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Sofia

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Sofia
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Sofia (София) ist die Hauptstadt Bulgariens und mit mehr als 1.200.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes sowie einer der 28 Verwaltungsbezirke (Oblasti). Archäologischen Erkenntnissen nach ist Sofia mindestens 5.000 Jahre alt, doch erst in den letzten hundert Jahren hat die Stadt einen Sprung von 20.000 auf mehr als eine Million Einwohner gemacht. Dazu passt auch das Motto der Hauptstadt: "Wächst, aber altert nicht" (Расте, но не старее).

Stadtteile[Bearbeiten]

  1. Bankja (Банкя)
  2. Isgrev (Изгрев)
  3. Ilinden (Илинден)
  4. Iskar (Искър)
  5. Krasna poljana (Красна поляна)
  6. Krasno selo (Красно село)
  7. Kremikovtsi (Кремиковци)
  8. Losenets (Лозенец)
  9. Ljulin (Люлин)
  10. Mladost (Младост)
  11. Nadeschda (Надежда)
  12. Novi Iskar (Нови Искър)
  13. Ovtscha kupel (Овча купел)
  14. Oborishte (Оборище)
  15. Pantscharevo (Панчарево)
  16. Podujane (Подуяне)
  17. Serdika (Сердика)
  18. Slatina (Слатина)
  19. Studentski grad (Студентски град)
  20. Sredets (Средец)
  21. Triaditsa (Триадица)
  22. Witoscha (Витоша)
  23. Vrabnitsa (Връбница)
  24. Vasraschdane (Възраждане)

Hintergrund[Bearbeiten]

Partnerstädte von Sofia sind Turkei Ankara, Griechenland Athen, Spanien Madrid, FrankreichFlagge Frankreich Paris, USA Pittsburg und Israel Tel Aviv.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Sofia liegt ca. 10 km östlich des Stadtzentrums. Das Stadtzentrum ist mit dem Taxi (unter 10 €), der Metro (siehe weiter unten) oder dem Bus zu erreichen. Vor den Terminals 1 (Billigflieger) und 2 hält die Buslinie Nr. 84. Die Fahrt dauert ca. 20 min und führt über die Zarigradsko Chaussee bis zur Adlerbrücke und weiter bis zur Universität Sofia (genauer: bis zu dessen historischem Hauptgebäude, dem "Dekanat"). Fahrscheine für den Bus kann man beim Fahrer nur kaufen, wenn dieser Zeit dafür hat. Am Flughafen werden im Ankunftsbereich am Zeitungsstand Fahrscheine verkauft: "Bilet" (gelten für Bus, Straßenbahn und Metro). Für größere Gepäckstücke (über 60/40/40 cm) sind zusätzliche Fahrscheine zu lösen (die Stafe beträgt ansonsten den 10-fachen Fahrscheinpreis). Ein Fahrschein kostet 1,60 Lew (Stand: Oktober 2016; Plural: Lewa; 1,60 Lew = ca. 0,80 Euro), er gilt nur für eine Fahrt (in eine Richtung, ohne Umsteigen, nicht wie in vielen deutschen Städten für 2 Stunden). Die Fahrscheine müssen im Bus gelocht (=entwertet) werden. Nach dem Umsteigen in einen anderen Bus, Straßenbahn oder Metro müssen neue Fahrscheine entwertet werden. Zur Weiterfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Universität zu den "Chahlite" (Hallen = Zentralmarkthalle Sofia), dem unmittelbaren Zentrum, in deren unmittelbaren Umfeld sich zahlreiche Touristenhotels befinden, muss auf die Metro oder Straßenbahn umgestiegen werden.

Seit dem 2. April 2015 fährt die Metrolinie 1 bis zum Flughafen - allerdings nur zum Terminal 2. Ryanair und Co. landen jedoch manchmal am Terminal 1. Mit der Metro läßt sich das Zentrum ("Serdika") bequem erreichen. Will man zum Hauptbahnhof, steigt man in "Serdika" in die Linie 2 zum "Zentralna Gara" um. Der Fahrpreis beträgt wie im Bus 1,60 Lew.

Wegen der moderaten Taxipreise (ca. 0,30 Euro/km) empfiehlt es sich bei der Anreise vom Flughafen ein Taxi zu nehmen. Die Fahrt ins Zentrum kostet weniger als 10 €. Alle Taxis in Sofia sind gelb, meist zusätzlich mit großem Firmenlogo. Alternativ kann man sich auch erst an der Adlerbrücke ein Taxi nehmen (das sind dann nur noch halb so viele Kilometer in das Zentrum).

