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Rhodos

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Rhodos ist eine Insel im Ägäischen Meer und die Hauptinsel der Dodekanes.

Kreta Astypalea Ikaria Samos Fourni Patmos Leros Kalymnos Amorgos Kos Nisyros Symi Tilos Chalki Rhodos Karpathos Kasos Kastellórizo Arki Agathonisi Lipsi Farmakonisi Telendos Pserimos Levitha Kinaros Giali Alimia Ege Dodekanes Ägäis Arki Agathonisi Lipsi Farmakonisi Telendos Pserimos Levitha Kinaros Giali Alimia Dodekanes
Lage der Dodekanes-Insel Rhodos

Orte[Bearbeiten]

Akropolis von Lindos

Die Insel Rhodos besteht aus 10 Gemeinden: Rhodos-Stadt, Ialysos, Petaloudes, Kallithea, Ataviros, Kameiros, Lindos, Afandou, Archangelos und Süd-Rhodos.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Bei den Urlaubern sind eine Reihe von Ortschaften sehr beliebt:

Sehenswürdigkeiten:

Hintergrund[Bearbeiten]

Rhodos liegt etwa 10 km vor der türkischen Küste und hat eine Fläche von 1.398 km². Sie ist bis zu 78 km lang und bis zu 35 km breit. Der höchste Berg ist der Ataviros mit 1.216 m. Auf Rhodos leben rund 125.000 Einwohner, davon die Hälfte im Hauptort und touristischen Zentrum im Norden, Rhodos-Stadt, dessen Altstadt mit seinem Großmeisterpalast und mächtigen Stadtmauern von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Das besonders deswegen, das die Altstadt noch bewohnt ist. Es ist kein Denkmal sondern ein Teil von Rhodos-Stadt.

In der langen Geschichte von Rhodos ist die einheimische Bevölkerung immer griechisch geblieben. Es gab zwar immer ein paar Zuwanderer, aber übernommen wurde die Insel nie. Rhodos hat eine bewegte Geschichte und gehörte zu verschiedenen Nationen. Nach dem Ursprung der Besiedelung durch die Dorier in der Antike und der Gründung der Stadt Rhodos übernahmen die Römer die Herrschaft über die Insel. Nach dem Fall Jerusalems musste sich der Johanniterorden nach Westen zurückziehen und entdeckte die Insel als Hautort. Die Johanniter (später Malteser, da sie nach Malta umzogen) kämpften lange Jahre gegen die Türken, die aus dem Osten kamen und die strategisch wichtige Insel einnehmen wollten. Was sie schließlich auch schafften. Was sie nicht schafften, ist, aus der Insel eine türkische Insel zu machen. In den Wirren des zweiten Weltkrieges fiel Rhodos an Italien, dann an Deutschland. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehört es zu Griechenland. Die verschiedenen Völker hinterließen auf der Insel viele Spuren. Diese reichen von antiken Tempeln über Gebäude aus der Kreuzritterzeit bis zu italienischen Einflüssen.

Der Name Rhodos heißt etwa soviel wie "Roseninsel". Dabei streiten sich alle noch darüber, welche Rosen es denn sind, die Rhodos ihren Namen gaben. Wirkliche Rosen werden es nicht gewesen sein, denn es gibt auf Rhodos keine. Es gibt aber eine ganze Menge Blumen, die geeignet sind, einen Roseneindruck zu vermitteln. Die Legenden darüber sind endlos, überall anders, aber immer wieder herrlich anzuhören.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster Filerimos

Die Insel ist schon seit der Steinzeit besiedelt. Besondere Bedeutung bekam sie aber erst durch die Dorer, die die drei zunächst eigenständigen und selbstständigen Städte Lindos, Ialysos und Kameiros eroberten. Von diesen drei Städten ist Lindos als einzige noch erhalten. In Kameiros finden zur Zeit Ausgrabungen statt. Die Akropolis von Ialysos kann man in Filerimos besichtigen. Die Städte lebten in erster Linie von dem Handel, der im gesamten ägäischen Meer zu dieser Zeit florierte.

Von diesen drei Städten wurde auch Rhodos-Stadt gegründet, nachdem sie sich zusammengeschlossen hatten. Der Vorteil lag in dem sehr wertvollen Naturhafen, der heute noch genutzt wird. Zu dieser Zeit war Rhodos auf Augenhöhe mit Athen, der beherrschenden Macht in Griechenland. Erst unter den Römern verlor die Insel bzw. die Stadt ihre Selbstständigkeit, sie wurde dem römischen Reich einverleibt. Es begann eine lange Besatzungszeit.

Nach der Besetzung durch die Kreuzritter im Ersten Kreuzzug fiel es wieder an Byzanz und wurde dann vom Johanniter-Orden erobert. Aus dieser Zeit stammen auch die zahlreichen Festungen, die zum Teil recht gut erhalten sind. Man versuchte sich immer mehr gegen die Angriffe der Türken zu schützen, die nach Westen strebend die Insel in Besitz nehmen wollten und es schließlich auch taten. 1523 kapitulierten die Johanniter.

Bis 1912 war Rhodos von den Türken besetzt, dann eroberte Italien die Insel und war Besatzungsmacht bis in den Zweiten Weltkrieg hinein. Nach dem Angriff der Deutschen auf Italien wurde Rhodos kurz deutsch und fiel nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an Griechenland. Die Besetzung hatte ein Ende.

Die Bevölkerung ist in all dieser Zeit der Belagerungen und Besetzungen griechisch geblieben. Es wurde der griechisch-orthodoxe Glaube gepflegt, die griechische Sprache gesprochen und nach der griechischen Kultur gelebt, auch wenn die Besatzer ganz andere Regeln mitbrachten.

Kirchen[Bearbeiten]

Die neue Kirche von Siana

Wie überall in Griechenland ist man auch auf Rhodos sehr gläubig. Die meisten Menschen gehören dem griechisch-orthodoxen Glauben an. Es gibt aber auch Juden, Muslime, katholische Christen usw. Beinahe jedes Dorf, sei es auch noch so klein, hat seine eigene Kirche, manchmal sogar zwei, eine alte, die man teilweise nur durch das (erst viel später) errichtete Kreuz als Kirche erkennen kann und eine neue, oftmals für den Ort überdimensionierte Kirche. Das ist umso erstaunlicher, da sich die Kirchen hier nur von Spendengeldern finanzieren. Das funktioniert über die Spenden für Kerzen. So gibt der einfache Bürger für eine Kerze etwa einen Euro aus, die reichen Bürger aber umso mehr. Man bezahlt also für die Kerze einen Preis, den man selbst für angemessen hält.

Die alte Kirche von Siana

Die Kirchen, die in aller Regel sehr aufwändig ausgestattet sind, kann man auch gerne betreten. Wichtig ist auch, dass man die Kirchen nicht mit kurzen Hosen und mit Träger-T-Shirts betritt. Knie und Schultern müssen bedeckt sein. Auch sollte man es möglichst unterlassen, mit Blitz zu fotografieren. Die Innenräume sind meist hell genug. Diese Regeln gelten übrigens auch für die zahlreichen Klöster, die man auch besichtigen darf. Eine Spende ist gerne gesehen.

