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Porto

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O Porto (visto da Ponte Dom Luis I).jpg
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Porto
Distrikt Porto
Einwohner
237.591 ()
Höhe
104 m
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Lage
Lagekarte von Portugal
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Porto

Porto (auch Oporto) ist eine Stadt am Douro im Norden Portugals und die zweitgrößte Stadt des Landes.

Hintergrund[Bearbeiten]

Porto ist nach Lissabon die zweitgrößte Stadt Portugals, in der Metropolregion Porto leben je nach Quelle ca. 1,3 - 1,6 Millionen Menschen. Bereits der portugiesische Name Oporto (aus dem Lateinischen portus='der Hafen') weist auf die ursprüngliche Funktion der Stadt als Hafenstadt hin. Traditionell wird den Einwohnern Portos Weltoffenheit, ein nüchterner Geschäftssinn, ein ausgeprägter Realismus und die Fähigkeit zur klaren Kalkulation nachgesagt. Innerhalb Portugals gelten die Portuenser als arbeitsam, spröde und etwas kühl. Ein gängiges Sprichwort besagt: „In Lissabon wird gelebt, in Porto gearbeitet“, was sich auf die vielen Cafés in Lissabon gegenüber den vielen Banken in Porto bezieht, wobei die Einwohner der beiden Städte dieses Sprichwort jeweils positiv für sich selbst auslegen. Es herrscht auf jeden Fall eine gewisse Rivalität zwischen beiden Städten. Die Portuenser werfen den Lissabonnern ihre Unbekümmertheit vor, dagegen verachten die Hauptstädter die Metropole des Nordens für ihren Arbeitseifer.

Wie dem auch immer sei, es ist zu konstatieren, dass auch Porto seinen unverwechselbaren Charme hat, sowohl für Weinliebhaber und Nachtschwärmer, als auch für andere Menschen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Porto entstand wahrscheinlich aus einer Keltensiedlung ca. fünf km westlich des Douro. Der Ort wuchs immer weiter an und wurde schließlich Bischofssitz. Aufgrund seiner geographischen Lage war Porto immer wieder von Eroberungszügen und damit einhergehenden Machtwechseln betroffen, bis sich die Region schließlich zusammenschloss und Porto zu ihrer Hauptstadt machte. Von Porto aus startete König Afonso Henrique seine Züge gegen die Mauren und befreite letztendlich auch Lissabon mit Hilfe von Kreuzrittern, die Bischof Pitoes überzeugten, dass der heilige Krieg schon in Europa beginnen müsse. Daraufhin widmeten sich Portos mächtig gewordenen Bischöfe nur noch der eigenen Macht- und Finanzkraftmehrung, sodass die ansässigen Kaufleute ihnen ein Recht nach dem anderen abtrotzen. Nach und nach entfaltete sich in Porto ein immer liberalerer Geist unter den zwei Devisen: 'Keine Bevormundung' und 'freier Handel'. Das merkantile Bürgertum führte Porto nun zu seiner Blüte, von hier aus stachen Flotten zu wichtigen Eroberungen in See. In diese goldene Ära wurde auch Heinrich der Seefahrer geboren, der weitere wichtige Eroberungen - vor allem in Nordafrika - erzielte.