Es ist jedoch stark vor einer Betrugsmasche am Flughafen zu warnen, mit der unwissende Touristen von Schleppern in Taxis mit überteuerten Tarifen gelockt werden sollen. Einreisende Touristen werden gleich nach dem Passieren des Zolls aktiv von Schleppern angesprochen. Dazu muss man wissen, dass der Flughafen mit einer einzigen Taxifirma (von den ca. 10 Sofioter Taxifirmen) einen offiziellen Vertrag zur Beförderung von Fahrgästen abgeschlossen hat, diese haben (wie 95 % aller Sofioter Taxis) einen sehr moderaten Preis: 0,30 € (im Gegensatz zu den "überteuerten" Taxis mit 0,65 €/km).

Am besten wendet man sich an den Taxistand, der in der Einreisehalle in unmittelbarer Nähe des Einreisebereiches liegt. An diesem deutlich ausgeschildertem Stand nennt man sein genaues Fahrziel und bekommt ein Taxi zugewiesen. Diese "regulären" Taxis stehen im Taxiwartebereich neben dem Terminal (50 - 100 Taxis). Während die "überteuerten" Taxis nicht an diesem großen Taxistand stehen dürfen - sie stehen vor (nicht neben dem Terminal) gemeinsam im Kurzzeitparkbereich mit den privaten Pkw.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der zentrale Busbahnhof (Централна автогара) befindet sich im Norden des Stadtzentrums in der Nähe des Hauptbahnhofs. Von hier gibt es Buslinien zu vielen Städten Bulgariens und einige internationale Verbindungen. Die meisten internationalen Busverbindungen enden aber am zwischen Busbahnhof und Bahnhof befindlichen Busbahnhof "Serdika" (Автогара "Сердика", lange Jahre war dieser Busbahnhof unter dem Namen "Traffic Market" bekannt, der alte Name findet sich noch in vielen Reiseführern und Wegbeschreibungen).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Taxis[Bearbeiten]

In Sofia gibt es sehr viele Taxis. Der Grund ist, daß es eine der wenigen Städte in Bulgarien ist, in der die Anzahl der zugelassenen Taxis nicht von den Behörden begrenzt wird. Die Taxis in Sofia sind gelb mit großen Firmenlogos und einem Schild auf dem Dach mit der kyrillischen Aufschrift "ТАКСИ" (gesprochen: Taksi). Wenn sie besetzt sind, leuchtet ein rotes Lämpchen in der Frontscheibe. So wie die Anzahl der Taxis, so war auch der Fahrpreis bis vor einigen Jahren nicht von den Behörden reguliert. Der maximal zulässige Fahrpreis wurde aber auf 6 Lewa (ca. 3 €) je Kilometer festgelegt, wobei die meisten Taxifirmen einen Fahrpreis von 0,50 € - 0,60 € je Kilometer nahmen. Seit ca. 2010 ist der maximale Fahrpreis von den Sofioter Behörden auf 1,30 Lewa je Kilometer begrenzt worden. Es gibt einige wenige kleine Firmen, die diesen Fahrpreis verlangen, wobei alle anderen 95 % der Taxen weiterhin 0,50 Lewa - 0,60 Lewa nehmen.

Besonders gerne fallen Touristen auf diese überteuerten Taxis rein, da diese Taxis genau an Touristenfallen stehen: im Zentrum, vor den Hotels, an Museen. Also Augen auf vor dem Einsteigen und kurz auf das Preisschild schauen, ob dort die vertrauten 0,57 (manchmal auch 0,52 Lewa oder 0,59 Lewa) stehen. Die überteuerten Taxis bieten keinen zusätzlichen Mehrwert, etwa dass die sauberer oder größer sind oder Klimaanlage haben.

Dann haben einige Taxen noch den Trick drauf, den Fahrpreis durch einen kleinen Zusatzschalter zu erhöhen: die elektronischen Boxen, die den Fahrpreis anzeigen sind im Prinzip manipulationssicher (sie werden auch regelmäßig von der staatlichen Transportüberwachung überprüft, ob die Lenkzeiten eingehalten werden). Also setzt die Manipulation am Auto selber an: es wird eine kleine Pumpe dazugeschaltet, die die Anzeige am Geschwindigkeitsmesser verdoppelt und so der elektronischen Fahrpreisbox eine weitere Fahrstrecke vorgaukelt. Ein kurzer Blick auf den Tacho während der Fahrt entlarvt aber solche Tricks: bei gemächlichen 50 km/h im Innenstadtverkehr zeigt der Tacho dann 100 km/h an. Das kann auch einem aufmerksamen deutschen Touristen auffallen, der ansonsten kein Gefühl dafür hat, wieviel eine Fahrt in Sofia kosten darf. Aber selbst bei allen Betrugsmaschen zusammen (1,30 Lewa je km und das noch mit der "Pumpe" auf 2,60 verdoppelt!) würde der resultierende Fahrpreis noch weit unter den deutschen Taxipreisen liegen.

