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Thasos

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Thasos, auch Thassos, ist eine Insel im Nordosten Griechenlands bei Kavala in der nördlichen Ägäis

Thasos
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Regionen[Bearbeiten]

Thasos ist eine grüne Insel mit sehr vielen malerischen Badebuchten und besten Sandstränden, hohen bewaldeten Bergen und interessanten Altertümern. Sie bietet auch ausreichend "Beach-Night-Life". Landschaftlich ähnelt sie Chalkidiki.

Die lebhafte und voll touristisch erschlossene Süd- und Ostseite ziehen mehr jüngeres Publikum an, während ältere Gäste oft die deutlich ruhigere Westseite zwischen Limenas und Limenaria bevorzugen.

In den letzten Jahren kommen auch vermehrt Gäste an Weihnachten und Neujahr. Da im Winter die Insel sehr ruhig ist und die meisten Restaurants und Geschäfte geschlossen haben, ist es ratsam, dann eine Unterkunft in den größeren Orten wie Thasos Stadt, Limenaria, Prinos oder Theologos zu nehmen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Thasos Stadt-Limenas

Früheste Siedlungsspuren sind aus dem ausgehenden Neolithikum bekannt. Ca 1500 v. Chr. wurde Thasos von den Phöniziern eingenommen, und durch ihr Wissen in der Metallurgie beuteten sie als Erste die Bodenschätze der Insel aus. Nachfolgend wurde die Insel dann von den Thrakern übernommen, bis im 7. Jahrhundert v. Chr. der griechische Volksstamm der Ionier die Thraker verdrängte. Der Gold- und Silberbergbau sowie der Handel blühte in dieser Zeit und brachte Wohlstand auf die Insel. 492 v. Chr. eroberten die Perser die Insel, wodurch ein wirtschaftlicher Niedergang begann. 464 – 404 v. Chr. wurde Thasos durch Athen besetzt und diente als Kolonie zur Holz- und Metallversorgung. 340 v. Chr. übernahm Philipp II, König der Mazedonier, Thasos. In der Zeit von 281 – 202 v. Chr. war Thasos unabhängig, bis es 196 v. Chr. dem römischen Reich angeschlossen wurde. Nach der Teilung des römischen Reiches gehörte es ab 330 n. Chr. zum oströmischen (byzantinischen) Reich. 1455 n. Chr. ging Thasos an die Türken über und wurde erst im Balkankrieg 1912 von griechischen Truppen befreit. Im Zweiten Weltkrieg wurden Thasos und größere Teile Nordgriechenlands von der Wehrmacht an Bulgarien übergeben, die diese Gebiete mit Kriegsende wieder räumen mussten.

Sprache[Bearbeiten]

Seit Mitte der 1970er Jahre hat der Tourismus in Thasos Einzug gehalten, und so ist die Verständigung in Englisch und auch Deutsch kein Problem. In den letzten Jahren kommen immer mehr Gäste aus Bulgarien, Rumänien, Serbien und der Türkei. Auch auf diese Sprachen haben sich die Hotels und Restaurants eingestellt.

Anreise[Bearbeiten]

Fährschiff nach Thasos
  • Da Thasos keinen eigenen Flughafen hat, läuft die Anbindung über den Flughafen Kavala (bei Chrysoupolis). Von dort sind es 12 km zur Fähre nach Keramoti (Fährzeit Keramoti-Limenas 45min). Mit dem Taxi kostet der Weg vom Flughafen zur Fähre etwa 20 €, Nach Kavala liegen die Kosten bei 40 €. Die Busanbindung ist schlecht.
  • Vom Flughafen Thessaloniki fährt ein Bus zum KTEL (1 h), das ist der Busbahnhof für Überlandbusse. Von dort fahren stündlich Busse nach Kavala (2,5 h). Von hier fährt man entweder mit der Fähre nach Thasos oder nimmt vom Busbahnhof Kavalas einen Bus nach Keramoti (1 h) und von dort mit der Fähre nach Thasos. Alternativ mit Mietwagen von Thessaloniki Flughafen nach Kavala/Keramoti (2,5/3 h). Manche Mietwagenfirmen von Thasos haben auch Mietwagen am Flughafen, mit denen man auch nach Thasos fahren darf. Viele Mietwagen, die man auf dem Festland mietet, dürfen nicht auf die Inseln.
  • Fährverbindungen: Es gibt zwei Fährverbindungen für Fahrzeuge und Personen nach Thasos: 1) Kavala-Scala Prinos (1,5 h) und 2) Keramoti-Thasos Stadt (Limenas)(45min). Die Fahrpläne ändern sich je nach Jahreszeit. Da die Insel nahe am Festland liegt, sind die Fährkosten vergleichsweise gering, so daß auch viele Wochenendausflügler und auch Wohnmobilisten die Insel besuchen. Neben den normalen Fähren verkehrt auch ein Hochgeschwindigkeits-Tragflügelboot nur für Personen von Kavala nach Thasos Stadt (Limenas).

Mobilität[Bearbeiten]

In jedem größeren Dorf gibt es Anbieter von Mietwagen, Mopeds, Motorrädern, Quads, Motorrollern usw. Normale Mietwagen dürfen nicht auf unbefestigten Wegen gefahren werden, aber einige der schönsten Strände und Attraktionen sind nur über Feldwege erreichbar. Mieten Sie einen 4WD, zumindest für die Tage, an denen Sie die Straße verlassen möchten. Mit dem 4WD können die meisten der Sehenswürdigkeiten der Insel sowie auch der Berg Ipsariou erreicht werden. Roller mit ihren kleinen Rädern sind besonders abseits der asphaltierten Wege nicht besonders sicher. Wer gerne auch mal auf unbefestigten Wegen fahren möchte, ist mit Mopeds mit großen Rädern deutlich besser bedient. Oft sind die Roller gedrosselt, so das man nur sehr mühsam die Bergstraßen erklimmen kann.

Öffentliche Busse fahren zu allen Orten der Insel nach regelmäßigen Fahrplänen. Die Fahrt mit dem Bus von Limenaria nach Limenas, mit Umsteigen in Scala Prinos, dauert ca. 1,5 h und kostet 5 Euro. Die Tickets werden im Bus verkauft.

Taxis stehen auch in jedem Dorf zur Verfügung. Das Straßennetz der Insel ist gut ausgebaut.

Orte[Bearbeiten]

Karte von Thasos
Orte in Thasos
Thasos, Haupteinkaufsstrasse

Die meisten Besucher mieten mindestens für einen Tag ein Auto, um die Insel zu erkunden. Da nur eine Hauptstraße ringförmig um die Insel führt, sind die Dörfer ausgehend von Thasos Stadt im Uhrzeigersinn beschrieben. Von der Hauptstraße sind die Bergdörfer meist über Stichstraßen zu erreichen. Wenn man nur die Hauptattraktionen besucht, dauert nur eine Rundfahrt ca. 4-6 Stunden.

