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Kassandra

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Lage von Kassandra auf der Halbinsel Chalkidiki

Die Halbinsel Kassandra liegt in Griechenland. Es ist der soganannte erste Finger der Halbinsel Chalkidiki, wobei man die Halbinsel als Hand ansieht, die nur drei Finger hat.

Regionen[Bearbeiten]

Nea Moudania

Im Norden ist die Halbinsel sehr schmal. Manchmal kann man auf beiden Seiten das Meer sehen. Als Eingang kann man die Kleinstadt Nea Moudania, über dem man sich streiten kann, ob sie schon zur Halbinsel Kassandra gehört. Sie ist aber auf jeden Fall ein Eingang nach Kassandra. Im Norden der Halbinsel muss man zwischen der Ost- und der Westküste unterscheiden. An des Ostküste gibt es zwar einige Hotels und auch einige Strände, aber die Ortschaften sind eher für Griechen ausgelegt. An der Westküste dagegen ist mit der Siedlung Sani, die komplett für die touristische Nutzung erschaffen wurde, teilweise und großen architektonischen Anstrengungen.

In der Mitte der Halbinsel beginnt das Gebirge, dass sich bis in den Süden zieht. Auch hier wieder eine Unterscheidung zwischen Ost- und Westküste. Im Bereich der Stadt Kallithe und südlich davon liegen die Touristenzentren der Halbinsel, es gibt schöne Strände, die aber auch entsprechend belegt sind. Massentourismus ist hier ein Stichwort, Massentourismus, der in den 70er Jahren begann. Dementsprechend sind die Hotels aus der Zeit, viele davon mehrfach renoviert, aber man merkt ihnen das Alter noch an. An der Westküste geht es viel ruhiger zu, die Stände sind aber auch nicht so schön und teilweise nicht bewirtschaftet. Man versucht hier vorsichtiger an den Tourismus heranzugehen.

Fährt man ganz in den Süden kommt man in den wirklich schönen Teil von Kassandra. Hier liegen die in den Tipps der reisenden beschriebenen Badebuchten, die freilich im Sommer recht voll sind, in der Vor- und Nachsaison aber zu herrlichen Badeaufenthalten einladen. Es gibt sogar ein paar schöne Strände, die man mit dem Bus erreichen kann. Die wirklich schönen Strände kann man nur mit dem Auto erreichen, wobei die Strassen hierhin schon recht abenteuerlich sind.

Orte[Bearbeiten]

In Kassandria

Es gibt eine ganze Menge Orte, die man besuchen kann. Wirklich gesehen haben sollte man Kassandria und Afytos. Die anderen sind eher Tourismus-Zentren und auch auf diese Besucher ausgelegt, sie sehen alle ziemlich gleich aus. Als Beispiel soll Kallithea (Chalkidiki) dienen. Erwähnenswert vielleicht noch Néa Fókea. Für Touristen interessant ist die künstliche Ortschaft Sani, die Anfang der 60er Jahre auf dem Reißbrett entstanden ist, wo man ein Urlaubsgebiet erschlossen hat und die Ortschaft Siviri an der Westküste, ein eher unscheinbarer Touristenort, in dem es für die Verhältnisse auf Kassandra recht ruhig zugeht.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Wenn man viel erleben will, dann kann man Kassandra gut als Stützpunkt benutzen. Von hier aus kann man viele Ziele erreichen. Sithonia, Athos, Thessaloniki und das Hinterland von Chalkidiki will erkundet werden. Bis zu den großen Seen im Norden kann man sich wagen um wirklich in griechisches Leben einzutauchen. Wer einen wirklich ruhigen Urlaub machen machen möchte, sollte sich ein Auto ab Flughafen mieten und auf den Sithonia Finger fahren. Dort gibt es wirklich noch viele abgelegene Strände und Buchten. Auch sehr ruhige und doch strandnahe günstige Unterkünfte findet man auf Sithonia. Im Städtchen Sarti am Ende des Sirhonia-Fingers gibt es viele günstige Appartements zu mieten. Der Strand dort ist sehr sauber und wenn man mit dem Auto aus Sarti heraus fährt findet man tolle, wenig besuchte Buchten und Stände zum Baden. Auch findet man auf Sithonia hervorragende Fischrestaurants, z.B. in Neos Marmaras Taverne bei Christos. Wer jedoch einen lebhaften Urlaub bevorzugt, ist besser auf Kassandra aufgehoben, denn Kassandra wird bei den Griechen als "griechiecher Ballermann" bezeichnet. Ein Besuch auf dem Markt in Kassandrino, jeden Dienstag von 08:00-14:00, ist unbedingt zu empfehlen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Kassandra ist sehr landwirschaftlich geprägt. es gibt sogar Hotels, die ihr eigenes Gemüse anbauen und die fast nur Gemüse aus den eigenen Beständern servieren. Einst als die grüne Halbinsel gepriesen, sind die Waldbestände zu einem grossen Teil verschwunden, was zu einem großen Teil an den Waldbränden liegt, die immer wieder wüten. Es handelt sich dabei oft um Brandstiftung. Dazu muss man sagen, dass es eine solch ausgeprägte Kultur der freiwillige Feuerwehr in Griechenland nicht gibt. Wenn in Deutschland der Wald brennt rücken unzählige Wehren aus um den Brand im Keim zu ersticken, hier dauert es viel länger, weil es eben lange nicht so viele Wehren gibt.