Weiterhin ist jeder Taxifahrer verpflichtet seine Taxizulassungskarte auf dem Armaturenbrett sichtbar vor dem Beifahrer anzubringen (mit Passbild und Namen auf bulgarisch). Wenn einem etwas nicht in Ordnung vorkommt (man hat erst drinnen auf dem Amaturenbrett den Preis von 1,30 Lewa gesehen, oder der Tacho zeigt extrem hohe Geschwindigkeiten oder die Identitätskarte ist nicht ausgelegt), dann sollte man anhalten lassen (den angefallenen Preis bezahlen) und aussteigen. Das nächste Taxi kommt bestimmt in 2 Minuten.

Das telefonische Herbeirufen eines Taxis kann sich als kompliziert erweisen. Trotz deutlich sichtbarer Telefonnummer auf den Taxis blockieren viele Zentralen Anrufe von nicht in Bulgarien zugelassenen Handys. Auch muss der Taxi-Operator nicht unbedingt Fremdsprachenkenntnisse haben. Man ist also gut beraten sich von Bulgaren ein Taxi rufen zu lassen: z.B. an der Hotelrezeption (bei der telefonischen Bestellung muss das Fahrziel genannt werden). Ansonsten kurven überall in Sofia zahllose Taxis rum. Manchmal lehnt der Fahrer jedoch eine Fahrt ab: wenn er bald Feierabend hat und sich nur noch in eine bestimmte Fahrtrichtung bewegen möchte, statt ans falsche Ende der Stadt. Es gibt zwar offiziell eine Beförderungspflicht, aber die wird praktisch nicht durchgesetzt. Auch lehnen Taxifahrer oftmals Fahrten ab, wenn das Fahrziel ihrer Meinung nach "um die Ecke liegt", er also bei der Fahrt nicht genug verdienen kann. Oft verlangt er dann vor Fahrtantritt einen Fahrpreis von 5 Lewa, statt des zu erwartenden geringeren Fahrpreises nach offiziellem Tarif. Wem das die Sache Wert ist der möge zustimmen. Eventuell kann der Fahrgast (wenn der Taxifahrer ihn eigentlich nicht befördern will) von sich aus 5 Lewa oder 10 Lewa anbieten, wenn ihm das die Sache wert ist.

Es gibt keine offiziellen Taxistände, aber an vielen Stellen bilden sich Schlangen wartender Taxis. Es gibt für den Fahrgast keine Pflicht, das erste Taxi in der Warteschlange zu nehmen (es könnte ihm ja zu klein oder zu teuer sein, oder er müsste dazu zu weit laufen oder er fährt prinzipiell mit einer anderen Taxifirma). Das erste Taxi in der Warteschlage hat natürlich schon eine ganze Weile gewartet und der Fahrer würde eventuell die Fahrt ablehnen, wenn das Ziel "nur um die Ecke" liegt. In diesem Fall ist das letzte Taxi der bessere Kandidat, denn er hat noch nicht so lange gewartet und gibt nicht einen wertvollen Warteplatz in vorderer Position der Warteschlange auf.

Deshalb ist es empfehlenswert nach dem Ranwinken des Taxis erst das Fahrziel zu nennen und die Zustimmung des Fahrers abzuwarten (Achtung: ein lässiges Kopfnicken bedeutet ein "Nein" und nicht etwa ein "Ja", wie in Deutschland), um nicht sofort wieder gedemütigt aussteigen zu müssen.

Wenige Taxifahrer sprechen eine Fremdsprache auf einem verständlichen Niveau.

Die bulgarischen Steuergesetze verlangen (ähnlich wie in Italien und Griechenland), dass jedem Kunden eine Quittung ausgestellt werden muss: also wird am Ende jeder Fahrt ein Kassenbon im Taxi ausgedruckt und dem Fahrgast ausgehändigt. Auf dem Bon steht auch die Nummer des Taxis und die Telefonnummer der dazugehörigen Taxizentrale (vielleicht hat man ja seinen Regenschirm im Taxis vergessen - um solche Problemchen kümmern sich die Taxizentralen sehr korrekt).

