Nikosia

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Dieser Artikel beschreibt im Wesentlichen die Situation des südlichen, "griechischen" Teils von Nikosia. Informationen über den nördlichen, "türkischen" Teil findet man im Artikel Nikosia/Nordteil.


Nicosia 01-2017 img23 View from Shacolas Tower.jpg
Nikosia
Λευκωσία Lefkosía · Lefkoşa
BezirkNikosia
Einwohnerzahl276.410 (Gesamt)
61.378 (Nord)
Höhe148
Tourist-Info+90 392 2272 994
Lagekarte von Zypern
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Nikosia

Nikosia ist die letzte zweigeteilte Hauptstadt der Welt. Sie liegt etwa in der Mitte der Insel Zypern und ist die Hauptstadt der unabhängigen Republik Zypern, ihr Nordteil (tr. Lefkoşa) ist Hauptstadt der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern. War es vor wenigen Jahren noch äußerst schwierig, die Grenze zu passieren, kann man heutzutage einfach zwischen dem "griechischen" (man spricht hauptsächlich griechisch) Südteil und dem "türkischen" (man spricht hauptsächlich türkisch) Nordteil der Stadt wechseln. Es genügt das Einreisepapier (Reisepass, Personalausweis), das man bei der Einreise auf die Insel Zypern bei den Grenzbehörden vorgelegt hat.

Hintergrund[Bearbeiten]

Blick auf den Nordteil der Stadt
Nicosia, 1690

Nikosia (gr. Lefkosia) ist wie die Insel zweigeteilt. In der Stadtmitte liegt Alt-Nikosia (walled city), durch eine Stadtmauer abgegrenzt, die im wesentlichen ein regelmäßiges Zwölfeck ist. Durch die historische Altstadt verläuft der Grenzstreifen, die Pufferzone (UN-administrated zone), die hier in den engen Gassen oft nur wenige Meter breit ist. Für Fußgänger gibt es in Nikosia zwei Übergänge. Der 1 Ledra-Street Checkpoint wikipediacommonswikidata liegt direkt in der Altstadt am Ende der Fußgängerzone der 1 Ledra Street , der andere ca. 500 Meter nordwestlich von Alt-Nikosia am ehemaligen 1 Ledra-Palace-Hotel wikipediacommonswikidata. Die übrigen Verbindungsstraßen zwischen Nord und Süd sind durch Blockaden versperrt, die auf beiden Seiten von Soldaten bewacht werden.

Im Norden darf man sich (laut Stempel) zwischen 30 und 90 Tagen aufhalten. Bei der Rückkehr in den Süden dürfen Waren im Wert von max. 260 € mitgebracht werden. Die Mitnahme von Alkohol ist auf 1 Liter und bei Zigaretten auf 40 beschränkt, obwohl wirkliche Kontrollen bei offensichtlichen Touristen selten sind.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt führt ihr Geschichte auf zwei Ansiedlungen zurück, zum einen auf das zyprische Stadtkönigtum Ledra, zum anderen auf eine hellenistische Siedlung, die zu Ehren des Sohnes des Ptolemaios I. Soter den Namen Leukos erhielt.

Erste Besiedlungsspuren in der fruchtbaren Mesaoria gehen auf die Bronzezeit um 2500 v.Chr. zurück. Einen schriftlichen Hinweis auf das Stadtkönigtum Ledra und den König Onasagoras findet sich in der Liste der Könige, die den Assyrern tributpflichtig waren. Unter der hellenistischen und römischen Herrschaft verlor Ledra an Bedeutung; das Städtchen hiess Lefkothea oder Lefkousia. Trifillios war der erste Bischof, der 448 heiliggesprochen wurde. Nach den Einfällen der Araber, die vor allem die Küstenstädte betrafen, zog sich ein Teil der Bevölkerung ins Hinterland der Mesaoria zurück und die Stadt wurde bis ins 9./10. Jhdt. zum Verwaltungssitz von Zypern unter byzantinischer Herrschaft. Als letzter byzantinischer Gouverneur regierte Isaac Komnenos 1183/91. Richard Löwenherz landete auf dem dritten Kreuzzug auf der Insel an und belagerte ihre Städte, als Rache für die Festsetzung seiner Braut Berengaria durch Isaac Komnenos. Nach erfolgreicher Belagerung von Lefkosia verkaufte er die Insel an den Templerorden, was zu einer Revolte der Inselbewohner führte.

