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Nea Moudania

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Nea Moudania
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Nea Moudania (auch Nea Moudhania, griechisch: Νέα Μουδανιά) ist eine Stadt in Kassandra.

Hintergrund[Bearbeiten]

Blick auf Nea Moudania

Nea Moudania ist kein typischer Touristenort, es ist eine Kleinstadt, in der sich die Einwohner der Chalkidiki mit den wichtigsten Dingen des Lebens versorgen können. Durch den kleinen Hafen hat sie eine recht gute wirtschaftliche Bedeutung gewonnen.

An dem Namen Nea (Neu) Moudania kann man erkennen, dass die Stadt erst 1922 durch Angehörige der im Rahmen des Griechisch-Türkischen Kriegs vertriebenen griechischen Minderheit in der Nordtürkei gegründet wurde. Die Bausubstanz ist also nicht antik, dennoch wie in Griechenland üblich sehr eng gebaut, die Stadt ist auch recht schnell gewachsen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist der von Thessaloniki (IATA CodeSKG). Er ist nur eine knappe halbe Stunde von Nea Moudania entfernt, Nea Moudania kann bequem über die Schnellstraße 24 erreicht werden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Thessaloniki geht von der Autobahn A2 "Egnatia Odos" die mautfreie Schnellstraße 25 nach Süden ab, die nach Nea Moudania führt; sie ist vierspurig ausgebaut. Von Süden von Kassandra her erreicht man Nea Moudania ebenfalls über die Hauptstraße, die Ausfahrt ist leicht zu verpassen. Vom mittleren "Finger" der Chalkidiki, von Sithonia aus und von Polygyros im Innern der Chalkidiki führen ebenfalls gut ausgebaute Hauptstraßen nach Nea Moudania.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der Hafen von nea Moudania

Nea Moudania verfügt über einen Hafen. Hier legen meist Handelsschiffe und private Boote an. Auch als Fischereihafen ist die Stadt bekannt.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Leben in der Stadt findet am Vormittag und dann wieder am späten Nachmittag / Abend statt. Zu den Zeiten, da die Geschäfte geöffnet sind, ist es oft schwierig einen Parkplatz zu finden. Hat man es geschafft, in Zentrumsnähe zu parken, ist es kein Problem, die Stadt zu Fuß zu erkunden.
Auch wenn man mit dem Bus angereist ist, macht es Sinn, seinen Weg zu Fuß fortzusetzen, so groß ist die Stadt nicht. Aber ein paar Stunden sollte man schon einplanen, auch um einmal ein wenig griechische Lebensart zu erleben.

Es ist nicht immer einfach, sich in Nea Moudania zurecht zu finden. Die Schilder sind zuweilen doch sehr gewöhnungsbedürftig. Der Verkehr ist aber zu ertragen. Parkplätze zu finden ist sehr schwer, in allen Bereichen, die Stadt ist nicht für Autos gebaut worden. Hat man einen Parkplatz ergattert, dann sollte man ihn nehmen und von hier aus alles zu Fuß machen. Das ist auch gar nicht schlimm. Man bekommt, gerade, wenn man etwas außerhalb geparkt hat, eine Menge mit, wie das Leben hier halt funktioniert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche von Nea Moudania ist schon sehr erstaunlich. Sie ist zwar keine frühchristliche Basilika, dieser aber nachempfunden, vielleicht ein wenig zu übertrieben. Dennoch schön anzuschauen. Wenn man den Berg hoch geht oder fährt hat man einen schönen Aublick über die Stadt mit der Kirche. Es ist durchaus imposant.