Ein gutes Beispiel für rhodische Kirchen findet man in Siana, direkt an der Hauptstraße, wo beide Kirchen, die alte und die neue nebeneinander stehen. Beide Kirchen sind typische Vertreter der Bauart der Kirchen auf Rhodos.

Die Friedhöfe der Ortschaften liegen immer etwas außerhalb. Sie haben meist auch eine kleine Kapelle, die den alten Kirchen der Dörfer sehr ähnlich ist. Die Gräber werden sehr gut gepflegt und kunstvoll hergerichtet. Viele der Friedhöfe sind einen Spaziergang wert. Dabei sollten die Regeln, die auch für die Kirchen gelten, unbedingt eingehalten werden.

Wein[Bearbeiten]

Ein Weinberg auf Rhodos

Rhodos ist ein Weinanbaugebiet. Man produziert hier Rot-, Rosé- und Weißweine von ganz unterschiedlicher Qualität. Man benötigt für den Touristenstrom eine ganze Menge Wein. Die Qualität der Hausweine in den Hotels ist durchaus in Ordnung, auch wenn sie aus dem Pappkarton kommen.

Wer sich für Wein interessiert, sollte aber durchaus einmal die heimischen Weine besserer Qualität probieren. Man kann auch an Weinproben teilnehmen. Die sind aber oftmals von Touristenbussen überbesucht. Weine aus dem Weinanbaugebiet von Rhodos haben durchaus schon Preise und Medaillen als Auszeichnung erhalten.

Der Weinanbau funktioniert hier ganz anders als der Weinanbau in Deutschland. Die Reben bilden keinen Stock, sondern die Pflanzen liegen auf dem Boden. Zum einen sind die Pflanzen alle noch recht jung, zum anderen ist man bemüht bei diesen Weinbergen die Quantität in Grenzen zu halten, was die Qualität des Weines steigert.

Und dann wird natürlich auch der bekannte Retsina hergestellt. Es handelt sich um einen trockenen Weißwein, der mit Aromastoffen geharzt wurde. Früher war das natürliches Harz, heute wird, zumindest in den unteren Preisklassen, das Aroma hinzugesetzt. Es gibt nur zwei Meinungen über Retsina. Man mag ihn oder man mag ihn nicht. Viele reden auch davon, dass erst das dritte Glas schmeckt. Aber man sollte Retsina probiert haben. Das gehört sicher dazu und man kann sich dann selbst eine Meinung bilden

Bauen auf Rhodos[Bearbeiten]

Unten Rohbau, oben bewohnt!

Wie man es in vielen südlichen Ländern sieht, stehen auch hier überall halbfertige Häuser herum. Manche Häuser sind zum Teil fertig, aus den Betonträgern ragen aber Stahlstangen heraus. Das Bild links zeigt ein Haus in Embona, bei dem die erste Etage schon fertig gestellt und bezogen ist, der Rohbau des Parterres aber noch nicht abgeschlossen ist. (Das sieht man leider erst auf den zweiten Blick).

Ein Skelett eines Hauses

Ein Grund für diese Art zu bauen,ist, dass man den Banken nicht vertraut. Kredite können sehr teuer werden. Man nimmt, um ein Haus zu bauen, keinen Kredit auf. Man spart. Ist das Geld für das Grundstück zusammengespart, kauft man das Grundstück. Hat man das Geld für das Fundament, dann wird das Fundament gegossen. Vieles wird in Eigenleistung gemacht. Außerdem haben die Griechen lange nicht den Druck, wie die Menschen in Deutschland. Ihnen sind Termine sehr egal. Immer mit der Ruhe! Wenn das Fundament fertig ist, beginnt man mit dem Skelett mit den gegossenen Treppen.

Hier wird viel aus Beton gebaut, weil es Zement reichlich auf der Insel gibt. Holztreppen wird man hier vergeblich suchen. Stahlbeton ist stabil, nahezu unverwüstbar, billig und leicht zu verarbeiten. Ist das Skelett fertig, werden die Wände gemauert. Man verwendet normale Ziegel. Sind die Wände verputzt, werden Türen und Fenster eingebaut. Nun zieht man ein, egal wie weit alles andere fertiggestellt ist oder nicht. Den Rest baut man später weiter.

Einen festen Bebauungsplan wie in Deutschland gibt es auf Rhodos nicht. Man darf bauen, wo es möglich ist. Die Insel ist im Nordbereich ziemlich zersiedelt. Zwischen Kolymbia und Arfandou sind es sicher fünf Kilometer, ohne dass man ein Ortsschild sieht, aber überall stehen Häuser.

Der Baustil auf der ganzen Insel ist gleich. Ob Eigenheim oder wirtschaftliches Haus, alle Gebäude werden im gleichen Stil gebaut. Das Haus steht auf einem Betonfundament, aus dem Streben ragen. Diese halten das Dach. Tragende Mauern gibt es nicht. Das Betonskelett trägt das Haus. Die Lücken werden mir Ziegeln zugemauert. Man kann Fenster und Türen bauen, wie man will. Nur die Treppen sind vorgeschrieben. Sie werden mit dem Rohbau aus Beton gegossen.

Man vergisst nicht, sich Ausbaumöglichkeiten zu erhalten. Aus den Säulen der Skelette ragen in den meisten Fällen Stahlträger in die Höhe, auf denen man anbauen oder besser aufbauen kann. Das ursprüngliche Haus dient als Fundament.

Militär[Bearbeiten]

In Griechenland gibt es Wehrpflicht wie früher in Deutschland. Doch sie wird ganz anders bewertet. So einfach mal verweigern geht nicht. Wer nicht gedient hat, hat seiner privaten Karriere fast auch schon einen Riegel vorgeschoben. Man achtet bei der Einstellung darauf, ob jemand gedient hat. Das betrifft nur Männer. Und die werden fast alle, fast unabhängig vom Tauglichkeitsgrad, eingezogen.

Das Militär ist über ganz Griechenland verteilt. Auch auf Rhodos gibt es Einheiten. Diese veranstalten hier auch regelmäßig entsprechende Übungen. Man sieht an der Straße Soldaten, auf den Straßen fahren Militärfahrzeuge, auf Parkplätzen stehen Panzer herum.

Man darf winken, sie winken zurück und lachen. Man darf schauen, was es denn für Geräte sind, aber wie überall, dürfen militärische Objekte nicht fotografiert werden. Dann kann man Ärger bekommen.

Der karge Süden[Bearbeiten]

Während man im nördlichen Teil viele Wälder findet, wird es im Süden teilweise immer karger. Es gibt kaum noch Baumbestand, nicht einmal die prägenden Olivenhaine, für die die Insel in aller Welt bekannt ist.

Im Süden von Rhodos, die Natur kommt wieder!