Im Jahr 1192 verkaufte Richard Löwenherz die Insel an Guido resp. Guy de Lusignan, der als König von Jerusalem mit seinem Kreuzritterheer 1287 bei den Hörnern von Hattin eine dramatische Niederlage gegen Saladin erlebt hatte. Unter dem Haus Lusignan wurde auf Zypern ein strenges Feudalregime etabliert, etliche adlige Rückkehrer aus dem Heiligen Land erhielten Rechte als Feudalherren; nach der Zerstörung von Salamis wurde das im Landesinnern gelegene Lefkosia zur neuen Hauptstadt und Zentrum der Bautätigkeit. Als letzte Königin musste Caterina Cornaro, nachdem ihr Sohn und Thronfolger im ersten Lebensjahr verstorben war, 1489 abdanken und die Macht an die Republik Venedig abtreten. Die Venezianer entschieden sich 1567 angesichts der zunehmenden Bedrohung durch die Sarazenen, die im Landesinnern gelegene Inselhauptstadt mit den sternförmigen Stadtmauern und elf Bastionen, die zum Einsatz von Artillerie geeignet waren, zu befestigen. Die drei Tore, Famagusta-Tor, Paphos-Tor und Kyrenia-Tor sind heute noch zu sehen. Im Juli 1570 landeten die Osmanen auf der Insel an und konnten Lefkosia am 9.9.1570 nach längerer Belagerung mit einem abscheulichen Gemetzel einnehmen.

Nach dem Sieg der Osmanen lebte nur noch ein kleiner Teil der Bevölkerung in den teils zerstörten Gebäuden, die römisch - katholischen Kirchen wurden zu Moscheen umgewandelt; als Sitz des Osmanischen Pascha, des griechisch - orthodoxen Erzbischofs, des Dragoman als Vermittler und Dolmetscher und des Qadi, behielt Lefkosia seine Bedeutung. Die Stadt erlebte ab der Mitte des 19. Jhdt. einen gewissen Aufschwung. Erst ab der Übernahme der Herrschaft durch die britische Kolonialmacht 1878 wurde mit dem Ausbau der Infrastruktur innerhalb der venezianischen Mauern begonnen, es wurden ein Postamt gebaut, die Tore erweitert und ein Teil der Strassen asphaltiert. Unter der Britischen Kolonialherrschaft wurde die Bezeichnung Nicosia üblich.

Im Unabhängigkeitskrieg 1955/59 wurde Nicosia zu einem Brennpunkt des Konflikt, im Ledra Palace Hotel fanden die Gespräche zwischen Erzbischof Makarios und dem britischen Gouverneur statt. Nach der triumphalen Rückkehr aus dem Exil wurde Erzbischof Makarios am 13. Dez. 1959 zum Präsidenten der Republik gewählt. Die Ruhe in der Hauptstadt währte nur kurz, nach Scharmützeln zwischen türkischen und griechischen Bevölkerungsvertretern wurde Nicosia und griechische und türkische Quartiere geteilt; da der U.N. Offizier die Linie mit einem grünen Stift auf dem Stadtplan einzeichnete, entstand die Green Line als bis heute bestehende de facto - Grenze zwischen dem Südteil und dem türkischen Nordteil der Hauptstadt und der Insel. Nach der türkischen Invasion und Gründung der türkischen Republik Nordzypern ist die Insel-Hauptstadt bis heute geteilt, wenn auch Fussgänger die Green Line inzwischen unter Vorlage des Reisepasses einigermassen problemlos passieren können.

Anreise[Bearbeiten]

Green Line

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Internationale Flughafen von Nikosia ist seit 1974 geschlossen, er kam in die U.N. Pufferzone zu liegen. Der nächste Flughafen ist der 50 km südöstlich gelegene Flughafen Larnaca. Von dort erreicht man die Inselhauptstadt über die Autobahn in 45 Minuten.

