Paris/3. Arrondissement

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Saint-Martin-des-Champs

Das 3. Arrondissement mit dem offiziellen Namen Temple ist einer der 20 Verwaltungsbezirke von Paris. Er untergliedert sich in die vier Stadtviertel (Quartier) Arts-et-Métiers, Enfants-Rouges, Archives und Saint-Avoye. Es bildet in der Aufsicht die Fläche eines leicht deformierten Drachens mit einer Fläche von etwa 120 Hektar (1,2 Quadratkilometer). Es grenzt im Norden am Boulevard Saint-Martin an das 10. Arrondissement, im Osten zwischen Place de la Republique und Place de la Bastille entlang des Straßenzuges Boulevard du Temple/Boulevard des Filles-du-Calvaire/Boulevard Beaumarchais bis Höhe Rue du Pas-de-la-Mule an das östlich liegende 11. Arrondissement. Im Süden grenzt das 4. Arrondissement entlang des Straßenzuges Rue du Pas-de-la-Mule/Nordseite des Place des Vosges/Rue des Francs-Bourgeois/Rue Rambuteau an und im Westen schließlich bildet der Boulevard Sebastopol die Grenze zum 1. und 2. Arrondissement. Seit 2020 hat das 3. Arrondissement keine eigene Verwaltung mehr, sondern bildet zusammen mit dem 1., 2. und 4. Arrondissement den Sektor Paris Centre.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von 3. Arrondissement
1. Arrondissement2. Arrondissement3. Arrondissement4. Arrondissement5. Arrondissement6. Arrondissement7. Arrondissement8. Arrondissement9. Arrondissement10. Arrondissement11. Arrondissement12. Arrondissement13. Arrondissement14. Arrondissement15. Arrondissement16. Arrondissement17. Arrondissement18. Arrondissement19. Arrondissement20. Arrondissement
3. Arrondissement in Paris

Das Troixieme liegt nördlkich angrenzend an die Keimzellen der Stadt entlang der Seine. Teils sumpfiges Gebiet (Marais), wurde die Gegend ab dem 13. Jh. besiedelt und wurde seit dem 16. Jh bevorzugte Wohnlage des Adels. Nach dessen Entmachtung oder Ermordung in der Französischen Revolution setzte der Niedergang des Viertels ein, das im 19. Jahrhundert regelrecht verslumte. Victor Huge beschrieb das Viertel in deinem Glöckner von Notre Dame „… Zigeuner, entlaufene Mönche, versumpfte Studenten, Schurken aller Nationen, wie Spanier, Italiener, Deutsche, und alle Religionen, Juden, Christen, Mohammedaner, Götzenanbeter, am Tag bettelnd, nachts als Räuberbanden ausschwärmend…“ . Erst nach dem Zweiten Weltkrieg stabilisierte sich das Quartier, das heute überwiegend ein Wohngebiet ohne die ganz großen touristischen Highlights und Ströme ist, aber aufgrund seiner zentralen Lage, seiner Ursprünglichkeit und moderaten Preisen als mögliches Quartier nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Anreise[Bearbeiten]

Metros im 3. Arr.

RER-Linien haben keinen Halt im 3. Arr. Nächster RER-Halt ist der 1 RER-Bahnhof „Châtelet Les Halles“ wikipediacommonswikidata einige hundert Meter westlich und damit noch in fußläufiger Entfernung.

Einige Metrolinien erschließen das zentrale Arrondissement. Wichtigster Umsteigebahnhof ist 2 Metro République wikipediacommonswikidata, an dem sich die Metrolinien 3, 5, 8, 9 und 11 treffen.

  • Linie 4 verläuft entlang der Westgrenze des Arrondissements mit den Halten Réaumur – Sébastopol (Übergang zur Linie 3) und 6 Metro Strasbourg – Saint-Denis wikipediacommonswikidata, hier kreuzt die Linie 4 die Linien 8 und 9.
  • Linie 5 berührt das Arrondissement an der Station Metro République.
  • Linie 9 verläuft zwischen den Stationen Metro Strasbourg-Saint-Denis, Metro République. parallel zur Linie 8.
  • Linie 11 quert das Arrondissement mit den Halten Metro République, Metro Arts et Métiers (Übergang zur Linie 4) und 10 Metro Rambuteau wikipediacommonswikidata.

