Wikivoyage:Ziel des Monats

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Hier findest Du alle bisherigen Reiseziele des Monats. Kommende Ziele des Monats werden vorab auf der Seite für die Artikelkandidaturen nominiert und diskutiert. Weitere ausgezeichnete Monatsartikel findest du auf:

2017[Bearbeiten]

  • Downtown seen from Mont-Royal.jpg

    August:

    Montreal ist das Hauptzentrum der Provinz Quebec in Kanada. Quebec City ist das politische Zentrum, doch Montreal ist sowohl die kulturelle und politische Hauptstadt als auch Haupteintrittstor in die Provinz. Die zweitgrößte Stadt Kanadas ist reich an Kultur und Geschichte und hat ein wohlverdientes Ansehen als eine der lebendigsten Städte Nordamerikas. Sie ist nach Paris die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt (Muttersprachler), gleichzeitig aber auch eine der aktivsten zweisprachigen Städte Kanadas. Ungefähr ein Viertel der Einwohner ist anglophon und die Mehrheit der frankophonen Einwohner spricht auch englisch. Die Stadt besitzt ca. 1,9 Millionen Einwohner mit etwa 4 Millionen in der ganzen Metropolregion. Benannt ist die Stadt nach dem 233 Meter hohen „königlichen Berg“ Mont Royal, der mitten in der Stadt liegt. Montréal liegt im Osten Kanadas am Sankt-Lorenz-Strom. Die Stadt ist 1600 km vom Atlantik entfernt und bietet mit dem Port de Montréal einen wichtigen Hafen für alle Schiffe auf dem Weg zu den Großen Seen. Die Stadt besitzt ein vitales Kulturleben. 1967 fand in Montreal die Weltausstellung statt. Heute stehen davon noch der US-amerikanische Pavillion und der französische, der heute als Casino genutzt wird.
  • White Temple - Wat Rong Kuhn.jpg

    Juli:

    Chiang Rai ist die am weitesten nördlich gelegene größere Stadt in Thailand. Es ist die Hauptstadt einer gleichnamigen Provinz. Offiziell sind innerhalb der Stadtgrenzen etwa 70.000 Bürger registriert, im Ballungsgebiet sind es aber über 450.000. Die von Bergland umgebene Stadt bietet zahlreiche Tempel im typischen nordthailändischen Stil sowie den einzigartigen Weißen Tempel. Außerdem ist sie Ausgangspunkt für Trekkingtouren in die vom Regenwald bedeckte Bergwelt, zu den Dörfern der sogenannten Bergvölker sowie zum „Goldenen Dreieck“. Chiang Rai ist eine der ältesten Städte Nordthailands. Den Chroniken zufolge wurde es 1262/63 von dem legendären König Mangrai, Begründer des nordthailändischen Reichs Lan Na, gegründet. Es diente als dessen erste Hauptstadt, bis er gut 30 Jahre später Chiang Mai (die „neue Stadt“) gründete. Sicher auch aufgrund der jahrhundertealten Tradition hat sich die Stadt aber ein eigenständiges und besonderes kulturelles Klima bewahrt, das Chiang Rai von anderen thailändischen Provinzhauptstädten gleicher Größe abhebt. Zur lokalen Kultur tragen auch die Umland lebenden sogenannten „Bergvölker“ bei. In letzter Zeit hat man sich zunehmend auf internationalen Tourismus eingestellt. Auf Reisende zugeschnittene Angebote sind hier wesentlich häufiger vertreten als in einer durchschnittlichen thailändischen Provinzstadt, aber noch längst nicht so sehr wie in Bangkok, Chiang Mai oder den Touristengebieten am Meer. Chiang Rai liegt auf 580 m ü. NN. Das Klima ist merklich milder als in Zentral- oder Südthailand.
  • Florence duomo fc01.jpg

    Juni:

    Die Toskana (italienisch: Toscana) liegt in Italien. Sie umfasst neun Provinzen und die Metropolregion Florenz. Die Toskana hat zwei verschiedene Gesichter - auf der einen Seite die kulturell bedeutsamen Städte Florenz, Siena, Lucca und Pisa, und auf der anderen Seite eine sehr ländliche Region. Die kleinen Städte, Dörfer, Burgen, Villen und Weingüter bieten eine willkommene Abwechslung zum Verkehr und Lärm der großen Städte.