Diebstähle sind in keinem Land auszuschließen. Ein Taxifahrer, der relativ wenig verdient (300 € Durchschnittsgehalt in Bulgarien - für alle Berufe; Bulgarien ist wesentlich ärmer als Griechenland), kommt natürlich in Versuchung, wenn der Fahrgast eingekaufte Waren von hohem Wert im Taxis lässt und den Fahrer vor dem nächsten Geschäft warten lässt. Dann ist es für manche Fahrer nur eine Abwägung, ob er auf den ausstehenden Fahrpreis verzichtet und lieber den teuren Einkauf nimmt. Eine nachträgliche Zuordnung des Fahrers zum Taxi kann sich als schwierig erweisen, wenn das Taxi untervermietet wurde. Etwas größere Sicherheit hat der Kunde, wenn er ein Taxi telefonisch bestellt, denn dann lässt sich über die Taxizentrale auch noch nachträglich nachvollziehen, welches Taxi den Fahrgast befördert hat (man muss nur angeben um wieviel Uhr man von wo nach wo das Taxi bestellt hat).

Andererseits ist es üblich, ein Taxi warten zu lassen. Er hat seinen regulären Tarif dafür (meist 0,19 Lewa je Minute; also ca. 0,10 €; also 6 € je Stunde). Auf Grund der geringen Taxipreise ist das Taxi zum städtischen Massentransportmittel wie Bus und Straßenbahn geworden. Ein Trinkgeld ist nicht Pflicht, jedoch sind 10 % (oder mehr) sicherlich angemessen.

Der Fahrgast hat das Recht darauf, dass der Fahrer nicht raucht, wenn man es von ihm verlangt, auch den Radiosender darf sich der Fahrgast aussuchen.

Für Touristen, die nicht einen absoluten Billigurlaub in Sofia planen, ist das Taxi das bequemste und doch preiswerte Verkehrsmittel.

Ausflüge[Bearbeiten]

In Deutschland unvorstellbar, aber in Bulgarien empfehlen sich auch Tagesausflüge mit dem Taxi. Beispielsweise ins Rilakloster (ca. 130 km hin). Für mehrere Personen zusammen sind solche Ausflüge oft billiger, als mit Touristenunternehmen. Eine Busfahrt zum Rilakloster wurde 2010 beispielsweise von Touristenunternehmen für 60 € angeboten. Ein Taxifahrer nimmt dafür 130 €. Bei zwei Personen gibt es nicht mehr wirklich einen Preisunterschied zum Busausflug und man hat freie Einteilung von Fahrstrecke und Abfahrtzeiten sowie Rückfahrzeit. Man kann sich seine Pausen bestimmen (Fotohalt, Imbisspause, Pinkelpause, kurze Abstecher zu plötzlich interessant erscheinenden Stellen am Wegesrand, Planänderungen wegen Wetterproblemen). Es ist einfach ein ganz anderes Reisen im Taxi, als im Bus. Wenn man dann noch einen Fahrer erwischt, der etwas deutsch oder englisch kann, dann hat man zumindest einen gewissen Kontakt zu Einheimischen. Natürlich hat man keine Mitreisenden und keinen Reiseleiter bei sich, was Vorteile und Nachteile hat. Und die 3 Stunden Wartezeit am Rilakloster kann man auch noch bezahlen (Geheimtipp: 20 km vor dem Rilakloster rechts abbiegen und einen kleinen Abstecher zur Sandsteinformation Pyramiden von Stob machen - ca. 3 km Fußweg eine Strecke). Natürlich muss der Preis vor Fahrtantritt geklärt werden: die Fahrer nehmen sehr gerne solche langen Touren auf sich und haben eine Liste mit entsprechenden Fahrpreisen bei sich. Für Fernfahrten besteht allerdings keine offizielle Beförderungspflicht. Man kann also schlecht in ein Taxi steigen und darauf bestehen, dass der gute Mann mal eben eine 7-Stunden-Tour macht. Wahrscheinlich hat er aber auch nichts gegen solche spontanen Aufträge. Aber es bietet sich an, am Vortag bei einer Taxifahrt (oder bei mehrern Taxifahrten in Sofia) den Fahrer zu checken (ist er nett, ist das Auto sauber, versteht er etwas "unsere Sprache") und mit ihm für den nächsten oder übernächsten Tag die Tour und den Fahrpreis zu vereinbaren. Vielleicht möchte man ja schon mal zur Sicherheit seine Autonummer und seine Handynummer ("GSM" - [Dzhi Es Em] - englisch ausgesprochen - ist das bulgarische Wort für "Handy") notieren und auf einem Zettel im Hotel lassen. Ein Taxifahrer hat auch sprachlich viel bessere Möglichkeiten, unterwegs das Mittagessen in einer Dorfgaststätte zu organisieren (er wird nicht irgendeine Touristenfalle aussuchen, wie manche Reiseunternehmen, er kennt manche gute Stelle, er kann original bulgarische Spezialitäten bestellen). Da das Essen in einfachen Gaststätten auf dem Lande nicht teuer ist, kann man ihm ruhig das Essen bezahlen. Die Taxifahrt wird üblicherweise bei der Rückkehr in Sofia bezahlt.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Kartenlocher