Der eine Grund hierfür ist in der Antike zu finden, denn der Schiffbau in Lindos war zu jener Zeit berühmt. Man brauchte Holz, um die Schiffe zu bauen. Die abgeholzten Wälder wurden nicht wieder aufgeforstet, zurückblieben Steinwüsten.

Doch die Natur hat sich einen Teil des Gebietes im Laufe der Zeit wieder zurückgeholt. Dann gab es in den 1990er Jahren häufig Waldbrände. Sie hatten verschiedene Ursachen. Zum einen die Unvorsichtigkeit der Menschen, die durch die Berge fuhren und ihre Zigarettenkippen aus dem Autofenster warfen und andere Fahrlässigkeiten. Doch es soll auch eine Reihe von Brandstiftungen gegeben haben.

Ist ein Waldbrand auf Rhodos erst einmal ausgebrochen, ist es sehr schwer, ihn unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Zum einen sind die Brände von der Feuerwehr nur schwer zu erreichen. Zum anderen geht immer Wind, der den Brand vorantreibt und mit reichlich Sauerstoff versorgt. Außerdem muss man das Wasser von weit her zu den Bränden bringen. Oftmals ist das nur aus der Luft möglich.

Die Waldbrände haben fast den ganzen südlichen Bereich verwüstet. Das ehemals grüne Gebiet ist zu einer kargen Landschaft geworden. Auch uralte Olivenhaine zählten zu den Opfern. Olivenbäume, die weit über 500 Jahre alt waren, wurden zerstört. Doch man hatte sogar noch Glück, denn beinahe hätte ein Brand auch das berühmte Schmetterlingstal erreicht und wahrscheinlich unwiderruflich zerstört.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Ankunftsbereich

Als Ferieninsel ist Rhodos von Deutschland aus gut per Flugzeug zu erreichen. Flüge werden z.B. von Düsseldorf oder Frankfurt zum Rhodos Island International Airport Diagoras (IATA CodeRHO) angeboten. Die Flugdauer beträgt ungefähr 3,5 Stunden. Fast alle Charter-Gesellschaften fliegen Rhodos an. Auch einige Billigfluglinien haben die Insel in ihrem Programm (z.B. Germanwings und TUIfly). Dazu die üblichen Gesellschaften wie Condor. In England ist die Insel als Urlaubsziel sehr begehrt. So kommen hier viel Linien der englischen Touristen-Gesellschaften an. Thomsonfly, Thomas Cook Airlines aber auch Easy-Jet haben hier ihre Stützpunkte aufgebaut.

Der Flughafen von Rhodos liegt im Nordwesten der Insel in Paradisi. Das bestehende Gebäude kann die Mengen an Reisenden während der Hauptsaison kaum fassen. Auch nach dem Ausbau ist der Flughafen mit größeren deutschen Flughäfen nicht zu vergleichen. Es gibt keine Fluggastbrücken, wie man sie aus Deutschland kennt, sondern man wird vom Gate mit Bussen zum Flugzeug gebracht und andersherum. Dabei parken die Flugzeuge immer so, dass sie aus eigener Kraft wieder zu den Rollwegen kommen können. Es scheint auf dem Flughafen in Rhodos nur wenige Busse zu geben, die sind bei der Fahrt vom und zum Flugzeug hoffnungslos überfüllt.

Der Ankunftsbereich ist recht übersichtlich, es gibt nur zwei Gepäckbänder. Kommt man aus dem Flughafen heraus erwarten einen die Busse auf der rechten Seite, Taxen sind direkt vor dem Ausgang zu finden. Das Terminalgebäude ist zwar langgestreckt aber recht übersichtlich.

Beim Einchecken stehen 44 Schalter zur Verfügung, dazu gehören aber auch die Schalter für die Kofferkontrolle. Man geht erst zum Schalter, checkt ein, hier wird auch das Handgepäck mit einem Label versehen, was ja eigentlich unüblich ist. Dann muss man mit seinem Koffer zu einem der Kontrollschalter der Luftsicherheit gehen. Hier werden erst Bordkarte, Ausweis und Label überprüft, der Koffer dann durchleuchtet.

Der Abflugsbereich befindet sich wie überall in der ersten Etage. Es gibt zwei Abflugsbereiche mit je 6 Gates. Dabei müssen nicht beide Bereiche geöffnet sein. Wenn wenig Betrieb ist, wird ein Bereich geschlossen. Das hat unter Umständen einen weiten Weg zur Folge, wenn man zum Beispiel vom Schalter 43 zum Gate 6 muss. Die Beschilderung ist dürftig und natürlich auch erst einmal in griechisch. Man versteht hier aber auch vielfach Deutsch, auf Englisch kann man sich mit fast jedem unterhalten.

Vor der Luftsicherheitskontrolle befindet sich noch eine Bordkartenkontrolle. Dort will man neben der Bordkarte auch den Ausweis sehen. Den sollte man auch jetzt noch nicht zu weit wegstecken. Man braucht ihn nämlich beim Einsteigen noch einmal. Die Luftsicherheitskontrolle ist europa-typisch. Die Kontrollkräfte verfügen nicht über Handsonden. Wenn der Torbogen Alarm gibt, wird man abgetastet.

Der Bereich zum Einchecken

In den Abflugsbereichen befinden sich die üblichen Bars und Geschäfte. Man muss also nicht verhungern oder verdursten. Beim Boarding wird noch einmal die Boardkarte mit dem Ausweis abgeglichen, ehe man dann zu den Bussen gehen kann. Das Treiben auf dem Vorfeld ist recht hektisch. Man wird zum Flugzeug gebracht. Es gibt keine Hinweise, welche der Treppen für einen besser geeignet ist, um den Sitzplatz zu erreichen.

Rhodos hat kein Nachtflugverbot, der Betrieb ist hier durchgehend. Das hat zum einen zur Folge, dass man sein Hotel sicher auch nach der Nähe zum Flughafen aussuchen sollte. Zum anderen muss man sich auf ungewöhnliche Start- und Landezeiten einrichten. Die einzige Startbahn ist von Südwest nach Nordost ausgerichtet. Da fast alle Flüge nach Norden wollen ist eine relative Nähe zum Flughafen kein Problem.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Es gibt regelmäßige Schiffsverbindungen von Piräus, den Inseln in der Dodekanes, Kreta und auch während der Sommermonate aus der Türkei, und zwar von Marmaris, Bodrum und Fethiye. Die Schiffsverbindungen sind aber sehr auf den touristischen Betrieb ausgerichtet, weniger für den normalen Passagier-Verkehr.

Der wichtigste Hafen auf Rhodos ist der von Rhodos-Stadt. Hier legen nicht nur die regelmäßigen Fähren an, sondern auch die zahllosen Kreuzfahrtschiffe, die im ägäischen Meer fahren, um den Passagieren einen Ausflug nach Rhodos-Stadt zu ermöglichen. Manchmal liegen über sechs von diesen schönen Schiffen im Hafen.