    Die toskanischen Städte erlebten ihre Blütezeit im Mittelalter und vor allem während der Renaissance. Danach spielte die Toskana politisch und handelstechnisch eine eher untergeordnete Rolle, die altehrwürdigen Städte entwickelten sich in der Neuzeit kaum weiter, so dass Innenstädte und Bauwerke oft bis heute unangetastet erhalten blieben.

    Die toskanische Landschaft ist äußerst abwechslungsreich. Die alte Frage: "Ans Meer oder in die Berge" ist einfach gelöst: "In die Toskana!" Von rauen, alpin anmutenden Berglandschaften in der Garfagnana oder dem waldreichen Casentino an der Flanke des toscoromagnolischen Appenins über belebte Bäder an der Etruskischen Riviera und der Versilia oder den einsamen Stränden der Maremma bis ins Inland, wo man üppig grüne Wälder am Monte Amiata und der Montagnola senese ebenso findet wie trockene, beinah öde Hügellandschaften der Crete senesi.

    Ein ganz anderes Gesicht als das Inland zeigt die im Sommer sehr belebte bis stellenweise überlaufene toskanische Küste, vor allem die Versilia und Etruskische Riviera in der nordwestlichen Toskana. Bereits seit dem 19. Jahrhundert spielt der Seebad-Tourismus im Sommer eine zentrale Rolle in dieser Region
  • Waling wall2.jpg

    Mai:

    Die Jerusalemer Altstadt ist jener Teil Jerusalems, der innerhalb der Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert liegt. Häufig wird auch noch der südlich außerhalb der Stadtmauer gelegene Berg Zion mit zur Altstadt gerechnet.

    In Jerusalem haben die drei monotheistischen Weltreligionen bedeutende Heilige Stätten: Gemäß der Überlieferung in der Thora resp. dem Alten Testament der Bibel stand Abraham an diesem, als Berg Moriah bezeichneten Ort, vor der Aufgabe, seinen Sohn Isaak opfern zu müssen; um 1000 v. Chr. habe König David die Stadt zur Hauptstadt seines Königsreichs gemacht und in der Davidsstadt seinen Palast erbaut, sein Nachfolger Salomon liess auf dem Tempelberg dann den Ersten Tempel erbauen

    Tausend Jahre später wurde vor den Toren der damaligen Altstadt gemäß christlicher Überlieferung Jesus Christus ans Kreuz geschlagen, ehe er nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgestiegen ist.

    Nach islamischer Tradition ist der Tempelberg resp. der Felsendom der Ort der "fernen Moschee", von der aus Mohammed im 7. Jh. christlicher Zeitrechnung zu seiner Nachtreise ansetzte, über dem Felsen mit einem Fußabdruck des Propheten wurde im Jahre 691 der Felsendom errichtet.

    Die Altstadt gliedert sich neben dem Tempelberg in vier Quartiere, die durch die jeweils dort lebenden Bevölkerungsgruppen ganz unterschiedliche Charakteren aufweisen. Von großer historischer und religiöser Bedeutung sind auch der Berg Zion, die von der Südmauer in südliche Richtung ziehende Erhebung des Ophel und die Davidsstadt.
  • NL-keukenhof-10.jpg

    April:

    Keukenhof bedeutet "Küchengarten". Im 15. Jahrhundert war hier ein Landgut, auf dem Kräuter und Gemüse angebaut wurden. Im 17. Jahrhundert entstand auf dem Gelände des Landgutes das Kasteel Keukenhof als Landsitz eines Kommandeurs der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

    Im 19. Jahrhundert wurde ein Teil des über 200 ha großen Landgutes umgestaltet in einen englische Parkanlage, ihre verschlungenen Pfade, ihre Wasserläufe und die inzwischen mächtigen Bäume bilden den Kern des Parks.

    Im Jahr 1949 schufen 20 Blumenzwiebelhändler den Frühlingspark Keukenhof als dauerhafte Ausstellung. Im Eröffnungsjahr 1950 wurde der Keukenhof von rund 236.000 Menschen besucht, inzwischen ist die Besucherzahl auf rund 800.000 pro Jahr angestiegen.