  • 1 Thasos (Λιμένας Θάσου, Limenas). Thasos in der Enzyklopädie Wikipedia Thasos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsThasos (Q557754) in der Datenbank Wikidata. Als Hauptort der Insel bietet Thasos alles, was man von einen Touristenort erwartet. Die Promenade und die Einkaufsstraße bieten eine reiche Auswahl an touristisch interessanten Artikeln und Souvenirs, Fastfood, Restaurants, Cafes und Nachtleben. In den Seitenstraßen findet man Spezialgeschäfte, Bäckereien, Supermärkte, Apotheken, Ärzte, eine Töpferei (am westlichen Ende des Ortes vor Tarsanas Beach) uvm. Besonders sehenswert sind der alte Fischerhafen mit dem Zollgebäude, die Ruinen der antiken Stadt im Ortszentrum und das Archäologische Museum, das Amphitheater und die Akropolis mit der Burgruine. Nicht versäumen sollte man auch einen Besuch der sehr fotogenen Kapelle Agios Nikolas und der Strandbar Karnagio, beides am östlichen Ende des Ortes und der fotogenen Agios Vassillios Kapelle etwa 200 Meter westlich des Fährhafens. Hinter der Kapelle ist ein archäologisches Ausgrabungsfeld mit Überresten von Friedhof, Turm, Tempel, Kapelle. Der Hafen ist gut geeignet für Segelboote.
  • 2 Panagia (Παναγία Θάσου). Panagia in der Enzyklopädie Wikipedia Panagia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPanagia (Q2048866) in der Datenbank Wikidata. ist ein romantisches Bergdorf mit alten, typischen Häusern, einigen Restaurants und ein paar Souvenirläden in wunderbarer Lage an einem bewaldeten Berg. Einen Rundgang durch das Dorf sollte man nicht versäumen. Die Drachenhöhle, am Ortsrand gelegen, ist auch einen Besuch wert, weniger wegen der Höhle als der Umgebung.
  • 3 Scala Panagia. ist eine reine Ansammlung von Hotels, Campingplätzen, Restaurants usw. entlang des "Golden Beach", des besten Strands auf Thasos. Es gibt keinen Ortskern. Am nördlichen Ende des Strandes liegt ein kleiner fotogener Fischerhafen, wo auch Ausflugsboote starten. Für Segelboote ist der Hafen nur bei Windstille geeignet, da wegen Seegrases die Anker schlecht halten.
  • 4 Potamia (Ποταμιά Θάσου). Potamia in der Enzyklopädie Wikipedia Potamia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPotamia (Q1418080) in der Datenbank Wikidata. ist ein altes Bergdorf hoch an einem bewaldeten Berg gelegen. Es ist weniger touristisch als Panagia. Daher lohnt es, einen Spaziergang durch den Ort zu machen, wenn man landestypische Lebensart beobachten möchte.
  • 5 Skala Potamia. ist, wie Skala Panagia, ein reiner Touristenort an der "Golden Beach"-Bucht mit schön gelegenen Restaurants und Hotels. Der kleine Hafen ist für Segelboote nur bedingt als Ankerplatz geeignet, da sich nachts sehr wellig ist.
  • 6 Kinira (Κοίνυρα Θάσου). Kinira in der Enzyklopädie WikipediaKinira (Q21406534) in der Datenbank Wikidata. ist ein kleiner, reiner Touristenort ohne Ortskern, bestehend aus einer Ansammlung von Hotels, Restaurants etc. Der felsige Teil des nahegelegenen "Paradise Beach" ist der einzige FKK-Strand der Insel. Gegenüber von Kinira liegt die unbewohnte aber private Insel Kinira, oder Kiniriotiko.
  • 7 Aliki (Αλυκή Θάσου). Aliki in der Enzyklopädie Wikipedia Aliki im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAliki (Q21406530) in der Datenbank Wikidata. ist eine „must see location“ mit einem sehr romantischen, kleinen Strand in einer landschaftlich besonders reizvollen Bucht und mit einer archäologischen Stätte (Reste antiker Tempel). Die Bucht ist beliebt als Ankerplatz für Segelboote und Motorjachten. Aliki ist kein Ort, sondern besteht nur aus ein paar Restaurants. Die Besonderheit ist, dass es auf einer Halbinsel liegt und so von beiden Seiten Strand hat. In der Saison ist es ziemlich überfüllt und man sollte frühzeitig dort sein.
5 km hinter Aliki Richtung Limenaria liegt am Berghang das sehenswerte 1 Kloster Archangelos. Es ist ein Frauenkloster mit alten Ikonen und voller Blumentöpfe und mit wunderbarer Sicht auf das Meer und auf die Südküste von Thasos. Nach weiteren 6 km liegt eine der Hauptattraktionen von Thasos: 2 Giola Es ist ein natürlicher Pool direkt am Meer. Der Weg nach Giola ist ausgeschildert. Die Fahrt geht auf unbefestigten Straßen zu einem Parkplatz und von dort zu Fuß den Berg hinunter. Die Wanderung ist sehr anstrengend, vor allem im Sommer. Bei unruhiger See mit hohen Wellen ist der Pool sauber und einladend, aber nach Tagen ohne Seegang, wenn kein frisches Wasser aus dem Meer in den Pool gespült wird, wird das Wasser in Giola grün und schmutzig. Deshalb ist ein Besuch nur empfehlenswert, wenn das Meer ausreichend Seegang hat!
  • 8 Astrida (Αστρίδα Θάσου, Astris). Astrida in der Enzyklopädie WikipediaAstrida (Q21406531) in der Datenbank Wikidata. ist ein ehemals verlassenes Dorf, das für touristische Nutzung teilweise wieder aufgebaut wird und durchaus sehenswert ist.
  • 9 Potos (Ποτός Θάσου). Potos in der Enzyklopädie Wikipedia Potos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPotos (Q21406539) in der Datenbank Wikidata. ist ein sehr stark touristisch geprägter größerer Ort mit allem, was zu einem Touristenzentrum dazu gehört und ganz sicher einen Besuch wert. Der besonders bei jüngeren Leute beliebte Ort verfügt über gute Einkaufsmöglichkeiten, viele Hotels, Restaurants und Bars, volle gute Strände mit Musik und Beachparties und entsprechendem Nachtleben.
  • 10 Theologos (Θεολόγος Θάσου). Theologos in der Enzyklopädie Wikipedia Theologos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTheologos (Q201649) in der Datenbank Wikidata. ist ein wunderschönes „ must see“ Bergdorf, dessen Häuser meist aus Naturstein gebaut und mit Steinplatten gedeckt sind. Es war die Hauptstadt der Insel während der türkischen Besetzung (1455-1813) und während der ägyptischen Herrschaft (1813-1902). Die größte Bevölkerungszahl hatte das Dorf um 1570. Danach ging die Zahl zurück, vor allem wegen Piratenüberfällen. Daher sieht noch viele Grundmauern alter verlassener Häuser, besonders auf dem gegenüberliegenden Osthang des heutigen Dorfes. Dort finden sich auf einer Erstreckung von etwa 500 m die überwachsenen Fundamente eines ehemaligen, mittelalterlichen Ortsteils, östlich davon abgesetzt die Spuren eines Kastells, das um Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut worden sein soll. Dieser Bereich der Ansiedlung soll von Maltesischen Piraten zerstört worden sein. Ein sehenswertes Heimatmuseum lohnt den Besuch ebenso wie die vielen romantischen Lokale. Geht man den Weg durch das Dorf weiter, kommt man nach ca. 500 m nach dem Friedhof zum Ausflugslokal Neromillos (Wassermühle). Die sehr romantisch im Wald gelegene Wassermühle ist ein angenehmer Platz zum Verweilen und eine "must see" Attraktion von Theologos. Da viele Mietwagen nicht auf Feldwegen fahren dürfen, kann man den Wagen am Friedhof parken und die 600m zu Fuß gehen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die alte Steinbrücke. Hinter der Agios Dimitrios Kirche geht ein Fußweg zu der etwa 200 m entfernten fotogenen Brücke, die zum alten verlassenen Teil des Dorfes führt. Im Tal zwischen dem heutigen Theologos und den Ruinen der Siedlung auf der anderen Seite liegen einige schöne kleine Wasserfälle und Pools, in denen man sich herrlich erfrischen kann. Der Weg zu den Wasserfällen beginnt kurz vor Ortsende und ist leider nicht beschildert, so daß man nachfragen muß. Es ist empfehlenswert feste Schuhe zu tragen, wenn man vom Weg zu den Pools hinunter gehen möchte zum baden.