Der Nordteil der Stadt ist über den Flughafen Ercan zu erreichen, der etwa 10 km östlich gelegen ist.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von den anderen großen Städten in der Republik Zypern (Paphos, Limassol, Larnaca) verkehren Überland-Busse nach Nikosia. Diese sind grün und tragen die Bezeichnung Intercity Bus (www.intercity-buses.com). Fahrscheine bekommt man direkt beim Fahrer. Eine Einzelfahrt kostet um 4.00 - 7.00 €, die Tageskarte-Rückfahrkarte ist jeweils um 1.00 € günstiger als zwei einzelne Fahrten.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Aus Richtung Süden kann man Nikosia über die Autobahn A1 von Larnaca in etwa 45 Minuten und von Limassol in etwa 1 Stunde erreichen. Die neue Schnellstraße, die westlicher Richtung zum Troodos-Gebirge mit dem höchsten Berg der Insel, dem Olymp führt, wird auf den ersten Kilometern als Autobahn A9 und weiter als Hauptstrasse B9 geführt; weiter führt sie als B8 nach Limassol.

Im türkischen Nordteil der Insel führen Schnellstraßen von Nikosia aus nach Norden in Richtung Kyrenia/Girne, nach Osten in Richtung Famagusta/Gazimagusa sowie nach Westen in Richtung Morphou/Güzelyurt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mit einzelnen internationalen Fährverbindungen ist nur der Hafen von Limassol zu erreichen. Von dort dauert die Fahrt mit dem Auto / Taxi ca. 60 Minuten.

Mobilität[Bearbeiten]

Stadtplan

Die Altstadt von Nikosia ist von einem zwölfeckigen Stadtmauerring umgeben, dessen Durchmesser lediglich 1.7 km beträgt. Somit sind die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Nikosia recht gut zu Fuß erreichbar. Ansonsten kann man das städtische Bussystem OSEL nutzen oder auf Taxis ausweichen. Die 2 Central Bus Station liegt am Solomou Square (Solomo Platz) im Südwesten des Altstadt-Mauerrings. Die Fussgängerzone um die Ledra-Street findet man in (nord)östlicher Richtung.

Parkmöglichkeiten innerhalb des Altstadtrings sind knapp, man lässt sein Privatfahrzeug am besten an einem der Parkplätze um den Stadtmauerring resp. innerhalb der Festungsbastionen, die teils den nötigen Platz zur Anlage eines Parkplatzes geboten haben. In die Altstadt einzufahren, überlässt man am besten deren Bewohnern.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Faneromeni Kirche
Barnabas Cathedral
Panagia Chrysaliniotissa Church
Erzbischöflicher Palast, Lefkosia
Aqueduct of Lefkosia
Ausgrabungen Byz.Kirchen
Omerijye Moschee

In der Altstadt sind vor allem die Fussgängerzonen entlang der Ledra Street als Haupt-Einkaufsstrasse und die Querstrassen bis zur Faneromeni - Kirche sehenswert. Das Altstadtquartier 2 Laiki Gitonia mit ursprünglichen Tavernen, Kunsthandwerk- und Andenkenläden wird auch von Zyprioten gern besucht und wurde durch ein städtisches Museum aufgewertet. Am nördlichen Ende der Ledra-Street gelangt man zum Fussübergang in den Nordteil der geteilten Inselhauptstadt.

Kirchen & religiöse Bauwerke[Bearbeiten]

Viele griechisch-orthodoxe Kirchen sind von 12.00 bis 16.00 Uhr geschlossen, in der Regel sind die Schultern und Knie bedeckt zu halten, Photographien ohne Blitz werden in den von Touristen frequentierten Kirchen eher geduldet, als in den kleineren Gotteshäusern, die noch vorwiegend gottesdienstlich genutzt werden.