Doch ab dem 18. Jahrhundert geriet Porto immer mehr in englische Abhängigkeit. Diese ging auf den Vater Heinrichs zurück, der Philippa von Lancenster geheiratet hatte. 1703 läutete man mit dem Methuen-Vertrag den Portweinboom ein, zerstörte aber gleichzeitig auch die heimische Wolleproduktion, da der Binnenmarkt nun mit billiger Ware aus England überschwemmt wurde. Um die Abhängigkeit von England zu durchbrechen, schuf Marques de Pombal 1757 eine portugiesische Monopolgesellschaft.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fiel Napoleon in Porto ein, wurde jedoch durch die englischen Generäle geschlagen. Auch die französische Revolution schwappte nach Porto über, nach der Revolution vom 24. August 1820 wurde die erste radikal-liberale Verfassung formuliert. 1834 wurde eine Handelsvereinigung gegründet, 1844 eine Industriekammer. Am 31. Januar 1891 kam es zu einem erneuten Volksaufstand, da Portugal sich aufgrund eines deutsch-englischen Ultimatums aus Nordafrika zurückzog. 1927 entstand ein erneuter Aufstand, dieses Mal gegen die Militärdiktatur, die schließlich am 25. April 1974 zu Ende ging und der modernen Republik wich.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima Nordportugals ist nicht mit dem der Algarve vergleichbar. Trotzdem lässt sich von einem mediterranen Klima sprechen, weil es wie in den anderen Ländern Südeuropas einen heißen Sommer gibt und der Regen vorwiegend im Winter fällt. Der Atlantik sorgt natürlich für Abwechslung: Wolken und auch Nebel sind im Küstenbereich nicht selten, es weht fast immer ein leichter bis mäßiger Wind am Strand. Hier ist der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht gering.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Geschichte Nordportugals spiegelt sich auch in der Bevölkerung Portos wieder. Man sieht blonde Menschen mit blauen Augen genauso wie Schwarzhaarige mit kastanienbraunen. Porto erlebte ständige Zuwanderungen, die sich mit den Einheimischen vermischten.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Aeroporto Porto Francisco Sá Carneiro ist Portos internationaler Flughafen und liegt in der Nähe der Stadt. Mit Direktflügen von Deutschland und der Schweiz aus ist Porto unter anderem mit diesen Airlines erreichbar:

Zur Weiterfahrt in die Stadt eignet sich die unmittelbar am Flughafen abfahrende Metrolinie E, die in die Innenstadt (je nach Ziel) etwa eine halbe Stunde benötigt. Der Takt ist selbst sonntags zumindest etwa alle 20 min. Man benötigt ein Z4-Ticket (1,85 € ggf. zzgl. der Gebühr für die "andante"-Karte - Stand 10/2015). Die Karte kann nur für eine Person genutzt werden und es lohnt auch nicht, gleich die Rückfahrt mitzukaufen, da man sonst keine Fahrten innerhalb der Stadt auf die Karte laden kann.

Ein Taxi kostet ca. 20 €.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Anreise per Bahn dauert in der Regel ca. 26 - 30 Stunden (reine Fahrzeit, dazu kommen Umsteigezeiten, u.ä.). Je nach Abfahrtsort in Deutschland sind ca. drei bis fünf Umstiege notwendig.

Die Kosten der Bahnfahrt schwanken sehr stark je nach Verbindung, allgemein ist die Flugverbindung jedoch nicht nur schneller, sondern auch deutlich kostengünstiger.

Von Lissabon aus benötigt man mit der schnellsten Verbindung 2 Stunden und 45 Minuten. Die Fahrt kostet in der ersten Klasse 42 € und in der 2. Klasse 30 €, wobei jeweils die Sitzplatzreservierung eingeschlossen ist. Der einzige Vorteil bei der 1. Klasse sind die breiteren Sitze, von daher kann man bedenkenlos die 2. Klasse buchen.

Die Fernverkehrszüge in Porto halten am außerhalb gelegenen Bahnhof Porto-Campanhã. Inhaber eines Tickets nach Porto-Campanhã sind berechtigt, mit einem Nahverkehrszug zum Innenstadtbahnhof Porto São Bento weiterzufahren.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Brücke über den Fluss Douro

Die Anreise per Auto ist möglich und benötigt von Deutschland aus circa drei Tage. Dies ist jedoch nur empfehlenswert, falls weitere, auf der Fahrtstrecke liegende, Ziele besichtigt werden sollen. Ansonsten stehen Kosten und Aufwand der Reise per Kfz in keiner Relation zu Kosten und Aufwand einer Flug- (bzw. auch Zug-)reise.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Porto

Zu Fuß[Bearbeiten]

Die Altstadt von Porto ist relativ überschaubar und durchaus zu Fuß zu erkunden. Allerdings ist es sehr bergig, was kurze Strecken manchmal sehr anstrengend machen kann.