  • 11 Limenaria (Λιμενάρια Θάσου). Limenaria in der Enzyklopädie Wikipedia Limenaria im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLimenaria (Q1014258) in der Datenbank Wikidata. ist der zweitgrößte Ort der Insel mit viel Tourismus und einem sehr langen, schönen Sandstrand, der auch in der Hochsaison nicht zu überlaufen ist. Die Hafenpromenade ist gesäumt von Restaurants, Souvenirläden, Cafeterias, Kneipen usw. Gute Einkaufsmöglichkeiten, Banken, Ärzte, Polizeistation sind hier ebenfalls vorhanden. Der Hafen ist für Segelboote gut geeignet. Von Limenaria aus führt eine neu gemachte, asphaltierte Straße zum Bergdorf Kastro. Ca. 4 km weiter Richtung Scala Maries liegt der sehenswerte Strand von 3 Tripiti Die Besonderheit dort ist eine malerische Höhle in einem Felsen, wo man von der einen auf die andere Seite des Felsen schwimmen kann.
  • 12 Kastro (Κάστρο Θάσου). Kastro in der Enzyklopädie Wikipedia Kastro im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKastro (Q1228514) in der Datenbank Wikidata. ist ein in der Inselmitte gelegenes, ehemals verfallenes „must-see“ Dorf auf 500 m Höhe, das in den letzten Jahren wieder aufgebaut wurde. Der Name stammt von der ehemaligen Burg aus dem Jahr 1403, deren Steine später zum Bau der Kirche verwendet wurden. Wegen der Höhenlage ist es hier ist es auch im Hochsommer relativ kühl. Will man die Kirche besuchen, bekommt man den Schlüssel im Restaurant nebenan. Am Ende des Dorfes liegt die ehemalige Burg, von der nur noch ein Teil der Befestigungsmauern erhalten sind. Auf dem Burggelände steht heute eine Kapelle und ein Beinhaus. Zwei Tavernen laden im Ort zum Essen ein. Ein kleiner Wasserfall befindet sich in der Nähe des Dorfes und kann zu Fuß oder auch über Theologos per 4WD-Fahrzeug erreicht werden. Um zum Wasserfall zu gelangen, nimmt man den Feldweg auf der Ostseite von Kastro, der eine 3-4 km lange Strecke durch einen wunderschönen und unberührten Wald führt. Im Frühling ist der Wasserfall am beeindruckendsten, da es im Sommer zum Austrocknen neigt. Alternativ kann man den Wasserfall von Theologos aus mit dem 4WD Fahrzeug erreichen.
  • 13 Maries (Μαριές Θάσου). Maries in der Enzyklopädie Wikipedia Maries im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMaries (Q21406560) in der Datenbank Wikidata. ist ein sehr ursprüngliches, altes Bergdorf, das kaum touristisch überformt ist. Sehenswert ist auch der wenige Kilometer hinter dem Dorf gelegene kleine See mit Wasserfall. Die Straße dahin ist nicht asphaltiert und darf daher nicht mit normalen Mietwagen befahren werden, nur mit 4WD. Die etwas anstrengende Wanderung dorthin geht beständig bergan und ist eigentlich nur lohnenswert, wenn der Bach genügend Wasser führt. Im Hochsommer ist er fast trocken und bis Frühsommer am beeindruckendsten. Man sollte wenigstens Turnschuhe tragen, da man zu den Wasserfällen leicht klettern muss. In den Pools unterhalb der Wasserfälle kann man sich herrlich erfrischen. Fährt man von dort aus den Feldweg weiter, gelangt man nach 13 km zum Ipsario, dem höchsten Berg von Thasos. Zwischen Scala Maries und Maries liegt das 4 Kloster Kloster Mariä Himmelfahrt ( Ιερά Μονή Κοιμήσεως Θεοτόκου Μαριών), was einen Besuch Wert ist und ebenso die oberhalb des Klosters gelegene fotogene 5 Klosterruine Stavronikita. Ein etwa 400m langer Weg führt vom Parkplatz des Klosters hinauf zur Ruine.
  • 14 Scala Maries. ist ein stark touristisch geprägter Badeort mit romantischem kleinen Fischerhafen. Die kleinen Restaurants am Fischerhafen sind wunderbar gelegen.
  • 15 Kallirachi (Καλλιράχη Θάσου). Kallirachi in der Enzyklopädie Wikipedia Kallirachi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKallirachi (Q1722485) in der Datenbank Wikidata. ist ein größeres Bergdorf mit engen Gassen, alten Häusern und kaum touristisch geprägt. Sehr sehenswert ist die 6 Kapelle Metamorfosi oberhalb des Ortes. Ein 5 km langer Feldweg führt bis kurz unterhalb des Gipfels. Von dort geht man ca. 300 m steil bergauf zur Kapelle. Die Aussicht ist atemberaubend von dort. Unterhalb der Kapelle lag der Ort Kakirachi, der aber von Piraten um 1750 völlig zerstört wurde. Die überlebenden Bewohner von Kakirachi erbauten Kalirachi. Der Weg dorthin ist nur mit einem Geländewagen erreichbar. Ca. 300 m vor dem Ort biegt man links in die Seitentrasse ein und biegt dann nochmal links ab an dem Parkplatz im Ort. Nach ca. 5 km Feldweg erreicht man den Parkplatz der Kapelle. Auf dem Weg dorthin kann man noch ein Aquädukt besichtigen. Ein Schild am Wegrand weisst die Richtung.
  • 16 Scala Kalirachi. Das Straßendorf hat einen besonders schön ausgebautem Hafen, der zum Verweilen einlädt und wegen der Tiefe auch für Segelboote geeignet ist und Stromanschlüsse für Boote bietet. Sehenswert sind die Kapellen Pangagia (1,5km Richtung Limenaria) und Agios Georgios (3,3km).
  • 17 Sotiros (Σωτήρας Θάσου). Sotiros in der Enzyklopädie Wikipedia Sotiros im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSotiros (Q21406573) in der Datenbank Wikidata. ist ein kleines Bergdorf mit schöner Aussicht und durchaus sehenswert.
  • 18 Scala Sotiros. ist ein lang gestrecktes Straßendorf mit sehenswertem Fischerhafen.
  • 19 Prinos (Πρίνος Θάσου). Prinos in der Enzyklopädie WikipediaPrinos (Q12198272) in der Datenbank Wikidata. ist ein größerer Ort mit passablen Einkaufsmöglichkeiten. Er ist nicht sehr touristisch geprägt.
  • 20 Mikros Prinos (Μικρός Πρίνος Θάσου, Mikros Kasavitis). Mikros Prinos in der Enzyklopädie WikipediaMikros Prinos (Q21406556) in der Datenbank Wikidata. ehemals verfallenes Bergdorf in schöner Lage, das touristisch neu aufgebaut wird. Von Mikros Prinos führt eine kurvenreiche asphaltierte Straße 6 km den Berg hinauf zum 7 Kloster Panteleimonas. Der Besuch ist vor allem wegen der herrlichen Aussicht ein "must see".
  • 21 Megalos Prinos (Μεγάλος Πρίνος Θάσου, Magalos Kasavitis). Megalos Prinos (Q21406555) in der Datenbank Wikidata. ist ein „must see“ Bergdorf mit alten, meist renovierten Häusern und einem sehr schönen, schattigen Dorfplatz unter Platanen mit Restaurants. Hier lässt es sich auch an heißesten Sommertagen herrlich kühl sitzen. Oberhalb des Dorfes liegt die schöngelegene 8 Agios Joannis Kapelle, die man über einen 4 km lange Feldweg erreicht.
  • 22 Rachoni (Ραχώνι Θάσου). Rachoni in der Enzyklopädie WikipediaRachoni (Q21406568) in der Datenbank Wikidata. ist ein wenig touristischer Ort. Sehenswert ist die direkt vor dem Ortseingang gelegene Kirche, die unter großen Bäumen und mit Wasserläufen ein kühler Ort an heißen Tagen ist. Eine Taverne ist ebenfalls vorhanden. Ca. 3 km Feldweg oberhalb des Ortes liegt die sehenswerte kleine 9 Kapelle St. Johann (Agios Joannis) in einer beeindruckenden Berglandschaft. Der Weg ist beschildert. Man kann mit 4WD fahren, aber auch einen lohnenswerten Spaziergang hinauf machen.
  • 23 Scala Rachoni. ist ein kleiner ruhiger Hafenort. Wenige Kilometer nördlich liegen einige viel besuchte Strände und schöne Buchten, die auch gerne von Segelbooten angefahren werden.
  • 24 Agios Georgios (Άγιος Γεώργιος Θάσου). Agios Georgios in der Enzyklopädie WikipediaAgios Georgios (Q27019816) in der Datenbank Wikidata. ist ein wenig touristischer kleiner Ort, in dem aber viele Nordeuropäer Häuser erworben haben, wo sie den Sommer verbringen. Die oberhalb des Ortes gelegenen 10 Agios Georgios Kapelle lohnt einen Besuch. Auf der rechten Seite der Straße nach Georgios und Rachoni liegen die Ruinen einer alten Wassermühle. Sie liegt zwischen den beiden Dörfern und ist nicht leicht in den Büschen zu finden aber durchaus sehenswert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten
Theater Limenas