Hinweis: Auf der Internetseite Pariswayout gibt es Lagepläne zu den Ausgängen aller Metrostationen. Gerade bei Stationen wie République oder Chatelet-les-Halles, deren Ausgänge über mehrere hundert Meter verstreut auseinanderliegen, kann dies von Nutzen sein.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Vom Flughafen Paris-Charles de Gaulle internet wikipediacommonswikidata (IATA: CDG):
Mit RER B in Richtung Süden (Robinson/Saint-Rémy les Chevreuses) bis zum RER-Bahnhof Châtelet Les Halles mit Anbindung an mehrere Metrolinien.

Vom Flughafen Paris-Orly internet wikipediacommonswikidata (IATA: ORY):
Zunächst mit der führerlosen Shuttle-Kleinbahn bis Antony und steigt dann in dieselbe Linie RER B in entgegengesetzter Richtung (Aeroport Charles-de-Gaulle/Mitry-Claye) bis "Châtelet-Les Halles" und steigt gegebenenfalls in die Metro um. Achtung, zum Umsteigen in die Metro ist es erforderlich, am Flughafen nicht den gewöhnlichen Fahrschein für Paris, sondern ein billet "Paris-Métro" zu lösen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Vom Gare d' Austerlitz: Metro 10 bis Bastille, dann in die Metro 8 umsteigen oder bis Republique, dort ggf. in die 3, 8 oder 11 umsteigen

Vom Gare d l'Est: Metro Linie 5 bis Republique, dann ggf. in die 3, 8 oder 11 umsteigen

Vom Gare de Lyon: Metro Linie 1 bis Bastille, dort in die Linie 8 umsteigen (ggf. weiter wie oben) oder bis Hotel de Ville und in die Linie 11 umsteigen

Vom Gare Montparnasse: Metro Linie 4 bis Chatelet, dort in die 11 umsteigen oder bis Reaumur-Sebastopol und dort ggf. in die 3 umsteigen

Vom Gare du Nord: Metro Linie 5 bis Republique, dann ggf. in die 3, 8 oder 11 umsteigen oder RER B/C bis Chatelet

Vom Gare Saint Lazare: Metro Linie 3

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Synagogen[Bearbeiten]