ÖPNV[Bearbeiten]

Metro

Es gibt in Porto mehrere Metrolinien, sowie unzählige Buslinien und drei Straßenbahnlinien, die mit historischen Fahrzeugen betrieben werden. Auch die Standseilbahn am Douro (Elavador de Guindais) gehört zum öffentlichen Verkehr, nicht jedoch die Seilbahn in Vila Nova de Gaia. Alle gehören dem gleichen Verkehrsverbund an, so dass die gleichen Tickets verwendet werden können. Eine Fahrt innerhalb der Innenstadt (innerhalb von ein oder zwei Zonen=z2) kostet 1,20 €, eine Fahrt zum Flughafen 1,85 € (4 Zonen=z4). Eine 24-Stunden-Karte für 2 Zonen kostet 4,15 € (alle Fahrpreisangaben mit Stand von Juni 2014). Außerdem gibt es Andante Tour-Karten die 1 bzw. 3 Tage gültig sind.

Es gibt zudem eine Porto Card für 24, 48 oder 72 Stunden, die die Nutzung des ÖPNV erlaubt und zudem freien Eintritt in mehrere Museen sowie weitere Vergünstigungen beinhaltet.

Ticketsystem: Vor Antritt einer Fahrt muss zunächst an einem Automaten (u.a. in den Metrostationen, meist auch englischsprachig) für 0,50 € eine Andantekarte mit einem RFID-Chip erworben werden, auf die dann Guthaben für beliebig viele Fahrten einer Kategorie oder ein 24-Stunden-Ticket einer Kategorie geladen werden kann. Ein Kategoriewechsel ist erst möglich, wenn die Karte leer ist (daher sollte man am Flughafen lediglich ein z4-Ticket auf die Karte laden, um sodann auf der Karte Platz für z2-Tickets zu haben, mit denen alle touristisch relevanten Ziele in Porto erreicht werden können). Die Karte muss bei jedem Ein- und Umsteigen an den dafür vorgesehenen Geräten validiert werden, während der erlaubten Fahrzeit (z.B. 60 Minuten für z2-Tickets) wird keine neue Fahrt abgebucht.

Achtung: in den historischen Straßenbahnen kann weder Guthaben der Andantekarte noch ein auf die Andantekarte geladenes 24-Stundenticket genutzt werden (akzeptiert werden nur Andantekarten, auf denen sich ein Guthaben für einen längeren Zeitraum befindet). Die Straßenbahnen kosten 2,50 € pro Person pro Fahrt. Wer nach Foz do Douro will, kann anstelle der Straßenbahnlinie 1 auch den Bus 500 ab Lóios benutzen (hier gilt die Andantekarte).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das historische Altstadtviertel Ribeira am Nordufer des Douro ist seit 1996 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Es hat trotz einer erschreckend großen Anzahl völlig verfallener Häuser viel Charme. In der Altstadt liegen folgende Sehenswürdigkeiten:

Palácio da Bolsa
  • Palácio da Bolsa (Rua Ferreira Borges, Öffnungszeiten: April-Oktober 9-19 Uhr, November-März 9-13 & 14-18 Uhr, Eintrittspreise: normal 7 €, ermäßigt (z.B. Studierende) 4 €, [1]): Die ehemalige Börse, untergebracht in einem äußerst prachtvollen, neoklassizistischen Gebäude (erbaut 1842-1910). Sehenswert ist u.a. der pompöse Ballsaal Salão Árabe im arabischen Stil. Die Räume können nur im Rahmen der alle 30 Minuten beginnenden halbstündigen Führungen (auch auf Englisch) besichtigt werden. Im Preis inbegriffen ist eine Verköstigung verschiedener portugiesischer Weiß- und Rotweine (nicht Portweine).
  • Estação de São Bento − Bahnhof Porto São Bento. Die hohe Bahnhofshalle ist bis unter die Decke reich mit bemalten Kacheln, den Azulejos, verziert.
  • Centro Portugues da Fotografia
  • (Terreiro da Sé, Öffnungszeiten: April-Oktober 9-12:30 & 14:30-19 Uhr, März-November 9-12:30 & 14:30-18 Uhr, Eintrittspreise: Kathedrale frei, Kreuzgang normal 3 €, ermäßigt (z.B. Studierende) 2 €): Wuchtige, über Porto thronende, mehrfach umgebaute Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert. Interessanter gotischer Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert. In unmittelbarer Nähe zur Kathedrale stehen der ebenfalls sehenswerte Bischofspalast Paço Episcopal (Terreiro da Sé) und der rekonstruierte mittelalterliche Turm Torre Medieval (Calçada do Pedro Pitões).
  • Igreja dos Grilos − Jesuitenkirche
  • Ponte Dom Luis I. - führt nach Vila Nova da Gaia, schon von der Brücke bietet sich ein schöner Blick auf Porto und den Douro.
  • Igreja e Torre dos Clérigos (Rua de São Felipe Nery, Turm: Öffnungszeiten April-Oktober 9-19 Uhr, März-November 10-12 & 14-17 Uhr, Besichtigung der Kirche kostenfrei, Eintrittspreis für den Turm: 3 €, keine Ermäßigungen): Am Rande der Altstadt gelegene Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert mit ovalem (!) Kirchenschiff und einem 76 Meter hohen Turm, von dem sich eine schöne Aussicht über Porto bietet (Achtung: die Aussichtsplattform hat kein kindersicheres Geländer, die Lücken sind so groß, dass Kinder durchfallen könnten). Der Eintritt zum Turm inkludiert den Zugang zu den oberen Balkonen des Kirchenschiffs und zu mehreren Räumen mit Ausstellungstücken, insbesondere einer Vielzahl von Christusfiguren. Der Aufgang zum Turm ist recht eng und es herrscht immer Gegenverkehr. Man muss auch etwas Wartezeit mit einkalkulieren, da nur eine bestimmte Zahl Besucher gleichzeitig auf dem Turm zulässig ist.

Außerhalb der Altstadt liegen folgende Sehenswürdigkeiten:

  • Jardim do Cordoaria (Praça da Cordoaria): Der kleine, aber feine Park liegt nordwestlich der Altstadt.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Museu Nacional de Soares dos Reis bietet eine Sammlung von Fayencen und Silberschmuck, sowie Gemälde und Plastiken portugiesischer Künstler. Geöffnet: täglich von 10-13 und 14-17 Uhr, Mo und Fr geschlossen, So 10-13 Uhr. Homepage
  • Das Centro Regional de Artes Tradicionais ist ein Kunstgewerbemuseum mit wechselnden Ausstellungen. Hier können auch Kunstobjekte erworben werden. Geöffnet: tägl 10-13 und 15-19 Uhr; Mo geschlossen.
  • Der Fundação de Serralves ist das Museum für moderne Kunst, das auch jungen zeitgenössische Künstler zeigt. Geöffnet 10-19 an Di -Fr, 10-20 Uhr an Sa, So und Feiertagen.
  • Die Casa Museu Guerra Junqueira bietet einen originalgetreuen Einblick in das Leben eines privilegierten nordportugiesischen Haushalts am Ende des 19. Jahrhunderts. Geöffnet: täglich 10-13 und 14-17.30 Uhr, So, Mo geschlossen.
  • Museu Romantico − Es zeigt die Inneneinrichtung eines Landhauses Portugieser Bürger · Rua de Entre-Quintas 220
  • Instituto dos Vinhos do Douro e do Porto: s.u. Küche

Die Porto Card für 24, 48 oder 72 Stunden beinhaltet den Eintritt in mehrere Museen sowie weitere Vergünstigungen, zudem optional gegen Aufpreis unbeschränkte Benutzung des ÖPNV.

Aktivitäten[Bearbeiten]

São João: Das Johannisfest wird in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni in Porto groß gefeiert. Überall auf der Straße werden gebratene Sardinen und andere Leckereien angeboten und man darf den anderen Festteilnehmern ganz ungeniert mit einem bunten Plastikhammer auf den Kopf schlagen oder mit einer Knoblauchpflanze im Gesicht rumfuchteln. Dafür muss man natürlich auch selbst einstecken. Um Mitternacht gibt es über dem Douro ein großes Feuerwerk.

Strände: In Foz do Douro gibt es relativ felsige Stadtstrände.

Einkaufen[Bearbeiten]

Cabaz do Infante (Rua de São João 126/132): Kleines Lebensmittelgeschäft mit großer Weinabteilung, in der man gut beraten wird.