Mobilität[Bearbeiten]

Ein Rhodos-Taxi

Öffentliche Buslinien ermöglichen das Reisen zu kleinen Preisen. Das Zentrum ist Rhodos-Stadt. Von hier starten alle Linien. Sie sind mehr für die Einheimischen gedacht, die gerne zur Arbeit möchten. Es gibt nur wenig touristisch ausgelegte Linien. Die Busse sind nicht besonders pünktlich. Das ist hier aber so üblich. Es reicht auch nicht, sich einfach in die Bushaltestelle zu setzen, dann fährt der Bus vorbei. Man muss schon auffällig winken,insbesondere wenn man an abgelegenen Haltestellen einsteigen möchte.

Das Busfahren ist in Linienbussen zuweilen recht abenteuerlich. Die Busfahrer sind hart am Gas, die Busse sind zum Teil gnadenlos überfüllt. Die Gänge sind eng. Wenn man aus einem überfüllten Bus aussteigen will, ist das manchmal gar nicht so einfach. Zumindest sind die Busse etwas klimatisiert, wobei das in den Sommermonaten kaum ausreicht. Man benötigt auf jeden Fall Vertrauen, um in diesen Bussen mitzufahren.

An den Bushaltestellen hängen manchmal (nicht an jeder) laminierte Fahrpläne aus. Die sind recht schwierig zu lesen. Sie beinhalten nur den Abfahrtsort und das Ziel. Will man zwischendurch aussteigen, weiß man keine Zeiten. Man gewöhnt sich dann aber recht schnell daran, weil es oftmals auch dieselben Busse sind. Buslinien werden nicht erwähnt. Beispiel: Der Bus von Kolymbia nach Rhodos-Stadt fährt über Afandou und Faliraki. Jede Verbindung wird einzeln aufgeführt. Es ist aber immer derselbe Bus.

Die Taxi-Alternative ist erheblich teurer, aber vergleichsweise günstiger als in Deutschland. Jede längere Strecke etwa in Rhodos-Stadt kostet ungefähr soviel, wie wenn man in Deutschland gerade ins Taxi einsteigt. Preise für längere Distanzen (z.B. Rhodos-Stadt–Faliraki) sind festgelegt. Man muss also keine Angst haben, über den Tisch gezogen zu werden. Man braucht sich daher nicht zu wundern, wenn der Taxi-Fahrer sein Taxameter nicht einschaltet. Deswegen haben es die Taxifahrer auf Rhodos aber auch immer sehr eilig. Kurven werden immer geschnitten, Gegenverkehr ist egal. Und die zahlreichen Miet-Kleinwagen werden um jeden Preis überholt.

Ein Roller-Verleih auf Rhodos

Wer selbst fahren möchte, kann sich ein Auto von einer der vielen Autovermietungen mieten. Schon für 30 Euro bekommt man einen anständigen Kleinwagen für einen Tag. Auto fahren ist in Griechenland allgemein "spannend". Auch auf Rhodos wird an Stellen überholt, an denen braven deutschen Autofahrern das Herz stehen bleibt. Wer aber defensiv fährt und eiligen griechischen Gastgebern Platz macht, kann Rhodos angenehm mit dem Auto erkunden.

Abgemeldete Mietwagen in der Vorsaison

Modern sind Roller, Motorräder und Quads. Letztere kann man an jeder Ecke mieten. Zwar gibt es in Griechenland Helmpflicht, aber keiner hält sich daran. Wenn man sich ein solches Fahrzeug mietet, sollte man sich über eines im Klaren sein: Es ist sehr gefährlich, auch wenn die einheimische Bevölkerung stets ohne Helm und Schutzkleidung fährt. Wenn man sich einen Roller leiht, der langsamer ist als ein Lkw, muss man sich bewusst sein, dass dieser auf Teufel komm raus überholen. Gegenverkehr und Abstand interessiert gar nicht.

Wichtig ist es bei der Miete eines Fahrzeugs auch, auf den Mietvertrag zu achten. Fast immer steht an den Läden, dass das Fahrzeug Vollkasko versichert ist, meistens sogar ohne Selbstbeteiligung. Aber Vorsicht! Manche Versicherungen decken nur Schäden bis zu einer gewissen Summe. Lesen Sie sich den Mietvertrag, insbesondere die Versicherungsbedingungen durch. Lassen Sie sich auf gar keinen Fall einen Mietvertrag auf Griechisch geben. Was hier drin steht, wissen nur die griechischen Götter. Bestehen Sie auf einem deutschen Mietvertrag. Der billigste Mietwagen ist noch lange nicht der günstigste. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Der konservative Weg über die klassischen Autovermietungen, die man auch in Deutschland kennt, ist oftmals ein guter Tipp, ohne den kleinen Autovermietungen der Insel etwas Böses zu wollen. Sie machen zum großen Teil gute Arbeit, doch es gibt auch schwarze Schafe.

Die technische Qualität der Mietwagen ist ähnlich wie in Deutschland. Es werden meistens Fahrzeuge vermietet, die mehr oder weniger neuwertig sind. Der Renner ist der Kleinwagen aus Fernost. In der Regel sind alle Autos auch mit einer Klimaanlage ausgestattet, da braucht man eigentlich nicht nachzufragen. In der Vorsaison kann es zu Schwierigkeiten kommen, da die Autos über den Winter abgemeldet werden. Das eine oder andere weigert sich schon mal anzuspringen. Das Problem hat man aber eher bei Motorrädern oder Rollern, die mit einer 6-Volt-Anlage laufen.

Schilder stehen hier viele. Man hält sich nicht daran. Zwar sind in Griechenland drastische Strafen fällig, wenn man sich nicht an Verkehrsvorschriften hält. Es gibt aber keine Kontrollen. In einer Baustelle (die gibt es hier in Massen), in der 30 km/h erlaubt sind und man 60 km/h fährt, wird man von allen überholt, eingeschlossen die Busse und Lkw. Es scheint so, als wären die Schilder nur eine Empfehlung.

Parken kann kompliziert sein. Wenn man die Bedeutung der verschiedenfarbig markierten Parkflächen speziell in Rhodos-Stadt nicht kennt, bekommt man leicht einen Strafzettel als Souvenir. Auf dem Land geht es aber im Allgemeinen auch beim Parken entspannt zu.

Das Straßensystem ist gespickt mit Baustellen, insbesondere die Hauptstraßen. Kaum ist man aus der einen Baustelle heraus, ist man schon in der nächsten. Folglich gibt es unheimlich viel Staub, der vor allem von Lkws aufgewirbelt wird. Das ist für Autofahrer unangenehm, weil man wenig sieht, für Motorrad- oder Roller- bzw. Quad-Fahrer ein echtes Problem. Die Schilder werden wie schon erwähnt nur als Hinweis gewertet. Gerade in Baustellen wird äußerst zügig gefahren (um es galant zu formulieren). Der Verkehr geht praktisch so weiter, als wäre keine Baustelle vorhanden.