In Sofia verkehren zahlreiche Busse, Straßenbahnen, Elektrobusse, Minibusse und zwei Metrolinien in der Zeit von 5 bis 23.30 Uhr. Der Fahrpreis beträgt 1,60 Lewa (Stand: Oktober 2016), wenn der Fahrschein am Kiosk gekauft wird und ebenfalls 1,60 Lewa, wenn er beim Fahrer erworben wird. Fahrkarten gelten für eine Fahrt ohne Umsteigen (außer in der Metro, wo man zwischen beiden Linien umsteigen kann) - eine Tageskarte rentiert sich daher schnell. Beim Kauf von 10 Fahrscheinen (Bulgarisch "Talon") kosten diese zusammen 12,00 Lewa, also 1,20 Lewa je Fahrschein. Tageskarten (karta za edin den) sind für 4 Lewa erhältlich, diese gelten für alle Linien (Straßenbahn, Bus, Trolleybus und Metro) und sind nicht personalisiert. Diese Tageskarten werden jedoch nur an 18 Stellen in Sofia ausgegeben ([1]). Beispielsweise:

  • an der Bushaltestelle am Hotel Pliska (dort kann man bequem anhalten, wenn man vom Flughafen mit dem Bus 84 in das Stadtzentrum fährt, die Weiterfahrt ist dann mit jeder Buslinie Richtung Orlov-most (Adlerbrücke) möglich
  • am Zentralen Mineralbad (gegenüber den Chalite) - liegt für Touristen am zentralsten (ein 5x10 m großer Steinpavillion an der Straßenbahnhaltestelle, dort wo sich die einheimischen Senioren ihr warmes Mineralwasser in mitgebrachte Flaschen und Kanister abfüllen)
  • Metrostation "Serdika" (liegt auch sehr zentral; direkt an der goldenen "Sofia-Statue"; dort kreuzen sich die beiden Metrolinien)
  • Metrostation Universität (offizieller Name: Sofijsi Universitet "Kliment Ochridski")
  • Metrostation "Kulturpalast" (NDK - sprich: [EnDeKa])

Das Gültigkeitsdatum für die Tageskarte wird beim Kauf mit einem einfachen Datumsstempel hinten auf die Tageskarte gestempelt. Es muss also beim Kauf angegeben werden, für welchen Tag die Tageskarte gelten soll. Bei Sprachproblemen kann man das gewünschte Gültigkeitsdatum auch auf einen Zettel schreiben und über den Tresen reichen (Achtung: in Bulgarien werden die Monatsnamen eher in römischen Ziffern geschrieben). Man könnte also wortlos einen Zettel rüberreichen, beispielsweise mit folgenden 4 Zeilen und gleich dem Geld dazu:

  • 3x 4. VI. 2013 = 12 Leva
  • 3x 5. VI. 2013 = 12 Leva
  • 3x 6. VI. 2013 = 12 Leva
  • 36 Leva

Dann haben die Damen eine Weile zu stempeln hinter ihrem Tresen und nochmals zu kontrollieren, dass sie ja nicht aus Versehen ein Ticket zu viel rausgeben, aber das sollte funktionieren. Insgesamt nicht sehr bequem, aber so muss man nicht jeden Tag erneut zum Ticketschalter. Mit diesen Tageskarten kann man in alle öffentlichen Verkehrsmittel (außer Linientaxi/Marschrutka und Taxi) einsteigen. Man muss sie beim Einsteigen auch nicht vorzeigen oder hochhalten. Ob man vorne oder hinten einsteigt ist auch egal. In der Metro wird es mit den Tageskarten etwas komplizierter: während andere Fahrgäste ihr Einmalticket am Drehkreuz reinschieben, muss sich der Tageskarten-Tourist an den Schalter neben dem Drehkreuz begeben. Die Dame hinter der Glasscheibe (es sind fast ausschließlich Damen) wirft einen kurzen Blick auf die Rückseite des Tagestickets, ob das aufgestempelte Datum für diesen Tag korrekt ist, und entriegelt dann das Drehkreuz, das ihr am nächsten ist, so dass der Fahrgast es drehen kann, ohne eine Karte reinschieben zu müssen - alles ganz problemlos und schnell, wenn man es weiß.