Der Hafen und der Bereich um die Innenstadt ist sehr interessant. Dabei ticken die Griechen etwas anders als die Deutschen. Man sollte hier lieber später kommen, dann ist auch etwas los. Dann wird es spannend. Jetzt kann man hier das griechische Leben einfangen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Seitenstraße in Nea Moudania

Wenn man griechisches Leben wirklich erleben will, dann verbringt man einen Tag in Nea Moudania. Als erstes nimmt man den Markt mit, dann geht es in den Hafen- oder Innenstadtbereich. Aber man sollte sich auch mal in den Außenbezirken umsehen. Wie wohnt man hier? Wie funktioniert das Leben? Wenn man nur etwas Glück hat, erlebt man griechische Gastfreundschaft pur. Man lernt Leute so schnell kennen, man bemüht sich sehr um die Besucher. Es gibt einige Griechen, die einmal in Deutschland gearbeitet haben und auch entsprechend Deutsch sprechen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Die besten Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in dem Bereich um den Hafen. Hier befinden sich an den Straßen zahlreiche Geschäfte, die übrigens großteils nicht auf den Tourismus ausgelegt sind, sondern mehr für die Versorgung der einheimischen Bevölkerung. So kann man unter Griechen einkaufen, was übrigens sehr angenehm ist. Die Geschäfte haben ein sehr eigenes Flair, bieten auch vielfach Dinge an, die man in Deutschland nicht kaufen kann.

Am Mittwoch ist Markt. Dieser findet aber nicht in der Nähe des Hafens statt, sondern etwas weiter in der Stadt. Hier findet man neben den üblichen Ständen, die gefälschte Sachen von Markenfirmen verkaufen, auch die traditionellen Marktstände, die die Griechen mit Lebensmitteln und allem, was sie so benötigen versorgen. Der Markt ist in zwei Hälften unterteilt. Die eine Hälfte mit Schuhen, Kleidung etc. (mit Markensiegeln oder auch nicht), die andere Hälfte mit Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, getrockneten Hülsenfrüchten, Gewürzen, Olivenöl, Ouzo, Wein und allem, was das griechische Herz begehrt. Dabei ist der Teil mit den Stoffen durchaus interessant, es gibt hier auch viele Händler, die nicht nur miese T-Shirts mit Logo verkaufen.

Man wird auf diesem Markt aber nicht bedrängt, wie man es von anderen Märkten her kennt. Man sitzt hinter seiner Auslage und erst, wenn ein Besucher Interesse zeigt, steht die Dame oder der Herr hinter dem Stand auf und fragt nach. Wirkliche Beratung bekommt man aber nicht.

In dem Bereich, wo die Bauern ihre Sachen verkaufen kann man auch immer probieren. Sollte man auch tun. So ein Tipp sind die Oliven. Hier kann man sich von der Vielfalt überzeugen.

Küche[Bearbeiten]

Oliven auf dem Markt in Nea Moudania

Man findet im Zentrum im Bereich um den Hafen eine ganze Menge griechischer Tavernen, die griechische Küche zu moderaten Preisen anbieten. Die großen Imbiss-Ketten haben hier noch keinen Einzug gehalten. Man findet auch nur wenige von den in den Touristenorten von Chalkidiki bekannten Pizza-Tempeln. es gibt rustikale, mediterrane, griechische Küche. Ein Tipp ist immer, etwas nach außerhalb zu gehen. Je weiter man weg vom Zentrum ist, desto ehrlicher wird die Küche. Man kann fast überall in den Tavernen draußen sitzen, auch wenn die Hauptstraße daran vorbei führt. Es gibt aber auch sehr viele schöne Plätze, die dann leider auch ein wenig mehr Geld kosten.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben ist typisch griechisch, es gibt griechische Musik in griechischen Tavernen mit griechischen Gästen. Nur selten verirren sich Touristen in die Nacht von Nea Moudania. Es kann sich durchaus lohnen, einmal einen Versuch zu wagen. Wenn man Glück hat, bekommt man einen wunderschönen Abend mit Griechen, die hier, wie eigentlich überall in Griechenland, sehr gastfreundlich sind. Und sie können feiern. Wenn sie einmal angefangen haben, dann dauert es lange. Bitte niemals eine Einladung ausschlagen, nur wenn es wirklich nicht mehr geht. Das ist in Griechenland äußerst unhöflich und wird fast als Beleidigung empfunden.

Unterkunft[Bearbeiten]

Es gibt in Nea Moudania einige Hotels und Zimmer, die man mieten kann. Es sind aber eher Zimmer für Leute, die hier in der Stadt irgendetwas zu tun hat. Sie haben aber durchaus Charme, liegen aber etwas abseits vom Geschehen.