    Der 32 Hektar große Park ist umgeben von einem Zaun, innerhalb des Geländes gibt es etliche von großen Bäumen bewachsene Flächen, sie sind immer wieder durchbrochen von Lichtungen. Der Park ist durchzogen von Kanälen, die man zum Teil mit kleinen Elektrobooten befahren kann. Die Felder an der Nordostseite des Parks werden mit Tulpenzwiebeln bepflanzt, an der Südwestseite trennt der Stationsweg den Park von einem Wald, in dem das Schloss Keukenhof steht, dieses ist jedoch nur nach Vereinbarung zu besichtigen.

    Der Park liegt in Südholland, das topfebene Gelände hat einen sandigen kalkreichen Boden, er ist sehr wasserdurchlässig und bildet keine Staunässe. Dadurch ist er besonders geeignet zur Zucht von Zwiebelgewächsen wie Tulpen und Narzissen.
  • Neues Rathaus Leipzig Süd-West-Fassade 2013.jpg

    März:

    Der Bezirk Mitte ist der historisch interessanteste Teil und das Herz Leipzigs. Hier finden sich die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

    Im Vergleich zu den Innenstädten anderer deutscher Großstädte gibt es viel alte, unzerstörte Bausubstanz. Dazu gehören die nach der Wende aufwändig sanierten, repräsentativen Handelshöfe und Ladenpassagen, die beiden Hauptkirchen der Stadt, das Alte und das Neue Rathaus, Museen, Hochschul- und Gerichtsgebäude sowie der gewaltige Hauptbahnhof aus der Gründerzeit. Hier befinden sich außerdem die „Leuchttürme“ der Leipziger Kulturszene: Gewandhaus (Konzertsaal), Oper, Schauspielhaus und Thomanerchor. Auch zum Einkaufsbummel und zum abendlichen Weggehen gibt es in der Leipziger Innenstadt zahlreiche Angebote.

    Während der Leipziger Buchmesse vom 23. bis 26. März findet ein großer Teil der Veranstaltungen des Literaturfestivals „Leipzig liest“ im Stadtzentrum statt.
  • NZ-Milford Sound-Sea Side View.jpg

    Februar:

    Der Milford Sound ist wahrscheinlich die größte Touristenattraktion Neuseelands. An dem von jeder Ortschaft weit abgelegenen Fjord in der Region Fiordland liegen ein paar Gebäude, ein Hafen, ein Hotel und die teuerste Tankstelle Neuseelands. Richtig begreifen lässt sich der Fjord sowieso nur vom Wasser. Dennoch zeugen Kolonnen von Reisebussen, die täglich aus Queenstown den weiten Weg bis an den Fjord suchen, von seiner Beliebtheit. Wer vor 10 Uhr morgens am Fjord erscheint, kann durchaus noch mit relativ leeren Booten die Natur genießen, danach sind viele der Boote ausgebucht. Doch sollte man nicht blind die Strecke zum Milford Sound möglichst schnell abfahren, denn sie allein hat schon eine Menge zu bieten. Es lohnt sich, vom Hotel aus im voraus eines der kleineren Schiffe für die Nachmittagstour zu buchen. So hat man ausreichend Zeit, auch die Straße zu genießen und geht dem größten Rummel aus dem Weg. Und obwohl der Fjord so abgelegen liegt ist er doch der am leichtesten zugängliche der 15 Fjorde Fiordlands. 1823 wurde durch den europäischen Entdecker John Grono der Milford Sound nach dem südwalisischen Milford Haven benannt. Wahrscheinlich war er, ebenso wie die landseitigen Zugangswege, den Maori bekannt.
  • Schweinfurt-017.jpg

    Januar:

    Schweinfurt liegt in der Mitte Mainfrankens. Die ehemalige Reichsstadt am Main ist Hochschulstadt, Weinort und wirbt für sich als Kunststadt. Schweinfurt ist die wichtigste Industriestadt Nordbayerns mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt in Bayern.

    Schweinfurt zählt zu den wenigen Städten, in die bei der Gebietsreform keine Vororte eingemeindet wurden. Die Agglomeration beträgt ca. 97.000 Einwohner (Zensus 2011). Die engen Stadtgrenzen umfassen daher nur die Kernstadt mit etwa 20 Stadtteilen bzw. kleineren Quartieren innerhalb von Stadtvierteln, von denen mit Ausnahme von Hafen und Maintal alle nördlich des Mains liegen.