Schwarzfahren kostet 20 Lewa (Stand: Januar 2013) - manche Kontrolleure verlangen von Ausländern jedoch höhere Preise (sollte man aber nicht zahlen) Nachdem die Strafgebühr gezahlt wurde, darf man seine Fahrt fortsetzen - das Strafticket gilt dann als Fahrschein. Die Personalien werden nicht festgestellt, also nie den Pass rausrücken oder vorzeigen - jedenfalls nicht einem Ticketkontrolleur. Sollte man sich jedoch weigern, diese offizielle Nachlösegebühr (das 20fache eines normalen Fahrscheines) zu zahlen, dann wird laut Tarif eine Strafe von 70 bzw 100 Lewa (bei gefälschtem oder verfälschtem Fahrschein) fällig. Offiziell muss für größeres Gepäck (über 60/40/40 cm) ebenfalls ein Fahrschein gekauft werden, jedoch wird dies nur im Bus vom/zum Flughafen konsequent umgesetzt.

Die Fahrt mit dem Minibus (marshrutki/Linientaxi) kosten 1,50 Lewa. Dazu muss man aber schon deren Fahrtroute kennen, während man in Bahn und Bus auch ruhig mal einsteigen kann, wenn sie nur ungefähr in die richtige Richtung fahren.

In Bus und Bahn sind die Fahrscheine zu entwerten. Das sind ganz einfache Locher: man schiebt das Ticket rein und drückt an der Vorderkante des "Gerätes" nach oben. Da die Lochstanzen nicht sehr scharf sind, empfiehlt es sich die Karten einzeln zu lochen und nicht mehrere gleichzeitig.

Elektronische Abonnementkarten kommen für Touristen preislich weniger in Frage, für diese gibt es separate Registriersystemen in Bus und Bahn.

Wochenkarten gibt es nicht mehr. Eine Monatskarte für alle Verkehrsmittel kostet 50 Lewa (personalisiert) bzw. 60 Lewa (nicht personalisiert). Eine Jahreskarte kostet 500 bzw. 600 Lewa. Verschiede Tarifzonen für das Stadtzentrum und den Außenbereich (wie beispielsweise bei der S-Bahn in Berlin: Zone A, B und C) gibt es nicht.

Personen ab 69 Jahren können eine Monatskarte (für alle Verkehrsmittel) für 8 Lewa erwerben. Kinder bis zu 6 Jahren fahren gratis.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche des Wundertäters, auch russische Kirche genannt
Alexander-Nevski-Kathedrale

Kirchen[Bearbeiten]

  • Alexander-Newski-Kathedrale (Храм-паметник Свети Александър Невски), Alexander-Nevski-Platz. Das Wahrzeichen Sofias schlechthin. Geöffnet: tgl. 7.00 – 19.00 Uhr.
  • Kirche der Heiligen Sofia (Базиликата Света София), Alexander-Nevski-Platz. Die zweitälteste noch bestehende Kirche der Hauptstadt.
  • Rotunde des Heiligen Georgs (Ротондата Свети Георги), Boulevard Alexander Stambolijski. Sie ist das ältestes Bauwerk in der Stadt und stammt aus dem 4. oder 5. Jahrhundert n. Chr. Zuvor nahm ein römisches Bad ihre Stelle ein, später wurde sie als unter der türkischen Herrschaft als Moschee genutzt. Die Kirche befindet sich im Hof des Hotels Sheraton.
  • Kirche des Wundertäters, Boulevard Tzar Osvoboditel 3. Eigentlich Kirche des Heiligen Nikolai oder auch russische Kirche genannt (Руската църква Свети Николай): Kirche im Moskauer Stil mit fünf vergoldeten Zwiebeltürmen.