Ein typischer Touristenbus

Die Ursache dieser Baustellen soll die Modernisierung der Wasserver- und -entsorgung sein. Man hat sich in der Größenordnung wohl schlicht verkalkuliert. Rohrverstopfungen stellen ein großes Problem dar. Dazu werden die Baustellen wie auch in Deutschland schlecht koordiniert. Sind die Wasserleitungen fertig und ist die Straße wieder befahrbar, wird das nächste Stromkabel verlegt.

Abseits der Hauptstraßen legt man auf die Baustellenabsicherung auch keinen großen Wert mehr. Man sollte also überall entsprechend vorsichtig fahren. Die Baustelle lauert überall.

Von früh morgens bis in den frühen Abend ist auch eine Armada von Ausflugsbussen unterwegs. Dazu kommen noch die Transfer-Busse vom und zum Flughafen. Auch diese Busse sind für den Individualverkehr mit Vorsicht zu genießen. Sie haben es auch immer besonders eilig. Die Fahrer fahren die Busse, als wären es Pkw. Auch hier lautet die Devise: Defensiv fahren, das macht mehr Sinn.

Sprache[Bearbeiten]

Auf Rhodos wird die offizielle Landessprache Griechisch gesprochen. Aber fast jeder versteht auch Englisch. Es gibt auch eine ganze Menge Leute auf Rhodos, die einmal in Deutschland gearbeitet haben, insbesondere in den Bars und Restaurants. Sie haben sich mit dem in Deutschland verdienten Geld hier ein neues Standbein geschaffen. Mit Deutsch kommt man also auch sehr weit. Auch weil die Rückkehrer Deutschland als sehr angenehm empfunden haben.

Dennoch sollte man sich bemühen, wenigstens ein paar Worte Griechisch zu lernen, denn darüber freuen sich die Einheimischen. Wenn man nur statt "Hallo" "Kalimera" gesagt hat, das ist den Leuten hier viel lieber. Auch wenn man zu einem Griechen, der perfekt Deutsch spricht "Jamas" sagt, wenn man mit ihm anstößt, anstatt "Prost", dann wird er das als sehr nett empfinden. Es gehört sicher auch etwas zum Urlaub dazu, ein wenig die Sprache zu lernen.

Akropolis[Bearbeiten]

Wer das Wort Akropolis in Deutschland hört, der meint, es sei die Akropolis in Athen gemeint, es sei ein Eigenname und es gäbe nur die eine. Das ist weit gefehlt. Akropolis bedeutet sowie wie "Über der Stadt". Hier wurden in der Antike die Tempel der Götter gebaut, weil die sich über den Menschen befinden sollten. Es gibt in vielen antiken griechischen Städten eine Akropolis. Vielfach sind nur noch Ruinen erhalten. Manche sind noch gar nicht gefunden. Sehr bekannt ist die Akropolis über Lindos, aber auch die Ruinen der Akropolis über Ialyssos hat Weltruhm.

Siga, siga[Bearbeiten]

"Siga, siga" bedeutet so viel wie "langsam, langsam". In Spanien kenne ich das Wort übersetzt als "Mañana" (Morgen). Beides soll so viel heißen wie: Das mache ich, wenn ich mal Lust und Zeit habe. In den Hotels hört man "Siga, siga!" kaum noch. Die Arbeitsplätze sind zu brüchig geworden. Der nächste, der den Arbeitsplatz haben möchte, steht schon in den Startlöchern. In den Orten ohne viel Tourismus begegnet man dem Spruch dafür recht häufig. Will man zum Flughafen und hat es eilig, weil der Flieger bald geht, dann bekommt man das schon mal zu hören. Ebenso von den Busfahrern der Linienbusse, die es nicht immer eilig haben, ihren Fahrplan einzuhalten.

Das gehört aber auch zum Leben der Griechen und zu Südeuropa im Allgemeinen. Man muss sich damit arrangieren, dann kommt man auch zu dem Punkt "Erholung."

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Monolythos, muss man gesehen haben!

Die Altstadt von Rhodos-Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und sicherlich eines der beeindruckendsten Ziele auf der Insel. Lindos (auch Weltkulturerbe der UNESCO) ist mit seiner Akropolis und den geweißten Häusern im ur-griechischen Stil, der auch oft an den arabischen Baustil erinnert, einfach ein atemberaubendes Erlebnis. In beiden Orten leben und arbeiten auch heute noch Leute. Zwar sind beide Orte sehr auf den Tourismus fixiert, doch die Orte sind bewohnt. Das war nicht zuletzt ein entscheidender Punkt für die Kommissare der UNESCO um die beiden Orte zum Weltkulturerbe zu erheben.

Natürlich gibt es auch auf Rhodos antike Sehenswürdigkeiten. Die Insel war bereits um 500 v. Chr. ein wichtiger Handelsplatz. Die Hauptsiedlungen waren Rhodos-Stadt, Kameiros und Lindos.