Mercado do Bolhão (Rua Formosa, Öffnungszeiten: MO-FR 8-17 Uhr, SA 8-13 Uhr): Auf dem städtischen Markt gibt's Obst und Gemüse, Fisch, Backwaren, Blumen und vieles mehr, am besten morgens und vormittags.

Küche[Bearbeiten]

In der ganzen Stadt, sowie allen Orten in der Umgebung, kann man Essen gehen, lediglich an Sonntagen und im August kann die Suche nach einem Lokal eine Herausforderung werden, da dann viele Lokale geschlossen haben. Die an touristischen Punkten, wie dem Ufer des Douro, gelegenen Restaurants versuchen, Touristen anzuziehen und sind entsprechend teuer und oft auch von mäßiger Qualität. An diesen Orten sollte man auch genauer die Rechnung prüfen, da es dort häufiger zu "Fehlern" bei der Rechnungslegung kommt. Fischgerichte sind besonders gut. Fleischgerichte sind meistens eher mittelmäßig. Für eine Flasche Wein aus der Region zahlt man in Restaurants etwa 5-8 €.

In Matosinhos, nah dem Hafen von Porto, in der Rua Herois de Franca, gibt es unzählige Fischrestaurants. Wenn das Wetter erlaubt, wird der fangfrische Fisch direkt auf der Straße gegrillt.

Imbiss[Bearbeiten]

Confeitaria dos Clerigos (Rua Clerigos 67): sehr leckere Sandwiches und panierte Kleinigkeiten für zwischendurch.

Restaurants[Bearbeiten]

Museu D'Avo (Travessa de Cedofeita 54/56): In diesem vor allem auch zu späterer Stunde bei Nachtschwärmern beliebten Lokal gibt es zahlreiche portugiesische Tapas. Uns wurde die portugiesische Speisekarte trotz vollen Hauses von einer sehr netten Bedienung auf Englisch erläutert.

Restaurante Migalha (Rua do Dr Ricardo Jorge 9, Öffnungszeiten: MO-SA, mittags & abends): Einfaches Restaurant mit großen, günstigen (5-8 €) Portionen ganz ordentlicher, traditioneller portugiesischer Fleisch- und Fischgerichte.

Cafés[Bearbeiten]

Sahara Bar (Caís da Estiva 4): Sehr gemütliches Café im marokkanischen Stil mit großer Teeauswahl und leckerem Schokoladenkuchen. Abends wohl eher Bar mit Cocktails und Wasserpfeife.

Portwein[Bearbeiten]

In der Welt bekannt ist Porto sicherlich für den nach der Stadt benannten Portwein. Er wird nur im Douro-Tal angebaut und von Porto aus in alle Welt verschifft. Die zahlreichen Weinkellereien sind immer einen Besuch wert. Hier gibt es auch des Öfteren Weinproben. Im Folgenden eine Übersicht der Portweintypen und eine Auswahl der in Porto oder Vila Nova de Gaia ansässigen Portwein-Handelsfirmen:

Ruby, White Port und Tawny[Bearbeiten]

Die größte Menge des produzierten Portweins besteht aus den einfachen, jungen Rubies, White Ports und Tawnies. Ruby ist ein junger Wein mit mittelschwerem bis schwerem Körper, der nach hauseigenem Stil verschnitten wird. Weine ohne Jahrgangsangabe reifen in Holzfässern und kommen nach ungefähr drei Jahren auf den Markt. Portweine mit der Aufschrift "Vintage Character" oder auch "Reserve" sind qualitativ bessere Rubies und reifen ungefähr vier bis sechs Jahre lang in großen Pipen (Fässern).

White Port wird aus hellen Trauben hergestellt. Seit einigen Jahren gibt es zwei Typen: blasse, spritzige Weine, die kurz vor Ende der Gärung aufgespritet werden, sowie in Farbe und Geschmack intensivere Weine, die bis zu zehn Jahre in Pipen reifen.

Fine Tawny (junger Tawny) ist leichter als Ruby. Bei seiner Herstellung werden Ruby und weißer Portwein verschnitten, oder der Reifungsprozess wird durch Lagerung im Douro-Gebiet selbst beschleunigt.