Museen[Bearbeiten]

  • Archäologisches Nationalmuseum (Национален археологически музей), Sabornastr. 2 (ул. Съборна. Geöffnet: Öffnungszeiten im Sommer 10.00 – 18.00 Uhr; im Winter 10.30 – 15.30 Uhr mit Mittagspause; Mo ist Ruhetag.
  • Ethnographische Museum (Етнографски музей), Batenberg-Platz (пл. Батенберг). Es befindet sich im Gebäude des ehemaligen Zarenpalastes. Es werden Sammlungen aus den Werken der bulgarischen traditionellen Handwerke, Anzüge, Stoffe, Schmuckstücke und Musikinstrumente gezeigt. Geöffnet: Öffnungszeiten: im Sommer 10.00 – 17.00 Uhr; im Winter 11.00 – 16.00 Uhr; Mo ist Ruhetag.
  • Das Nationale Historische Museum (Национален исторически музей) in der Rezidentsia Boyana 1 Typ ist Gruppenbezeichnung zeigt einen Überblick über die bulgarische Geschichte aus dem Altertum bis in die heutige Zeit. Als Hauptattraktion dürften goldene bzw. silberne Gefäße und Schmuck gelten, die aus thrakischer (ca. 4.JH v.Chr.) und römischer Zeit stammen. Adresse: Vitoshko Lale 16 (ул. Витошко лале 16)
  • Nationales naturwissenschaftliches Museum (Национален природонаучен музей), Tsar Osvoboditel Boulevard Nr. 1 (бул. Цар Освободител 1 ). Geöffnet: Öffnungszeiten: täglich 10.00 – 18.00 Uhr.

Stadtführung[Bearbeiten]

"Free Sofia Tour" - bietet einen 2-stündigen geführten Stadtrundgang durch das Stadtzentrum an. Die Führung wird von Studenten mit guten Englischkenntnissen durchgeführt; die Erklärungen sind in englischer Sprache. Sie ist kostenlos - natürlich wird ein Trinkgeld am Ende der Tour gerne genommen, da sich die Touren nur so finanzieren lassen. Startpunkt der Führung ist der Justizpalast 2 Typ ist Gruppenbezeichnung, ein monumentales Gebäude mit großen Säulen und zwei Löwendenkmälern davor, direkt im Zentrum an der Ecke Boulevard Vitosha / Ulica Alabin in unmittelbarer Nähe der Kirche Sveta Nedelja - die, die mitten auf der Straße steht. Die Führungen finden täglich statt (Montag bis Sonntag), beginnen um 11 Uhr und 18 Uhr, und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Route: Justizpalast, Kirche Sveta nedelja, ZUM, Moschee, Zentrales Mineralbad, dann zurück zum Boulevard Zar Osvoboditel, Große Moschee von Sofia, Zentralbank, Theater Iwan Wasow, Russische Kirche, Kirche Sveta Sofia, Alexander Newski Kathedrale, Parlament. Die Tour endet am Parlament. Ein Besuch in den einzelnen Sehenswürdigkeiten ist nicht vorgesehen, da die Zeit dazu nicht reicht. Insgesamt sehr empfehlenswert.

Stadtrundfahrten werden in Sofia recht spärlich angeboten. Ein zentraler Abfahrpunkt für Busse für Stadtrundfahrten ist direkt an der Alexander Newski Kathedrale. In größeren Hotels liegt Werbung für touristische Stadtrundfahrten aus, meist werden jedoch Tagesausflüge in die weitere Umgebung von Sofia angeboten (Rilakloster, Kopriwtschiza, Plowdiw).

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sofia steht anderen Hauptstädten in Bezug auf Aktivitäten in nichts nach. Kino, Konzerte, Theater, Wintersport auf dem Vitosha... - alles ist möglich. Einen sehr guten Überblick bietet der kostenlose Kulturführer Programata. Auf der Homepage gibt es Informationen in Bulgarisch und Englisch zu allen Veranstaltungen in den größeren Städten und in vielen Restaurants, Kinos oder Hotels kann man sich ein aktuelles Heft mitnehmen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Es gibt mehrere größere, moderne Einkaufszentren (Malls) in Sofia. In diesen Malls sind vorwiegend große internationale Marken vertreten.