Must See[Bearbeiten]

Antike Stätten[Bearbeiten]

Thasos-Stadt[Bearbeiten]

Es ist empfehlenswert die antiken Stätten in zwei Touren zu erkundigen. Die Erste führt hinauf auf die Akropolis und ist auch für Leute, die weniger Interesse an Ruinenstätten haben, wegen der schönen Landschaft und der wunderbaren Aussichtspunkte unbedingt zu empfehlen. Die zweite Tour bleibt innerhalb des Ortes und ist weniger spektakulär.

  • Tour 1: Sie beginnt in direkter Nähe des alten 1 Kriegshafens an der 2 Agora, dem wirtschaftlichen Mittelpunkt der antiken Stadt, einer Art Marktplatz/-hallen mit Geschäften sowie religiösen und kulturellen Stätten. Auch wenn nur noch die Grundmauern und wenige Säulen vorhanden sind, ist die Agora der sehenswerteste antike Bereich im Zentrum. In direktem Anschluss an die Agora liegen die 3 Passagen, ein von Steinmauern eingefasster Zugang von den Wohnvierteln zur Agora, das 4 Odeion, ein kleines Theater aus dem 2. Jahrhundert und das 5 Arthemisheiligtum aus frühhellenistischer Zeit. Von der Agora geht man in nordöstlicher Richtung vorbei an dem 6 Bezirk des Dionisos, dem 7 Heiligtum des Poseidon und Wagentor, dem 8 östlichen Wohnquartier und Chariten Tor langsam bergauf unter schattigen Bäumen Richtung Landzunge. Dort steht die äußerst fotogene 9 St. Nikolaus Kapelle auf den Grundmauern einer Basilika aus dem 5. Jahrhundert. Die Aussicht von dort auf die Landschaft und das Meer ist atemberaubend. Unterhalb der Kapelle sieht man die Beachbar Karnagio. Von hier aus führt der Weg nun steiler und deutlich anstrengender bergan bis zum 10 Theater aus dem 3. Jahrhundert mit schöner Aussicht auf Thasos. In den Sommermonaten finden hier Aufführungen statt. Weiter oberhalb liegt die 11 Akropolis. Die Venezianer ließen 1204 im östlichen Bereich der Akropolis aus den Trümmern der dortigen Tempelanlagen eine Burg errichten, deren Ruine versteckt zwischen Bäumen liegt und vom Ort her kaum sichtbar ist. Folgt man dem Weg weiter, erreicht man das 12 Heiligtum der Athena. Vom Tempel stehen nur noch die Grundmauern aus dem 5. Jahrhundert v.Chr. Trotzdem lohnt der Weg, da die Aussicht auf Thasos und die umgebenden Berge für die Anstrengung entschädigt. Ein schmaler Pfad führt östlich zum 13 Grottenheiligtum des Pan aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. Auch hier ist es mehr die Aussicht, die lohnt. Von hier geht man den Weg zurück in die Stadt.
  • Tour 2: Sie kann man gut in weniger als einer Stunde machen. Sie lohnt eigentlich nur für wirklich an antiken Ruinenstätten Interessierte. Man startet am besten von der 14 Frühchristlichen Basilika. Folgt man der Straße weg von der Küste, kommt man nach ca. 250 m zum 15 Herkules (Herakles) Heiligtum. Auch hier sind ausschließlich die Grundmauern von Tempeln und Gebäuden aus dem 5./6. Jahrhundert v.Chr. erhalten. Nun folgt man der Beschilderung entlang der Pier-de-Vambez-Straße zum 16 Tor des Zeus und Hera vorbei an Resten eines Ehrenbogens für den Kaiser Caracalla. Das Zeustor ist die aufwendigste und am besten erhaltene Toranlage der Stadt. Es sind aber ebenfalls fast ausschließlich die Grundmauern erhalten. Von dort gelangt man an den sehenswerten Resten der Südmauer zum 17 Silent Tor, das recht gut erhalten ist. Von hier geht es dann zurück Richtung Hafen.