  • Filippos Hotel, 20 Eleytherias Avenue, Nea Moudania 63200. 2-Sterne-Hotel mit 25 Zimmern.

Arbeiten[Bearbeiten]

Original griechisch

Da hier die Arbeit ohnehin sehr rar ist, ist es sehr schwierig hier einen Job zu finden. Mehr Chancen hat man in den Touristenorten, wo es schon ein sehr großer Vorteil ist, wenn man Deutsch spricht.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Polizeipräsenz ist in Nea Moudania, wie auf ganz Chakidiki, recht hoch, möglicherweise sogar höher als in Deutschland. An der Polizeistation in Nea Moudania stehen mindestens 10 Streifenfahrzeuge und am Hafen auch noch einmal mindestens 5. Dazu kommen noch ein paar Motorräder. Kriminalität ist aber auch hier, wie in ganz Griechenland beinahe zu vernachlässigen. Wenn man sich an die allgemein gültigen Regeln hält, also Wertsachen nicht offen zu präsentieren, dann ist man eigentlich schon auf der sicheren Seite.

Gesundheit[Bearbeiten]

In Griechenland sind viele Arzneimittel viel billiger als in Deutschland (z. B. Aspirin oder Eis-Spray). Dazu gibt es hier viele Arzneimittel, die man in Deutschland gar nicht mehr kaufen kann.

Wer wirklich krank wird, der sollte sich in die Touristenorte begeben. Hier kann man nämlich schnell einen Arzt finden, der auch Deutsch spricht. Es sind hier meist Ärzte, die aus Deutschland kommen und ausgewandert sind. Man braucht sich auch keinen Kopf zu machen, es ist professionelle Hilfe.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Nea Moudania, etwas außerhalb.

Klarkommen ist kein Problem. Nea Moudania ist übersichtlich, wenn auch nicht immer gut ausgeschildert. Der Verkehr ist mitunter für Deutsche etwas ungewöhnlich, aber alles sehr einfach machbar. Man braucht sich keine Sorgen machen, man kommt auch mit dem Auto zurecht.

Die alten Geschichten von Postkarten, die den Adressaten erst weit nach dem Urlaub erreichen, sind vorbei. Man ist auf dem Stand der Technik. Man hat hier überall mit dem Handy Empfang, versenden von Botschaften oder Telefonate stellen gar kein Problem dar. In Nea Moudania gibt es auch eine Reihe von recht preisgüstigen Internetcafés, wo man seinen E-Mail-Briefkasten leeren kann.

Ausflüge[Bearbeiten]

Eine Rundfahrt um Kassandra ist zu empfehlen. Von Nea Moudania sind die Strände auf Kassandra schnell zu erreichen. In dieser Richtung befindet sich auch die Ortschaft Afytos, die sehr sehenswert ist. Weiter fährt man nach Kassandria. Auch hier lohnt sich ein ausgedehnter Bummel durch viele Teile der Stadt. Wer mag führt noch in Kallithea (Chalkidiki) vorbei. Hier kann man sich mit Souvenirs eindecken. Im Süden von Kassandra findet man dann die schönen Traumstrände.

Eine Rundfahrt um Sithonia lohnt sich auch. Hier ist nicht so viel Trubel wie auf Kassandra, es ist beschaulicher, aber viel schöner. Eine schöne Ortschaft ist Neos Marmaras. Ganz im Süden gibt es dann wie auf Kassandra die Traumstrände. An der Westküste hat man dann eine fantastische Aussicht auf den Berg Athos. Viele kleine Aussichtspunkte laden zu Fotostopps ein.

Eine Fahrt nach Thessaloniki ist wohl obligatorisch. Einen Tag in der griechischen Metropole verleben, ist eine Erfahrung für das ganze Leben - wenn man sich die Zeit nimmt auch die Wohnbezirke zu besuchen. Dazu benötigt man leider einen Pkw und ein Auto in Thessaloniki ist kein schnelles Fortbewegungsmittel.

Schnell erreicht sind die Tropfsteinhöhlen von Petrálona. Sie liegen etwas nordwestlich der Stadt. Hier wurde nach Angabe der Führung der älteste Europäer gefunden. Die Höhlen samt eines kleinen Museums sind einen Ausflug wert.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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