  • In Rhodos-Stadt kann man auf dem Monte Smith das antike Stadion und die Überreste einer Akropolis besichtigen. In dem Stadion finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.
  • Kameiros an der Westküste ist ein beliebter Ausflugsort für Archäologie-Fans, eine sehr schöne Ausgrabungsstätte.
  • Über Lindos erhebt sich die imposante Gestalt der alten Akropolis. Der Weg nach oben auf Eseln lohnt sich allemal.
  • Ein Ausflug zu den Ruinen von Filerimos lohnt sich immer. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick über die Stadt Ialysos und die Westküste.Die Ruinen kann man besichtigen.
  • Ein wunderschöner Fleck Natur ist die nur durch einen Strand mit dem Festland verbundene Insel Prasonisi, das Mekka für Windsurfing und Kite-Surfing Fans.
  • Die Sieben Quellen sind besonders in der Vorsaison eine Reise wert. Sie liegen in der Nähe von Kolymbia etwas im Landesinneren. Hier kann man gut ein paar Stunden verbringen.
  • Monolithos ist eine recht gut erhaltene Festung der Johanniter an der Südwestküste. Ein schönes und beeindruckendes Bauwerk.
  • Weltbekannt ist das so genannte Schmetterlingstal, in dem sich im Sommer Millionen von Schmetterlingen zusammenfinden, um sich zu paaren.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Das Kreuz von Filerimos
  • Eines der schönsten Thermalbäder des Mittelmeeres, wahrscheinlich ganz Europas, ist Kallithea, (was soviel heißt wie „schöne Aussicht“). Im Juli 2007 wurde das aufwändig restaurierte Bauwerk eingeweiht. Die Thermen und die kleine Bucht sind nunmehr ein Ort, der kaum noch an Europa, mehr an Afrika oder den Orient erinnert.
  • Tauchen kann man in Kallithea oder auch in der Anthony Quinn Bucht oder Ladiko. Die Felslandschaft lädt zu einem spannenden Trip in die Unterwasserwelt ein.
  • Wassersport (insbesondere ist Rhodos bekannt für Windsurfen und Kite-Surfen in Ialysos und dem Strand Halbinsel Prasonissi an der Südspitze der Insel)
  • Touristen-Wassersport wie Bananenboot-Fahren, Tretboote, Gummireifen, Wasserski, Jet-Ski, Luftkissen hinter dem Motorboot kann man an allen größeren organisierten Stränden machen, z.B. Rhodos Stadt, Faliraki, Afandou, Agathi, Tsambika, Pefki, etc. Motorboote kann man in Charaki, Faliraki u.a. Orten mieten.
  • Kart-Fahren, Moto-Cross-Strecke in Faliraki, Reiten, Kamelreiten bei Farma Rodou in den Nähe vom Schmetterlingstal, Glasboden-Boots-Touren (man sieht die Unterwasserwelt durch einen Glasboden)
  • Nachbarinsel Symi. Einfach traumhaft schöne Architektur und das klarste Wasser des Mittelmeeres. Unbedingt über das Kloster Panormitis fahren (Korrekte Kleidung beachten!). Symi ist sehr heiß und bergig. Die Küche bietet alles, was das Meer hergibt.
  • Man kann etliche wunderschöne Tagesausflüge machen.
  • Das mittelalterliche Schloss von Kritinia an der Westküste lädt ein, einen Ausflug auf die weniger touristische Westseite der Insel zu machen, von wo aus man atemberaubende Sonnenuntergänge genießen kann. Kritinia ist ein schönes Dorf auf einem Bergkamm.
  • Petaloudes, oder auch "Butterfly Valley" ist ein dicht bewaldetes Tal in dem eine ganz besondere Naturerscheinung aufwartet. Im Frühling und bis in die Sommermonate ist an dem Bachlauf die Heimat einer Schmetterlingsart, die zu Tausenden Bäume und Felsen fast völlig abdecken. Außerdem bietet der schattige Pinienwald angenehme Temperaturen in der Mittagszeit.
  • Embona, ist das höchste Dorf zu Füßen des höchsten Berges Attaviros (1215m). Das Dorf ist das traditionelle Wein- und Textildorf. Man kann guten Wein bekommen und auch das Pendant zu Raki. In der Rhodos-Variante nennt er sich "Souma" (weniger parfümiert als Grappa).
  • Das alte Kloster Moni Tsambika auf der Spitze eines Berges am gleichnmigen wunderschönen Strand Tsambika-Beach kann über 300 Treppenstufen, die durch eine faszinierende Fels-Waldlandschft führen, erwandert werden. Von oben genießt man einen unbeschreiblichen Ausblick u.a. auf den feinen, glasklaren Dünenstrand von Tsambika.
  • FKK: Der einzige offizielle FKK-Strand [1] und ein FKK-Hotel [2] liegt am Südende von Falaraki. Sonnenschirmen und Liegen kann man an dem mit Felsen gesäumten Strand mieten. Hinter den Büschen an den Klippen geht es manchmal nicht ganz jugendfrei zu. Im Süden wird an diversen Stränden „wild“ nackt gebadet, aber damit stößt man die Einheimischen vor den Kopf. Da kann es berechtigterweise Ärger geben bis hin zu polizeiliche Maßnahmen.

Küche[Bearbeiten]

Rhodos ist eine Insel. Also liegt Fisch nahe. Dennoch verfügt sie über viel Wald und bietet somit alles, was das Herz begehrt. Reichlich Fisch und Meeresfrüchte kann man in allen Tavernen finden.

In den untouristischen Stadtteilen von Rhodos kann man auch ziemlich günstig Spezilitäten der Ägäis kosten. Doch auch in touristischen Gebieten sind die Preise moderat und das Essen ist meistens sehr gut.

Souvlaki ohne Spiess

Spezialitäten sind jede Art von Muscheln und Schalentieren, aber auch die Eier vom Seeigel sind sehr köstlich. Das typische Meeresfrüchte-Essen in Form von Calamares, Oktopus und Miesmuscheln, Krabben usw. ist natürlich auch sehr gut und oft frisch vom gleichen Tag. Diese Speisen findet man aber nur in ausgewählten Orten. Am besten vor Ort erkundigen. In sehr touristischen Orten und Gegenden wird man aber um die Tiefkühl-Variante nicht herumkommen.

Die Wahrzeichen der Insel ist sind ein Hirsch und eine Hirschkuh, welche früher in Scharen durch die Wälder zogen. Sie wurden auf der Insel eingeführt, um der Schlangenplage Herr zu werden (Hirsche töten Schlangen instinktiv mit den Hufen oder den Geweihen). Im Mandraki Hafen kann man sie auf zwei Säulen als Statue betrachten. Heute gibt es nicht mehr so viele von ihnen. Der Speiseplan beinhaltet trotzdem auch Wild, sowie Lamm, Zicklein, und natürlich Schwein. Ein weiterer Bestandteil der Küche ist das auf der Insel angebaute Obst und Gemüse.

Souvlaki in Rhodos ist ein Genuss. Die Spieße sind kleiner als hier in Deutschland und recht apart gewürzt. Sie haben mit den Souvlaki bei uns im griechischen Restaurant nur wenig zu tun. Es sind mehr gegrillte Schaschliks. Dennoch auf jeden Fall versuchen.

Rhodos hat noch eine funktionierende Agrar-Struktur und die Gemüse der Insel sind durch die permanente Sonne einfach vollmundiger und schmackhafter als man es gewohnt ist. Ein Genuss also für Liebhaber des griechischen Salates (Choriatiki).

Wer die griechische Küche nach hause holen möchte, der schaue unter Griechische Küche im Koch-Wiki nach. Hier gibt es viele Dinge, die man ausprobieren kann.

Wenn man einen Urlaub auf Rhodos gebucht hat, sollte man es nicht verpassen, die Kultur der Griechen zu erleben. Die zahlreichen Tavernen zum Beispiel in Afandou laden am Mittag ein, in die Streitgespräche der Einheimischen einzutauchen. Auch am Abend kann man hier viel Spaß haben. Aber auch das Essen sollte man genießen. Ein guter Tipp ist hier Psinthos, eine Ortschaft, die in der Mitte der Touristenzentren liegt, aber vor allem bei Griechen aus Rhodos-Stadt sehr beliebt ist. Hier kann man hervorragend essen und schöne Abende verleben.

Nachtleben[Bearbeiten]

Ein absolutes Muss für Standard-Touristen ist die Ausgehmeile Odos Orfanidou in Rhodos „Neu Stadt“ in der Nähe des Casinos. Sehr zu empfehlen hier das „Colorado“ mit Live-Musik. Parken am besten in der Nähe des Hafens (abends kein Problem).

Ein Club in Faliraki

Für diejenigen, die gerne etwas tiefer in die Kultur und die Party der Einheimischen, aber auch Touristen eintauchen möchten, ist die Altstadt das absolute Muss. Hier ist in den letzten Jahren die ganze Nightlife-Szene eingetroffen und man kann vom guten Essen über Wasserpfeife (Arjilé) auf Kissen und lauten Bars jeglicher Musikrichtung bis hinzu Clubbing alles finden. Besonders zu empfehlen sind das „Mooj“ am türkischen Hamam, das „Theatro“ und das „Soho“ am Platz des Brunnens am Beginn der Hauptbummelmeile „Sokatous“.