Aliki[Bearbeiten]

Aliki ist auch eine Halbinsel von archäologischem Interesse, wo sich ein alter Marmorsteinbruch befindet, der von der Antike bis in die frühen byzantinischen Zeiten genutzt wurde und einer der wichtigsten Orte für den Abbau und Export von Marmor in Griechenland war. Dadurch entstand eine relativ große und wohlhabende Siedlung und ein für den Schwerlasttransport geeigneter Hafen. Ein schweres Erdbeben im 5. Jahrhundert führte zu einer Absenkung des Steinbruches und von Teilen des Hafens. Aus diesem Grund sieht man heute die antiken Marmorbrüche unter der Meeresoberfläche. Der Großteil der Einwohner von Aliki wanderte in andere Teile der Insel ab, weil ihre wirtschaftliche Basis (der Steinbruch) zerstört war. Nur wenige blieben, bis Aliki 1651 vollständig von Piraten zerstört wurde. Der Eingang zur den fotogenen archäologischen Stätten ist kostenlos und man kann sie auf einem beschilderten Rundweg erkunden. Die 25 antike Siedlung, von der nur die Grundmauern übrig geblieben sind, befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Tavernen. Ein interessanter beschrifteter Sarkophag ist sehenswert. Von dort geht der Weg ca. 50 m bergauf zu den Überresten eines 11 altes Heiligtums. Es besteht aus zwei Bauten mit ionischen und dorischen Elementen, die im 6.-5. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurden und dem Gott Apollo als Beschützer von Schiffen und Seeleuten gewidmet waren. In die Treppe, die sich an der Fassade des Heiligtums befindet, haben viele der alten Seeleute ihre Namen eingeritzt. Weiterhin sind die Grundmauern zweier frühchristlicher Basiliken erhalten. Die beiden Kirchen wurden im 5. Jahrhundert erbaut auf ehemaligen Tempeln und durch das Erdbeben zerstört. Von dort geht der Weg zu den alten 12 Marmorsteinbrüchen an die Spitze der Landzunge. Von Aliki ca. 1 km in Richtung Limenaria steht die Ruine des antiken 13 Turms von Thimonia. Ein beschilderter Feldweg führt von der Hauptstraße zum Turm. Zu Fuß benötigt man ca. 10 min, wenn man kein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit hat. Der hellenistische Turm war wahrscheinlich Teil einer antiken Siedlung. Da bisher keine Ausgrabungen stattfanden, ist das Wissen über diesen Ort sehr begrenzt. Die schöne Aussicht vom Turm lohnt mehr als die Ruinen selbst.

Bergbau[Bearbeiten]

Der Bergbau auf Thasos kann auf eine vor etwa dreieinhalbtausend Jahren beginnende, hochentwickelte Metallgewinnung zurückblicken und spielt damit eine bedeutende Rolle im ägäischen Bereich. Wahrscheinlich in der ausgehenden Bronzezeit, spätestens in der frühen Eisenzeit einsetzend, erfolgte eine intensive und bis in die byzantinische Zeit andauernde Erzverhüttung. Die in Stollen und Tagebaus gewonnenen Erze trugen in der Antike zum Reichtum der Insel bei und sind ein bedeutender Teil der Geschichte der Insel. Der Reichtum weckte leider auch Begehrlichkeiten und so beuteten in der Geschichte der Insel meist fremde Mächte die Erze aus. Einige ehemalige Tagebau-Gebiete sind gut zugänglich und heute interessante und fotogene "Lost Places". Auch Stollen sind zugänglich, aber nur mit ortskundigem Führer zu empfehlen und Erfahrung im Begehen von Höhlen und nur mit entsprechender Ausrüstung.