  • 3 Erzbischofspalast. "Arch bishop's Palace, erbaut um 1956/61 im klassizistischen Stil.
  • 1 ehem. Kathedrale Ag.Ioannis: Die ehem. Johanneskathedrale ist ein vergleichsweise bescheidener Bau. Die Kirche wurde auf den Fundamenten eines Benediktinerklosters aus dem 14. Jhdt. im Jahre 1662 im franko-byzantinischen Stil errichtet. Die Innenausmalung stammt aus dem Jahr 1730, die Ikonen stammen vom kretischen Künstler John Kornaris und wurden 1795/97 geschaffen. Vor der Kirche steht eine weiße Marmorbüste von Makarios III.
  • im orthodoxen Stil als Kreuzkuppelkirche neu erbaut wurde die 2 Kathedrale des Apostels Barnabas (griech.: Καθεδρικός Ιερός Ναός Αποστόλου Βαρνάβα), 2021 wurde sie eingeweiht.
  • die 3 Faneromeni Kirche (Εκκλησία Φανερωμένης) wurde 1872 erbaut und war bis zum Bau der neuen Kathedrale die grösste Kirche in Nikosia; in einem Mausoleum an der Ostseite sind die sterblichen Überreste der 1821 von den Türken exekutierten Bischöfe und Priester beigesetzt.
  • 4 Ausgrabungen mit den Fundamenten zweier Kirchen aus dem 12. Jhdt. befindet sich vor der Stadtverwaltung.
  • die 4 Agios Cassianos-Kirche liegt nahe der grünen Linie. Die Kirche wurde 1854 auf älteren Fundamenten gebaut, im Inneren befinden sich einige Ikonen aus dem 16. Jhdt. und die Reliquien des Hl. Cassianos, ein Silberhelm habe Wunderkräfte gegen Kopfschmerzen. Der Hl. Cassianus war ein römischer Einsiedler, da sein Namenstag auf den 29. Februar fällt, wird der Jahrestag nur alle vier Jahre begangen.
  • 5 Panagia Chrysaliniotissa-Kirche liegt ebenfalls in der Nähe. Sie wurde um 1450 noch unter fränkisch resp. venezianischer Herrschaft auf Veranlassung von Helena Palaiologina als ältestes Gotteshaus für die Orthodoxe Bevölkerung gebaut und gilt als eine der ältesten dauernd betriebenen orthodoxen Kirchen auf Zypern. Unter osmanischer Herrschaft wurde sie nach Zerstörungen um 1735 erneuert. Die Ikone der "Madre della Consolazione" wurde ins byzantinische Museum verbracht.
  • 6 Agios Antonios Kirche, die einschiffige Kirche wurde im 18. Jhdt. gebaut.
  • Die 7 Agios Savvas Kirche wurde auf älteren Fundamenten wohl um 1850/51 erbaut.
  • Die 8 Archangelos Michail Tripiotis Kirche stammt wohl aus dem späten 16. Jhdt.; in einer Inschrift wird 1695 erwähnt, es könnte sich aber eher um das Datum eines Umbaus handeln. In der Form gleicht die dreischiffige Kirche Gotteshäusern aus der venezianischen Zeit, die Kirche wurde unter osmanischer Herrschaft weiter benutzt, wurde aber wohl vorher gebaut.
  • Die 9 Ömerijye - Moschee entstand auf den Ruinen einer Augustinerkirche, von der noch das Portal aus dem 14. Jhdt. erhalten ist. Bei der Einnahme von Lefkosia durch die Osmanen 1570 wurden Dachstuhl und Dach bei der Belagerung zerstört, später wurde das Gebäude in eine Moschee umgewandelt und erhielt ein neues Holzdach und ein Minarett.
  • Die 10 Taht-el-Kale Moschee
  • die 11 Bayraktar Moschee wurde 1820 auf einer südlichen Bastion erbaut; hier sei nach der Belagerung 1570 erstmals in Lefkosia die Fahne des osmanischen Reichs aufgerichtet worden.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • das 5 Famagusta Tor ist das bedeutendste Stadttor aus venezianischer Zeit; das Innere wird derzeit renoviert, es wurde für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
  • 6 Old Nicosia Aqueduct , der Aquädukt stammt aus osmanischer Zeit, ca. aus dem 18. Jhdt. und diente der Wasserversorgung der Stadt.