Neben Rhodos-Stadt ist auch Faliraki berühmt und zum Teil auch berüchtigt für sein Nachtleben. Hier kann man es so richtig krachen lassen, man spricht auch von dem Ballermann auf Rhodos. Ganz so schlimm ist es aber schon lange nicht mehr. Es gibt zahlreiche Diskotheken, die für jeden Musikgeschmack etwas anbieten, man wird bestimmt fündig. Das Ganze ist aber eher für das englische Publikum ausgelegt, weil insbesondere unter den jüngeren Touristen viele Engländer sind. Die Diskotheken haben aber nicht die Auszeichnung, der aus Mallorca bekannten Sorte, sondern es geht schon recht ruhig ab. Aber getanzt wird überall, wo es möglich ist. Auch auf den Tischen, wenn sie es zulassen und auf der Straße.

Wer einen griechischen Abend verleben will, dem sei Afandou ans Herz gelegt. In dem Ort gibt es unzählige Tavernen, in denen sich Touristen, Leute die hier arbeiten und Einheimische mischen. Man zieht von Taverne zu Taverne und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein. Hier gibt es viel zu entdecken, insbesondere an den Feiertagen und auch am Freitag und Samstag ist hier viel los.

In allen Touristenorten gibt es ein gewisses Nachtleben, das sich natürlich erst in den Sommermonaten so richtig abzeichnet. Neben den Cocktail-Bars und Fast-Food-Restaurants gibt es auch die eine oder andere griechische Taverne, wo man den Abend gemütlich ausklingen lassen kann. Man kann fast überall auch draußen sitzen. Wer etwas sucht, der wird auch etwas für seinen Geschmack finden.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Polizei in Faliraki

Griechenland im Allgemeinen hat die niedrigste Kriminalitätsrate Europas. Rhodos macht da keine Ausnahme. Es ist überall sicher. Sicherlich sollte man aber niemanden zum Diebstahl einladen, was aber auch für jeden anderen Ort der Welt gilt. Das liegt aber auch daran, dass es fast keine Polizei-Präsenz gibt, die die Kriminalstatistik nach oben treibt, weil viele Vergehen gar nicht erkannt werden und in die Statistik eingehen, zum zweiten ist die Polizei nicht besonders fleißig. Für Verkehrsverstöße werden im Vergleich zu Deutschland zum Beispiel empfindliche Strafen erhoben. Trotzdem hält sich niemand an die Vorschriften, weil sie nicht kontrolliert werden.

Tatsächlich hat man von der griechischen Bevölkerung keine bis nur ganz wenige Übergriffe zu erwarten. Die Masse der Kriminalität kommt von den Urlaubern, die über die Stränge schlagen, aber auch von Arbeitskräften, die während der Saison auf Rhodos arbeiten. Das Ehrgefühl der Griechen ist noch sehr viel stärker ausgeprägt als in Deutschland, aber auch hier gibt es mittlerweile einige "schwarze Schafe". Die übliche Vorsicht ist geboten.

Man darf sich die Polizei in Griechenland aber auf keinen Fall so vorstellen, wie die Polizei in Deutschland. Man kommt zwar auf eine meist nett ausgestattete Wache, doch die Herren und Damen hinter dem Tresen verstehen kein Wort Deutsch und auch kein Wort Englisch, wobei sonst fast jeder auf Rhodos zumindest Englisch kann. Man hört sich das Anliegen vielleicht auch noch an, wenn man denn einen Sprachmittler gefunden hat. Aber wirklich tätig wird man nicht. Also eine ganz normale Anzeige auf Rhodos aufzugeben, wie es hier in Deutschland die Regel ist, kann man vergessen. Es gibt sogar eine Touristenpolizei. Das sind Menschen, die eine Fremdsprache können und entsprechend geschult sein sollen, aber auch hier stößt man vielfach auf taube Ohren, wenn man denn mal jemanden erwischt hat, der Englisch kann, jedenfalls ein bisschen.

So kann man sicher verstehen, warum die Griechen so eine niedrige Kriminalitätsrate haben, weil viele der Delikte gar nicht verfolgt werden, es ist aber nicht schlimm. Es sind Kleinigkeiten. Aber wer mit der Polizei zu tun hat, der hat es nicht einfach.

Neben der Polizei gibt es die so genannte Touristen-Polizei. Die Touristenpolizisten müssen Fremdsprachenkenntnisse aufweisen. Welche Fremdsprachen das sind, ist allerdings nicht geregelt. So sind die Fremdsprachenkenntnisse bei der Touristen-Polizei oft schlechter, als die der Bevölkerung. Der freundliche Barkeeper hilft einem aber meist weiter.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Schilder[Bearbeiten]

Je weiter man sich von den touristischen Zentren auf Rhodos weg bewegt, desto schwieriger werden die Schilder. Auf den Hauptstraßen hat man Schilder, die nicht nur in griechischer Schrift, sondern auch in auch in lateinischer Schrift gestaltet sind. Je weiter man ins Innenland kommt, desto mehr werden die Schilder in griechischer Schrift. Man sollte eine Karte dabei haben und immer wissen, wo man denn eigentlich ist. Auch sollte man sich auf die Schilder nicht wirklich verlassen. Ein Schild Psinthos 3 Kilometer kann nach einem Kilometer Fahrt durchaus auf Psinthos 4 Kilometer umgesprungen sein.

Ein Hotelgast meinte zu mir, die Schilder wären nur ein grober Anhaltspunkt. Was man daraus mache, sei jedem seine eigene Sache. Ich glaube, es trifft die Sache im Kern richtig. Das gilt übrigens auch für die anderen Schilder an den Straßen. Niemand hält sich daran.

Toiletten[Bearbeiten]

Man wird sich sicher fragen, warum ein Artikel in einem Reiseführer ein solches Thema bearbeitet. Nach dem Lesen dieser Zeilen weiß warum. Schon die Toiletten in den Hotels sind etwas gewöhnungsbedürftig, sind von der Bauart etwas anders als in Deutschland. Die öffentlichen Toiletten in den Hotels, Restaurants und Bars haben schon eine erste Besonderheit, die Türen werden nicht verschlossen. Man kann also Blicke und Gerüche erhaschen, die man in Deutschland eigentlich nicht gewohnt ist.

Kommt man weiter in das Landesinnere fällt zunächst eine Reduzierung der Anzahl der Toiletten auf. In einer Taverne, die für gut 100 Gäste ausgelegt ist, finden sich oftmals nur vier Toiletten, jeweils zwei für Männlein und Weiblein. Wie die nach einem Einfall von 200 Touristen aussehen, die lange keine Toilette mehr gesehen haben, ist klar. Die nächste Steigerung ist das Fehlen einer Klobrille. Dazu steht neben dem WC ein Mülleimer, in dem man das Papier entsorgen soll, weil die Abwasserleitungen auf Rhodos nicht die besten sind. Und zu guter Letzt findet man nicht selten die Stehklos, wo man mit einer gewissen Zielfähigkeit ausgestattet sein muss, um sein Geschäft zu verrichten, nebst Mülleimer für das Papier (das übrigens nicht immer vorhanden ist).