Eine Bausünde auf Kassandra

Der Tourismus hat auf Kassandra schon in den 70er Jahren einzug gehalten. Dem entsprechend gibt es auf Kassandra auch noch die Hotels, die aus dieser Zeit stammen und die auch vom Stil dieser Zeit geprägt sind. So gibt es einige Baussünden aus dieser Zeit zu sehen, die man eigentlich nicht sehen möchte. Diese Hotels sind oftmals renoviert worden und auf modernen Standard, sind aber nicht sehr schön anzusehen.

Sprache[Bearbeiten]

Anders als aus einem Urlaub in Spanien kommt man auf Kassandra ohne, oder mit nur sehr wenig Spracheindrücken zurück. Die Fremdsprachenkenntnisse der Leute sind enorm. In jeder Taverne in dem letzten Winkel kann man Essen bestellen und die Mama der Taverne kann zumindest so viel Brocken englisch, dass alles auf den Tisch kommt, was man haben möchte. Dabei ist es nicht, das sie so gut englisch oder deutsch sprechen, sie können so viel. Auf Kassandra kommt man mit deutsch, englisch, französisch, russisch, bulgarisch oder rumänisch durch, ohne ernsthaft in Schwierigkeiten zu kommen. Der Nachteil ist, man kann sich nach dem Urlab auf griechisch nocht nicht einmal einen Ouzo bestellen. Kalimera, kalispera, kalinichta, das war es denn auch schon.

Anreise[Bearbeiten]

Ein Blick auf die Ostküste von Kassandra

Der nächste große Flughafen, ist der von Thessaloniki (IATA CodeSKG). Mit dem Bus dauert es nach Kassandra etwas über eine Stunde, je weiter südlich man will entsprechend länger. Mit dem Auto kann man es in 45 Minuten schaffen. Bahnen gibt es auf Kassandra nicht aber ein Bussystem, das man aber nicht so mit einem deutschen Bussystem vergleichen kann. Immerhin sind viele Ortschaften auf Kassandra an das Bussystem angebunden und man kann, wenn man die Nerven hat, viel mit dem Bus erledigen. Mit dem Auto ist Kassandra am besten zu erreichen. Bis nach Nea Moudania geht die Autobahn von Thessaloniki und dann kommt man auf eine recht gut ausgebaute Strasse in Richtung Süden. Von dieser sind alle Ortschaften zu erreichen.