Museen[Bearbeiten]

  • 7 Zypern-Museum (Κυπριακό Μουσείο), Museum 1. Tel.: +357 22 865854. Das Zypernmuseum, knapp außerhalb der Stadtmauer gelegen, zeigt die bedeutendsten archäologischen Funde der ganzen Insel. Geöffnet: Di-Fr 8:00-18:00; Sa 9:00-17:00; So 10:00-13.00. Preis: Freier Eintritt.
  • 8 George & Nefeli Giabra Pierides Collection Museum, Lykourgou. Die Pierides Collection umfasst Artefakte aus der Bronzezeit bis ins 16. Jhdt., vor allem eine der reichsten Sammlungen myzenischer Keramik.
  • 9 Byzantinisches Museum. Tel.: +357 22 430008. Im byzantinischen Museum sind neben anderen sakralen Gegenständen 230 Ikonen aus dem 9.-19. Jhdt. zu sehen. Den Kern der Ausstellung bilden 48 Ikonen, die 1967 an der Ausstellung "Tresors de Chypre" in Parisa und anderen europäischen Städten gezeigt worden waren. Das byzantinische Museum gleich neben dem Erzbischofspalast wurde 1982/88 errichtet.
  • 10 Cyprus Folk Art Museum, Square of Archbishop Kyprianos. Tel.: +357 22 432578, E-Mail: . Das zyprische Volkskundemuseum wurde 1937 in den Räumlichkeiten des alten erzbischöflichen Palastes von der Society of Cypriot Studies gegründet. Nach der Verlegung des Amtssitzes des Bischofs in den neuen Palast wurde das Gebäude 1962/64 mit Unterstützung von Präsident Makarios III. renoviert und die Sammlung neu präsentiert. 1999 wurde eine Ausstellung zur Seidenraupenzucht eingeweiht. Preis: Mo 10:00-14:00; Di-Fr 9:00-16:00, Sa 9:00-13:00 h.
  • 11 Hadjigeorgakis Kornesios Mansion (Ethnological Museum Lefkosias), Patriarchou Grigoriou 20. Tel.: +357 22 305316 wikipediacommonswikidata. Das repräsentative Gebäude wurde unter der osmanischen Herrschaft im 18. Jhdt. gebaut; im Innern der Ummauerung findet sich ein oasenähnlicher Garten. Hier fanden die Treffen zwischen dem osmanischen Statthalter und der höchsten geistlichen Würdenträgern der orthodoxen Kirche statt. Das Haus dient nach der Sanierung als ethnologisches Museum. Geöffnet: Mo-Fr 8:30 - 15:30 h; Sa 9:30 - 16:30 h.
  • 12 Leventis Municipal Museum (Λεβέντιο Μουσείο) (Λεβέντειο Δημοτικό Μουσείο), Hippocratous, Nicosia wikipediacommonswikidata. Das Leventis Museum zur Stadtgeschichte von Lefkosia wurde 1984/89 errichtet, es werden Objekte zur Stadtgeschichte gezeigt. Neben Objekten aus der fränkischen und venezianischen Epoche verfügt das Museum über eine Sammlung von Karten. Auch die Zeiten unter osmanischer und britischer Herrschaft werden beleuchtet.
  • 13 State Gallery of Contemporary Arts, Ammochostou 73, Nicosia. Tel.: +357 22 479600. Staatliche Sammlung zeitgenössischer Kunst.
  • 14 Postmuseum, Ayiou Savva 3Β. Drei Ausstellungsräumen in einem typischen Stadthaus; neben einer Sammlung zypriotischer Briefmarken werden zahlreiche alte Gegenstände der Post Zyperns ausstellt, die unter britischer Herrschaft aufgebaut wurde, wovon heute noch die Briefkästen zeugen. In seiner etwas chaotischen Art ein charmantes Juwel, nicht nur für Briefmarkensammler, das den kleinen Umweg in der Innenstadt in jedem Fall Wert ist. Im Wesentlichen ein 1-Mann-Betrieb eines Rentners, der zugleich im örtlichen Philatelistenverband aktiv ist und auch Marken verkauft. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-15.00, Sa. 9.00-13.00. Preis: gratis.
  • Das Museum of Cypriot Coining im ehemaligen Gebäude der Nationalbank stellt seit der Antike auf Zypern geprägte Münzen.
  • 15 Motorradmuseum, Γρανικού 44. Tel.: +357 22 680222. Ausgestellt sind etwa 150 klassische Motorräder aus den Jahren 1914/83. Geöffnet: ab 9.00.
  • 16 National Struggle Museum. Im Museum wird der Freiheitskampf Zyperns unter Leitung der EOKA unter Christodoulos Papachrysostomou dargestellt, Zyprioten verstehen die Ausstellungsgegenstände besser, als Zugereiste. Geöffnet: Mo-Fr 8:00-14:30 h.