    Geprägt wurde die Stadt seit etwa 1890 von der metallverarbeitenden Industrie. Größte Arbeitgeber sind der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG (ehemals Fichtel & Sachs), die beiden Kugellagerhersteller Schaeffler AG (ehemals FAG Kugelfischer) und SKF (Svenska Kullagerfabriken) sowie die Bosch Rexroth AG (ehemals Deutsche Star) und Fresenius Medical Care.

2016[Bearbeiten]

  • AlexQaitBay.jpg

    Dezember:

    Alexandria ist die zweitgrößte Stadt Ägyptens und eine Hafenstadt an der ägyptischen Mittelmeerküste am westlichen Nilarm des Nildeltas.

    Die Stadt wurde im April 331 v. Chr. von Alexander dem Großen gegründet und ist seine bedeutendste Stadtgründung. Auch in der Folgezeit blieb sie eine der berühmtesten Städte in der ganzen griechischen Welt. Legendär waren ihre Bauwerke wie der Leuchtturm von Pharos und die Bibliotheca Alexandrina. Letztere war zu ihrer Zeit das sichtbare Zeichen für die überragende Bedeutung Alexandrias in Wissenschaft und Literatur. Nach dem Tode Kleopatras VII. verlor Alexandria an politischer Bedeutung, blieb aber geistig-kulturelles Zentrum im Mittelmeerraum.

    Alexandria wurde Anfang des 7. Jahrhunderts durch die Perser (619–626) und Mitte desselben Jahrhunderts von islamischen Truppen unter Amr Ibn al-Ās erobert. In islamischer Zeit wurden Befestigungsanlagen, Zisternen und Moscheen neu- bzw. ausgebaut. Aber erst im 19. Jahrhundert setzte der Wiederaufstieg Alexandrias als Hafen- und Industriestadt wieder ein. Napoleon erkannte die strategische Bedeutung dieser Stadt und ließ sie am 2. Juli 1798 stürmen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt ausgebaut und modernisiert. Mit dem Neubau des Hafens löste Alexandria Raschīd (Rosetta) als bedeutendste Hafenstadt Ägyptens ab.

    Seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einer Metropole mit modernem europäischen Flair. Die Architektur, aber auch das Leben, wurden stark von französischen und italienischen Einflüssen durchzogen. Leider verliert sich heutzutage dieser einstige Reiz.

    Alexandria ist heute unter den Einheimischen sehr beliebt als Urlaubsort gerade in den heißen Sommermonaten, wird aber von westlichen Touristen relativ selten besucht. Nun gut, pharaonische Monumente fehlen, Alexandria ist aber der wohl geeignetste Ort, um einen Eindruck vom Leben in der griechisch-römischen Zeit zu gewinnen.
  • Bangkok GrandPalace from River2.jpg

    November:

    Rattanakosin ist der historische Kern und die Altstadt der thailändischen Metropole Bangkok. Hier befinden sich die wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten: der Große Palast, der Tempel des Smaragdbuddha, Wat Pho (Tempel des liegenden Buddha), die Riesenschaukel, der Nabel der Stadt, der „Goldene Berg“ und weitere alte und goldverzierte buddhistische Tempel. Einen Kontrast dazu bietet das „Backpacker-Viertel“ Bang Lamphu und die Partymeile Khao San Road.

    Rattanakosin bildet eine künstliche Insel in einer Biegung des Chao-Phraya-Flusses, die ab 1782 als politisches und religiös-spirituelles Zentrum des damaligen Siam angelegt wurde.

    Angrenzend (und mit in diesem Reiseführer abgehandelt) sind der Stadtteil Dusit, mit den neueren Palastensembles, dem Regierungsviertel und dem Zoo, sowie das Chinesenviertel rund um die Yaowarat-Straße mit zahlreichen traditionellen Geschäftshäusern, verwinkelten Märkten, chinesischen Schreinen und Restaurants.