  • Mall of Sofia (fast unmittelbar im Zentrum; Aleksandar Stamboliyski Boulevard Ecke ulica Opalchenska)
  • City Center Sofia (Boulevard Cherni vrach Ecke Boulevards Arsenalski; vom Boulevard Witoscha aus gesehen hinter dem Kulturpalast "NDK"; an der Metrostation "European Union"; schräg gegenüber vom großen Hotel Hemus)
  • The Mall (Tsarigradsko Chaussee 115; etwas weiter weg vom Zentrum; die größte shopping Mall des Balkans)
  • Serdika Center Sofia (etwas weiter weg vom Zentrum; Boulevard Sitnjakovo Ecke ulica Oborischte)
  • Sky City Mall (nicht allzu weit entfernt vom Hotel Pliska)
  • Bulgaria Mall (Boulevard Bulgaria and Ecke Boulevard Kableshkov)

Interessante Einkaufsorte:

  • Zentralmarkthalle (Supermarkt im Kellergeschoss, dort neben dem Cafe auch archäologisch aufbereitete Reste der Festung Serdica)
  • Wochenmarkt "Frauenmarkt" (Schenski pasar) - beginnt an der Löwenbrücke; täglich geöffnet; Obst und Gemüse und vieles mehr
  • ZUM (das alte staatliche Kaufhaus in der Innenstadt - wirkt im Inneren etwas schwach beleuchtet und antiquiert; die Reste vom alten sozialistischen Flair sind dort noch zu erahnen)

Küche[Bearbeiten]

Sofia besitzt zahlreiche Restaurants, die dem Gast nationale und internationale Speisen anbieten. Zu den Spezialitäten gehören unter anderem Kebaptscheta, gegrillte Röllchen aus gewürztem Hackfleisch. Sie werden gewöhnlich mit Pommes frites und gemischtem Salat serviert. Tarator ist eine erfrischende Kaltschale aus feingeschnittenen Salatgurken, gemahlenen Walnüssen, Dill und mit Wasser und Salatöl verrührtem Joghurt.

Gern gegessen wird auch Schopska-Salat, ein Salat aus Gurken, Tomaten und Paprikaschoten, mit geriebenem Schafskäse und gehackter Petersilie bestreut. Gjuwetsch ist ein gemischtes Gemüse, meist aus Paprikaschoten, Tomaten, Aubergine, Zwiebeln, Kartoffeln, grünen Erbsen, grünen Bohnen und Petersilie, das mit oder ohne Fleisch im Tontopf gebacken wird. Beliebt ist auch Baniza, eine Art ungesüßter Käsestrudel.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Besondere Krankheiten gibt es nicht in Bulgarien. Auf Grund der verbreiteten Armut im ehemaligen Ostblock gibt es eine erhöhte Rate von Hepatitis A.

Das Wasser kann aus der Leitung getrunken werden. Es kommt über Fernleitungen zu einem großen Teil aus dem Rilagebirge und schmeckt vielerorts nach frischem Gebirgswasser. Bulgaren trinken sehr viel Wasser. Es gibt in der Stadt an zahlreichen Stellen kleine Trinkbrunnen (Tscheschma), aus denen man bedenkenlos trinken kann, auch wenn unmittelbar davor dreckig wirkende Personen davon getrunken haben. Das Problem besteht eher darin, Bulgaren in Deutschland zu erklären, dass sie nicht einfach aus jedem Marktbrunnen trinken sollen.

Ein medizinische Behandlung ist in Bulgarien billiger als in Westeuropa. Bei Zahnersatz, kleiner oder größerer kosmetischer Chirurgie oder Kuren empfiehlt sich eine vorherige Terminabstimmung per e-mail, noch bevor man nach Bulgarien reist. Viele Ärzte haben sich auch auf die Behandlung von Ausländern spezialisiert. Bereits zu sozialistischen Zeiten gab es einen staatlich organisierten Medizintourismus nach Bulgarien, der besonders stark von Patienten aus dem Nahen Osten (Arabern) genutzt wurde.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Briefmarken sind in der Stadt außerhalb der Postämter schwer zu finden. Briefkästen sind in vielen Straßenbahnen - der Einwurfschlitze ist neben der vorderen Tür von außen angebracht (bitte nur an den Haltestellen einwerfen).

Die Handynummer und das Handy wird als "GSM" (sprich: [Dzhi Es Em]) bezeichnet. Ein Telefonbuch für Sofia gibt es nicht.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Die Kirche von Bojana befindet sich 8 Kilometer südlich des Stadtzentrums von Sofia am Fuße des Berges Vitoscha und wurde 1979 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommenen. Ursprünglich als Festung konzipiert, handelt es sich nach Erweiterungen heute um einen dreiteiligen Kirchenkomplex, der für ein Fresko aus dem Jahre 1259 bekannt ist. Dieses ist eines der wichtigsten Beispiele für mittelalterliche osteuropäische Malerei.
  • Das Thermalbad Bankja (Банкя), mit Mineralquellen und Sanatorien, liegt 17 km südöstlich von Sofia, auf 630 Meter Höhe an den Hängen des Ljulin-Gebirges.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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