Mobilität[Bearbeiten]

Kassandra ist durch Buslinien sehr gut erschlossen. Man kann für wenig Geld in die verschiedensten Richtungen gelangen. es gibt sogar einen Express-Bus, der in 40 Minuten in Thessaloniki sein soll. Der andere Bus hält in jeder Ortschaft, das kann sich bis zwei Stunden ziehen, bis man in Thessaloniki ist. Die Busse sind oftmals sehr voll. Leider gibt es keinen Fahrplan, wie man ihr von Deutschland kennt. Man hockt sich an die Haltestelle und wartet bis der Bus denn kommt. Manchmal gibt es eine Seite mit den Abfahrtszeiten. Man darf auch nicht einfach nur an der Haltestelle sitzen, wenn der Bus kommt, man muss aufstehen und winken, sonst hält er nicht an. Dazu muss man natürlich wissen, wie der Bus aussieht, denn es fahren ja auch noch viele andere Busse, die kein Linienbus sind. Die Preise sind sehr gering, dafür bekommt man auch wenig geboten. Die Busse sind oft überfüllt.

Die Hauptstraßen auf Kassandra sind recht gut ausgebaut, auch wenn man sich an viele Kleinigkeiten erst gewöhnen muss. Zunächst an die offensive Fahrweise der Griechen, die das aber alles nicht böse meinen. Sie hupen gern, die Lichthupe ist auch wichtig, aber sie meckern nicht. Schilder scheinen hier nur eine Empfehlung zu sein, Ortsschilder sind oftmals gar nicht zu sehen, weil sie an unmöglichen Stellen stehen und auch oft zugewachsen sind. Auf den Nebenstrassen wird es dann schon mal problematischer. Das ist oft sehr eng und wenig ausgebaut. Aber auch da kommt man mit entsprechender defensiver Fahrweise durch. Fast alle Hinweisschilder sind auf kyrillisch und auf englisch. In dieser Beziehung gibt es keine Probleme.

Mit dem Fahrrad sollte man Kassandra meiden oder nur auf die Nebenstrecken ausweichen. es ist hier unüblich Fahrrad zu fahren. Fahrradwege gibt es hier gar nicht, man muss immer auf der Strasse fahren und alle Auto überholen Fahrradfahrer, auch Busse, auch bei Gegenverkehr und auch bei einer engen Strasse.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ein Stand auf dem Markt von Kassandria

Auf jeden Fall sehenswert ist der Markt in Kassandria, immer Dienstags. Dazu die Stadt Kassandria, auch eine Reise wert. Der Markt hat noch eine Menge von seiner griechischen Ursprünglichkeit erhalten, bedient heute aber auch Touristen mit gefälschten Klamotten. Die Stände für die griechischen Einwohner sind aber durchaus sehenswert. Nebenbei kann man sich die Kleinstadt anschauen, denn die ist auf jeden Fall eine Reise wert, und wenn man den Markt noch mitnehmen kann, sollte man das auf jeden Fall tun.

Sehr schön ist es am Isthmus von Kassandra, auch wenn er eher eine wirtschaftliche Funktion hat und viel wichtiger für die Infrastruktur der Halbinsel ist. Wenn man von Thessaloniki nach Kassandra fährt liegt der Isthmus ganz im Norden der Halbinsel. Hier ist Kassandra so eng, dass man schon von der Strasse aus beide Seiten der Halbinsel sehen kann. Auf der rechten sieht man den thermaischen Golf, auf der linken den toronäischen Golf. Beide Meere sind durch einen Kanal verbunden. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Stopp um sich alles einmal anzuschauen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Auf jeden Fall sollte man nach Thessaloniki fahren, am besten mit einer Busfahrt. Das geht schnell und einfach, man bekommt etwas gezeigt und man bekommt auch Zeit, sich alleine etwas umzusehen. So eine Fahrt kann man ab 35 Euro bekommen. Mit dem Auto nach Thessaloniki sollte man sich nicht wagen.