Menschen, die in dieser Beziehung keinen Spaß verstehen, sollten auf ihre Art vorsorgen. Das gilt übrigens auch für Busrundfahrten.

Alkohol[Bearbeiten]

Ouzo aus rhodischer Produktion

Man ist auf Rhodos schnell bei der Sache mit dem Ausschank von alkoholischen Getränken. Nicht nur bei Betrieben, die solche Getränke verkaufen wollen, auch bei normalen Geschäften, die etwas höherwertige Waren anbieten. Erstgenannte sind großzügig beim Ausschank von Proben. Sie geizen auch nicht mit den leckersten Getränken. Letztere haben immer mal einen Ouzo auf Eis parat, während man sich die Waren ansieht.

Das ist ja sicher ein netter Zug und vermittelt Gastfreundschaft, aber man sollte die Wirkung nicht unterschätzen. Man ist der Freund des Hochprozentigen! Da fällt es oft sehr leicht, etwas zu kaufen, was man eigentlich gar nicht haben will. Also entweder die Finger weg oder das Geld zu Hause lassen.

Neben dem Ouzo, der hier auf Rhodos hergestellt wird, gibt es den Souma, einen Trester-Schnaps, der wie Grappa hergestellt wird, aber er wird nicht aromatisiert. Die Prozentzahlen sind auf Rhodos erwünscht. Der Souma über der Ladentheke kann bis zu 60 Prozent Alkohol enthalten, der unter der Ladentheke durchaus noch mehr. Souma probiert man am besten in Siena.

Fotografieren[Bearbeiten]

So lange es sich um Sachen dreht, kann man fotografieren, was das Zeug hält. Vom Militär einmal abgesehen. Sollte es sich um Personen handeln, dann sollte man erst einmal fragen, ob man sie auch fotografieren darf. Von den Griechen bekommt man eigentlich immer grünes Licht. Aber man muss sich die Griechin in einem Ort mit Touristenbussen vorstellen, die vor der Haustür sitzt und die Socken stopft. Da kommen Tausende vorbei und fotografieren sie, als wäre sie die Freiheitsstatue. Man sollte sich in die Frau hinein versetzen.

Gerade, wenn man eine bessere Kamera hat, kann niemand mehr sehen, was man denn da so wirklich fotografiert. Viele fühlen sich fotografiert, obwohl sie auf dem Bild gar nicht drauf sind. Das Fotografieren sollte man nicht nur auf Rhodos, gerade mit der Verfügbarkeit der neuen Technik möglichst sensibel betrachten.

Klima[Bearbeiten]

Rhodos ist die „Sonneninsel Europas“. Die Sonne scheint an mehr als 330 Tagen im Jahr, also fast immer. Die Jahres-Durchschnittstemperatur liegt bei 19,0 Grad und ist somit mit Zypern (19,2 Grad) die höchste in Europa. Dabei ist die Westküste tendenziell etwas kühler als die Ostküste.

Die heißesten Monate sind Juli und August. In diesen Monaten steigt das Thermometer auch mal bis über 35 Grad. Normalerweise ist es aber aufgrund des Inselklimas selten sehr heiß. Die Sonne scheint garantiert immer von Ende Juni bis Anfang September.

Im Winter ist es auf Rhodos sehr mild. Die Temperaturen im Januar liegen zwischen 12 und 20 Grad und im April steigt das Thermometer auch regelmäßig bis auf 25 Grad.

Es gibt auf Rhodos gefühlt nur drei Jahreszeiten. Im Winter fällt reichlich Regen, die Insel ist aber frostfrei. Schnee kennt man hier nicht. Man kann den Winter eher als Regenzeit bezeichnen. Ende April kommt der Frühling. Es gibt ab und zu noch einmal Regen, die Vegetation blüht auf. Es ist die grünste Jahreszeit auf Rhodos, auch wenn es nie karg wird, weil es auf der Insel Grundwasser gibt. Dann kommt der heiße und sehr trockene Sommer mit sehr hohen Temperaturen, die man aushalten muss. Einen Herbst gibt es eigentlich nicht, wenn, dann ist er sehr kurz. Aber eigentlich geht es von dem Sommer ohne großen Übergang in die Regenzeit über.

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Tagestemp. 17 °C 18 °C 19 °C 21 °C 25 °C 30 °C 31 °C 31 °C 30 °C 26 °C 23 °C 20 °C
Wassertemp. 17 °C 16 °C 16 °C 18 °C 19 °C 21 °C 23 °C 25 °C 24 °C 23 °C 20 °C 18 °C
Regentage 11 9 7 3 2 1 0 0 1 4 7 10

Wasser[Bearbeiten]

Ein ausgetrocknetes Flussbett

Durch die ergiebigen Regenfälle im Winter gibt es auf Rhodos auch Grundwasser. Das hat zur Folge, dass sich die Vegetation auch im Sommer gut entwickeln kann und nicht aus Wassermangel abstirbt und dass man die Süßwasserversorgung der Bevölkerung das ganze Jahr über bewerkstelligen kann. Im Gegenteil. Mit Tankern wird sogar Süßwasser an die Nachbarinseln geliefert, die nicht über Grundwasser verfügen. Es gibt also auch keine Meerwasserentsalzungsanlagen. Das Wasser aus der Leitung ist sauber und trinkbar. Es wird dem Wasser kein Chlor oder ähnliches zugesetzt, wie man es von anderen Inseln kennt.

Wie ergiebig die Regenfälle im Winter sind, kann man an den ausgetrockneten Flussbetten sehen, die insbesondere an der Ostküste ins Meer münden. Im Sommer fließen nur kleine Rinnsale, oftmals völlig verdreckt mit Schwemmstoffen vor sich hin. Das Flussbett reicht aber für einen ordentlichen Fluss aus. Das erklärt auch die langen Brücken der Hauptstraße Richtung Lindos.

Viele der Bäche werden auch im Hinterland aufgestaut, um Trinkwasser zu gewinnen, deswegen plätschern hier nur die Rinnsale im Sommer vor sich hin.

Auf der anderen Seite ist der Wasserverbrauch auf der Insel sehr hoch. Tourismus kostet halt Wasser, denn die Swimming-Pools der Hotels sind ausnahmslos mit Süßwasser gefüllt. Ob das gut und/oder sinnvoll ist, soll an anderer Stelle diskutiert werden.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Busrundfahrten sind sehr beliebt.
  • Man kann mit einer Fähre von Rhodos Stadt nach Marmaris (Türkei) fahren.
  • Eine Fähre geht auch zu der Insel Symi.
  • Beliebt ist auch der Ausflug mit dem Schiff nach Lindos.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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