Parks und Denkmäler[Bearbeiten]

Befreiungsdenkmal, Nicosia
  • In Nikosia gibt es etliche Denkmäler die Helden der EOKA aus den Unabhängigskeits- und Bürgerkriegen darstellen. Erwähnenswert wegen seiner Größe ist das 17 Befreiungsdenkmal, es steht auf der Podcataro-Bastion.
  • Athalassa Park, am Südrand der Stadt.
  • Strovolos Promenade, am Strovolos-Fluß entlang.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Südteil der Altstadt gibt es zwei Haupteinkaufsstraßen, die Ledra Street und die 2 Makarios III. Ave . Viele Geschäfte finden sich in ähnlicher Weise in anderen europäischen Innenstädten. Kleinere, familiengeführte Geschäfte findet man eher in den Nebenstraßen. Größere Kaufhäuser sind 3 Marks & Spencer mit verschiedenen Filialen sowie 4 Debenhams .

Überquert man die Grenze in den Nordteil, reihen sich direkt nach dem Ledra Street Checkpoint Geschäfte aneinander, die insbesondere Kleidung und Schuhe in großer Menge anbieten, die Preise der "Markenprodukte" sprechen dafür, dass man bei der Rückkehr am Zoll mit Fragen bzgl. Einfuhr von gefälschten Markenkleidern konfrontiert werden könnte...

Große Supermärkte sind etwas relativ Neues in Zypern. In Nikosia gibt es sie vor allem in den südlichen Aussenbezirken: zwei Filialen der Alpha-Mega - Kette in 5 Strovolos und in 6 Engkomi . Die großen Läden haben meistens Mo-Sa 8:00-20:00 geöffnet, Mittwoch Nachmittage sind oft geschlossen. Im Sommer wird wie in Griechenland oft eine Mittagspause von ca. 13-16 Uhr eingehalten, dafür ist abends bis 22 Uhr geöffnet.

Interessant sind auch die sogenannten Periptero (gr. Περιπτερο), kleine Läden mit beschränktem Angebot, die es an fast jeder Ecke gibt und 24 Stunden geöffnet haben.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • 1 Centrum Hotel, 15 Pasikratous street (Eleftherias Square). Tel.: +357 22 456 444. Zum Hotel.gehört das Restaurant Byzantino

Gehoben[Bearbeiten]

Es gibt in Süd-Nikosia drei große Hotels :

  • 2 Hilton Cyprus, Makarios Ave.
  • 3 Hilton Park, Leoforos Georgiou Griva Digeni Ave., etwas außerhalb der Stadt.
  • 4 Holiday Inn, zentral gelegen am Rande der Altstadt.

Lernen[Bearbeiten]

Es gibt in Süd-Nikosia drei große Bildungseinrichtungen :

Arbeiten[Bearbeiten]

Für EU-Bürger ist die Arbeitsaufnahme seit dem EU-Beitritt Zyperns problemlos möglich. Allerdings sind die Jobangebote nicht allzu zahlreich gesät.