    Im November jeden Jahres wird am Chao Phraya und den Kanälen das Lichterfest Loi Krathong begangen.
  • ES-lanza-playa-blanca-puerto-rubicon.jpg

    Oktober:

    Lanzarote ist eine Insel im Atlantischen Ozean. Sie ist die viertgrößte der Kanarischen Inseln und nur etwa halb so groß wie ihr Nachbar Fuerteventura. Sie liegt 1000 km entfernt vom spanischen Mutterland, zur afrikanischen Küste sind es aber nur etwa 125 km. Benannt wurde sie nach Lancelotto Malocello, der als (Wieder-) Entdecker der Kanaren gilt. Der altkanarische Name der Insel war Titerrogatra oder die roten Berge, er bezieht sich auf den Vulkanismus, der die Insel mehr geprägt hat als alle anderen Kanaren. Eine weitere Besonderheit ist der Einfluss des einheimischen Künstlers César Manrique, der auf seiner Heimatinsel wirkte und sich vehement für Natur- und Landschaftsschutz einsetzte - und so wurde die Insel erst recht touristisch interessant. Immerhin gilt sie bereits seit 1993 als Biosphärenreservat. Die Ferienorte von Lanzarote liegen im Süden und Südosten der Insel. Sie wurden zum Großteil erst vor wenigen Jahrzehnten am Reißbrett entworfen. In den traditionellen Gemeinden, die in der Inselmitte liegen, wird zum Teil noch Landwirtschaft betrieben. Der Nordwesten der Insel ist wenig besiedelt und wird von bizarren vulkanischen Strukturen geprägt.
  • Praca da Figueira Lisboa.JPG

    September:

    Die bunte Metropole Lissabon, portugiesisch: Lisboa, ist die Hauptstadt Portugals. Nicht nur in ihrer Architektur, auch in ihrer Kultur und in ihren Menschen spiegelt sich die Vielfalt ihrer Geschichte wieder. Nahezu die Hälfte aller Ausländer Portugals ist hier zu Hause. Im alten Lissabon ist das maurische Erbe spürbar, die jüngere Geschichte brachte afrikanische und südamerikanische Einflüsse.

    Reichtum und Armut verschmelzen im Herzen der Stadt in Baixo und Chiado. Nur hier, so meint man, konnte die traurig schöne Musik des Fado entstehen. Leise tönt das portugiesische Äquivalent zum Blues in den Bars und lässt das Lebensgefühl der Portugiesen, die Lust am süßen Schmerz (Saudade), in das Herz fließen. Daneben schreit sie aufdringlich einem aus den Lautsprechern der CD-Geschäfte unterhalb des Elevador Santa Justa entgegen, während sie 30 m höher auf dem Übergang des Elevador die Hintergrundmusik zur Stadtkulisse bildet.

    Lissabon lebt unter der Patina des vergangenen Ruhms der Entdeckerzeit und brach mit seinem neuen Stadtviertel Parque das Nações in das neue Jahrtausend auf.
  • KG Maxbrunnen 2007.JPG

    August:

    Bad Kissingen ist eine Stadt im nördlichen Unterfranken. Es liegt an der fränkischen Saale am südlichen Rand der Rhön. Einer Umfrage zufolge ist es der bekannteste Kurort Deutschlands.

    Kissingen wurde 801 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter hatten seine Solequellen vor allem für die Salzgewinnung Bedeutung. Ab Ende des 16. Jahrhunderts gewannen dann die Heilquellen immer mehr Beachtung durch die Ärzte. Im Jahre 1737 erfolgte eine chemische Analyse der Heilwasserbrunnen. Der Barockarchitekt Balthasar Neumann fasste sie neu ein.

    Bereits im 18. Jahrhundert entwickelte sich Bad Kissingen zu einem noblen Badeort. Unter Herrschaft der Wittelsbacher wurde es dann im 19. Jahrhundert konsequent zu einem Kurbad von Weltgeltung ausgebaut. Hier traf sich der europäische Hochadel, mit Kurgästen wie Zar Alexander II., Kaiserin Elisabeth von Österreich und König Ludwig II. von Bayern. Seit 2013 bewirbt sich Bad Kissingen an der Seite weiterer bedeutender europäischer Bäder, in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen zu werden.
Eine komplette Liste der ehemaligen Ziele des Monats findest du hier...