Thrakien (Griechenland)

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Thrakien
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Lage der Region Thrakien in Griechenland

Die geographische Region Thrakien im Nordosten von Griechenland ist der westliche Teil der historischen Landschaft Thrakiens. Im Osten bildet der Fluss Evros (auf bulgarisch: Mariza) die Grenze zum türkischen Teil Thrakiens in der Marmara-Region, im Norden liegt die Grenze zu Bulgarien im Rhodopen-Gebirge, im Westen ist die Region Makedonien.

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Thrakien (Griechenland)

Stärker besiedelt sind nur die flachen Küstenregionen, während im gebirgigen Hinterland nur kleine verstreut liegende Dörfer zu finden sind. Diese sind sehr ursprünglich, meist muslimisch geprägt und ohne touristische Infrastruktur. Das macht das Gebiet zusammen mit der schönen Gebirgslandschaft zu einem Ziel für alternativen Tourismus. Die Haupttourismusgebiete sind die kleinen Küstenorte mit ihren schönen, nicht überlaufenen Stränden. Sie werden neben Einheimischen, auch gerne von Gästen vom Balkan und der Türkei angefahren. Nordeuropäische Touristen sind eher selten und meist mit Wohnmobilen unterwegs.

Orte[Bearbeiten]

In Gegensatz zu anderen Landesteilen von Griechenland, sind die Ort in Thrakien stark von der muslimischen Kultur geprägt und unterscheiden sich daher deutlich im Stadtbild.

  • 1 Didymoticho Website dieser Einrichtung (Διδυμότειχο Έβρου). Didymoticho in der Enzyklopädie Wikipedia Didymoticho im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDidymoticho (Q932648) in der Datenbank Wikidata. Provinzstädtchen mit einigen Sehenswürdigkeiten.
  • 2 Alexandroupolis Website dieser Einrichtung (Αλεξανδρούπολη). Alexandroupolis in der Enzyklopädie Wikipedia Alexandroupolis im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAlexandroupolis (Q190847) in der Datenbank Wikidata. Hauptstadt der Region und des Bezirks Evros, Lebhafte Studentenstadt mit schöner Promenade und Nachtleben.
  • 3 Samothraki (Σαμοθράκη). Samothraki in der Enzyklopädie WikipediaSamothraki (Q21406482) in der Datenbank Wikidata. (Chora), romantischer, kleiner Hauptort der Insel Samothraki mit sehr schön gelegenen Restaurants, Cafes und Burg.
  • 4 Komotini Website dieser Einrichtung (Κομοτηνή). Komotini in der Enzyklopädie Wikipedia Komotini im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKomotini (Q208403) in der Datenbank Wikidata. Hauptort des Bezirks Rodopi mit interessantem, muslimisch geprägten Stadtbild und Resten einer Festung.
  • 5 Xanthi Website dieser Einrichtung (Ξάνθη). Xanthi in der Enzyklopädie Wikipedia Xanthi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsXanthi (Q210296) in der Datenbank Wikidata. Hauptort des gleichnamigen Bezirks, bekannt für seine von Studenten belebte Altstadt und Nachtleben.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Landschaften von außergewöhnlicher Schönheit, Flora und Fauna sind:

  • 1 Dadia Nationalpark Website dieser Einrichtung (Εθνικό Πάρκο Δάσους Δαδιάς-Λευκίμμης-Σουφλίου). Dadia Nationalpark in der Enzyklopädie Wikipedia Dadia Nationalpark im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDadia Nationalpark (Q24953272) in der Datenbank Wikidata. Waldreicher Nationalpark, bekannt für Greifvögel.
  • 2 Evros Delta (Εθνικό Πάρκο Δέλτα Έβρου). Evros Delta in der Enzyklopädie Wikipedia Evros Delta im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEvros Delta (Q12876743) in der Datenbank Wikidata. Naturschutzgebiet mit grosser Vielfalt von Vögeln, besonders während des Vogelzuges.
  • 3 Thracians meteora. Stehende Felsen von wilder Schönheit beeindrucken den Besucher. Sie liegen 25 km von Iasmos entfernt und sind nur über Wanderwege erreichbar. Der Weg (Q6) beginnt am Ufer des Flusses Kompsatos (Brücke Trikorfa). Der andere Weg beginnt in der Siedlung Polyarnou direkt neben der Berghütte.
  • 4 Symvola Wasserfälle. kleiner Wasserfall in sehr schöner Bachlandschaft.
  • 5 Rhodopen (Ροδόπη). Rhodopen in der Enzyklopädie Wikipedia Rhodopen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRhodopen (Q6489) in der Datenbank Wikidata. Wilde einsame Berglandschaft mit vielen Kultstätten der alten Thraker.
  • 6 Nestos (Nationalpark Nestos Delta und Vistonida-Ismarida Seen). Nestos (Q56254242) in der Datenbank Wikidata. Flusslandschaft von einmaliger Schönheit und Vogelreichtum.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Region Thrakien kam erst im Zuge der Balkankriege (1912-13) zu Griechenland. In diesem Gebiet leben neben den meist orthodoxen Griechen auch muslimische Minderheiten. Diese sind zwar auch Griechen, fühlen sich aber kulturell mehr der Türkei zugehörig. Obwohl es im wesentlichen keine Probleme im Zusammenleben gibt, leben beide Volksgruppe eher friedlich in Parallel-Gesellschaften nebeneinander, als zusammen. Als Tourist bereichert diese Vielfältigkeit das Bild in den Städten und auch kulinarisch.