  • 1 St-Denise du St-Sacrement, 68bis rue de Turenne wikipediacommonswikidata.
  • 2 Ste Élisabeth
  • 3 Cathedrale Ste Croix wikipediacommonswikidata
  • 4 St Nicolas des Champs, 254, rue Saint-Martin, 75003 Paris wikipediacommonswikidata.
  • 5 Saint-Martin-des-Champs, 292, Rue Saint-Martin wikipediacommonswikidata. Der Name der Kirche geht auf einen Vorgängerbau zurück, den Heinrich Ⅰ. 1060 vor der Stadt errichten ließt. Philipp Ⅰ. vermachte das Kloster der Abtei Cluny. In der folge wurde es zu einem der mächtigsten Priorate Frankreichs. Der Chor (Umgangschor mit Chorkranzkapellen) entspricht stilistisch dem Übergang von der Romanik zur Gotik. Er weist einen eigenartigen, asymetrischen Grundriß auf. Der Chorumgamng besteht aus unregelmäßigen, trapezförmigen und dreieckigen Abschnitten. Die Chorkranzkapellen bilden einen zweiten Chorumgang. Daher weisen die Pfeiler und Wandvorlagen unregelmäßige Querschnitte auf. Hier finden sich erstmals in der französischen Architektur Bündel von Diensten, die funktional auf Gurte, Rippen und Grate der Gewölbe bezogen sind. Hochchor und die Kapelle in der Achse sind zum ersten Mal in Paris als Rippengewölbe ausgeführt. Der Chorumgang und die übrigen Kapellen verfügen über Gratgewölbe. Von außen gesehen werden Chorumgang und Radialkapellen unter einem Pultdach zusammengefasst. Die Scheitelkapelle tritt deutlich hervor. Das einschiffige hochgotische Langhaus ist ein einfacher Bauteil im Rayonnant-Stil. Ältester erhaltenen Bauteil sind die beiden Untergeschosse des im frühen 12.Jahrhundert errichteten Turms, die sich vor der Südostecke des Langhauses befinden. Die Westfassade wurde im 18. und 19. Jahrhundert restauriert. Die ehemalige Kirche St. Martin-des-Champs, heute Teil des Musée des Art et Métier-Techniques. Es handelt sich hier um eine ehemalige Klosterkirche, eines von Cluny abhängigen Priorats. Das Kloster wurde um 1060 gegründet. Nach der Revolution blieben vom Kloster nur die Kirche und das Refektorium erhalten. Der Chor ist der älteste erhaltene Teil der Kirche und stammt aus dem zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts. Er gilt als Übergang zwischen Romanik und Gotik, und ist aus diesem Grund ein wichtiger Bau in der französischen Architekturgeschichte. Der Chorumgang ist noch als romanisches Kreuzgratgewölbe ausgeführt, so welcher aber von frühgotische Rippen der Kappelen überfangen wird. Hier wurde erstmals versucht dem Chorumgang und den Kappelen räumlich mit einander zu verbinden. Was eine klare Abkehr von der Romanik war welche diese beiden Sachen immer strickte trennte. Es wurden sogar die sonst üblichen trennenden Zungenmauern weggelassen, sodass die Kappelen ineinander übergehen. Somit war hier schon das Muster eines doppelten Umganges gebildet, welches später bei der Kathedrale Notre Dame als definitive Form der Gotik zu Anwendung kam. Man erkannt aber klar, dass bei der Kirche von St. Martin-des-Champs die Bauleute noch mit Unsicherheiten behaftet waren mit den neuen Formen. Aus dem 13. Jahrhundert stammt das schlichte, einschiffige Langhaus. Das Refektorium ist ein zweischiffiger, gotischer Bau. Heute gehört die Kirche und das Refektorium zum Musée des Art et Métier-Techniques. Das Langahaus bildet den Saal unter dem Titel "Paneton der Technik". Hier befinden sich einige sehr wertvolle Meilensteine der Technikgeschichte, so der Gasmotor von Lenoir und erste dampfbetriebene Autobus von Amédée. Das Foulcaut'sche Pendel hingegen, befindet sich im Kirchenchor. Das Refektorium beherbergt die Bibliothek und ist leider für den normalen Museumsbesucher nicht zugänglich.
  • 6 Synagogue Nazareth, 15, Rue Notre-Dame-de-Nazareth, 75003 Paris wikipediacommonswikidata. Synagoge von 1852 mit postklassizistischem Äußeren und einer Eisendeckenkonstruktion im Inneren.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • 1 Archives Nationales
  • Conservatoire des Arts et Metiers. siehe Museen.

Denkmäler / Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

  • Wandmalerei ohne Titel (2001) von Robert Combas, an einer Hauswand, 3 rue des Haudriettes

Museen[Bearbeiten]

  • 2 Musée Picasso, 5 rue de Thorigny (Metrostation: Saint-Paul) wikipediacommonswikidata. Das im ehemaligen „Hôtel Salé“ gelegene Museum besitzt circa 250 Werke Picassos sowie zahlreiche Kunstwerke aus dessen Privatsammlung (unter anderem von Georges Braque, Paul Cézanne, Henri Matisse, Joan Miró und Amedeo Modigliani). Merkmal: Garderobe. Geöffnet: Mi–Mo 9:30–17:30, Di geschlossen.
  • 3 Musée d'Art et d'Histoire du Judaïsme, 71 rue du Temple (Metro: Rambuteau) wikipediacommonswikidata. Geöffnet: Mo–Fr 11:00–18:00, So 10:00–18:00, Sa + an jüdischen Feiertagen geschlossen.
  • 4 Musée Carnavalet - Musée de l'Historie de France, 23 rue de Sévigné (Metrostation: Saint-Paul) wikipediacommonswikidata. Museum zur Pariser Stadtgeschichte mit Exponaten von der Jungsteinzeit bis zum 20. Jahrhundert. Geöffnet: wegen Renovierung geschlossen (2020)[veraltet].
  • 5 Musée des Arts et Métiers, 60 Rue Réaumur, 75003 Paris, wikipediacommonswikidata. mit Musée National des Techniques alles rund um das Thema Technik: Automaten, erste Automobile, Eisenbahnmodelle, industrielle Techniken, Druck und Fotografie, Weberei und Spinnerei, astronomische Geräte, Foucault'sches Pendel. Merkmal: Fotografieren erlaubt. Geöffnet: Mo, Mi, Sa, So: 10:00-18:00, Do 10:00–19:30. Preis: 8 €.
  • 6 Musée Cognacq-Jay, 8 rue Elzévir (nächste Metrostation: Saint-Paul) wikipediacommonswikidata. Merkmal: nicht rollstuhlzugänglich. Geöffnet: Di–So 10:00–18:00, Mo geschlossen.
  • 7 Fondation Henri Cartier-Bresson, 79, rue des Archives, 75003 Paris. Tel.: (0)1 40 61 50 50 wikipediacommonswikidatafacebooktwitter. Private Stiftung, die die Erinnerung an den Photographen Henri Cartier-Bresson (1908-2004) mit wechselnden Ausstellungen, Archiv, Bücherei usw. aufrecht erhält. Geöffnet: Di–So 11:00–19:00. Preis: 9 €.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • 8 Place de la République wikipediacommonswikidata. Liegt teilweise im 3. Arrondissement.