  • Metalia Strand: Der Strand bei Limenaria mit seinen Metallindustrie-Ruinen ist eine der „must see“ Attraktionen in Thasos. Dem deutschen Industriellen Friedrich Speidel gelang es 1903 in langwierigen Verhandlungen vom türkischen Sultanat eine Konzession zur Ausbeutung der Zink-Blei-Silber-Erz-Vorkommen auf Thasos zu erlangen. Die Erze (400–500t pro Tag) wurden überwiegend in Tagebau ca. 2 km NO vom Metalia Strand (Vouves) abgebaut, über eine Grubenbahn transportiert und in den vier runden Schachtöfen (die man noch heute sieht), aufbereitet und dann verschifft. In den Ruinen der Hallen am Strand befanden sich Erzmühlen, Naßaufbereitung, Elektrozentrale und Walzanlagen. Die Anlagen wurden zu Beginn des 1. Weltkrieges von französischen Truppen besetzt und als feindliche, deutsche Vermögenswerte geplündert, die Gebäude zerstört. Das Direktionsgebäude (Palataki) und verschiedene Nebengebäude blieben erhalten und dienten als Kriegshospital für englische Offiziere. In den 60ger Jahren wurde Metalia dann als Verladeplatz fuer Eisen-Mangan-Erze fuer die Firma Krupp benutzt. Mit Hilfe eines EG-Förderprogramms (600.000 Euro) sollte ab 2000 ein Bergbaupark und -Museum auf dem Gelände errichtet werden. Durch die in Griechenland übliche Korruption und Vetternwirtschaft versackte das Geld leider und so bleibt alles dem Verfall überlassen.
  • 14 Vouves. Der Blei-Silber-Erz Tagbau 2 km nordöstlich von Limenaria mit Stollen war seit der Antike in Betrieb. Alten Stollenbaue sind auch heute noch in den Stößen des großen Tagebaus von 1903 bis 1914 zu erkennen. Etwa 350 m vor der Einfahrt zum Metalia Beach (von Limenaria kommend) führt ein Feldweg zum 2 km entfernten Tagebau. Die großen hellen Stollen mit Stehhöhe sind sehr interessante Fotomotive für 'lost place' Fotografen.
  • 15 Eisenerz-Tagebau Mavrolako. Von Limenaria kommend zweigt sich die Straße hinter Kalivia nach Maries und Kastro. Von dieser Abzweigung aus fährt man 3,5 km Richtung Kastro und biegt dann links in einen breiten Feldweg ein, und erreicht nach ca. 300 m die ersten Bauruinen der des ehemaligen Tagebaus. Die Landschaft dort hat das typische Rostrot von Eisenerz und bildet mit dem Grün der Vegetation einen fotogenen Kontrast. Der Bergbau wurde Anfang der 1960iger Jahre eingestellt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 4WD Offroad-Touren. Mietet man sich einen 4WD Geländewagen, kann man einige sehr interessante Orte erreichen, die für normale Mietwagen verboten sind. Beschrieben sind die Sehenswürdigkeiten bei den jeweiligen Orten. Strände: Saliara, Marbel, Vathi, Salonikos. Rachoni: Kapelle; Megalos Prinos: Kapelle; Kalirachi: Kapelle; Maries: Wasserfall, Berg Ipsaron; Theologos: Restaurant Neromilos; Aliki: Turm von Thimonia. Wer nur 1 Tag unterwegs sein will, sollte Maries und Kalirachi ansteuern.
  • Wassersport. wird an den meisten großen organisierten Stränden angeboten, z.B. Motorboote, Jet-Ski, Banana-Boote, Kajaks usw. Für diejenigen, die am Flaschentauchen interessiert sind, gibt es zwei große Tauchschulen in Potos und Pefkari, eine kleinere in Scala Prinos sowie in Astris am Psili Ammos Strand.
  • Tauchen. mehrere Tauchschulen bieten interessante Tauchgänge auch zu versunkenen Schiffen an
  • Höhlenklettern. ist in Thasos auch möglich. Es gibt viele Stollen von alten Erzminen, Ockerminen und Tropfsteinhöhlen. Thasos war früher berühmt für den Bergbau [1] von Gold, Eisen, Mangan. Die Stollen sind aufgegeben und sollten nur mit äußerster Vorsicht betreten werden. Es gibt einige spezielle Literatur über die Minen und deren genaue Standorte. Führungen nur nach Anmeldung (jensfrahm64@gmail.com). Voraussetzung ist leichte körperliche Fitness.
  • Bootstouren. zu den schönsten Stränden oder einmal um die Insel vom alten Hafen in Limenas (10-18.30, 30 Euro mit Stopps zum Schwimmen und Barbecue) oder von Limenaria und Potos aus. Motor Yacht Touren von Potos oder Segeltörns von Potos/Limenaria nach Samothraki und Athos
  • Angelausflüge. Bootstouren zu Fischgründen, 2 mal täglich ab Potos Hafen, 35 €/Person
  • Speedbootverleih. in Scala Potamia
  • Mountainbiking. in den letzten Jahren hat das Fahrradfahren an Beliebtheit stark zugenommen und man findet Verleihstationen in Potos und den anderen größeren Orten
  • Reiten. Reitausflüge werden angeboten in Theologos (Reiterhof Pegasus) und Scala Prinos (Thasos Horse Club)
  • Jeep-Safaris. Startpunkte sind Scala Prinos, Limenaria, Potos. Mit Geländewagen werden organisierte Touren auf Feldwegen in die Berge von Thasos angeboten.
  • Enduro-Touring. Touren mit Enduros in die Berge von Thasos sind ein besonderes Erlebnis. Auch geführte Touren werden angeboten.
  • Parachute – Parapende. Mit einem Tandemfallschirm in 15 min vom Berg Ipsarion (1200 m) zum Paradise Beach
  • Segeltörns. U.a. von Limenas aus werden Touren mit dem Segelboot um die Insel angeboten. Wer mit dem eigenen Boot anreist, findet gute Häfen u.a. in in Scala Sotiros, Scala Kalirachi (mit Stromanschluss), Limenas (mit Stromanschluss), Limenaria und etliche lohnenswerte Buchten, z.B. Pachis, Aliki [2]. Segelbootvercharterer gibt es in Keramoti und Kavala. Lohnenswerte Ziele von Thasos aus sind Samothraki, Lemnos und Agios Efstratios
  • Wandern: Thasos eignet sich nicht nur zum Baden, sondern bietet auch viele malerische Wanderwege. Besonders im Herbst und im Frühjahr, wenn es nicht so heiß ist, ist Wandern eine gute Alternative zu Strandbesuchen. Es gibt in lokalen Geschäften Wanderausrüstung und Karten zu kaufen. Für diejenigen, die nicht auf eigene Faust in die Berge gehen möchten, gibt es auch organisierte Touren. Beliebte Wanderwege sind:
    • Von Limenas bis Makriamos und weiter entlang der Küste zum Golden Beach (4 h, 13 km, meist flach)
    • Von Potos nach Theológos (3 h, 10 km, leicht ansteigend)
    • Von Theológos nach Kastro (2 h, 6 km, steiler Aufstieg)
    • Von Maries zum See und Wasserfall (1 h, 3 km, meist flach)
    • Von Agios Georgios zum verlassenen alten Dorf Agios Georgios (1,5-2 h, ein steiler Aufstieg)

Strände[Bearbeiten]

Strände von Thasos
Karnagio Beach Bar Thasos

Die bewaldete Ost-und Südseite der Insel hat viele malerische Buchten und beliebte Sandstrände, während die Westseite nicht nur viele langgestreckte einsame steinige Strände hat, sondern auch manche schönen Sandstrände. Für Leute, die FKK-Strände suchen, lohnt sich einen Blick auf die Webseite barefoot.info für weitere Informationen. Im folgenden sind nur die bekanntesten Strände gelistet. Es gibt noch viele weitere kleinere Buchten und Strände zu entdecken. Bei einer Tour um die Insel mit Startpunkt Thasos-Stadt kommt man im Uhrzeigersinn an den folgenden Stränden vorbei:

1 Thassos Stadt. schmaler Sandstrand in der Nähe des alten Hafens mit Strandbars, Liegen, Sonnenschirmen usw., mittlere Wasserqualität. Etwa 100 m entfernt ist die sehr schöne Beachbar Karnagio, die man unbedingt besuchen sollte

2 Makriamos. schöne weit offene Bucht mit Sandstrand und einer großen Hotelanlage, oft überfüllt

3 Saliara-, Marbel-, Vathi-Strand. 1 km vor Makriamos biegt man nach rechts in einen Feldweg und folgt dem Weg für 4 km bis zum Saliara Strand, einer sehr romantischen Bucht, sandig mit kristallklarem Wasser, in der Hochsaison überfüllt (unzureichende Parkmöglichkeiten). Nach weiteren 600 m erreicht man die Marble Bay. Sie ist eine blendend-weiße Sandbucht, die für den Versand von Marmor genutzt wurde, mit kristallklarem Wasser, weißem Marmorsand und mit einer sehr sehenswerten ebenfalls weißen Strandbar und sehr lauter Musik. In der Hochsaison überfüllt, trotzdem ein Ort, den man nicht missen sollte. Nach weiteren 2 km kommt man zur Vathi Bucht. Sie ist ebenfalls eine romantische Bucht mit kristallklarem Wasser, aber wegen der schlechten Straßenverhältnisse nicht so überfüllt. Ein Luxushotel befindet sich dort im Aufbau. Obwohl es von hier aus nur 5 km zum Golden Beach sind, empfiehlt es sich zurück Richtung Makriamos zu fahren, da der weiterführende Weg nur schwer ohne 4x4 Fahrzeuge zu befahren ist. Mietwagen dürfen den Feldweg dorthin nicht fahren. Man kann die Strände auch per Wassertaxi erreichen.