Thrakien ist noch recht wenig touristisch erschlossen, obwohl es zahlreiche historische Stätten gibt, sehenswerte Natur und schöne, nicht überlaufene Strände. Besonders beeindruckend ist das Rhodopen-Gebirge, sowohl im griechischen, als auch im bulgarischen Teil. Übergänge zwischen den beiden Ländern gibt es genügend, um das Gebirge beidseits zu erkunden.

Sprache[Bearbeiten]

Neben Griechisch ist Türkisch sehr weit verbreitet. In allen touristischen Orten kommt man mit Englisch und zum Teil auch Deutsch bestens zurecht

Anreise[Bearbeiten]

  • Straße: Die Autobahn A2 führt von Thessaloniki in Richtung Osten über Alexandropoulis in die Türkei. Mit dem Bus kann man von Thessaloniki oder Kavala nach Xanthi, Komotini und Alexandroupolis fahren.
  • Bahn: Xanthi, Komotini und Alexandroupolis liegen an der Bahnstrecke Thessaloniki - Istanbul.
  • Flugzeug: Nur Alexandroupolis verfügt über einen 1 Flughafen Flughafen in der Enzyklopädie WikipediaFlughafen (Q1430762) in der Datenbank Wikidata (IATA: AXD). Flughäfen weiter östlich sind 2 Kavala Kavala in der Enzyklopädie Wikipedia Kavala im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKavala (Q676516) in der Datenbank Wikidata (IATA: KVA) und 3 Thessaloniki Thessaloniki in der Enzyklopädie Wikipedia Thessaloniki im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsThessaloniki (Q127958) in der Datenbank Wikidata (IATA: SKG).

Mobilität[Bearbeiten]

Zwischen den Hauptorten verkehren Bahn und Überlandbusse. Die bekanntesten Strände von Alexandroupolis erreicht man recht gut per Bus, die von Komotini und Xanthi zum Teil auch. Wer die Sehenswürdigkeiten in den Bergen oder weiter außerhalb der Städte besichtigen will, sollte das besser mit einem eigenen Fahrzeug machen, wobei für die etwas abgelegeneren Gegenden ein 4WD durchaus empfehlenswert ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Highlights[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten in Thrakien
Samothraki

Archäologische Stätten[Bearbeiten]

In Thrakien gibt es im Flachland sehr viele antike bis osmanische Sehenswürdigkeiten, während es in den Rhodopen sehr interessante alte thrakische Kultstätten gibt.

