnhofs). Tel.: (0)234 5883838. Die Kinoabende im Sommer sind schon Kult, entsprechend voll ist es (auch auf den Parkplätzen). Geöffnet: Einlass ab 20:00 Uhr, Film beginnt ab Dunkelheit. Preis: circa 7 €/P.
  • Bochum7up in Bochum (Langendreer)
  • Zeltfestival Ruhr am Kemnader Stausee
  • Seegeflüster im Hengsteysee-Freibad in Hagen
Kirmes
  • Cranger Kirmes ist mit 4 Millionen Besuchern mit einer der größten in Deutschland und in Ruhrgebiet die größte Kirmes. Sie entstand aus einem Pferdemarkt. Sie findet jedes Jahr im August in Herne im Stadtteil Crange statt. Start ist immer am ersten Freitag im August. Sie endet Sonntags eine Woche nach Beginn.
  • Gevelsberger Kirmes am letzten Juni-Wochenende von Freitag bis Dienstag. Höhepunkt ist der große Kirmeszug Sonntag.
  • Palmkirmes Recklinghausen vor Ostern. Größte Frühjahrskirmes in NRW.
  • Schwelmer Heimatfest im September.

Küche[Bearbeiten]

Entsprechend der früher vorherrschenden harten Arbeitsbedingungen bietet das Ruhrgebiet eine einfache, günstige, herzhafte Küche. Typische Zutaten dieser Küche sind Flönz (Blutwurst), Endivien und Kartoffeln. Ebenso (besonders an Imbissbuden) anzutreffen sind Klassiker der Fast-Food-Küche wie Currywurst, Frikadelle und Pommes, welche zwar keine Spezialitäten im wörtlichen Sinne sind, aber (zumindest nach Meinung der Einheimischen) besonders gut zubereitet werden. Insbesondere in den Stadtteilen sowie an der Peripherie des Ruhrgebiets lassen sich Gastronomiebetriebe finden, deren Preis-Leistungs-Verhältnis besonders positiv gewürdigt wurde.

Bedingt durch die vielen Gastarbeiter sind im Ruhrgebiet auch viele nationale Küchen anzutreffen, in erster Linie zu erwähnen italienische (überall), thailändische (insbesondere in Dortmund und Duisburg), türkische (insbesondere in Essen), ägyptische (insbesondere in Mülheim), japanische (insbesondere in Dortmund) und spanische (insbesondere in Duisburg). Eine Besonderheit sind die Brauhäuser, welche - sofern sie nicht in erster Linie auf Touristen ausgerichtet sind - durchweg gutes Bier, ansonsten aber eine offensichtlich von Fertiggerichten dominierte Karte bieten. Zu erwähnen bleibt noch, dass sich an vielen Standorten der Route der Industriekultur eine verlässliche und keineswegs überteuerte Küche etabliert hat, am nennenswertesten das Casino der Zeche Zollverein in Essen, womit das Ruhrgebiet eine der besten Museumsgastronomien weltweit bietet.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Bermudadreieck in der Bochumer Innenstadt bezeichnet das Kneipenviertel der Stadt. Hier reihen sich unzählige gastronomische Betriebe aneinander. Das Zentrum des Bermudadreiecks stellt der Engelbertplatz dar. Im Frühjahr, wenn die ersten schönen Tage des Jahres die Menschen aus den Häusern treibt, wird dieses alljährlich mit dem Motto "Stühle raus" gefeiert.

Sicherheit[Bearbeiten]

Ruhrgebietsstädte gehören laut Statistik zu den sichereren Regionen Deutschlands, auch wenn das subjektive Sicherheitsgefühl der Einwohner ein anderes sein mag. Etwas in Verruf gekommen sind in letzter Zeit der Norden Duisburgs und die Dortmunder Nordstadt, nicht zuletzt auch durch mediale Berichterstattung. Auch Teile von Gelsenkirchen gelten als sozialer Brennpunkt. Am Ende kann man sich im Ruhrgebiet aber so bewegen wie überall auch, mit den gleichen Vorsichtsmaßnahmen, die man als Ortsfremder immer beachten sollte.