4 Golden Beach. (Scala Panagia, Potamia Scala). Früher ein romantischer leerer Strand, ist er heute einer der meistbesuchten Strände von Thasos. Langer, breiter Sandstrand mit Hotels, Restaurants, Campingplatz gesäumt. In der Hochsaison überfüllt. Lohnenswert ist auch ein Besuch des kleinen Fischerhafens am Nordende wegen des wunderbaren Ausblicks auf den Strand und die Berge im Hintergrund.

5 Kinira. langgestreckter steiniger Strand, nur stellenweise Sandstrand

6 Paradise Strand. man biegt ca. 2 km nach dem Zentrum von Kinira an der Beschilderung ab. Offener Sandstrand mit Strandbar, auch von FKK-Fans genutzt (nur der felsige nördliche Teil ist FKK Strand)

7 Agios Joannis Bucht. ca. 3 km vor Aliki, schöner Sandstrand mit einer großen Hotelanlage

8 Aliki Strand. einer der malerischsten Strände in Thasos, sehr voll in der Hochsaison, ein "must see"

9 Timonija Strand. Bucht mit Kiesstrand umgeben von Hotels und Pensionen

10 Livadi Bay. (unterhalb des Archangelos Klosters): langer Sandstrand mit Strandbar. Allerdings gibt es unter Wasser flache, rutschige Steine, zum Teil mit Seeigeln. Beliebt für FKK (außerhalb der Hochsaison) genau wie der nur durch ein paar Felsen getrennte, sehr romantisch gelegene Arsanas Beach. Einen Besuch der Taverne dort sollte man wegen des besonderen "typisch griechischen" Stils nicht versäumen. Ab Spätsommer sind die vielen Wespen dort allerdings etwas störend.

11 Kalami Beach. Schöner und ruhiger bewirtschafteter KiesßStrand neben dem Aeolis Thassos Palace Hotel.

12 Salonikos Strand. schwer zugängliche, trotzdem sehr beliebte, landschaftlich schöne Bucht mit bewirtschaftetem Sandstrand auf einer Halbinsel. Unter Wasser teils Kiesel und Felsen. Ein kleines Restaurant lädt in romantischer Lage zum Essen ein. Die Bucht ist auch als Ankerbucht für Segelboote geeignet. 200 m weiter südlich ist noch ein kleinerer unbewirtschafteter Strand und am Ende der Halbinsel noch zwei Buchten mit Steinstrand. Alle nur über Feldwege erreichbar.

13 Astris Strand. Sandstrand in der Nähe der Straße. Gegenüber befinden sich mehrere größere Hotels

14 Psili Amos Beach. 1 km nach Astris Strand, sehr schöner Sandstrand, meist recht voll

15 Potos Beaches. Potos ist eines der touristischen Zentren der Insel Thasos mit langen Sandstränden. Da es bei jungen Leuten sehr beliebt ist, gibt es viele Strandbars mit Musik

16 Pefkari. ein ehemaliger alter Fischertreffpunkt, jetzt ein kleiner landschaftlich sehr schön gelegener Touristenort unter Pinien mit einem großen Angebot an Strandaktivitäten und Restaurants, Bars, Diskotheken und einigen Hotelanlagen.

17 Metalia Strand. 1 km vor Limenaria. Schöner Sandstrand mit Strandbar und Fabrikruinen aus der Zeit des Bergbaus ( "must see" Sehenswürdigkeit)

18 Limenaria. zweitgrößtes Dorf in Thasos und ein Zentrum des Tourismus. Sehr lange schöne Sandstrände, die auch in der Hochsaison nicht überfüllt sind, obwohl sich viele Hotels entlang der Strandlinie reihen

19 Trypiti. malerischer Sandstrand mit Felsenhöhle, meist sehr voll, aber ein "must see".

20 Scala Maries. Es gibt mehrere schöne Sandstrände auf beiden Seiten des Dorfes, die in der Regel nicht überfüllt sind

21 Zwischen Scala Maries und Prinos. Entlang der Straße gibt es viele kleinere, oft leere Strände. Selbst in der Hochsaison kann man hier einen ruhigen Platz zum Entspannen finden. Beliebt auch bei Nudisten. Am meisten besucht sind die Strände von Scala Kalirachi und Scala Sotiros.

22 Scala Prinos. mehrere schöne lange Sandstrände mit Strandbars beginnen neben dem Fährhafen und ziehen sich über mehr als 500 m bis zum besonders schönen Dassilio Strand, der auf einer Landzunge liegt

23 Zwischen Scala Prinos und Limenas. Entlang der Straße sind viele kleinere Strände, meist mit Strandbars. Am meisten besucht sind die Strände rund um Scala Rachoni (Pahis Beach, Glyfada Beach)

Küche[Bearbeiten]

Restaurants in Thasos
Thasos Stadt

Es gibt Restaurants und Fast Food auf der ganzen Insel in sehr großer Zahl. Die angebotenen Gerichte sind in etwa überall gleich und selten wird man enttäuscht sein, egal in welchem Restaurant man isst. Alle Küstenorte haben Restaurants und Cafes in schöner Lage direkt am Meer.

Wegen der außergewöhnlichen Umgebung lohnt es sich, folgende Restaurants zu besuchen:

  • 1 Pefkospilia Taverna (Ταβέρνα Πευκοσπηλιά). Sehr bekanntes Strandlokal unter Pinien
  • 2 Glifoneri. Strandrestaurant in wunderbarer Lage in einer Bucht
  • 3 Taverna Drossia. Unter hohen Bäumen mit Bachlauf gelegen neben der Kirche.
  • 4 Taverna Vasilis. In Megalo Kasaviti (Megalo Prinos) in einem traditionellen restaurierten Haus mit wunderbarem Blick auf das Tal von Prinos
  • 5 Kazaviti Restaurant. Unter alten Platanen am Dorfplatz von Megalo Kasaviti (Megalo Prinos) in den Bergen
  • 6 Taverna Platana. Einfaches Restaurant hoch im Bergdorf Sotiros mit herrlicher Aussicht ins Tal.
  • 7 Kostas Tavern. Auf dem kleinen Dorfplatz an der Kirche im Bergdorf Kastro gelegenes sehr einfaches Restaurant mit nostalgischer Atmosphäre und dem deutschsprachigen Kosta der viele Scherze für die Touristen bereit hält.
  • 8 Watermill (ΝΕΡΟΜΥΛΟΣ). einfaches Restaurant, eine ehemalige Wassermühle, mit nostalgischer Atmosphäre am Ortsende von Theologos
  • 9 Kekes Beach Skidia Tavern. schönes Restaurant unter Bäumen mit herrlicher Aussicht
  • 10 Scala Maries Beach Tavernen. mehrere Restaurants liegen in der kleinen malerischen Bucht von Scala Maries und lohnen einen Besuch
  • 11 Faros Taverne. Restaurant bei Kinira mit besonders schöner Aussicht
  • 12 Agorastos. Restaurant bei Kinira ebenfalls mit besonders schöner Aussicht