  • 1 Traianoupolis (Τραϊανούπολη). Traianoupolis in der Enzyklopädie Wikipedia Traianoupolis im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTraianoupolis (Q2284484) in der Datenbank Wikidata. Antikes und modernes Thermalbad bei Alexandroupolis.
  • 2 Via Egnatia (Egnatia Yolu). Via Egnatia in der Enzyklopädie Wikipedia Via Egnatia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsVia Egnatia (Q273783) in der Datenbank Wikidata. Reste der alten Römerstraße sind gut erhalten zu besichtigen.
  • 3 Mesimvria (Μεσημβρία-Ζώνη). Mesimvria in der Enzyklopädie WikipediaMesimvria (Q15733136) in der Datenbank Wikidata. interessante Archäologische Stätte und Natur, siehe Alexandroupolis.
  • 4 Maroneia (Αρχαία Μαρώνεια). Maroneia in der Enzyklopädie Wikipedia Maroneia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMaroneia (Q12874068) in der Datenbank Wikidata. Interessante Ausgrabungsstätte und geologisch beeindruckende Steinformationen.
  • 5 Anastasiopolis (Αναστασιούπολις). Anastasiopolis in der Enzyklopädie Wikipedia Anastasiopolis im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAnastasiopolis (Q62996869) in der Datenbank Wikidata. Die beeindruckenden und von der Vegetation überwucherten Ruinen einer byzantinischen Stadt sind ein sehr sehenswerter "lost place". Der Ort ist nicht ganz einfach zu finden und verlassen, was ihm ein besonderen Reiz gibt.
  • 6 Abdera (Άβδηρα). Abdera in der Enzyklopädie Wikipedia Abdera im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAbdera (Q188615) in der Datenbank Wikidata. interessante Ausgrabungsstätte. siehe Xanthi.
  • 7 Mosynopolis (Μαξιμιανούπολις-Μοσυνούπολις). Mosynopolis in der Enzyklopädie Wikipedia Mosynopolis im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMosynopolis (Q1856344) in der Datenbank Wikidata. Ruinen einer byzantinischen Stadt an der Via Egnatia bei Komotini.
  • 8 Gratinos (Γρατινή Ροδόπης). Gratinos in der Enzyklopädie Wikipedia Gratinos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGratinos (Q3558787) in der Datenbank Wikidata. spärliche Überreste einer ehemals bedeutenden byzantinischen Siedlung im Dorf Gratini bei Komotini.
  • 9 Mazedonisches Grab von Symvolaws. alte Grabanlage, die nur von Außen besichtigt werden kann.

Religiöse Stätten[Bearbeiten]

Wie überall in Griechenland, spielt auch hier die orthodoxe Kirche eine große Rolle in der Kultur und im Leben der (griechisch-christlichen) Bewohner, besonders auch wegen der hohen Zahl an muslimischer (türkisch bezogener) Bevölkerung.

  • 1 Porto Lagos Kloster (Λάγος Ξάνθης). Porto Lagos Kloster in der Enzyklopädie Wikipedia Porto Lagos Kloster im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPorto Lagos Kloster (Q1014212) in der Datenbank Wikidata. sehr sehenswerte Klosteranlage in einem See. Hauptattraktion der Gegend.
  • 2 Kloster von Ag. Maximou Kausokalyvi. Großes, schönes Kloster mit herrlicher Aussicht. Die Zufahrt erfolgt über einen Feldweg.
  • 3 Kloster Panagia vom Evros. sehenswerte Klosteranlage.
  • 4 Kloster Panagia Kosmosoteira. wegen seiner besonderen Architektur bekanntes Kloster.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Strände: Thrakien ist bekannt für seine schönen nicht überfüllten Strände. Besonders schön sind sie bei 1 Mangana, 2 Skala Avdiron weiter östlich dann mehrere Buchten bei 3 Lefkippos und 4 Mandra beach. Von 5 Fanari bis 6 Platanitis und von 7 Mesimvria bis nach 8 Nea Chili reiht sich eine endlose Kette von schönen, nicht überfüllten Stränden, nur unterbrochen durch die Berge des Ismarou bei Maroneia. FKK-Strände findet man während der Saison am Festland nicht, auch wegen des hohen Anteils muslimischer Bewohner und Feriengäste. Nur auf Samothraki gibt es FKK-Strände.
  • Wandern: In den Rhodopen und im Dadia Nationalpark gibt es endlose, aber meist auch einsame Wanderwege in spektakulärer Landschaft

Küche[Bearbeiten]

Entlang der Strände findet man die für ganz Griechenland typischen leckeren Gerichte. Wegen dem hohen Anteil an muslimischer Bevölkerung sind Schweinefleischgerichte in der Unterzahl, bzw. gar nicht mehr auf der Karte, wenn man in die Bergdörfer geht. In den Städten gibt es eine reiche Auswahl von Fast Food bis Spezialitäten. Siehe auch Essen und Trinken in Griechenland.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben konzentriert sich auf die 3 größeren Städte. An den Stränden findet es in Restaurants, Bars und Strandbars statt

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminalität ist so gut wie nicht vorhanden. Im Rhodopengebirge geht die Gefahr von der Natur selbst aus und der Einsamkeit der Landschaft. Wer hier abseits der Ortschaften unterwegs ist, sollte immer jemanden informieren über Weg und Ziel.

Klima[Bearbeiten]

Beste Reisezeit ist Juni bis Ende September

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Rhodopen - wunderbare Gebirgslandschaft mit vielen Attraktionen
  • Makedonien - wunderbare Natur, viele beste Strände, viele Sehenswürdigkeiten und archäologische Stätten
  • Thasos
  • Kavala

Weblinks[Bearbeiten]

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