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kunst- und Kulturzentren[Bearbeiten]

  • 2 Centre culturel suédois, 11 rue Payenne. Tel.: +33 (0)1 44 78 80 20. Schwedisches Kulturzentrum. Metrostation Saint-Paul. Öffnungszeiten der Kunstgalerie: Di-So 12.00-18.00 Uhr. Das seit 1971 in dem schönen Stadtpalast Hôtel de Marle (16. Jh.) im Maraisviertel untergebrachte einzige schwedische Kulturzentrum außerhalb Schwedens organisiert Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Film- und Theatervorführungen und bietet schwedische Sprachkurse an. Es bewahrt die bedeutende Kunstsammlung des Institut Tessin, Zeuge des regen französisch-schwedischen Austausches vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Das Centre verfügt über einen lauschigen Garten und betreibt ein kleines Café. Preis: frei.
  • 3 Centre culturel suisse, 38 rue des Francs-Bourgeois. Tel.: +33 (0)1 01 42 71 44 50 wikipediacommonswikidata. Kulturzentrum der Schweiz. Metrostation Saint-Paul. Aufgabe des in dem historischen Stadtpalast Hôtel Pussepin im Marais angesiedelten Kulturzentrums die Förderung des interkulturellen Austausches zwischen der Schweiz und anderen in Paris vertretenen Kulturkreisen. Sie unterstützt zeitgenössischer Schweizer Künstler der bildenden, darstellenden und angewandten Künste und sonstiger junger Talente verschiedener Disziplinen und verbreitet ihre Arbeiten. Dafür stehen zwei Ausstellungssäle, ein Theatersaal und eine Bibliothek zur Verfügung. Preis: Eintritt: Ausstellungen gratis, Kino 3,00 €, Ausstellungen 8,00 €, ermäßigt 5,00 €.
  • 4 Centre culturel du Mexique, 119 rue Vieille-du-Temple. Tel.: +33 (0)1 44 61 84 44. Instituto de México, Mexikanisches Kulturzentrum. Metrostation Filles-du-Calvaire. Anlaufstelle mexikanischer Künstler und Stätte des französisch-mexikanischen Austausches. Das Programm umfasst Ausstellungen (Bildende Künste, Fotografie, Kunsthandwerk), Vorführungen mexikanischer Filme, literarische und musikalische Events. Geöffnet: Di – Fr 9.30 – 13.00 Uhr, Mo + Sa, 14.30 – 18.00 Uhr, So und an Feiertagen geschlossen. Preis: Eintritt frei.

Theater[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • 5 Carbon Paris, 14, Rue Charlot (Metro: St.Sebastien-Froissart). Tel.: +33 1 42 72 49 12. Küche Südwestfrankreichs. Geöffnet: Sa Mittag geschlossen.

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Der 1 Gendarmerieposten befindet sich im Bezirksgebäude (Mairie du 3. Arrondissement).

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Poststellen:
    • Südwestecke Kreuzung Rue des Archives/Rue Pastourelle
    • Südostecke Kreuzung Rue du Temple/Rue Dupetit
    • Südostecke Kreuzung Rue St. Martin/Rue Papin (gegenüber Conservotoire des Art et Metier)
    • In der Rue de Saintonge, zwischen Rue de Turenne und Boulvard du Temple

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

mairiepariscentre.paris.fr (fr) – Offizielle Webseite von Paris/3. Arrondissement

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