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Zum Schaufensterbummeln geht man am besten nach Thasos Stadt oder Potos. Nur hier ist das Angebot an verschiedenartigen Geschäften groß genug.
  • Supermärkte finden sich in jedem Ort, die größten in Thasos Stadt oder entlang der Ringstraße um die Insel. Für Großeinkäufe, besonders bei Bier und Spirituosen, lohnt es sich oft zu Lidl nach Chrysoupolis zu fahren.
  • Markt (Bazaar): jeden Montagvormittag in Prinos, sehr sehenswert mit vielen bunten Obst- und Gemüseständen sowie Ständen mit günstiger Kleidung

Nachtleben[Bearbeiten]

Zentren des Nachtlebens sind Limenas, Limenaria und besonders Potos, daß von jüngeren Leuten bevorzugt wird. Die meisten Bars und Beach Bars organisieren Themenabende, Strandparties usw., die auf Aushängen in den Hotels oder in den Orten angekündigt werden. Beliebt sind auch griechische Abende mit Musik und Tanz, die von Hotels und Restaurants angeboten werden (auf Aushänge achten).

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Es gibt keine Gefahr für Touristen, so dass man sich überall frei bewegen kann. Nur Taschendiebstahl ist ab und zu vorhanden.
  • Die Trinkwasserqualität wird kontrolliert, unterscheidet sich aber von Dorf zu Dorf. In der Regel ist es sicherer, zum Trinken Flaschenwasser zu verwenden. Jedoch kann in der Regel auch das Wasser aus der Leitung problemlos getrunken werden.
  • Schlangen: es gibt eine sehr seltene giftige Schlange, die überwiegend in den Bergen, oft auf steinigem Terrain oder auch in Löchern, in Mauern, zwischen Felsen und ähnlichem lebt (Hornotter/Hornviper). Sie ist sehr giftig. Daher sollte man auf gutes Schuhwerk und Kleidung achten, will man abseits der Wege ins Gelände gehen, und generell vorsichtig sein bei Mauern in verlassenen Häusern und Grundstücken.
  • Medizinische Versorgung: In Thasos gibt es kein Krankenhaus, aber ein "Health Center" in Prinos, von dem Patienten bei schwereren Erkrankungen ins Krankenhaus von Kavala verlegt werden. Arztpraxen (u.a. Zahnarzt, Orthopäde, Kardiologe und Allgemeinmediziner) findet man in Limenas und Limenaria.

Klima[Bearbeiten]

Die Insel Thasos hat ein sehr angenehmes Klima mit milden, regenreichen Wintern und heißen, trockenen Sommern. In den Wintermonaten kann die Temperatur schon mal bis um den Gefrierpunkt fallen, aber meist werden 10 °C erreicht. Angenehme Temperaturen herrschen im Frühling auf der Insel. Baden ist ab Mai möglich und es ist dann noch nicht zu heiß für Ausflüge ins Hinterland und Wanderungen in den Bergen. Im Mai und Juni sind es 22 bis 28 °C, richtig heiß wird es erst in den Monaten Juli und August. Dann steigen die Temperaturen auf über 30 °C. Die regensicheren Monate sind Juli und August.

Unterkunft[Bearbeiten]

Thasos hat nur wenige größere Hotelkomplexe, aber eine große Anzahl von kleinen Hotels, Pensionen und Privatzimmern, die in den bekannten Hotelsuchmaschinen aufgeführt und bewertet sind. Es gibt mehrere Campingplätze: in Scala Prinos, zwischen Prinos und Scala Sotiros (Camping Daedalos), "AstroCamping" in den Bergen, Camping Pefkari, Camping am Golden Beach in Scala Panagia. Wer noch preisgünstiger Übernachten will, kann auch private Stellplätze für Zelte finden oder Privatzimmer über airbnb.com buchen, was in Thasos sehr verbreitet ist.

Die lebhafte Süd- und Ostseite, besonders Potos, zieht mehr jüngeres Publikum an, während ältere Gäste oft die deutlich ruhigere Westseite ab Limenaria bevorzugen.

Die bekanntesten großen Hotelanlagen sind:

Ausflüge[Bearbeiten]

Wegen der Nähe von Thasos zum Festland kann man leicht Tagestouren von der Insel auf das Festland unternehmen:

  • Kavala: eine der schönsten Städte Griechenlands und besonders Samstagmorgens Ziel von Tagesausflüglern von Thasos, die den großen und bunten Markt an der Promenade besuchen wollen (offen von ca. 7.30-13.30, beste Besuchszeit vor 11.00, da es später sehr voll wird). Man fährt dazu am besten mit der ersten Fähre von Scala Prinos nach Kavala und entweder mit der Nachmittagsfähre zurück oder mit dem Bus nach Keramoti und von dort mit einer der vielen späteren Fähren zurück. Man kann in Kavala am Aquadukt auch Mopeds mieten, sodass man auch Sehenswürdigkeiten außerhalb des Stadtzentrums besichtigen kann.
  • Philippi: die bedeutendste und sehr schöne archäologische Stätte in Nordgriechenland. Man kann sie mit dem Bus ab Kavala auch als Tagesausflug von Thasos erreichen. Viele verbinden einen Besuch von Philippi mit dem Marktbesuch in Kavala am Samstag.
  • Nestos: Naturschutzgebiet von herausragender Schönheit. Als Tagesausflug von Thasos ist es am besten, mit dem Auto zu fahren.
  • Pangeo: Sehr schöne und wilde Gebirgslandschaft, die man als Tagesausflug von Thasos nur mit Auto machen kann.
  • Rhodopen: Wilde, fast menschenleere Naturlandschaft an der bulgarischen Grenze. Nur per PKW erreichbar als Tagesausflug

Literatur[Bearbeiten]

  • G. & A. Schwab: Thassos & Samothraki. Verlag:Müller, Michael; Auflage: 7 (2. März 2017), ISBN 978-3956544590. Reiseführer mit vielen praktischen Tipps
  • K. Bötig: Chalkidikí & Thássos. Verlag:Vista Point; Auflage: 3., 2017 (17. März 2017), ISBN 978-3957336620. Reiseführer, mit Faltkarte

Weblinks[Bearbeiten]

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