Sicherheit[Bearbeiten]

Nikosia ist eine im Allgemeinen sehr sichere Stadt. Aufpassen sollte man nachts in der Nähe der Green Line sowie beim Besuch mancher Clubs und „Cabarets”.

Gesundheit[Bearbeiten]

Besondere Gesundheitsrisiken gibt es in Nikosia nicht. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte auf Flaschenwasser zurückgreifen. Baufällige Häuser nahe der Green Line in der Altstadt sollte man nicht betreten; es besteht Einsturzgefahr.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Im Allgemeinen sind die Zyprioten sehr freundlich. Man vermeide es, allzu offen für eine der beiden Volksgruppen Partei zu ergreifen. Im Süden kam es sich lange nicht gut an, zu äussern, dass man im Norden war.

  • 4 Postamt, (Konstantinou Palaiologou. Am südlichen Rand der Altstadt. Geöffnet: 9.00-15.00. Preis: 2015: Brief/Postkarte nach Europa € 0,64).

Mobiltelefone sind in Zypern sehr verbreitet. In Nikosia ist der Empfang sehr gut. Zu beachten ist, dass SIM-Karten aus dem Süden nicht im Norden funktionieren. Roaming mit deutschen Karten ist im griechischen Teil der Stadt aufgrund der gesetzlichen EU-Preisobergrenzen deutlich günstiger als im türkischen Teil. Es gibt nur noch wenige Karten-Telefonzellen im Innenstadtbereich.

Während des Winterhalbjahres gelten im Nord- und im Südteil Nikosias unterschiedliche Zonenzeiten. In Nordzypern gibt es keinen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit, die Uhren gehen gegenüber der Osteuropäischen (Winter-)Zeit ganzjährig eine Stunde vor (MEZ+2h, im Süden dagegen MEZ+1h). Wenn es im Süden 12 Uhr ist, zeigen die Uhren im Norden bereits 1 Uhr. Während der Sommerzeit gilt hingegen in der gesamten Stadt (wie überall auf Zypern) die gleiche Zeit, nämlich Osteuropäische Sommerzeit (d. h. MESZ+1h).

Ausflüge[Bearbeiten]

Von der Central Bus Station aus verkehren Busse in die umliegenden Dörfer und Städte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]


Flag of Europe.svg

Europäischer Kulturmonat (inzwischen eingestellt):
1992: Krakau | 1993: Graz | 1994: Budapest | 1995: Nikosia | 1996: St. Petersburg | 1997: Ljubljana | 1998: Linz, Valletta | 1999: Plovdiv | 2000: keine | 2001: Basel, Riga | 2002: keine | 2003: St. Petersburg

Kulturstadt Europas:
1985: Athen | 1986: Florenz | 1987: Amsterdam | 1988: West-Berlin | 1989: Paris | 1990: Glasgow | 1991: Dublin | 1992: Madrid | 1993: Antwerpen | 1994: Lissabon | 1995: Luxemburg | 1996: Kopenhagen | 1997: Thessaloniki | 1998: Stockholm

Kulturhauptstadt Europas:
1999: Weimar | 2000: Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Prag, Reykjavík, Santiago de Compostela | 2001: Porto, Rotterdam | 2002: Brügge, Salamanca | 2003: Graz | 2004: Genua, Lille | 2005: Cork | 2006: Patras | 2007: Sibiu, Luxemburg zusammen mit der Großregion Saar-Lor-Lux | 2008: LiverpoolStavanger | 2009: Linz, Vilnius | 2010: Istanbul, Pécs, Essen für das Ruhrgebiet | 2011: Tallinn, Turku | 2012: Guimarães, Maribor | 2013: Košice, Marseille | 2014: Riga, Umeå | 2015: Mons, Plzeň | 2016: Breslau, Donostia-San Sebastián | 2017: Aarhus, Paphos | 2018: Leeuwarden, Valletta | 2019: Matera, Plovdiv | 2020: Galway, Rijeka | 2021: Timișoara, Eleusis, Novi Sad | 2022: Esch an der Alzette, Kaunas | 2023: Veszprém | 2024: Bad Ischl, Bodø, Tartu |

2025: Chemnitz
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