Alte Tawnies[Bearbeiten]

Wird Portwein über einen langen Zeitraum in Pipen gelagert, verliert er aufgrund der allmählichen Oxidation durch die Fasswand seine ursprüngliche, rubinrote Farbe und nimmt einen rötlichbraunen, lohfarbenen Farbton an.

Jahrgangsport[Bearbeiten]

Jahrgangsport steht in der Portweinhierarchie ganz oben, er ist das Ergebnis eines besonders guten Jahres und repräsentativ für die Weingüter. Als einer der langlebigsten Weine, die es gibt, wird er nach zwei Jahre in Flaschen abgefüllt und baut darin jahrzehntelang langsam und reduktiv aus. In seiner Jugend ist der beste Jahrgangsport sehr voll und fruchtig und enthält einen hohen Anteil Gerbstoffe; seinen Reifegipfel erreicht er jedoch erst nach 20 Jahren. Während dieser Flaschenreifung bildet sich ein beträchtliches Depot, auch als crust ('Kruste') bezeichnet, weshalb er dekantiert werden muss. Ob ein Jahr als Spitzenjahrgang deklariert wird, entscheiden Händler und Quinta-Besitzer, allerdings muss diese Entscheidung vom Instituto dos Vinhos do Douro e Porto genehmigt werden.

Eine Stufe unter den Jahrgansports, die nur aus Spitzenjahrgängen stammen dürfen, sind die Late Bottled Vintage Ports (LBV) angesiedelt, die ebenfalls Weine eines festgelegten Jahrgangs sind, jedoch praktisch jedes Jahr hergestellt werden. Sie reifen circa vier bis sechs Jahre, bevor sie in Flaschen abgefüllt werden. Dann sind sie aber bereits trinkreif, d.h. sie bauen in der Flasche nicht mehr aus.

Portweinhandelshäuser[Bearbeiten]

Im Folgenden nun eine alphabetische Aufzählung einiger bekannterer in Porto (oder auch in Vila Nova de Gaia) angesiedelter Portweinhandelshäuser. Die Besichtigung einer - oder auch mehrerer - dieser Kellereien kann dem Porto-Besucher nur wärmstens empfohlen werden.

  • A.A. Calem & Filho, Lda., Rua de Reboleira, 7, Porto; Besuche der Lagerhallen ganzjährig möglich. Calems Lagerhäuser liegen zentral an der Dom-Luis-Brücke und sind auch z.B. auf einem Stadtrundgang gut zu erreichen und sehr empfehlenswert.
Der Sandeman-Don
  • A.A. Ferreira S.A., Rua de Carvalhosa, 19/103, Vila Nova de Gaia; Ferreira ist eine "der" Größen der Portweinwelt, sie ist die größte portugiesische Marke. Die Besichtigung der Lagerhallen ist Mo-Fr von 9.30-17 Uhr möglich, im Sommerhalbjahr auch Samstags von 9.30-12 Uhr.
  • Fonseca Guimaraens - Vinhos S.A., Rua Barao de Forrester, Vila Nova de Gaia; Fonseca stellt einige der besten Portweine her. Die Besichtigung der Lagerhallen ist möglich.
  • W.&J. Graham & Co, Trav. Barao de Forrester 58, Apartado 19, Vila Nova de Gaia; Auch Graham zählt zu den bekannten Herstellern von Portweinen. Erwähnenswert ist, dass hier noch ein sehr hoher Prozentsatz der jährlichen Produktion traditionell mit den Füßen zerstampft ("gemaischt") wird. Die Besichtigung der Lagerhallen und des Graham-Museums ist im Sommerhalbjahr täglich von 9.30-18 Uhr möglich, im Winter können die Öffnungszeiten eingeschränkt sein, ebenso an Wochenenden.
  • Sandeman & Ca., S.A., Largo de Miguel Bombardam, Apartado 2, Vila Nova de Gaia; Auch durch den Sherry-Verkauf ist der Sandeman-Don, das Markenzeichen, international bekannt. Sandeman stellt einen sehr guten Portwein her, andere Häuser sind aber noch deutlich renommierter. Die Besichtigung der Lagerhallen ist nur zu empfehlen, es gibt ein Besucherzentrum mit Führungen, sowie ein Museum, täglich 10-18 Uhr.
  • Taylor, Fladgate & Yeatmann - Vinhos, S.A., Rua do Chouplo, 250, Apartado 1311, Vila Nova de Gaia; Taylor ist ebenfalls eine der bekannteren Marken und Hersteller des legendären "Nacional". Der Besuch der Lagerhallen ist möglich.