Klima[Bearbeiten]

Das Kleinklima ist wie in Metropolen üblich milder als im Umland.

Die Temperaturen liegen im Winter meist knapp über dem Gefrierpunkt, im Sommer steigen die Temperaturen im Schnitt leicht über 20 °C.

Die durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmengen liegen zwischen 500 und 1000 mm / Jahr.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Radtouren und Wanderungen im Naturpark Hohe Mark - liegt nördlich des Ruhrgebiets, vgl. Hohe Mark.
  • Wandern im Sommer und Skifahren im Winter, das bietet das Sauerland dem Besucher, der sich etwas weiter südlich wagt. Die vielen Talsperren laden zum Baden ein.
  • Köln mit seinen Museen und dem berühmten Kölner Dom

Wikibooks-logo.svg Wikibooks hat ein Buch Kleiner Führer zu Burgen, Schlössern und Rittersitzen: Essen und Umgebung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Achim Nöllenheidt: RuhrKOMPAKT: Der Ruhrgebiets-Erlebnisführer. Essen : Klartext-Verlag, 2011 (1. Auflage), ISBN 3837504638; 656. Wer sich durch die seltsame Anordnung/das nach Stadt und Aktivität aufgeteilte Inhaltsverzeichnis im Buch gewühlt hat findet wirklich alles! Sehenswerte im Ruhrgebiet.
  • Fabian Pasalk: 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muß. Emons, 2011 (1. Auflage), ISBN 3897058146; 240. Bekannte und viele nicht so bekannte Orte im Ruhrgebiet, Immer eine Seite Text, eine Seite Bild.
  • Wolfgang Berke: Über alle Berge: Der definitive Haldenführer Ruhrgebiet. Klartext-Verlag, 2009 (1. Auflage), ISBN 3837501701; 160. DER! Haldenführer im Ruhrgebiet, jede Halde getestet.
  • Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hg.): Burgen AufRuhr: Unterwegs zu 100 Burgen, Schlössern und Herrensitzen in der Ruhrregion. Klartext-Verlag, 2010 (1. Auflage), ISBN 3837502341; 488. Zur Ruhr.2010 herausgekommen, inzwischen oftmals als Schnäppchen erhältlich, super Führer zu fast allen Burgen-, Schlösser- und Herrensitzen im Ruhrgebiet.
  • Lena Püschel: Hikeline Wanderführer Ruhrgebiet 1 : 35 000, wasserfest und reißfest, GPS zum Download. Esterbauer, 2011 (1. Auflage), ISBN 3850005690; 230. Ja, auch im Ruhrgebiet kann man wandern und das nicht nur auf Halden hinauf. Detaillierte Beschreibung der Routen mit Karte, Aussichtspunkte, An-/Abreise und Gastronomie.
  • Monika Barwinska, Michael Moll, Ruhrgebiet West - Erlebnisradtouren zwischen Moers und Essen, Düsseldorf 2013, Droste Verlag, ISBN 978-3-7700-1475-0
  • Monika Barwinska, Michael Moll, Ruhrgebiet Ost - Erlebnisradtouren zwischen Essen und Hamm, Düsseldorf 2013, Droste Verlag, ISBN 978-3-7700-1487-3
  • Ruhrgebiet Ost. Zwischen Lippe und Ruhr, Bochum und Hamm, ADFC-Radausflugsführer 1:50.000, BVA Bielefelder Verlag 2014, ISBN 978-3-87073-583-8
  • Ruhrgebiet West. Zwischen Lippe, Rhein und Ruhr, ADFC-Radausflugsführer 1:50.000, BVA Bielefelder Verlag 2013, ISBN 978-3-87073-590-6

Weblinks[Bearbeiten]


Vollständiger Artikel Dies ist ein vollständiger Artikel, wie ihn sich die Community vorstellt. Doch es gibt immer etwas zu verbessern und vor allem zu aktualisieren. Wenn du neue Informationen hast, sei mutig und ergänze und aktualisiere sie.