Mit dem Auto sollte man nach Polygyros fahren, das mit dem Bus doch recht aufwendig zu erreichen ist. Man sollte es am Vormittag oder am Nachmittag machen, Mittags ist Siesta und alles ist tot. In der Fussgängerzone ist leben, sie ist sehr wunderschön, hier ist das Leben Griechenlands, es verirren sich nur wenige Touristen hierher. Man sollte aber auch nicht nur in die Fußgängerzone gehen und auch die Kleinstadt erforschen, man wird viel sehen, jeder macht andere Erfahrungen, es ist herzlich aber es gibt auch viele Parallelen zu den deutschen Kleinstädten. Und essen sollte man hier. Man sucht sich das Lokal danach aus, wo am meisten Leute sitzen, die essen. Das geht am besten Abends.

Ein Strand auf Sithonia

Eine Rundfahrt um Sithonia lohnt immer. Die zweite Halbinsel Chakidikis ist viel ruhiger als Kassandra. Und die Traumstrände findet man im Süden von Sithonia. Es gibt einige schöne Ortschaften zu entdecken, viele schöne Aussichten zu genießen, und dann die traumhaften Strände mit Blick auf den Berg Athos. Manche sind etwas abenteuerlich zu erreichen, aber fast immer hat man eine Taverne dabei, so verwirrend der Weg auch gewesen ist. Hier kann man dann auch griechische Familien finden, die den Tag ausklingen lassen.

Ein schöner Ausflug ist auch die Schiffsreise zu den Klöstern auf Athos. Man fährt mit dem Bus zu einem Hafen und dann fährt das Schiff die Klöster auf der Halbinsel ab, eines schöner als das andere. Betreten darf man die Halbinsel nicht.

Küche[Bearbeiten]

In den oft auf Tourismus ausgelegten Ortschaften auf Kassandra gibt es die aus Deutschland bekannte griechische Küche, es gibt also Gyros und den bei uns bekannten Souvlaki mit Pommes. Dazu kann man Pizza essen, so weit das Auge reicht. Die großen Fast-Food-Ketten haben aber noch keinen Einzug gehalten. Hamburger werden immer noch selber gemacht. Schöne griechische Restaurants findet man im Hinterland. Hier gibt es noch die schlichte, mediterrane griechische Küche.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Stigma in Kallithea

Für das Nachtleben bekannt ist Kallithea (Chalkidiki). Nicht nur bekannt, fast schon berüchtigt. Im Süden der Stadt findet man zahlreiche Einrichtungen für das Nachtleben, darunter auch die Disothek "Stigma". Die ist bis nach Thessaloniki bekannt und viele Jugendliche von dort fahren am Wochenende in diese Disco. Sie hat dann bis morgens um sechs Uhr auf. Aber es gibt hier noch andere Möglichkeiten. Man kann Bowling spielen oder Go-Kart fahren und noch vieles mehr.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Kriminalität ist mehr oder weniger importiert. In der griechischen Bevölkerung ist Kriminalität zu vernachlässigen. Mit den Touristen kamen Diebstahls- und Raubdelikte. Es hält sich aber in sehr engen Grenzen. Die Polizei ist bemüht, reichlich Präsenz zu zeigen, es gibt eine Touristenpolizei, die, wie der Name es sagt, für die Touristen zuständig ist und auch eine besondere Ausbildung hat. Sie haben Fremdsprachenkenntnisse, wobei auch einige Deutsch und mehrere Englisch können.

Klima[Bearbeiten]

Ganz Chalkidiki hat eigentlich nur zwei Jahreszeiten. Sommer und Regenzeit, weil wirklich Winter wird es hier nicht. Von Ende April bis Ende September ist es hier immer sonnig, im Hochsommer sehr heiß, in der Vor- und Nachsaison immer über der 20 Grad Marke. Aber zum Beispiel 2009 hat auch gezeigt, dass es auch Ausnahmen gibt. Es hat geregnet im Spätsommer und das mehrere Tage, was hier völlig unbekannt ist. Die Luftfeuchtigkeit ist nicht so extrem. Zwar ist sie immer vorhanden, aber selten so hoch, dass es stört. Nach einem Sommerregen ist es natürlich extrem, aber die kommen ja nur selten, fast gar nicht vor.

In der Regenzeit fällt reichlich Niederschlag, es wird aber nie kalt, also die Temperaturen fallen nie unter den Gefrierpunkt. Schnee ist hier unbekannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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