Portwein probieren kann man gegen einen geringen Obulus auch im Instituto dos Vinhos do Douro e do Porto (Rua Ferreira Borges, [2]). Im Gebäude des Instituts, das über die Qualität der Portweine wacht, gibt es außerdem eine Ausstellung und einen Film über den Portwein (ohne Verköstigung ist der Eintritt frei).

Nachtleben[Bearbeiten]

Sahara Bar: s.u. Cafés

Unterkunft[Bearbeiten]

Gallery Hostel Porto‎, Rua Miguel Bombarda, nº222 - 4050-377 Porto. (The Gallery Hostel befindet sich in einer privilegierten Gegend von Porto, die für ihre Kunstgalerien und moderne Geschäfte bekannt ist, nur wenige Gehminuten entfernt von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum der Stadt wie Museen, Denkmäler, Gärten, Restaurants und Bars.) (info@gallery-hostel.com)

Pensão Grande Oceano (Rua Da Fábrica 45, DZ mit Dusche/WC 45 €, [3]): sehr zentral gelegenes, einfaches Hotel. Die Einrichtung ist zwar nicht mehr die allerneueste, aber die Zimmer sind sauber und gemütlich. Unser Zimmer ging nach hinten raus und war ruhig und hell. Die Besitzer sprechen weder Deutsch noch Englisch, sind aber sehr nett. Nach dem Einchecken erhält man einen Stadtplan und Tipps zur Stadtbesichtigung, die man zumindest mit ein paar Brocken Französisch versteht.

Alma Porto Hostel, Rua do Bonfim, 305B. Phone: +351 914 049 326/914 306 011. Email: almaportohostel@gmail.com [4]

Jugendherberge[Bearbeiten]

Pousada de Juventude, Rua Rodrigues Lobo 98, etwas außerhalb gelegen, aber mit dem Bus ist die Stadt relativ gut erreichbar.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Kriminalitätsrate allgemein in Portugal ist eher gering. Allerdings sind gerade in Porto Autoeinbrüche an der Tagesordnung. Gerade auch in großen Menschenansammlungen sollte man mit Taschendieben rechnen. Im Falle des Verlusts des Personalausweis sollte man sich an das Deutsche Konsulat wenden.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Diplomatische Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten]

  • Botschaft Lissabon
    • Campo dos Mártires da Pátria, 38, 1169-043 Lisboa
    • Telefon: 0035 1 21 881 02 10
    • Telefax:0035 1 21 885 38 46
    • Fax Konsularabteilung: 0035 1 21 881 02 61
    • E-Mail: info@lissabon.diplo.de
    • Website: www.lissabon.diplo.de
    • Öffnungszeiten der Konsularabteilung: Montags bis freitags (09:00 Uhr bis 12:00 Uhr)
    • In Notfällen ist die Botschaft außerhalb der Dienststunden und an den Feiertagen über den Bereitschaftsdienst zu erreichen. Mobil: 0035 1 96 580 8092
  • Konsulat Porto
    • Avenida de França 20, 6° 4050-275 Porto
    • Telefon (00351 22) 605 28 10
    • Fax (00351 22) 605 28 19
    • Notrufnummer: 96 502 63 87
    • E-Mail: consulado-alemanha@mail.telepac.pt
    • Öffnungszeiten Publikumsverkehr:
    • Montag - Freitag 09.00 - 12.00 Uhr

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Guimarães ist die älteste Stadt Portugals und die erste Hauptstadt. Eine Bahnfahrt vom Bahnhof Sao Bento dorthin dauert ca. 1 h 15 min und kostet 2,30 €.
  • Braga ist mit der Bahn ab Sao Bento in ca. 1 Stunde zu erreichen. Die Fahrt kostet 2,30 €.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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